(Doppelpfund).
48-51
87—93
U
51—55
91—98
M
44—47
78-84
fl'
d
94—96
69-71
beste.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
49-53
43-48
84—91
74-84
67-68
66-00
s a
G
69-71
68—69
105—112
98—105 90-97
74-86
82—89
71—77
60—68
. 63—66 . 59-63 . 54—58 . 46—51
9)1 f. 53-56 52-57
Dru zu \ der förd | * Vor * X ersck abei. 1 erhi | nrit > v, ane J| flau 7 ZütW
Preise für 100 Psd. Lebeird- Schlacht, gewicht
46—50
39—43
32-37
Mk.
95-102
93-100
Sk 9h tüf wl eil rrtt Es be Lc
4- 16,9 '
4- 12,1 0
bis 25. Juni „ 25, w
Feinste Mastkälber . . . Mittlere Plast- und beste Saugkälber . . Geringere Plast- und gute Saugkälber . (Geringere Saugkälber S ch a s e.
Weidcinastschafe:
Vüchertisch.
— Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs. Fünfte, vollständig neubearbeitete und vermehrte Auflage. Auf Grund amtlicher Unterlagen von Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden herausgegeben von Dr. S. U c t = recht. Mehr als 210 000 Artikel und Verweisungen mit 52 Stadtplänen, 19 Umgebungs- und Ueberfichtskarten sowie einer Verkehrskarte und vielen statistischen Beilagen. 2 Bünde in Seinen gebunden zu je 18 Mark. — Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. — Der soeben ausgegebene zweite lund Schluff-» Band von „Mencrs Orts- und Verkehrs-Lexikon" ist noch umfangreicher als der im Herbst vorigen Jahres erschienene erste. Die beiden stattlichen und gewichtigen Bände umfassen zusammen 2338 Groffoktavseitcu und enthalten aus doppelt soviel Spalten mehr als 210 000 Artikel und Verweisungen. Da gibt es aber auch keine selbständige Siedelung in Deutschland, die hier nicht zu finden wäre, und von der man nicht genaue Angaben über ihre geographische Lage erhielte und erfahren könnte, zu welchem Staate, zu welcher Provinz, zu welchem Regierungsbezirk,, Kreis, Bezirksamt usw. sie gehört, wieviel Einwohner sie hat, welches «Bericht, welches Bezirks kommando, Standesamt für sie zuständig ist, ob sie Post-, Telegraphen- oder Fernsprechverbindung hat und welche die nächste Bahn- oder Damyferstation ist. Aber nicht das allein, es unterrichtet auch über die im Orte bestehenden Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden, über die Bildungs- unb Wohlfahrtseinrich- tungen, über Handel Unb Industrie, Berufsgenossenschafien, Märkte, Servisklasse und vieles andere mehr. Tie Angaben des Werkes beruhen auf amtlichen Unterlagen und erreichen den denkbar höchsten Grad von Zuverlässigkeit und Vollständigkeit. Mit großem Geschick sind in das Werk die Verkehrsangaben hineingearbeitet. Besondere Artikel sind den schiffbaren Wasser- strasten gewidmet und dabei Vermerke über ihren Lauf, ihre Abzweigungen, Höhenmarken,^Kilometerlängen, Schleusen sowie Angaben über die Art der Schiffahrt, Abgaben, Flößerei usw. gemacht. Dagegen sind die Staats- und Kleinbahnen mit ihren Bahnstrecken und Stationen sowie die Personenfahrpost- und Automobilverbindungen jeweils im Zusammenhang mit den durch sie verbundenen und berührten Ortschaften angeführt. Wo derartige Verbindungen fehlen, ist stets die nächstgelegcne Station für Bahn- oder für Schiffsverkehr und ihre Entfernung in Kilometern angegeben und kenntlich gemacht, ob sie dem Personen-, dem Güter- oder dein Gesamtverkehr dient. Jedenfalls wird es darin von keinem Unternehmen ähnlicher Art erreicht. Was
Gittgesaiv-t.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber femenet Verantwortung.)
