Ausgabe 
24.2.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutiqe Nummer umfafet 10 Seiten.

treitfrage in friedlicher

machten zu vereinigen, um die S:

ir ilt I Mng an die Adresse Englands? Sehr bemerkenswert ist,

41' j i» Italien die territoriale Integrität der asiatischen Türkei

als notwendige Garantie für den europäischen Frieden bc>

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trägt dies auch zur Stärkung unseres Kraft- und unseres vidier heiisgefühles bei, weil uns besannt ist, daß man mit ^rpierenen Hieben und rednerischen Ausfällen dort nicht anskomint, wo das Wort gilt: wir wünschen den Frieden und geben gegen niemand los: wenn sich aber jemand an uns vergreisen wollte, dann wird er schon sehen, wohin er kommt.

Der rumänische Ministcrratsbeschlnsr

Wir erhalten folgende» Bericht:

Eine Rede des italienischen Ministers des Auswärtige, i.

In der italienischen Kammer sprach am Sams- der Minister Di San Giuliano über die Balkanpolilik.

zuverlässigen Freund. L..v---------- . ... . v

auch weiter versuchen, der Türkei greif bare \ seiner Freundschaft zu geben. Es wird mit den an­deren Mächten zusanrineii arbeiten, damit der Friede sobald als möglich rviederhergcstellt ivirö und der Türkei so wenig wie möglich Schaden erwach st, der unvermeidlich vom Aus-

cntstchcn könnten.

Bulgarien wünscht Kriegsentschädigung.

Sofia, 23. Febr. Das Finanzministerium veröffent­licht ein Exposö betreffend die Zahlung einer Kriegsenischä- digung von der Türkei an die kriegführenden Balkanstaatcn, die erklärtem, daß. sie einen Teil der oltomanischen Staats­schuld übernehmen. Zn dem Expose heißt es:

Der Anspruch der Verbündeten aus Zahlung einer Kriegs­entschädigung stützt sich aus rechtmäßige Grunde. Die Verantwor­tung für den Krieg fällt vollkommen auf die Pforte zurück, die im 'Lause von 35 Jahren keine Reformen durchführte und >te Rote der Verbündeten mit Hohn zurückwies. Die Verluste an Menschen, Vieh und Kriegsmaterial, sowie das völlige Stocken der Geschäfte legen Bulgarien große Opfer auf und drohen eine große-Krise h e rb ei z u s ü b r e n. Die annektierten Pro­vinzen, die verwüstet und entvölkert sind, bilden^keine genügende Hilfsquelle, um den neuen finanziellen Lasten Stand halten zu können. Die Verbündeten bestehen nicht auf unverzügliche Be­zahlung der Kriegsentschädigung. Diese nnrd durch die in den Staatsschatz fließenden Einnahmenüberschüsse der oltomanischen Staatsschuld gewährleistet werden müssen. Die Zahlung einer Kriegsentschädigung ist eine wesentliche Bedingung für den Abschluss des Friedens.

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Weise beizulegen.

Sofia, 23. Febr. (Agence Bulgare.) Die Vertreter der Großmächte unternahmen heute nachmittag 1 Uhr einzeln eine Demarche bei dem Ministerpräsidenten und Minister des Aeußern Geschow, dem sie den dringenden Rat erteilten, die Lösung der bulgarisch-rumänischen Streitfrage der EnNchei- dling der sechs G r o ß m ä ch t e zu unterwerfen. Geschow erwiderte, er werde darüber dein Ministerrat berichten und sodann Die Regierung brachte den Vertretern der Mächte

tunt: mit Predigt, ii Piediat.

Friedri-hS-k-k'^ «irr in W

> au,u Sie trägt, einen roten

Tas Rot lacht so hell int Sonnen- r' Nun berührt die

Die neutrale Zone in -ldrianopcl.

