Ausgabe 
26.7.1913 Zweites Blatt
 
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Nr. 173

Erscheint tätlich nru Ausnahme des Sonntags.

Ms Gießen

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Gesangverein

Kreis Friedberg.

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> Freunde und Gönner des Vereins sind herzlichst will­kommen. Ter Vorstand.

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rung nocb_ zu liefern imstande sein werden: dagegen werden Racksens Steinkohlenvorräte bei der heutigen Höhe Ser Förderung Feine 100 Jahre mehr aushalten. Böker beschränkt sich daraus, zu sagen :Auch bei vorsichtigster Beurteilung braucht man jedoch in Deutschland noch für manche Jahrhunderte keinerlei Befürch­tungen zu hegen, daß die Möglichkeit der Versorgung mit ein­heimischer Steinkohle in Frage gestellt werden könnte."

Der Braunkohle werden nur kürzere Ausführungen gewidmet, da für diese die Untersuchungen noch nicht beendigt sind. Tie bis­herigen Ermittelungen haben stark 13 Millionen Tonnen ergeben, die tatsächlichen Vorräte sollen aber erheblich größer sein. Don diesen 13 Milliarden entfallen die Hauptmengen auf das rhei­nische Gebiet mit 3,8 Milliardensicheren" und 3,5 Milliarden wahrscheinlichen" Vorräten, auf das Königreich Sachsen mit 3 Milliardensicheren" und sehr erheblichenwahrscheinlichen" Vorräten und aus die preußischen Provinzen Sachsen und Branden­burg mit fast 2 Milliardensicheren" und ebenfalls sehr erheb­lichenwahrscheinlichen" Vorräten.

Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:e^S112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.

DieGießener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger" viermal.wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Di»Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

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Spezialgeschäft ;

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Samstag, 26. Juli 1915

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universltäts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, (Lieven.

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Giessen

unfertigen zu lassen.

Landkreis Gießen.

(a) Nonnenroth, 25. Juli. Mit den Lieferanten- gelbem von sechs Wochen m der Tasche ist hier ein Milch- Händler verschwunden.

Kreis Schotten.

(a) Schotten, 25. Juli. Tas Lehrerheim Vo­gelsberg hat sich letzter Zeit ordentlich entwickelt. Der Besuch ist gut. Man hat es auch verstanden, Anziehungs- punkte zu schaffen, so ist der Jugend verschiedene Golegeu- I:cit zur Unterhaltung geboten, ein neuer Tennisplatz ist unmittelbar beim Lehrer heim entstanden und im angrenzen­den Altenburgslopf gibt eine Theatergesellschaft Freilicht-

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Listnbahn^^'

Die SaAeAiVrmft niS1 meine wer § v'A^en. mals ber/LLnferer ftreundcw^ willkommen.

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Bad-Nauheim, 25. Juli. Am nächsten Sonntag, 27. Juli, findet nachmittags zwischen 5 und 7 Uhr au, dem Golfplatz eine Flugveranstaltung statt. Der Flieger ist Herr E a r l A b e l m a n n von der Fliegerschule in Kassel. Herr Abelmann liegt seit drei Jahreu dem Flugsport ob, er hat bereits sehr gute Erfolge gehabt, mehrere Ueberland- lügc ausgeführt und sich durch einen Zweistundenflug die Prämie der National-Flugspende errungen. Tie Vorfüh­rungen am Sonntag werden in Höhenflügen, Rundflügen, in Spiralen, Ellipsen, Kreisen und Gleitflügeu bestehen.

Starkenburg und Nheinhessen.

(m) O f f e n b a ch a. M., 25. Juli. In den Main stürzen wollte sich gestern vormittag die in den 40 er Jahren teheude verheiratete Gemüsehändlerin Anna Rothenbach aus der Speyer-Straße. Sie wurde aber an ihrem selbst­mörderischen Vorhaben durch zwei Männer, die im letzten Augenblick hinzutamen, gehindert. Diese hielten fic auch darnach davon ab, daß sie sich unter ein in voller Fahrt daherkommendes Auto warf. .Man brachte die Unglückliche, deren Tat jedenfalls auf Nervenzerrüttung zurückzuführen ist, nach .Hause.

