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kern, sowie dessen Vorgänger tm Amte des bayerischen Verkehrs- iv Ministers Freiherr von Soben-Frauenhofer und der Dbcrbürqrr- Ps
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doch alles nnbcrc in unmittelbarer Beziehung zu dem, Titel der Ausstellung verspricht.
Den grössten Raum nehmen natürlich die modernen tnngsgcgenstände und Hilfsmittel in Anspruch, bereit
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sammenarbrit mit den andern großen Rationen der Wett. P o i it - ca ra nahm in seiner öriFibmiuq mit die Besuche sein v ’iUn- gängcr Bezug und ging aus die Geschichte her Entente ein. Die «vrenndschast der beiden Rationen wurde heute, wenn dies nber - Haupt noch weiter möglich wäre, g sttirkr und von neuem bestätigt. In Zukunft könne sich Teilt Zimsdienfall in der internationalen! Politik mehr ereignen, ohne daß die besreundt'ten Regierungen
melfter von Indien Geheimrat von Borscht. Erster Vvrsi^ndcr der Ausstellungsleitung ist der Fabrikbesitzer Ivo Strauss.
eine dauernde Vereinigung, die nicht br Mitwirkung irgend einer anderen Macht ausschlösse, sondern einzig und allein daraus Inn- ziele, den europäischen Frieden aufrecht in erhalten, und die ein brüderliches Vertrauen zwischen Großbritannien und Frank- reid, hcrgestellt habe.
Präsident Poincarö gab heute abend zu Ehren König Georgs ein Bankett in der französischen Botschaft
am rasdiesten ist die Enttvicktimg der verl»eirate1en Lohnarlxtter tilhieKhcn von den Heineren Gruppen Reinigungs- und Vcnsic!>- rimgsgewerbe — in der Moschinenindnstrie 4* 178 v. £>.), in der Gastannsdaft (-s- 98), int VenncliäItigungsgewerbe (+ 78), in der L.'eud>tilos>Industrie (+ 73), im Bergbmt , - 66), im Post und Eisenbahndienst (+ 66), im übrigen Berkehrsgewerbe ( • 62), '» der Holz , BcNcibunqö- nnc Papierindustrie ,,e H- 60), in der MelattverMbeilung wie int Handelsgewerbc (je + 58 v. H.) Aum Teil sind Bernssgruppen daninter, in denen der Anteil der Bei heirateten iveniqer hodi als im Dnrchsdmitt unter der gesamten männltd.en Lohnarbeitersdxlft ist, so in der Gastwirtsdxift, im BermelsaItigungs«iewn-he, in der Holz und BeNeidungsiiidustrie wie in der Metallverarbeitung. ES sind das gerade Arbeite zweige, in denen die gelernten Sadurbciter wie Mellner, Bud» formier, Sdmeider, Sdstossit, Klempner, Sdnniede mib dergl. auch bet twrdriiigendnn Großbetriebe von brfimberev Beden tu ng sind. rU’ee ginn Teil sind auch unter den Erwiwbszweigen mit besonders rafdj lief) entwickelnder Ehestfser BenisSgrnppen mit starker Durchiebung mit Berhnrateten — ivie das bei Post und Gifcit-
Gießen, erfl. Lollar, Fu’da, Als. unflen, Lid,, •kommenden •ezelten der r Gesohäfte. ’ d- Gießener iflors vor- W werden.
Donnerstag, 2b. Juni 19(5
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchcn UniversnätS - Buch- und Steindrnckerei.
R. Lange, (Bieftcn.
Münchens jüngste Ausstellung.
München hat wieder seine Ausstellung. In zweien der ständigen Hallen des schönen Ausstcllungsparkes auf der Thcresien höhe hat sic sid) unter dem Rainen A u s ste l l u n g B u r e a u ü. n d Geschäftshaus etabliert als eine nicht sehr umfangreiche, aber inhaltlich recht bedeutende Fachausstellung. Ist mid) Einzel neä in etwas weitherziger Auffassung des Begriffes Bureau und Geschäftshaus in buc Ausstellung eingeschmuggelt worden, was bei strengerer Prüfung nicht ganz dort hineinpaßt, so steht
Poincare in England.
