Ausgabe 
25.7.1913 Zweites Blatt
 
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Preisgericht über die auf <$nmb des vom Bund deutscher BerlehrSvereine in Leipzig und der Firma R. Boigtländers Verlag in Leipzig veröffentlichten Wettbewerbs zur Er­langung von Bildern als Schmuck in Eisenbahnabteilen, cingegangcncn Bilder An dem 'Preisgericht nahmen von Künstlern Professor Hein, Professor Horst-Schulze, Geheim­rat Max Klinger und Direktor Seliger, letzterer als Vor­sitzender der Jury, teil Weiterhin waren bestimmungs- gemätz Vertreter des Bundes Deutscher Berkehrsvercine und der Firma R. Voigtländcrs Verlag, sowie Vertreter einzelner -Ortsverkehrsvereine beteiligt. Es lagen der Jury 710 Entwürfe von 333 Künstlern vor. der

die Jury 34 zum Ankauf und zur Ausführung aus. Die la besten der ausgewählten Bilder erhielten außer dem aus fie entfallenden Honorar noch eine besondere Geldprämie. Es sind Bilder aus folgenden Städten ausgewählt: Bonn, Braunlage, Bremen, Frankfurt a. M., Halle a. S., Hamburg, Hannoversch-Münden, Heiligendamm, Kiel, Köln a. Rh., Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Magdeburg, Mannheim, Posen, Potsdam, Rostock, Segebcrg, Warnemünde, Weimar, Zeitz, außerdem 3 Marinebilder.

Landkreis Gießen,

5. Lollar, 24. Juli. Gemein deratssitzung. Ar* wesend: Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach, die Ge>- meinderäte Weber, Erdmann, Ringlcb, Forbach, Back, Schupp Schmitt, Römer, Hofmann. Die Gcmeinderatswahl frndet Samstag, 27. September 1913, von vormittags 11 bis nachmittags 4 Uhr auf dem Ratbause statt. Das Walzen des Au Weges von der Hauptstraße bis zum Fricdbof soll nach Eintreffen der Straßenwalze im Oktober vorgenommen werden. Die Lieferung und das Anfahren des Materials soll an den Wenigsmehmenden vergeben werden. Tie bereits von einzelnen .Hausbesitzern ohne Genehmigung angelegte Kellerentwässerungen können bestehen blei­ben, wenn sich die Betreffenden verpflichten, bis zum 1. September 1913 aus ihre Kosten einen Wassermesser einzubaucn und fürj>en Kubikmeter 11 Pfg. bezahlen. Tie Besitzer, die ent nach dem 1. Sep­tember 1913 einen Wassermesser einbauen, zahlen für den Kubik­meter 25 Pfg., andernfalls dies nicht geschieht, i|t die Anlage gänzlich zu entfernen. Tie Wassermesser sind so einzubauen, datz nur das Wasser, welches aus dem Keller geführt, gemessen wird. Bei Wassermangel sind auf Anordnung der Bürgermeistern die Kellerentwässerungen abzustellen. Reuanlagen von Kellerentwäfie-- runqen sind ohne Genehmigung der Bürgermeisterei nicht gestattet. - - Dem Hch. Rohrbach VII dahier wird ein Teil des früher Werner- schen Gartens zum Pachtvreis von 20 Pfg. pro Jahr überlassen mit der Bedingung, daß dieser Platz, wenn die Straße erweitert >oird, jederzeit zu räumen ist. Dem Hch. Deibel II. hier wurde die G e m e i n d c j a g d ans weitere 6 Jahre zum Pachtpreise von 800 M ark unter den gleichen Bedingungen verpachtet.

m Watzenborn-Steinberg, 25. Juli. Dem Berg­mann L. S o in in c r von Steinberg wurden diese Woche nachts auf seinem Grundstück verschiedene junge Obst­bau m e von ruchloser Hand abgebrochen. Anzeige ist erstattet, und hoffentlich gelingt es, die Täter zu ermitteln.

Starkenburg und Rheinhessen.

