und
Werner Simon, dem Züricher Fiskus gemacht haben, ein Vermögen von 937500 Franken hinterlassen. Er war also nicht gant Franken Millionär. Bekannte Bebels hatten sein Vermögen auf mindestens eine halbe Million Mark geschätzt; er hat mithin diese Schätzung tatsächlich übertroffen.
giebig auf der Maritzogrenze bestehen würden: das einzig mögliche Zugeständnis wäre die Abtretung eines kleinen zur Stabt Ädrianopel gehörigen (Gebietes rechts der Maritza. Jtirf Ailis s e werde der Türkei, Mustapha Pascha dagegen den Bulgaren verbleiben.
Die Telegramme der Notabeln von C4 ü m ü (b f tb i n a in denen die Einsetzung einer provisorischen Regierung angezeigt wird, sind auch den Botschaftern übermittelt worden.
Konstantinopel 10. Sept. Gestern abend um 9 Uhr fand eine pr ivate Besprechung zwischen den türkischen und bulgarischen Delegierten statt, die bis 11 Uhr nachts bauerte. Nach Informationen von bulgarischer Seite würben bie Grenzfrage und die übrigen Fragen erörtert. Jede Partei entwickelte ihren Standpunkt, ohne bisher von ihren Vorschlägen abzugehen.
Enver vcy.
Konstantinopel, 10. Sept. EnverBeyist gestern hier eingetroffen.
Heer und Flotte.
Berlin, 10. Sept. Das ,.Militärwochenblatt" meldet: Ernannt wurden der bisherige kommandierende General des 1. Armeekorps, General der Infanterie v. K l u ck zum Generalinspekteur der 8. Armecinspeklion, Generalleutnant v. Z a- st ro w, Kommandant von Graudcnz, zum Gouverneur von Graudenz, Generalleutnant v. P a p p r i tz, Kommandant von Königsberg (Pr.), zum Gouverneur von Königsberg (Pr.), Oberstleutnant v. d. Ehevallerie, Inspekteur der 1.Inspektion der Telegraphen Truppen, zum Inspekteur des Fe- stungsverkchrswesens; Oberst v. B a r f u s, Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 142, zum Inspekteur der Luftschiffertrup- pcn; Oberst v. Eberhardt, Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 153, zum Inspekteur der Fliegertruppen; Generalmajor v. B od ungen, Kommandeur der 58. Inf.-Brigade, zum Kommandanten der Oberrhcinbefcstigungen.
Stuttgart, 10. Sept. Ter Chef des Generalstabes des 18 Armeekorps in Frankfurt a M, Generalmajor v. Hof- acker, ist nach dem Württembergischen „Militärverordnungsblatt" zum Kommanoicrcnden General der 45. Kavallerie Brigade in Saarlouis ernannt worden.
dein werden erheblich stärkere Motoren untergebracht sein, die eine Gesamtleistung von 900 Pserdekränen aufbringen, jedoch bleibt als Neuerung eine dritte Gondel den Führern des Luftkreuzers Vorbehalten. Damit wird ein Nachteil aufgehoben, der sich bei den bisherigen Z Schiffen unliebsam bemerkbar machte: durch das Geräusch der arbeitenden Mo toren wurde die Verständigung der Teckoffiziere beeinträch-» tigt.
Noch ein Unfall eines Zeppelinluftschifses.
Le ipzig, 10. Sept. Tas „Militärluftschisf Z 5", welches nach einer schwierigen Fahrt aus dem Manövergelände jnach 31/2 Uhr hier gelandet war, konnte wegen der starken 'Ouerwinde nicht in die Halle gebracht werden. Es wurde von 150 Personen gehalten. Plötzlichsetzteeine rasende Böe ein, wodurch das Luftschiff in die Höhe getrieben wurde. Es gelang, die Motore wieder ..anzuwerfen und dadurch das Schiff vor dem Untergang zu retten. Vier Soldaten hatten die Seile nicht rechtzeitig losgelassen und wurden mit in Vie Höhe gerissen. Ein Sergeant konnte rechtzeitig abgesetzt werden, während ein zweiter Soldat in die Gondel hineingezogen wurde. Ti e beiden ander en Soldaten stürzten aus einer Höhe von etwa lOO Metern ab und waren sofort tot.
veutscbe» Reich.
