Ausgabe 
25.1.1913 Zweites Blatt
 
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tz :: Bahnhofstr. 54

von 1846.

lieber jugendliches Aussehen

ifationcllcs Drama nber Wirksamkeit.

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Wochen und 9 Akten ig gelangt-

K,. Helmbüchcl.

Samstag, 25. Januar 1913

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläts - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Giebeiu

Besitzwechscl. Das Kalk- und Ziegel werk b e n d st e r n rourbc für Akk. 400000 an ein Konsortium "nter Führung des Bankhauses Deichinann & Co. in Köln verkauft.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« ftraße 7. Expedition und Verlag: e^®51. Redaktion:^-8K112. Tel.-Adr.: AnzcigerGleßen.

DieGkeheaer FamklienbläUer" werden dem Anzeiger" 8iermQ( wöchentlich beigelegt, das KreisSlatt für den Kreis Stehen" zweunal wöchentlich. D,eLandwirtschaftlichen Seit- ftageh" erscheinen monatlich zweimal.

s Verlobung ante Komödie.

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vcfornt des Strafgesetzbuchs vorzugrcisen und bat daher um Ab lehnung des Antrags der Fortschrittler. Ein Redner der Volks- Partei betont in seiner Begründung des Antrags, das; er ihn mit einem Zentrumsabgeordneten schon seit 1898 im Reichstag ver­treten habe: jetzt sei die erste Gelegenheit zur Lösung der Frage. Das Zustandekommen des Strafgesetzbuchs sei abhängig vom Ausgang großer politischer Stampfe. Die Aushebung der Wir­kungen des Urteils durch ein Administrativ-Verfahren sei eine unerträgliche Abnormität, mit deren Beseitigung man nicht warten könne. Der Vertreter der Nationalliberalen hält demgegenüber eine bedingte Begnadigung, falls sie besser ausgestaltet werde, für zurzeit genügend, und eine ähnliche Haltung nahmen einige Zentrumsredner ein.

Der Staatssekretär des Reichsjustizamts warnt drin­gend vor der Annahme des Antrags: man gefährde auf das aller­bedenklichste die ganze Vorlage durch die Annahme der bedingten Verurteilung: er glaube bestimmt ein Unannehmbar sei­tens des Bundesrats in Aussicht stellen zu können. Tas bezeichnete ein sozialdemokratischer Redner als eure, posterior, jetzt müsse man beit Antrag annehmen. Prinzipiell wird bei der Abstimmung der Antrag bl e r s ch e n ste i n e r mit fünf­zehn gegen zehn Stimmen angenommen, wobei Zentrum und Nationalliberale getrennt stimmten. Den Antrag Kerschen- teiner auf Einführung der Rehabilitierung begründete der Antrag- teller vor allem mit pädagogischen Gründen. Der Regie­rungsvertreter erklärt auch hier die Symlpathie der Re­gierung, wies aber auf die große Tragweite und die Schwierigkeiten hin, die Sache getrennt für Jugendliche und Nichtjugendliche zu ordnen. Er teilt mit, daß soeben eine Bundesratsverordnung betreffend Löschung v o n V o r st r a f e it i m V e r w a l t u n g s- wege i n der Ausarbeitung sei, die sehr weit gehe; es handele sich um die Einheit der Strafrechtsreform. Auch die Redner der n a t i o n a 11 i b e r a l e it Partei traten für die Re­habilitierung warnt ein, vor allem ein im praktischen Gefängnis- wesen stehendes Mitglied der Kommission. _ Am härtesten sei die Konstatierung der Vorstrafen im Strafprozeß, die den Angeklagten ost unglücklich macht, selbst wenn er freigesprochen wird. Der Antrag Kerschensteiner wird mit 13 gegen 9 Stimmen angenom­men. Donnerstag wird die Beratung fortgesetzt.

Der Wahlpriif-ingsausschuß verhandelte in seiner heutigen Sitzung über die Gültigkeit des Mandats des nationalliberalen Abgeordneteit Kölsch (Kehl-Offen­bach). Tie angestellten Untersuchungen haben kein günstiges Er­gebnis für den Abg. Kölsch gehabt, doch sind die Feststellungen noch nicht beendet; vermutlich wird die Wahl für ungül- t i g erklärt werden müssen.

Beginn der materiellen Beratung im Leuchtöl Ausschuß.

In der heutigen Sitzung des Leuchtölausschusses wurde be­schlossen, die Versorgungsfrage zu verlassen und die Beratung des § 1 des Entwurfes: Monopolisierung des Leuchtölverkehrs durch das Reich und Betriebsfonn der Monopolverwaltung aus­zunehmen. Das Zentrum erklärte zunächst, daß es ebenfalls der Meinung fcit daß irgend etwas geschehen müsse. Es wiederhole aber seine früheren Vorschläge, eine Sicherung des Konsumenten durch Abschluß von Verträgen oder durch ein Kartellgesetz zu ver­suchen. Die Sozialdemokratie wandte sich gegen die lieber trag ung des Monopols an eine Vertriebsgesellschaft und sprach sich für ein reines Reichsmonopol aus, eventuell unter Schaffung einer Aktiengesellschaft, deren Aktien aber vollständig im1 Besitz des Reiches seien. Die Nationalliberalen und die Volks-- Partei traten im Interesse der Elastizität eines günstigeren Einkaufs und damit im Interesse bet Konsumenten für eine Ver- triebsgesellschast ein.

fli'Är al> Kd-'Ai.