London, 25. Juni. Bei dem zu Ehren Poincarös in der Guildhall gegebenen Frühstück brachste der Lor dm an-., r einen Trinkiprud) auf den Präsidenten aus. Möge der Besuch des Präsidenten, sagte er, dazu beitragen, die Bande ber Freundschaft zwischen den beiden Rationen zu stärken. Er wünsche von Herzen, daN die Bemühungen beider Rationen zur Förderung des Friedens fortdauern möchten, ebenso der gute Wille zu harmonischer Zu
Vie Lamilienstantzrverhültnisse
der deutschen Lohnarbeiterschast werden im Iunihefte des „Reichs-Ykrbtitsblatts" in einer Fort- siMung des im Maiheft m'djnencnen ersten Arrfsalzes über „die Gliederung der deutschen Lohuarbeitersdxist" auf Grund der Be rufszalstung von 1907 behandelt. Danach gibt es insgesamt unter den 10,3 Millionen männlichen Lohnarbeitern, Dienenden und -unteren Beamten mel/r verl-eiratete als ledige, nämlich 5,1 Millionen verelwlichte und 4,96 Millionen ledige. Im Bergleid) zn den 5,1 Millionen Ehemännern unter den Lohnarbeitern gibt es nahezu 1 Millionen Selbständige, die Haupt einer Familie sind. Innerhalb ber Selbständigensdndst sind das aber 84 von je 100, also mehr als innerhalb der Arbeitersdstd)!, in der der Anteil der Familienvorstänoe 49,8 v. H. beträgt Dieser geringere Anteil der Verheirateten unter den Arbeitern ist in Der starken Vertretung jüngerer Männer in der arbeitenden Schidst begründet. Tie Lohnarbeiter mit Familie haben aber im Bergleid) zur vorigen Benrfstzihlung im Jahre 1895 eine größere Zunahme an Zahl als die ledigen mmtnlidtcn Arbeiter. Im Verhältnis
ihre Ansichten darüber austauschten Es bestehe
Tmlmbetrfeli und dem sonstigen Versehrsgewerbe, bei per Leucht stossindustne und dem Bergbau, aud) bei her Masdünenindustrik der Fall ist.
WaS die weibliche Lohnarbeiterschast anbelangt, so stellen sich liier 3,68 Millionen Ledige und 666 997 Ve>h-iratete gegen über. Die Lanbwirtsdxist nroift die höchst.' Zahl nn El» krauen auf, 295 624. Tie Zunahme der Ehefrauen arbeit ist verh.il Inismäsng schneller als die Steigerung der Beteiligung der ledigen treib' ItdKti Arbeitersdiast. Insbesondere Ixat sid) die in der Industrie insgesamt bcfdxiflifltc Ehefrau en zahl naltezn verdoppelt. Im einzelnen überfd veiien verschiedene geiverblidze Berussgntppen die Derdovpelitug, so insbesondere die Metallverarbeitung und die Masdünenindustrie. Das Svinnstofigewerbe aber verdop^'lie die Anzahl ber Ehefrauen seit 1895 nidit ganz: bod» hat es nächst der Landwirticiaft die größte Zntrnid^anzahl (4- 45 651).
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Erscheint täglich mit Ausnahme beS Sonntags.
Tii „^lehener isamtllenblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Nrcirblatt für den Kreis -stehen" zweimal wöchentlich. Tie „£enbrolrtfd)afUld?tn Seit- (rageid* erscheinen monatlich zweimal.
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Staatsöicnft und Ziviiversorgung.