Gießen, 22. Ium.
Der U ebergang Ecke Bleich- unb Stephan straffe ist bei Regenwetter in sehr schlechtem Zustand, da jegllche Befestigung des Straffendammes durch Steine fehlt. Da dreier Ucbergaug nun aber sehr stark, namentlich aus der Richtung Ebelstraffe, benutzt wird, ist eine Befestigung aus der Richtung In gleicher schlechter Verfassung ist auch der Bürgersteig der südlichen Bleichstraffe, wo an einer Stelle die Randsteine stch senken und die letzte Strecke nur durch Kies festgemackst^ ift._
Wenn auch nicht verlangt werden kann, daff alle Straßen, die noch nicht gepflastert sind, mit einem Schlage befestigt werden, so muff es doch als das mindeste gelten, daß die Ucbergänge wenigstens in gutem Zustand sind.
Hoffentlich helfen diese Zeilen etwas, sonst wäre es ^oache der anliegenden Hausbesitzer, sich in einer Eingabe an die Stadt- verordnetcnversammlmrg zu wenden. Ww.
MSrtte.
FC. Wiesbaden. Die h Hof-Marktbericht vom 25. Juni. Auftrieb: Rinder 99 (Ochsen 26, Kühe 69, Bullen 4), Kälber 346,
Kreis Friedberg. ,
r. Reichelsheim, 25. Juni. Gestern abend 7212 Uhr brach in der Hofreite des Heinrich Walther Feuer aus. In etwa 10 Minuten war die freiwillige Feuerwehr am Brand- platze; durch tatkräftiges Eingreifen konnte sie in einer Stunde das Feuer auf seinen Herd beschränken. Auch hierbei lernte man den Vorteil einer Wasserleitung kennen. 3,n kommenden Nachsommer soll unser Ort kanalisiert werden. Die Großh.Kultllrinfpektion Friedberg wurde von dec Gemeindeverwaltung beauftragt, einen Kosteuvoranfchlag auszuarbeiten.
24.
24.
wu sch' er' - ber au- W< . die bal Tut ga Pr au
Hessen-Nassau.
w. Frankfurt a. M., 25. Juni. Gestern vormittag wurde hier ein Amerikaner, der sich auf einer Vergnügungsreise durch Deutschland befindet, um 12 0 0 0 Mark betrogen. Er hatte in bem Hotel, in dem er wohnte, einen Engländer kennen gelernt, mit dem er gestern vormittag einen Spaziergang unternahm. In der Gallusanlage fand der Amerikaner ein mit Siegeln verschlossenes Kuvert, das em vor ihnen gehender Herr verloren hatte. Ms der Finder dem Bc- itzer fein Eigentum wieder zustellte, bedankte sich dieser lebhaft, weil in dem Umschlag wichtige Dokumente enthalten seren, und lud die beiden Herren, denen er sich als Amerikaner vorstcllte, zu einer Flasche Wein in eine Bar ein. Dort erzählte er, ba'gcr kürzlich 5 Millionen Pfund Sterling geerbt habe unter der Bedingung, 1 Million für wohltätige Zwecke abzugeben, und er üche nun vertrauenswürdige Personen, die er mit der Ausführung dieser übernommenen Pflicht beauftragen könne. Schliesslich fragte er die beiden Herren, ob sie die Aufgabe übernehmen würden. Er müßte aber von ihnen als Sicherheit die Hinterlegung einer größeren Summe verlangen. Der Engländer gab sofort 18 m)0 Mark, und das bewog den Amerikaner, gleichfalls 12 000 Mk. zu geben. Der ,,reiche Erbe" nahm das Geld und benützte einen günstigen Augenblick, um zu verschwinden. Wenige Minuten später entfernte sich auch der Engländer, und beide sah man nicht wieder. Natürlich hatten beide im Einverständnis gehandelt, um den Amerikaner um die 12 000 Mk. zu »prellen. ^Man glaubt, daß es die gleichen Betrüger find, die im vorigen Sommer einen Amerikaner in Berlin um 20 000 Mk. geprellt haben.
