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sucht war. In klarem, begeisterndem Vortrag beTymbfttc Herr Direktor Sellschopp - Rostock sein Thema: Der altgläubige Religionskehrer und die Theologie ber Gegenwart. An fünf wichtigen Lehrstücken wies er auf Grund eigner Erfahrung gangbare Wege für den Religionsunterricht, der m unseren Tagen seine besondere Schwierigkeit bietet. Mit gespanntem Interesse wurde auch dieser Vortrag entgegen* genommen und dem Redner der herzliche Dank zum Ausdruck gebracht. — So können wir auch diesmal auf eine .reiche Tagung zurückblicken, von der wir nur wünschen können, daß sie eine gesegnete werde. S.
Zusammenschluß der deutschen Geschickts - lehrer. Auf der letzten Vbilologcntagung in Marburg ist ein ,.Verband deutscher Geschichtslehrer" georfinhet worden. Tie von über 50 Teilnehmern aus allen Teilen Deutschlands besuchte erste Versammlung verlief in der erwünschtesten Weise. Aus den anregenden Vorträgen und lebhaften Auseinandersetzungen, ergab sich die einmütige Ueberzeugung der Anwesenden, daß die historische Unterweisung der Jugend, auf der sich die staatsbürgerliche ausbaut, eine der wichtigsten Aufgaben der deutschen Schul' ist, und der ernste Wille, an der Vervollkommnung dieses Unterrichts Tröftin mitzuarbeiten. Lehrer aller Schularten sind als Mitglieder willkommen; erfreulicherweise haben auch eine Anzahl Universi- tätsprofessoren durch sofortigen Beitritt ihr Interesse bekundet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Gvmnasialdirektor Dr. Friebr. Neubauer in Frankfurt a. M. gewählt. Stellvertreter ist (tteh. Negierungsrat Universitatsprofessor Dr. E. Peru heim in Greifswald Anmeldungen sind an den ersten Schriftführer. Lehrer Walter Behrendt, Leipzig-Schönefeld, Stöckelstr. 6, zu richten.
Provinzial-Arrsschust der Provinz Dberheffen.
Gießen, den 22. Cft. 1913.
Anwesend Provinzialbirektor Geheimerat Dr. Usinger, als Vorsitzender, 5 ordentliche Mitglieder und ein Ersatzmitglied.
Beginn 9, Ende 12r/s Uhr.
1. Gesuch des Adolf Kölsch zu Friedberg um Erlaubnis zu m Betrieb einer G a stw i r t scha f t.
Kölsch, der seither schon Schankwirischast betrieb, war um die Erlaubnis eingekommen, auch Gastwirtschaft betreiben zu dürfen. Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Bedünuissraae beiaht. Da aber die Ortsvvlizeibehörde Einwendungen erhob, die sich gegen den baulichen Zustand der Gastzimmer richteten, auch behauptete, daß durch den mit dem Wivtschaftsbetrieb verbundenen Lärm die Nachbarschaft und insbesondere die Kranken in dem städtischen Spital belästigt würden und außerdem ein Bedürfnis für eine weitere Gastwirtschaft absolut nicht vorhanden sei, trug das Gr. Kreisamt Bedenken, die nachgesuchte Erlaubnis zu erteilen. Es legte deshalb die Akten dem Provinzialausschuß vor. Nach Vernehmung verschiedener Zeugen entschied dieser Ijcute, daß dem Gesuch stattzugeben fei.
2. Gesuch des Konrad Dinkel z u Friedberg um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. Die Verhältnisse liegen hier fast genau, wie bei dem vorherigen Gesuch, mir daß die Nähe des Spitals ausscheidct. Da zwei der zum Beherbergen vorgesehenen vier Zimmer nicht den polizeilichen Anforderungen entsprechen, entschied der Provinzialaus- schuß. das; nur für die anderen beiden Zimmer die nachgesuchte Genehmigung zu erteilen sei.
