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Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen h'ir Mittwoch, den 28. Mai 1913: Gewitter, sonst meist heiter und trocken bei wellig veränderter Temperatur.
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vereinLnachrichten.
n. Lollar, 25. Mai. Der Eisen bahn verein Lollar und Umgegend unternahm an den beiden legten Samstagen seine Sommerausflüge nach Braunfels. Der Wetzlarer Verein hat Homburg und die Saalburg als Ziel gewählt. Nächsten Mitt- woch folgt die zweite Fahrt, sie benlitzt die neue Bahn durch das Solmsbachtal.
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in Amerika ist worden. Es ist ein
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* Der Herzog von Cumberland, der für die Unterbringung und sorgsamste Pflege des durch sein Automobil verunglückten Knaben K ü n i ck e in der Charitec sorgte, ließ gestern vor seiner Abreise dem Knaben auf seinem Krankenlager eine goldene Uhr mit der Widmung „Zum 24. Mai" mit einem Gruß überreichen. Das Besinden des Knaben hat sich wesentlich gebessert.
* Oberbürgermcistorwahl in Freiburg. Aus Freiburg i B., 24. Mai, wird gemeldet: In der heutigen Festsitzung des Bürgcrausschusses wurde anstelle des nach 25jähriger Tätigkeit zurücktretcnden bisherigen Oberbürgermeisters Dr. W i n - ter er mit allen 106 abgegebenen Stimmen der bisherige erste Bürgermeister der Stadt Dr. Thona gewählt. Dem scheidenden Oberbürgermeister wurde das Ehrcnbürgerrecht der Stadt verlieljen und ihm von der Stadt ein kostbarer Tafelaufsatz gewidmet. Sein Ruhegehalt wurde über die gesetzliche Norm hinaus in anbetracht seiner Verdienste auf 75 Prozent festgesetzt und abgerundet auf 17000 Mark, während das Gehalt des neuen Oberbürgermeisters 18 000 Mark beträgt.
* !EinMord fürachtMarkTrinkgeld. Aus Buda- pest wird gemeldet: Einer Meldung aus Dev a zufolge veranlaßte der durchgefallene Nicksterkandidal Todoreszk seinen Diener durch ein Trinkgeld von acht Mark den Richter B u z d u - gan zu beseitigen. Der Diener schlich des Nachts in das Hans des Richters, steckte eine Thnamitpatrone unter den Kopf des Schlafenden und zündete die Schnur an. Dem Richter wurde durch die Explosion der Kopf zerschmettert. Ter Mörder und sein Herr wurden verhaftet.
* I m Wahn. Aus Landsberg tWarthe) wird gemeldet: In A l t e n s o r g e schoß der 50jährige Mühlenbesitzer Großwinvt, welcher glaubte, infolge einer Operation arbeitsunfähig zu werden und seine Familie nicht mehr ernähren zu können, auf seinen erwachsenen Sohn, den er durch die Hand traf, und auf seine Frau, ohne sie zu verletzen. Dann machte er durch einen Schuß feinem Rieben ein Ende.
* Schwererer Unfall bei einer Prozession in Wie n. Bei der Fronleichnamsprozession des 17. Bezirkes ereignete sich eine Schreckensszene. Ein Motorwagen der Straßenbahn fuhr in eine Gruppe von Zuschauern, zwölf Personen wurden niedergestoßen und verletzt.
* Direkter Wagen Fran k f u r t—L u z e r n. Der um 11.58 Uhr von Frankfurt über Mannheim abgehende D Zug Nr. 70, der seither nur direkte Wagen nach Neustadt und Basel hatte, erhält vom 1. Juni ab direkte W a g e n n a ch Luzern.
* Seit st 4 Tagen bewußtlos. Im Allgemeinen Krankenhaus in Mannheim hat man zurzeit einen seltenen Fall. Am Pfingstmontag wurde ein hier in Arbeit stehender junger Schlosser, .Hermann Rhein aus Wiesloch, bei einem Naufhandel durch einen Schlag auf den Kopf zu Boden fleftrc.it. Rhein wurde bewußtlos ins Krankenhaus überführt, aber es ist bis I)eilte*noch nicht gelungen, ihn zum Bewußtsein zurück- zurufen.
* Das lAutoMobilunglück bei Itzehoe ist, wie die Untersuchung ergab, durch die Schuld des Chauffeurs Warbka verursacht worden. Dieser brachte sich nach reichlichem Alkoholgenuß widerrechtlich in den Besitz des Automobils und fuhr dann in rasender Geschwindigkeit die Chaussee entlang.
Universitäts-Nachrichten.