K o n st a n t i n o p e l, 22. Febr. (W. B) Der Kommaw- baut von Adrianopel teilte den Konsuln den Beschluß der Negierung mit, daß es den Ausländern frei stehen solle, sich in die in der Vorstadt Karagatsch eingerichtete neutrale Zone zu begeben. Die Konsuln legten den Botschaftern funkentelegraphisch dar, daß der Au z :g der Fremdenkolonie aus die c i ii h e i in i s ch e Bevöllerung einen pein­lichen Eindruck machen werde und fragten an, ob sie von der Erlaubnis der Regierung G. brauch machen sollten.

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zeichnet. Was also die Kriogscreiguissc auch noch bringen mögen Rußland weiß, was es riskiert, wenn es in Asien Mer die türkische Grenze vorrücken sollte. Die römischen Politiker wissen, welches große Interesse sie daran haben, daß die mohamedanischen Bewohner d.r einverlcibkeu afri- kanischen Provinzen ruhig bleiben und die Nutzbarmachung -les Landes ermöglichen.

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Er lobte das Einvernehmen der Großmächte und meinte,

gange eines Krieges abhäugt."

Die Rede des Ministers lourde häufig von Beifall unterbrochen. Zum Schluß bcglüawünschlen ihn alle Mi­nister und zahlreiche Abgeordne.e.

Die Kammer nahm den Voranschlag des Ministeriums des Aeußern mit VJ9 gegen 15 Stimmen an.

Ein Wiener Blatt über die Haltung Deutschlands.

In einer Besprechung der Lage sagt dasWiener

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Italien und die orientalischen fragen.

In der italienischen Kammer hat der Minister di Sau Giuliano ein Stück des italienischen Willens uns enthüllt. Er erklärte fchr nachdrücklich, daß der Besitz Lichtens für die italienische Politik zwar eine entscheidende Lösung ge­wesen sei, daß aber damit die italienische Mittclmeerp'olitik mach nicht ihr Ende erreicht haße. Wenn gegen den Willen Italiens weitere territoriale Veränderungen ein- tcctcn sollten, so könnte Italien kein müßiger Zuschauer dabei bleiben. 'Das richtet sich also zunächst gegen Bul­garien, das sich den Eingang ins Marmarameer erzwingen Irin, sodann aber namentlich gegen Rußland, das hinter allen unerfüllbaren Ansprüchen der kleinen slawischen Län­der steht und in der Adriafrage bereits einen Rückzug an treten mußte. Es war sehr diplomatisch von San Giu­liano, daß er in der adriatischen Frage des Zusammen- haltens der Dreibundmächte gedachte und im Anschluß daran udt der Bestätigung deshochherzigen und friedlichen Keistes der Gerechtigkeit der anderen Großmächte" Rußland ßin Zuckerplätzchen überreichte. Oder geht diese Aeuße-

Tagblatt":

In den Momenten, wo Oesterreich-Ungaru das Ziel un­gerechtester Angriffe war, laben wir unseren deutschen Ällierteu treu an unserer Seite. Nicht einen einzigen Augen­blick ließ uns Deutschland in diesen schweren Tagen die Supe^ riorität fühlen, sondern bot immer nur das Bild eines mächtigen starken Freundes, auf den man mit Sicherheit rechnen kann. Aus diesem Gefühl heraus kann man nicht anders, als jenen feindseligen Elementen in ganz Europa entgegentreten, die alles, was nur irgendwo in einem Staate geschieht, als gegen Deutschland gerichtet ausgeben möcksten. Zum Glück für die Welt ist aber Teutsclstand so stark, daß alle Feindseligkeiten an dem deutschen K r a f t b ewu ß t s e i n scheuern müssen, daß also Deutschland seine Rul>e und Würde in Ehren bewahren kann. Die europäischen Unruhestifter werden viellEckst noch erkennen, wie nutzlos es ist, sich das Deutsche Reich zur Zielscheibe aller möglichen Machinationen zu wählen. Es ist ganz vergeblich, Deutschland so hinstellen zu wollen, als ob es immer nur die ganze Welt bedrohen wollte, während unzweifellfaft erwiesen ist, daß Deutschland seit 42 Jahren selbst dort, wo seine Interessen sehr start in Mitleidenschaft gezogen wurden, den Weg des Friedens gewählt hat, so lange es mit der Würde und Ehre nur zu Der einen war. Und gewiß ist auch jetzt, daß die große Ruhe, welche Deutsckland bewahrt, ihren Ursprung nicht in dem Gefühl irgend­einer Besorgnis hat, sondern einzig im Gefühl seiner reellen Kraft, welche jeder au sich zu spüren bekäme, der es wagen würde, vom Spiele mit spitzen Worten zur Tat Über­zug eben. Dgs wissen wir hier in Oesterreich-Ungarn und darum

