Ausgabe 
20.3.1913 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

schließt mir einer Einnahme von

Wetterhäuschens tun Bahnhose.

92 K

39-40

80,00-8800

63.5065.00

79.00-81.00

63.0064.00

63.5065.00

63.50-65.00

24 auS anderen hessischen Orten und 5 auS Preußen.

Der Dienst

6870

6367

113-117

10711'

Schul- so daß waren.

wisscnschcfftlichcn Prüfling zum cinjährig-sreiivilligen unterzogen sich 6 Schüler mit Erfolg. Im Laufe beS jahreS sind 8 Schüler auS der Anstalt ausgetreten, am Schluß deS Schuljahres noch 93 Schüler vorhanden Das neue Schuljahr beginnt am Montag, 31. März.

Kreis Schotten.

und geringere Masltämiilcr . . . Schweine.

Dollfleifchige Schweine oon80-100 kg Lebendgewicht........

Vollfleischige Schweine »»Mer 80 kg Lebendgewicht........

Vottflelfchige Schweine oon 100120 kg Lebendgewicht........

Vollfleischige Schweine von 120150 kg Lebendgewicht........

80.0082.00

80.0082.0

Letzte nacbricbtcn.

Konstantinopel, 20. März. Mahmud S eheste erklärte gegenüber einer maßgebenden Persönlichkeit, das der gestrige Kampf an der Tschataldschaliuie ein ft u 6 g fr spro ebener Sieg der Türken sei. Die heftige, blutige Schlacht, an der drei türkische Korps beteiligt waren, enbigt mit der Erstürmung der bulgarischen Stellungen.

Kälber.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . .

Geringere Mast- und gute Saugkälber . .

Schafe.

Stallrnastschaie:

Aeltere Masthanunel, gut genährte junge Schafe

Kunstgegenstände zur Verteilung.

B a o - N a u h e »m , 18. März. Ter Kur- und Verschmie­rungsverein hielt seine 45. Hauptversammlung ab. -ter Vorsitzende Lehrer Aug. Wagner bemerkte, daß trotz der un­günstigen Zeitverstälmiffe unsere Badeindustrie sich einer glänzenden Konjunktur erfreue. Sei doch die Zahl der Kurgäste auf 3o 87b gestiegen, und die der Bäder auf 486 157. Ter Redner verbreitete sich dann über die Gründung von R a t u r s ch u y a n l a g c n, in denen Vögel uitb Pflanzen in ihrem gegenwärtigen Zustande erhalten bleiben, auch früher bei uns l-ciimsclie, ausgerottete Arten wieder anzufiedeln. Zum Schluffe wurde ciii Bliä aut ine Ver­besserungen und Neueinrichtungen unseres Bades geworfen, -tie von Herrn With. W a l l m a n u vorgetragene Iahresrechnuug schließt mir einer Einnahme von 868,48 Mk. und cmer Ausgabe von 847,36 Mk. ab. Tas Kapitalvermögen beträgt 746,32 Mk. Tie ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: Hotelbesiher Aletter, Stadtv. Ialobi, Bademeister Kissel, Beig. Lenk, Öbergärtner Lstermeyer, Kaufmann Schwab, Villenbeutzcr Wallmanu und Restmiraleur Gaudes. Zum VenoaltungSrat im Konitzkt)stift wurde wieder der Vorsitzende ernannt. Für Anscha»- fintfl von FMterhäusck^en und Bänken und für Vogelfütterung wurden wieder größere Summen vorgesehen, ebenso wurden dem Verkehrsausschuß, dem Blumenschmuckausschuß, dem 'Bildungs­verein, dem Ortsgewerbeverein und der Sanitätskololme Beihilfen bewilligt. Stadtv. .^linker fuß ersucht den Vorstand, dahin zu wirken, daß die Ruine am Bahnhofe, früher Böingsche Fabrik, wenigstens durch Bepslairzung mit Bäumen oder Buschwerk bedeckt werde. Villenbesiper Wallmanu beantragt die Ausstellung eines

91 nm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie v,ä der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswättl nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

fianbcl.

Frankfurt a. M., 19. Mär;. Zn der heutigen ordent­lichen Haliptverfammlung der 9)1 i t l e l d e n t s ch e n Kredit­bank würben sämtliche Anträge bev Verwaltung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 6% Vroz. beschlossen. Zn den Aufsichtsrar würben neu geivählt die Herren Kurt von Llenfville in Firma T. L I. de Neuiville in Frankfurt a. Al., Kommerrien« rat Theodor Simon in Firma Karl Simon Söhne in Stirn a. b. Nah«^ Gfeljeimcr Kommerzienrat Tr. Gustav Strnvv in Meiningen uni Kommerzienrat Anton Gustav Wittekind in Berlin. |

Lebend- Schlacht­gewicht

Mk. Mk.

vneinrnachnchten.

