Ausgabe 
24.10.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Seilen

25 300 für die Nationalliberalen von rund 4800, für die Fort-- Mittler von rund 9200 Stimmsn, ein Verlust für bie toniciv vativcn Gruppen von rund 1000, für die Sozialdemotraien von rund 12 200 Stimmen. Am auffälligsten ist zweifellos der Ruck- gang der Sozialdemokratie, und nnr ,ehen dann neben der Stärkung des Zentrums das hervorstechendste Moment de-^ Wablausfalls. TerVorwärts" ist denn auch ganz befturzt: das Blatt rechnet mit einem Verlust von insgesamt fünf ÄtandateN und gestelst angesichts des gewaltigen Stimmenruckgangs offen zu, daß die Sozialdemokratie eine schwere S chl a pPc erlitten l>at. Man wird nicht fehl gehen, wenn man hierin an Symptom dev Abflauens sielst, das der Partei schon rn Jena so schweres Kopf- zerbrechen bereitet hat.

Wendigkeit unb den zeitweise gewaltigen Vorteil des Drei­bundes heute klarer erkennt und bejaht, als dies früher der Fall war. In seiner offenen, jeder konventionellen Ver- schleierung fremden Art und Weife hat der Erzherzogthron- solger diese seine Erkenntnis auch deutlich ausgesprochen. Er wird es auch in Konopifcht wieder tun, und die inter-t nationale Politik wird aus dieser Begegnung nur wieder Vorteile ziehen.

Wildpark, 23. Oft. Der Kaiser begab sich heute früh 8,55 Uhr von der Station Wildpark nach dem Jagdschloß Kono- pischt in Oesterreich. .. , .

Schloß Konopifcht, 23. Oft. Der deutsche Kaiser traf um 5 40 Uhr in Ben eschen ein, wo er von dem Erzherzog Franz Ferdinand und der .Herzogin von Hohenberg begrüßt wurde. Im Automobil wurde darauf die Fahrt nach dem schloß Koiio-- pischt angetretcn, wo dem Mtiycr die Gkiftc des Erzherzogs vor­gestellt wurdcii. In den Zimmern des .Kaisers mürbe, der Tee eingenommen. Um 8 Uhr abends fand im großen »Lpeifesaal de» Schlosses ein Diner zu 26 Gedecken Mt. Danach kon^rtiertc während Les Cerces im Rittersaale die Martnekckpelle aus Pota.

Zentrum......

Konservative, Bund der Landwirte, Mittelstands- parteien, NcichSpalei .

N a t i o n a l l i b e r n ( c, Freisinnige, Demokraten, Nationalsoziale . . .

Sozialdemokraten . . .

Tageskalender aus dem Jahre 1813.

24. Oktober. Siegesdankfest in Berlin.

Der russische General T s ch e r n i t s ch e f f nimmt das von den Franzosen besetzte Gotha ein.

politische Tagesschau.

Die Geschichte des Parlamentarismus in Baden wird durch folgende Ausführungen derKöln. Ztg." bc- ICUd?8iläur Verfassungsän^kung im Jahre 1905 war die Natio- Nalliberale Partei in der badischen Zweiten Kammer die. stärkste Fraktion. Hatte sie int Jahre 1870 von 63 Sitzen 55 inne, so besaß sie im 'Jahre 1887 nach einigen Vorübergehenden Schwä­chungen immer noch 52 Plätze. Damals begann allerdings die Zentrumspartei unter der Leitung von Wacker ihren.Aufstieg, und sie erreichte es, daß sie im Jahve 1903 fast ebensoviel Mttrh bäte besaß, wie die bis bahin herrschenbe nationalliberale, bast nämlich bas Zentrum mit 23 Sitzen nur noch um zwei Abgeordnete schwächer war als die Nationalliberalen. Das Jähr 190.3 brachte für Baden ein n e u es W a hl r e ch t, es ist dem RciclMagswahl- recht angenähert, ist gleich, geheim und direkt. Xie Einführung dieses neuen Wahlverfahrens förderte das Zentrum weiter und trieb die Liberalen in die Verteidigung. Bei den ersten Wahlen unter dem neuen Wahlrecht gingen die Liberalen von 25 auf 23 zurück, während sich das Zentrum 28 Mandate sicherte Da die Partei damals auch schon Konservative und Bündler als ihres­gleichen unterstützte, so gewann die Rechte damals 32 Sitze, war also auch damals nicht weit von der Mehrheitsgrenze. Die Sozial­demokratie hatte den größten Gewinn, sie verdoppelte ihre Man­datszahl von 6 auf 12. Bäi der zweiten Wähl nach dem neuem Wahlrecht int Jahre 1909, die ebenfalls unter dem Zeichen des Großblocks vor sich ging, mußten die Liberalen die Zeche bezahlen und von 23 auf 17 Mandate zurückgehen. Auch das Zentrum verlor damals einige Plätze, während der ganze Verlust der bürgerlichen Parteien der Sozialdemokratie zugute kam, die die Zahl ihrer Abgeordneten damals von 12 auf 20 steigern konnte. Tie gesamte Linke des badischen Landtags, die damit, zum guten Teil auf die Sozialdemokratie gestellt war, verfügte also im letzten Landtag über 44 Sitze, während die Parteien der Rechte deren 29 besaßen.

