Ausgabe 
30.8.1913 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

ou$,

schwäche

Sonnenschein

bi«

Niederschlag: 0,0 mm.

1

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

28.

28.

6« Barben am Zusammen:

angeborener Lebens-

Roggen 625U96 620 413

bat ift den

1911

1912

1913 Dagegen

truppe des Von ge-

L

tzMtz btt ^n^au«

: zur Bau« irde hierfül eutc, welche dm Titel

mgcn über 25. August und Aus. chen Fort- 1912 ab. elSkanuncr, Mk., dem 33,24 W. Annahmen so daß ein 913 über» rtbilbungg. und Aus-

Ost verlirreu die Kinder den Appetit bei heißem Wetter. Lic bedürfen dann leichte, nahrhafte Speisen, die verlockend und appetitanregend sind, wie z. B.

van ausländischem Roggen. Weizen und Lxrser, nach CTcurfdjianb betrogen Tonnen :

«eMR. 'M* ft eien fta mit der geringsten Strafe von einem Tag £>a<t davonkomme«. Damit nicht genug. Tie La>enrichler des Rotleginm« waren barmherzig und überwiesen ihre Gebühren in Höhe von 10 Mark dem verurteilten HandwerkSburfchen.

^gehaltenen rillons gab 6.9 Ringen bei Säger i und von Ä Mgrn der Jägei

Milchflammerl

oder Auflauf. Mit etwas Schlagsahne oder Marmelade dazu, werden die Kleinen gern zwei auch dreimal davon verlangen. TteieS Rezept mit 23 weheren enthält das kommetIpeHen-Pütblctn, gratis und franko erbälllich vom Mondamin-ttontor Berlin 6.2.

und den ) ant Mitt' Kaufhauses - Sei der yenieinde amt LcoM mrf) wurdr tgenblid, chienen ani' erfaßt nnd ranhurt er* ,b Bacharach ast aus dem

Letzte Nachrichten.

Spiona ge im r h ei n i sch-w e stfäl. Jndustriebezirk?

i. Köln- 30. Aug. Tuisburger Meldungen zufolge hat die vorge'm^c ausskhenerregende Verhaftung eines dortigen' Beamten

4 Ortsfremde t: 8,02 7W.

29.

29.

-t ASM der ein Ar- Pscrdemawe Icdcutung -sonders aus Zum bevor- lus.gcrneldeN * £ »erben- rltplabe ernt

tat und vor Äuslall, de ibldi-Ur'-'» «s* » selbst n,a^

Amtlicher wetterdericvl.

Oeffentlicher Wetterdienst. Gießen.

Wetteraussichten in Hessen für Sonntag, den 31. August 1913: Meist trüb und wolkig, vereinzelte Niederschläge, etwas kühler üdweftliche Winde.

wöchentl. llebersicht der Todesfälle L d. Stadt Sieben.

34. Woche. Pom 17. bis 23. August 1913. Einwohnerzahl: angenommen zu 32 400(inTL 1600 Tlaiin Militär).

SterblichkeitSzisser: 14,43 7, nach Abzug von

Spieiplan der vereinigten frankfurter Stadttheater.

VMtnhaitr.

Sonntag, den 31. Aug^ abends ' ,8 Uhr (neu einstudiert):Cosi fan tntte. (So machens alle.) Komische Cpcr in 2 Men. Musik von W. A. Mozart. Montag, den 1. September, abends */,8 Uhr: »Tie Fledermaus/ Dienstag, den 2. September, abends */,8 Uhr: -Coai fan tntte. Mittwoch, den 3. September, abends '/,8 Uhr: Der Ring des Nibelungen. Vorabend. ,Ta ? Nheingold.' Donners­tag, den 4. September, abends 7,8 Uhr:Tie lustigen Weiber von Windsor.' Freitag, den 5. September, abends 7,7 Uhr: Der Ning des Nibelungen. 1. Tag. .Tic Walküre.' SamStag, den 6. Sept, abends 7,8 Uhr: .Die Entlührung aus dem Serail ' Sonntag, den 7. September, abends 7,8 Uhr: »Margarethe.' Montag, dcn 8^September, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. L. Tag. .Siegfried/ Dienstag, dcn 9. September, abends 7,8 Uhr: .Der Widerspenstiaen Zähmung.' Mittwoch, den 10. September, abends 7,8 Uhr: .Wiener Blut '

Schauspielhaus.

