Ausgabe 
25.7.1913 Zweites Blatt
 
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165. Jahrgang

Zweites Blatt

Ar- 172

Erscheint tSglich mit Ausnahme deS Sonntags.

erwarten.

1.

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>rS3ahren inet

Für den Kranken und seinen Begleiter je 1 Karte 4. Klasse.

Nur wenn die Beförderung unaufschiebbar ist, die Notwendigkeit f ofortigcr Operation vorliegt usw. und sich in einer der vorgenannten Beförderungsarten nicht ausführen läßt, darf die Mitnahme im Packwagen, eines Personen-, Eil-, Schnell- oder Güterzuges bei ausreichendem Raum ausnahmsweise gestattet werden. Dann 2 Fahr- karten 3. Klasse für den Kranken und 1 Karte 3. Klaffe für jeden Begleiter.

Die Beförderung leerer Krankenkörbe und Transportbetten aeschieht gegen Zahlung der tarifmäßigen Fracht, nur bei Transporten verwundeter oder plötzlich erkrankter Arbeiter ist sie frachtfrei.

Werden Wagen 3. Klasse mit Kcankenabteil auf Antrag besonders eingestellt, so sind nicht 4 Fahrkarten 3., sondern 6 Karten 2. Klasse zu lösen.

In den Krankenwagen oder besonderen Krankenabteilen werden 2 Begleiter frei befördert, weitere Begleiter lösen je eine Karte 3. Klasse.

*

** Ter Bilderschmuck der Eisenbahnabteile. Am Freitag, 11. Juli, tagte in der Königlichen Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig das zweite

TieEichener Familienblotter" werden dem .Anzeiger." viermal wöchentlich beigeleot, das Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Zeit- frage«" erscheinen monatlich zweimal.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 25. Juli 1913.

Krankenbcförderung.

Es ist wiederholt vorgekommen, daß die Beförderung kranker, im Rollstuhle sitzender oder im Krankenkorb liegender Personen in den Gepäckwagen der Schnell-, Eil- und Per­sonenzüge gefordert wurde. Diese Beförderung ist im all­gemeinen unzulässig. Nur bei der Arbeit oder im Gewerbe­betrieb verwundete, oder plötzlich erkrankte Skbeiter, die auf ärztliche Anordnung in ein Krankenhaus überführt werden ollen, können in den Gepäckwagen der genannten Züge be- ördert werden.

Für andere, liegend zu befördernde Kranke gibt es

Treue-.- Fürsorge durften sich unsere Standvögel im lebten Jahre roicbcnim erfreuen. Verfüttert wurden 1 Zenter 30 Psd. Vogelsutter, sowie 100 Stück Futterringe, die sich nach unteren Erfahrungen zur Winterfütterung aufs beste bewähren. Wem eben unserer Mitglieder um Futterl-äusckxn konnten wir entsprechen, da wir 20 ' Stück vom Bersuchsgarun Erfurt bezogen hatten. Aus der Fabrik von Berlepfctxr Nisthöhlen zu Büren in Weil, falen bekamen wir 32 Stück Nisthöhlen für Notare, Meisen, Rot­schwänzchen und Fliegenschnäpper. _

An Fuhrleute verteilten wir 100 Plakate:xes Vierdes Bitte", mit dem Ersuchen, sie in den Pferdeställen aufzuhängen.

Tie Beirkssparkasse Gießen bewilligte uns 100 Mark aus dem Reingewinn des Geschäftsjahres 1911, während Frau Dr. Goetz zu Wiendorf an der Lumda uns durch ein Gesä-enk von 20 Mark erfreute.

Am 20. Februar legte der Vorsitzende im Auftrage un,eres erkrankten Rechner.' Wolff, der zur Wiederherstellung seiner Ge­sundheit in Bad-Naul'/eim weilte, die Rechnung vor. Sie schloß in Einnahme mit 2177,25 Mark, in Ausgabe mit 2170,64 Mark ab. Der Vermögensbesband des Vereins beträgt zurzeit 2265,72 Marl. Die Rechnung wurde von den Lehrern Fritzel und Kffug geprüft und richtig befunden, worauf der Vorsitzende dem Rechner namens der Hauptversammlung dankend Entlastung erteilte.

Losung fürs neue Jahr aber sei uns: Auf bewährter Bahn frohgemut voran?

Sreitag, 25. Juli 1915

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fthen UniversilätS - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion:112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen,

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kehr dienen. 4 Fahrkarten 3. Klasse.