(ch) Bingen, 24. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten kam der Umbau des früheren A m t s - «ebäudcs zur Baugewerkschulew icdcr zur Sprache. Es handelte sich um eine Rachfordevung des Stadtbauamtes, da die bewilligten 74 800 Mark sich als nicht genügend er­wiesen. Es mutzte eine Unterschienung des Untergeschosses vorgenommen und die Fußböden zum großen Teil erneuert werden. Aus diesen Gründen Ivar eine Nachbewilligung von 7527 Mark erforderlich. Der Bau ist soweit gefördert, daß die Schule zum 1. Oktober das Gebäude beziehen kann. Nach längerer Aussprache wurde die geforderte Summe bewilligt. Ferner wurden 31000 Marl für die Kläranlage für die Abwässer nachgefordert. Der Voranschlag sah 90 000 Mark, vor, dann wurden 1000 Mark nachgefordert. Mit der heutigen Forderung stellt sich das Projekt auf 122 000 Mk. Von den 31 000 Mark trägt der Eisenbahnfiskus 17 300 - Mk., die als Mehrkosten durch die Forderungen der Eisenbahn- Verwaltung entstanden sind. Auch diese Summe wurde bewilligt. Tie Weiterführung der Nebenbahnen nach Bingerbrück war in Frage gestellt, da von den für den Bau benötigten Mitteln von 150000 Mk. noch 40 000 Mk. fehlten. Bon dieser Summe sollte der Kreis 20 000 Mk. übernehmen, lehnte dieses jedoch mit der Begründung ab, daß die Weiterführung im Interesse der beteiligten Städte und uichl des Kreises liege. Nach längerer Aussprache wurde beschlossen, die Summe von 40000 Mark zu übernehmen. Die Stadt ist nun an den Nebenbahnen mit einem Kapital von 110 000 Mark beteiligt.

Hessen-Nassau.

(W) Frankfurt a. M., 24. Juli. Bei der Frank­furter Polizei hat das Tienstmädchen Else Bender die Anzeige gemacht, daß sie vor einigen Tagen durch die Vermittelung einer Stellenvermittlerin von einer Auslän­derin als Stubenmädchen nach Holland engagiert worden sei. Tas Mädchen sei dann mit der Dame nach Neustadt an der Haardt gereist, wo die Dame mit yvd Herren und drei i»eiteren Tienstmädchen zusammengetroffen sei. Die Reise ging dann weiter nach Edenkoben, wo noch drei Dienst­mädchen zu der Reisegesellschaft stießen. Als den Mädchen dort ungeteilt wurde, daß sie nach Südamerika enga­giert seien, habe die Bender einen günstigen Moment wahr- geuommen und sei nach Frankfurt zu r ü ckg e ke h r t. Die hiesige Polizei Hal sofort sämtliche Grenzstationen um ^eftnahme der mutmaßlichen M ä d chenhändler ersucht.

Der kaiserliche Automobil-Klub über eine einheitliche internationale Zahrordnung.

Anläßlich des schweren Aiitomobilimglncks, daS durch den Qu- fammennm; zwischen einem Berliner uub Wiener Automobil am 27. Ium auf der ,lahrl von Graz nach Wien dadurch herbeiaeiührl wurde, daß da« Berliner "Automobil gemäß der deutschen Fahr- ordnuua recht- anstatt, wie eS in Oesterreich Vqrschrift ist links .mivtiHd), hatte der Di.ektor M. Zuelzer-Bcrlin als Mitglied des »Kaiserliche» Automobil-Klubs an dessen Generalsekretariat die 21nivnar gerichtet, wieweit denn die bereits vor zwei Jahren aus 4>er Pariser Straßcukouiereuz in Pari« angestrebte Eiusührunq einer ^mherelrchen Fahrordnnng für die veOchiedenen Länder gediehen sei Daraus hat der Kaiserliche Automobil-Klub ,etzt erwidert, daß die Verhandlungen wegen Einführung einheitlicher internationaler Fabrordnung bis jetzt noch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt haben und anch zur Zeit uoch nicht sich übersehen läßt, in welcher Weise eine Regelung der in Betracht kommenden Verhält­nisse erzielt iveröen kann. Bis auf weiteres muß daher jeden, A u t o »i o b i l i st e n dringend e m p f o h l e n w e r d e n , sich über die Fahrordmmgen im AnSlande zu informieret,. ES gelten dort folgende Borschristen;

1. Rechts fahren, links überholen: in Belgien, Dänemark. Frankreich, Italien mit Ausnahme von Mailand und anderen Städten, Niederlande, Norwegen: tu Oesterreich-Ungarn Kärnten, Küstenland, Tirol; Rußland, Schweiz, Spanien, nut lAinrnahme von Madrid.

