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»Warm zu enwsthlen n Zucker's Patpnt.n.^i
Knötchen, Pusteln ufiu. Cre- 6 rial-Arzt Dr. V." ä §trd
50 'l'f. 115%igl und LöOit. I35°/Oig, itnrEite&orml.
Zackooh-Creme (50 U'S । 75 iM.i in der tlniveMp : Avotbeke.Hirich'Ävotbrk, bci'Hng. jloll,G(irls(ib(i, W. ftilbingcr, C. sdiw, Emil Kar», EnistM! W. Lchrader, Trogm- lsll,/ll
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-mvfiehlt
a u u q e n.
Abg. Dr. David (Soz.):
Bclcidi
Steuer- doch in den
Durch Ableugnungen lvird die Tatsache nicht aus der Welt geschafft.
Abg. Gothcin (Vp.):
Delbrücks Behauptungen über die Hinterziehung in der Landwirtschaft haben sich meisten Fällen als unzutreffend erwiesen.
Abg. Graf Westarp (Kons.):
Ich weise nochmals diese unerhörten gungcn und Kränkungen zurück.
Tie „gkfiener Zamtlienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblcitt für Öen Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftrnfee 7. Expedition und Verlag: Redaktron:S^All2. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
IchrcrDcrcin aus, man kann also ihm nicku die VerantlvorNing dafür austaben
Was b i e 500 Mark Zulagc anlangt, so wird nociynals gesagt, bau die Zahl der Oberamlsricküer und Landgcrichtsrätc, die aus ne in der nächsten Zeit Anspruch hätten, sehr klein sei. Soll das ein Grund für die Berechtigung dieser Bevorzugung sein? v-.d tautet freilich eher wie eine Entschuldigung. Allerdings würde die Zahl der Oberlehrer, die diese Zutage beziehen würden, ucr ■ lialtniSmäßig viel gröber sein, als die der Richter. Tas kommt eben daher, daß bei den Richtern infolge der günstigen Befördc- rnngsaussichten viele der älteren sctwn el»er in eine höhere Stellung Oclangt sind, als sic das für die Zulage geforderte Tictislaltcr erreicht haben Um so mehr hätte man aber Grund, gerade dcn-- lentgeu Beamtengruppen das I>öhere Eiidgel>alt gleichfalls ßu gewahren, die ungünfrige Beförderungsaussitl len haben.
_ Leiter wird wiederum der Privatunterricht, den die nu •^r^rcr crt?(cn können, erwähnt. Was hat aber der mit der GleichuellmigSfrage zu tun? Soll man alle Oberlehrer in ihrem! Akhalt niedriger stelleii, weil ein Drittel von ihnen Nebenein-- künstc aus Privatunterricht hat? Auch die beiden Triltel, die keinen geben können oder wollen? Tann mühte man auch alle privaten Einkünfte der Beamten bei der Bemessung des Gehaltes lil Betracht ziehe». In diesem Falle wurden wohl auch die Rickster nicht ganz leer ausgehen. Im übrig en ist, das betonen ivir nochmals, wach den^Zeitungsnachrichten erst kürzlich seitens der Regierung dem FinanzLusschuf; Mitteilung über den von den Oberlehrern erteilten Privatunterricht gemacht und sestge- ttellt worden, das; der Ertrag aus dieser Tätigkeit belanglos sei. —*c Aufstellung einer Minimaltaxe für den Pnvamuterricht bringt ute Erwiderung der Richter in einen Zusammenlxntg mit der Vöhe dieses Nebenerir>erbs. Sollte hier wirklich die wahrhaft komische Ansicht vorliegen, das sei geschehen, um die Einkünfte aus dieser Privattätigkeit zu erhöhen? - Tie führenden Kreise! in der.deutschen Oberlehrerschaft sind in Wirklichteit für eine wögliclgte Beschränkung dieser Privattätigkeit. Erst ans feiner Butzbacher Tagung hat der Hess. Ober! ehr crverein einen aus Be- ichränkung abzielenden Besdstuß gefaßt.