* Verein ehem 116er. Dem Bericht über die Mit­gliederversammlung ist noch nachzutragen, daß als Zeugwatt Karl Burger und als Beisitzer Schneidermeister Oehler in den Vorstand gewählt worden sind. .

Steinberg, 18. März. Ter G e i a u gv er e tu >> u g e nd- freund teilt uns mit, daß nicht 30, sondern nur 9 Vereine an dem Gesangswettstreit leilnehrnen. Auch sei^ das Preisgencyt noch nicht gebildet. Tas Fest flndet am 15. ^un^ statt

= Großen-Buseck, 19. März. Am ^onntag iiadx mittag fand der Bertretertag zu dem Geiangswettstteit d^ Ge­sangvereinsGermania" im Saale des GaUwirts Brua statt. 12 Gesangvereine haben sich angemeldet, namllch Ltcoer- kranz-Leihgestern, Sängerkranz-Grünberg, Liederzwerg-Nied a. '.c, Heiterkeit-Annerod, Lieber kranz Dindcden, Harmonle-Reistiräien, Eintrackt-Butzbach, Liederblüte-Garbenteich, Germania Burkharbs- feiben, Männergesangverein-Homberg a. d. Ohm, Germanta-Wis- mar und Concordia-Rödgen bei Gießen. Ter Wettstreit wird am 15. 3-um abgehalten. Es kommen hohe Geldpreise und wertvolle

(5crid)tsfaaL

Berlin, 19. März. In dem Betrugsprozcß, der seit dem 3. Februar die Strafkammer und das Land- gerickst beschäftigt, in dem cs sich um betrügerische Hand­lungen zum Schaden der königlichen Bernsteinwerke handelte, ist heute nachmittag das Urteil verkündet worden. Der Kaufmann B r u m b y - Duisburg imd der Kaufmann Fricke-Essen a. d. R. wurden zu je 1000 Mark, der Bernsteindrechsler Bach-Ruhla zu 2000 Mark und der Kaufmann Möller- Berlin zu 9000 Mark (Geldstrafe verurteilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochcn.

Berlin, 19. März. Der falsche Staatsan- ina 11 Unter der Anklage des Diebstahls oder der Hehlerei standen vor der 12. Strafkammer des hiesigen Lcmdye- richts l der Schuhmacher Robert Lange, der Möbelpolter >brumml»olz, die Arbeiter Schmidt und Schunke. dte Ar­beiterin Anna Freß und eine Frau Wurmbrunn, die zahl­reiche Fuhrwerke bestohlen hatten Bei der Einlieferung bc^ Lange in das Moabiter Untersuchungsgefängnis spielte

Märkte.

le. Frankfurt a.M. V i e h o f - M a r 11 b e r i d) t vom 20.März. Austrieb: Rinder 96, banmler Ochsen 41, Bullen 1, Kühe uni» Färsen 54, Kälber 131& Schake 57, Schweine 1755.

Tenbenz: Kälber, Scha'e »mb Schiveine rnhig.

Preis für 100 Pld.

-| Unter-Seibertenrod, 19. März. Ein Unfall, her leicht die schlimmsten Folgen hätte haben können, ereignete sich aut her Straße zwischen der Lnhmühle und hier. Aut der Sttaße fuhr ein M o t o r s ä g e we r k. Ein Break tarn ihm entgegen Die Pferde des Fuhrwerks scheuten vor dem Motor und gingen durch. Seitwärts stürzten sie den Ebaussee- rain hinab Die Pferde blieben an einem 'Baum hängen. Ter Wagen stürzte um und ein Mädchen kam darunter. Trotzdem der Wagen völlig zertrümmert nnirbc, Famen die Insassen mit heiler Haut davon

Kreis Wetzlar.

X Krofdorf, 18. März. ES wirb beabsichtigt, hier eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Im Verein mit der im Herbst angelegten Wasserleitung ist eine Feuer­wehr nur zu begrüßen. Auch in Atzbach ist eine freiwillige Wehr gegründet worben.

Hessen-Nassau.

w. Frankfurt a 'DL, 19. Mörz. An bem Neubau der Kroft- imb 'Lichtanstalt in der Rebstöcker Straße er­eignete sich he»»te vormittag ein schwerer UnglückSsall. Der dort erst seit einigen Tagen beschäftigte Tagelöhner Sin et auS Hirsch e id in Bauern zog einen schweren Eimer zum dritte»» Stockwerk empor, als bas Seil riß und der Eimer in bie Tiefe stürzte. Dem Unglücklichen wurde der Kopf förm­lich gespalten. Außerdem erlitt er einen Ober- und Unter­kieferbruch. Linet war sofort tot. v

so. Fulda, 18. März. Am Palmsonntag »vurde am Hummelskops bei Kämmerzell bet »Romanus stein* von den Forstbeamte»» deS Kreises Fulda in Anwesenheit von zahlreichen Zuschauern auS Stabt und Lanb entmültt. Das Denkmal ist bekanntlich von den Förstern ihrem vonlZigeuner Ebenber am 15. Februar o. I. erschossene»» Kollegen MomanuS von Reisig am Tatorte gefetzt worben. Nachbem eilte Tochter beS Försters NomanuS einen Prolog gesprochen starte, hielt Forstmeister Emmelheinz-Julda bie Gedächtnisrede.

vermiiehter.

Ein fahnenflüchtiger Offizier als Juwelendieb.

Der große Diebstahl im Berliner Union- Theater, bei dem einer russischen Dame aus der Garderobe ein Handtäschchen mit Juwelen im Werte von 125000 Mark entwendet worden ist, ist jetzt aufgeklärt. Der Haupt­täter ist ein fahnenflüchtiger Leutnant eines et* säßischen Feldartillerieregiments namens Herbert Kol- derg aus Fürstenwalde, der zwette Hochstapler, der sich v. Wettersheim nannte, ist der Kaufmann Arthur Krause. Die Frau, welche er als seine Gattin ausgab, ist eine Frau Margarete Pfeffer. In einem Gasthaus der Potsdamer Stra^, welches die .Hochstapler besuchten, boten sie einem Juwelier die Schmucksachen telephonisch zum Kauf an, der es aber ablehnte, den Kauf sofort abzuschließen. Sie ließen dort, da es ihnen an Geld zur Bezahlung der Zeche fehlte, ein goldenes Armband der Russin als Pfand zurück. Die Spur der Gauner verliert sich in einem Gasthaus in Frie­denau, w sie enioe goldene Uhr der Russin als Bezahlung zurückließen.

Der in Friedenau wohnende Kaufmann Pfeffer, der Gatte der an dem großen Juwelertdiebstahl im Uniontheater beteiligten Frau, hat Selbstmord verübt. Vielleicht fürchtete er, zur Rechenschaft gezogen zu werden. In seinen Taschen wurde»» zwei Bitlets des Union-Theaters vom 17. Marz, den» Tage des Diebstahls gefunden, so daß es scheint, daß er während des Diebstahls in dem Theater anwesend war. Ferner wurde in der Wohnung ein Abschiedsbrief an seine Frau gefunden. Danach verließen die Diebe nach der Tat sofort Berlin.

monatl. Uebersicht der Todessölle in der Stadl Sieben.

Monat Februar 1918.

Einwohnerzahl: angenommen tut 32 400 (iukl. 1600 Mann Militari, SterblichkeitSzifser: 19,2/.

nach Abzug voi» 28 Ort5|rc>iit>en : 8,4 " M.

Kinder

Athen, 20. Marz. Mönig Konstantin richtete feind erste,» Tagesbefehl an die Armee, der folqenbcrmaßM lautete: - 1

Ein ruchloser Anschlag ans die geheiligte Person des SomM nahm uns allen in einer für die ganze hellcnifdie Ration uK krittschen Zeit unseren Führer. Ich bin »ept dürft) die Boi» sehunq beruien, meinem unvergcßltftxii Vater auf den TbrM zv folgen, den er so lange ausgezeichnet bat. Fch bringe bttc Nachricht zur Kenntnis meiner Armee, der ich mein ganzes Siebe gewännet habe, mit der mich unglückliche und glückliche Mric^ unlösbar verknüpften. Ich erkläre, daß ich immer a~i ihrer Spitze mnridneren und niemals ablaffen »oerbe, me,« ganze Sorgfalt der Armee, der Mattne und bem Lande zu roifr men» bereit Ruhmestaten bas Vaterland vergrößetten unb t*» rühmt machten

Saloniki, 20. März Tie Untersuchung hat fr* geben saß der Mörder des Königs ein elender, bennüfr* acfommcnei Mensch ist, der von Almosen lebte, ein Deklassiert«, der von seiner Familie vett'wßen worden ist. Er erklärte, ner» rasthenisch zu se»n.

angemeldct unb von bieser mit amtlichem Anmelbevermerk und fortlaufender Nummer versehen sind. Innerhalb eme?- Monats nach bem letzten Eintrag ist jebeS Kontrollbuch roiebci der OttSpolizeibehörbe vorzulegen, bie in ihm ben Tag bei letzten Eintragung amtlich zu vermerken hat. Tie SttSpolizei- behörben haben über bie von jebtni Viehhänbler bei ihr an- qemelbetcn Kontrsllbücher ein Verzeichnis mit fottlaufenben Nummern zu führen. Zn bem Verzeichnis »st, sobald em Konlrollbuch als abgeschlossen vorgelegt wirb, die Zeit ber letzten Eintragung z»l vermerken.

Kreis Alsfeld.

m. Alsfeld, 19. Mär». Stadtvorstandssitzung. Anwesend Bürgermeister Tr. Völsing als Vorsitzenoer, b»e Bei­geordneten Weitz uno Reh, iomie 11 Stabtvotttanosmttglleder. Im Zuteresfe der Nostenersparms batte der ^tabtroritanb bei der Regierung Darum nachgesucht, die örtlime Banaus licht bei der Wiederherstellung ber W a l p n r g i S k» r ch e dem Itadt. Balcheamten, statt einem staatlichen Bauauneher zu übertragen. Das Ministerium hat sich unter gewissen Bedingungen hierzu bereit erklärt. Die von Regierui'.gSbaumeister Mu bl mann ent- wotfenrn Bedingungen uno Vorausictzuitgen zur Annahme des städtischen Baubeamtm als örtlicher Bauleiter wurden vom <otabV- norftanb genehmigt. - Für Oie Anschaffung von Küchen­geräten für die Kochkü che in der Vol^schule wurde ein Mrcbit von 700 Matt bewilligt. Tas Wa chtlokal^ soll ,um Zwecke der Feuermeldung zur Nachtzeit mit dem -turnt ourch eine T e l e p b o n le i t»» n g verbunden werden Be­züglich der Eröffnung der H o d> U r a V c beschließt der Stadt- Vorstand, für den Fall, daß die Eisenbabnoettvaltung sich berett erffärt, anstelle des zur Bahnhosserweiteruitg enorderliche^ Ge- landestteisens von ungefähr 600 qm vom Wallach,cl)cn -^age- oerk, von der Stadt Alsfeld Erianyelande von dem leujeler Fahrweg zu erwerben, soll die Schließung deS deit Wallackstcheu >»lzvlatz durchziehciiden Leuselcr Fahr,vegs aut Grund der öli­gem einen Bauordnung beantragt und dastir dw ^onniing der Hochstraße vom Deckersclü,» Hause au bis 5um Zeller-Notlveg be schlossen werben, wottiber iwft» ein besonderes Proiekt at'fzustcllm wäre. In nichtöffentlicher Sitzung wurde durch ichrtftliche Abstimmung für bie endgültige Besetzung der 5. S_cbrcrHelle an der Stabtfcfnile der Lehrer Ludw. Nceb in ,\rici)bcrg vorge­schlagen Dem besuch des städtischen $ au b c amt en luegen Herabsetzung seiner zweijährigen Probedienstzeit aut 1 ^am wurde stattgegeben. Außerhalb der Tagesordnung^ wurde noch zu einem iüesnche nm Erteilung der Wirtschattskon Zes­sion die Bedürf,üsfrage bejaht. , , .. .

0 Alsfeld, 19. März. Tie Gewerbeschule, d,e un WiMersemester von 28 Schülern in 3 Meilnngen besucht war, veranstaltele heute im' Särnlljous eine Dchlußfeicr. Haupt- leljrer 3d) in bei ridüetc beherzigenswette Worte Mi die cw- gehenben Schüler unb ermahnte sie zu Fleitz unb AuÄauer in ihrer Weiterbilduiig, damit sie in dem hatten Konkurrenzkamm in Ehren bestehen föunten Für ben Aufsichtsrat sprach Ober- ichulbirektor Tr. P i tz. Von Interesse war des,en Mitteilung, baß das Prüfungsergebnis dürft- die oberste Aufsichtsbel)örde vor­züglich gewesen ist. Er ermahnte die Schüler zur Dankbarkeit gegen die Schule und zur Liebe zum Vaterland. F-ur die Stadt Alsfeld und den SrtegewerbcDerein sprach Bürgernuister -lt. Wölfin g. Er briidte der Sd-ule das Wohlwollen der Stadt ans und i-rmahnte bie Schüler, bie Bestrebungen der Ottsgewcrbe- vereine tatkräftig zu imterinlten. Nach ber Ueberreichung der Schulzeugnisse sand eine Besiftfligung der in den unteren Raiimen ausgestellten Zeichnungen unb Arbeiten unter sachkundiger Fup- rung statt In (Gegenwart des Geh. Landesökonomierates Müller aus Tarne,tobt veranstaltete die Landw. Winter schule am Mittwvd; vormittag eine öffentliche Schlußseier, ver- buitben mit einer Scklußvrüfung, Biele Angehörige und Ver- yjanbte der Schüler, sowie Tvrcnnöe der Anstalt, wohnten der Prüfling als Zuhörer bei. Tic schriftlichen Arbeiten und Zeich- unngen brr Scküler waren auSgelegt. Die Schule nmrbe im1 Winterhalbjahr von 48 Schüleni in 2 Abteilungen besucht. An der Anstalt luirtcen 3 Landwittsckaftslehrer unb 6 Hilfslehrer. Leiter der -Install ist der Lanbwirtscl>aftülehrer Heck. Nachmittags nur 3 Uhr sand eine Nachfeier imTentschen Haus" statt:

Mücke, 19. März. Vor dem Gntersft)uppeii des h»c|igen Bahnhofs hielten vier Fuhrwerke, um Güter zu verladen. Ein Zug fuhr ein. Tic Pferde der Fuhrwerke scheuten und gingen bnr'ch Alle vier Fuhrwerke rasten der hcrabgelaffcnen Schranke ,u. Tn- bie Schranke bebienenbe Beamte riß sie im letzten Augenblick in die Höhe und die Pferde tonnten durch Andem- salls wäre sicher ein folgenschwerer Zusammenstoß erfolgt.

Kreis Lauterbach.

~ Laute rbach, 18. März. Nach bem Jahresbericht ber Höheren Bürgerschule (Ncalschule mit Einjährigen­berechtigung) betrug bie Zahl ber am Anfang bes Schul­jahres 1912/13 aufgenommenen Schüler 101. Darunter be­fanden sich 69 Knaben unb 32 Mäbchen. Nach bem Glaubensbekenntnis waren 94 evangelisch, 3 katholisch unb 4 israelitisch. Von ben Schülern waren 72 aus Lauterbach,

* Eine abenteuerliche Geschichte. Eine vornehme Russin erzählte ber Berliner Polizei folgende Geschichte: Sic lernte in einem Cafe ein etwa 19jähriges Mädckwn kennen, dem sich bald ein Herr zugcsollte, der sich als Arttrr v. Wcttersheim vorstellte. Man suchte ein anderes Case auf. Tort schloß sich ein eleganter Herr, Leutnant a. D. v. Stierstett ihnen an. Gemein­sam besuchic man schließlich das Union-LichtsVieltl-cater Unter den Linden. Dort veranlaßte v. Stierstett die russische Tarne, ihre Handtasckie mit ivertvollem Inhalt in der Garderobe abaugeben unb er behielt bie Marke bei sich. Nach Wenigen Minuten vcr sftüvand Stierstett mit seiner Begleiterin, bald daraus aud> Wetters- Heim. Ms nad) einiger Zeit die Russin Dcrdadst säiöpste, ver­langte sie ihre Garderobe und erfuhr, daß die Tasche bereits l)craii5gcgcbcit worben sei. Sie sah nun, daß sie Schwinblem in die Hände gesallen war. Tic Tasche enthielt Juwelen im Werte vor» 125 000 Mk.

* Stürme ander Küste. Aus .Hamburg, 18. März, wird gemeldet: Turch den Sturm in der letzte»» Nacht Würbe großer Schaden angeridytet. Im Hasen wurde ein großer Dampfer unb ein Segelschiff von den Vettäimngen losgettsscn. wobei der Segler gegen ein Dock vor» Blohm u. Voß getrieben unb beschädigt wurde. Ein Sturm brachte in der vergangenen Nacht den BaggerGoedHard II." bei ber Einfahrt in die neue Schleuse bei Brunsbüttel zum Kentern. Die an Borb befindlichen Per­sonen, brei Männer, eine Frau unb ein Kind ertran­ken. Im Kaiser Misteln»-Kanal sank ber SchlepperVul­kan", die Maimschaft wurde gerettet. Tic Zahl ber im Ham­burger Hafen und auf der Elbe untergegangnten Schuten unb Leichter sdpoonkt zwifchcn sechzig unb a cht z i g.

