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3 enge. ist bann nach Berlin gefallen und hat int Einverständnis mit Niemela in Stendal einen Zug überschlagen, um den Dippe zu warnen. Niemela habe ihn gebeten. Dippe das Ehrenwort abzu- nchmen. Tippe gab das Ehrenwort. Er habe daun Tippe gewarnt. Staatsanw.: Kam Ihnen die Geschichte mit dem Zauberringe nidjt etwas komisch vor? Es ist doch sonderbar, wenn zwei erwachsene Leute sich so etwas erzählen. Zeuge: Ich habe tüchtig gelacht, als mir Niemela die Sache erzählte, er glaubte aber fest daran.
Die weitere Bcrhandlung dreht sich um das Datum, an welchem Niemela dem Zeugen sagte, Baron Korff-König heisse eigentlich Stallmann. Tie Verteidigung richtet hierauf an Bergell die Frage, ob er pekuniäre Vorteile von der Warnung an Dippe gehabt habe. Der Zeuge erklärt, er habe dem Dippe privatim mitgetcilt, das; er auch OOOO Mk. verloren habe, die er nicht zahlen könne. Da habe ihm Dippe gesagt, nachdem Sic mir geholfen, kann ich Ilpren ja auch helfen. Dippe habe ihm bann später einmal bei erneut Wechsel Bürgsclxift geleistet. Ta der Zeuge Bergell erklärt, völlig erschöpft zu sein, tritt eine Pause ein.
Nach der Pause wird der Zeuge Bergell noch über einige unwichtige Einzelheiten vernommen und bann wird der
der Rumäne B u j e s aus der Strafhaft vorgeführt.
vermachtes.
— Ter neue Stuttgarter H a n p t b l h n h o f. Für den großen Bahnhofsncnbau, der der würtlemöergischen Hauptstadt ein neues Empsangsgebäudc für den künftigen .Hairprbahnhos schaffen soll, sind jeht die neuen Pläne der Ständevc^sammlung übermittelt worden. Sie stammen von ben~ Stuttgarter Architekten Professor Paul Bona h und F. C. Schöler, die Lei dem öffentlichen Wettbewerb erste Preisträger waren. Ihr neuer Entwurf, der den alten nur teilweise 'benuht, verwertet auch die Anregungen des als Begutachter zugezogenen Geh. Oberbau- rates Rüdell in Berlin. Dieser Entwurf soll erst ein Vorcnt wurf fein, der für die Anfshellmtg der endgültigen Pläne die Grundlage geben soll. Verlegt Ijabcii die Architelten das Wahrzeichen ihres Bahnhofes, den großen Uhrtiirm. Die breitgezogene Fassade wird beherrscht von der großen Eingangshalle. In künstlerischer Hinsicht stellt der Entwurf, dem seine vielen lotrechten Gliederungen beim Fehlen jedes Gesimses und jeder Dachfläche das Gepräge geben, eine höchst eigenartige Lösung dar.
* Gatte n m o r d. Die „Frankfurter Oder^eitung" meldet: In der Nacht zuui Mittwoch d u r ch schnitt die Frau des Malers Bettkc aus Eifersucht ihrem Mann mit einem Rasiermesser die Kehle, worauf sie einen Selbstmordversuch ma elfte. Vettke starb, die Frau liegt schwer verletz! im chtrankenhaus.
* Internationale Ballonfahrt. Am Freitag, den 4. April, finden in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballonaufstiegc statt. Es steigen Drachen, bemannte und unbemauunte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß ben Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet.
