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<ßericbbfaal.
Die Revision int Schapiro-Hirsch-Prozeß zurückgewiesen. <• m . •
Leipzig, 25. Jan. Das Reichsgericht verwarf bic Revision des Redakteurs Heinrich Hirsch voin „Neuesten Anzeiger in Mainz, der am 9. Juli 1912 vom Landgericht Darmstadt wegen Beleidigung der früheren Polizeiassistentin Frau jjt. Schapiro und des Beigeordneten Berndt zu vier Aconatcn Gefängnis verurteilt worden ist, nachdem em früher aus sechs Monate lautendes Urteil des Landgerichts Mainz aus die Revision des Angeklagten vom Reichsgericht aufgehoben worden war. — Ferner verwarf das Reichsgericht die Revision demselben An- gcklagteii, der wegen einer weiteren Bcleidigiing des Beigeordneten Berndt vom Landgericht Mainz am 22. Mar 1912 zu Zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden ist.
vereinrnachrichten.
---- Mainzlar, 26. Jan. Der Turnverein, der im Laufe dieses Sommers sein Fahnenweihfest feiern wird, hielt gestern abend sein Wintervcrgnügen ab. Der 2. Vorsitzende Scurz eriimertc an die geschichtlichen Ereignisse vor 100 Jahren. Die von Lehrer Weisel eingeübten Theaterstücke wurden gut gespielt.
Nation, heute der deutsche Kaiser schlechthin. Sie ist das Symbol schwerervungener deutscher Einheit, lebendiger Einheit, in der die Fülle der Kräfte zu freiem Austausch Zusammentreffen soN, ohne eine einzige unter ihen zu erdrücken: daumeinst der Zankapfel deutscher Stämme und Fürstenhäuser, heut die im Bewußtsein des Volkes gesicherte Spitze einer RcichSvcrfassung, die, so wie sie ist, ein begrifflich seltsames Gebilde, mir dem kühnen Kopfe eines deutschen Staatsmaimes entspringen konnte. Sic ist das Symbol deutschen Willens zur Selbstbcbauptnng im Ringe der Völker. So ist sie in blutigen Tagen geschmiedet worden, aber nicht um Blut und Eisen zu verewigen, sondern um mit Blut und Eisen die Güter zu sichern, die diesem deutschen Volk von Alters her die teuersten warm: die Güter dcutsckten Denkens und deutschen Glaubms. Schirmend schwebe sic heute und immer über diesen Heiligtümern! Wir meinen und wir glauben, diese Heiligtümer haben die geheime Kraft, den, der sie schützen will, stark z» machm gegen jedm Feind. Dem Träger dieser Krone, dcnt deutschen Kaiser, gilt unsere Feier. Erheben Sie, meine Herrn, Ihre Gläser und rufen Sie mit mir: Seine Majestät, per deutsche Kaiser, Wilhelm II., hoch, hoch, hoch! —
In das Kaiserhoch stimmte die Versammlung begeistert ein.
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-ff Lollar, 27. Jan. Der Veteranen- und Krieger verein „Ludwig zur Treue" feierte am Samstag im „Schwanen" den Geburtstag des Kaisers. Der erste Vorsitzende Schsemangk eröffnete die Feier mit einer Ansprache, die mit einem Hoch auf den Kaiser endigte. Das Hoch auf den Groffherzog brachte Bürgermeister Schmidt aus. Zwei vorzüglich zu Gehör gebrachte Sologesänge „Das teure Vaterhaus" und „Seemanns Hcimw-el/' sowie mehrere unter Musikbegleitung gesungene Lieder verherrlichten die Feier.
~ Lauterbach, 26. Jan. Die höhere Bürgerschule veranstaltete gestern nachmittag im Saalbau zum Johannesberg eine öffentliche Kaisers-Geburtstagsfeier. Die Leitung brachte die Zeit der Befreiungskriege in wohlgelungener Weise zur Vorführung. Die Schüler hatten in wock>cnlangcr Vorbereitung Einzclvorträge und Lieder fleißig einstudiert. — Ter K r i c'g e r v e r c i n feierte den Geburtstag des Kaisers am Mcnd in der Turnhalle in Gestalt eines Familienabends. Es gelangten zwei Theaterstücke zur Aufführung. Der Lauterbacher Musilberein füllte die Pausen mit einigen Konzertstücken aus.