Benutzung eines Eisenbahntransportbettes oder eines privaten Krankenkorbes im Wagenabteil 3. Klasse. Zwei Fahrkarten 3. Klasse, jeder Begleiter extra 1 Karte 3. Klasse.

Mit Rollstuhl oderKrankenkorb im Wagenabtcil 4. Klasse.

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folgende Beförderungsmöglichkeiten:

Benutzung eines besonderen Gepäck-, Güter- oder Per­sonenwagens 3. oder 4. Klasse. 6 Fahrkarten 2. Klasse. Benutzung eines besonderen Krankenabteils in Wagen 3. Klasse, deren übrigen Abteile dem allgemeinen 23er«

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8üns Zahre Zrauenstudium in Deutschland.

Seft Herbst 1908 sind ben Frauen die Universitäten kes ^Reichs offen. Dieser fünfjährige Zeitraum weiblichen Unioer - Isrüftssüäuums gestattet einen Rückblick auf die Entwicklung des weiblichen Bildungssttebcns, seinen Einfluß auf den Besuch der -einzelnen Universitäten, wie auf die Gesamtstudentenzmer, und sein Verhältnis zu dem Studium der männlichen Kommilttonen. Die Zahl der studierenden Frauen beläuft sich diesen Sommer auf 343t> gegenüber 2958 im Vorjahr und 1108 vor .) Fahren. iDer jeweilige Semesterzuwachs von Sommer zu Sommer ichwantt zwischen 735 und 383 und bsträgt neuestens 478. Gegenüber 1908 ergibt sich eine absolute Zunahme der Stzudeitturnenziffcr um ütfer 200 v. H. und eine Erhöhung des relativen Anteils der lFran am bciiffdxn Universitätsunterricht von .2,48 au, -5,69 v. H.

Was die Verteilung der studierenden Fraueir aus die einzelnen. sFakultäten bez,v. Studienfächer anlangt, so ist folgendes fe,tzu- !stellen: Philologie und Geschichte studieren zurzeit 1791 gegen 505 vor 5 Jahren, s))fcflt5emonf und Naturwissenschaften 659 -gegen 175 Medizin 790 gegen 322, Karnerafta und Landwirtschaft ilOO gegen 40, Rechtswissenschaft 49 gegen 20, Zahnhcilkundc 26 gegen 40, evangelische Theologie 12 gegen 3 und Pharmazie 9 gegen 3.

Ter- verhältnisinäßige Anteil der in der philosophischen Fakul- ,tät vereinigten Studienfächer ist seit 1908 von 68,80 v. H. auf 76,35 im letzten Winter gesttegen und neuestens aus 75,47 zurück - toeganqen, roälyrcnb der betreff ber Medizinerinnen von 29*.06 !<mf 22,76 v. H. sank. Die Gründe dieser Vorherrschaft der -philosophischen Fakultät liegen wesentlich in der Art der Vor­bildung der preußischen Studentinnen. Die enorme Steigerung des Zuflusses z-u genannter Fakultät und damft zum höheren Lehr­amt, da den seminaristisch vorgebildeten Frauen ein anderer iSttidienabschluß nur vereinzelt möglich ist, erklärt sich aus dem Umstand, bai") infolge des zahlenmäßigen Ueberwiegens der Ober- lyeeen über die Studienanstalten in Preußen etwa die .vältte der heutigen preußischen Studentinnen nur ein Lehrerinnenzeugnis (besitzt unb baher mangels einer für die anderen akademischen Wernse ausreichenden Vorbildung, wenn sic nicht auf das Uni wersftätssttidium ül'erhaupt verzichten will, aus das^ Studium Hit der philosophischen Fakultät angewiesen ist. Das "ergibt »sich gahleninäßig aus dem Anteil, den die preußischen phtlosophifchen ^Fakultäten am Franenstudium l>aben. Von den zurzeit in Preußen ^eingeschriebenen Fimien entfallen aiff die genannten Fakultäten (81,6 v H. gegenüber 75,4 im Reichsmittel, auf dte medi-,lNiscl?e 16,6 gegen 22,7, während von ben an ben nichtvreußi'chen Hochschulen- eingeschriebenen Frauen derzeit nur 64,15 dem philo- fophischen unb 33,8 v. H. ben mebizinischen Fakultäten 8-uzu- ^ählen sinb. Es bedarf keiner weiteren Begründung, daß der starke weibliche Zufluß zum höheren Lehramt in wenigen Fahren bei den Frauen dieselbe Ueberfüllung zeitigen mufo wie eine .solche bei den Männern zurzeit säst überall besteht. Tenn die Oberlehrcrin hat in den weiblichen Bildungsanstaltcn ein stark begrenztes Arbeitsgebiet, das dazu noch zu einem beträchtlichen Teil Domäne des Mannes ist. Andererseits nt nicht verstänolich i-unb in den erwähnten Vorbildungsverl-ältmssen Nicht genügend Ibegründet, daß ein akademischer Beruf, der den Frauen ein freies -unb dankbares Betätigungsfeld bietet, die Medizin, bis letzt nicht die Anziehungskraft ausz-uüben vermochte, die bei der besonderen Eignung der Frau für diesen Beruf und dem zweifellos vor­handenen Bedürfnis (in Deutschland praktizieren zurzeit neben 34 000 Mannern nur 175 Frauen) anzunehmen war.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