2. Links fahren, rechts überholen: in Groß- . bxittmien, in Italien: Mailand unb andere Städte, Lurembur.;, Oesterx-eich-Ungarn, mit Ausnahme der unter 1. bezeichnete» Lande5teile, Portugal, Schweden, tu Spanien: Madrid

Wandern und Reisen, väder.

Rund um Gießen.

I. Gießen GleibergBetz Perg Rodheim.

Bon der Lahnbrücke folgen wir den roten Strichen, die uns am Hardthof oorbei in einer Stunde zum Gleiberg fuhren. In der Rahe des Hardthof befindet fick ein Aussichtsturm, von dem man einen schönen Blick nach Norden genießt. s)lad) Be slchtigung der Ruine Gleiberg gehen wir durch das gleichnamige Dörfchen, dessen ftirtfc unsere Beachtung verdient, noch Krofdorf. Bon hier schlagen wir die Straße nach Rodhcim ein. Rach etwa 20 Minuten führt ein Weg rechts üb, der uns in einer viertel Stunde den Vetzberg erreichen läßt. Vom Vetzberg, dessen Ruine im Lause der Zeiten stark mitgenommen wurde, bietet sich ein Blick dar, der fast schöner ist als vom Gleiberg, öa man diese stattliche Ruine in Vordergrund hat. Vom Vetzberg führen uns blaue Keile in 20 Minuten nach Rodheim. Ter Weg in ganz waldlos, aber wegen der Aussicht doch nur bei klarem Wetter (vielleicht nach einem Gewitter) zu empfehlen.

II. Katzenfurt ©reifen ft« in Beilstein Biskirchen.

Wir fahren um 6,47 Uhr nach Katzenfurt. Vom Bahnhof folgen wir den schwarzen Punkten nn der Grundmühle vorbei nach Greifenstein, das schon öfter erwähnt wurde, lieber an mutige Hutweiden und durch Wald geht es nach der Bcilsteiner Lay. Ein prächtiger Säulenbasaltbruch, der leider immer mehr abgetragen wird. Tie einzelnen Säulen sind leicht magnetisch. Beilstein selbst hat eine prächtige Ruine mit bcsteigöarem Turm, liegt aber zu sehr im Tal. Das Schloß wurde im 12. Jahrhundert gebaut uno war noch bis 1813 bewohnt. Dann wurde es von den Franzosen auf Abbruch verkauft. Beim Betreten der Ruine Vorsicht! Neben der Ruine die große herrschaftliche Zehntscheuer. Anch die Kirche von Beilstein verdient unsere Beachtung. Die Zeichen führen uns weiter nach dem 512 Meter hohen Rosen­berg und dem Kreuzberg. Später kommen wir in das Ulmtal., dem wir bis Biskirchen folgen. Zu der Wanderung, die fast nur durch Wald geht, brauchen wir fünf Stunden.

III. Nieder-Ohmen Marburg.

Eine äußerst lohnende Wanderung, die durch kaum bekannte, aber durch ihre herrlichen Wälder hervorragende (Gebiete führt, ist die von Nieder-Ohmen (Strecke Giesen-Fulda) nach Mar­burg. Eine gute Karte ist unerläßlich, da der Weg meist Walö- unb Felbwege und wenig Landstraßen berührt. Dafür Hal man aber die Natur in ihrer ganzen Ursprünglichkeit und Frische, und es ist nichts seltenes, daß einem unterwegs ein Füchslein begegnet, ober ein Reh aus einer Waldwiese sichtbar wirb. ^Auch an benf vielen Bussarden und Eichckhähern wird man seine Freude haben. Auf den Feldern trifft man zuweilen noch Flack)s. Man gehe von Niedcr-Ohmcn die Landstraße nach Bernsseld an bem Eisen­bergwerk vorbei, folge von hier ber Straße nach Weitershain und biege rechts in den breiten Feldweg ein, der kurz vor dem Walde ab-wcigt. Nun folge man dem Wege, der z. T. beträchtlich breit ist unb sich durch Grenzstein - vom Jahre 1785 als alter Grenzweg kenntlich macht, bis Höingen, wo man im Gasthaus Scholl Mittagsrast halten Fann (guter Apfelwein!). Don Höingen führt eine "Markierung nach Holzbausen (Neu-Potsdam) mit präch­tigem Schloß unb Park bes Freih rrn von Stumm. Dann zuerst Feldweg, darauf Landstraße nach Schröck und am Elisabethbrunnen vorbei über die Hansenhäuser nach Marburg. Wanderzeit 7 St.