(m) Klein-Krotzenburg, 25. Juli. Ter Kassen­führer der KohlenkasseSelbsthilfe" hat mehrere Tausend Mark unterschlagen: er wurde seines Amtes enthoben. Weil verschiedene Mitglieder keine Kohlen bekamen, trotzdem sie schon lange die entspreck>ende Bareinlage gemacht hatten, kam die Geschichte an den Tag.

Kreis Wetzlar.

/X Krofdorf, 24. Juli. Der für Krosdorf-Gleibcrg beschlossene Schulbau wurde an hiesige Handwerker ver­geben und soll noch bis zum Winter im Rohbau vollendet werden. Es sind vier Klassenräume, Dampfheizung und Bade- cinrichtung vorgesehen bei einem Voranschlag von 80 000Mk.

Hessen-Nassau.

(l) Frankfurt, 25. Juli. Der zweite Tag des Re­gime n l s j u b i l ä u m s der 81 er begann heute-früh 8 Uhr mit der Zusammenkunft des altiocn Regiments und der ehe­maligen 81 er auf dem großen Platz hinter der Festhalle Zuerst nahmen die Kompagnien Aufstellung, dann fand Festgottesdienst statt. Nach dem Gottesdienst hielt der kom­mandierende General v. Schenk eine Ansprache, die mit einem Hoch auf das ruhmvolle Regiment schloß. Ter Regi- mentslommandeur brachte das .Hurra auf den Kaiser aus. ^ach den Ordensauszeichnungen fand Parademarsch statt. Das Festessen für die ehemaligen Regimentsangehörigen gab die Stadt in der Festhalle. Nachmittags besichtigten die Leute die Sehenswürdigkeiten der Stadt, abends hielten die einzelnen Kompagnien in verschiedenen Wirtschaftssälen Feiern ab.

Die Verkittungen der Schulverwalter und Schulverwalterinnen.

Es ist in verschiedenen Gemeinden die Aiff.-st vertreten worden, für Schulvermalter, die endgültig zu besetzende Lehrer- tellen verwalten, hätten die Gemeinden auf Grund des Art. -0, Abs. 1 des Lchrergehaltsgesetzes nur den in der betr. Gemeinde für einen Lehrer vorgesehenen Mindestgehalt (900 'Warf, 1000 Mark usw. > auszubringci«. Für einen Schulverwalter mit. bc- tandener Schlußprüfung, der z. B. eine Lehrerstellc mit 1600 Mark Stellengehalt versah, wurde deshalb unter der Annahme, die Gemeinde habe nur 1000 Mark (Mindestgehalt für einen Lehrer in der betreffenden Gemeinde für ihn aufzubringen, eine Zu­lage für das Rj. 1913 von 100 Mark jährlich zu La,teil der Staatskasse beantragt. Dies ist nach einer Entschliepung der obersten Schulbehörde nicht richtig. Nicht allein die Vergütung von 1000 Mark, sondern auch die Zahl für das Rj. 19J3 von 100 Mark, zusammen 1100 Mark jährlich, ist aus dem stellen- gehalt von 1600 Mark zu bestreiten. Tie Staatskaste kann deshalb die Zulage für das Rj. 1913 nicht tragen.