0 Laubach, 26. Jan. Im festlich geschmückten Saale de§ „Solmser £)ofeS* veranstaltete gestern nachmittag daß Gymnasium Fricdericianuin eine öffentliche Vorfeier von Kaisers Gebtirtstag. Bei der Feier trat daß seit Ostern neu- gegrüiidete Schülerorchester zmn ersten Male in die Ocffent- lichkeit; echtes, musikalisches Feingefühl seines jungen Leiters ließ die zu künstlerischem Vortrag gebrachte Symphonie erkennen und ivoblverdient war der Beifall. Prof. Dr. Wetzel hielt die Festrede. — Im 93. Lebensjahre ist der älteste Einwohner unserer Stadt, der grast. Jäger Adam Diehl, an Altersschwäche gestorben.
o. Butzbach, 26. Jan. Gestern abend fand im Hotel „Hessischer Hof" die Feier des Geburtstages des Kaisers durch den Kriegerverein statt, bei der auch die Offiziere und Unter» offiziere der hiesigen Garnison sich zahlreich beteiligt hatten. Ter Vorsitzende des Vereins, Medizinalrat Dr. Vogt, brachte das Kaiserhoch aus. Msdann hielt er seinen Vortrag: „Wie er- ziehen wir unsere Jugend zur Vaterlandsliebe". Nachdem die Kapelle des 168. Infanterie-Regiments einige Musikstücke mit Fanfaren gespielt hatte, schloß sich der übliche Tanz an.
zurzeit verfügbar find.
rv. Höchst a. M., 25. Jan. Gestern nachmittag wurde in den Höchster Farbwerken der 30 Jahre alte Arbeiter Dietrich, der an einem Kessel zur Destillation von Karbolsäure beschäftigt war, von einer plötzlich aus der Heizung schlagenden Stichflamme, die gleichzeitig den Kessel erfaßte, getroffen und mit Säure überschüttet. Er stand sofort in Flammen und war in wenigen Augenblicken eine Leiche.
Eingesandt.
lFNr Form und Inhalt aller Vinter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.l
Oppenrod. Zu dem kürzlich erschienenen Eingesandt unter Oppenrod tvegen anonymer Schreiben, erlaubt sich ein Ortsciuwohner folgendes anzuführen. Nach diesem Eingesandt sollen durch anonyme Schreiben eigene. Familienangehörige br troffen worden sein. Woher will der Einsender das luiffcn ? Da her Einsender ausfordert, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen, möchte der Sckweiber dieses bitten, da nur einzelne Schreiber tn Betracht kommen können, daß sich alle unbeteiligten Cinivoljucv dem Unwesen energisch entgegenstellten. Es liegt rm Jntercssc des Einzelnen und der ganzen Gemeinde, datz damit endlich einmal gründlich aufgeräumt wird Der Einsender nimmt an, daß es gelingen wird, den Verfasser der an verschiedenen Platzen ausgehängten Plakate zu ermitteln, da man doch die Schriften vergleichen und untersuchen lassen könne. Er bittet darum, um d,e Schmach von der (Gemeinde iht beseitigen, daß leber Betuligte ernstlich um die Ermittelung der Täler bcwrgt fern möge.