Der Magistratsassessor Resch
und seine Gattin, die am Sonntag in unvorsichtiger Weise die russische Grenze betraten und von Grcnzkosakcn verhaftet worden waren, sind wieder freigelassen worden.
BebelalsErblasser.
Tie Katastrophen der Zeppelin Luftschiffe.
Das furchtbare Unglück, das in der Nähe von Helgoland das Marineluftschiff „L 1" und so viele von seiner tapferen Mannschaft in den Fluten begraben hat, ist, wenn man von dem leichteren Unfall des „Z5" absieht, das letzte und traurigste Glied an einer Kette von Katastrophen, die von Anfang an das große Werk des greifen Luftbezwingers immer wieder hemmten und schädigten. Daß die Mächte der Natur sich stets aufbäumen gegen ihre Bändigung durch den Menschen, das; sie den Kühnsten am schwersten treffen, das hat Graf Zeppelin schmerzlich erfahren müssen. „Wie groß und start ist doch das menschliche Herz, so allen Mächten auf Erden Trotz bietend, und wie schwach ist dabei des Menschen Werk, das ein Windhauch vernichten konnte!" Ties Wort des Grafen, daß er nach der Vernichtung seines Luftschiffes Nr. 2 am 17. Januar 1906 sprach, ist die Devise dieses aufrechten Kämpfers int Ringen mit den Elementen gcwor den; es hat auch so manchem andern Trost eingeflößt, der mit ihm zusammen dem stolzen Ziel zustrebt', und wird auch heute die tiefe Erschütterung des deutschen Volkes zu frommer Ergebung und ungebrochener Hoffnungsfreudigkeit wandeln.
Der erste Unglücksfall, der einem Zeppelin zugestoßen ist, liegt noch vor dem ersten Fahrversuch, der überhaupt mit dem Luftschiff unternommen wurde. Im Herbst 1899 brach bet einem Unwetter der .eiserne Bügel, der die schwimmende Halle an ihrem Anker festhielt: das Luftschiff wurde an Land getrieben und schwer beschädigt. Nachdem dann am 2. Juli 1900 der erste Fahrversuch ausgesührt war und bei der Landung eine schwere Beschädigung noch glücklich vermieden wurde, wurde das Luftschiff am Abend vor dem zweiten Fahr versuch, am 25. September 1900, durch das Reißen einer Aufhängevorrichtung schwer verletzt. Nach einer drei Wochen dauernden Reparatur konnte am 17. Oktober der Aufstieg erfolgen; aber nun kam die lange Zieit, in der zu weiteren Versuchen das Geld fehlte, und als endlich am 30. November 1905 wiederum ein Flugversuch erfolgen sollte, verhinderte von neuem ein Unfall die Erprobung: das Schiss Erlitt einen Defekt an der Steuerung, noch bevor es sich in die Höhe gehoben. Am 17. Januar 1906 kam dann die Katastrophe unweit Ravensburg, bei der nach einer glücklich ge- tungenen Landung das Schiff in der darauf folgenden Nacht durch einen orkanartigen Sturm gegen die Bäume geschleudert und so arg zerstört wurde, daß der Graf sich entschließen mußte, fein Werk an der Unglücksstelle sofort demontieren zu lassen. Dann begannen in den Jahren 1906 und 1907 eine Reihe hervorragender Fahrten, die zuerst den Ruhm Zeppelins durch alle Lande trugen. Wad) der großen Deutschland' fahrt aber erreichte den stattlichen Lustkreuzer „LZ4" bei .Echterdingen das Verhängnis. Nach einer Landung wegen Schadhaftwerden eines Motors setzte ein heftiger Gewilter- ksturm ein, der den Ballon aus den Ankern riß, eine Gondel in die Höhe hob und wieder auf den Boden warf. Daraufhin entzündete sich dann der Ballon, und im Nu war das Luftschiff ein Raub der Flammen. Nur ein trauriges Gerippe blieb übrig. Dem Grasen, der bet dem Unglück selbst nicht zugegen gewesen war, brachte dann in Stuttgart das Volk eine rührende Ovation, für die er mit tränenerstickter Stimme dankte. Ganz Deutschland stand damals bereits hinter ihm und empfand die Katastrophe als ein nationales Unglück. Die folgenden Jahre sahen neue Unglückssälle, die sich alle in ähnlicher Weise vollzogen. August 1908 blieb der „L Z 5" an einem Birnbaum in der Nähe von Göp pingen hängen, erreichte aber noch trotz schwerer Beschädi gungen Friedrichshafen Er kam darauf am 25. April 1909 bei Weilburg zum Scheitern.