— Der Kartelltag des' Eisenacher Kartells A k a d. TheoI. Vereine (E. K.) fand vom 13. dis 15. Mai in Eisenach unter dem Vorsitz des iAkad. Theol. Vereins Gießen statt. Er begann mit einem Spaziergang nach der Wartburg, worauf abends die Begrüßung im Karthäuser Hof stieg. Der nächste Tag war durch einen wissenschaftlichen Vortrag, den Pfarrer Herman n (Nidda) hielt und durch geschäftliche Sitzungen ausgefüllt. Wie auf früheren Psingsttagungen wurde mich diesmal wieder ein Kranz am Lutherdenkmal niedergelegt. Nach dem Ernst der Verhandlungen kam die Geselligkeit zu ihrem Rechte. Durch einen Kommers wurde das Z9jährige Stiftungsfest des Kartells, dem 14 Vereine angehören, gefeiert. Den Abschluß der Tagung bildete ein Exbummel über die Hohe Sonne nach Ruhla.
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Mittwoch, den 28. Mai 1913. abends 7 Uhr pünktlich, in der Stadtkirchc
mit einer Hauptprobe am Dienstag, 27. Mai, abends 6V2 Uhr
ben Kreis übernommen roorben, an beiden Seilen der Straße werden Obstbäume gepflanzt.
Hessen-Nassau.
h. Marburg, 25. Mai. Auch hier bringt man der silbernen Hochzeit des Prinzen Heinrich Interesse entgegen. War doch Marburg die erste Stadt auf preußischem Gebiete, in der vor fünfundzwanzig Jahren die Braut, Prinzessin Irene von Hessen, begrüßt werden konnte. Als der geschmückte Sonderzug am 25. Mai 1888 in den hiesigen Bahnhof einlief, hatten sich dort außer Dielen Zuschauern die Spitzen der Behörden aus Kassel und Marburg, das Offiziert'orps des IägerbataillonS mit einer Ehrenlovchagnie, zahlreiche Abordnungen aus Stadt und Land, die Vereine und die Schulen eingefundcn. Nachdem die hohe Braut von hem1 Oberpräsidenten von Hessen-Nassau, Graf von und zu Eulenburg, begrüßt worden war, überreichten ihr weißgekleidete Mädchen und junge Damen aus Marburg, sowie 12 Hessenmädchen in ihrer bunten Tracht Munrenspenden. In Begleitung ihres Vaters und ihres Bruders, sowie des übrigen Gefolges schritt sie nach erfolgter Vorstellung der Behörden die Front der Ehren- kolmpagnie ab und dann begaben sich die Herrschaften in ihren Salonwagen zurück, worauf der Zug unter dem brausenden Jubel der Menge die Fahrt nach Berlin fortsetzte. — Die Fleischerinnung setzte den Preis für gewöhn- Mes Schweinefleisch auf 90 P f g. herunter. Bratenstücke Dosten 95 Pfg. und Koteletts sowie Speck 1 Mk. r— Ein jUN gier Mann von hier, der angeblich eine kleine Strafe zu verbüßen hatte und deshalb das Weite suchte, hat sich bei der französischen Fremdenlegion anwerben lassen. Er schreibt jetzt, daß er seinen Entschluß bitter bereue. — Das heutige Schaufliegen war zahlreich besucht; die meisteu Zuschauer hielten jedoch die Landstraßen und die Höhen zwischen Marburg, Wehrda und Cölbe besAt. Mü rau- Gelsenkirchen stieg viermal auf und flog über das Lahntal bis nach Wehrda hin und zurück, die Landung ging dreimal gut, das letztemal geriet er beim Gleiten über die Wiese mit dem Vorderteil seines Grade-Apparates in einen Graben, wobei die Propeller etwas beschädigt wurden. Frl. M ö h r i n g - Mainz flog in geringer Höhe eine kurze Strecke und mußte bann landen, später kehrte sie wieder in ebenfalls sehr nie- drigem Flug zum Startplatz zurück.
Heil. ,, schweres Hn* n Truppenübung?' Irtillerie.Regm'cE plötzlich ging ° eiben».
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Mittwoch, 28. Mai 1913, abends 8'. Ubr, An treten her alten und neuen Mannschaften auf dem Brand« platz am Turmbaus.
Versäumnisse werben gemäß Artikel 13 der Landes« seuerlöschordnung und § 368 Zifser 8 des Neichöstrafgesetz» buchs bestraft.
Die zur Entlasfutta kommenden Mannschaften baben die "Armbinde abzuliesern. ________________BMA>
Freitag, den 30. Mai 1913, nachmittags 5 Nbr, werden auf dem StadtbauS Saal 11 — die Wirnchafts ballen ans dem Picbmarktplaü öffentltch mctftbietenb verpachtet 15 '•
Letzte Nachrichten.
Die neue Bahn Kö l n — Düsseldorf.
:|: Köln, 27. Mai. (Priv.-Tel.) Die Eisenbahn per * waltung plant die Erbauung einer möglichst graben vier- gleisigen Bahn von hier itach Düsseldorf, die über eine bei Flehe zu erbauende Brücke geführt werden soll. Später sollen sänttliche Züge zwischen Köln und Düsseldorf mit möglichst geringer Fahrzeit über die Strecke geleitet werden.