äuge Weniger auffällig ist der Mangel der Stäbclst-n: mem ße fehlen, der ist im Dunkeln blind, während ein normales Auge s.ch an die Dunkelheit gewöhnt: es bildet sich viel lichlempfind.icher 'Sehpurpur. Auf die verschiedene Ausbildung dieser beiden Seh­vermögen könnte man die seltsamen Uuckrschiede im Schauen und Empfinden zurückführen, die besonders bei Künstlern auffällig s nd. Es gibt viele Menschen, die davon überzeugt und, daß die Welt so ist, wie sie sie sehen, und die gar nicht ahnen, daß diEes wunderbare Etwas, die Umwelt, sich in jedem Kopfe anders spiegelt. * 'O. K.

Hessen auf der Jahrhundertausstellung Breslau 1913.. Gleich den übrigen deutschen Bundessürsten hat and) der Großherzog fein Interesse an der Jahrhundertfeier her Freiheitskriege, die in Breslau vom Mai bis Oktober statt findet, dadurch bekundet, daß er die kostbarsten Schätze aus der Franzosenzeit der Ausstellungsleitung zur Verfügung gestellt hat. Die Sammlungen betreffen teils das Heeresweseu, teils die Ge­schichte des großherzoglichen Hauses. Es komme» u. a. sehr schöne und wertvolle Erinnerungen an Napoleon und prachtvoll gearbeitete Waffen, Geschenke Napoleons an den ersten Groß Herzog Ludwig zur Ausstellung. Ferner eine große Anzahl von Dosen und anderen Gegenständen mit Bildnissen Napoleons

F o r s ch n n g s i u st i t u t f ü r B i o l o g i e. Der Chirurg Uuiversitätsprosessor Dr. Theodor Kocher in Bern machte anläßlich seiner 40 jährigen Tätigkeit als Professor der Chirurgie an der ferner Hochschule dem Kanton Bern eine Schenkung von 200 000 Franken. Alle drei Jahre, erstmals 1915, soll ein Betrag von 3000 Franken aus den Zinsen verwertet werden zur Be- lohuuiig für verdienstvolle Arbeiten oder zur Förderung wmeu- schastlicher Untersuchungen. Der Betrag von 3000 Franken kann dabei im ganzen für einen einzigen Zweck verwendet oder auf zwei verschiedene Zwecke verteilt werden. Die Entscheidung über die Zuteilung soll abwechselnd den vier Hauptsakultäten zukommen. Das Kapital sowie die Zinsen und Zinseszinsen sollen sick>er angelegt werden bis die Höhe einer halben Million Franken erreicht ist. Darnach sollen die Zinsen zum Betrieb eines For­schungsinstituts für Biologie gebraucht werden, d. h. für cm Institut zur Erforschung der Lebensvorgänge im weitesten Sinne des Wortes und zwar in der Weise, daß nichts für Unterrichts­zwecke ober Anstellung verwendet wird, sondern nur die direkte För­derung selbständiger wissenscl)aftlicher Forschungen im Auge be­halten wird.