3. Klage des Stadt Magistrats Fri edberg (Bayern) gegen die Ortskrankenkasse Bad-Nau- Heim wegen Zahlung v on Verpflegungskosten für 'A. H. f
A. D. ist seit längeren Jahren in Bad-Nauheim bet einer Herrschaft als Zimmermädchen bedienstet. Den Winter verbringt sie in ihrer Heimat, erhält aber ihren Lohn weiterbezahlt, damit sie zu Beginn der Saison zur Verfügung steht. Der Arbeitgeber meldete sie für den Wintw bei der Kranken- und Invalidenversicherung regelmäßig ab. — So geschah es auch im Jahre 1912. Am 10. Dezember 1912 nun schrieb die H. im Auftrag des Arbeitgebers, der sich auf Reisen befand, an dessen Diener, er solle sie wieder bei der Ortskrankenkasse Bad-Nauheim anmelden, was auch geschah. Am gleichen Tage wurde die H. in das Krankenhaus in Friedberg in Bayern ausgenommen und längere Zeit behandelt Die entstandenen 491 Mark verlangte der Ortsarmenverband Friedberg von der Ortskrankenkasse Bad- Nauheim zurückersetzt. Tie Kasse weigerte sich mit der Begründung, die H. sei nickt versicherungs pfltchtig , sondern nur versicherungs berechtigt gewesen. Da sie zur Zeit ihrer ?ln- meldung krank gewesen wäre, habe sie gemäß $ 19 III deS Krankenversicherungsgesetzes keine Ansprüche au die Kasse. Friedberg machte demgegenüber geltend, die H fei versicherungs- pflichtig gewesen und erbeb Klage. Inzwischen wurde von dem Vrovinzialcrusschuß dann sestgestellt, daß die H. nicht in dem von dem Arbeitgeber betriebenen Sanatorium, sondern nur als Privat- zimmermädchen desselben gewesen sei. Daraufhin kam der Pro- vinzialaivH'chuß zur Abweisung der erhobenen Klage.
Aus Stadt un-
Gießen, 23. Oktober 1913.
* • DaS Großh. Hess. Regierungsblatt Rr. 23 voin 20. Oktober enthält die Anweisung für die Aufstellung deS Gemeindevoranschlags.
* • Das Union-Theater (früher BakhofS Kammei- lichtspicle) bringt in seinem letzten Programm neben einer Reihe netter Humoresken und spannender dramatischer Szenen, die ihre Wirkung nicht verfehlen, zwei große dreiaktige Dramen .Nachtwanderer' und „DaS Todes- theater'. Beide Stücke sind treffliche Schlager und halten die Zuschauer in atemloser Spannung. Trotz der Wirkung und der augenscheinlich der Direktion angenehmen Rückwirkung auf die Kasse sollte man doch das Wort ,Sen - sja ti on' nicht gar zu sehr in den Vordergrund stellen. Zum Verständnis für das .TodeStbeater' wäre eS ratsam, die Bilder und besonders die den Abschnitten voraufgehenden Erklärungen etwas langsamer laufen zu lassen. — Am Freitag wird ein neues Programm beginnen.
• • »Die Schrecken deS Krieges'. Auf den heute abend pünktlich um 8l/4 Uhr im Neuen Eaalbau stattfindenden Lichtbilder vortrag unseres berühmten Landsmannes, deS KriegS-BerichterstatterS Eugen Reichsfreiherrn v. Binder-Kriegl stein, sei nochmals mit dem Bemerken hingewiesen, daß eS sich empfiehlt, um das Gedränge au der Abendkaffe zu vermeiden, die Eintrittskarten möglichst schon im Vorverkauf in der Buchhandlung deS Herrn Ernst Ehallier zu lösen.
Kreis AlSfcld.
A M ücke, 22. Okt. Zurzeit findet ein sehr siotteS Verladen von Weizen auf dem Bahnhofe statt. Der Weizen wurde auS den umliegenden Ortschaften direkt nach dem Ausdrusch durch Händler aufgeka uft, der Toppel- wntner zu 19 Mark.