Zutn^Zchluh möchten wir noch einmal auf beit Kernpunkt unseres Streites Hinweisen — auf d i e G le i chst e l l u n g s - frage. Tie Richter sagen, eine wahrhafte Gleichstellung sei durch die gleiche Bemessung des Anfangs und Endgehalts doch nicht zu erreichen. Gleicher Anfangs- und E il d g e h a l t ist aber die notwendige Grundlage der Gleich- stellung. Wer das eine will, m u ß auch das andere wollen. Und dann befürd.ten die Richter eine Benachteiligung für sich selbst von der Gleichstellung, wie wir sie verlangen. Wir verlangen aber dock), nur, was fast in allen deutschen Staaten schon durchgeftilirt ist. Und glaubt man wirklich, das; dort die Richter den. akad. Lokalbcamten gegenüber benachteiligt seien? Unsere höchsten Staatsbeamten sind ja alle Juristen, an denen die Richter bis jetzt immer sehr cinfluf-rcidie Fürsprecher gehabt haben, und an denen sie das auch in Zukunft haben werden.
Unser Wunsch auf G l e i ch st e l l u n g entspringt, — um das nochmkbs zlu betonen —, nicht materiellen; Interessen. Wir verlangen die Gleichstellung, weil wir nicht wollen, das gleichwertige Aemter durch eine üerfdncbene Bemessung der Gehälter von Staats wegen auf eine verschiedene Stufe gerückt werden. Wir wollen nicht, das Männer, die als Kameraden auf derselben Schulbank gesessen haben, die auf der Universität denselben Verbindungen angehört haben, vielfach mich — wie das ja in einem kleinen Land wie Hessen nicht anders sein kann — durch verwandtschaftliche Beziehungen verbunden sind, durch eine verschiedene staatliche Bewertung ihrer amtlickien Tätigkeit in ct.it mtslickes Verhältnis versetzt werden. Wir wollen durch die Gleichstellung es unmöglich machen, daß auf der einen Seite eine schädliche Verdrossenheit, auf der anderen ein unbereditiqtcr Standesdünkel sich bilde. Daran sollten uns die Herren aus Richterkreisen nicht hindern wollen. Liegt es im Staatsinteresse, einen Vorsprung der Richter im Höchstgehalt in der Hohe von 500 Mark aufrecht zu erhalten, wenn der Staat ein solches Vor- recht mit der Verärgerung der großen Me'hrzahl der akäd. gebildeten Beamten zu bezahlen hat?
"Schatzfckretär Kühn und Abg. G-thein (Vp.5 treten für die Komm.ssionsbeschlüs'c ein. Man wisse ja noch nicht, ob die neu- eingeführte Deklarationspflicht nicht über Erwarten grössere Einnahmen liefern werie.
Es bleibt lei den K o m m i s s i o n s b e s ch l ü s s e n und ebenso in.ezug auf den Rest des Gesetzes. Damit ist die zweite Lesung des W eh rb e-^t.va^s
Kundgebung der Bundes der Landwirte in Oberhessen.
Tie Hauptstadt der Wetterau, Friedberg, hatte am vergangenen Sonntag der Bund der Landwirte erkoren, um in seinen Mauern eine Wahlkreisoersanmiliing abzuhalten. Ter geränniige Saal nebst Nebenräninen int Hotel Trapp war bis aus den letzten Platz besetzt. Ter Wahlkreisvorsitzende, Landtagsabg. Tr. von H c l m^o l t - Riederwöllstadt, leitete die Versammlung'und gab das Wort Frei Herrn von Wang en he im, der, wie wir der Deutschen Tageszeitung entnehmen, etwa folgendes ausfiihrte:
Tas Fahr 1913 kennzeichnet sich als ein Fahr der Feste. Hinter uns liegt die Jubiläumsfeier oes Kaisers. Wenn auch unsere An- schauungen zu den Zeiten Eaprivis mit seinen anscinandergegangen sind, so habe die Gewalt der Tatsachen den Kaiser ans den Boden geführt, auf dem wir stehen. Wir begehen weiter die Feier des hundertjährigen Gedächtnisses der Befreiungskriege,, und das Fahr 1813 eignet sich ganz besonders zu Betrachtungen. Tie Frage wird anfgeworken, ob das deutsche Volk heute auch noch in der Lage sei einen solchen Kampf zu bestehen. Ich habe die feste