Ein Kongreß für Aesthetik und allgemeine Kunstwissenschaft in Berlin. In der ersten Hälfte des Oktober wird in der Berliner Universität ein Kongreß für dlesthe tif und allgemeine Kunstwissenschaft tagen, um einen engeren

:ebe der beteiligten Mächte müsse einige Opfer bringen. Dann fuhr er fort:

Die Politik Italiens richtet sich nych diesen Grund- atjen. Vor Ausbruch des italienisch-türkischen Krieges waren iLod) zwei große Probleme für uns offen: das Gleichgewicht i ii der Adria und das Gleichgewicht im Mi11elmeer. Tas Gleichgewicht in der Adria ist eine Frage, weldje dank der innigen Zusammenarbeit zwischen Italien und Oesterreich-Ungarn iriiter Mitwirkung Deutschlands und dem hochherzigen itnb friedlichen Geiste der Gerechtigkeit der anderen Großmächte gelöst worden ist. Sie sind heute in gleicher Weise willens, das gegenwärtige Gleichgewicht im Mittelmeer tatsächlich aufrecht zu cihalten. Der Besitz Libhens löste für Italien das Pro- - b 1cm des nordafrikanischen Gleichgewichts, aber verminderte sicher leicht unser Interesse an der Aufrechterhaltung des allgemeinen lÄleichgewichts im Mittelmeer. Oesterreicl)--Uugarn hat die gleichen Interessen wie wir, was die gegenseitige Freundschaft der beiden - v crbündeten Regierungen verstärkt. Wenn durch die Macht der i Ereignisse und gegen unseren Willen und gegen den unserer Ver- mnbcteit und aller Großmächte früher ober später erhebliche I territoriale Veränderungen im Mittelmeer eintreten sollten, könnte ISt al i en dabei fein m ü ß i g er Zuschauer bleiben, lienbern müßte verlangen, daß seine Stellung als Mittelmeer- Itz-loßmacht von jedermann gebührend berücksichtigt werde. Die

wird in der offiziösenPoli ique" mitgcteilt. In der Note, in der die Annahme der Mediation mit geteilt ward, werde dieRegiernngaufderFestsetzungeinesnahen Termins b e st e h e n. Die Regierung nähme die Media­tion aller Mächte auch zur Bestimmung eines Ortes der Konferenz an. Dieser Entschluß, sagt das Blatt, beweise

Zusammenhang zwischen ästhetischer und kunstwissenschaftlicher Ar- be.t herbeizuführen. Die Verhandlungen, die in dentsck>er Sprache ftatlfiubcu, sollen dazu dienen, die Aesthetiker, die von Philosophie unb Psvckologie ausgeheu, mit den Vertretern der konkreteren Wissensckwften zusaiuiiienzuiühreu und zugleich den Kunstgelehlten die Ergebnisse der neueren philosophischen und pspchologisck>en Aesthetik zu vermitteln. Die Crganifation liegt in den Händen von Pros. Max Dessoir.

Eine A kku INu l a t o r e n - V o l lb a hn. Heber die interessanten praktischen Versuche, die jetzt in New Pork mit der für Kuba bestimmt en neuen AkMmulatorcwEiseubahn vorge- nom'mcu wurden, berichtet dieIllustration". Der aus drei Wagen bestehende Probezug, der mit 4 Motoren unb 1 Akku­mulatorenbatterie ausgerüstet ist, machte seine Probefahrten zwischen New Pork unb Long Beach auf einer Strecke von 40 Kilometer Länge. Die Hinfahrt wurde in 57 Minuten unb d e Rückjahrt in 53 Minuten zurückgelegt. Dabei verbrauchte der Zug für Jeben Kilometer 2,5 Milomatt Strom. Wenn man annimmt, baß das Kilowatt sich aus 4 Psg. stellt, so lommt die Beförderung von 150 Fal/rgästeu über eine Gesamtstrecke von 80 Kilometern auf nur 8 Mark zu stehen, was einen Rekord der Billigkeit im1 Eisen­bahnbetrieb bedeutet.

