düng eines Feierabendhauscs. Bei einer Fahresemnahme von 20 750 Mk. wurden 2178 Mk. Ueberschuß erzielt, bic dem Betriebsfonds, hier Propagandakasse und dem Feierabendhausfonds zuflossen. Nach weiteren geschäftlichen Beratungen, Wahlen usw. iprach Fräulein Albrecht (Berlin) über „Die Anforderungen an die Ausbildung der gebildeten wirtschaftlichen Leiterinnen und Beamtinnen. Für die Ausbildung zu Hausbeamtinnen wird gefordert der einjährige Besuch eines besonderen Lehrgangs in einer Haushalttmgs- schnle, hieran anschließend eine sechsmonatlnlx prakipche Arbeitszeit in einem wirtschaftlichen Großbetrieb und endlich eine zweijährige Gchilfinnentätigkeit gegen Bezahlung. Beim Abschlutz dieses Ausbildungsganges wird die Berechtigung als Leiterin wirtschaftlicher Betriebe zuerkannt. Später sprachen m einer oricnt* lichen Versammlung Professor Dr. Theobald Ziegler (prank- furt) über „Fremd und zu Hause" und Frau Dr. Altmann- Gottheiner über „Tie Frau als Konsumentin".
— Die Universität M ü neben zäblt in diesem Sommersemester 6655 Studierende. Hierzu kommen 785 Hörer.
— Anläßlich der Wiederkehr des Tages der Augsbnrgiseben Konfession (25. Juni, ernannte die 2 e i v z i a e r theologische Faüiltät den ordentlichen Professor und Direktor des homiletisch-katechelrschen Seminars an der B on ne r Universität Lic. theol. Emil Pfennigs- bori und den ordentl. Prozessor und Direktor der katechetischen Abteilung des Seminars für vraktische Theologie und des Seminars für Pädagogik an der Universität Leipzig Dr. phil. Otto Frenzel zii Ehrendokloren der Tbeologie.
— Die Universität Breslau zählt in diesem Sommersemester 2790 immatrikulierte Studierende. Dazu komnien 240 Hörer.
— Der auüerordentl. Professor der Mathematik Dr. Mar Dehn an der Universität Kiel bat einen Ruf als etatsinäßiger Professor an der Technischen Hochschule in Breslau als Nachfolger von Professor Carath^odorn erhalten.
— Professor Dr. Christian Jensen in Königsberg i. Pr. hat den Rui auf den Lehrstuhl der klassischen Philologie au der Universität Jena als Nachfolger von Professor N. Hirzel angenommen.
rer Dern-Ncu-Jsenburg.
Schützet unsere Anlagen!
MeteorologilcheVeobachtrMen der Station Siegen.
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von etwa 56 OO0 Mark führte zur Entlassung Vorstand und Alifsichtsrat hielten die Gründe Entlassitng des Rechners geheim, verschwiegen den Generalversaiiitulttngen und brachten, um aufkommen zu lassen, den untreuen Rechtler
der plötzlichen das Defizit in kein Mißtrauen bet der Wahl Die Gcneral-
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haben gegen Vorstand und Aufsichtsrat Klage auf Schadenersatz eingereicht. Die Klage wird auf Bilanzverschleierung und inangelhafter Prüfung der von dem entlassenen Rechner zur Verfügung gestellten Hypothekarsicherheit begründet. Der Klageantrag geht dahin, die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrats für den durch Veruntreuungen des Rechners ent» tandenen Verlust der Kasse allein verantwortlich zu tnachen.
töeric&teiaaL
Wieder ein Spionageprozeß vor dem Reichsgericht.