staittinopel angestellt würden, erweisen die gefährdete Lage der Stadt. „Es ist mir eine Frage der Zeit," erklärt der Geologe Hedemeycr. ^,Wenn kein ErdbÄcn die Stadt auf einmal zerstört, dann wird die langsame Senkung des Bodens ihr Vernichtung^ werk vollführen. Das kann 100Ö Jahre dauern: der ssntergang kann auch in einem Tage besiegelt werden. Aber )o viel steht feft, daß in etwa 1000 Jahren daS gegenwärtig schon so niedrige Niveau Konstantinopels mit all den glänzenden "Palästen des Bosporus ins Meer hinabgesunken fein wird. Eine Sage meldet, daß den dorischen Kolonisten, die vor 2500 Jahren Byganz bf gründeten, ein Prophet entgegentrat und folgenden Orakestpruch tat' „?llle Völker werden um) diese Stadt in blutigen Kämpfen ftreiten; aber sie ist bestim'mt, keinem zu gehören". Nach dm Ansicht der Geologen wird sich diese Prophezeiung in einer Erd katastrophe bewahrheiten, denn die Nordküste des Marmara-Men^, der Dardanellen und des Bosporus liegt direkt über lenem Erd behcn-ZcntriMi, das in pväl-istorischen Zeiten Europa und Apen
Friedberg, 26. Jan. Heute cibend brannte wieder in demselben Hause in der Apothekeraasse, in dem eß vorige Wocbe gebrannt hatte. Diesmal brach da? Feuer ber Waschküche aus. ES scheint also doch ernst zu sein, mit dem Drohbrief, eS würde noch mehr brennen. Daß Hauß wirb jetzt ständig von Schutzleuten bewacht.
d Bad Nauheim, 25. Jan. Im V o r tr a g s v c r c in bielt Pros Dr Baur- Darmstadt einen Vortrag über „N a p o - leons Feldzug 1812". Der Redner schilderte zunächst pst politische Lage und die tieferen Ursachen, die zum Kriege »wischen Napoleon und Mexander führten, um dann an der Sand einer Karte und eines Feldzugsplanes mit dem genauen Verlauf deS Kriegszuges und des äualvolleu Rückmarsches bekannt zu machen. Das zahlreich anwesende Publikum füllte den großen Saal des Sprndelhotels bis zum letztest'Plab und fpendcte dem Redner reichen Beifall. , ,r
Starkenburg und Rheinhessen.
m O f fe n b a ch a M., 27. Jan. Bei dem Kommers anläßlich der Eröffnimg des Neubaues der Technischen Lehranstalten gedachte Professor Etzel in längeren Ausführungen der Verdienste des Professors Brockmann, des ältesten Lehrers der Anstalt, an der er seit 34 Jahren wirke. Ihm zu Ehren habe man, eine ©hfhma ae'ammest, die Professor Brockmann-Stiftitng h i cn foU Der Zweck der Stiftung ist, würdigen und bedürftigen Schülern der Anstalt Unterstützungen zu gewähren und Mittel zur Anschaffung von Apparaten oder für neuere Forschungen zu geben, falls die Anstalt dazu nicht in der Lage ift. Das <2tiftungs- kapital, dessen Zinsen .ihm auf Lebens^it im Sinne der S if- tungsurkunde zur Vcrsügung stehen, betragt iut^ett 4000 Mk., bic von 200 Freunden der Anstalt zusammengebracht wurden.
Hessen-Nassau.
[] Biedenkopf, 26. Jan. Der Kreistag für den Kreiß Biedenkopf beschloß, von der Bildung einer allgemeinen Krankenkasse für den ganzen Kreiß Abstand zu nehmen, da bic bestehenden Ortskrankenkassen sämtlich beschlossen haben, zu allgemeinen Ortskrankenkassen für ihre jeweiligen Bezirke auSgestaltet zu werden.
