Ausgabe 
22.11.1913 Erstes Blatt
 
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5* Marburg, 21. Nov. Vermiss wird seit einigen Tagen etn hier wohnender verheirateter Hausdiener. Einwohner au5 ,Iw^en Dorfe Wehrda wollen den Mann am großen Bettag gesehen haben, als er unterhalb des Weihen Steins in die hoch- angeftbrootlenc Lahn sprang

G Wiesbaden, 21. Nov. Bei der heute stattgefunde­nen Wahi der S t a d t v e r o r d n e t c n in der I. Klasse wur­den die bürgerlichen Kandidaten, Rentner Dr. Karl T y ck e r - ho f f (nationalliberal) Rentner Alfred E sch (wildliberal). Geheimer Regierungsrat Professor Dr. Heinrich Frese - n i u s (nationalliberal), Hotelbesitzer, Kommerzienrat Hein­rich Häffner (natwnalliberal) und Kommerzienrat Fr. Söhnlein - P a b st (konservativ) gewählt.

Sport,

Gießener Ruderklub£) a f f i ae 1 906. Tie in diesem Jabre vom Ruderklub ,Hnfsia^ errungenen 13 Preise sind im Schaufenster des Herrn Louis Reis, Mäusburg, aus- gestellt worden. Es ift das erste Mal, daß ein Gießener Verein eine so große Anzahl Preise in einer Saison erringe» konnte. Durch dieie Leistung ist der Gießener Ruderklubfbaffia4 an die drittbeste Stelle der erfolgreichen Ruderoereine dieses Jahres geviieft, unb zwar steht an erster Stelle der Mainzer Rudervere n nut 39 Preisen, dannWicking Berlin^ mit 23 Preisen undKölner Klub für Wassersvort' und Ruderklub£>affiaN mit je 13 Preisen. Der RuderklubHassiaE hat bei seiner Vorstands-Neuwahl ivicbcr d>e geeigneten Leute, für die weitere Förderung des volkstümlichen Rudersportes gewälilt.

Der Roman einer gräflichen Hnsette.

z?| Berlin, 21. Nov.

Uitter den Zeugen des dritten Berhandlungstages in dem Prozeß gegen die Gräfin Fischler von Treuberg wegen Betrugs, betrügenden Schuldenmachens usw. befindet sich äucft der bekannte Gras Königsmarck unb eine Frau Landstallmeister Just. ~ Tie Prinzessin zu Dsenb'urg, die gleichfalls als Zeugin geladen war, ist nicht erschienen, weshalb der Verteidiger 1 RecsstSanwalt Dahn bereit Vorführung beantragt, da er ohne die Prinzessin nicht auskommen könne.

Der Heiratsvermittler Moses Katz aus Hamburg bekundet, daß alles ordnungsmäßig erledkgt worben sei und es treffe weder ihn noch die Gräfin eine Schuld, wemt der MegierungSbaumeister keine Frau bekommen hätte. Der nächste Zeuge Museums­direktor v. Ostcrmann (Darmstadt) bekundet, daß er auf Vcran- lassung des Zeugen Katz mit dcst Gräfin Treuberg in einer Heirats- angclcgcnb.'it in Frankfurt a. M. zusammengetroffeir sei. Die Gräfin habe ihm die Prinzessin Psenburg vorgestellt unb die beiden ober bie Prinzessin allein hätten ihm bestimmte Partie,; vorgesckstagen: ihm sei aber die Angelegenheit sehr unaitgenehm geworben und er habe deshalb die Verbindung von selbst abge­brochen.

Hierauf kommt der Fall des Oberleutnants Rüdel zur Be- ftnedntng. Tie Angeklagte bittet um Ausschluß der Deffcnt- . lichkeit. Das Gericht beschließt demgemäß, auf Anregung des Beisitzers Landrichters Dr. Kriener wird jedoch den Vertretern der Presse gestattet, int Saale zu verbleiben.