Leipzig, 26. Juni. Das Reichsgericht begann heute vormittag den Spionageorozeß gegen ben 37 Jahre alten früheren Schlitzmann Peter I ä n t cf e wegen Verrats militärischer Geheimnisse. Der Angeklagte, der sich geisteskrank stellt, ivurbe in den Saal gefesselt geführt imb nahm am der Aiiklagebank Platz, umgeben von acht Polizeibeamten. Er ist beschuldigt mit dein früheren Schutzmann Wilhelm Glauß und dem früheren Signalmaat Albert Ehlers Teile des Signal buchs der deutschen Marine an England verraten z u haben. Glauß, der einerzeit aus dem Untersuchungsgefängnis entwich, von England ausgeliefert wurde, ivurbe wegen schweren Diebstahls in Aurich zu sieben Jahren Zuchthalls, Ehlers am 27. Cftobev 1912 vom Reichsgericht wegen Spionage zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt, Jänicke mar bereits in Aurich wegen eines mit Glaus; gemeiitschaftlich verübten Diebstahls zu 31/, Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Den Vorsitz in der Verhandlung führte Senatspräsident Menge, die Anklage vertritt Reichsanwalt Stitzer, die Verteidiguilg des Angeklagten führt Reclitsanwalt Ganz. Als Sachverständige sind drei Aerzte, cm Korvettenkapitän und ein Polizeirat geladen. Die Oeffemlichkeit ist für die ganze Dauer der Verhandlung ausgeschloffen.
Der Angeklagte ivurde wegen volleildeten Verbrechens gegen das Spionagegesetz zu sechs Jahren Z u ch t h a u s lind zehn Jahren Ehrverlust, sowie Stelllulg unter Polizeiaufsicht verurteilt. Die Strafe wird mit der ihm in Aurich wegen Diebstahls auf- erlegten Zuchthausstrafe von 3'/, Jahren zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren Zuchthaus vereinigt. Das Reichsgericht hat auf Grtmd von drei Sachverständigengutachten angenommen, das; Jänicke Geistesstörung simuliert. Auf Veranlassung voil Glans; bat er den Obersignalmaat Ehlers bewogen, ihm Teile eines gebetm zu haltenden Signalbuches bet deutschen Marine zu geben, die Glauß dann der englischen und französischen Regierttng verriet.
Trinkt Sanitätskraftbier!
Giessener Brauhaus, A. & W. Denninghofl
13551t
Vermischtes.
* Die Erkrankungen im Infanterie-Regiment Nr. 7 8. Von amtlicher Seite "wird mitgeteilt, daß 'eine Neuerkrankungen bei dem Infanterie-Regiment 0dr. 78 vorgekommen sind. Die bisher Erkrankten befinden sich aus >em Wege der Besserung. — Die „Osnabrücker Zeitung" chreibt über die Ursache der Soldatenerkrankuiigett; Wie die amtlichen Untersuchungen nunmehr ergeben haben, sind )ie Erkrankungen auf Fleischvergiftung zurückzuführen. Es ist festgestellt, bafji an dem Fleisch Äußerlich nichts Verdächtiges zu fiilden ist. Das Rind war auf dem hiesigen Schlachthöf geschlachtet, tierärztlich untersucht itnd für gründ befunden worden. Ten Lieferanten trifft demnach keinerlei Schuld.
Müller'sche Badeanstalt.
W as s e r ro arm e b e r C a bn am 27. Juni: 14° N.
Handel.
** 4% m ü n b e IJ i d) e r e Anleihe der Stadt M ü l- beim a. d. Ruhr. Die Zeichnungen auf die u. a. auch bei der Bank für Handel und Industrie (Darmstädter Bank) aufgelegten Anleihe sind so zahlreich eingegangen, daß die Aiuneldnngen auf freie Stücke nicht berücksichtigt werden können; auch die Zuteilung von Sperrstücken wird nicht voll erfolgen.
Allgemeiner Deutscher verein für hausbeamtmncn.
h. Frankfurt a. M., 26. Juni.
Im Heim des Frankfurter Zwcigvcrcins trat heute unter dem Vorsitz von Frau Dr. Johanna Nau Haus Kassel) der Allgemeine Deutsche Verein für Hausbeamtinnen zu seiner 10. Hauptversammlung zusammen. Nahezu alle Ortsver- bänbe des Vereins waren durch Abgeordnete aus ganz Deutschland vertreten. Nach den üblichen Begrüßungen gab die Vorsitzende einen ausführlichen Geschäftsbericht. Durch die Gründung von vier neuen Ortsgruppen ist ihre Zahl jetzt auf 20 angewachsen; in 24 Städten befinden sich Sprechstellen. Versuche, in Hanchurg, Hechingen, Magdeburg und in der Rheinprovinz festen Fuß zu fah'cn, schlugen bisher fehl. Gute Erfolge dagegen zeitigten die Einführung der Privatbeamtenverjicherung für die Hausbeam- tinnen, die Gewährung eines besseren Schutzes der im Ausland tätigen deutschen Mädchen, und bic Bemühungen um hie Grün-
62
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eines Aufsichtsratsmitgliedes in Vorschlag.