Der Abs. 1 des Art. 20 des Lehrergehaltsgesetzes regelt die Frage, welcher Gehalt der Berechnung der Vakanzüberschliste zu Grunde zu legen ist. Er kommt im vorliegenden Falle überhaupt nicht in Betracht. Hier handelt es sich darum, welches Stellen­einkommen bei der Einweisung der Schulverwalter in ihre^ Ver­gütungen anzunehmen ist. Dies ist eine Frage für sich. ist durch Artikel 15 des Lehrergehaltsgesetzes geregelt. Danach sind die Vergütungen der Schulverwalter aus dem Einkommen der Lehrer­stellen gu bestreiten. Als Einkommen einer Lehrerstelle mutz aber der Betrag angesehen iverden, der nach den Artikeln 1 und 3 bis 6 des Lehrergehaltsgesetzes der Lehrerstelle als Stellengehalt zugen7iesen worden ist. Dazu ist durch Artikel 4 des Gesetzes über die Gehalte der Volksschullehrer vom 28. Marz^l90c be- timmt, daß die Vergütungen nur insoweit aus der «Ltaatskasie bestritten werden können, als das Stelleneinkommen dazu nicht au-weicht. Daß diese Vorschrift nicht lediglich auf die Vergü­tungen von nur 900 Mark und 100 Mark bezogen werden kann, ergibt sich aus dem Entwürfe des Lehrergehaltsgentzes, wie er in Drucksache Nr. 155 der 2. Kammer des gegenwärtigen Landtags enthalten ist. In Art. 1 Abs. 2 dieses Entwurfs ist ausdrücklich vorgesehen, daß die erhöhten Vergütungen 1000 und 1100 Mark' nur insoweit auS der Staatskasse zu bestrei­ten sind, als sie nicht auf das Stellencinkommen übernommen werden können. Wenn nun auch dies nicht in das Gesetz vom 17 Juli 1912 über die Dienstbezügc der Staatsbeamten und Volksschullcbrer ausdrücklich übernommen worden ist, so ist doch daran sestznhalten, daß an dem Grundgedanken, die Vergärungen der Schulverwalter fallen der Staatskasse nur insoweit zur La,t, als das Stelleneinkommcn nicht ausreicht, nichts geändert worden ist Auch ist es selbstverständlich, daß die erhöhten Vergütungen von 1000 und 1100 Mark, an die Stelle der Vergütungen von 900 und 1000 Mark in Art. 4 des Gesetzes vom 28. Marz 1907 über die Gehalte der Volksschullchrer tret eit In dem Auchchreiben vom 12 Juli 1912, betr. die Vergütungen der Schulverwalter und Schulverwalterinnen ist deshalb schon ausdrücklich betont, daß nur insoweit die Vergütungen von 1000 Mark und 1100 Mark nicht aus dem Stellencinkonimen bestritten werden lönnen, das lende auf die Staatskasse übernommen w-erden kann.

Soweit nach Vorstehendem Tienstzulagen und Zulagen für 1912 und 1913 aus der Staatskasse zu Unrecht bezahlt worden sind, IDerben die entsprechenden Betrage von den Gemeindefassen eingezogen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 26. Jiili 1913.

** Zur Aufstellung der Ge mein dcvorn ti­sch läge Wie schon im vorigen Jahr durch das Ministe­rium angetünbigt wurde, soll mit der Vereinfachung des Schreibwefens in der Staatsverwaltung auch eine neue Anweisung zur Aufstellung der Gemeindevoranfcklage aus- g-'arbeitet werden. Sic wird nun im Laufe des nächsten Monats und mit ihr eine amtliche .Handausgabe erscheinen, die hauptsächlich die allgemeinen Vorschriften über die gc- schästtiche Behandlung des Voranschlags und seiner Beilagen behandeln, zu den Paragraphen der Anweifung dagegen, die sich mit den einzelnen Rubriken beschäftigen, nur all­gemeine Erläuterungen geben, da auf diesem ^ondergebict lebon Veröffentlichungen vorliegen, die erst der neuen An­weisung angepaßt werden. Außerdem wird der Handaus- aabe ein nach dem neuesten System ausgearbeiteter Vor­anschlag als Muster beigegeben werden. Die Handausgabe wird sonach ein unentbehrliches Hilfsmittel sur alle die sein die mit dem Voranschlag zu tun haben. Deshalb ist je auch in feder Gemeinde in mindestens zwei Exemplaren /für den Dienstgebrauch des Bürgermeisters und des Gc- meinderechners) zu beschaffen. Ihr Preis wird den Betrag von 1,50 Mart nicht überschreiten.

Liebig-Mikseum. ES Ut eme erfreuliche Tat­sache, daß das Interesse an der Erhaltung des Liebig-Mnsenms in den weitesten Bürgerkrciscn Entlang findet. Um das Scmdbad im analytischen Laboratorium vollenden zu können, stiftete Herr Schlofsenneister Krailing-Gießen die Summe von