tteberzengung. daß das deutsche Volk im innersten Kern noch gesund ist. Wenn es heute znni Krieg kommen würde, so muß er voraussichtlich nach drei Fronten geführt werden, der Kamps ivürde schwer werden und große Opfer kosten, aber er wird, dessen bin ich gewiß, mit unserem Siege enden. Taß aber das deutsche Volk völkisch und ivirischaft- heb gesund bleibe, dies ist in erster Linie eine Aufgabe des Bundes der Landwirte. Ter Kampf gilt der Horde' vatcrlandsloser Gesellen, um em Wort des Kaisers zu gebralicheu, die jetzt wieder tm Reichstage alles herunterreißt und mit Schmutz besudelt unb planmäßig jede Autorität bekämpft durch ewige Wiederholung ihrer schnöden und gemeinen Angriffe. Zn bebancru ist die Art unb Weise, wie der Reichskanzler trotz alledem das nationale Werk der Wehr Vorlage durch Verhandlungen hinter dem Rücke n, bei deneii auch die Sozialdemokraten zuqezoqen werden, zu lösen sucht, statt klipp und klar sich mit den nationalen Parteien zu einigen. Zwei Weltanschauungen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die eine möchte den Staat erhalten, die andere alles über den Saufen rennen; sie will den ehemaligen Agrarsiaat Deutschland über den Fnduslriestaat in einen Erportstaat verwandeln. Ueberall wird der Am'schwuug gepriesen, man sott ober in der Zeit des anscheinenden Glanzes nicht die Merkmale des beginnenden Niederganges übersehen. Niemals dunen die Onellen der Kraft versiegen; verliert ein Volk seine militärische Tüchtigkeit, fo wird es von seinen kriegerischen Nachbarn überrannt werden. Ter Redner geht dann ausführlich auf all die Kämpfe cm, die der Bund der Landwirte seit seinem Bestehen zu führen gehabt hätte, wie die Gegner ihn für alles lieble verantwortlich machen wollten. Mit dem Gewähren des Zollschutzes habe die Landwirtfehafk die Verpflichtung übernommen, das Volk mit Brot und Flettch zu versorgen. Tie Statistik beweise, daß das geliingen v An Roggen, der eigentlichen Brotfrucht, produziere die deutsche Landwirtscha^ weit über den eigenen 25;Darf, so Mß sie exportieren oder einen Teil des lleberslusses an die Viehställc liefern könne. Wenn auch an Weizen der Bedarf nicht erzeugt werde, so möge man lieber
Zreitag, 27. Juni 1915
Rotationsdruck unb Verlag bet Brühl'scheu Universitäts • Auch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Richter und Oberlehrer.
Aus Oberlehrerkreisen ist uns noch ein „Schlußwort" zugegangen, mit dessen Abdruck wir hofsentlich die Diskussion schließen können:
In der Erwiderung aus „Richterkreisen", die in Der Nr. 144 ■öftrer Blattes zum Abdruck gebracht ist, kommt eine Gereiztheit jnm Ausdruck, die sich unseres Erachtens in ihrem Ziel vergreift. ^a^..J)a^c.n wir denn in unserem Abwehrartikel gegen die erste Veröffentlichung der Richter getan? Nichts anderes als die Einseitigkeiten und Verschweigungen aufgebed;. die in dieser Veröffentlichung enthalten waren und die geeignet find, die tatsächliche Lage in unseren Anstellungs-, Dienst unb Gehaltsverhältnifsen im Vergleich zu den Richtern der Oeffentlichkeit gegenüber in einem falschen Licht erscheinen zu lassen. Wir haben uns dabei nicht gescheut, „das Kind beim rechten Namen zu nennen". Wir haben die Verschweigungen beim Vergleich der Wartezeiten der Richter unb Oberlehrer als geflissentliche bezeichnet unb können uns auch heute mit dem besten Willen nickst davon überzeugen, daß sie in einer reinen Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse ihren Grund haben. Was an Verschweigungen von unserer Gegenseite geleihet wirb, das zeigt ja gerade wieder ziemlich kraß eine Stelle der Erwiderung. Hier