2Bir lesen in der „Deutschen volkSw. STorrcfponbeufl*:
.Es ist eine ständige Rinne der T? i 111 n r n n tv Ö r t e r, bnft ihnen zu 'venig Stellen im Zivildienste zur Verfügung ständen, und daß es daher dem anslpbienlen Unteroffizier außerordenlttch sdnvcr falle, eine passende Anstellung zu erlangen. Wie wenig diese Rinnen berechtigt sind, geht z. B. dnranS hervor, dnst v o n den 7235 c t n t § m n ft i a en Z u g f ü h r e r st e ll e n der v r e n st i s ch - h e s s i s ch e n E i s e n b n h n v e r w a l t u n g b c ft i m -
n ngs m äst i g sieben Achtel, n l s o 6330 Stellen den Tl tlitnvan wär t e in uorbchnl teil, aber nur 300 Stellen wirklich mit Militär an Wärtern beseht sind. In zahlreichen anderen Stellen ist freilich unser Beamtentum bereits so sehr mit ehemaligen ttnterosfizieren durchsetzt, dast Beamte ans dein Stande der Zivilanivärter entweder gar nicht oder nur twch in versehtvindender Minderheit vorhanden sind. Tte Militäramvärter sind eben in; Lank der Jahre minier wählerischer geworden. Am größten scheint der Andrang zum Bureau- und Knndeibienft und zn solchen Stellen zu sein, die neben einer mönlidift guten Besoldung ein bequemem Leben ge mnbren. Die Urkunde, durch welchen den Unteroksizieren nach zwöl'tähriger Dienstzeit, also gewöhnlich im 30. bis 33. Lebensjahr, die Anwartschaft aus Anstellung im Zivildienstc zugcsidiert wird, heißt zwar Zivilversorguug'Zchein; der Inhaber dieses Scheines niust sich aber doch selbst sagen, daß das Reich, der Staat oder die Gemeinde ilm nicht blop zum Zwecke seiner Versorgung nn- stellt, sondern dast auch thcgendienste, eben die Dienste eines Beamten, von ihm verlangt werden. Cbcr sollte sieb, um irriger Auslegung vorzubcngen, doch vielleicht eine Aendernng des Namens -Zivilversorquugsschein" empfehlen? Ein im 30. bis 40. Lebens- istbre stehender Alaun must jedcnkallS den Anforderungen aeivachsen sein, die der Dienst eitles Eisenbahn-Zugführers mit sich bringt. Dieser Dienst paßt ober den Militäranwärtcrn nicht, und außerdem ist ihnen die Besoldung zu gering.
In einem durch verschiedene Zeitungen gehenden, ostenbar aus Militäranwärterkreisen stammenden Artikel wird für die Z ug - führ er die^ GehaltSskala der mittleren Beamten verlangt; sobald sie in diese Skala einrücken, werden sich, so heißt es in dem Artikel, auch Reflektanten aus die 6330 Stellen finden. Außerdem wirb in dem Artikel auf die »unwürdige Behandlung" der zum Probedienst als Zugführer kommandierten Unteroffiziere hingewiesen. Sie mürben beim Rangierdienst häufig jungen Arbeitern unterstellt, von diesen sofort mit „Tu" angeredet und in höhnischer Weife zurechtgewiesen, nnd) käme eS vor, daß Anwärter im Ausbildungs- bienfte zum AuSfegeu be8 Bahnhofs und der Zusahrtswege und zu ähnlichen Arbeiten befohlen würden. Was an diesen Behauptungen wahres ist, wird voraussichtlich von der Eisenbahnvenvaltung fest- gestellt werben. Im übrigen wird durch die angeführten Zahlen auss neue dargetan, baß die Militäranwärter ihre Einsprüche mast loS steigern. Schon heute können die Zivilverwaltungen den Forderungen der Militäranwärter beim besten Willen nicht mehr gerecht werden. Und künftig wird das erst recht unmöglich sein, wenn es sich darum handelt, die Zivilversorgnng der durch die HeereSver- ftnrfunq vermehrten Unteroffiziere sicherzustellen.
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Meuterei aus einem deutschen Schiff.
~ Travemünde, 25. Juni.