'W Frankfurt a. M., 25. Jan. Der Finanzausschuß hat jetzt die Abrechnung über das 17. D e u t s ch e Du n e §» und Goldene Jubiläumsschießen vom Juli 1912 ferttaaestellt. Danach ergibt sich ein Ueberschuß von an- nähernd 10 0 0 0 0 M a r k. Hiervon sind für noch nicht zur Erledigung gelangte Angelegenheiten vorsichtshalber 30000 Mark zurückgestellt, so daß ungefähr 70 000 Mark
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Die militärische Feier wurde gestern übend durch einen Zapfenstreich geleitet, der von der neuen Kaserne 5rrch die Licher Straße, Moltkestraße, Ost-Anluge, Walltor^- straße, Marltplatz, MäuSburg, Lindenplatz, Seltersweg und Süd-Anlage bis zur Wohnung des Regimentskommandeur^ ging. Hier wurden einige Musikstücke gespielt und der Zapfenstreich geschlagen. Dann ging der Zug durch die Msmarckstraße, Ludwigstraße und Kaiser^Allee nach der städtischen Kaserne. Der Festmontag wurde durch g r o ße s Wecken eingeleitet, das denselben Weg ging wre der Zavfenstrcich Um 8 Uhr wurde vom L>tadtkirchturm ein Choral geblasen. Um H W fand.katholischer uiid um IO1/4 Uhr evangelischer Festgottesdienst der veoeinrgtin Zivil- und Militärgemeinde statt. Der dem evmigelrschen Gottesdienst hielt Pfarrer Schwabe die Upredrgt. Gegen 11 Uhr hielt das Regiment auf OstvaWGatten Parade ab. Um 4 Uhr nachmittags versammelt sich das Ofsizierkorps im Kasino zum Festessen und am Abend schließen die Mannschaftsfeiern den militärischen Teil von Kaisers Geburtstagsfeier >aib. . TO{.
Dns Festessen der Beamten- und Burger sch a f t fand bei guter Beteiligung im Saale des Geiellschaftsver-- eins statt Im Verlause des Mahles hielt der Rektor der Sanbäunto^fttät, Profcssoi D. Eck, Mgaibt An,prach°: Hochansehnliche Festversammlung!
Wir sestrn^de? Kaisers Geburtstag: wir feiern itzi in dem Jahre, in dem — seit dem dunkeln 1888 — sich 25 Jahre der Regierung Wilhelms II. vollenden werden: . wn- f««n ihn in ernster Zeit, von der wir nicht wissen, was in ihrcni Schicksals schoße, heil- oder unheilschwanger verborgen liegt Um so mehr ziemt cs sich, an den Gedanken sich zu starken, die, vom enblicke frei, in diese Kaiserkrone m reicher geschicht- Symbolik verwoben sind. Sie ist daS Symbol 1 bt tausendjährigen Geschichte, in die dies .deutsche Volk ' Laubh^Lvollste politische Vergangenheit europäischer Kultur-
ieW'0l.v '.o1: sich anzueignen, in seinem Blute für sich gewußt hat: einst der römischen Kaiser deutfcher
Kaif ?rs Geburtstag.
Alldeutschland feiert heute Kaisers Geburtstag. Am Kaiserhofe selbst wird die Feier in diesem Jahre stiller begangen werden, denn der dritte Sohii des- Kaisers,^Prinz Adalbert, ist an Masern und Lungenentzündung ertranft. Die deutschen Fürsten, die sonst Kaisers Geburtstag dd benutzen, durch ihr Erscheinen die Einigkeit und BundeStreue der deutschen Fürsten und- Staaten zu betonen, sind deshalb diesmal fern geblieben und nur das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen W nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen- zur Geburtstagsfeier gekommen.
Der Festtag wird in ganz Deutschland besonders freudig gefeiert werden, ist es doch der Friedenspolitiv des Kaisers gelungen, daß unser Vaterland von den kriegerischen Ereignissen der letzten Fahre unberührt gchlieben ist. Und gleichzeitig richtet sich der Blick voraus auf den 15. Juni Siele? Jahres, an welchem Tage das silberne Regierungs- jubiläum des Kaisers von Alldeutschland festlich begangen toCTb^n Gießen fand die Feier von Kaisers Geburtstag in der herkömmlichen Weise statt. Die Schulen feierten zum Teil schon am Samstag und zahlreiche Vereine be- aingeu am Samstag imb Sonntag den festlichen Tag durch besondere Veranstaltungen. Auck) das Stadttheater, das heute in üblicher Weise eine besondere Fesworstellung. gibt, stand gestern abend schon unter dem Zeichen des vaterländischen Freudentages, indem es Gutzkows „Königsleutnant" in einer w-ohlgeluugenen Vorstellung über die Buhne
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wttteranssichten in Hessen <üt Dienstag, den 2». Jan. 1913: Trocken, falt, Nachtüost, tagsüber wärmer, svaler bewölkt.