lieber die StimmenzaU der Parteien mag nachfolgende Zu­sammenstellung informieren, wobei die Ergebnisse der beiden letzten Wahlen 1905 und 1909 ebenfalls mit ausgeführt sind:

Eine Reichrtagserscitzwahl.

N e u m a r k t (Oberpfalz), 23. Oft. Bei der Reichstagsersatz- wahl für den verstorbenen Abgeordneten Kohl (Zentrum) erhielt Lederer Zentrum 11649, Dollinger (Liberal) ^und der Bauernbund 1000 Stimmen, Trümmer! (Soz.) 527 ^stimmen..

Der Ausstand in Mexiko.

Mexiko, 23. Oft. Die Aufstii irdischen töteten gestern die gesamte Einwohnerschaft des Dorfes Cherenatzicurm im Staate Michican, etwa 5 0 P e r f o n e n, bie die Kirche gegen Plünderung verteidigten, vis die Munition erschöpft war. Andere Auf stand ti che zogen nach einer Meldung des Leutnants Jose Bracemontes zwei Soldaten, die einzigen Ueberlebenden der Seinen Garnston tn der Nähe von Cameron, südlich Nuevo Laredo, die Haut von^den <zust- sohlen und zwangen sie mehrere Meilen zu marfchreren. Lie chebett ihnen schließlich die Köpfe ab, weil sie sich weigerten, den ^>istur- gentenführer Earranza hoch leben zu lassen.

Vera Cruz, 23. Oft. Felix Diaz befindet sich noch frier. Die Mehrzahl seiner Anhänger begab sich nach der .vauptltabt. In Verbindung mit seiner Ankunft wurden 17 Personen verhaftet, darunter vier Offiziere seines Stabes.

Man kann wohl sagen, diese Entwicklung ist das Werk des österreichischen Tl)roufolgers, der unter Benutzung und Förderung Hötzendorffscher Entwürfe ein vorgestecktes Ziel verfolgt, der Soldatenkaiser seiner Länder zu werden und -so mit der Zeit eine neue bessere Zusammenschweißung der vielfältigen Volksteile der Donaumonarchie zu erreichen. Tatsächlich 'kann der Thronfolger dem Deutschen Kaiser jetzt ein persönliches Unterpfand dieser Bestrebungen über­reichen: Die Beschlüsse der Regierungen Oesterreichs und Ungarns über die Erhöhung des Rekrutenkontingents, die mit jährlicher Steigerung für den Zeitraum von 3 bis 5 Jahren in Aussicht steht und wobei, die Militärverwaltung bis an die äußerste Grenze desjenigen gegangen ist, was bei den dermaligen außenpolitischen Verhältnissen im Inter­esse der Sicherheit der Monarchie noch üerantmortef werden kann. Diese Beschlüsse, die demnächst als Gesetzesvorlagen eingebracht werden, erstrecken sich auf das Heer, auf die Kriegsmarine und auf die beiden Landwehren. Und es ist gewiß sehr interessant, zu erfahren, daß man in gewissen Reformen und Richtlinien dabei den persönlichen R a t und die Anregung des Deutschen Kaisers befolgt hat, so z. B. die Verlegung der Rechnungsperiode im nächstjährigen Marinebudget Oesterreich-Ungarns auf die Termine 1. Juli bis 30. Juni, ein Modus, der in vielen Marinen beobachtet wird und den häufigen Verschiebungen der Tepegations- Zessionen besser Rechnung trägt.