Versammlung wählte daraufhin den entlassenen Rechner zum Mitglied des Aussichtsrats und gewährte ihm auf Vorschlag ~ Die nun zur Deckung
Hessen-Nassau.
d. Aus dem Taunus, 26. Juni. Die amtlichen Feststellungen der U nw etter sch ä de n vom 1. Juni in dem Dorfe Anspach sind nunmehr beendet worden. Es würben insgesamt in der Gemarkung 6 6 0 Obst bäume vollständig vernichtet. J,n Walde vernichtete der Sturm 4 36 Felt- m e t e r H o l z. Der Verlust an Dachziegeln, Dachsparren usw. wird auf 70 000 Mark geschätzt. Zu den Herstellungsarbeiten sind bisher 10 Eisenbahnwagen 'Ziegelsteine verwendet worden. Der Gesamttaunusklub übersandte zur Verteilung an die Geschädigten 1250 Mark. — Bei dem schweren Geivitter, das Dienstag über die Tammshöhen zog, schlug der Blitz in die Wirtschaftsgebäude der Friedrich'schen Mühle .'ei Br a n d o b e r n d n r f und zerstörte sie vollftändig.
X. Hanau, 26.Juni. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, den von der Staatsegenbahn- verwaltung engeforberten stäblischen Beitrag von 240 000 Mk. für bic vorgesehene Erhöhung des Bahnkörpers zwischen Wühelmsbad und Hanau-Ost zu leisten. Die Gesamtaufwendungeu der Bahn für diese Höherlegung sind auf 3 055 000 Mk. veranschlagt, doch stehen auch bedeutende Einnahmen gegenüber durch Berkans freiwerbenden Geländes; ferner sind Ersparniisse durch Fortfall von Bewachungspersonal für die Bahnübergänge zu erwarten. Der eiserne Gürtel, der jetzt burch verschiebene Bahnlinien die Stadt Hanau umgibt und den Verkehr stark beengt, wirb burch die Ausführung dieses Projekts nach Westen zu durchbrochen.
nämlich von Können.)
= Hei des heim, 25. Juni. Der frühere Rechner der Heidesheimer Spar- und Darlehenskasse, Peter Bieber, hatte sich große Veruntreuungen zuschulden kommen lassen. Das bereits im Jahre 1907 durch einen Verbandsrevisor aus Darmstadt festqeuellte Defizit in Höhe des Rechners.
geholfen werden, soweit dies bei den mißlichen Raumverhältnissen möglich ist. Bei diesem Entgegenkommen de§ Direktors Steffter glaubt der Verfaffimgsausschuß seine Ablehnung aufgeben zn können; er empfiehlt, für die nächste Spielzeit eine Stadtbeihilfe wieder zu bewilligen. (Run fragt sichs nur, wer da in den Spielplan dreinzureden hat. Die Offenbacher Stadtoertretung glaubt hoffentlich nicht, daß in solchen Dingen jeder von w9ünt§ wegen" etwas verstünde. Kunst kommt
□ Selters, 26. Juni. Der zehnjährige Junge des Baumpslcgers Pseijscr aus dem Hofgut Konrabsdorf stach sich mit einem rostigen Naget ganz unbedeutend am Knie. Die Wunde heilte sehr leicht, und der kleine Unfall schien ganz beseitigt. Nach etwa acht Tagen hatte der Knabe Beschwerden beim Kauen, wozu sich auch Unbeweglichkeit des Nackens gesellte. Der Zustand verschlimmerte sich derart, daß sich heftige Krämpfe einftelltcn, und das arme Kind starb unter heftigen Zuckungen und Schmerzen.
Kreis Lauterbach.