Kreis Lauterbach.
R. Lauterback, 2». Okt. In letzter Zeit wurde auS vor- jicbcnen Garten Wäsche gestohlen, die von den Eigentümern jh Bleichen iiber Nacht bin gelegt war. Auch Gemüse und sonstige ickenbedüUmsfe hießen die Diebe bet DeleieuheU mitgeben. Tie zlizei kam Den Tätern jedoch bald auf Die Spur. Sie nahm im rmeuhause eine Haussuchung vor, wo eine unverheiratete Frau »ade mit Bügeln der gestohlenen Wäsche beschästigt tvar. Das einüfe war im Keller für den Winterbedars ausgeslapcll. Nach
a ckäuglicheiu Leugnen gestand ste Den Diebstahl z >, Den sie mit einem von sein r Frau gctiennt IcbettDen ArmenbailSiufaßen gemeinsam ausgcfiihrt hat. Das Vaar wurde zur '."nzeige gebracht. Kreis Schotten.
= Wetterfeld, 21. Okt. Bei Der Beigeord rieten- wähl wurde der bisherige Beigeordnete Johannes Kühn IV. zum zweiten Male mit 124 Stimmen wiedergewählt.
Starkenburg und Rhein Hessen.
rm. Darmstadt, 21. Okt. Städt. Arbeitsamt. Eine Versammlung von Vertretern und Vertreterinnen der Behörden, Körperschaften und Vereine vollzog gestern unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Muller in Anwesenheit eines ReaierungZvertteters die Gründung des Verbandet zur Pflege des Arbeitsnachweises in Darmstadt und fand der Satzungsentwurf einstimmige Annahme. DaS Arbeitsamt wird seine Tätigkeit voraussichtlich am 1. Januar 1914 beginnen. Tie Organisation umfaßt alle wichtigen Arbeitsvermitt limgSftellen der Stadt. — Ter Hessen-Darm- städter Volksfestverein in New Pork, der im Juni d. I. auf seiner Deutschlandfahrt auch Darmstadt besuchte, hat durch seinen Präsidenten Der Stadtverwaltung und der Bevölkerung für die die Erwartungen weit übertroffene gastfreundliche Ehrung und Aufnahme Herzlicken Dank sagen lassen.
Hessen-Nassau.
(!) Herborn, 22. Okk. Am 2. November, dem Tage des ‘"-'forinntionoicftec-, niirb i:i den evangelischen Kirchen Des fion» orialbezirkS Wiesbaden eine Sammlung für Die Gnslav- Ado!i-S i tunq v ranstaliet. — Tic um 17. August in Den ci nngc- liicken Kirchen pv.-obcuc Sammlung für Die Anstalt „Bethel" m Bielefeld hat 1938,77 Mk. ergeben.
Baronin Saldern vor Gericht
Unter Anklage der Hochstapelei.
In Wiesbaden wird morgen ein Prozeß seinen Anfang nehmen, der schon im vorigen Jahre ein Vorspiel erlebt hat, das seinerzeit großes Aussehen besonders in Berliner GxiellschaftZkreisen erregte. Tic Verhandlung, tic morgen beginnt, wird mancher tragischen Momente nicht entbehren, denn Die Baronin Saldern, die auf der Anklagebank sitzt und sich wegen Hochstapelei zu verantworten haben wird, ist vvr allem das Opfer ihres Sohnes geworden, der sich nicht gescheut hat, seine Mutter in seine unsauberen Händel mit allen nur möglichen Mitteln zu verstricken.