DerTodeinesbeka unten englische» Rom an-- schriftstellers George Louis Becke wirb aus London ge­meldet. Becke warder Romancier der Südsee", ein vielgelcsener Autor, der mit spannenden und unterhaltenden Geschichten ein großes Publikum ent­zückte. Romantischer aber noch als seine Romane Ivar sein Leben. Er wurde 1848 in Port Macquarie in Neu-Südwales als Sohn eines kleinen Beamten geboren; mit 13 Jahren mußte er sich bereits in San Franzisko sein Brot verdienen, aber nach 2 Jahren wendete er sich nach den Südsee-Juselu, wo er 23 Jahre lang als Händler und Schifssaufseher gelebt hat. Dazwischen hat er noch eine Reihe anderer Berufe ausgesüllt; er war Grobschmied, Maschinenführer in einem Goldbcrgwerk von Queensland, ver­suchte auch selbst^sein Glück als Goldsucher. Daun erwarb er sein Brot in der Südsee als Haifischfäuger-und vermittelte schließ­lich den Austausch der schivarzeu Arbcilm zwisck>eu den Salomo- Inseln und Samoa. Um diese Zeit entdeckte er seine schrift­stellerische Begabung, wurde Herausgeber des Sydnev Bulletin und begann seine Romane zu schreiben, die viel Erfolg batten. Seine Phantasie war mit aufregenden Abenteuern aus seinen jahrelangen Erlebnissen erfüllt; so hatte er selbst einmal Schiff­bruch gelitten und war auf wundersame Weise gerettet worden, hatte länger als ein Jahr auf dieser oder jener der Südsce-Jusclu gelebt, ohne einen Weißen zu sehen. Die Fülle und der Reiz dieser Erlebnisse boten das Beste an seinen Geschichte», denen es nie an stofslick-er Lebendigkeit und Ansd-arckichkeit mangelte.

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Gar mancher besitzt etwas, worum ihn ein anderer beneidet rr Selber aber weiß nichts von die,em Besttz oder zum mindeiten würdigt er ihn nicht. Wer weiß, daß der Meusd) außer den Auge», die die hellen Farben des Tages wahrnetMen, ein Dammerungs Mge besi'ck, das erst mit Sonnenuntergang erwackü? Die mikro s'lopische Untersuchung hat gezeigt, daß die Obcrsladie- der Netzhaut des Auges aus zweierlei Gebilde» bestel-t. Ma» li»tcrfd)eibct dünne schlanke Stäbchen neben dickeren, kenlenförnngen Zapfen. Die Stäbchen tragen auf ihren Spitze», den sogenannte» Außen- gliedern, de» Schpurpur, doch.nur dann, wenn kein Lichtz oder mir ganz sck,waches ins Auge lallt. Im Helle» Lrch blercht der Lehpurpur aus und wird im Dunkel» wieder uachgebildetz Tas stelle Licht des Tages nehmen wir mit'den Zapfen wahr Sw be­achten dem Gehirn von de» iverßen und -arbigen^ Lidststrahlen die durch die Linse zu ihnen gelangen,idoch '.nd |tc nur für starkes Sicht empsindlid'. Mit Eintritt der Dämmerung madx» fie Feierabend, den Nachtdienst übernehmen die Stäbcheni ng: ben dtürpurköpfe», die viel lid;temp,inö11d)er |tnb, aber keine Farben s.abrncbnicn. Nachts sind bekaunlltch alle KaMt grau, weck die CStäbcbcu von den Farbe» ferne Nolrz pehmen., T^r ur 11

vergleichbar der lichtempsindlidien Schicht Photographncher Plat v:n, aber während diese dauernde Eindrücke enrpfangen werden tiic Stäbchenbilder bu rd) ueugebilbetcn Sehpurpur sofort nn cd er .msgelöscht. Tie photographiichen Platten >md am einpfiiidlichtzen ir TMnp- linh violettes Lickt, ganz eben|o die Stäbchen. Tie t'wS »ÄS Ä durch

i Sonnenstrahlen streifen schräg über bie 2B eien, ug bu Äctbcn 1 Bäume am Wegrand werfen lange Schalten. Tort iwrrt !HUbd/Cn das abgemähte Gras suiammen. y