1 Ein H a n s e i n g e st ü r z t.
Aachen, 27. Mai. Das Restaurationsgebäude „zu den St ei nett" ist heute früh ein gestürzt. Neben dem eingestürzten Gebäude werden gegenwärtig Ausschachtun g S a r b e i t c n für ein Waren ha us vorgenommen, die wohl die Ursache der Katastrophe waren. Tie Bewohner hatten schon in der Nacht das Haus verlassen, da sie durch verschiedene verdächtige Geräusche gewarnt worden waren.
Der Konflikt ztvischen den Balkanverbündeten.
ch. Bel g r ad , 27. Mai. (Priv-Tel.) Tie serbische Negierung ließ in Sofia Einspruch gegen die Angriffe der bulgarischen Truppen auf die Griechen erheben. Wenn die Angriffe iticht Qufhörten, werde Griechenland aus dem Balkanbund «ustreten.
D a nt p f e r z u s a m m e n st o ß.
London, 26. Mai. (Priv.-Tel.) Nach hier eingegangenen Nachrichten ist der Dampfer „Tainui", der nach London mit 314 Passagieren an Bord unterwegs war, an der spanischen Küste in dichtem Nebel mit dem Dampfer ,^nca" zusammengesloßen und hat beträchtlichen Schaden gelitten. Auf die funkentele- grapluscben Notsignale antworteten drei Dampfer. Ein Teil der Passagiere wurde auf das Schiff „Garth Castlew^ übernommen, der andere Teil verblieb auf der „Tainui", welche dann die Fahrt nach Coruna sortsetzle.
Eine Reise des
Präsidenten Poineavs nachEngland.
Paris, 27. Mai. Präsident Poinearö wird, wie aus London gemeldet wird, am,.24. Juni nachmittags in Portsmouth eintreffen. Eine eigentliche Flottenrevue ftndet nicht statt. Am Mend ist im Bnckinghampalast in London ein Diner, am 25. vormittags iFrühstück in der Guildhall und abends Diner in der französischen Botschaft. Freitag früh kehrt der Präsident nach Dover zurück, von wo die Rückfahrt nach Calais an Bord der „Loire" erfolgt.
Die tibetanische Frage.
Tibet, 27. Mai. Die englische Regierung stimmte einem Vorschlag der chinesischen Regierung zu, jur, Regelung der tibetanischen Frage einen besonderen Gesandten zu ernennen. Die Verhandlungen, an denen auch Vertreter Tibets teilnehmen, sollen so bald wie möglich beginnen.
Eine neue N o rb p o l r e i s e.
New Port, 26. Mai. Der Nordpolsorscher Stefannsson rüstet im Auftrag der kanadischen Regierung eine aüf vier Jahre berechnete Forsck)ililgsreise aus.
E i n e s i n n r e i ch e R e k l a«m c. Auf der Ersten Delikatessen- und Kolonialwaren Ausstellung, Berlin, beobachtet der^Besuck)er unter vielen anderen Schaustellungen ein im wahrsten Sinne Wortes originelles Ausstellungs-Objekt, das allgemeine Bewunderung erregt. Es stellt die in riesigen Dimensionen gehaltene Nachbildung des Völkerschlacht-Denkmals bei Leipzig dar, welche von der Mannten Firma Holländ. Margarine-Werke, Jurgens & Prinzen, Ä. m. b. H., Goch <Rhld.) geschaffen wurde. Ms Bausteine für das gelungene Monument wurden ausschließlich Original-Pakete der beliebten Spezial-Margarine Marken Rheinperle und Solo sowie der Pflanzenbutter-Margarine Coeosa verwendet. Viele Tausende von Original-Kartons wurden einzeln in langer Arbeit mit Geduld und Geschmack zu^dem großen Bauwert vereinigt. Stolz und fest steht eS'da als Symbol des großen, unerschütterlichen Vertrauens, welches die genannten Spezial-Erzeugnisse Rheinperle, Solo und Eoeosa in allen Kreisen des Volkes
(Grosse Totenmesse)
für Tenorsolo, gemischten Chor, ein Haupt- und vier Neben-Orchester von V$1/a
HECTOR BERLIOZ
Ausführende:
Tenorsolo: Herr Ludwig Ituge aus Berlin, Geni. Chor: Der akadein. Gesangverein unter gütiger Mitwirkung des Bauer’schen Gesangvereins, Orchester: Das verstärkte Konzertorcliester des Palmengartens zu Frankfurt a. M., sowie die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm“ (2. Grossh. Hess.) Nr. 116, Orgel: Herr Otto Görlach, Leitung: Herr Professor G.Trautmann. Fintritfckartpn ■ L Platz Mk. 5.—, II. Platz Mk. 4.-. III. Platz Mk. 3.-, IV. Platz E.miriUbKdi le» . Mk, 250 unnumcrjcrt bezw. Stehplatz Mk. 2.—, Student en karten Mk. 1.—. In der Musikalien-Handlung von ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.), Studentenkarten auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und vom 25. Mai ab alle Karten bei Herrn Kaufmann HUBERT HEINZ gegenüber der Stadtkirchc.