in zwei Weltteile spaltete. v m
— Lola Montez als Operettenheldin. Jin Berliner Theater am Nollendorfplatz wurde zum ersten Male eine neue Operette von Leo Fall mifgeführt, „Die Stndcntengräfin", auf den von Viktor Leon nach einer Idee von Georg Fuchs verfaßten Text.. Tas Stück fand freundliche Aufnahme — der gcwolwte stürmische äußere '5rfolg aber, Ivie er sonst bei den Uraufführungen von Novitäten bei- „Großmeister" der Wiener Operette etns-utreten pflegt, ist dieswal nicht zu verzeichnen. Das liegt daran, daß diesmal der ganze Ton des Werkes sich wesentlich von der gcwolsnten Art der modernen Wienettschcn Operette unterscheidet. Hier herrscht feine intime Stimmung, entsprechend dem Charakter der Biedermeier' zeit, in der die Handlung sviclt. Die „©hihentengraftn ,st Lola Montez, die einen Studenten eines Münchener Korps liebt. Diesem bereitet aber die Polizei schwere Ungelcgenhciten, sic verhaftet ihn rctwlutionärcr Umtriebe wegen. Die „Studenten- gräfin" entwindet ihn den Häschern und läßt ihn nach Rotenstein, der „stillen" Stadt, bringen. Sie reift ihm' nach. Dort ist in zwischen der Student in einen schweren Horzenskonflikt geraten, denn er "begegnet seiner alten Liebe, und die Zuneigung zu ihr wird wieder lebendig. Die Studentengräfin entsagt nach, tyefhgcii Seelen kämpfen, und das junge Paar wird vereint. Die Musik Falls ist an allen Stellen hübsch und hnrfiant. Sie leidet icdoch an den Ucbcln des Bnck>es, das die Handlung Nicht straff genug zusanmimenhilt nnb sich in Längen und Breiten verliert So zerslattert auch die Pattitur, obgleich sie schr vitte wirksame Numnicrii enthält. Lea F-all z-eigt sich.inchieß-m Stücke, von s-ner sreundlichsten und liebenswürdigsten Seite. Er schreibt nne flüssige, anlwimelndc, gefällige und anmutige Musik, deren Reiz tn bei zarten Tvnsprache liegt. Tie Erfindung ist an allen Stellen kräftig, und sic äußert sich gleich wirksam in den Niimmern aus gesprochenen Walzercharaktcrs, wie auch in solchen, die melyr einen volkstümlich-gemütlichen Ton anschlagett. Tic Darstellung war ganz ausgereichnct. Ter Komponist tuitb die Darsteller wurden wiederholt an" die Rampe gerufen.
* Macht der Gewohnheit. Kaufmann zu seinem neuen Kommis: „Ja, was ist bann das mit Ihnen? Jedesmal, wenn Sie eine „6" sehen, rufen Sie eine „2", sind Sie etwa kurz sichtig?" Kommis: „Entschnldigeii Sie, aber das warm dic^ Gewohnheit. Ich war bis jetzt in einem Damenschubgeschaft.
* Keine Gefahr. Der Heilsarmeesoldat: „Bruder, wißet, wenii Ihr in ein Restaurant eintietet, so geltet Ihr qcrabe^ Wegs in die Hölle!" Eine tiefe Stimme ans dem Haufen: „Dm- macht ja nichts, mein Junge, nach ’ner halben Stunde schmeißt man uns doch wieder raus."
Kleine Tageschrontt.