heisst es: „ einem Schuldirektor steht in der Justiz ein einziger beförderter Richter gegenüber, ber über 65 Jahre alt ist. Fünf Richter erster Instanz unb über 65 Jahre alt, 10 Oberlehrer stehen im Alter von 60—64, im gleichen Alter stehen 10 Richter erster Instanz." Damit will man dock) offenbar beit Schein erregen, als ob in der Frage des Ausscheidungsalters aus dem Dienst die Verhältnisse in beiden Äemtern nicht sehr verschieden seien. Tatsächlich schliesst sich auch der Satz an: „Allzugroß scheint hiernach der Unterschied nicht zu sein." In Wahrheit aber beweisen selbst diese Zahlen, daß der Unterschied ein sehr beträchtlicher ist. Das wird klar, wenn man das mit in Betracht zieht, was dabei in Betracht gezogen werden muß, was aber wieder in dem Schlußwort verschwiegen ist, — die Anzahl der Beamten, unter denen sich diese wenigen ältesten befinden. Legt man die von den Richtern angegebenen Zahlen zugrunde unb setzt sie in Beziehung zur Anzahl der Beamten, fo kommt man zu folgendem Ergebnis: Unter den Oberlehrern unb Schulbirektoren sind 0,18 Proz. über 65 Fahre alt, unter sämtlichen Richtern 2,56 Proz.: das sind also verhältnismäßig 14nial so viele. Unter den Oberlehrern sind 1,97 Proz. 60—64 Jahre alt, unter den Richtern erster Fnstanz <5,2 Proz., d. h. 2,6 mal so viele. Sollten hier die Verhältnisse bei Richtern und Oberlehrern die gleichen sein, so müsste nicht einer unter den Oberlehrern und Schuldirektoren über 65 Jahre alt sein, sondern 14, und nicht 10 Oberlehrer 60—64 Jahre, sondern 26. Damit ist in Wahrheit durch die von den Richtern angegebenen Zahlen nachgewiesen, daß die Richter beträchtlich älter int Amt werden als die Oberlehrer und Schuldirektoren, — etwas ganz anderes, als was man durch diese Zahlen glauben lassen möchte. Wäre von den Richtern audi angegeben — denn auch das ist verschwiegen —, wie viele Schuldirektoren und beförderte Richter unb Staatsanwälte 60—64 Jahre alt sind, so könnte auch das Verhältnis aller über 60 Jahre alter Richter — beförderter unb nicht beförderter - - und Philologen — Tirektoren und Oberlehrer — festgestellt werden, was voraussichtlich den Vorsprung der Richter noch deutlicher zur Erkenntnis bringen würde.
Also man rege sich doch nicht auf, wenn z u r Steuer der Wahrheit derartige Verschweigungen aufgedeckt werden, hüte sich, ein Gefühl gekränkter Unschuld zur Schau zu stellen, wo das ganz und gar nicht am Platze ist! Mehr Vorsicht unb Gewissenhaftigkeit, wo es fick) um Interessen anderer handelt, wäre besser.
Nun will es fast so scheinen, als ob man uns in einem Punkte denselben Vorwurf madje, als verschwiegen wir etwas, um eineck falsd-en Schein zu erwecken. Es heißt in der Erwiderung: „Es ist in der Tat nicht richtig zu sagen, die Oberamtsrichter und Land- gerichtsräte beziehen 3000—7000 Mk., die andern 3000—6500; denn man verschweigt bann, daß der Gehalt von 6500 Mk. in beiden Kategorien in derselben Frist von 21 Jahren erreicht wird und daß der Unterschied erst nach L5jähriger Dienstzeit, nach der die Zulage verliehen wird, sich zeigt." Wo haben wir daS letztere verschwiegen? Man lese die Denkschrift nach oder die Mainzer Broschüre, dort ist die Sache ganz genau so, wie sie ist, bargcftcllt. Auch in ber Veröffentlichung „die Wünsche der Lokalbeamten usw." ist aus das höhere Tienstalter, in dem der Höchstgehalt von 7000 Mk. erreicht wird, hingewiesen. Nein, wir haben auch in diesem Punkte in unseren Veröffentlichungen es nicht als unsere Ausgabe angesehen, zu tumd-.ueigen und zu verdunkeln, sondern die tatsächlichen Verhältnisse bekannt zu geben, und zu beleuchten.