X Schlitz, 26. Juni. Wie alljährlich, so erfreute sich auch diesmal wieder das S ch l i tz e r I ä n b c r M i s s i o n s s e st , das gestern im benachbarten Hutzdors stattfand, einer großen Beteiligung aus allen Gemeinden des Schlitzerlandes. Im Vormittagsgottes dienst predigte Pfarrer Freitag aus Holzheim über den Missionsbefehl Christi und legte die Missionspflicht der zahlreichen Zuhörerschaft auf Herz und tzKwisscn. Im Nachmittagsgottesdienst sprach Missionsinspektor W e i ß h a u p t von der Leipziger Mission über die Not und bas Elend in der Heidenwelt. Ihm lauschten dann Hunderte von Männern und Frauen noch in der Nachversammlung, die im Freien stattsand, wobei er in anschaulicher Art und Weise von seiner Inspektionsreise in Deutsck>-Ostafrika erzählte, lieber 100 Mk. wurden für die Leipziger Mission gespendet, und zahlreiche Missionsschriften verkauft.
Starkenburg und Rheinhessen.
m Offenbad), 26. Juni. Sta dtbeihilfe für das Stesftersche Theater unternehm en. Die bisherige ablehnende Haltung des Verfassungsausschusses gegenüber dem Gesuch des Theaterdirektors Steffter um Gewährung der seither üblichen Beihilfe in Höhe von 1200 Mk. auch für die Winterspielzeit 1913/14 hat zu weiteren Verhandlungen geführt. Herr Steffter hat sich nun bereit erklärt, zur Behebung der Klagen über die Zusammensetzung des Spielplanes der Stadtoertretung eine Mitwirkung bet der Auswahl
manchesmal ein Stück gesunden Roggenbrotes statt der Semmeln der Stücke zuzugestehen. Auch soll den gegen Aus-
essen 96 Prozent des Fleischbedarfes stelle die deutsche Landwirt- ftattung und Aufführung geltend gemachten Beschwerden ab- schäft. Die fehlenden 4 Prozent seien mit Leichtigkeit zu nsetzen, - ' ' -------
mein überall die Produktion aus der Höhe stünde. Aber außerdem stünden nod) weite Flächen für die Viehzucht zur Verfügung.
Außerdem ständen noch über 500 Quadratmellen Moor- und Heideboden kulturbereit. Der Kamps des Radtkallsmus werde nun vergeblich gegen die Agrarier geführt, in Wahrheit gelte er dem Mittelstand und jeder Autorität. Freiherr v. Wangenheun glaubt, vor einem Optimismus bei dem Abschluß der k ü n f 11 g c n H a n - delsv ertr äge warnen zu müssen. Dieselben Kräfte, die heute ihre unheilvolle Tätigkeit betreiben, Hansabund und dergleichen, werden alles daran setzen, um ihr Ziel, die großkapttalistiich-tnbi- vibuelle Lebensauffassung durchzuführen. Unheilvoll sei derf (jm6 fluß der Großbanken, die heute schon ganze Staaten beherrschten. Die Staaten und auch die Landwirtschaft müßten alle Mittel anwenden, um sich deren Einfluß zu entziehen. s2Cud) dem Einfluß des Großkapitals, das bestrebt sei, sich überall Privatmonopolc zu sichern, wie dies z. B. bei der Elektrizitätsindustrie Iwon beinahe gelungen sei, müsse entgegengearbeitet werden. Eine nationale Mittelstandspolitik sei die einzige Rettung. Sei btc 3iegierung zu schwach, wie es leider der Fall zu sein scheine, dann musie man zur Selbsthilfe schreiten und man müsse, das spreche er offen ans, die Mächte des Umsturzes mit demselben Terrorismus bekämpfen, wie dies seitens der Sozialdemokratie dem Burgetturne gegenüber geschehe. Bedauerlich sei die Haltung der National- liberalen, die eigentlich berufen gewesen wären, einen Mittelpunkt der nationalen Bestrebungen zwischen rechts und links zu bilden, unter der derzeitigen Führung aber eine Beute des radikalen, demokratischen Liberalismus werden, und heute schon dazu gc- ■ . , » <
kommen seien, einen Naumann in den Reichstag zu wählen, des Vor tandes einen weiteren Ärebit. o'- —"-
An der Aussprache beteiligten sich die Herren Landwirt, chafts- des Defizits herangezogenen Mitglieder der Genossenschaft kammermitglied Ab. Hensel-Dortelweil, Oberpostschaffner' ' ™ r‘ " - ar-»
No r th-Gießen, Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim, der stellvertretende Lanbesvorsitzende für Nassau, Gg. Christian- Unterliederbach, Schriftleiter Otto H i r s ch e l - Friedberg und Leh-
wandern und Helfen, Bäder.