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Kl®emn im Hausha|(

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Zweiter Blatt 163. Zahrgang

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

t in Gegenwart des Kreisrats wegen Erbauung einer neuen Schule. Man hatte zu dem Zweck einen Bau­plan vorliegen, worin statt eines unbebingt nötigen Schulsaales, zwei Klassenzimmer zu ebener Erde vorgesehen waren, schon um die Lehrerwohnung darüber genügend groß zu gestalten. Den Gemeinderäten ivar der Bau zu teuer, man wollte sparen und erklärte, daß man, so lange der Ort steht, bequem die Kinder in einem Klassenzimmer untcrgcbradit hat, daß deshalb ein geräumiger 3diu(fnat dem Bedürfnis in der Gemeinde genüge. Der .Hreie-rat redete mit Engelszungen für die vollständige Durchfi'chrung des vorliegenden Schulprojetts und begründete zum Schlup, die zu schaffende zweite Klaffe im neuen Schulhaus mit der zu erwartenden Vermehruiig der Bevölkerung. Da erhob sich der schebbe Hannes, wie man den Mann in der Ge­meinde, wenn er nicht zugegen ist, bezeichnet, und er Härte mit listigem Augenzwinkern: Herr Kreisratl Mir Bauern sein and) näit dummer wäi bäi Leu' en dr Schtoadt. Auf diese Beweisführung hin brach der Beamte aus der meiuderatssitzung auf und versprach, vom Kreisbauamt einen abgeänderten Bauplan mit nur einem Klassenzimmer

100 Mark.

* Der FamilienauSslug der studentischen Arbeiterunterrichtskurse, der für Sonntag, 27. Juli, angesetzt war, must wegen unbestimmter Witterung ausfallen.

** Mir Bauern fein aach näit dummer wäi bäi Leu' en dr Schtoadt. In einer kleinen hessischen Dorfgemeinde, die feit Jahrzehnten nicht den geringsten Bevölkerungszuwachs hat, verhandelte kürzlich der Ge-

Schlüsse zu ziehen. Tut man dies, so kommt man bei einem über meinberat Kblägigcn Vergleich dieser graphischen Darstellungen zu dem Er- einer neu« gebnis, daß Westsalen mehr als das 2000 fache, Oberschlesien gar mehr als das 4000 fache, der Gesamt-Saarbezirk das 1200 fache, Niederschlesien das 500 fache der jetzigen Jahres-Stcinkohlenförde-

9 V <Me»e»Ärt«W

Aus die außerordentlich umfangreichen und interessanten statt- sttschen Spezialtabellen, in denen Böker die Vorra srnengen der einzelnen Steinkohlcnbezirke untersucht, kann hier nid> -1 gen werden; cs sei nur erwähnt, daß ^ic Bedeutung Westfalens von T c u f c n st u f e s u -t ! c n ' t u n 8 nimmt, wenn man diesem Vergleich den ^lam Vorratsklasscn zugrunde legt. Birgt Westtalen von 1 " B)

nur fast' .3, nämlich 30 (Gruppe/) bzw. MM arden des deutschen Gesamtvorrates in dieser ^ciiunm T ~ r 100 bzw. 141 Milliarde» Sonnen, 10 enthalt c» tn bet feuten stufe 1500-2000 Meter übet davon, .nämlich rd. '«^000 oder, wen» man die Gesamtheit der - einem!m 01 Qlj Meter ins Ange saht, mit seinen 14R <»ruppe A bilc u n l Sonnen (Grappa 8)' etwa- mehr a» 15,c Sd le beS beutlfflen Gesamtvorrats. Umgekehrt verringert nch L 1 c r 1 w deutung im Rahmen von ganz Deut.chlandimmermchrie ttcfei man kommt. Während cs von 0-1000 Meter an ein a-

des gesamten deutscheii Stcinkohlenvorrates, l'° ^oufenstufc

doppelt so groben Vorrat wie West säen w Mtja *llt^lanbä enthält, mithin weitaus das reichste Kohle b ckei in der heute in Abbau benndttchen Gesamtvorrates

untersten Teufenstufe nur noch b.e5 b uimwi teufen-

auf, so das; der oberschlefische Bezirk m.^i Deutschen

stufen von 0-2000 Meter am mic in Xeufcn>

Reiches überhaupt ni^noch mit - 5 statt mir / 1000 Meter

von 01000 Meter annähernd 8 beBW. von u deutschen

17 Milliarden Tonnen betragenden Uleiworra Gesamtvorrate mit rd. 8 -b^ö-^inifche Steinkohlenbezlrk. Die ähnliche Rolle w'elt der linksrheinE Wäldetton->lohlen-

übrigen Steinkohlenbezirke, federtMte ie Vorrat.er-

bezirk und die des Königreichs^Sach n ftaoen ,^ederschle>ische . Leblich geringere Bedeutung,guffn durchschnittlich wenig- &« ->-m deutschen Gesamtvorrat de- I Irgendwelche äaf>tenmä&igenc gtcjSsfentoittc in

wende: er sich gegen die..stieis Norratsmenge durch die ictzige dauer" einfach durch Division: i> jcOocf) einen leichten Ueber-

Fördecung bestimmen S" wollem U^^l übersichtttchen xav blick zu ermöglichen, hat er verschiedenen ^-eufenftuten

für alle G.nzelb-ztr - für dre gtaW» dar-

die. Vorratsrnengen und die_ b . . diesem Bilde weitere

gestellt; er überläßt es dem Leier leimr, au

Die Uohlenvorrate der Deutschen Reiches.

Seit einigen Jahren wird das Bestreben der einzelnen Länder, sich über ihre Mineralschätze Rechenschaft zu geben, immer offen­kundiger ; aus diesem Bestreben heraus bat der in diesem Jahre in Kanada tagende Internationale Geologen-Kongreß die Auf­nahme der Kohlenvorräte aller Länder der Welt in die Wege geleitet. In der Berg- und Hüttenmännischen ZeitschriftGlück­auf", Essen-Ruhr, hat soeben Bergassessor H. E. B ö k e r von der Geol. Landesanstalt in Berlin die von ihm und anderen deutschen Fachleuten für diese Kongrcß-Enciuetc ermittelten Mengen der Ko.h l e n v 0 r r ä t e des Deutschen Reiches zusammen- gestellt und durch übersichtliche graphische Darstellungen bildlich erläutert. Auf dieser Zusammenstellung baut Böker eine außer­ordentlich eingehende statistische Untersuchung auf, die zu sehr interessanten und für das deutsche Wirtschaftsleben hoch erfreulick>en Ergebnissen kommt. Uebrigens handelt es sich dabei nur um erste Mitteilungen: ein umfangreicheres Werk, das noch eingehendere und vor allem auch die lehr wichtige Frage der Verwendungs­möglichkeit (für Verkokung, Hausbrand nsw.i behandelnde Unter­suchungen enthalten soll, wird im nächsten Jahre von der Geol. Landesanstalt heransgegeben werden.

Nach Bökers Angaben beträgt der in heute sicher bauwürdigen (als Gruppe A bezeichneten) Flözen enthaltene Steinkohlen- vorrat von der Oberfläche bis herunter zu 2000 Meter, bis zu tvelcher Endtiefe die Einzelberechnungen durchgeführt worden sind, rund 290 Milliarden Tonnen oder, wenn man die heute erst z. T. ausbeutbaren Flöze bis zu 30 Zentimeter Mächtigkeit mitrechnet was aber nur in den beiden Gebieten mit besonders regelmäßigem Aushalten der Flöze in Westfalen und Oberschlesien geschehen ist sogar rund 410 Milliarden Tonnen «als Gruppe 6 bezeichnet«. Bon den vier unterschiedenen Teufenstufen 01000, 10001200, 12001500 und 15002000 Meter birgt die erste und zunächst wichtige Teufenstufe etwa 34 Proz. oder rd. 100 Mill. Tonnen des gesamten deutschen Stenikohlenvorrats; die zweite von 10001200 Meter reichende Stufe dagegen sogar 10 Proz. Der Umstand, daß in der fünfmal so mächtigen ersten Teufenstufe nicht der sünssache, sondern nur der 3,4 fache Kohlenvorrat der zweiten Teufenstufe vorhanden ist, ist auf den Einfluß des keine Kohlen führenden Deckgebirges zurückzuführen. Bis 1500 Meter über diese Teufe soll voraussichtlich der Steinkohlenbergbau in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten nicht herausgehen können birgt Deutschland an heute schon sicher bauwürdigen Kohlen 194 Milliarden Tonnen und wenn man die geriugmäch- tigcreit Flöze mitberücksichtigt, 272 Milliarden Tonnen. Diese Kohlenvorräte der beiden Gruppen A und B sind noch in die drei Vorratsklassen dersicheren",wahrscheinlichen" undmöglichen" Vorräte unterteilt worden; während für die beiden ersteren Zahlen angaben gemacht worden sind, haben für die dritte Vorratsklane frormöglichen" Vorräte nur allgemeine Angaben wieerheb­lich",mäßig" usw. gegeben werden können. In dieser letzteren unsicheren Klasse sind solche Gebiete enthalten, die zwar mit Be­stimmtheit Kohlen führen, aber heute noch nicht so genau bekannt sind, daß eine zahlenmäßige Berechnung jetzt schon möglich ist. Infolgedessen sind die Steinkohlenvorräte noch grötzer als es nad) den mitgereilten Zahlen erscheint. Auf die mit größter Zuverlanig- feit berechenbare Vorratsklasfe dersicheren" Vorräte entfallen allein 26 Proz. oder 75 Milliarden des Gesamtvorrates (d. i. 290 Millionen, in Gruppe A.

Wie naturgemäß nicht anders zu erwarten ist, verschiebt sich das Verhältnis zwischen densicheren" Vorräten emerieits und denwahrscheinlichen" andererseits nach der Tiefe 511 immer mepr zugunsten der beiden letzten Klassen, da das bergbaulich in -inriruT genommene Gebiet heute erst einen verhältnismäpig kleinen ~eu des gesamten Kohle führenden Gebietes ausmacht und dieie Konten in den noch weniger aufgeschlossenen Gebieten poriimtigenpcvc nur den Vorratsklassen 2 und 3 zugerechnct worden und. Um­gekehrt ist bei der heutigen Beschränkung des deutickten Stein­kohlenbergbaues auf die oberste Teufenstufe naturgemäß rer Vorrat der Klasse 1 in den obersten und wirUchaitlich wichtigste Teufenstufen absolut und relativ genommen erheblich großer ais in den tieferen. Diesicheren" Vorräte betragen von ü law Meter rund 57 Mill., d. i. 3 der Vorratsklane 2 der "wahnmein- lichen" Vorräte mit 85 Mill.; das Verhältnis von Kl: 1 zu Kl.- beträgt von 12001500 Meter nur noch 1 ., von lo00--u u Meter gar nur noch 1 9. Hochbedeutsam ist, daß.von dem VöJCUL betragenden Gesamtvorrat der wichtigsten Klane 1 von 0 - Meter allein 76 Proz. bezw. 57 Milliarden Tonnen am di heute schon in Betracht kommende -ieu|c von 0 1-UU -

Gictzener Strafkammer.

)( Gießen, 25. Juli. Diebstahl und Unterschlagung.

Der Backsteinmach.'r B. von L. arbeitete im Frühjahr dieses Jahres in einer hiesigen Backsteinbrennerei, lieber Pfingsten war ihm für die Tauer der Abwesenheit der übrigen Arbeiter die Obhut über die gemeinschaftliche Arberlsbuoe anvertraut wor­den Tiefe Gelegenheit benutzte er aber dazu, aus dem Koffer des Backsteinrneisiers eine Reihe von BeilLidungsgegenstanoen und eine Haarschneidemaschine zu entwenden. Als die Arbeit am 3 Feiertag begonnen werden sollte, war der Angeklagte mit diesen Sachen verschwunden. Er hatte ferner cm Paar Arbeits­stil he, eine blaue Tuchhose und eine graue Mütze, die ihm der Backsteinmeister geliehen hatte, mitgenommen. D:e wackren ver­setzte er um geringen Preis; einige Gegenstände wurde er aber nicht los. Ob der Koffer verschlossen gewesen ist, und der: An­geklagte zu seiner Oeffnung falsche Schlüssel ober lonstige <verk- -euge benutzt hat, die hierfür nicht bestimmt waren, konnte nickst mehr festgestellt werden. Der Angellagte konnte datier nur wegen einfachen Diebstahls hinsichtlich der aus dem Koster entwendet.n Gegenstände verurteilt werden, wofür zwei Wochen Gewngni^ in Ansatz kommen; für die Untenck.lagung erkalt er; bici -tage Gefängnis. Diese Strafen wurden auf 15 Tage Gefängnis z..- sammengezogen, die als durch die Unteriuchungshast verbntz. er­klärt werden. tätliche Beleidigung

Die Berufungssache gegen den Viehhändler W. von A. mußte vertagt werden, da der Nebenlläger nicht geladen ist.

Verworfene Berufung.

K W. von F. ist wegen Diebstahls von dem <ockwstengericht Friedberg öerurteiit worden. Er verfolgt Berufung, -ta er nicht

IQ Gemütlichkeit In ! Sonntag, den 27. Juli, Hl nachmitt. 4 Uhr: (v*/r Musstuz mu Tanz