Auch das folgende Zeppelin-Lustschiff Nr. 6, durch seine Fahrten nach Berlin rühmlichst bekannt, war vom Unglück verfolgt: durch die Schuld eines Monteurs geriet es am 19. September 1910 in Brand und war in wenigen Minuten von den Flammen vernichtet; in seiner Halle zu Baden-Oos halte ihn das Schicksal ereilt. Ein noch kürzeres Dasein war Dem Z 7" beschieden, der 9 Tage nach seiner Fertigste! Tung am 28. Juni 1910 im Teutoburger Walde strandete Mitte Junt 1912 verbrannte bann der „LZ8" in der Halle Au »vriedrichshafen fast vollständig. In aller Erinnerung ist noch bei Untergang der stolzen „Schwaben" am 28 Juni 1912, die genau em Jahr nach ihrem ersten Aufstieg von einem plötzlich einsetzenden Sturm eingeknickk und bann durch eine Gasentzündung in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandelt wurde.
191.3 ernannt: der Hauptmann v Livoniu- in Mainz, zuletzt in der 5. Gend Brig., b. Vanbm Bez Saat 1 e Ä oui'
Garde-Inf.-Regt. (1. Großh. Hess.) Nr. 115, b. Landw - Bez. II Frankfurt a. M., Stein in Heppenheim, .zuletzt Komp.-Ches im 1. Ermländ. Inf.-Regt. Nr. 150, b. Landw - Bez. Limburg a. L. — Veränderungen im Inf.-Reg. 116: Würfet zum Stabe des Inf. Reg. von Lützow (1. Rhein.) Nr. 25, v. Struensee zum III. B. des 9. Bad. Ins.« Reg. Nr. 170. Zum Bataillons-Kommandeur ernannt: Major v. Foller beim ^tabc des Reg. Versetzt Majore: v. Asten b. Stabe de« Inf.-Reg. HessenHombure 'Jlr. 166, v. Busse b. Stabe b. Garde Schützen-B, beide zum Stabe des Inf.-Reg. 116. Zum Major: Frhr. Schilling v. Can statt im 1. Badischen Leib-Gren.« Reg. Nr. 109 zum Stabe des Infanterie-Reg. 116. — Versetzt: Die Hauptleute und Komp. EhefssSoldan im Inf.« Regt. Nr. 116 in das 5. Großh. Hess. Inf.-Regt. Nr. 168, zum Komp. Chef, ernannt: Hauptmann Wolf b. Stabe d. Jnft.-Negt. Nr. 116, zum Komp-Chef ernannt unter Beförderung zum Hauptmann der Oberleutnant Mattel im Inf.-Regt. Nr. 116, unter Beförderung zu Hauptleuten werden zu Stabshauptleuten ernannt: die Oberleutnants Firrnenich (Friedrich), C 0 ulmann i. Inf.-Regt. Nr. 116, unter Beförderung zum Hauptmastn wurde als Stabs- Hauptmann versetzt: Bader im Inf.-Reg. Markgraf Lud- wig Wilhelm (3. Bad.) Nr. 111 in das Inf.-Reg. 116.
" Gerichtswesen. Der (Sroßherzog hat den Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Wald - Michelbach Rudolf Münzer zum OberarntSrichtcr bei dem Amtsgericht Darmstadt II ernannt und den Amtsrichter bei dem Amts- gericht WormS AmtSgerichtSrat Eduard Ziegler auf fein Rachfuchen unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 in den Ruhe- stand verseht.
— Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Ober-LaiS, Kreis Schotten.
Auszeichnung. Der Großherzog hat dem Heinrich Reh berg er I. in Grebenhain das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste* verliehen.
Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde am 5. September d. IS. dem Lehrer Heinrich Hallstein zu Groß-Eichen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu L,ch.
Unser Feuerlöschivesen, von dessen ziverf- entfvrechenber Reform schon lange geredet wird, soll nun wirklich verbessert werden. Ter Umbau deS neuen Feuerwehr- laufet! an Oswalds Garten ist in den letzten Wochen in Angriff genommen worden. Gestern stellte sich wieder eine Automodilspritze aus der Fabrik von E. C. FladeS in Jöhstadt 1 Sachsen hier vor. DaS Fahrzeug, das schon in Leipzig beim Deutschen ^euerwehrtag vorgeführt wurde und dort wegen eines kleinen, eigenartigen T»wS Interesse erregte, ist gestern uer vorgefuhrt worden und soll gut abgeschnitten haben. Gestern nachmittag fuhr die Spritze in Begleitung deS Branddirektors Braubach nach Offenbach. — Auch der elektrischen Feuemieldung tritt man hier ernstlich näher. An das 9ktj fönnen sich auch Private anschließen. ES ist die« besonder« Fabriken, .Krankenhäusern usw. zu empfehlen; einige haben ich bereit«, beim Tiefbauamt gemeldet. Durch den Anschluß wird den Teilnehmern nicht nur ein bedeutend erhöhter Schutz l>eim plötzlichen AuSbruch eineß BrandeS geschaffen, sondern auch in gereuten Notfällen die Herbeirusimg von schneller Klfeleistung ermöglicht, waS nicht von zu unterschätzender Bedeutung ist.
** Au t 0 invb i l i st c n - ll n fu g. An der äußeren Marburger Straße werden jetzt Arbeit:n mit der Dampfwalze vorgenvmmen, wobei naturgemäß die Decklag.' der strotze farf genäßt werden muß. Die schon fertige Strecke ist daher mit einer dichten Schlammjchicht überzogen. Zwei Damen,
Der verstorbene Abgeordnete Bebel hat nach den An gaben, die seine Erben, Frieda Simon, geb. Bebel,
Vie bulgarisch türiischen Verhandlungen.
Konstantinopel, 9. Sept. In der gestrigen Besprechung mit den bulgarischen Delegierten schlugen die türkischen ll n t e r 0 ä n d l e r e i n e G r e n z l i n i e vor welche bei Sufltdie Maritza verlassen, nach Örtakoej lausen und von dort aus bei Mustapba Pascha die alte bulgarisch- • türkische Grenze erreichen würde, der sie bis zum Schroarzen Meer folgte Der Umstand, daß die Türken ihren Vorschlag nicht schriftlich niedergelegt haben, wird als ein Anzeichen dafür betrachtet, daß sie auf 'Jhmberungcn dieser Linie eingehen würden, besonder- auf eine Bcrichtiaung der alten Grenze im Gebiet von Malko Tirnowo. Tie Bulgaren sollen auf dem Besitz von Örtakoej bestehen, scheinen eidoch geneigt zu fein, alle möglichen anderen Opfer zu bringen In der ei feil bahn frage scheint sich ein Ueberein kommen in dem Sinne vorznderciten, daß den Bulgaren die 9' it- benutzung der Linie Adrianopel-Dimotika von den Türken eingeräumt wird Na r-che witsch er klärte in einer Unterredung, daß die Bulgaren nnnack--
'Jtabenftfin-carrobc Vorposten, . Roi" . ülick' ter Höbe t><r» Reichenbach—Ober-Lotzbach Mik itewehr im Arm entarteten die Tnippen den kommenden Morgen.