dem Westen und Nordwesten der Bereinigten Staaten zu tragen, in die katholische Diaspora, überallhin, wo Katholiken wohnen. Das Auto, in duntlen Farben gestrichen, läßt äußerlich seine Bestimmung nur durch aufgemalte Kreuze erkennen, die in weißen Feldern stehen. Am Bestimmungsort angelangt, öffnen sich seine Seitenwände unb statt bes rollenben Autos ftebt ein Altar mit Tabernakel, Kruzifix, Kerzen unb Basen da. Einige Traperien unb Teppiche werden zu seinen Füßen hingelegt, eine mitgeführte Stufenleiter wird angelehnt, über die der Priester zum Altar hinaufschreitet.

©in Jubiläum der Schokolade. Tie Schokolade kann zurzeit in Europa ihr 400jähriges Jubiläum feiern. Bekannt­lich hat dieses nicht nur bei Kindern beliebte Genußmittel seine ßeimat in Amerika. Schon die Mexikaner haben sie in alter Zeit aus gerösteten Kakaobohnen, Maismehl und Vanille bereitet und dieses alsChokolatl" 'von choco Kakao und lall Wasser) mit Vorliebe getrunken. Aber erst um das Jahr 1513 also vor 430 Jahren ist die Schokoladenbereitung auch in Europa be­kannt geworden; sie wurde hauptsächlich zuerst iu Spanien gepflegt. Viele Jahre hindurch ist diese neue Telikatesse allein ben Spaniern und Portugiesen bekannt geblieben. Tie nächsten Länder, wo sich die Schokolade dann Eingang verschaffte, waren Italien und Frankreich. In dem letztgenannten Lande,,wo die Schokoladen- iabrikation später zu hoher Blüte gelangte, ist sie im Jahre 1660 sogar in sehr feierlicher Weise eingeführt worden: Bei der Ver­lobungsfeier Ludwigs XIV. mit Maria Theresia, der Tochter Philipps IV. von Spanien, wurde die erste Schokolade, die Frank­reich sah, dem königlichen Bräutigam von Maria Theresia, einer spanischen Prinzessin, in einem kostbaren Kästchen gereicht. Wie bekannt, hat jene süße Näscherei an der Tafel Ludwigs XIV. bald eine bedeutende Rolle gespielt, und das ist wohl auch der $)nupt- aruud, weshalb sie plötzlich auch in den anderen europäischen Staaten Heimatrecht erhielt. Zeitgemäß ist es im Moment, daran zu erinnern, daß das Schokoladetrinkeu von der katholischen 65eut- lichkeit anfangs heftig bekämpft wurde, nicht, weil man das föe- tränk für schädlich hielt, sondern weil Zweifel auikamen, ob es auch während der Falten geuoffen werden dürfe. Ter Vater Brancaccio schrieb deshalb im Jahre 1664 eine lange Abhandlung: De uso et potu chocolatan diatriba und stellte darin den für die weitere Verbreitung der Schokolade sehr wichtigen Schlußsatz auf: Flüssigkeiten sind wahrend der Fasten gestattet. Ta nunmehr auch die 63eiitltd)feit nichts gegen den (benutz der Schokolade hatte, er­oberte sie sich in verhältnismäßig kurzer Zeit jene hohe Bedeutung die sie noch heute in volkswirlschastlicher Beziehung entnimmt.