Ein Varsall, der lebhaft an die Seeräubergeschiditen der alten Zeit erinnert, bat die Gemüter hier in Auslegung verseht. An einem der lebten Tage erschien vor dem Hasen ein Segler, der die Rotslagge zeigte Als der Lotse das Schiff betrat, wurde ihm die Mitteilung gemacht, daß der Modi des Seglers Meuterei be* gangen hätte. Er halte sid» von hinten aus den Zvpilän gestürzt nnd ihm mit einem langen Messer eine tiefe Wunde am ganzen rechten Arm beigebracht. Die herbeieilendeu vier Mann ber Bejahung bedrohte der Mod) ebenfalls mit Messerstichen und verlebte dabei einen Mann. Schließlich wurde er ober doch mit vereinten Kräften zu Boden geschlagen. T-a man zunächst nicht wusste, was man mit dem gefährlichen Menschen aujangeu sollte, aud) ein geeigneter Bcrwahrungsranm aui d in Schiff nicht vorhanden war, wurde der Kod> an den Mast gebunden. Fit dieser Lage sand ihn der Lotse auf. lieber die Beweggründe des Kochs weiß man bisher nichts, es ist nicht auügesd-lossen, daß er in einem Anfall von Geistesstörung gehandelt hat. Er, sowie der Kapitän des Seglers und ein Mann der Besaitung wurden in das Krankenhaus überführt, lieber den Vorfall wurde ein Protokoll ausgenommen.
der Erstürmer von Ehambard Ludwig Matt rein 1837 biö 1886), brr Pfarrer und Sagensammler Theodor Biudeioald (1829 bis 1880) der (yabrtltitil Gustav Boehm (1827 bis 1900), her .wupjeistccher und Dichter Ernst Friedrich Grünewald (1801 bi • I.hih, ber Mnniinahft Adolf Merkel (1836 bis 1896), der Theologe Ludwig Fredrich Elemm (1821 biß 1890), der Violoncellist und K'om- pomst Ck.jrfl Banger (1829 bis 1892), die Schriftstellerin Ouife l8q-Lbrrl0ll',|i'l1v ^^loge Leopold Schmid (1808 bis 1869), der Bi schot Met 1:1 er 181 i bis 1877,, der Sdvil- mann Zohaitu Georg Fische, (1782 bis 1859), Graf Franz zu Erbach-Erbach (1751 bis 1823), her Plnlologe Hermann Axiener (181" bts 1897), der proteitautisch- Theologe Heinnd Ohristian Mtchael R-tttg (1,99 bi- 1836), her Historiker und Rn,urforscher Otto Buchner (1828 biS 1897) u. a. m Was den Inapp.n, nber -überlastwen Bwgraphien einen ganz besonderen Wert verleib! ist die ledeiu Artikel angefügte genaue '.'lngabe Cnellmi und, laus der Behandelte sdwiststellerisd- tätig nwr, dar möglichst troll- Itomnne Ver nchnis seiner Sdwifteii. Fünf Fahr-h ite nxTben Mi. err.au ^wud zusammengejas.t: ein IahreshZt lostet 3 Mark und n «A c,ncti vollen Bandes oder des ganzen Werses
2, lu Mark.
— L,te Pflegerrn Korners. Am 17. Juni 1813 hatte General Fournler bei Kttzin das Lübowsche Korps, „ces brigands" tme Rarwleon sid) midforiidle, mit etrormtr llebennacht angegrifien, mib Korner empfing dabei die erste Wunde. Liihow hatte ihn, seinen Militanten, als Parlamentär l/inübergesdndt, und der fran- zösisäre ONizier, dem der Ticdter eine Frag? uoriegle, versetzte UM statt auer Antwort einen Hieb über den Kopf. Körner wäre im Walde verblutet, wenn ihn nicht brr (Härtner Höutzcr auf nefudit und trotz der Gefa'lw, der er sid) dadurch ausfctztt, in lein Haus gebracht hä'tte. Hier nahm sich) die damalö ueunund Man-iMachriae Ehefrau de>s Samariters des V.-nm in beten an ^te nmid) seine Wunde, reinigte seine llniform von Blut, pflegte ihn rtwa 12 Tage lang und trug feine '.Briefe, im Strümps rcrltcrft, foamhd) burd) die vom F-inde besetzten Tore und) Leip- M an den K'aufmann Ittuue. .Körner verehrte ihr als Zeidren laues Dankes nnen silbernen fBedier, und von dieseni mochte sich die wackere Frau, aud) als sie nach dem Tode ihres Mannes m Bcchrangnis geriet, nicht trennen. Hochbetagt ist sic erst im Jahre 1869 geswrbcn.
cr „bcssischcnBi apbicn".