§ Ruppertenrod, 2. April. Bei der letzten Holz- Versteigerung in unseren Gemeinbewaldungen wurden, wie bei den Holzoersteigerungen in der Umgegend, höhere Preise als im Vorjahre bezahlt. Vier Raummeter Buchenscheit kosteten 28 bis 30 Mark, vier Raulftmeter Buchenprügel 26 bis 28 Mark, sechs Raummeter Buchenreisig 12 Mark, besonders teuer waren die Buchenstöeke, von denen 4 Raummeter bis zu 16 Mk. kosteten.
r. Reichelsheim, 1. April. Ter Vorschuß- und K r c d i t v e r e i u hielt seine H a n p t v e r s a m m l u n g Montag 31. März in der Lilie ab. Aus der Tagesordnung ist besonders die Umwandlung in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung hervorzuheben. Nachdem Verbandsrevisor Keil von Darmstadt Erläuterungen gegeben hatte, murbc die Umwandlung
einstimmig beschossen. Die Festlegung der Haftsumme wurde einer späteren Hauptversammlung Vorbehalten. In den Lluf- sichlsrat wurden gewählt Lehrer Schäfer, Hermann Sprengel und Otto Scheibel. Ter Jahresumsatz, betrug 392 378 Mark. Tie Mitgliedcrzahl beträgt 377.
Markte.
F.0. Wiesbaden. Bi e hh ok »Mark tbe r icht vom 2. April. Au'lriev: Rinder 65 (Ochsen 14, Bullen 0, Kühe öl), Kälber 282,
Schale 20, Schweine 437.
Geschäft mittel. Preise für 100 Pid.
Lebend- Schlacht-
Ochse n. gewicht
Toll fleischige. miSgemästete, höchsten Schlacht- Dtk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 51—55 93—96
Tie noch nicht gezogen haben (ungejochts . . 50—54 91—95
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere
ousgemästete ....... ..... 46—49 84—86
Bntl en.
Vollfleischige, ansgew., höchsten Schlachtiv. . . 48—51 80—85
Bollfleischige, jüngere 44—47 74—79 Färs en, Kü h>.
Bollsteischige ausgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes ... 49—53 87—92
PoUslelschige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu l Jahren ... . 42—45 75—80
Wenig gut entwickelte Färsen 44—48 78—86
'-Hellere ausgemästete Kühe und wenig gut ent-
wiclelle jüngere Kühe......... 37—41 70—74
Diaßig genährte Kühe und Färsen . . ... 32—35 60—69
K ä l b e:.
Lcinsle Alastkälbe- . . 68—72 113—120
Mittlere Blast- und beste Saugkälber .... 65—70 108—117
Geringere Blast- und gute Saugkälber . . . 60—64 100—107
Geringere Saugkälber ...... 55—59 93—100
S ch a <•.
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel ... 45 50—47 00 94—98
Geringere Mailhammel, und Schaie . . . 41—43.50 86—90 Schwein:.
Bollsteischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ..............63-64 81—82
Bollsteischige Schweins unter 80 kg Lebendgewicht 62V,-63 80-31
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ..............64V2-65V2 81-82
Vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .......... . . . 63-00 79-00
Limburg a. d. Lahn, 2. April. Frucht markt. Durchschnittspreis vro Malter. Roter Weizen luassauischer) 16,80 Mk. weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,30 •"<, Korn 12,70 Mk. Gerste: Futtergerste 10,50 Alk., Braugerste 7,00—9.00 Mk., Haier 7,00—9,60 Alk., Saat lu,50 Mk., Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 4,00 bis 5,00 Alk.
r. Reichelsheim, 2. April. Aus dem am 1. April hier abgehobenen Ferkelmarkt wurden ansehnliche Preise erzielt. Tas Paar wurde mit 60— 70 Alk. bezahlt.
Nirehliehe Ncrchrieliten. Israelitische Aeligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage), Samstag, den 5. 'April 1913: Vorabend: 6.45 liijr.
Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr. Schriftcrtlärnng.
Sabbatausgang: 7.50 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast.
Gottesdienst.
Sabbatseier am 5. April 1913:
Freitag abend 6.35 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.50 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30, abends 8.00.
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
April
1913
Barometer aus 0° reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Grad der Bewölkung in Zehntel der stchtb. Himmelsfl.
Wetter
2,
2 '51,8
10,5
5,5
58
N
2
10
Bed. Himmel
2.
9Z1,[ 752,1
7■ 749,3
6,5
5.4
75
ENE
2
10
11 ff
3.
6,6
6,9
95
NNE
2
10
Regen
Höchste
Temper
atur
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bis 2.
Apr
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11,16 0.
Niedrigste ,
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