Der Inspekt.ur der 7. Arme Infvekrion, r*\*nlrralobcrft von Eichhorn mit seinem Generalüab, Major 1 brbarbt wird am 1 L, 15. und 16. September in Birüein Quartier beuchen. Leutnant Freiherr von dem Rothenberg gen. v 3dnrp vom D rag.« ir '.c'. -ur komme:
__ Der Kommandierende ("tcncral des 18. trmerkorps, von Schenk, nimmt mir seinem Srabe vom 11. bis 15. September ebenfalls Quartier in Birstein Cberleutncnt Lindemann von den 6. Dragonern und Leutnant Schmidt von den 6. Ulanen imb als Ordonnanzoffiziere zu dem Kvrpskommandeur kommand.ert.
*• Von den EHreisämtern. Ter Großherzog Tnt den
;u Schweinsberg ;um Kreisrat des Kreiies Friedberg, den reterat des Kreises Lauterbach Friedrich von Beck.tokd ;um Kreis rat des Kreiies Alrey. den Rat bei der Vrovinjialdireknon' Starkenburg und Zweiten Beamten des KreisamteS Darmstadt Regierungsrat Leopold von Werner zum Kreisrat des Kr.iseS Lauterbach, den Kreisrat des Kreises Erbach Adalbert Fre, Herrn von Starck unter Verleihung des Titels ..Regierungs- rat" rum Rat bei der Vrovinzialdirektion Starkenburg und Zweiten Beamten des KreiSamtes Darmstadt, den >lreisrat des .'ireifes Schotten Dr. Eugen Kran^büHler zum 5hri>rat des Kreises Erbacki, ben Kreisamtniann bei t> m Krersamte 1 c i; e n Regierungsrat Dr Ernst Merck zum K r e i > r a t bei Kreises Schotten, sämtlich mit Wirkung vom 1. toter 1913 an, ernannt.
** Aus dem Militärwochenblatt DaS Militärwochenblatt meldet: Zu Generalmajoren befördert wurden die Obersten Frhr. v. Buddendrorf. Kommandeur der 25 Feldartillerie-Brigade unter Versetzung in oleicher Eigenschaft zur 1. Gardefeldartillerie-Brigade, Frhr. Drensch v. Buttlar-BrandcnfelS, Kommandeur des Füsilier-Regiments Nr. 80 unter Ernenn»?^ zum Kommandeur der 5. Infanterie-Brigade. Zu Obersten betördcrt die Oberstleutnants Esch vom Inf-Regt. Nr. 23 unter Ernennung zum Kommandeur des Inf.-Regts. Nr. 168, v. Hake (1. Garde-Regt. zu Fuß) unter Ernennung zum Kommandeur des Füsilier-Regts. Nr. bß. Vom 15. Oktober 1913 bis 1. August 1914 zum Seminar für orientalische Sprachen in Berlin tommanbiert: Lberlt. .Heb 0ld im 5. Großh Hess. Inf.-Regt. Nr. 168. B 0 eck, 2t im Niederrhein Füs -Regt. Nr. 39, komm, zur Dienstl. b. 2. i^Kwßh Hess. Ieldan - Regt. Nr. 61, in dieses Regt versetzt v Nandvlv, Gen- Maf. und Komm, von Darmstadt, wird mit dem 30. Lept. 1913 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt und mit dem 1. Oktober 1913 zum Komm, des Truppenübungsplatzes Darmstidt ernannt Leh man n, Oberst und Komm, des 8. Lothr. Inf^Hegts. Nr. 159, wird mit d m 0 S pt. 1913 mit der gesetzt. Pens. z. Difp. gestellt unb mit dem 1. Oktober 1913 jum Komm des Truppenübungsplatzes Orb ernannt. Zu Bezirksoffizieren werden mit dem 1. Ott.
Aus StciM und Land.
Gießen, 11. September 1913.