Reisebrieskasten.

Anfrage wegen desBesuchs der Edertal sperre. Sie fahren um 4 Uhr über Wabern nach Bad-Wildungen, wo Sie um 7,55 Uhr eihtreffen. (Der nächste geeignete Zug geht erst um 7,16 Uhr v-Zug) in Gießen ab: mit ihm erreichen Sie Wilbungen 9,56 Uhr.) Von Wildlingen begeben Sie sich zur Ebertalsperre, übernachten in Waldeck imb wandern am nächsten Tage nach Fritzlar, woher Sie über Wabern wieder nach Gießen fahren. Sie haben den Vorteil, außer ber Edertalsperre Noch Wildungen, Walbeck und daS alte Fritzlar besuchen zu können.

F. L. Eintägige Nheinsahr t. Sie fahren am besten morgens um 8 Uhr von Mainz ab (Landestelle der Düsseldorfer Boote bei der Stadthalle) bis Koblenz, wo sie gegen 12 Uhr ankommen. Von Koblenz (Kaiscr-Wilhelm-Denkmal) nach Ehren­breitstein und dem Noten Hahn (elektrische Bahn bis dicht an das Kloster Arenberg): von hier in etwa 2 Stunden zu Fuß auf schönen Waldivcgen nach Bad Ems.

G. E. Sie fahren von KMenz nach Andernach (sehens­werte alte Bauten), von hier nach Belieben mit der Zahn­radbahn auf den Kranenberg, und dann vorwiegend durch Wald iherrliche Aussicht auf Namedy und das Nheintal) über den Lvdiaturm (prächtige Aussicht) nach dem Laacher See (etwa 3 Stunden). Von da können Sie über Niedermendig (Lavagraben) mit der Bahn nach Andernach zurück, oder lohnender aber anstrengender durch das schöne Nettetal mit Schloß Bürres- heini nach Matzen und von da mit der Bahn nach Koblenz.

Sport«

Bad-Nauheim, 23; Juli. In Bad-Nauheim findet vom 20. bis 24. August ein großes allgemeines Tennis-Turnier statt. Es erhält besondere Bedeutung dadurch, daß es das erste inter­nationale Turnier sein wird, das sich in Bad-Nauheim abspielt. Die .Großherzogin hat den Ehrenschutz übernommen. Wertvolle Preise werden, wie im vorigen Iah , ;j»q dieses Jahr roicbcr zur Verfügung stehen, so der Preis Gvo(Herzogs von Hessen,

ber Staatspreis und die Preise der Stadt Bad-Naüheim und der Bad-Nauheimer Aerztcschaft. Es ist zu hoffen, daß' das Turnier eine große Anzahl bekannter Spieler herbeiziehen nrirb und daß interessante Wettkämpfe zum Austrag kommen. Ter gute Verlauf des vorjährigen Turniers berechtigt zu den besten Erwartungen, lieberbauDt regt sich in den letzten Jahren in Bad-Nauheim bas sportliche Leben mächtig. Auf das Hockey-Wettspiel Frank surt-Hannover^folgte das interessante Golsturnier, das viele Lieb­haber dieses Sports aus England und Amerika anzvg. So gc- gewinnt das sportliche Leben in Bad-Nauheim von Jahr zu Jahr an Bedeutung.

<5crid>tsfaaL

Lich, 23. Juli. Das Schöffengericht verhandelte gegen den Arbeiter Hch. Sch. von Bettenhausen wegen Körper- Verletzung. Im Frühjahre bs. Js. hatten vcxschiebene Burschen ron Bettenhausen unb Mufchenheim gemeinschaftlich in Betten­haufen miteinanber gezecht. Am bem Heimwege gerieten sie in Streu, wobei och. einen Burschen von Muschenheim mebrerenml nut emem Stück Holz schlug imb am Kopfe ganz erheblich ver- letzte so baß er 8 Wochen arbeitsunfähig war imb ärztliche Hilfe i". Knfi'iuch »chnien mußte. Ter Angeklagte ist teilweise geftänbiq, rotll aber in Notwehr gehanbelt haben, >vas jedoch durch einiae Zeugen bestritten wurde. Das Bericht erkannte gegen Sch. wegen Setzung mittelst ge'ährlichen Werkzeuges, begangen in zwei rt^ .l<7n^qCn unflC-n' Qu< cme Geldstrafe von zusammen 30 Mk. ~ '. ^ogen Gefängnis imb zur Tragung aller Kosten Der