Sonntag, den 81. August, abends 8 Uhr: .Der Stampf um bic Festung." Montag, den 1. September, abends 8 Uhr: .Tie Frau von 40 Jahren.' Tie>iStag, den 2. Sept., abends 8 Uhr: »Der Kamps um die Festung.' Mittwoch, den 3. September, abends 8 Uhr: .Fuhrmann Henschel.' Donnerstag, den 4. September, abends 8 Uhr: Abschieds- und Jubiläums-Vorstellung für Herrn Arthur Meyer: .Johannisfeuer.' Freitag, den 5. Sept., abends 8 Uhr: .Liliom.' SamStag, den 6. September, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: .(srainqucbille.' Schauspiel in 3 Bildern von Anatole France. Deiltsch von Theodor Wolfs, hierauf, zum ersten Male:Boubouroche." Tragische Posse in 2 Akten von Georges Courteline. Sonntag, den 7. Sept., abends 8 Uhr:Crainguebillc. Hieraus:Boubouroche.' Montag, den 8. Septcinber, abends 8 Uhr: .Ter Kampf um die Festung.' TienStag, den 9, September, abends 8 Uhr: .Tie Frau von 40 Jahren.' Mittwoch, den 10. September, abends 8 Uhr: .Crainguebille.' Hierauf: .Boubonroche.'

Weizen und Spclz

339 930

4X8 773

564 907

ersten 7 Monaten

Hafer 191 678 263 144 425 722

1913 die Einfuhr n?b und ganflUat,

Höchste Temperatur am Niedrigste , .

-'2- grttch^ nachkonilN"'

e??Se»let

K das f,e 9niif:

Mr Zs-

Neuheit nicht einlaufende und nicht fil­zende Strumpf-undSockengarne. Diesc von der Ctern- wollftinnerei in Altona-Bahrenfeld unter der gesetzlich geschützten BezcichnungMatadorstern Wollen" in den Hande l gebrachte Neu­heit dürfte iveiten Äreiien Interesse bieten. M a lador stern - Wollen werden mis reiner Wolle narb besonderem Verfahren her gestellt unb stnd, da sie selbst bei unfachgemätzcr Behandlung und Wäsche weder einsaufen noch filzen, die besten Schwcitzwvllen für Strümpfe und Soden. Personen mit empfindlichen Fützen und solche, die an Fustsckweitz leiden, finde:: daher in Matadvrstern-Wollen eine unübertroffen Spezialität. Matadorstern-Wollen werden in vier Qualitäten angesentgt: Fein und Mittel lbeste, Extra und Stars (Prima-Konsum-Qualitäten und sind in den meisten Dollwaren« Aei'chäiten zu haben. Wo mcbi erhältlich, gibt ine Stcrnwoll- ipinnerei in Altona-Bahrenfeld auf Wunsch geeignete Firmen an für den Gro^ und Kleinverkauf. (0»o/

am gröstten in den Lalenberjahren 1910 mit 122,4 tmh 1912 mit 122 Millionen fJRarf. Im laufenden Jahre iverden inesc Beträge aber bedeutmd übmdirutcn: denn bereue in dcn erste:: 7 Monaten 1913 haben die gcnxilyrtcn AuSfudrvergürunqen eine Vöhe von 91,8 Millwnen Mark erreicht gegen 71,7 Millionen Mark gleichgeitig 1912 und 55,3 MiNioium Btorf gleidiyeuig 1911. flie .jietrtibe- und Mettausfuhr aus Deuisd4and war Ixrmari) bisher im laufenden ^bre bedeutend .iröfoer als in irgend einem früheren Jadrr. In den ersten 7 Monaten emes jfben der letzten 3 Jahre sind folgende Mengen von Roggen, Weizen ünb Hafer, tob ober gemahlen, gegen YbiAfubäyrrqütung auS ,Deutschland ausgeführt worden (Tonnen :

wir wklde litte für Öen Film trainiert werden.