Vor einigen Jahren kam der Gras Saldern-Ahlemb-Ringen- waldc nach Wiesbaden. Der Graf war Inhaber des völlig verschuldeten Fideikommisses Ringemvalde in der Uckermark. Er pflegte den Sommer auf seinem Rittergut oder auf Reisen, den Winter in Berlin zuzubringen. In der hiesigen Gesellschaft, wo er sehr bekannt war, genoß er den Ruf eines verschwenderischen Lebemanns. Der eigentstchc Zweck seiner Uebcrsiebcllmg nach Wiesbaden war, seine völlig zerrütteten BermögensverHal 1 nisse durch eine reiche Heirat zu sanieren. Seine Schulden betrugen damals gegen fünf Millionen Mark. Er hatte kurz vor seiner Ueversiedclung in Berlin eine reiche Russin l’enn-cn gelernt, die bei der außerordemlichen. Höhe ihrer Mitgift geeignet erschien, den Zusammenbruch der Existenz des Grasen Saldern zu verhüten. In Wiesbaden hatte der Graf mit der Russin eine Zusammenkunft verabredet. Es schien, als ob die Verlobung zustande kommen sollte, und um nun seiner zukünftigen Braut und der Wiesbadener Gesellschaft gegenüber, in der er sehr bald eingesührt war, standesgemäß aurtreten zu können, bezog der ,Graf eines der fashwnabelsten Hotels und lebte auf großem Fuße. Bald jedoch mietete er eine Villa, in der er das üppige Leben, das .feinen finanziellen Ruin herbeigcsührt hatte, von neuem begann. Er stattete die jBllla glänzend aus unb verstand es, sie bald zum Mittelpunkt .Des gesellschaftlichen Lebens der Residenzstadt zu machen. Er kaufte sich — natürlich nicht gegen Barzahlung, sondern gegen Ausstellung von Schuldscheinen — Automobile. Kutschwagen und teure Wagen- unb Reitpferde. Eine zahlreiche Dienerschaft mietete er sich ebenfalls. Endlich erstatteten jebod) die Wiesbadener Geschäftsleute, die vergeblich aus die Bezahlung warteten, Anzeige wegen Betruges. Die Königliche Staatsanwaltschaft zu Wiesbaden eröffnete das Verfahren gegen den Grafen. Der sPrvzcß war in seinen Einzelheiten recht interessant. Der Angeklagte, den ber Berliner Rechtsanwalt Dr. Puppe verteidigte, batte, wie im Laufe der Verhandlung sestgestellt wurde, innerhalb der letzten zwei Jahre nicht weniger als 1' _> Millionen Mark Schulden kontrahiert. Allein den kleinen Wiesbadener Geschäftsleuten schuldete er 150 003 Mark. Das Hotel, in dem er gewohnt hatte, hat feinen Pfennig von ihm ^u sehen bekommen. Auch auf das Geschlechts.eben des Grasen ivarien die Mitteilungen einiger Ticusttn idchcu, .Deren Kinder den Grafen zum Vattr Hatton, ein seltsames Licht. Es gelang, den Beweis zu erbringen, daß der bljäh.ige Graf geisteskrank sei. Er wurde freigesprocken.
Schon vor dem Prozeß hatte der Graf in Anbetracht seiner bevorstel>enden Verlobung mit der russischen Tarne seine Mutter, die Baronin Saldern, zur Uebersicdlung nach Wiesbaden veranlaßt. Es gelang ihm bald, die Baronin seinen Plänen gefügig 511 machen. Er.witzle sie in der unglaublichsten Weise ans. Er veranlaßte sie ihm Blankoakzepte auSzustellen und sich an feinen Transaktionen zu beteiligen. Die Folge war, daß sie sich derselben Vergehen schuldig machte, die ihren Sohn auf die Anklagebank gebracht hatten.
Wiesbaden, 22. Okt. In dem Betrugsprozeß gegen die Baronin von Salderu-Ahlimb wurde die Angeklagte nach fünfstündiger Verhandlung freigesprochen, weil ihr eine Schuld nicht nackgowieseu werden konnte. Der Staatsanwalt hatte einige Tage Gefängnis beantragt.