Wanderungen in Gießens Umgebung.
I. Gießen — Nauheim — Saalburg — Homburg.
Mit einem der Frühzüge fährt man nach Nauheim (Sonntagskarte !). Vom Bahnhof wendet man sich durch die Stadt nach dem Johannisberg, wo man die roten Striche erreicht. Ihnen! nachwanbemb, erreicht man nach einer Stunde Forsthaus Winterstein, bas zur Frülftast einlädt. Wollen (wir den Winterstein besteigen, was bei gutem Wetter sehr lohnend ist, so verlassen wir die roten Striche und benutzen die gelben Kreuze. Vom Winterstein aus führen uns rote Dreiecke nach der 51'apersburg. Haben wir auf bas Besteigen des Winterstein verzichtet und sind den roten Strichen weiter nachgegangen, so müssen wir auf btc Stelle achten, wo ungefähr 1/2 Stunde hinter Forsthaus Winterstein die blauen Striche links ab nach der Kapersburg führen. Dlc Kapersburg ist unbedingt zU besichtigen, da ihre Mauern wohl 'bloßgelegt, aber nicht wie bic Saalburg aufgebaut sinb. Sie wirb manchen Naturfreund mehr ampreeben als die Saalburg. Bon der Kapcrsburg geht es bem Pfahlgraben, der an mmteben Stellen noch beträchtlich hoch ist, entlang, den gelben Strichen nach, bis man ivieber bic roten erreicht. Sie führen nach ber Lochmühle, auch ein Nömeriästcll, von dem aber nur noch eine Mauer unter dem Buschwerk zu sehen ifl|. Von hier führen weiße Vierecke im schwarzen Feld in einer halben Stunde nach der Saalburg, einem ber wichtigsten Römerlästelle. Alles Nähere findet man in verschiedenen Führern, die dort erhältlich sind. Von der Saalburg benutzt man am besten die elektrisch Bahn nach Homburg, benn bic Landstraße ist wenig lohnend, und die ersparte Zeit kann bei der Besichtigung Homburgs vollauf verwandt werben. Zur Rückkehr hat ber Zug 5,28 Uhr in .Friedberg den besten Anschluß nach Gießen. Die Inhaber der Soimtagskarte lösen nur Karte Homburg—Friedberg—Nauheim. Die Wanderung ist gemütlich in 5 Stunden zu machen und lohnt vor allem an heißen Tagen, da sic von Johannisberg bis zur Saalburg ausschließlich burch Walb führt (Johannisberg—Winterstein rote unb später gelbe Kreuze).
II. Wetzlar — Braunfels.
Mit Sonntagskartc fährt man nach Wetzlar. Man folge den schwarzen Dreiecken bis Braunfels. Der Weg führt über den Kalsmunt nach bem Magdalenenhäuser Hof. Hier haben wir nur ein kurzes Stück Wald. Kurz hinter dem Magdalenenhäuser Hof betreten wir schönen Hochwald, den wir erst an der Oberndorfer Hütte verlassen. Am Waldrand genießt man einen herrlichen Blick auf Braunfels, was in kurzer Zeit erreicht wird. Von ber Stadt nach Station Braunfels gelangen wir mit der Ernstbahn. Wer noch nicht müde ist, geht den lohnenden Waldweg nach der Station in 3 i Stunden den roten Strichen entlang. Tie ganze Wanderung nimmt drei Stunden in Anspruch.
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Aus Stadt niitfc Carad«
Gießen, 27. Juni 1913.