Das Uebenpicgen des preußischen Elements in der studieren­den Frauenwelt kommt in der Wahl bes Stndicnvrts der Studen- tinnen zur Ausdruck. 1908/1909 waren an den preußischen Um- versitäten 687= 60,7 Prozent ber Gesamt, unb an den anberen deut selten 445=39,3 Prozent eingeschrieben, 1911/1912 ergeben -sich 1960 bezw. 70,2 unb 835 bezw. 29,8 unb in bicsem Sommer sinb in Preußen 2220= 64,61 Prozent unb im übrigen Deutsch- ilatib 1216= 35,39 v. D- immatriliilicrt. Bezüglich ber männ­lichen Studierenden liegen die Verhältnisse so, daß von hundert nur 50,9 in Preußen unb 49,1 anderwärts studieren.^ Der Besuch der einzelnen Universitäten zeigt, baß bei den Frauen Iber Zug nach der Großstadt wesentlich geringer ist, als bei den itnännlidten Kommilitonen. Don Berlin abgeiehcn, das seitlter .-immer zwischen einem Viertel und einem Drittel ber Frauen an- gangen hat, treten bic Frauen an den Großstaotuniverlitaten ^Leipzig, München, Breslau) stark zurück und anderer,eits an 'einzelnen Proviuzhochschulcn stärker hervor, so insbesonbere in Bonn, Götting-en, Münster, Heidelberg und Freiburg, ohne daß hierbei zwischen Winter- unb Sommersemester em .nennenswerter Unterschieb zutage träte. Diesen -Sommer sind M Berlin 770 Studentinnen eingeschrieben, in Bonn 341, in i.cuiick>en , ^rev

glieber hat. _.

Nach dem Paragraphen 4 ber Ergänzungsbesttrnmungen zu den Satzungen des Sbäuptuereiit» treten alljährlich öic sugeraamten unb Vs ber in Der .Hauptversammlung gewählten Mitglieder bes Vorstandes aus. Da bic Ausscheidenben am 26., Marz wieder- gewählt würben, so traten keine Veränberungen im Vorstand cm.

Arn 25. November besuchte ber Vorstand ben hiesigen Schlacht- Hof. Unter der fachmännischen Führung des Direktors '-tr. -*-iobbc lernten bic Besucher bic vortreffliche Anlage unb neuzeittiche Einrichtung dieser Anstalt keimen. Sie konnten flch überzeugen, baß bic Forderungen der Dygiene beachtet werden unb das Toten ber Tiere human geschieht. _ . ., _

Unser Verein trat dem Verbände der Tier,chutzvei-eine des Deutschen Reiches bei. Der Jahresbeittag beträgt 1 Prozent ber jährlichen Beiträge seiner Mitglieder.

Zahlreiche Flugblätter, Jahresberichte unb Seit,toten wur­den in ben Borstandssitzungen in Umlauf gesetzt, wobei Auflatze von besonberem Werte zur Verlesung tarnen. _ Lehrer Avg er­örterte eingehenb die Frage:Warum sind so viele Märschen Tierquäler?" Lehrer Heinrich Müller berichtete auchuhrlich über Den Terragraphen von Ludwig von Mereh. T>er ^.erragraph, sagte er, sei ein Registrierapparat unter ber Erbe, cm Apparat, ber bic Lebensvorgünge unserer Tierwelt, die unserer Dcobachiung entzogen sind, automatisch scsthalte, das heißt, sic registriere uitb photographiere. OktvoierHeber Rolosf, ein warniherziger Anwalt unserer Vögel, sprach mit Sachtennttns über: Nutzen unb Schutz unserer stets abnehmenden Vogelwelt.

Wohlverdientes ausschließliches Recht auf die Beurteilung der Tiersckmtzkalenber hat sich Lehrer Fritzel erworben. Semem wohlbegründeten Antrag cntiprctob, bezogen wir vom Berliner Tierschützverein 2530 Kalender, die den hiesigen höheren Schulen und den Oberllassen der Volksschulen überwiesen wurden. Beim Verbände ber Tiersämtzvcrcine des D-eutsck-en Reiches beitcllten wir 2400 Kalender, die unseren Mitgliedern, der Unterftusc der Höheren Mäbck)enschule unb ben Volksschülern ber Unter- unb Mittelllasscn zugestellt würben.