schweizer W. M früher auf Hof Gill, wegen Sacbbcschäbiaima anacklagt, würbe mangels qenüqenber von der Sachbeschädigung üeigesorochen. Den Haus-

nifccS estner des twllenöctcn Land^^^ts bic «oruntrnudein,, ».-» StTieaSgendu.; .v, } lntrg gegen den Vxzetelbi^l Pakutar vom Gren.w,»-.N 0?«- 'Ar 4 in Rastenburg uir Eröffnung ch*s .\?auumeria

rflvlütPakulal irrnimtxcv verhasple IJnitcrburgcr Polizeiiergeatü wurde luieöcr srcigcücksen..

Thorn, 23. Juli. Tas Kriegsgericht verurteilte den Unter» osfizier Otw Tietz vom 21. Infanterieregiment ivegnt Ver­rats militärischer G e b e i nt n i s s e, FahnenfluclK u'w. zu acht Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust, Ausstoßung aus bem Heer, Degradation und Versetzung in die zwecke Klaffe des Sol­datenstandes.

QainOek und verkehr, volkswirtßchaft.

§ ?l n ß e n h a n b e l ber Deutschen Chemischen In - bnst'xie im ersten Halbjahr 1SI3. Ter 6)efchä'tsgang in der chemischen Jnbuürie hat sich im ersten Ha!b,alw »veitcr gehoben. Ter Außenhandel ist sowohl nach ber umgefetzten TI enge wie nach deren Wert bedentenb gestiegen. Tie 6in- unb Aussuhr betrug

nämlich im

1912

1913

ersten Halbjahr ber Jahre 1912 unb 1913

Einsiihr Wert Außfuhr

dz in Mill Mk. dz in 10,956,886 231,83 20,270,338

11 553,001 240,03 23,743,156

Wert Mill. Mk. 394,04 483,17

Tie AuSsilhr hat bernnach in ber gleichen Zeit beS Vorjahres dem Werte »ach nm ea. 89 Millione» Mark zugeuommen. Die -Mehraustuhr gegenüber der Einsiihr betrug 243 Millionen Mark; im Vorjahre nur 162 Millionen Mark

Eiien, 24, Juli. Aus bem Bericht des Rheinisch» Westfälischen K o h l e n s y n b i k a t s ist folgendes zu ent- nehmen: Der r e ch n u n g s m ä ß i g e Kohlenabsatz betrug im Juni 1913 bei 25 (im gleichen Monat des Vorjahres -23'.) 'Aibciistagen 7 031 398 lVoriahr 6183 325) t ober arbeitstäglictz 281 256 (Boijabx 264 527) t. Von ber Beteiligung, die sich auf G 604 145 (Vorjahi 264 627) t bezifferte, sind demnach 106.47 (Vorjahr 100.75) pCt. abaesetzt worden. Ter Beisanb einschließlich Laubbebit, Tevutat unb Lieferungen ber Hüttenzechen an bic ei­genen Hüttenwerke betrug an Kohlen bei 25 «Vorjahr 23/s) Arbeitstagen 5 591 081 (Vorjahr 5 006 754) t ober arbeitstäglich 223 643 (Vorjahr 214 193) t; an Kols bei 30 (Vorjahr 30) Arbeits­tagen 1725 587 (Vorjahr 1 527 164) t ober arbeitstäglich 57 520 (Vorjahr 50 905) t: aii Briketts bei 25 (Vorjahr 23' .> Arbeits­tagen 396438 (Vorjahr 334 047 t ober arbeitstäglich 15858 (Vorjahr 14 291) t. Hiervon gingen für Rechnung bes Syndikats an Kohlen 4992029 (Vorjahr 4422234) t ober arbeitstäglich 199681 (Voriahr 189186) t; an Koks 1110957 (Vorjahr 954700) t oder arbeitsiäglich 37 032 (Vorjahr 31823) t; nn Briketts 379870 (Vorjahr 321907) t oder axbeitstäglich 15195 (Vorjahr 13771) t Tie Förderung stellte sich insgesamt auf 8535755 (Vorfahr 7540158)t, ober arbeitstäglich auf 341430 «Vorjahr 322574) unb im Mai 1912 auf 7990369 ober arbeitstäglich auf 319615. Die Absahner- hältniffe derjenigen Zechen, mit denen Verkanssvereinbarungen gelrosfen sind, stellten sich im selben Manat wie folgt: Es be­trugen: Ter Gesamtabfatz in Kohlen (sinfchließlich ber zur Her- stellung des versandten Kaks oerwaiibten Kohlen 388661 t, hier­von der Absatz für Rechnung beS Cyiibikats 127489 t, ber ans die vereinbarten 'Absatzhöchstiiienge>i abzurechnenbe Absatz 88,51 pCt, ber Gesamtabsatz in Kaks 113651 t, hiervon der Absatz für Rechnung des Syndikats 39058 t, der aut die vereinbarten 'Absatz- hächstmengen anzurechnende .Koksabsatz 102,49 pCt., bic Förberunx 406403 t. Eine Zechenbesitzervexlaminlung unb eine Beiratö> sitzung finbeu in diesem Tlonnt nicht statt.