Zur Frage der zweiten Hypotheken
wird uns geschrieben: Es ist erfreulich, daß der Gießener Anzeiger zu der Hhpothekennot das Wort nimmt, weil diese Frage auch in Gießen im wirtschaftlichen Leben eine Rolle von einschneidender Bedeutung spielt. Man muß fragen, ivoher es kommt, daß sich der (Geldmarkt gegenüber der Beleihung von Grundstücken auch in unserer Stadt, nw bisher durchschnittlich solide Verhältnisse vorherrschend waren, ablehnend verhält. Offen gesagt kann man es dem Privat- kapital nicht verdeulen, wenn es zurückhaltettd ist, denn es hat überall schlechte Erfahrungen bei der Beleihung von Grundstücken an zweiter Stelle gemacht. Der lvundeste Punkt unseres Jmmobilienwesens ist die Taxation, aus Grund deren bisher die Beleihung erfolgte. Die Art unb Weise, wie die Wertbemessung von Grund und Boden und von bebauten Griindstückei, auch in Gießen erfolgt, ist wenig zuverlässig, und selbst die Geldinstirute, die zur ersten Stelle m unserer Stadt (Weib hergeben, betrachten, wie ja allgemein in eingeweihten Kreisen bekannt ist, die Gießener Taxen mit großem Mißtrauen.
Was soll man dazu sagen, wenn man erfährt, daß ein Grundstück, das im Zwangsverkauf erst kurze Zeit vorher für 11 000 Mk. veräußert wurde, für eine neue Beleihung mit 18000 Mk. taxiert wurde und dann zur ersten Stelle beinahe mit dem Ankaufswert, und zwar von der Landes- hvpothekenbank, belastet ist, worauf dann noch eine kräftige zweite Beleihung über den wahren wirtschaftlichen Wert des Anwesens hinaus erfolgte. Dabei hat der Eiaentümer des Hauses weiter nichts daran verbessert, als ihm einen neuen Anstrich geben lassen. Dieser Fall, der tatsächlich vorliegt, ist allerdings ein krasser Fall der falschen Taxation. Daß aber ein solcher Fall in Gießen Vorkommen kann und in neuester Zeit vorgekommen ist, spricht doch Bände.
Aus diesem Fall, der aber nicht vereinzelt dasteht, geht hervor, daß das System der Gießener Immobilien-Bciver- tung grundfalsch fein und grobe Fehler haben muß. Es muß hier eine gründliche Reform ein fetzen, damit der Kapitalist, der seine Gelder sicher an fegen will, wieder Vertrauen zu unseren Anlagewerten bekommt und fick) nicht grundsätzlich ablehnend verhält. Von der Taxation der Immobilien muß man in erster Linie verlangen, daß sie sachklindig ist. WaS soll man dazu sagen, wenn man hört, daß unter den Taxatoren nicht ein einziger Bausachverständiger ist: weiter muß man verlangen, daß die Taxatoren peinlich, unparteiisch und gewissenhaft, ohne Ansehen der Person ihres veramwortungsvoUen Amtes walten
Erst wenn auf diesem Gebiet in unseren Verhältnissen am Platze eine gründliche Reform geschaffen ist, kann man daraus rechnen, daß sich daS Pnoatkavital wieder vertrauensvoll der Beleihung Gießener Häuser zuwendet. Das Lystem, wie bei uns bebauter Grund und Boden zum Zwecke der Belastung falsch und zwar merkwürdigern>eise viel zu hoch geschätzt wird, kann man an Beispielen lelbft als Laie in diesen Dingen nicht nur in dem einen angeführten Fall, sondern in mehreren solcher Fälle beweisen.
•
vom Manöver des 18. ArmeekorvS.
c, . $ V - ivckwnsstQbsauartier, Birstein 9.
Wut ben Hüten Zwischen H.tzkwkten unb Leiscnwald beute ui anem ^egnung.^'eau -wischen bet „blauen" verstäcktm .10 InTanterie-Brigate unb ber „roten" verstärkten 4-t hTntfnHtagote Tie erste rt*nr von Birsstin ub^ Hitzkin^' anstrengenden Gerieten auf Veiienmalb trerqcrud\ Lberft P Liotta gen T reyben rwana nach teüiaem Ar. nl lern lamm den „blauen" Gegner unter Gencralmawr 3rhrn hon ctebbarbt unter erheblichen Verlusten auf Birstein-Rnchenb^cl» sum «ürfwa. reime ihm auf bet ganzen Linie unb bränate Vhn östlich des Rabenltnnet Grundes. Hier bezog „Blaue" m Sinic