Die entstehen die Filmaufnahmen mit wilden Tieren, die uns tldeflflrtüd) das Blnt in den Adern erschauern lassen? Sind es kinematographifche Tricks oder natürliche Vorgänge? Werden die Jagden wilder Tiere wirklich im Freien oder vielleicht im sicheren Atelier des Tierbändigers ausgenommen? lieber diese Fragen gibt Robert Msulben imTechnical World Magazine" eine lehr- reiche Auskunft. Er hat in einer New Dörfer Zeitung die An- fünbimntfl einerdramatifchen Schule für wilde Tiere" gelesen und bcTonttin den Leiter dieses Institutes, Paul Bourgeois in Fort Lee in New Jersey, aufaesuwt. Bourgeois betonte zunächst, datz seine Erfolge mit wilden Tieren einzig und allein seiner Mute unb ferner Festigkeit zu verdanken sind. Die Tiere werden so wenig wie möglich geschlagen, sondern durch Geschenke an das Auftreten des Tierbändigers gewöhnt. So bat er eS zu Dege gebracht, datz die Tiere vollständig auf seine Absichten eingingen, und fürschauspielerische Leistungen" zu brauchen waren Tas rrftc Erfordernis ist, dost die einzelnen Tiere aneinander gewöhnt werden. Herr Bourgeois ist dabei folgendermasten verfahren. Er hat einen Löwen, den er in sechswöchiger Dressur völlig sicher gemacht hatte, nach unb nach mit dressierten Tigern, dann mit Hunden, Katzen, Strausten, Schafen und Hühnern zusammen-- gebracht Der Löwe hat sich bald mit allen diesen Tieren bo- freundet, außer mit den Hühnern. Bon diesen wollte er absolut nirtns wissen Denn die Tiere sich völlig aneinander gewöhnt l iben, so dast sie sogar freundschaftlich miteinander spielen, werden die einzelnen Schauspieler, die in einem Film mitzuwirken haben, mit diesen Tieren zusammengebracht, und zwar wiederum auf die gleiche Weise Einer Filmszene geht somit eine kolossale Arbeit unb Au-.dauer voraus Sie must dutzend- unb abcrbufcnbmal mit den Tieren probiert werden, bevor man eine Aufnahme riskieren Tann.Gewohnheit, nicht Jntellimmz, ist das groste Geheimnis für erfolgreiche kinematographische Ausnahmen mit wilden Tieren," so laßt Herr Bourgeois seine langfährige Erfahrung auf diesem Gebiet zusammen. Jeder einzelne Sprung, jedes Anhalten des Tieres, jedes Gähnen oder Brüllen must dem Tier in Fleisch unb Blut übergegangen sein. Ist eine Filmszene int Rohgertppe fertig, so wird siegestellt"", d. h., der Tiertafig wird in die Ver­langte Landschaft verwandelt, sei eS nun ein indisches Dschungel ober ein südamerikanifcher Urwald, ein Felsengebirge ober eine Steppe. Es braucht wiederum längere Zeit, bis sich die Tiere an die neue Umgebung gewöhnt haben. Für die Aufnahme selbst ist ein kmwiger Operateur, der die Launen und die Temperamente der Tiere genau abzuschätzen Weitz, nötig. Er mutz im richtigen Augenblick zu stoppen wissen; denn manchmal mutz ein Drama in 5 ober 6 Teilen ausgenommen werden. Es braucht auch längere Zeit, bis sich die Tiere mit dem Operateur und namentlich mit dem Drehen der Kurbel und dem damit verbundenen Ostrau sck befreunbet haben. Herr Bourgeois erzählte von einem Löwen, der mehrere Male, nachdem er für die Aufnahmen schon gut zu brauchen war, einen Filmapparat in Stücke geschlagen bat Trou aller getroffenen DorsicktSmatzregeln sollen hie unb da noch Un­fälle vorkommen. Das hängt damit zusammen, datz die Verfasser von Sriiwbramen dem Tierbändiger gelegentlich ein anderes Tem­perament und einen anderen (S har alter vorschreiben. Diesen Ver­änderungen folgen die Tiere nur schwer. Einer der besten ameri­kanischen Tierbändiger, .Kapitän Jack Bonavita, hätte aus diesem Grunde beinahe das Leben verloren. Er hatte in dem Filmdrama Das Sfinb des Dschungels"", einen Eingeborenen zu spielen, wurde ab. r im kritischen Moment von einem Löwen angefallen und schwer verletzt. Wie man sieht, ist ein Filmdrama mit wilden Tieren doch eine sehr kitzlige und verschiedenen Zufällen ausgesetzte An­gelegenheit.

^elnt und

d°li

"tag, £ ne än* Dn nui M, be.

Ct ^OQq(= UNdr-tz

tatian auf 'ndlich ein

^eobach- 'N fütjere narligsrcn nnein hie. tneipkunt' Komment die nächi. zogen, bc. ^daß ihm Mark en, hnger auf

Vermischter.