Schafe 20, Schweine 417.
Geschäft mittel.
Ochsen.
Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren ....
Die noch nicht gezogen haben (ungejochle) . .
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ansgemästete............
Bullen.
Dollfleisclnge, ausgew., höchsten Schlachtw. . .
Dollfleischige, jüngere . .
Färsen, K ü h e.
Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten
Schlachtivertes
Dollfleischige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtivertes bis zu 7 Jahren
Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut ent* widelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe und Färsen Kälber.
man sich sonst an geographischen, Verkehrstochuischcn, totäfäafr lieben und statistischen Angaben mühwm aus- vtelen NachschlaM-- büchern zusammensuchen muffte, hier ist alles planvoll, übersichtlich, zuverlässig und erschöpfend zusammengetragen und damit ein noch dazu preiswertes Werk geschaffen worden, von dem man dreist bc&äutfcn kann, daß es in den einschlägigen Fragen nirgends umsonst zu Rate gezogen wird. Wer erst einmal seine Vorzüge kennen gelernt Hai, wird es nie mehr missen wollen. Es ist unentbehrlich für alle Behörden unb -Kontore und verdient wirklich unumschränktes Lob.
fronen bewirkt, so düst für unbedingte Sicherheit die größte Gewähr geboten ist. -
Die preuh.-südd. .Massenlotterie ift die einzige tm diesseitigen Staatsgebiete zuge'lassene Staatslottemc. Das Spielen in allen andern Staatsklassen ist bei hohen Strafen verboten. ....
Bei der zur Verhütung der Versäumung planmastiger Fristen sehr zu empfehlenden Vorauszahlung der Einlagebeträge und Belassung der Lose im Gewahrsam des Lotteme- cinnehmers stellt dieser amtliche, für die staatliche üoitcine* Verwaltung verbindliche Quittung (Empfangs- und Gewahr- samschein) aus. *
** Der deutsche akademische Sportbund, dessen hiesiger Vertreter der Gieffener Sportverein von 1900 ist, so schreibt man uns, läßt seine diesjährige Haiivttal>resoer,amm- lung nächsten Samstag, den 28. ^luti, m ckÄicpen Uattfinbcn Diesen Vorzug verdanken wir lediglich dem bclonberen Wimsck^e des Groffherzögs, der uns lsterdurch, wie bereits wiederholt geschehen, sein großes Interesse für die Entivulelung unserer ncueflen Sportbewegung binb gibt. Tie Sitzung- steht im Zusammenhang mit dem nächsten Samstag und Sonntag liier stackftnoenden ataö. Turn- und Svortsest. Die Tagung selbst findet jedenfalls int großen Hörfaal ber Universität statt.