Hieraus wird der frühere Oberleutnant und jetzige Ingenieur v. Rüdel als Zeuge aufgerufen. Er erklärt, Jahre lang mit der Angeklagten verkehrt zu haben; er habe auch Geld von ihr er­halten, sie habe auch, ivcim sie miteinander ausgcgangcu seien, für ibn bezahlt, aber auch er für sie. Gr sagt, er habe viel bei der Angeklagten gelebt.es fei ihm das aber peinlich gewesen und er habe deshalb schließlich abbrechen wollen. Der erwähnte notarielle Vertragt feiJ §lhm schließlich für 5000 Mark ausgehändigt worden. Der Zeuge kann sich nicht erinnern, Provisionen für Darlehensvermittlung er halfen zu .haben, auf Vorhalt des Vert. Bahn gib# er 'aber an, daß er nach dem Diktat der Angeklagten Briefe an Darlehensfuchcr geschrieben habe, ob er dafür etwas bekommen habe, könne er nicht jagen.

Vert. R.-A. Bahn beantragt die Verlesung eines Pakets von Liebesbriefen, die der Zeuge v. Rüdel an die Angeklagte geschrieben bat. Die. Liebesbriefe würden ergeben, daß der Zeuge tatsächlich in die Angeklagte verliebt gewesen ist und ferner, daß feine jetzige Angabe, er habe die Liebesbriefe nur unter einem gewissen Druck geschrieben und feine Gefühle seien nicht echt gewesen, nicht den Tatsachen entsprächen. Der Oberstaatsanwalt hat gegen die Ver­lesung nichts einzuwenden, da, wie er meint, die Briefe nur ein gutes Licht auf den Zeugen werfen könnten, welcher sie aus sehr iidealen Motiven heraus geschrieben.hätte. Es werden daraus einige dieser Briese verlesen.

Sodann wirb bet gestern geladene Graf Königsmarck hI5 Zeuge aufgerufen. Er bekundet, daß er in die Angeklagte sehr verliebt gemefen wäre, er habe auch die ehrliche Absicht'gehabt, sie zu heiraten. Die Angeklagte habe ihm erzählt, Rüdel schulde ihr 7000 Mark. Ms er dem Rüdel dies vorgehalten habe, habe dieser die Schuld glatt anerTaimt. Von Erpressung könne gar feine Rede sein. Der Zeuge v. Rüdel habe geradezu von der Angeklagten gelebt; er hätte mit ihr Reisen auf deren Kosten unternommen, in Monte ^arlo hätten sie zusammengelebt wie Eheleute Der Zeuge roirtT hierauf auf Antrag de? Vert. R.-A. Bahn und nach Widerspruch tnirrf) die Staatsanwaltschaft vereidigt.

Hieraus wird die Oessentlichfeit wieder hergestellt.

Ein früheres Dienstmädchen der .Angeklagten bekundet als Zeugin, daß Rüdel ständig bei der Angeklagten gegessen hätte Haushalttingsgeld falbe ihr aber nur die Angeklagte gegeben.

Die Verhandlung wird sodann auf morgen vertagt'

Lnftschisfahrt.

StraßburgDarmstadt Berlin.

Darmstadt, 21. Nov. Major Siegert, Kommandant der westlichen Fliegerftattonen, traf gestern abend von Straßburg kommend mit einem Detachement von drei Flugzeugen aus dem Luftwege hier ein und übernachtete auf dem Darmstädter Flugplatz Heute früh find die drei Flugzeuge in dejr Richtung nach Berlin weitergeflogen. Eines der Flugzeuge hatte sich im Nebel verirrt unb mußte bei Gr.-Zimmcr n zwecks Orientierung niebergefan Dabei würbe ber Apparat leicht beschäbigt, boch soll der Flug heute abend noch fortgesetzt werden.

*

Berlin, 21. Nov. (Priv -Tel.) Major Siegert, Kom­mandeur deS Fliegerbataillons Nr. 4 traf aus einem vom Leutnant Geher gesteuerten Aviatik-Doppeldecker von Darmstadt kom­mend in großer Höhe hier ein und landete glatt. Der herrschende Südweststurm ermöglichte es, die 600 Kilometer lange Strecke in 4 Stunden 22 Minuten zurückzulegen.

I s s i) les M o u l i n c a u r , 21. Nov. Ter Flieger E h a n - telonp führte mit einem Tovpeldecker drei Slnrzflüae hintereinander ans. Er flieg bis zu einer Höbe von 860 Met-r nut, flieg dann mit dem Kop' abwärts nieder und richtete das Jlvgzeuc, erst in nige Meter über dem Erdboden auf

Vermischter.