Um solche Tinge drehen sich tatsächlich immer und ein» «ehend die Gespräche Wilhelms II. mit dem österreichischen Thronfolger, und man hat daraus geschlossen,,daß Franz Ferdinand in militärischen Angelegenheiten überhaupt nichts mehr zu unternehmen geneigt sei, ohne vorher den Rat seines kaiserlichen Freundes eingeholt zu haben. Den häufigen persönlichen Zusammenkünften ist es zu danken, daß der österreichische Thronfolger nicht nur dem Hohen- zollernhause näher gerückt ist, sondern daß er auch die Not-

Die braunschweigische Thronfolge.

D e r b r a u n s ch w e i g i s ch c L a n d t a g ist aus den 27. Ok­tober zu einer außcrordentlichenSessiou einberufen wor­den. Die Stadtverordnetenversammlung in B rau n i änv ei g bc- willigte mit allen gegen die Stiistmen der c-oozialdcrnokraten 2o iw Mark zur Ausschmückung der Stadt bei dem Einzuge des Dorzogs- paarcs. Ein sozialdemokrattsches Mitglied verlas namens der Par­tei eine Protesterklärung.

Berlin, 23. Ott. Zur Beratung des preußischen An­trags zur Regelung der braunschweigischen Thronfolgefrage wer­den die Bundesratsausschüsfe für Verfa^sungs- und J ustiz wesen am nächsten Montag vormittag Stellung nehmen. Am Mittag desselben Tages findet eine Vollsttzung des Bundesrats statt, in der eine endgültige Schlußfassung ftattfinben dürfte. '

finden möchten, bestätigt jetzt Dr. Arthur Chitz m der Monats­schrift .Deutsche Arbeit". Er hat dort tatiächlich vcrfchiebene Mannslriptblätter Beethovens, darunter allerhanb Entwürfe und eine vollständige Komposittion für Cembalo und Mandoline aus- gesunden und über diese Entdeckungen berichtet er in einem Aussatze unter dem TitelBeethovens Prager Aufenthalt im Jahre 1796". Als Beilage zu der genannten Zeitschrift veröffentlicht er überdies einen Satz der Komposition, ein Allegro in C-dur. Der erste Satz der Komposition, ein Adagio in Es-dur im 6/« Takte, 113 Takte lang, deckt sich fast völlig mit einem Manuskripte in der König­lichen Bibliothek in Berlin, das schon veröffentlicht worben ut; bie anderen Sätze aber sind neu, und außerdem ift das neu ent­deckte Manuskript das Widmungsexemplar, das säuberlich ge­schrieben ist und die Widmung trägt:Pour la belle Josepha par L v. ,B " Die Widmung galt der Komtesse Josephine Clarv, der nachmaligen Gräfin Clam-Gallas, aus deren Besitz sich das Manu­skript auf den jetzigen Grafen Franz Clam-Gallas vererbt hat.

Eine neue Girardi-Operette. Aus Wien wird uns geschrieben: Im Jo Hann-Strauß-Theater begann Alexander Girardi sein diesjähriges Saisongastspiel in der OperetteDe r arme Millionär" von Julius Bauer, Musik von Paul Ottenheimer. Von allen Librettiften ist Julius Bauer noch der einzige, der den vornehmen Stil der alten Wiener Operette hat. Er war seinerzeit ein langjähriger Mitarbeiter von Karl Millöcker so ftammen z. B. die Text­bücher vonDer arme Jonathan" undDie sieben Schwaben" von ihm und hat sich auch heute noch nicht in den jetzt all­gemein unter dem TitelOperette" segelnden getanzten Blöd­sinn verloren. Auch sein neuestes Buch zeigt Geschmack, eine hübsch erfundene, gut aufgebaute und geschickt gesteigerte Handlung mit flott gezeichneten Figuren und eine Unmenge echt Bauerscher Bonmots und Wortwitze, die auf geistreiche Art Humor in die Sache tragen. Der arme Millionär ist ein reich geworbener Bier­brauer, der sich in seinen alten Tagen amüsieren will, viel Geld dabei hinauswirft unb barunt von seinem Sohn unter Kuratel ge­stellt wirb. Schließlich verliert der Sohn bas ganze Vermögen in verunglückien Spekulationen, der Vater ist auch ruiniert. Der