An Prämien bewilligte ber Vorstanb 300 Mark. Die Gen­darmerie ivurbc mit 60 Mark und bic Schutzmannschaft mit 120 Mark bckacht. Die Verteilung dieser Summe überliefen wir ihren Vorgesetzten mit dem Ersuchen, uns die Vcrtcilungs- plänc '.uzustellen. Die Schutzleute erhoben 22, die Gendarmen 8 Anzeigen. In 26 Fällen verhängte ber Richter Gelbstraten von 8 Mark bis zu 35 Mark, ober er erkannte auf Haft von 4 Tagen bis zu 21 Tagen. 4 Flurschützen würben 26 Mark bewilligt, weil sie wilbcrnbe Katzen, Raubvögel und anderes Raubzeug abgeschossen hatten. Für schonenbe Behanblung unb gute Pslege ber Pferbe würben 55 Mark misgesctzt, bic m Gaben hon je 5 Mark zur Verteilung kämen. 2 Fuhrleuten würben Ehrenurkunben verliehen. 2 Bebiensteten am Schlacht Hof,, bic beim Töten der Tiere human verfahren, brückte ber Vorstanb seine Anerkennung durch Geschenke von 5 Mark aus. Für Ver­dienste um ben Vogclsck-utz wurden bic beiden Friedhosaufleh-er mit Prämien von 5 Mark bedacht, während 2 Dienstmädchen und eine Hausiererin die gleichen Bettägc für liebevolle Behand­lung ber kleineren Haustiere bekamen. Um die Aufstellung der Vorschlagslisten machten sich Rentner Daniel Deil, Oekonom Kitz, Bäckermeister Löber, Direktor Dr. Mobdc unb Lehrer Lp:tz verdient.

lebendig macht, unb bas WortFreiheit" scheint groß und strahlend über jebent einzelnen Stück zu stehn ... G. W. P.

Die Vortrags ord.nung ber 3. Internat io- n a 1 en Konferenz für Krebsforschung, die tn Br u 1- sel vom 1. bis 5. August 1913 ftattfinbet, enthält berMunch. Med. Wochcnschr." zufolge als 1. Verhanblungsgegenstand: xie Anwendung ber physikalisch-chemischen Verfahren bei Be­handlung bes Krebses. Anwendung chemischer Mittel nach Radttat- operationen. Res.: Pros. Dr. Nenberg-Berlin: Grund­

lage ber physikalisch-chemischen Verfahren: Pros. ^r. Eaipari- Bcrlin: Die Anwendung ber physikalisch-chemischen Benahrcn; Pros. Dr. Freund-Wien: Erz. Prof. Tr. Czerny-tzeibel- berg; Prof. Dr. Bayet-Brüssel. 2. Vakzinationstherapie und Serumtherapie der Geschwülste. Ref.: Privatbozcnt ^r. Obi er- Gens: Prof Da eis und Dr. bc Som er-Gent: Dr. William Eoley-New Pork. 3. Stattsttk der Krebsttankheit Oertlickie Verbreitung. Res.: Dr. Rosenfeld -Wien: Pros. Firtet und Dr Kremer-Lüttich. 4. Actiokogie des Krebses. Res. Prof. Joh. F i b i g e r - Kopenhagen: lieber eine durch Nem atoben her - vorgerusene papillomatöse unb karzinomatöw Ge,chwulstbilbung im 'Magen der Ratten iVorttag mit Demonstration von mikro,ll)- pischen Präparaten); Pros. A. Marie-Pans: ^It der Krebs bei Tabes beobachtet worden? 5. Einrichtungen für die Für­sorge Krebskranker -Fürsorgestellen usw.st Ref.: Vrofessor Dr. Blumenthal-Berlin: Dr. Sole-Brüflel. 6. Pflege der Krebskranken und Untcrrickst in dieser Pflege. JRef : Prost Dr. George Meyer-Berlin. 7. Bericht über den <stanb der Strebt sorsckmng unb Krebsbekämpfung in den einzelnen Ländern, unter Vorlage der betreffenden Drucksachen, Schriften für Aerzte, Merk­blätter für das Volk usw. Res.: Dr. Willems-Gent: Privat- dozent Dr. O d i e r - Genf.

Die Automobil-Kapelle. Motor Chapel r St. Peter ist bic Aufschrift, bie ein in ben Bereinigten Staaten soeben erbautes riesiges Automobil trägt. Damit aber auch niemand über das Eigentumsrecht an diesem frommen Fahrzeug im Un­klaren fei, steht daneben geschrieben: The Catholie Church Exten­sion SocietN. Diese zur Verbreitung des katholischen Glaubens gegründete Gesellschaft ist dieUnternehmerin". Sie steht unter bem Protektorat seiner Eminenz bes Karbinals, Martinelli unb erfreut sich ber befonberen Gunst bes Erzbischofs von Chicago, Monsignore James-Wwarb Quinglcys. Er hqt bie Automobi^ Eapettc eingesegnet, bie dazu bestimmt ist, das Vort Gottes nach

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>fstrasse 26 l Telcphon 186 strafe 20

n'alltorgtrasse ZA. a 2

(Eine Ausstellung Schweizer Kunft in Mannheim. Mannheim, 22. Juli.