Unseren Bemerkungen über Ausbildungs- und Wartezeit haben wir nichts hinzuzusetzen, das Gesagte halten wir voll ausrecht. In der Frage, ob Dienstzulagen gewährt werden fallen ober nidit, nimmt bic Denkschrift keine Stellung. Wir betonen nochmals, daß bie Denkschrift die Dienstzulagen der Juristen nur erwähnt, um an ihnen zu zeigen, daß der Besoldimgsentwurs die Juristen viel besser bedacht hat als die akad. Lokakbeamten. Auch der Oberlehrern er. in hat teilte Stellung zu dieser Frage genommen. Das Gleiche gilt von der Schaffung der AnrtsgerichtÄiirektoren- ftellen. Die Flugschrift des „Nichtjuxisten" gehr nä^*. tont Ober-
Aeuöerung des Reichssteinpelgesehes.
Abg. Dr. Ccrtcl (Kons.)
Obniia6a HnCn!rn bCV? ^"ipelß für inländische f ür nnar > - 2 ° t' e N 6 c f c l l s ch a f t e n und für ausland11che Wertpapiere. Wir wollen nur tok find'?-Sih”0' ^ältcn wehr verlangen können, aber wir sind be sche-.de n wte tmm er. (Heiterkeit.) abaTirebnhL0 bic Rechte unb ein Teil des Zentrums
Abg. Dr. David (Soz.)
fteTcr1 ‘ibnr*5Irntra°~.bCr verschleierten Vermögens- n , t o t f "n b1ÖrbCrUn° °°" dK,a,’äifl
Unterstaatssekretär Jahn
®6IeT)ni.,»g. tocil hier eine Gebühr gefordert toftb für eineHandlung, die abjolut nicht unter die Gebühren-
Abg. Tr. Ccrtel CQonf.) beantragt die Befreiung der StempelpfIicht für hä n £ e 6 C r 11 d) C C U n Ö C U unbeweglicher Gegen-
In einem Hammelsprung wirb der Antrag Oertel mit gegen 134 Stimmen angenommen. Der Antrag David wird ? M Segen bic Stimmen der Sozialdemokraten unb
ber Volksparte:.
- ' Sen bleibt das Stempelgesetz unver-
andc rt.^ Damit ist bic heutige Tagesordnung erschöpft. Nächste Sitzung tyrulag 10 Uhr pünktlich: Kleine Anfragen, kleine Vor- lagen, lobann Nesi der zweiten Lesung der noch ausstehenden Deck u ngscnlwürfe. Sodann alle Petitionen.
Schluss 3 Uhr.
Mb. Deutscher Reichstag.
17°. «i (jung. Donnerstag, 26. Juni.
um Bnndesrarstisch: Kühn.
^rafibcnt Tr. Kaempf o öffnet bic S tzung 11 Uhr 15 Min.
Sroeite Lesung des einmaligen Dehrbeitrages.
(Zweiter Tag.)
. SefMgEn* hv^^ommifrion Bei beiden
-'n-» Ä'SJt
begründet ^""ner Ziese,tvih Wons.)
stücken das Zwan-"n!ncki° 1,cbnl,kn «rund.
«iet. oder Pnch.?r,°rL' -ug?Ün^'zu^L^'"'"«^°
fflei m^cö^^s^atsfokretär Jahn:
Landest ecken wirb^s^"^" in den einzelnen
Maß sind für 'm,pcr «ehr lchwer fein, einen gcc gneten
M biJ ?C'5 Ertragswertes zu finden doch
i nmijpon Wohl das Nichtige getroffen haben.
. Abg. Ulrich (Soz.): fordemmMen 'Ulcrm nbcste, was wir
Mew 'Ls uSS» S L L
Kr,? a = v sepröfibent Dr. Dove
oller* Wun^ barauf 8U nehmen, bass wohl nach
*bun'4 fclc Verhandlungen bald ein Ende nehmen können.
... -Freiherr Hfl)! v. Hcrrnshcim (b k V ) al® f rC, wrflA ffCt »"..»-mmlsfi-,,. »,e : n gu», Hessen ßi _ c rJ5 c -u 11 * begrüßt worben feien. Der städtische Grundbesitz hat sich nicht davon ausgeschlossen. $ , ... . . . Abg. Ulrich (Soz.)
bestreitet, bass in Hessen nicht bic Besteuerung nach gemeinem oorgezogen mürbe und wirb vom Vizeprä'identtn Dove wiederholt und ichiiesslich ebenso bestimmt .vic höslich aufgeforbert
bf°” fbcn bcssnchcn Verhältnissen zu sprechen, bic Zeit dcö Hauses erlaube es nicht. °
. m Aba. Vogi-Hall (Kons.)