In der Gemeinde Zlobitz lBczirk Kremster) sind, nach einer Meldung ans Brünn, zwei Personen an Blattern erkrmll. Tie Krankheit ist aus Ost-Ungarn eingeschleppt worden, wo turkisckfe. Soldaten interniert sind. . . . _ , ,
Am Samstag abend ereignete sich in Xrieft aus dem Dampfer „Ncsazia" der SchiffahttsgesellsckM Jstna eine Dy n a unter VI 0 M on. Ein Matrose und ein Steuermann wurden getötet, ein Heizer schwer verletzt. , r ,,
In der 3. Avenue in New York stießen zwei H 0 chb achn < lüge zusammen und gerieten in Brand. Mehrere Personen wurden versetzt.___________________
Kandel und Perfebr, Volfeirirtltbaft
Weitere Preissteigerungen auf dem Häute- nt a r r t Die neueren Versteigerungen von Häutevettverttinosge- nossenfchasten z. B. in Magdeburg und in Straßburg i E. haben für Großviehhäute Preise gezeitigt, die den Rekordpreis von Kassel geschlagen haben. In Straßburg wurde für das Pfund Kuhhaut 80 Psg. erlöst, ein Preis, der um so schwerer wiegt, als das dort feilgehaltene Gefälle nur für den Jnlandsmarkt angekautt wurde. Man fragt sich bei diesen Preisen nach gerade in den Kreisen der Lederindnstriellen wie man es fertig bringen soll mit diesen gewaltiaen Preissteigerungen für Rohhantc mit beit Preisen des Fertigleders anszukommen. Die Folge, fvtrb fein, baß das Leder und damit die Schuhwaren diesen Auffttcgen folgen werden.
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■ an btntm ja erfohrunaTB tintim, tdünnet,■ Nonen und dem Gesang-» L? gelaufenen Ka.M Etlichen ^eitstessungen desN >0 Gasthaujern auf 625131 S” »uü.or -ie Frequenz 3 ■' fremde gesunken. MU 1 ne Liehmärkte auf diesen» 1 den süemdcnveckehr btiH Gewertschastshauses außuM le meistens arbeitsuchendeW e Gäste in den letzten fünfe hr ab, so ergeben sich füij ne die amtlichen ErgebnisseW c Mlen: 1909 = 56190,■ 1912 =- «. W $£[•■ 1 von Gästen, die durch bkl be gebracht werden, ist W> niden die Märkte ba-5 ganü Hj sie im letzten Bierteljch H eine Märkte und im letzta W ^ekimäckte statt. Zahl» xM 1 verglichen mit 1911 ch, -1 abt nebraät, bie Hauptsache f 7i uni» Bädern 11 fr» 2sH! ; an die Zahl der in den | chtet, so ergibt sich, daf , achfen. ift. Gs handelt jidi äflsrnfendc. Die ätatifli! ü um 2500-3000 Personen, [t . durch das Nchtstattsinden ■> ,3000 nicht M hoch ist.
mei Unter dem BoM s; eine -iMg des MW h 'mslM statt. Tie Ztetle nns h echtsamvalt Meisel übertragen. « strasgesetzes steht dn M- <z • • Ingk.ciachei! dur» A-V ;4 , iur Besprechung der M ,7 ;,7.3 Tic rortcnanbau- nv' roertergetührr und beio^cs bim ausgedehnt roerbm Sega ttrticnstes tfl «1 i heintäümg und Inllrumon.. ^'-.pchtungsgenollen nnn .)V) Mrk bewilligt. Tv
Kreis Alsfeld.
Ok. Alsfeld, 26. Jan. Wie verlautet, sollen demnächst von der HeereSverrvaltung in der hiesigen Gegend Hebungen mit drahtloser Telegraphie ftntifinbcn. Auch in Grünberg sind vom Wattturm auS solche Versuche «ngestellt worden.
Kreis Friedberg.
Cuftfdiiffabrt.
Baden-Baden, 27. Jan. Das neue Mlitärlnftschiff Z 15" unternahm gestern von 11.10 Uhr mittags büs ---Um uadjf- mtttags eine gut Verlaufene Geschwindigkeitsfahrt, bet welcher es eine Höhe von 2000 Metern 3/t Stunden lang mnchielt. Es wurde dann von der Militärverwaltung übernommen.