Berlin, 21. Oft. In dem Prozeß gegen die Vorstandsmitglieder der Nordwestbank G. m. b. H. verurteilte heute die erste Strafkammer dos Landgerichts Berlin I Albert Engel wegen Betruges, Verleitung zum Börfenfpiol, KonkurL- vergehens. unlauteren Wettbewerbes, Verletzung des Stompelftouer- gefetzes, Verletzung der Bestimmungen, betreffend die Gesellschaften mit bcfchränlter Haftung, zu 5 Monaten Gefängnis und 3000 Mk. Geldstrafe oder noch 300 Tagen Gefängnis .Otto Haedicke wegen derselben Vergehen zu einem Jahr einer Woche Gefängnis unb 2700 Mk. Geldstrafe ober für je 10 Mk. einen Tag Gefängnis, unter Anrechnung von sechs Ädonaten der erlittenen Untersuchungshaft Fritz Kolbe zu einem Jahr vier Monaten Gefängnis intb 2500 Mk. Geldstrafe oder noch 250 Tagen Gefängnis, unter An rechnung von vier Monaten der erlittenen Untersuchungshaft unb
den Angestellten der Bank Alfred Beyer wegen Betruges unb Verleitung zum Börfenspiel zu sechs Monaten Gefängnis, wovon zwei Monate auf die Untersuchungshaft abgerechnet werden.
Lingesairdt.
.Für Form nnb Inhalt aller unter Dieter Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 21. Oktober.
Am vergangenen SamStag nachmittag waren Die städtischen Bureaus wegen der LötteAcklacki-GeDenNeier geschloffen, wie Dies and) au sonnigen patriotischen Festtagen üblich ist. Gewiß sehr anerkennenswert. Schöner und gereckter wäre es, wenn man Die fläDt liehen Arbeiter an solchen Tagen auch feiern ließe, natürlich ohne Lohnabzug. WaS nützt Den Arbeitern all dieses ^lockengekaute, Musik, Gesang und was alle die Veranstaltungen, ivenn er einer Arve t nachgeben muß! Hoffentlich nimmt sich in Znkim't unsere Stadtverwaltung auch ihrer Arbeiter an.
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ö a r t m a n n 3 b a i ti, 21. Oft Nach Herausgabe deS neuer fighrulanes vom 1. Cftober bleckt der von^guterbad) kommende Zug, welcher abends 8 Uhr mit Dem von Stockheim kommende' biet kreuzt, m Ortenberg liegen. Scharfe Urte le werden darüber laut, baß man kurz vor einem Zweigbahnhos mit nur noch einer Zivisckenftation liegen bleiben muß, wo sogar bie borl passterendeu Züge für Das Auge ersichtlich sind. Tie er Zug war wohl einer VON Den meist besetzten. Denn mandjen Soldaten, Arbeitern imd onftigeu Reuenden war baDuvb Die 'J?lönlid)feit geboten, abends snock ihr Ziel zu erreichen. ES ist Dies Der zweite Zug, Der auf Der Strecke liegen bleibt; Der anDere, Der um 10 Uhr hier durchfährt, bleibt in Gedern liegen. D.
Märkte.
th. Gießen, 22. Oft. Ter heutige Zwiebel markt in üä-'rt'.b« (Satten batte einen Vorrat von etwa 80-90 Zentnern Ware, überwiegend sächsische? Gewächs. Tie VerkauKr au8 der Weiteren, welche sonst ihr vorzülstiches heimisches Gewächs Direkt an unseren Markt bringen, waren beucr infolge Der schlechten Ernte bi» auf einen vanbwirt auS der Friedberger Gegend auSgcblieben. Tie angebotene Ware war Durchschnittlich nicht ausgewachsen und weit unter Dem Mittelmaß, 'l ei Dem geiotDerteu hohen PreiS ivnrde Das (Seidiäf, mehr im Kleinen gemacht. Bezahlt wurde der Zentner Zwiebeln mit 'Mk. 5,50, bei kleinerer Abnahme wurden für Das Pitmd 6 Psg. bezahlt, gemeffen kosteten 10 Liter 80 Mennig. Knoblauch wurde Das MuuD zu 40 Pfo. ober das Bünocheu zu 3 Kuolleu nut 8—10 P'g. abgegeben. Meerrettich war zu 20 Plg. DaS Pfund zu kaufen. Ter Vorrat wurde bis zum Schluß des Marktes geräumt.