spricht über die Vcrvnltmstc der Kleinbauern in seinem tourt- t c in bergischen -ande, wo der Erlraoswert des Hofes berechnet werden muß unter Anrechnung einer Löhnung, weil -m- me.st die Familien niitglieber, Frau und Söhne, Mitarbeiten müssen, um den kleinen Ertrag hcrauszuwirtschaften. Das unruhige Haus, in ber Meinung, bass wieder ein Hesse spricht nötigt den Vizepräsidenten Tove erneut, bic Unruhe im Interesse der schnellen Arbeit zu besänftigen.
Abg. Dr. SübcFum (Soz.) bestreitet ein Einvcrstänbnis des stäbtischen Grundbesitzes mit dem Kompromiss.
Abg. v. Meding (Welfe), tritt für den zwanzigsachen Ertragswert ein.
Die Anträge werden abgelehnt. Es bleibt beim fünfundzwanzigfachen.
Bei ber Staffelung von Vermögen und Einkommen tritt
Abg. Wurm (Soz.)" für die höhere Staffelung nach dem ersten KommissionSbeschlutz ein. Tas Haus bestätigt aber die Staffelsätze aus der zweitlur Kommifsionslesung.
Abg. Arnstadt (Kons.)>, beantragt, die Untergrenzc der D e k l a r a t i o n § p f l i ch t der Vermögen auf fünfzigtaufend Mark hinaufzufetzen, ivährcnd nach dem Kommisfionsbeschluss die Grenze auf zwanzigtaufend Mark hcruntergeht unb bei mehr als viertausend Mark Ein- kommen auf ein Vermögen von zehntausend Mark. Nach kurzen Bemerkungen des Tr. David (Soz.) für den KommissionS- beschluss, deS Grafen W c st a r p (Kons.) für den Antrag seiner Partei, verbleibt es bei der Kommifsionsfassung.
Einstimmig angenommen wird ein Kompromißaiitra§ Groeber (Zentr.), wonach die Einsichtnahme unb Prüfung der Geschäftsbücher tunlichst in der Wohnung ober den Geschäftsräumen des Beitragspflichtigen erfolgen soll. Gegen den Widerspruch des Schatzsekretärs wirb ein polnischer Antrag angenommen, den Veranlagungsbescheid nicht nur auf Verlangen deS Beitragspflichtigen, sondern obligatorisch mitzuteilen. Durch einen weiteren Beschluss wird eine Be- ftimmung angenommen, bic den Veranlagten vor einer Beschränkung seines Berusungs rechts schützen soll.
Den Z a h l u n g 5 t a g für die beiden Wchrbeitragsraten 1915 unb 1916 hat die Kommission vom 31. März auf den 15. März zurückbatiert mit N«.äsicht auf ben Ultimogelbber. kehr. Auf Wunsch der Hanbcl'skrclse werben durch Annahme eines Antrages deS Berichterstatters Grafen Westarp die Zahlungstermine noch einen Monat weiter, auf den 15. Februar zurückge stellt.
Der etwaige Mehrertrag über den Bedarf der neuen Rüstung wird von dem Abg. Hofrichter (Soz.) wie schon bei den bisherigen Beratungen in Plenum unb Kommission für soziale Zwecke in Anspruch genommen, währenb die Konservativen beantragen, einen etwaigen Heber schuß über eine Milliarde zur K ü rzung des letzten Drittels des Wehrbeitrags zu verwenden, während bei KömmissionSbeschluß bic Kürzung von der Höhe des Ueberschusscs, also von der Zahl tausend Millionen, unabhängig ließ unb bei einem sich etwa herausstellenben geringeren als dem veranschlagten Bedarf in jedem Falle das letzte Drittel entsprechend kürzen wollte.
Aba. Graf Westarp (Kons.)
wendet sich scharf gegen bic Angriffe der Sozialdemokraten und auch des Prof. Delbrück, dass bic Steuer scheu in fon» fertatiuen Kreisen groß fei. Graf Westarp bezeichnet das als haltlose Verleumdungen unb Verdächti-
Rr M3 Zweiter vlatt 165. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. M
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen


