«£ getcifteVe Arbeit »Äbrf leurbe beschlossen, daß die Mitglieder Autogramme nur
Verinitzchtes
Vereinsnachrichten.
zurück.
Dezember =■ + 89
am 16.
Btobfld)tunqeii der Slanon Siehen.
Gießener Strafkanrmer.
Gießen, 13. Tez.
Auf U e b c r w c i s u n g
an die Landcsvolizeibclwrdc erkannte die Strafkammer gegen den Arbeiter H. in Friedberg, der von dem Schöffengericht wegen Inanspruchnahme öffentlicher Hilfe mit 2 Wochen Hast bestraft worden war. Tas Gericht erachtete nach Lage der Umstande die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung für begründet und gab ihrem Anträge mit Neberweisung des Angeklagten
Lin Zug verschüttet.
Chemnitz, 15. Dez. lieber das Eisenbahnunglück am Harrasselsen wird von der Eisenbahnbetricbsdirettion Chemnitz berichtet: Durch einen großen Felssturz am Harrasfel- en zwischen Gunnersdorf und Braunsdorf ist gestern Abend kurze Zeit vor Niederwiesa der fahrplanmäßig um 10.26 Uhr cintrefsende Personenzug 1414 im Südportal des durch den Harrasfelsen führenden Tunnels verschüttet worden. Der Personenzug fuhr mit zwei Maschinen auf die Sturzmasse auf, wobei die erste Maschine bis zum Tunnelscheitel gehoben wurde. Die Wagen des im Tunnel befindlichen Teiles des Zuges wurden g r ö ß t c n t e.i l s zertrümmert. Leider sind m e h r e r e M e n s ch e n l e b e n und zahlreiche Verletzungen zu beklagen. Auf telephonische und telegraphische Meldung rouuh'ii unverzüglich zwei Hilfszüge von Chemnitz und Leipzig sowie ein Arztwagen von Döbeln abgelassen, sodaß das Rettung-Werk in kurzer Zeit begonnen werden konnte. Außerdem waren eine große Anzahl von Aerzten und Samaritern aus Chemnitz, Niederwiesa, Frankenberg, Döbeln und Roßwein zur Stelle. Sämtliche Verletzte wurden sofort vorläufig ärztlich behandelt. Die Schwerverletzten waren bereits bis 4 Uhr morgens in den Krankenhäusern von Frankenberg und Chemnitz untergebracht. Als schwerverletzt sind sieben Reisende zu betrachten. Die Anzahl der Leichtverletzten läßt sich nock nicht mit Bestimmtheit senstellen. Tot im Zuge aufgesunden wurden vier Personen. Es ist Hoff-
bis 16.
. 16.
Line neue „Steuer".
S. u. H. Berlin, 13. Dez.
Die Sammelwut begeisterter Backfische und ähnlich leicht enthusiasmierter Leute, die cs auf die Autogramme von Künstlern und Künstlerinnen sowie anderer in der Oeffent- lichleit stehender Personen abgesehen haben, hat den mit der Bitte um eine eigene Unter)cf)rift Beglückten oft schwere Qualen und Zeitopfer bereitet. Tie Zahl der Gesuche um eine Unterschrift steigt gewöhnlich güadratisch mit dem Ruhme des „verehrten Meisters". Ls hat Leute g.»geben, die sich diesem Sammelsport mit einem gewissen Fatalismus unterwarfen, denn Koschat z. B. soll an einem eiw- zigen Abend 400 Karten mit seinem Namenszug versehen haben. Aber den meisten scheint eine derartig? Aufopferungsfähigleit nicht gegeben zu sein. Ter bekannte Maler Mar Liebermann hat sich die Autogrammjäger schon seit längerer Zeit dadurch einigermaßen vom Leibe zu halten gewußt, daß er für jede Unterschrift 20 Mark verlangte, die er wohltätigen Zwecken zuführte. Jetzt ist die Genossen* schäft deutscher Bühnenangehöriger seinem Beispiel gefolgt. In der letzten Telegiertenversammlung der Genossenschaft
Br. Jägerj Normal-Bernden end -Hosen 1 Salomon $ öt
nung vorhanden, daß sich weitere Tote unter den Trümmern nicht finden werden. Der Felssturz, der nach vorläufiger Schätzung mehr als 100 Kubikmeter Massen umfaßt- dürfte nach den bisherigen Ermittelungen auße-rordentlicheN elementaren Ereignissen zuzuschreiben sein. Die Oberbeamten der Betriebsdirektion Chemnitz und der zuständigen «Aemter trafen mit den Hilfszügen auf der Unfallstelle ein, au) der schon während der Nacht der Präsident mit zwei Räten der königlichen Generaldirektion der Staatseisenbahnen erschienen waren. Tie örtlichen Verhältnisse gestatten nicht, datz an der Unfallstelle der Verkehr durch Umsteigen aufrecht erhalten werden kann. Es werden aber Personenzüge in der Richtung von Roßwein bis Gunnersdorf und in der Richtung von Niederwiesa bis Braunsdorf geführt. Tie Sperrung zwischen Gunnersdorf und Braunsdorf dürfte etwa acht Tage dauern. _
Unter den Trümmern ist noch cm -toter aus- gefunden worden. Nachts ist im Chemnitzer .Krankenhaus ein weiterer Schwerverletzter gestorben. Tamil beträgt die Zahl der Todesopfer neun.
tcruug aufmerksam. T
6. Einziehung von Forderungen tut Mahnverfahren. Tie Nettesten der Kaufmannschast von Bulm haben, von dem Gedanken geleitet, daß von dem Mahnverfahren noch nicht derjenige Gebrauch gemacht ivird, der tm Intereste der Ersparnis von Zeit und Geld gemacht werden konnte, em Schriftchen hernusgegebeu, in welchem an Betspielen m lcu}t verständlichen Worten auf die Vorteile des Mahnvenahrens gegen über der sofortigen Klageerhebung hingewiesen wird, ^cr preis d i Schrift beträgt 15 Pfg.: Bestellungen hierauf werden au) dem Sekretariat der Handelskammer cntgcgengenoinmen.
7. Von unterrichteter Seite liegen noch Mitteilungen vor
1. Weltausstellung Nottingham 1914;
2. Begriffsbestimmungen für Seifen, amgestellt vom Vcr band der Seifensabrikanten: r.,., ,
3 Begriffsbestimmungen für „Doubls und ^oubloichmua- waren, ausgestellt von der Handelskammer zu Pforzheim;
4. Satzungen der Deutschen Stiftung zur Ausbildung junger Kaufleute int Auslande: . . ,
5 Winke für die Ausfuhr- nach dem Innern Argentinien^ iKredit-, Zoll- und Nechtsverhältnisse, Geschmacksrichtung und Bedürfnisse des Volkes);
6. Allgemein'? Lage in Tripolstanten;
7. Zweifelhafte Firmen im MlSlcmde /Belgien, Frankreich, Großbritannien, dßicberlandc, Rumänien, Chtna, Kanada, Brttstch- Südafrika, asiatische Türkei); . .
Nähere Auskunft über vorstehende Msttetlungen wird aut dem Sekretariat der Hatibclskammer erteilt.
bührenordmmg für Zeugen und Sachverständige vom 30. Juni 1878 in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 maßgebend. Infolge der erheblichen Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wurde eine Revision der Gebührenordnung für geboten erachtet. Ter als Folge hiervon von den Bundesregierungen vorgelegte Gesetzentwurf sieht nun zwar eine Erhöhung der Gebühren für Sachverständige, nicht aber eine solche für Zeugen vor. Tie Handelskammer 'ist jedoch der Ansicht, daß auch den Zeugen für ihr« Mühewaltung eine angenteffene Vergütung zu gewähren fei uni stimmte einem dahingehenden Beschlüsse des deutschen Handels tages zu. , .
5. Eiseubahnangelegenherten
a) Fabrvlanänder ungen auf der Strecke Gießen —Fulda. Zur Verbesserung des Fahrplans für dic Strecke Gießen-Fulda beabsichtigt die Eisenbahnverwaltung den jetzt nachmittags zwischen Gießen und Fulda verkehrenden Eil- zug 227 Gießen ab 2.16, Fulda an 4.31 nachm.l aut den Vormittag zu verlegen, ihn aus Gießen etwa um 10 Uhr norm, abzulasscn und in .Fulda gegen 12 Uhr mittags anzubrmgen. Durch diese Zugverlegung würde die vierstündige Zugvause zwischen den Zügen P 523 und 525 ^Gießen ab 8.11 und 12.08) ausgefüllt. Nach Anhörung aller beteiligten Kreise beschließt die Hcnrdelskammer, sich mit der größten Entschiedenheit gegen bic vvrgeschlagene Fabrplanänderuug auszusprechen, da eine solche eine außerordentlich schwere Schädigung der Anwohner an der Strecke Gießen—Fulda bedeuten würde. Hingegen wurde die Handelskammer die Neueinleaung eines Vormittagszugs um dic angegebene Zeit freudig begrüßen
Die Handelskammer hatte bei der Kgl. Ettenbahnbirckti/m Frankfurt a. M. die Beförderung des Personenzugs 542 Grün- ^.erg—Gießen > Gießen an 6.43 vorm.) auch an Sonntagen beantragt ; die Eisenbahnverwaltung konnte jedoch hierfür ein allgemeines und dringendes Bedürfnis nicht anerkennen, wird jedoch den Wunsch im Auge behalten. Tie Handelskammer wird ihren Antrag wiederholen und um versuchsweise Beförderung des Personenzugs bitten. ~
b) Entschädigung aus bem § rachtvert ran e über die Beförderung von Gütern. Nach einer Mit - teilung der Kgl. Eisenbahn-Tirektion Frankfurt a. M. ist die Güterabfertigung in Gießen versuchsweise ermächtigt worden, Anträge auf Entschädigung aus dem Frachtverträge über die Beförderung von Gütern und lebenden Tieren im deutschen Verkehr, die wegen Verlustes. Minderung, Beschädigung oder wegen Verzögerung der Beförderung erhöhen werden, bis zur Höbe von 30 bezw. 10 Mark selbständig zu erledigen, wenn ste uu* Versand- oder Empfangsabfertigung ist. Tie Handelskammer macht hiermit die Interessenten ihres Bezirks auf diese Berkehrserleich
Höchste Temperatur
Niedrigste • r 15.
Niederschlag: 2,1 mm.
gegen eine Art Steuer abgeben dürfen. Diese neue Steuer wird in einer originellen Form erhoben. Es sind im Auftrage der Genossenschaft künstlerisch ausgeführte Bogen mit den Köpfen von 40 betannten Bühnenangehörigen bergeftellt worden, die zum Preise von 2 Marl pro Bogen abgegeben werden. Wer ein Autogramm einer Bühnenberühmtheit haben will, muß ihr erst einen dieser Bogen einsenden, worauf ihm das gewünschte Autogramm zug^t. Der Reinertrag dieser Steuer fließt den Wohlfahnskassen der Genossenschaft zu, der damit eine ergiebige neue Einnahmequelle geschaffen worden fein dürfte.