FC. Wiesbaden. Vie hhof-Marktbericht vom 22. Okt. Austrieb. Rinder 98 (Odifeu 10, Bullen 10, Kühe 78), .(kälber 250, Eckase 44, £d))veine 465. Prelle für 100 Md.
Geschäft mittel. Vebeub- <5d)(ad)t-
Ockfen. gereicht
Vollsteiidüqe, auSgeinäslete, lwdisten Sdftgcht- Mk. Alk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 52—57 93-102 Tie noch nicht gezo.ien haben (unoeiodite) . . 51—56 91 — 100 Junge, fleischige, nicht anSgemaslete und ältere
auSgemästele............45—50 81—89
Bullen.
Vollkleifdnge, ausgew^ Höchsten Sd)lacktw. . . >9—52 83—83
Pollffeifchige, jüngere 44—48 75—81
Färsen, K ü H e.
Vollfleifckige anSgemästete Färsen Höchsten
SebladftiverteS 51—55 92—100
Yollfleiicbige ausgemästete Kühe höchsten
Schlacktwerles bis zu 7 Jahren 45—49 87—89
Wenig gut entwickelte Färsen 45—49 83—89
Aeitere auSgeinäslete Kühe unb wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe 40—44 74—82
Mäßig genährte Kühe unb Färsen 33—39 63—78
Kälber.
Keinste Moflkälber ........ 70-73 117—122
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 65—69 107 — 115
Geringere Mast- unb gute Saugkälber . . . 58—64 97—107
Geringe Saugkälber.......... 58—57 90—96
Schafe.
Weidemaflschale:
Mastlämmer und Maslyarnmel .... 45,50—00.00 94—00
Sch ioeitre.
?ollsteischige Schweine von 80 -100 Kg Lebend
gewicht ' . . - . 61-61l/s 78-80
Vollfleisdüge Sdiweiue unter kO kg Lebendgeivicht 61-61*/, 78—79
'Lollsletschige Echrveiue von 103 — 120 kg 2ebend-
geiviiht ........ 62-34 78—90
T oltsleischige Schweine vonl20—150 kg Lebend- gewtcht 61*/, —90 77—09 5eit)d)reeine über 150 k» Leben)gewicht . 57*/,-60 72—75
Limburg a. d. Lahn» 22. Cft. frucht mar ft. Turd)« sdmitlspreis vro 9)ialter. Roter Weizen lNaffauiscker) 16,00 Mk., weißer Weizen (angebaute ?vcmDfortcu) 15/0 "if^ Korn 11,90 Pik., Gerste Futter) : 0,00 'Mk., Braugerste GO,00 Pik., Hafer 7,80—0,00 Pik., (Srbien 0,00 9)ifN Kartoffeln 3,60-4,00 Mk.
kirchliche Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag, den 23. Cftober, abends 8 llyr, im Markussaale: 3 i b c l ft u n D e. Pfairer <5 d) re a b e.
Meteorologische Beobachtungen der Station (Sieben.
ert
2E13
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative | Feuchtigkeit •
Windrichtung
Windstärke
(Brob ber BrwSUmng in Iehniel ber ffchlb. Himmelsfl.
Wetter
22 ' 2” 1
745,3
13.2
84
74
SW
2
10
Ved. Himmel
22. 9“
746,4
10 7
8.7
91
W
2
10
Regen
23. 7“
748,9
9,5
8,7
98
still
still
10
Nebel
höchste Temperatur am 21. bis 22. Oktober — 4- 13,3
Niedrigste , , 21. „ 23. , -ft- 70 0.
Niederschlag: 3,7 mm.
8
chlager in Quelifäf.
Diebesfe
Die Hauptmarke!
„Unsere Marine