Aus Hessen,

Jmvierten AusschußderZweiten Kammer wuvde am Donnerstag der vom Abg. U e b c l-Dieburg erstattete Ausschußbericht über die Vorstellung der Elektrischen Spezialfabri­ken in betreff der Gründung von elekttischen II eberlandzen­tral en verlesen und genehmigt. Der Ausschuß hat, tote schon früher erwähnt, beschlossen, der Vorstellung keine Folge zu geben, aber dem Kammervlenum die Annahme einer Entschließung zu empfehlen, worin in der Frage der elektrischen Versorgung bie Bildung von Zweckverbänben auf I omni analer Grunblage (int Gegensatz zu Privatgrünbungen) als bie geeignete Form ber Gesellschaftsbildung bezeichnet unb bie Regierung ersucht wirb, in diesem Sinne bei ber Grünbung von Ueberlanbzentralen einzu- wirken. In Bezug auf bie Vorstellung bes Bürgermeisters Hille zu B ü r stabt wegen ber bortigeil Gemeindeapotheke verhandelte ber Ausschuß noch einmal mit zwei Regierungsver­tretern Es würbe ein Antrag angenommen, worin bie Kammer ersucht wird, auszusprechen, baß bie Regierung bei Vergebung der Konzession einer Privatapotheke in Bürstadt unzweckmäßig gehandelt habe.

Fraktionssitzungen.

rb. Darmstadt, 23. Oft. Tie Fra'k ion ber Fortschritt­lichen Volkspartei der Zweiten Kammer hielt heute Nach­mittag unter Vorsitz des Abg. Reh eine längere Frattionsfitzung ab, in welcher neben der Besoldungsoorlage auch der bekannte nenben Zauber seiner liebenswürdigen, schlichten Persönlichkeit, mit feiner einfachen, großen, fr i von allen Aeußerlichkciten zu starken Wirkungen tommenben Charakterisicrungstunst, unb schon diese Leistung allein müßte der Operette eine langdauernde Zugkraft geben. Die Musik Otten Heimers ist gefällig, unaufdringlich, zeigt, wie schon vor zwei Jahren dieHeimliche Liebe", ein Verwiegen der geraden Taktarten und des Volksliedmäßkgen, ist routiniert unb geschmackvoll zusammengestellt, ohne gerade besonders originell zu sein. Dr, Jl.B.

* Das höchste Gebäude der Welt. Aus New 9)orf wird berichtet: Nachdem erst kürzlich der Wolken- ivatzer des Woolworth-Gebäudes in New York einen neuen Rekord des Wollenkratzerbaues erobert hat, rüstet sich die amerikanische Architektur bereits zu einer neuen Riesen- leistung. Tie Pläne für das Pan-American-Ge- bände, das voraussichtlich in der Nähe des neuen New Porter Zentralbahnhofes erstehen wird, sind bereits ab­geschlossen, und der größte Teil des erforderlichen Kapitals soll von den interessierten Jndustriegruppen, die auf eine Entwicklung des Handelsverkehrs mit dem südlichen Ame­rika Wert legen, gezeichnet fein. Der neue Wolkenkratzer wird in seinen Gej'amtumrissen eine riesenhafte Vergröße­rung einesaltspanischen Turmes" bilden, d. h. daß über dem 33 Stockwerke hohen Hauptbau ein reichgegliederter Abschluß aus Türmen sich erheben wird, der die prunk­vollen Formen des südlichen Barocks crufweist und an den im lateinischen Amerika so vielfach bevorzugtenJesuiten­stil" antlingt. Nach den Plänen, die von dem Architekten Kimball stammen, wird dieses neue Riesengebäude eine Höhe von 901 Fuß erreichen; als Vergleich mögen die Höhenmaße der drei höchsten Bauwerke New Ports genannt sein: das Woolworth-Gebäude 750, das Metropolitan- Lebensversicherungsgebäude 700 und das Singer-Gebäude 612 Fuß. Die Kosten des neuen Pan-American-Wolken- kratzers werden auf rund 50 Millionen Mark geschätzt.

Aonopischter Zagdgespräche.

Nachdrücklicher als je verkünden offiziöse Preßsignale, daß der diesjährigen Jagdbegegnung Kaiser Wilhelms mit dem Erzberzogthronsolger Franz Ferdinand eine hohe poli­tische Bedeutung innewohne, wobei allzu leicht der Anschein erweckt wird, als werde in Konopischt von verantwortlichen Staatslenkern das Geschick der beiden Völker und Europas 'für die nächste Zukunft beschlossen inib genehmigt. Dem ist natürlich nicht so.