Aus der Donau unter gegangen. Aus München wird gemeldet: Auf der Donau stieß tu der Nähe von Wilhering (Oberösterreich) eine mit 6 Personen und 26 Rindern besetzte Fähre mit dem DampferMars" nn Nebel zusammen und ging unter. Der Fichven- fuhrer, ein Biehkuecht und die meisten Rinder find er­trunken.

* EinKrieasschi ffgestrandet. Der italienische Pan­zerkreuzerSan Giorgio" ist bei der Ausfahrt aus der Straße von Messina nach Neapel an der Küße von Santa Aaada bei Messina auf Grund geraten. Die in dxr Nähe befind lachen Kriegsschiffe finb zur Hilfe herbeigerufen worden. Das Schift gilt nicht als gefährdet.

Zu den Studcntenunruhen in Barcelona wird gemeldet: Bei den gestrigen Zusammenstößen zwischen Studenten unb Polizeibcamten wurden drei Studenten, acht Polizeibcamte und sechs Gendarmen verletzt. Eine Anzahl Gendarmen zu Pferde drangen mit gezognen Säbeln in das Universilätsgebäudc. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.

Ff. Schuhsohlen und Neuralgie. Die Krankheit der modernen Frau, die Neuralgie, kommt einzig und allein von der koketten Mode der zu dünnen Schuhsohlen her! So behauptet es der Direktor eines der ersten Londoner Spitäler. Er hat seit Jahrzehnten den Zusammenhang zwischen ?truralc,ie unb Fuß­bekleidung verfolgt und konnte jedesmal, wie er in einer Lon- boner Zeitung mitteilt, feststellen, daß zu Zeiten, wo die dünnen Schuhsohlen Mode waren, auch die flämralgie zunahm. Vor einigen Jahren, als bei den Engländerinnen der feste Sportschuh Mode war, ließ sich ein erfreuliches Mnehmen der Mvdekrank- heit beobachten, heute dagegen, ws die Koketterie wieder ihr Recht verlangt und die dünne Schuhsohle bevorzugt, ist auch die Neuralgie wieder im Wachsen begriffen, namentlich in der naß­kalten Uebergangszeit. Die Frauen sollten, nach der Meinung des engl. Arztes, auf der Straße nur in Schuhen mit kräftigen, der Feuchtigkeit widerstehenden Schuhsohlen gehen. Nichts be­schleunige den Ausbruch ber Neuralgie mehr, als bie feuäitc Kälte der Füße. Die Füße sollten stets so warm wie möglich gehalten werden, schon aus Gründen der Dlutzirkulation unb des Stoff­wechsels. Die Frauen verstoßen stets gegen dieses Grundprinzip der Hygiene. Gerade sie mit ihrem empfindlichmeu Nervensystem und ihrer leichten Erkiltbarkeit, hätten doppelte Vorsicht zu üben, aber gerade sie veruachlLssigteu dies in einer unverantwortlichen Weise. DaH rasaje Ueberhandnehmen der Neuralgie fei cmch durch die Mode der übertrieben zarten .Stnlmpfe beschleunigt worden. Die modernen Strümpfe seien überhaupt keine Sttümvje mehr, sondern seien bloße Zieraten der Mode geworden. Lock und Reizmittel der Frau, d. h., sie besäßen nicht mehr den Wert eines KleidungS-ückes. W.mn die Frauen auf diesem Gebiete so sorlfoi-reu, so wären die schädigenden Folgen nn dem zukünf­tigen Geschlechte festzusteltcu. Es sei für den Arzt geradezu de­primierend- zu beobachten, wie oft Hhgienifche Grundsätze den einzelnen Modetorheiten geopfert würden.