Ms erste der Arbeiten der int Jahre 1907 ins Scheu getretairn huwrischcti Kommission für das Gros-Herzogtum Hessen ist W- erfle »at der von uns bereits ausführlid) onge.zeigten ,,Hcf|isd>en Biograplnen" in Verbindung mit Karl Efielborn und <fKwrg Lehnert ha-ausgcgebcn von Hermann Haupt, im Gros-h Stacks Verlag erschienen. Dieses Iwchvrroienstlicbe '4Be., as in Zahresln-ften zu je acht Dogen erscheint, soll, mi? bcMrnit ist Lebensbilder aller im 19. Zahrl-undrrt versiorbener Pcri.'-ai ent halten, die dem Grostherzogtum feit feinem Bestehen 180:i> i. ugere ober kürzere Zeit angeliört und in .Kunst, Wissenschaft, Zudustr., und Staatsdienst, im offentlickk-n Leben oocr iunfmu- >id) getan habai. Auch geborene Hessen, die sich cuißcrhalb des 'Kost Herzogtums einen Namen gemacht haben, sollen eine, rtnitn auch kürzer gefasste, Würdigung erhalten Schon die in bau erfiru Veste enthaltenen 47 Artikel lassen die Mannigsattigleil de-' Zu haltes des ganzen Werkes erkennen: fo erfd>-ium z. Darin der Oberprässdent Graf Friedrich von Solms Laubad) I 769 bis 1822), ber Gießer Bürgermeister Heinrich Ludwig Ferbei 181.t bis 1882), ber Dialektdichter und Lelwer Karl 3fi ifrnit 1819 bis 1899), ber Kvmiker Hermann Buttert tick 1816 bis IS.'A > > Botaniker Hermann Hoffmann (1819 bis 1891), di? Fst ..-n (''r tst Casimir I. 1781 bis 1852) unb II. 1806 bis 1861 uon A'en bürg und Büdingen, ber Orientalist Joseph Ternburg 1811 bis 1893), ber Arvt unb Philosoph Ludwig Büchner (1824 bis 1899),
Kaufmann und Industrie le int heutigen Geschäftsverkehr bedient. Die FlTrtschritte, die auf diesein Gebiet gemacht worden sind, illustriert die außerordentliche intereffante historische '?( 5 - tei luna, die u. a. das primitive, nur nad) dem (Grundsatz höchster Sparsamleit und Ansprud)slosigkeit ausgestattete Montor eines Handels!>auses aus Großväterzett vorführt. Eine vielerlei nützliche Anregung bietende Sonderabteilung ist vom Kgl. Bähe rischen Arbeiter-Museum zusammengesdellt worden über hhgienil'che Verlmltnisse tm .Handelsgewerbe, über die Tätigkeit ber Kausmannsgerichte und An gestellt enver sicherun g. In einer aoberen Sonderau-sstellung, die ber Künstl<rgesellsd»rft „Münchener Bunb^ bauten ist, wird gezeigt, was durch Bevorzugung guter äußerer Formen auf geschästlicktem Gebiet zu erreichen ist durch die Wirl'ung gesdnnadvoller stieklame, künstlerischer Packungen und dergl. mehr. Bornehnie Rrklaim- burd) künstlerisch ausgeführte Plakate und sttlvvlle Propagandaschriften, umsangreiche Sammlungen von Werbemarken u. a. m. bringt in einem stattlichen Saale das von Geheimrat Ostwald Leipzig und K. W. Bührer ^München unlängst gegründete Institut zur Organisation der geistigen Arbeit „Die Brücke" zur Anschauung.