* H e s s i f ch e r V o l k s f ch r i f t e n - V c r c i n. Die H a u p t-- vcrfammluug des Hessischen VolkSschnften-Brr^iis Tanb am 12 Dezember in Darmstadt statt. OberlandcsgeridstSrat L c n g aab nach herzlicher Begrüßung der Erschienenen emen Nleberblick über die Ziele des Vereins, seine Organ, auon und über die Mittst, mit welchen der Verein ,eme Zwe.le zu erreichen sucht. ES konnte .-in erfreulicher Aufsclstvmig der Verc-instatigkest testgestettt worden. Eine größere Ausstelluna von Iugendsch-nfien und Bstoern veranstaltet zurzeit der Jugendfchriften-Ausschuß des Vol.sichruten- Vereins in Darmstadt. Die Bücherliste des Prunings-Aus- schusses wird in Verbindung mit derjenigen des Volks, äncksten- Vercins im Truck erscheinen' und wie bisher zur Verteilung gelangen. Ti- Buchhändler haben sich, in vielen Fällen bereit erklärt, die Bestrebungen'des Polksschriften-VereiNS zu unterstützen. Im Selbstverlag des VolkSschriften-Bereins crichien emc Erin n e r u n g s s ch r i f t zur H u n d e r t ja tr Teter, IblöbyS 1913, welch? innerhalb zweier Monate 8 Auflagen erlebte und in
1 rund 22 000 Exemplaren mi. Unterstützung der Schulbehörden im Großherzogium Hessen verbreitet wurde Ter Verein wird ni bei- nächsten Zeit weiterhin Kusturbilder" aus der Z»it vor 100 Jahren erscheinen laßen die sich besonders mit Begeben eiten in unserem h c j fisch e n Heimatland befassen. — Lehrer K'r a p p- Tarmstadt machte wertvolle Vorsclfläge zur Sichtung und Sammlung der gerade für unser enges Heimatland geeigneten guten Literatur, eiue Sichttiug, die bei der Ucberfülle der angebotenen Schriftwerke von besonderer- Bedeutung sei. Kreisrat Wolff- Oppenheim regte im Anschluß an diese sehr beachtenswerten Aus- sübrungeu die Ausgabe vou Fragebogen an, durch bereu Beant- wcrtuug sestgestellt werden sott, rocld.: von den empfohlenen oder verteilten Büchern den meisten Anklang in unserem Volke gefunden haben. Schulrat A n d r e s - Lauterbach wieS auf die Lcihbibliothecken bin und empfahl sie der besondereu Auftnerksam- feit des VolkSschriften-Bereins wegen der bei unbeaufsichtigter Benutzung vorhandener Gefahr namentlich bei jugendlichen Lesern.
* Schiffsunfa 11. Aus E m d e n wird berichtet: Der Lotse Rav en berg, der gestern den Dampfer Narvik aus dem Hafen ditrch die Ems steuerte, wurde als Leiche treibenb mit einem Rettungsgürtel versehen, von dem Linienschiff' „Rheinland" anfgesischt und nach Wilhelmshaven gebracht. Bet der Ansegelnngstonne Hübertsgatt m Westerns liegt ein eisernes Schiff kieloben. Es wird angenommen, daß dies der Dampfer „Narvik" ist, da in seiner Nähe ein Boot mit der Aufschrift „Narvik" trieb, in dem die Leiche eines Matrosen lag. Von dem Schicksal der ungefähr 30 Mann starken Besatzung ist nichts bekannt. ■— Die „Narvik" fährt für Rechnung der Firma L. Pofsehl & Co. in Lübeck zwischen den «Säfen Narvik (Norwegen) und Antwerpen, und war gewöhnlich mit Erz und Kohlen beladen. Der Dampfer ist ungefähr 6000 Tonnen groß und im Jahre 1906 erbaut worden,
* Automobilunfall. Aus Paris, 15. Dez., wird gemeldet: Wtern abend ereignete sich aus der Straße hon Compiegne nach Soissvns ein furchtbares Automobilungluck. Ter Mühlenbesitzer van Da er en aus Soissons, der nut feiner Familie einen Automobilausslug unternommen batte, wollte einem Spaziergänger ausweichen, als das Auto |ta> infolge einer allzu jähen Wendung überschlug, van Taeren, seine Frau und sein Sohn wurden aus dem Wagen heraus- geschlendert und blieben auf der Stelle tot. Zwei andere Wageninsassen wurden lebensgefährlich verletzt.