Hod und eine blaue Bluse. Tas Rot lacht 1 ' cht, daß das Bjau dagegen matt erscheint . . :| t( t

neige Sonnenscheibe bereits den Honz-ont, Tnnmlchcler: Nattern nor ihrem Angesicht, die Dämmerung. p« sich am westlichen Fimmel empor und wandert geniesten derSonne nach. -

'Tioinbenbcn Licht dunkelt auch das Rot des Bockes, dasiBlau oird aber immer Heller. Die Sonne istsverschwunbe», der. Mend- ern leuchtet am Himmel, jetzt im Halbduuke sieht der Rock des Nadcheus samtsck)warz Mls, das Blau aber lerlchtet f I b

das weiße Kopftuch. Alle Farben pnd. ve blüftt, bic Weit scheint wie mit perlgrauer. Tickcke gemaltdenn oas i-ammerungsauge hat seinen Dienst augclreten. dic Zapf

Es gibt Menschen, denen die Zapfe» fehlem Das und d.e wllstänbig 5arbenb(inben; sie sehen nur mit dem -ammerungS

gegenwärtige Lage ii» Becken des Mittclrncercs tut unsreren poli tischen und wirtschaitlichen Interessen Genüge und wir wünschen lebhaft, ebenfo wie die übrigen Großmächte, daß sie aufrcdit er­halten bleibt. Auf dieser Grundlage meröen unsere nachbarlichen Beziehungen zu Fraukreid) und England in Afrika weiterhin von dem billigen unb freundschaftlichen Geist der bestehenden Ab­kommen getragen. Wir werden wahrscheinlich entsprechende Ab­kommen auch mit Spanien abschließen, »»eil beide Nationen wünschen, ihre herzlichen, freundlichen Beziehungen immer mehr zu stärken. Die territoriale Integrität der asia - tischen Türkei ist von allen Mächten als ein sehr w e s e n t- l i d) e r Faktor für das gegenwärtige Gleichgewicht unb a l s wirksame Garantie für ben europäischen Frieden anerkannt worden. Wir hegen das Vertrauen, daß HUU|CVCIl1 uu ,

die Türkei, wenn sie nicht wehr zur.Verteioigung ihrer europäiichen b Srßin^t Rumäniens, seine Bcmühmigcm mit jenen Groß- Provinzen verpflichtet ist, welche )ic durch die Natur der Dinge r :

selbst in beständiger Gefahr wußte, unter ruhigen und sicheren Bedingungen wirb ihren asiatisdien Besitz festigen können, unb wir haben ferner das Vertrauen, baß sie in ber wirtschaftlichen Tätigkeit Italiens einen Faktor ber Entwicklung uno des Fort schrikts erblicken wird, welcher ihr kein Mißtrauen cinflößeu kann und feinen Verdacht, daß wir zu ihrem Schaden territoriale Ab­sichten hegten. Wenn bie Türkei, wie wir anzunchnrcii Grund haben, uns gegenüber in lopaler Weise ben Vertrag von Lausanne erfüllt, und wenii sie unserem Hanbel unb Kapital, und unteren . ,. .

Laubsleuten gegenüber eine Politik einnimmt, bie von ihren antworten. Tie Regierung brachte ben Vertretern Der ^ayre ivahrcn Interessen cingcgcbcn ist, so findet sie i» Italien einen zur Kenntnis, daß sie dem türkischen vh jdilufie, al5 neutrale

~ Inzwischen versucht Italien und wird cs Zone Karagatick; für bie fremden Kolonien von ckbriauopel zu

" B ewcise fdiaifen, nicht z u st i m nt c n könne und in btejer Frage nach

wie vor an ber von der Pforte selbst vvrgeschlageneu ilNprüng- lidicn Lösung scsthalte, nach der die Fremden die Bewilligung- erhalten sollten, die türkischen Linien zu verlasten. Diese Losuilg sei übrigens mensdilicher, da sie alle Gefahren ausschließe, die aus Epidemien, Hungersnot und de» llnbüben der Jahreszeit

!kr. 46 Erstes Blatt 163. Jahrgang Montag, 24. Zebrnar 1913

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