* Brennende Erdölgucllen. Aus Bukarest nnrb gemeldet: Mehrere Bohranlagen in bem petroleumhaltigen Ge­biete von M o r c n i, die bereits Petroleum zu Tage förderten, gerieten in Brand. Ein Ingenieur und mehrere Arbeiter sind schwer verletzt worden. Einige Arbeiter werden vermißt.

fick ein nickst alltäglufler Vonall ab. Lange erschien mit Zylinderhut unb Monokel in ben» Gefangenentransport und d)Udi fick) unbemerkt in bie Gefängniskanzlei. Tort stellte er sich alsStaatsanwalt Tr Mönig" vor und erklärte, er sei beauftragt, bei» Durchstechereier» auf der Unters»»chungs. ffatton 2 auf ben Grund zu gehen. Ter Gesangnisinspeklvr begab sich mit bemHerrn Staatsanwalt" unter M»tnähme einer Anzahl von Akten in bas Gerichtsgedäube, N» ihn i)iefereinen Augenblick' warten ließ, nm bas Gerichts- gebäuhe schleunigst zu verlassen. Er erfreute sickr mbeä der goldenen Freiheit nickst allzu lange, da er bereits am nächsten Tage nneber ergriffen würbe. Wege»» ber Dich. < stähle erkannte bas Gericht »rach längerer Perlmnblung gegen Lange, Schmibt unb Schunke auf je ein Fahr unb drei Mo- ncite Zuchthaus mit ben üblichen Nebcnstrafen, gegen die übrigen Angeklagten auf Gefängnisstrafe»» von 6 WocheM bis zu 6 Moi»aten.

Lnftfcbiffahrt.

Unfall eines Freiballons.

Bremen, 19. März (Priv. Telegr.) Heute mittag um 1 Uhr geriet der Freiballm»Malkastens der heute vormittag in Düsseldorf aufgestiegen war, bei dem Bn- such, auf dem Werder zu landen, mit der Gondel aus Telcgraphendrähte. Der Wind drückte den Ballon gegen ein Haus, von den» er einen Teil des Schornsteins urnriß. Die Insassen des BallonS waren zwei .perTCi» und eine Tarne. Die Dame und ein Herr wurden verletzt und ins Kranken, haus geschafft. Von den» herabstürzendcu Schornstein wurde , ein achtjähriges Mädchen erheblich verletzt.

Paris, 19. März. Tie fr a»»z öf i s ch e F t»»g z e ugf p e >» de in, Betrage von 2 623 884 Frcs. soll in iolgeuder We»fe venrenbet iverdeu: 1 629 540 FrS. werben zur ^Inidiafiung von 108 Flug. z?ugeu bereitgestellt, 450 000 Frs. zi»r Ausbildnug von 76 Flugzeug- süstrerii. Z»»r Schaffung von 32 ,Uug;eug-Stulzountlcn sind runö 700 000 Frs. eingestellt »vorbei». ?er Restbetrag »ft für (onftnittioc Berteiierunaen unb für bas Marineflngivefen bestimmt. Außer der oben angegebenen Gesanusmnme sind bei ber Staatskasie noch 1 324 280 Frs. eingegangen, für bie u. a. weitere 54 Fl»»gzeuge an- geschaßt werden.

65 ft arbeit an: Zusammen:

Erioachjeue:

UN

von»

Kindbettflcber

1 ID

L Lebeusiahr:

1 (1) -

2.15. Jahr,

Tuberkulose

8(5)

7(4)

1 (1)

Liingenentzündung

3(3)

2(2)

1 (1)

Lungenkalarrh

2 (1)

2 (1)

Herzleiben

5(1)

5 (1)

Lcklagfluß

5(1)

5(1)

Krämpfen

2

1

1

Blinbbarnientzündung 2 (1)

1(1)

anbeven llnterleib8- krankheiten

2(1)

3(1)

Bösartige»» 'Jlen- bilbungen

7(6)

6(5)

1(1)

Selbstmord

1

1

Totschlag

KD

KD

Verunglückung

3(2)

3(2)

andere»» Krankheiten

10 (6)

o (2)

6 (4)

Summa:

52 (29)

42 (22)

6 (4)

4 in