* Rache für Frau Pank hur st." Aus London, 15. Dez-, wird gemeldet: Ans dem Banholzlagerplatz von Tevonport brach Feuer aus. Tas gesamt? anfgestapelte Holz fiel den Flammen zum Opfer. Der schaden wird auf 12 000 Pfund Sterling geschätzt. Soldaten unterstutzlen Die Feuerwehrleute bei den Löscharbeitev.. An inem Pfalst wurde ein Exemplar her Zeitung der Anhängermucn des JEN- timmrechts-.befestigt gefunden, das die Worte trug. „Racyc ür die Verhaftung der Fran Pankhurst."
* Den Vater ermordet. Ans Bacs Aimos bei Theresiopol: Der Bauer Suh ab da würd' von femer jüngeren Tochter angeblich im Einverständnis mit der Mutter durch Beilhiebe ermordet, lveil der Vater fie eines lasterhaften Lebens beschuldigte.
* Eine Katastrophe au r d e u N e u c it So cb riden. Aus Melbourne, 16. Dez., wird ^richtet: Ter Eam^cr Vacijiaue", der vlon den Neuen Hebriden in Noumea un1 getroffen ist, meldet, daß auf der zu den Neuen vebriden gehörigen Insel Ambrvm vulkangchc Ausbruche stattfandcn und viele Tage andauerten. Am 7. Dezember bildeten ,ich s ch» neue Krater. Ter Mount Minnre stürzte in lieb zusammen, Wv- bei eine Missionsstation in große Gefahr geriki. r,ie kneten flohen in Booten. Eine Anzahl Dörfer wurden uber- chwemmt. Weiße sind nicht umgekommen, wahrscheinlich aber viele Eingeborene. Ein franzvincker Kämpfer rettete .jOO Per jenen ureist alte Leute und Kinder, die von den lunaen uiti) häftigcii Leuten im Stiche gelassen worden ivareii Em Teil bei Insel wurde durch Feuer verwüstet. a,ic Jwel ist nut Asche bedeckt. Ihre Flüsse sind in LaoaNrom' rn-r.vaud.-tt.
Urteil des Feldgerichts auf. .
In der Feld st raffachc
gegen den Landwirt H. O. in Beuern erkannte die Kammer gleichfalls auf Freiiprechung. Nach La^c der Umstände erachtete sie für erwiesen, daß der Angeklagte auf Grund eines Fahrt rechts sich für berechtigt nebelten hatte, über den Acker l.emeS Nach- faut zu fahren. Sic fprach ihn daher unter Aufhebung des ersten Urteils von Strafe und Kosten frei.
B e r u f n n g s v e r w e r f n n g
erging in der Privatklagefache des S?. Sch. in Rainrod gegen die. M. Ä G. dafeibst, die das Schöffengericht wegen Beleidigung mit 30 Mark bestraft hatte. Tas Gericht nahm an, bau die Angeklagte mit ihren beleidigenden Ausdrücken nur den Privatkläger gemeint haben könne und wies daher ihre Berufung
Z u einem Vergleich
kam es in der Privatklagcfache der Hebamme Ehefrau E. K. ut Friedberg argen den Pfarrer G. R. daselbst. Ter Privatbeklagte hatte mit Rücksicht auf eine Mitteilung, die ihm geworden war, in einer Grabrede darauf angespielt, daß der Tod der Verstorbenen auf Vernachlässigung durch Menickenhändc zurückzuführen )ci. xaö Schöffengericht hatte wegen Beleidigung auf eine Geldstrafe von 10 Mark gegen den Pfarrer erkannt. In dem vor der Strafkammer abgeschlofsenen Vergleich spricht der Angeklagte 'em Be- dauerii über die von ihm in der Grabrede gebrauchte Wendung aus, nachdem durch ärztliches Zeugnis die Unbegründetheit eines Verschuldens der Privatklägerin erwiesen fei. ferner übernimmt er sämtliche Kosten und verpslichtet sich zur Vervssentuchung des Beigleichs im Friedberger Kreisblatt.
Begründete Beruf u n g.