Der Verkehrs verein Gießen hat an seine Mitglieder seinen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1912 versendet. Es wird darin znnächst lebhafte Klage geführt, bat? die Mttglteder- -ichl noch immer sehr niedrig ift und daß es deshalb dem Verein an Mitteln znr Durchführung seiner Pläne fehlt. Es ergebt besonders an Gafttvirle, Metzger, Bäcker und Handwerker der Appell, Mitglieder des Derems zu werden. Welche Pläne der Verein tut bic ßufunft hat, wie groß die Mitgliederzahl, ipic hoch sich seine Einnahmen und sein Vermögen belaufen, darüber steht tu dem Jahresbericht kein Wort. Als einzige Ausgabe im Jahre 1912 werben Mk. 200 zttr Prämiierung von Blumenschmuck erwähnt. Nach dem Bericht scheint in der Hauptsache bic Dereinstätigkett darin zu bestehen, durch den Automaten nm Dahnhoi Führer zu 10 <ßiq. zu verkaufen, von denen im Berichtsjahr 1544 abgesetzt würben. 2400 Führer wurden mit 245 Derkehrsvcreinen gegen deren Führer eiugetauscht. Ter Verein hatte das Jahr 32o Bnei- eingänge, 230 Briefansgänge und 300 Trnckfachen zu erledigen. Die Tätigkeit des Bureaus des Verkehrsvereins, das von Herrn Stadtverordneten Helm in dankenswerter Weise geleitet wird, iil vor allem darauf gerichtet, Gieffen uach außen bekannt zu machen, die Vorzüge zu schildern, welche Gieffen zum bleibenden Ausenthalt von Kapitalisten, höher gestellten Beamten unb Pensionären geeignet machen. Ans dem Bnreatl sind Führer und Beschreibltugeu von alleii Städten, Bädern, Sommerfrischen und Reisetouren kostenlos zn haben. Das Burean kommt den Wohuungsnchendcn von aufeen in eingehendster Weise entgegen, vermittelt kostenlos unb in ent- geaenkoinmenbster Weise Mietsabschlüsse und erteilt Aufschluß über vieles, was der Hebung bes Verkehrs zum Vorteil gereicht. In den eigenen Dläunten des Verkehrsvereins Löberstraffe 6 liegen zur Einsicht Zeitungen, Zeitschriften, Reifebücher, Hoteladreßbücher in groffer Auswahl auf, eine Einrichtung, von der nicht allein die Mitglieder des Veretns, sondern auch Fremde lebhaften Gebrauch machen Im allgemeinen ist bet Bericht über die Tätigkeit des Vereins recht mager ausgefallen. Plan klagt, daß die Mitglieder alle Arbeit dem Vorstände überlassen, der aber, wie es scheint, eüersüchlig darüber ivacht, daß ihm niemand breimebet. Von Versammlungen, in denen die Mitglieder ihre Ansichten und Anregungen ' ar.stanschen können, erfährt man nichts, und da bars man sich benn auch schließlich nicht wundern, wenn btc Bürger kein tieferes Interesse für den Verein an den Tag legen. Es ist dies wegen der Sache, der der Verein dienen soll, zu bedauern, und es wäre erfreulich, wenn hier eine Aenoerung einträte.
viertel Pfund Kakes für 50 Pfg. Zu Hau,e wiegt,er bicJZBqrc nach unb entbedt, baff er vorn Verkäufer „betrogen ist; er ichreim sofort an den Kaufmann einen geharnischten Brief, in dem er lut) beschwert, daß er statt des halben Pfundes Pralmees „nur 2o0g, also nur ein viertel Pfund gehalten habe, für die er aber den Wert eines halben Pfundes bezahlen muffte". Bei dem Kakes ftelLL ein Schulinspektor fest: „Ein viertel Kakes, baß bcrKlhe junge Mann mir für 50 Pfg. verkauft hat, tot e g t _t a t) a d) l ich nur 14 5 Gramm. Ist werbe beide Tüten, w wie id) sie von Ihnen erhielt, eventuell für den Staatsanwalt auch-ckvahren. Der Kaufmann übergab den Brief feiner Kaufmannsinirung und benachrichtigte hiervon den menschenfreundlichen Leeliorger, ersuchte ihn aber gleichzeitig, sich bei den Schulkindern icmes Verwaltungsbezirks zu erkundigen, wieviel Gramm zu einem tyalmm und M einem viertel Pfund gehören . . ., ^ctxmjallo handelt es sich um eine Verwechselung zwischen Pfund und Kilogramm
•• Die Linde blüht! Um „Johanni" entfaltet sich die 'Lindenblüte, und tausend fleißige Bienlein werden durch ihreu (ieb= 1(1)01 Duft augelockt. Von icher nahm die Linde anderen Bäumen gegenüber eine ganz besondere Stellung ein. Gall es ein besonders denkwürdiges Ereignis in der Erinnerung festzuhallen, so geschah dies durch' die feierliche Pflanzung einer Linde. Sie war es, unter der sich alle bemerkenswerten Vorgänge eines Ortes abspielten. Unter ihr wurde ebenso des Rats gepflogen wie der Kurzweil gehuldigt. Für alt und jung war die Torflinde der Sammelpuukt bei ernsten und heiteren Anlässen. Leider hat sich hierin im Laufe der Zeit manches geäiidert. In vielen Orten ist eine derartige Linde, sei es, daß sie der Zeit, sei es, daß sie der Axt zum Opfer gefallen ist, überhaupt nicht mehr vorhanden.