Ein Trink der die Volksschule besucht. An­fangs September, zu Beginn der neuen Sckmlzrft. wird Prinz Heinrich, der brüte Sohn des Königs von England, die Volks­schule von Eton besuchen. MeS ist daS erstemal, datz ein könig­licher Prinz, zirsammen mit Kindern aller Bolksvassen, bicSthuIc besucht. Der König unb die Königin haben autzerdem die Ber- sstgung getroffen, datz ihr Sohn durchaus wie ein gewöhnlicher Schüler behandelt werden mutz. Er hat die gleichen ?üifgaben zu machen, die gleichen Strafen $u empfangen, die gleidy Stunden­zeit einzuhalten, wie alle übrigen .Schüler. Er wird dem Lehrer der Schule in Pension gegeben, unter dessen Aufsicht er die Schul­arbeiten auszuMren bat. Sein Tagewerk beginnt um >/,7 Uhr morgens. Die Schule von Eton bat wöchentlich drei halbe Tage Ferien. An den sogenanntengrofecn" Schultagen sind sechs Stunden Unterricht täglich vorgesehen. Der junge Prinz hat sich auch dem an englischen Schulen verbreiteten Famulustum zu unterziehen, d. h. er hat einem älteren Schüler kleine Dienste zu leisten: er bat ihm die Bücher nachzutragen, die Stube in Crbnung zu halten, Einkäufe zu besorgen, beim Tennisspiel die Bälle zu reichen, er hat gelegentliche Strafarbeiten für ihn aus- zuführen, kurz, er ist ein deutscher Leibfuchs en miniaiure. Die königlichen Eltern haben ferner bestimmt, datz der junge Prinz sich vollständig selbst bedient: er bat seine Schuhe und seine Kleider selbst zu reinigen: er hat sich selbst den Tee und die Schokolade zu kochen: er bat ein kleines Stück Garten zu bebauen und hat an den .handfertigkeitskursen der Schule teilzunehmen. Diese Eruehungsmethode bat entschieden sehr viel Gittes für sich

1 ( Ine 4> Kilometer lange Drahtseilbahn. Zn der Schweiz ist in diesen Tagen der Bau einer ungeiDofcnlicb langen Trabtseilbahnstrecke vollendet worden. Tie Bahn führt von dein kleinen Dorfe Gierte aus dem Rhonetal über daS AnnivreStal zu dem Montana-Platean hinauf, wo feit einigen Jahren ein grobes Sanatorium eingerichtet ist. Die neue Drahtseilbahn weist eine Gtrecfcnlänge von nicht weniger als 4150 Rietet aus und steigt von einet Höhe von 537 Meter auf 1680 Meter. Tie höchste Steigung der Strecke erreicht 49 Prozent.

Die Krankheit b e r ® i e 6 c r. Seit langem beschäftigt sich die Heilwisienfchaft mit einer eigenartigen Erkrankung, von der unter Fiebererfcheinungen die in Mefsinggießereien tätigen Ar­beiter ergriffen werden. Man führte diese Fieberanfälle auf die Einatmung der beim Gießprozetz auftauchenden Kupsttdämpfe zu­rück, aber diese Hnpothese wurde durch die Beobachtung widerlegt, detz in manchen Betrieben diese Kupferdampfvergiftungen nickt etn- traten. Der französische Forscher Batgeton bat nun nach langen Untersuchungen und Erperimenten die Ursache dieser Krankh.it der 6>ie6er aufgcH5rt: nicht die Kupfetdämpie sind als die Krankheits­erreger anzusehen, fondern die Z i n k d ä m p f e. Um die Krank- bcitSgefahr zu beseitigen, genügt es nach den Ausführungen .uargcronS, wenn für eine zwangSweve Ableitung der von den Schmelzöfen ausgehenden Zinkdämpfe gesorgt rofr\ Bereits eine einfache Verbesserung der VentilalionSbedingungen in den ArbeitS- räumen soll genügen, um diese Krankheit, die als eine vorüber­gehende Vergütung deS Organismus anzusehen ist, auSzufchlietzen.

sandel «nd verkehr, Volkswirtschaft.

Einfuhrscheine.