In bet PrivatNagefache des O. I. von Wieseck gegen den Auchdruckereibcsiizcr F. R. in Gießen erkannte btr Strafkammer nur die Berufung des Privatklägers hin, daß das ireiwrechende Urteil deS Schöffengerichts aufzuheben ,iinb der Angeklagte wegen Beleidigung und Körperverletzung mit 10 Mark zu bestraten fei. Tic Kamincr erachtete auf Grund der erneuten Verhandlung den Angeklagten der ihm zur Last gelegten -tat für überfuhrt.
Freisprechung .
erging in der Feldstrassache gegen den L. H. von Steinbach, der in der Gemarkung Steinbach im Januar d. Js. auf iremdcn Wiesen die Schafwei)c ausgeübt hatte. Die Stratkammer nahm an, daß der Angeklagte das Behüten der Wiesen gär erlaubt gehalten habe. Sie gab daher seiner Berufung statt nnd hob das
erna*ny Q b Tc a u b c i m , 14. Dez. Gestern abend hat sich, wie man uns schreibt, der neue Turnverein TfU orgamnert. Zum 1. Vorsitzenden wurde Malermeister Velde gewählt, 1 Turnwart ist Bernhard 23 ad, während das Amt des 1. ^dinft» fübrer» Buchbindcrmeistcr Wendel führen wird. Taram Jouröen die Satzungen festgesetzt. Der Verein nennt sich zum Untermned vom alten Turnverein -M ä n n e r t u r n v^r e i n B a d - N a u -. fi e im" Als Turnraum wird der große Saal des „Lhattmen- i'oscs" benutzt, wo noch vor Weihnachten die erste Turnstunde ab- gchalten werden soll. Der Verein, dessen Mitql'ederzahl m den ivenigen Tagen des Bestehens auf rund 60 gestiegen ist, wird fick; dem Turngau „Hessen" und somit der Teittschen Eurnerichatt nn- schließcn — Ter Bildungsverein ließ durch das Rhem- Mainischc V e r b a n d s t h e a t c r in der Turiihalle zwei Theater-' Vorstellungen aufführen, die sich beidtz eines guten Besuchs er-) freuten. Nachmittags wurde „Hänsel und Gretel , abends „W lustigen Weiber von Windsor" gegeben.
1- Treis a d. Lda., 15. Tez. Der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes Istelt geftent abend in wer« Saal seinen erste.i F a m i l i e n a b c n d in diesem Winter ab. Nachdem der OrtSpsarrer in seiner Begrüßungsrede aui die Ziele und bic im letzten Jahr? gclcistt.tt Arbeit M Bundes
lingewiefeu hatte, wobei aud) auf die Gefahren autmcrtiam gc- marbt wurde, dir uns Hessen erwachsen würden, wenn dem Zen- tt'iimsantrag auf Aenderung der OrdcnSgesetzgebimg stattgegcbeu würde, wurde von einigen Jugendlidien das Volksftück auS 1813:
Ter Trommel junge von Tennewitz" aufgeführt. Danach hielt ‘Pfarrer B ö ch n e r einen etwa ein stündig en Vortrag über „Unser Stf vor 100 Jahren", in welchem die damaligen Verhältnisse unserer Gemeinde, soziale Lage und das Leben ihrer Bewohner geschildert kourden. Gemeinsame Gesänge von Volks- und Vater- landslicdeni verschönten die Feier.