" E i n g e w i s s e n h a s t e r S ch u tz m a n n. Die kleine fran­zösische Gemeinde Mareil-Marlh kann sich rühmen, einen Orts Polizisten ,;;i besitzen, der c-5 mit seiner Dienstvorschrift so genau nimmt, daß alle Schutzleute der Welt sich au ihm ein Beispiel nehmen könnten, denn dieser Schutzmann dreht und deutelt nicht an dem Wort des Gesetzes, sondern er befolgt es buchstäblich und ohne Zaudern. Am letzten Donnerstag erschien er beim Dorf­schulzen und meldete mit amtlichem Ernste, baß er soeben einen Itcbertrcter" verhaftet habe.Bringe ihn herein," meinte der Schulze.Tas geht nicht," erklärte der Polizist,denn ich habe sie an der Tür angebunden "Wassie"? Wieso an der Tür angebunden.?" fragte der nicht wenig verblüffte und beunruhigte Vorgesetzte, worauf der Polizist mit dem gebührenden Ernste amt­lich meldete:Monsieur, es ist eine Kuh, sie brach in die Wiesen ein. Ich forderte sie aus, sofort weiter zu gehen, atber sie tat cs nicht. Da habe ich sie verhaftet . . ."

Kleine Lagerchroriif.

Im Jahre 1915 wird in Amerika zur Weltausstellung in San Franzisko ein internationaler Weltkongreß der! Ingenieure abgehalten iverden wird, zu dein alle großen tech­nischen Gesellschaften emgeladen sind.

Büchertisch.

E. T. A. H o f f m a n n s W e r k e in fünfzehn Teilen, her- au§gcgc&cn von Georg Etlinger. Goldene Klassiker-Mbliothek, Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Berlin W. 57. Hownanns Werken ist jetzt die verdiente ftattlicbe Ausgabe im Rahmen der Goldenen Klassiker-Bibliothek zuteil geworden. Die dankbare Aus­gabe lag in den besten Händen, da der bekannte Hvfftnann-Viograph Professor Georg Ellinger als Herausgeber zeichnet. Er hat denn auch keine Mühe gescheut, um allen Bedürmissen des Lesei's und des Literarhistorikers gerecht zu werden. Die Urdrucke unb erhal­tenen Hanbschriften wurden mit größter Sorgfalt für den Text be­nutzt und dadurch int ganzen wie im einzelnen viel Neues gewonnen. Vor allem wird hier zum erstenmal eine vollständige Sammlung bet musikalischen Aufsätze geboten, von Denen nicht weniger als fünszelm noch nicht wieder abgedruckt sind, andere zum erstenmal unverkürzt gegeben werden.Meister Floh" erscheint zum ersten­mal in einer Gesamtausgabe in ungekürzter Fassung mit dem vom Herausgeber wiederentdeckten Stück, das Hoffmann aus politischen Gründen streichen mußte. Einleittingen und Lebensbild fuhren nicht nur den naiven Leser in das Verständnis der Wirke ein, sondern leisten auch dem Fachmann wertvolle Dienste. Tie Ausgabe bringt neben erklärenden Anmerkungen auch Lesarten, soweit sie zur Er­kenntnis von Hoffmanns dichterischer Eigenart notmenbig sind. Zahlreiche wertvolle und vorzüglich wiedergegebene Bilderbeilageu, darunter auch die oben erwähnte Handzeichnung, zieren bie Büchers bie in der bekannten Ausstattung erschienen sinb.

B i e n e n b n ch f ü r Anfänge r. Von Pfarrer Johannes Aisch. Mit 61 Abbildungen im Text. Frankßirt a. O, Verlag Trowitzsch u. Sohn. In Seinen gebunben 2 Ml. Ein Buch, wic es bisher gefehlt hat. Ter Laie unb Anfänger in ber Bienenzucht wirb hier mit einfachen, anschaulichen Worten, burch viele tresi- liche M'bilbungen unterstützt, eingesührt in die Wunderwelt fa's Bienenlebens und die Kenntnisse und Fertigkeiten, ohne die sich inienianb an bie Bienenzucht wagen soll Nicht ein besonbereS System wirb gelehrt, sondern kurz und bündig ein Bild von den verschiedenen Hauptgruppen ber üblichen Betriebsweisen gezeicl' nct. Die Theorie ist stets als Grundlage der Praris gedeutet, vor allem der praktische Umgang mit Bienen ausführlich behandeli und alles das heroorgekehrt, was mit wachsendem Verständnis auch wachsende Liebe zur Imkerei erzeugen muß. Tas frisch un; lcichtverßändlich geschriebene Buch ist der beste Ratgeber für den angchenbeit Jitzker. Aber auch der erfahrene Bienenzüchter wird manchen Nutzen aus ihm ziehen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik-stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dein Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Beuern, 22. Nov. Ter am vergangenen Sonntag im .Holländischen Hott hier nbgebnltcne L i ch t b i l d e r a b e n d cr- hvute sich eines zahlreichen BcsnclicS. Warum wurde aber am *fltolgenben Tage durch Schulkinder eine Sammlung zur Deckung des JehlbolrageS veranstaltet? Ntan ift hier über solche, deS öfteren sich wiederholende .Bettelei* (ehr entrüstet, und man wundert sich nur, daß es noch Bürger gibt, die immer .treu* bem Ruft folgen. Derartige Veranstaltungen sollte man nicht fo großzügig ins Werk setzen oder cS sollte Eintrittsgeld erhoben werden. V i e l e B n r g e r.