Ein sehr geschickt abgefasster .st ata log bietet durch zahlreiche kleine Aufsätze wertvolle Ergäirzungen des in den »iäumrn bet Ausstellung zusammengestellten "Anschauungsmaterials. Der Münchener .ststinstschriftsteller Georg Fiakob Wolf lieferte einen Beitrag zur Ardsttettur des modernen Gesdraftshauses, F. -E. Karsch spricht über das Arbeitermuseum und Hhgiene des Kaust Mannes, Johann Proells über den heutigen Stand ber von 2500 Vereinen propagierten internationalen Weltspradie Espe ranto, Oskar- Graf über .stunst unb Schausenster, Wilhelm Ostwald über Organisation als Kstnst unb Wissenschaft, Professor Philipp Maria Halm über stcknst und Kaufmann. Max KvÄowski plaudert einiges von nwdernen Kontorbetrieben unb En,st Sachsen- Hauser über Tinte, Feder unb Papier int Leben des Kaufmannes. Protektor der Ausstellung ist Prinz Rupprecht von Bavern, das Ehrenpräsioickn des Unternehmens übernahmeu die Staatsminister v. Hertling, v. Brennig, v. Knillrng, v. Seid- |
Redaktion, Expedition und Dnickerei: Sdnd« (trafee 7. Expedition und Verlag: 51.
9iebatut>n:e=a^il3. TeU-Adr.: AnzeigerGießen»
Vie Kriegsgefahr auf dem Halfan.
Wie das Reuterschc Bureau erfährt, kann die Gefahr eines Krieges zivischen Bulgarien und Serbien jetzt als beseitigt äuge sehen iverden. Es ist zwar keineswegs sicher, daß Serbien das Schied-^geridit des russischen Kaisers über die bestehenden Meinungsverschiedenheiten bcbinflunflßlov annimmt, jedod) sind hinreichend bestimmte Zusicherungen abgegeben nrorben, so daß dem Ausgang der bevorstehenden Verhandlungen zuversichtlich eutgegen- gesehcn werden kann. Es ist Grund zu Rauben, daß Serbien elxu- so wie Bulgarien der Aussorderiing Riißlauds Nachkommen wird, wenn es es nicht schon getan hat.
Belgrad, 25. Juni. Tie von einzelnen serbisd)en Blättern gebradste Meldung,'baß ber König den Rücktritt des Kabinetts an- geuvmmcn habe, wird von maßgebeudiw Stelle als unzutreffend bezcickmet. Ta auf die Tagesordnung ber morgigen Sitzung der Slupsdstiua ‘tue Fortsetzung ber An ipradx' über die Ge fetzesvorlage, betreffend den Bau eines Donau Hafens bei Br ah ovo, angesetzt ist, en wirtet man in parlaimnttatisdxm .Qth sen, das; die Frage der Stellungnahme der Stlupfctstina zu der russischen Forderung bezüglid) der bedingungslasen Anerkennung des russischen. Schiedsgerichtes erst in der Sitzung vom 27 Zuni zur Erörterung gelangen wird. In Irolitiftfjen Kreisen wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die Melnheit der Skupschlina aller Borausficht nad) sid) für die Annahme ber russischen Forderung auSspridst.
Belgrad, 25. Juni. Rach amtlichen Beridsten versuchten größere bulgarisdieTr uppen massen durch eilten nächt lidjen lieber fall sid) der serbischen Stellungen längs des Zlatowoflusses M bemädstigen. Sie wurden n a d) blutigem. Kampfe zu rückg e schlagen. An rnnfoebenber serbisd)er Stelle wird die Hoffnung auSgcchrückt, das; der Aorsall keine iveiteren Kreise ziehen werde.