Der österreichische Thronfolger interessiert sich bekannt­lich seit langem für die großen Organisationspläne in der Armee Oesterreich-Ungarns, Pläne, die militärischerseits im Deutschen Reiche lebhaft begrüßt werden und an denen der Kaiser selbst den lebhaftesten persönlichen Anteil nimmt. Um was es sich handelt, sieht niemand besser als ein Dritter, der diese Entwicklung mit viel Eifersucht und wenig Sym­pathie verfolgt. 'Die stets wachsameNowoje Wremja" schrieb vor mehreren Wochen:

Die österreichische Armee ist während des letzten Winters eine andere geworden; davon abgesehen, daß in bie Kabcr alle Reser- Pisten eingestellt tourben, hat sie ihre Artillerie unb Maschineiv- getoebre vermehrt. Unb bas Wichtigste bleibt: sie hat in bet Praxis ihre Mobilmachung unb ihre Mobilisierungsbestände einer Prüfung unterzogen. In militärischen Kreisen Deutschlands ver­hehlt man sich nicht, daß die österreichische Armee vom September letzten Jahres und die jetzige zwei ganz verschiedene Größen sind."

liuitfi, Wissenschaft und Leben.

__ Berliner Theaterbrief.Die heitere Residenz". . fitere Residenz" ist du Titel der breiartigen Komödie von eora Engel, bie am Dienstag abenb im De u t f ch e u S ch auspielh a us eine beifällige Aufnahme fand In den idyllischen Frieben eines beutschen Großherzogtums, das aber in feinen ganzen Lebensformen an cm Duobezlandchen bes hec- lwen römischen Reiches erinnert, fck.lagt mit Getoie eine litera­rische KK ein,«die mit unleugbarem von den Betroffenen besonders empfundenem Realismus perfchiedene PersonlEetten d?s Fürstenhauses, ja die allerhöchste Per.on felblt unb bie .icklechte (V-bc be- Erbprinzenpaares an den Pranger stellt. Der gefährliche Revolutionär, der alle Gemüter fo grauiam aufichreckt, ist aber nienianb anders als bie Tochter des Polizeipräsidenten, bie zur Seberin der beiden jungen Prinzessinnen auserfehm ist, und mit Sm W verfolgt sie, so seit,am das auch erfchemen mag ehtnÄgWn3W: Sie will den allwöchentlich in., wolr

Mimon" nach Berlin zum nächtlichen Bummel Zahreu- KZ n und seine von ihm vernachlässigte Gattin, c.nc tL-n hifante wie naiv-sentimentale Balkanprinzemn, mit knande^ mrsöl nen Und da nun einmal die Wege eines Lust- CH .tsmupr^ möaen sie auch für das profane Auge noch w dunkel fpetbidjterä, mögen ii aw, i « geHngt >am 54,(u6 bteä fein, iOK Sl . die iierjcu des hohen 'Caarcä

3MbfAM, in dem sie

ES aGse« S8Ä-6» s s

tu. ^5ie hu», . neben seiner beiannten MarkeVolks- S eine gewisse Pikanterie nicht. So bat er Ä-aterstiick geschnssen, das es wobt wenn es, SFe M ber ©rftauffitU-nng, durch eine gute Daritellung un ev- . s^ht wird ,u eL hübschen Erfolg bringen kann. Dr. P. L.

ff Eine unbekannte Beethoven-Komp o si t i o n. Die Vermutung des Beethovenbiographen Thayer, daß sich im Besitze ^Familie Clam-Gallas noch Beethovenmanufkripte be-

aber findet Trost unb Stütze an seiner natürlichen Tochter, er­öffnet einen Brauhausgarten in München und beginnt ein neues _ arbeitsreiches, aber auch freudenvolles Leben. Girardi spielt hier i zwei Rollen, den Pater unb den Sohn, mit dem herzgewin-1

m. 250 Erstes Blatt 163. Jahrgang zreitag, 24. Oktober 1915

MM General-Anzeiger für Oberhessen WW

bis v°°EiaA's"ührs Rotationsdruck uni» Verla? »ervrühl'schcn Univ.-Vuch- und Steindruckerei li. Lange, kiedaition, Lrpedition und Druckerei: Schulftratze 7. Anj°igc>ucisi H. Bcck.

1905

1909

"1913

Stimmen« zahl

vorn

Hundert |

Stimmen­zahl

II

'S#

Stimmen» zahl

vom Hundert

125 453

42,3

90 840

29,6

116153

34,7

11 968

6,04

31 273

10,2

30 342

9,1

89 393

30,1

75 184

24,5

79 994

23,9

16 536

5,5

21 060

6,8

30 301

9,1

50 431

17,0

86 835

28,3

74 638

22,3