Mannheim, 25. Jan. Der Fortbestand des Luftschiffbaues Schütte-Lanz ist nun gesichert. Den neuen Vereinbarungen gemäß verzichtet der Luftschiffbau Schütte-Lanz auf icglrche Ausnutzung der Patente nach benti Auslände: diese gehen vielmehr in den Besitz des Reiches über, wofür Prosesior Schütte-Lanz eme Entschädigung erhält. Der Luftschiffbau Schütte-Lanz wiw dem nach l e d i g l i ch f ü r D e u t s ch l a n d fortgesetzt und dw Heeresverwaltung hat unter Zustimmung des Kriegsmtni! er? das Fortbestehen des Luftschiffbaiies ^Schütte-Laiiz durch genugenbe Auftragserteilung gewährleistet. Ebenso hat der Staatssekretär des Reichsmatineamts bic Bestellungen von Luftschiffen m Aussicht gestellt., Mit den Arbeiten für ent Luftscknff von 24 000 Kubik- Metern wird bereits in den nächsten Tagen begonnen. Die bestehende Halle, die für den Bau dieses Schiffes nicht genügend lang ist, wird vergrößert, die Einrichtungen dcr Luftschiffbanwerft werden ausgebaut. Tic Regierung hat sich bereit erllart, eine größere zweiteilige Luftschiffl)alle auch in Mannheim staatlich 511 unterstützen-^^,^^^^1, _ Das Unlängst nach Baden-
Oos übergcficbctte neue Luftschiff „Ersatz Z 1" hat gestern abciid 6 Uhr eine auf 18 bis 20 Stunden berechnete AbnalMefahrt angetreten und ist um 10 Uhr iw Lörrach iii lBadm, um Mitternackst über dem Bodensee erschienen, wo cs lange gegen heftigen Westwind kämpfte. Um Uhr erschien das Schiff über Waldsee, um 5 Uhr über Keilfingcn. Dann Überguerte es aufs neue den Sckiwarzwald nördlich von Freudenstadt. Um 8 Uhr befanb es fid) über Karlsruhe und schlug von dort die Richtung yiach Baden- Baden ein. Die ursprüngliche Absicht, auch Ulm und Stuttgart iu überfliegen, scheint wegen des schlechten Wetters aufgegeben worden zu fein.
Vermischtes.
— Konstantinopel dem Untergang geweiht. Wemi icltt wieder das Ringen um1 die Hauptstadt am Bosporus zwischen Türken und Balkanstaaten ausbrcchen sollte, so mag das wohl unter uns Menschen der Gegenwart höchste Aufregung und fieberhafte Spannung erwecken: für den Geologen, der nnt Jahrtausenden zu rechnen gewohnt ift, ist es einerlei ob Türke oder Slawe die Stadt bewohnen: das „neue Rom der alten Kaiser ist dem Untergang geweiht Diese Tatsache wird auf Grund der neuestcn geologischen Forschungen in einem Aufsatz von Lady s Realm dargelegt. Die Untersuchungen, die nach dem großen Erdbebm vom 9. August über die Bodenformation von Stan»
Letzte Nachrichten.
rm Darmstadt, 26. Jan. Rasch verhaftet wurden die beiden Einbrecher, die in der Nacht zum 22. ds. bic Grtcr des Uhren- und G 0 l d wa r e n g e s ch ä f t es von Jäger hier ausraubten, wobei ihnen für 15 000 Mark ©dimud fachen in bic Hände sielen. Es sind die beiden Brüder Gustav imd Theodor Berger aus Patsch bei Innsbruck. Sie gaben sich beide als Mechaniker mis. Die Verhaftung erfolgte in Ludwigshafen.
London, 27. Jan. Bei dem Einsturz dcr beiden Häuser in der Stadt Mac Kinney sind, hnc jetzt fest- gestellt ist, 3 5 Personen getötet worden oder verbrannt, mehr als 50 sind Mm Teil schwer verletzt, von denen ein großer Teil kaum mit dem Leben davon kommen dürfte.
111785 treue Verehrer
d-r Mvrrbolinseffe haben sich innerhalb kurzer Zeit schriftlich als solche anSgcmiesen, was der kgl. Notar Jultvirat lindheimci n Frankfurt a. M. am 7. Oktober 1912 notariell beurkundet hat. Darunter find alle Gefellschafiökrcisc vertreten, denn Alle schätzen den hohen hygienischen u. koometischen Wert der Rtirrrholinseife. Ib /,