Märkte.

fe, Frankfurt a. M., 22. Nov. Heu- und St roh markt. Angefahren waren ü Wagen Heu, 0 Wogen Stroh. Man notierte: $?eii 3.<'O3,3u 'Dir, Stroh (Kornlangslroy) 0.00-0.00 Mk., Wirr­st roh 0,000,00 Mk. Alles ie E>0 Kilo. Geschäft mittelmäßig, Tic Zufuhren waren nu8 den Greifen Friedberg und Hanau.

(Nachträglich eingegangen.)

Watzenborn-Zteinderg.

Eheschließungen: November 15. Karl Burk, Weißbin­der, mit Christina Eisf, beide von Watzenborn. Herrmann Rull- mann, Bäckermeister in Nidda, mit Marie Häuser in Steinberg.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 23. Nov. 1913: Mein heiter unb trocken, kühler.

Letzte Hacbricbtcn*

Mus dem hessischen Finanzausschuß.

rb. Darmstadt, 22. Nov. In der Nachmittags-- sitzung des Finanzausschusses, die sich bis zu später Älbcnd- stunde auSdehnte, wurden in Gegenwart der Herren Gebeinrrätc Ti. Decker, Best, Weber uno Obersinanzrates Balser die verfchicdcnen Wünsche der afabemuefam Lokalbcamten erörtert unb eine Anzahl Derbesseningen der Hfthaltsstäla beschlosien. So sollen die Ewbälter von 3400 bis 5000 Mark für die im Amt befind- licken Angestellten um je WO Mark erhöht werden. Nähere Beschlüsse hierüber wurden jedoch noch Vorbehalten. Heute, Samstag, nachmittag findet zunächst eine gemeinsame Be­ratung der F i u! a n z a i, s s ch ü s s e beider Kammern über die Regierungsvorlage bett, die Millionenanleihc für die Zenttalkassc statt.

Ein f ü r st l i ch e s E h e p r o j e k t.

Wien, 22. Nov. In Hofkrcisen verlautet, das; in ab­sehbarer Zeit die Verlobung des 20jährigen Kronpr in- zen Georg von Sachsen mit der 17 Jahre alten Tochter des Erzherzogs Franz Salvator, be» kanntlich eines Schwiegersohnes des Kaisers Franz Josef, er­folgen solle.

E i n B o rn b c n f u n d i n L i s s a b o n.

L i s s a b o n, 22. Nov. Auf einem Grundstück in der Vor­stadt G r a e a stieß ein Bauer mit einem Spaten auf eine eingegrabene Bombe, die explodierte und ihn tödlich verletzte.

Der Mörder des eigenen Vaters.

Paris, 22. Nov. Aus Belfort wird gemeldet: In der Nacht verwundete ber Tagelöhner Prenard seinen Va­ter im Streit durch drei Messerstiche. Als Gendarmen hinzu- i'iimcti, um Prenard festzunehmen, weigerte sich dieser, zu folgen, und erklärte, daß er seinen Vater töten würde, falls die Gendarmen auf ihn schießen würden. Einer der Gendar­men gab einen blinden Schuß ab, um Prenard zu erschrecken. In diesem Augenblick spaltete dieser seinem Vater m i t e i n e r H a-ck e d e n K o p f und ließ sich daun verhaften.

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