** Staatsbahn-Personal-Nachrichten. Ernannt wurde: der Hilssrangierführer Weller zu Gießen znm Rangierfiihrer. Versetzt wurden: Eisenbahn, .altilant Weier von Frankfurt nach Friedberg: Bahnineisterdiätar Schmidt von Elm nach Nidda; Hintze von Schlückftern nach Flieden; Bahnhossauffeher Maurer von Dietzenbach als llnrerassistent nach Darmstadt. Die Prüfung haben bestanden: die Lokomotivheizer H 0 tz in Oberaula, Hertstein in Wetzlar, Rauh und Reh in Gießen zum Lokomotivführer; die Schaffner Hühn, 5)elbig u. Schmittdiel in Giesten, Hornung, Beck und Hitzel in Oberroden, Schäfer in Stockheim zum Zugführer. Belohnungen erhielten: Lokomotivführer Henrich zu Gersfeld wegen Verhütung des Ueber- sahrens eines Fuhrwerks; Lokomotivl)eizer R u st e b e r g zu Gedern, weil er verhütete, daß, ein Kind überfahren wurde; Lokomotivführer Sa men ding er in Friedberg wegen Abwendung eines größeren Schadens beim Zusammenstoß zweier Züge; Lokomotivführer Hahn zu Frankfurt, Hilss- lokomotivheizer K r a p f, Rangierarbeiter S ch u ch h a r d t und Holzhauer zu Bebra für Abwendung einer Betriebsgefahr.
** D e r H e r b st v e r k e h r. Tas Königliche Eisenbahn- Zentralamt in Berlin veröffentlicht folgende Bekanntmachung : Der Güterverkehr auf der Eisenbahn ist andauernd lehr lebhaft. Der kommende Herbst und besonders die Monate Oktober und diovember werden voraussichtlich wieder große Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Eisenbahnen und ihres Wagenparks stelleir. Die Eisenbahnverwältungen treffen daher schon jetzt alle Vorbereitungen, die eine möglichst glatte Abwicklung des zu erwartenden starken Verkehrs gewährleisten. Zur Bewältigung des Verkehrs ist es aber weiter dringend erwünscht, daß die Bestrebungen der Eifenbalftrverwaltungen von den V e r k e h r t r e i b e n d e n unterstützt werden. Zur Milderung der Gestellungsschwierigkeiten im Herbst würde es einmal erheblich beitragen, lvenn der Bezug der Massengüter — besonders der K o hl en und Düngemittel — auf einen längeren Zeitratnn verteilt und tunlichst schon während des Sommers, ab- gewickelt, jedenfalls aber nicht ausschließlich auf die Herbstmonate verschoben würde. Durch volle Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen würde die Bedarfszahl wesentlich eingeschränkt werden können; ferner würde die schleunigste Be- und Entladung der Wagen den Wagenumlauf verbessern. Die Verkehrtreib enden werden daher zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der Gesamtheit dringend gebeten, sich den frühzeitigen Bezug ihres Herbst- und Winterbedarfs angelegen sein zu lassen, das Ladegewicht der Wage?i auszunutzen und die Wagen möglichst schnell zu behandeln. Hierbei wird noch besonders darauf hingewiesen, daß bei Ausnutzung des Ladegewichts der Güterwagen von 15 und mehr Tonnen Ladegewicht ein Frachtnachlaß gewährt wird.
"•* Das 1. Rejerve-Jnsanterie-Regiment des 18. Armeekorps tft nicht auf dem Truppenübungsplatz Bad Orb, sondern ans dem Truppenübungsplatz O r d r u s bei Gotha zusainmengezogen.
Kreis Büdingen.
Märtte.
le. Wiesbaden. 26. Juni. H e n- und St roh markt. Angeiahren waren 13 Wagen mit Heu, Stroh ichlle. Alan notierte: £> e u, alles, 7.00—8.00 Mk., it e 11 c § 6,40 - 0,00 Alk. Stroh (Richtstroh) 4,20—4,40 Mk., Krummstroh 3,80-4,00 f. — Fruchtmarkt. Haler 17,60—19,00 Mk. 'Alles lür 100 Kilo. - Nach den Berichten ist die Henernte im diesseitigen Bezirk in qualitativer Hinsicht gut ausgefallen, in quantitativer stellt sie beinahe das Doppelte dar tute im Vorjahre.
Verantwortlich sür „Aus Stabt unb Land" i. 23.: K. Neurath.
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