Die Reicbskasse wird in diesem ^ahre besonders stark durch die Cinfudrscheine für trusgefübrtcs Getreide und Mehl in An­spruch genommen. Bisher waren die aus der Reicks kaue durch ^üiredmung von Einfulirscheinen gewährten Äusfu-rvergütungen

wegen Svionageverdachts nicht aufrecht rrbrfft* wrrtvrt können Nachdem die (5kiltin des Berhafteten bereits abends ttneber auf freien Futz gesetzt wurde, wurde gestern atzend der verhaftete Beamte, nachdem sich nach eingehender Untenudmng der Berdackt der Spiomuie als grundlos herausgestellt, aus der Haft entlassen und btc vor Antritt seiner Urlaubsreife durch einen Beamten der Berliner Mrimmalpoltui befdilagnabmtcn Gepäckstücke tbm wieder zugestellt. Ter ^Duisburger Generalanzeiger" ironisiert in scharfer Weise die auch im rbcimid>-roc| 11ieben Jndustriebezirk ernziedende Spionenfurckt. Seit acht Tagcrfixittc ein Berliner STnminalbcamtvr I übet, unb bat den Beamten in dem Augenblick verhaftet, als er mit feiner Gatten nach Paris abfahrcn wollte. Tie Berhaftung erfolgte onpebheh auf Denunziation tnn, weil der Beamte al» ehemaliger Offuier mit seiner 7()iäbrigrn Tante in Pans korrespondierte. Demgegenüber gibt die Tuisburger poli­tische Polizei die überraschende Auskunft, datz ihr von der ganzen SpionagoÄngelegenheit nichts bekannt lei.

Bulgarien gibt nach.

Sofia, 30. Slug. Die Regierung bat die Eröfftnma direk- t cr Verhandlungen mit der Türkei beschlossen. Die russische Regierung hat entgegen allen Erwartungen, die man hier hegte, der bulgarischen Regierung den Rat erteilt, un­verzüglich direkte Verhandlungen mit der Pforte »nderaktion vornehmen kann, beschloß der. seinen bisherigen Standpunkt

notgedrungen aufzugeben unb eine direkte Berbindung mit der Pforte aniubabnen, um den Einmarsch der Türken in Südbulgarien tzu verhüten.

Konstantinopel, 30. .Aug. Bon durchaus zuverlässiger Seite erfährt man, datz der Gedanke einer direkten Verständigung in Sofia endgültig triumphiert bat. Die Einleitung direkter Ver- handlungen ist vom bulyarischen Ministvrat beschlossen unb bic friedliche Lösung der bisherigen Spannuna durch eine dtrektc Entente gesickert. Ter Beginn der Verhandlungen ist, wie ein osmanischer Politiker erklärt, nur noch eine Frage von Tagen.

Oesterreichs .Handelsbeziehungen zu den Balkan staute n.

Wien, 30. Ang. Der österreichisch-ungarische (Befanbte in Dresden, Gras Forgock, der früher Gesandter in Belgrad war, ist zur Dienstleistung in das Ministerium des Aeutzern berufen worden. Es helfet, datz er mit den Vorarbeiten für die neuen Handelsverträge mit den Balkanstaaten betraut werden soll.

Aufrollung der armenischen Frage?

Petersburg, 30. 9lug. Der KütbolikoS der Armenier mackle der russischen Regierung Mitteilung von neuen Ge- iva 111aten in Armenien und bat um russische Hilfe. Er bezeichnet die Lage als sehr ernst und sagt ein furcht bares Bluttat voraus. Obgleich der Minister Sasonow erklärt hat, datz die Aufrollung der armenischen Frage gegenwärtig nicht möglich sei, so halten politische Kreise die Lage doch für sehr ernst, so datz die Aufrollung der armenischen Frage sich doch als notwendig enveisen könnte. Zugleich aber wird be bauptet, datz angeblich Deutschland in letzter Zeit Neigung zeige, die Initiative in dieser'Frage zu ergreifen. (?)

Das russisch-rumänische Heiratsprojekt.

Wien, 30. Aug. Wie aus Bukarest gemeldet wird, ver­lautet in dortigen Hofkreisen, datz Kronprinz Ferdinand und dessen Sohn Prinz Earol sich im Oktober zum Besuche der Zarenfamilie nach Jalta begeben werden. Die Reise soll angeblich mit dem mehrfach erwähnten russisch-rumänischen Heiratsprojekt zusammenhängen.

Die neue türkisch bulgarische Grenze

Paris, 30. Ang. Nach einer 'Depesche des Sonderbericht­erstatters desMalin" aus Sofia glaubt man in geuxfkn diplomatischen Mrcijm, die P forte wäre geneigt, Bul­garien gegen tteberlassung von Adria nopel eine Grenze z u bewilligen, die bei Kvp Parf ober Suri­mi a dstlick twn E no s beginnen unb im wesentlichen dem Lause der Marftza bis nördlich Pon *!?fbrianopt1 führen ickstrde. Dz« Grenze würde sich bann über Havsa nach dem Vorgebirge SireS Burun nördlich von Media neben, .wirk Kilisse würde den Bulgaren bleiben, die Türken würden sich veiVsiichten, die Festungswerke von Adria nopel zu schleifen und keine Garnison !jn der Stadl zu halten ES scheint sich bei dieser 'Nachricht um einen bulgarisclnm Berfuchsballon zu handeln.