** Groffmutter Becker aus Reiskirchen. In einem amerikanischen Blatte, von dem uns jetzt ein Ausschnitt übermittelt wurde, lesen wir einen längeren Aufsatz über eine Frau Becker aus Reiskirchen, der in der Uebersetzung auszugsweise folgendermaßen lautet: Anna Maria Becker, bekannter als Großmutter Becker — ilyr Mädchenname war Schoen — wurde am 20. Oktober 1832 zu Reiskirchen in Hessen geboren. Im Jahre 1854 kam sie mit ihrem Verlobten, Philipp Becker, nach Amerika, und heiratete nod; in demselben Fahre. 38 Jahre lang tonnte das Paar die Freuden und Leiden des Lebens — beides war ihnen reichlich zugemesseii — teilen, bis der unparteiische, hatte Feind Tod am 31. Januar 1892 die Hand nach dem Gatten aus streckte. Sofort nach ihrer Heirat in Wayne Ev. in Ohio gingen sie nach Chili (Indiana), wo sie sieben Jahre wohnten. Dam, siedelten sie über in die GraUchaft Fulton im selben Staate und hielten sich endlich über 33 Jahre auf einer Farm int Süden von Green Oäk auf, wo die Frau nad? dem Tode ihres Mannes blieb, bis sie vor etwas über 4 Wochen zu ihrem Sohne Jakob Becker zog, wo sie bis zu ihrem Tode am 25. März 1913 wohnte. Sie war Mutter von 12 Kindern, 10 Söhnen und 2 Töchtern. Sieben davon, 6 Söhne und 1 Tochter, )larbeit vor ihr. Die nod) lebenden Kinder sind Jakob, Wilhelm, Leoi und Georg Becker und Marie Zartman. Außerdem überleben sie noch 20 Enkel, 2 Urenkel unb einige andere Verwanbte. Das Leben ber Großmutter Becker war sick-erlich ein ereignisreiches. Sie kam als Mäbchcn von 22 Jahren nach ''Amerika; eine Frembe im fremden Land. Sie begann mit ihrem Gatten die Ehe unter sehr eingeschränkten Verhältnissen. Viele schwere Sckinben und Schmerzen mußten sie durck-kosteu, aber trotz des wechselnden Geschickes behaupteten sie ihre Ehre unb ihre Reblichkeit. Ehrerbietig gegen die Mitmenschen und treu zu Gott gingen sie auf den Todweg zu, durch dessen Pforten wir alle früher oder später wandern müssen. Als ihr Gatte gestorben war, nahm sie die Last allein auf sich, die vorher zwei getragen hatten. Oft mag sie unter ihrer Last geschwankt haben, aber sie strauchelte nie auf dem Wege und im Dienste der Pflicht, bis sie den Tag erreicht hatte, wo ber Herr zu ihr sprach: „Es gut, komme herauf." Sie starb ihren Verwandten und Freunden ergeben. Sie war ein treusorgendes Weib, eine liebevolle Mutter, eine gute NaMarin, kurz der Freund aller. Sie weilte SO Jahre, 5 Monate und 5 Tage auf der Erde. Nähere Angaben über die Verdienste der Frau finden wir nicht, es ist aber anzunehmen, daß sie sich sehr hervor getan hat, beim sonst würde das Blatt wohl kaum einen so großen Nachruf veröffentlich!, haben.