* Ter Kro nb a u e r s ch e Qua r t/t t - Verein seicrtk' nm Samstag, wie man uns schreibt, sein Stiftungsfest (370 wieder in den Räumen des GciellschaflSveve'.ns in gewöhn!er Weise. Auch dieSiual blieb er seiner Gepflogenheit treu, lunge talentvolle Künstler hrrau-''?.iehe.n und braditc dadurch das von jeinem Dirigenten, Prof. Trautmann, mit künstlerischem Geschmack aus- grstelltc Programm in einer äußerst mannigfaltigen Wiedergabe. Wir lernten in Fräulein GertiUld Weber, einer jungen Schwei- irrin, eine sehr beachtenswerte Konzertsängerin 211L kennen, die mit ihren ernst geschulten, reichen natürlichen Stimmitteln den hohen Ansprüchen, dir ein Brahms stellt, vollkommen gerecht wird. Hassen wir, der jungen >lünftlcnn_nod) recht oft im Konzertsaal zu begegnen. Von Fil. Therese Sa rata können wir nur restloS das bestätigen, was aus allen Städten, in denen sie konzertiert hat, geschrieben wird: sic behandelt ihr Instrument (Gcigc> iu virtuosester Wcisc uno aus ihrem Vortrag spricht Seele. Heber bic Darbietungen des Mannerchors müssen wtr uns, als geladen^ Gäste, leider eine Kritik versagen: doch brmidunt w,r itichi zu verschweigen, daß alle Schönhetten des reichen Programms unter Professor Trautman»« sicherer Führung in ausgezeichneter Weise zur OMtunfl tarnen.
* GabeIsbergcrsck)er L-chülerveretu. Bet dem am Samstag, 13. Tez, t>mn Unterbezirk Oberhessen im Bezirk X des Schülerwerbeausi'chnsses peranstatreten Pr cis wettjd)rcvp cn in Fricdlvrg erhielten von den hiesige» Gabelsbci-gerschen Lchülei stc nogra phenver c inen folgende T et Ine h»i e r Pvcrse: l40 Silben^ 1 und Ehrenpreis Wilhelm Weller (R i und O-R _. 1. Preis «ermaro ScMcmbtrfrr «..« mtt. C-8L . ? 20 Silben, 1. und Ehrenpreis Rudolf Fourier (G. . 1. Preis Oth. ^rapv
(G) 180 Silben: 1. Preis Albert Leonhard <R.-G- und L--R3 160 Silben: 1. und Ehrenpreis Wilhelm Gerine r ' R.-G^ und O-R. : 1. Preis Max -sadowski iR.-G. urüi O.-R.) And Karl Herzbergcr >R.-G. und O.-R.>. 120 Silben, l. Preis Ailhelm Schlemm R.-G. und O.-R. , Karl Lüll -G.) unb Ludwtg Schmidt -R.-G. und L.-R. : 2 Preis Karl Freund :R.-G. und O-R 100 Silben: 1. Preis Heinrich Fuhr '".-G. und
O -R 9ll)olr Störiko ,G.), Otto Rupvcl cR.-G. und O.-R.), Otto Hofmann R.-G. und O.-R.), Hugo Rühl «R--G. und O.-O und 2tbo(i Keßler ' R.-G. und Ob.-R . L i Iben: 1. und Ehr.n vreis Margarete M i 11 e r m a y er (GI.l. Breis Fritz <*^1 GKarl Lang 'R.-G. und O R.) Wilhelm Mülst R.-G. und O.-R.', Hans Rinn (R.-G. und O.-R.), Erich Gores 'R.-G. und O-R •: 2 Preis Karl Nagel <R.-G. und O^R.), Karl Sorget R-G und O.-R. . 60 Silben: 1. Preis Felu: Weiß ttR.-G. und O-R , Otto Köhler lR.-G. und O.-R.), ^rl Geiß (R.-G. und O -R.>: 2. Preis Ernst Pabst iR.-G. und O.-R.) und Ernv Schubecker R.-G. und O.-R.'; 3. Preis Justus Selzer (R.-G. dItb fhb'Wa^tz enborn , 15. Tez. Der Gesangverein „G e r - m a n t a" beging gestern abend im Gasthaus sum goldenen ~oroen bic Feier seines 45jährigen Stiftungsfestes. Tas Lokal war bis auf den letzten Platz besetzt, das reichliche Drogramm li^ d.e Besucher aut ihre Rechnung kommen. ,yur 2ojabnge Mitglieds schäft wurde Joh. Karl Philipp zum Ehrenmitglied
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