Die Mannheimer Kunsthalle, die., zurzeit die große diesjähiigc Ausstellung des D tu 11 d)e n ffiun |tIcr bunbe| beherbergt, veranstaltet in ben ihr vorbehallenen Raumen als E^änzung eine etwa 120 Werke umfassende Msste lung fortt fchrittlicher schweizerischer K u u st 1 e r. Sie alle 9 mit einem Male dekorative Momente rn das Totalbild des Mannheimer Ausstellungssommers dekorative Moments bie mau hier sonst nur bei Ludwig von Hofmann und Pechstern gettosfen und die bekanntlich in der blLcnden Kunst des uns Babenern benachbarten Kulturkrei,^ ber nV Entrollt

fast ausschlaggcbcnbe Rolle 9e'sptelt haben Nun. aber entrollt

sich zurzeit ein wirklich geschlossenes Bild fortschnt licher gesamt- deutscher Kunst in Mannheim, ime es wohl einiger Beachtung auch von auswärts würdig ist. . ,

Vor allem wirb jetzt bic EntwEung des Hodler s ch e n Werkes in umfassender Weise S^r Erstellung gebraM. sind Gemälde seiner frühesten akademisch gentthaften Art, Zm sinb bie monumentalen ©itfyoucttcn feim teppichmäßige bunte Phantasie seinesFrühlings . d«wund« vnll arschslvsseuc Kraft seines wcitausholenbenMähers u E ein Detail ans bem großen Rathausbild. Tur »«tmoner, barikltcnb den gleichsam im Feuer agitatorischer unb religio,1 Leidenschaft brennendenSprecher .

Neben Hodler seine Schüler, unter ben bie Earbinaux und SNef?l fast schon als etwas Sclbstänbiges amragen, sowie bk bSi übrigen anerkannten Repräsentanten ner-eiter stoiz ms-her K^nstt Amic t, der in sinnlichen Farbenglühende,. Boß, der Beschaulich heitere, und B u r i, der derbfrohlich bauern(be, desse Gemälde fast den Plakaten nahe rucken.

Rnn."G i ???i, B'a llct unb viele <mdere!

tounstrdHgbelkbtak Veilchensßifenpulver enthält rd^ und n^'

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bürg hat 257, Sbcibclbcrg 238, Göttingen 237, Münster 189, Marburg 163, Breslau 158, Leipzig 145, Königsberg 115, Jena 91, Grcisswald 86, volle 83, Kiel 71, Straßburg 58, Tübingen 45, Gießen 3 0, Erlangen 23, Würzburg 18 und, Rostock 12. Im Vergleich mit dem Vorjahr haben alle Universitäten, aus­genommen Erlangen, mehr Studentinnen.

Jahresbericht des Eichener Tierschutzoereins für das Jahr M2.

Im verflossenen Vereinsjahr wurden am 26. März, 26 Sep­tember, 6. November unb 23. Dezember 1912, sowie am 20. §c- bruar 1913 Borstandssitzungen abgcl-alten.

Die 37. Ltauptvcrsammlung des Tierschutzvereins ^sur das Großh. Dessen fand am 15. Mai zu Bensheim statt. Ta bereit Tagesordnung nicht hervorragenb wichtig mar, so mußte laut bes Beschlusses vom 12. März 1912 von ber Entsendung eines Vertreters abgesehen werben. Ä .

Am 1 Mai besuchte unser Vorsitzender, tzaupllehrer Ltnauß, bic Vorstanbssitzung bes Tierschutzvereins für Dessen.

Lehrer .Heinrich Müller nahm am 9. September als Ab georbneter an ber Mitglicder-Versammlung des Bogeffthutzvercins für Dessen zu Bad-Nauheim teil.

Im Laufe des Jahres schieden durch -Pod, Wegzug oder aus unbekannten Gründen 15 Mitglieder aus. Dagegen traten un­serem Verein 28 Personen bei, so daß er zurzeit 00^ jjuv=

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