Beuthen, 24. Juli. In bet Sitzung ber oberschlesischen Kohlenkonventton würbe mit Rücksicht auf die veränberte lebhafte Nachfrage den Grubenverivalluugeu der Vcriaub für bas laufende Quartal bis zur vollen Höhe ihres Kontingents freigegeben. Abgesehen von bem üblichen Winterauffchlag für Grobkohle treten PreiSverünberungen nicht ein.

§. Z n r i n b u st r i e l l e n Lage. Tie Maschinenbau-Anstalt Kirchner & Co. in Leipzig ivar bisher ziemlich gut beschäftigt, boeb könnte ber Auftragseingang jetzt etwas besser sein. Die Ver­waltung von A. Horch & Co., Motorwagenwerke in Zwickau, teilt mit, ber Beichästigungsgrab sei befriebigenb; sie rechnet mit einem günstigen Abschluß,sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten.

Von ber Berliner Börse. ... Tie Börse war recht schivach, bas Scheitern ber Stabeiseiwerbanbsverhanbliingen ver­stimmte-, man glaubt ober, daß bas letzte Wort noch nicht ge­brochen ist. Weiter machten bie Differenzen zwischen den beiden SchiffahrtSgesellschastcn einen ungünstigen Eindruck. Von Montan- aktien waren abgeschwächt besonders Gelsenkirchner, Phönix, Caro. Bochumer waren später erholt. Prinz Henry waren schwach mit 156%- Gegen Schluß war der Verkehr vollstänbig lustlos unb bas Geschäft überall gering. Tie mtänbischen Anleihen waren nur wenig oeränbert. Der Privatbiskont 48/4 % / also weiter anziehenb.

Markte.

= Herborn, 24. Jnli. Ails dem heutigen Markte ivaren aufgetrieben 182 Stück Rindvieh unb 499 Schweine. Cs würbe bezahlt für Fettvieh unb zwar Ochsen 1. Qualität 9699 Mk., 2. Qualität 9395 Mk., Kühe unb Amber 1. Qualität 92 95 Mk., 2. Qiialität 8790 Mk. für 50 Kilo Schlachtgewicht. Auf bem Schweinernarkt kosteten Ferkel 54 bis 76 Mk Läufer 80100 Mk. unb Einlegschweine 120180 Tlt. bas Paar. Der nächste Markt finbet am 25. August statt.

fc. Wiesbaden,24. Juli. Hen- unb S trohmarkt. Angeiahren waren 17 Wagen mit Heu unb Stroh. Tlan notierte: Heu, altes. 0.000.00 Mk., neues 5,60-6,"0 Mk. Stroh (Richtstroh) 0,000,00 Mk., Krnm nstroh 3,00-0,00 Mk. Fruchtmarkt. Haser 17,4019,00 Mk. Alles se 100 Kilo.

Verantwortlich für dcn politischen Teil I. V.: R. Lange.

Meteorologische Beobachtungender Station Sieben.

19,5 '.

10,4 ' J.

Höchste Temperatur am 23. bis 24. Juli yllebrigfte , , 23. , 24. ,

Rieberschlag: 0,2 mm.

Juli

1913 |

Barometer aus 0° rebuziert

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NNE

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2

Sonnenschein

Wer Cbol konsequent tag« lich anwendet, übt nach unseren heutigen Kennt­nissen bic bcnkbar beste Zahn- unb Munbpflcge aus. Preis: */x Flasche (Monate ausreichenb) TI. 1.60, 7t Flasche M. -.85. c*