** Das falsche Gewi ch t. Ein ergötzliches Geschichtmen wird gegenwärtig in oberheisischen Lchrerkreiseu erzählt. Ein Pfarrer kaufte ein halbes Pfund Pralinecs für 1 Mk. und ein
Kleine Tagerchromk.
Das „Gothaifche Tageblatt" meldet: Eine auf dem Gute Großfahner beschastigte polnische Arbeiterin legte nach einem Streit mit ihrem Manne ihr sechs Wochen altes Kind auf einen Hackklotz und schlug mit einer Axt den Kop) und beide Beine ab. Der von ihr mißhandelte Mann war gerade zum Gendarmen gegangen. Die Mörderin wurde verhaftet.
Ein tarn Antwerpen nach Brüssel fahrender Per- 'v n e n z u g wurde während seines Aufenthaltes auf dem Bahnhofe Mecheln von einem nach Brüssel fahrenden E i 1 z u g von hintenangefahren. In dem Perfvneuzug wurden mehrere Personen verletzt. Eine Person wurde getötet, sechs wurden verletzt. Der Eilzug ist unbeschädigt geblieben.
Aus Brandenburg < Havel) wird gemeldet: Bei dem Dorfe Kleinkreutz fuhr am Mittwoch morgen gegen 4 Uhr ein mit mehreren Personen besetzter Kraftwagen aus Berlin in den Chausseegraben und ü b e r s ch t u g sich. Sämtliche Insassen wurden herausgeschleudert. Der Chauffeur Schultze aus Brandenburg verstarb auf dem Wege zum .Krankenhaus. Der Chauf- eur M o l t r e ch t aus Brandenburg wurde schwer, die anderen Insassen weniger schwer verletzt. Der Wagen ist vollständig zertrümmert. Eigentümer soll ein Herr Fleischer aus Char- lotteuburg fein.
Müller'sche Vadeanstatt.
Wasserwärme der Lahn am 26. Juni: 15°
Mastläinmer und Mastyanunel .... 54,50—57.00 Schweine.
Dollfleisclnge Schweine von 80—100 k» Lebend- gewicht 54-56
Vollsleischige Schweine unter 80 lex Lebendgewicht 53-54
Dollsteifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht . 55-561/,
Vollsteischige Schweine von 120—150 kg Lebend- gewicht..............53l/2-54
Fetlschweine über 150 kg Lebendgewicht . 52V,-00
Tausendfach bewährte Nahrung bei:
Brechdurchfall,
■Kindermeh) „ , Diarrhöe,
•Krankt Darmkatarrh, etc.
Höchste Temperatur am
Niedrigste , •
SEHE
Mrchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Freitaa, den 27. Juni, abends 8 Uhr, hält im I oh au ne §- f a a l Missionar Held anS Ostafrika einen Vortrag über die Mission in Ruanda.
Israelitische Keligionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 28. Juni 1913:
Vorab end: 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr. Predigt.
N a d) m i 11 a g 5: 4.00 Uhr.
Sabbatausgang: 9.40 Uhr.
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Israelitische Leliaionsgesellschast.
Gottesdienst.
©abbatfeiec am 2 8. Juni 1913:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Ubr.
Eamstaa nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 9.40 Uhr.
Wochengottesdienst: RlorgenS 6.00, abends 7.30 Uhr.
Verantwortlich für „Aus Stadt unb Lanb" i. V.: K. N e u r a t h.
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Barometer j auf 0° j reduziert
Temperatur der Luft
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Windrichtung
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Wetter
25.
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14,6
8,2
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Bed. Himmel,
25.
747,5
12,5
8,8
82
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2
10
Bed. Himmel
26.
711
749,6
13,1
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1
Bew.