Ein ungetreuer Beamter i der sozialdemokratischen Partei.

Bochum, 30. Aug. Der Sektionsleiter des sozialdemo­kratischen TranSportarbeiter-Berbandes, bet frühere Fensterputzer, Sekretär Pechker, ist dem Ueber- fckutz des sozialdemokratischen Turnfeste-, das vor einigen Tagen ftattgefunben hat, geflüchtet. Die unter* chlagene Summe beträgt mehrere taufen b Mark.

Eine Unterschlagung.

Ofen pest, 30. Aug. "Mu f eine Anzeige der Pestet ungari­schen Xommerzialbank wurde gestern ber Prokurist der Bangue gonerale in Plnlippopel, Ludwig Szegfue verhaftet, ber ver­dächtig ist, 200000 Franks unterschlagen -u haben.

Die Lokomotive eines O-Auges entgleist..

Berlin, 30. Aug. Gestern abend 11,59 entgleiste bie Lokomotive des von Altona kommenden V-Zuges 11 etwa 350 Meter vor dem Lehrter Bahnhof dadurch, datz von der vor­deren Lausachse das rechte Rad bei Weiche 43 abbrach. Per- onen wurden nicht verletzt. Der Betrieb ist aufrecht erhalten.

1

8(1) -

Snnt.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel bet Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Giefeen gebrachte Kranke kommen.

Ri nbee Erwachsene: im vom

L LedellSja'it: 2.-15. Jahr:

1(1)

Roggen 160 000, Weizen 1380000, Hafer 350000.

Wenn wir nicht eine gewaltige Einfuhr von auMänbifcfrr Futterg.-rfw hätten (in den ersten 7 Monaten 1913 betrug dir Einfuhr von i'krftr aller Art 1 428 777 Tonnen, die Ausfuhr nur 3077 Tonnen , so würden wir bald dem Zeitpunkte zcemlich nabe kommen, mit welchem unsere Getreideausfuhr im ganzen die föetrcibennfulyr überholt. Für die Meickskafse würde abrr ber Eintritt dieses Zeitpunktes, bei bem Zusanrmenhung unserer 6k- trcidezölle mit dem Einfuhrscl-cinsystem, ein genniltiges Defizit bedeuten. Sckrm jetzt hat die flicickskasse Nachteil, iveil für die in der Einfuhr am stärksten vertretene Getreideart, Futtergerste, uur ein Eingangsroll von 13 Mark pro Tonne zu zahlen ist, während für bic Getreidearten, die in der Ausfuhr am stärksten vertreten sind, Roggen, Weizen unb Hafer, Aussuhrvergütungen von 50 Mark Und 55 für bic Tonne gewährt werden müssen.

Spielplan der tturhaur-Theatcrr Boö Nauheim.

Sonntag, den 31. August: .Pension Cchöller.' Montag, den 1. September: .Doldsifcke.' Piillivock, den 3. September: Ein­maliges Dastfvtel der Tanzkünstlerin 9!licc 91 6 j n » c. Dazu : ,Tie Lore ' TonnerStag, den 4. September: Bei günstiger Witterung auf, der Naturbühne im Park direkt beim Kurhaus: ,Jm weihen Röhl.' Freitag, den 5. September:Rater Lampe.' Sonntag, den 7. September:Ter Bibliothekar.'

August + 26,3 * C.

, - + 10,6* C.

Tuberkulose d. Lungen 1 (1)

1(1)

Herzkrankheiten

1

1

Brechdurchfall

1

_

Krebs

1

1

Blinddarmentzündung 1 (1)

1(1)

anderen Krankheiten

3(1)

2(1)

cumma:

9(4)

6 (3)

ts 0 $2 eJ W t? Barometer auf 0* reduziert

v>

c -

1

ber Luft

Abfolute Feuchtigkeit

Relative Fruchtigkeit

Wind- rtchtung

_

Windstärke

e

5^2

29.

211 745,9

16,5

9.6

40

E

5

29.

9- 7453

16 9

11.1

78

SE

2

2

30.

'74W

15,0

10,6

83

NE

2

7 1