ff. Der König von Siam als M o l i ß r e U eber- feber. Der »ömg von Siam ist unter die Ueberfei-rr gegangen, unb banf ferner Tätigkeit hat der selige Molißre iürzlich am Ra'wnallheater in Banglok Triumphe gefeiert. Rach einer Mit- !5"UNg der „Am.kiC-S sranea.sts" hat der König von 2iont nam- hd) töres Artt Huber Willen" ins Siamesisd^ übertragen, daun hat er selbst oen Proben beigewohnt und die Regie zum Teil selbst gerührt, ja aud) bie Arbeiten des Thcatermcim-i« lwt et iibenuadjf, sonne den Bülmenarbeitern Anweisungen gegeben So kam denn eine glanzende Vorstellung zustande, zu der dreihundert Gajte eingelaoen waren. Es befand sid) barnnter ber |^d sie Adel an'., aiifrrtbcm waren die Angehörigen brr französischen Malonie, loime du- Vertreter ei inner europaifdier Staaten Deutschland England und Franlretd) roerben genamit - erfdiienrn Txiä bCr Do^übnin^mn grösster Aufmerksamkeit ruh
Humor so ben --lamest n auhevordentlick) gesattm und was wohl nn Urteil ber ^trouäer sein muß - bei i rr Ucber . .gnng ms S'^nieftsche nicht viel eingebüsst kmben Tnr Srönti. von fall bie Absicht geänsgrt haben, fnne Urbc kbcriatiflfcit rort.mewm, und in der nächsten Zeit weitere Meiste werte der klaissschen Literatur des Theaters Frankreich-? in feine Muttenvrache übertragen zu wollen.
_ — ftuTitNadmd)tcn aus Kunst unb Wissen. lAnft Ter Grvßherzvg tron VVannt brr „Karlsruher «MM«, dem .crr^aL -.achsen Mciniugeuschen HoikapA.
9{ rn<.c r 1,1 Memmgen bas Ritterkreuz be, Ordens Bertyoldö I. verttchen.
Au» Stadt fand»
Gießen, 26. Juni 1913.
Die prettstifch-siiddeulfchc Ulaffcnloitcrie.
Die preitst. siidd. .Klassenlolterie erstreckt sich jetzt über alle deutsche Staaten mit Ausnahme von Sachsen unN Hamburg. Sie stellt das größte deutsche Staatslvtterie-- uuieinehmen dar. Bei Ausstellung des'LvtteriepianeS ist aus die Sclmssung vonckuittleren Gewinnen der Hauplwert aclegt wvrdeu, um möglichst vielen Spielern einen nnni- haften Treffer zufließen zu lassen. Reben zwei Prämien! zu je 300 000 Mk. und 10 Gewinnen von 100 000 bis zu 500000 Mk., weist der Lvtterieplan weitere 18 graste Olf- !tvinue von 50000 dis 75000 Mk. und an sogenannten Mitlelgewinncn nicht weniger aus als: 260 Gewinne zu 5000, 3240 zu 3000 und 6586 zu 1000 Mk.
Aach der in Spielerkreisen allgemein vorh'errsckiendcw Ansicht hat sich die prcusi südd. .stlassenlotterie mit diesem Plaue als das beste und aussrchlSretehsteLotterieunternehnteck an die Spitze aller deutschen Staatslotterien gestellt. Sie erfreut sich daher stets wachsender Sympathien. Wesentlich dazu beigetragen hat nod) zahlreichen Aeusterungen auch der Enlschlust des Staates, auf das bisherige Mitspielen der Freilose und damit auf eine seitherige Einnahme von einer l-alben Million Marl' zuaunsten der Spieler zu ver- zichlen. Daul der Leitung geniesten die Preuf> südd. .nlasseu- lotterie unb die amtlich bestellten, der strengsten Aufsicht und Mont rolle der GeneraNotterir Direktion untersteh-nden Lotterieeiuuelnner, die hohe Kautionen stellen müssen, das größte Vertrauen. Die Ziehungen iverben int ssehiings- jaale ber (henerallotterie Tirettiou öffentlich von besang ders bestellten, aus beeibigten Beamten des prenstisdien Finanzmniislernims zusammengesetzten Ziehungslommis-
Sweites Blatt <63. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejjen
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