Ans Stadt und Land.

Gießen, 25. Januar 1913.

** Ordensverleihung. Anläßlich des Krönungs- nnb Ordensfestes wurde von bem König von Preußen beut Lokomotivführer Wilh. Klein zu Gießen bas Preußische Verbienstkreuz in Silber verliehen.

* Vortrag über bie Alkoholfrage. Man schreibt uns: Es sei besonbers auf bie Versammlung hin­gewiesen, bie heute abenb im Johannessaal stattfindet, in ber ber als begeisternber Rebuer unb hervorragender Fach­mann bekannte Dr. Burckharbt aus Berlin über bie Alkoholfrage sprechen wirb. Der Eintritt ist frei.

** U c b e r bie Verwenbung von Flugfahr- zeugen zu kriegerischen Zwecken spricht, wie aus bem Anzeigenteil ersichtlich, Herr Generalmajor z. D. N ettreut her aus München am Donnerstag, 30. Januar, in ber neuen Aula auf Veranlassung des Vereins für Luftfahrt. Die Probefahrten eines neuen Zeppetin- kreuzers, Z. 15, ber int Auftrag ber Militärbehörde gebaut ist, sind im Gange, zwei ober brei weitere Luftschiffe für militärische Zwecke sind im Ban, dem Reichstag wird dem­nächst ein Nachtragsetat zugehen, der enblich bie Forbe- ruttaen enthalten wirb, bie notwendig sind, um unsere Landesverteidigung auch in dieser Beziehung auszubancn. Die Errichtung 'einer Reihe von Fliegerstützpunkten unb Flugschuppen wirb zurzeit in ben beteiligten Kreisen leb­haft erörtert, bie Frage, wie man für Flngfahrzenge auch in ber Nacht bie nötige Orientieruttgsmöglichkeit burch Blinkfeuer usw. schassen kann, beschäftigt die maßgebenden Stellen, knrz, überall regt es sich, um mit Energie das nachzuholen, was wir bisher int Vergleich zu unseren Nach­barn im Westen versäumt haben. Auch ber Prinz-Heinrich- Flug, ber zu Pfingsten in Wiesbaden seinen Anfang nimmt und dessen Bedeutung in militärischer Beziehung dem­nächst noch näher gewürdigt werdeit soll, wird fein Teil dazu beitragen, das Interesse für das Flugwesen zu heben und neue Erfahrungen für alle Beteiligten, für Flieger, Industrie und Militär, zu gewinnen. Aus allen diesen Gründen wird es sicher die weitesten Kreise interessieren, aus dem Munde, -eines bekannten Fachmannes über den gegenwärtigen Stand und die Zukunftsaussichten des mili­tärischen Flugwesens unterrichtet zu werden.

D ie Freimaurerei und die religiöse Krisis der Gegenwart. Man schreibt uns: Montag, 10. Febr., findet in der neuen Universitätsaula ein öffentlicher Vortrag von Dr. phi\ E. Horneff er aus München statt, dem das Thema: Die Freimaurerei und die religiöse Krisis der Gegen­wart zu Grunde liegt. Den gleichen Gegenstand hat Tr. Öornesfer in München, Straßburg, Baden-Baden, Jena und Mainz mit großem Erfolg besprochen. Dr. E. Hornesfer, der Herausgeber der MonatsschriftDie Tat", ein hervorragender Redner, dessen Persönlichkeit dafür bürgt, daß die Besnier des Abends in künstlerisch vollendetem Vortrage eire tie durchdachte Auffassung vom Geiste, von den Zielen und den Zwecken der Freimaurerei kennen lernen werden. Der Ein­tritt ist frei für jedermann.

Aus den ReichUagrauzsckMen.

: Bcrlin, 24. Januar.

Die Besoldungsreform bei der Post.

Im Bübgetansschuß des Reichstags hatte heute, da die Besoldungsfrage an der Hand der zahlreichett Anträge «fltt Verhandlung stand, neben bem1 Ches des ReicktspostamtS in erster Linie sein Kollege vom Schatzamt das Wort. Reichs- schatzsekretär Kühn gab eine Zusammenstellung über die Belastung, die die gewünschten Aenderungen der Besoldungsordnung dem Gesamtetat bringen ückirde. Gegenüber einem einmütigen Ver­langen des Ausschusses und des Reichstags würde die Regierung nicht abgeneigt sein, die Frage einer Neuordnung dieser Gehälter i m R a h m e n der B e d ü r s n i s s e d e s G e s a m t e t a t s neu zu prüfen. Der Schatzsekretär empfiehlt deshalb Zurückziehung der Anträge unb bie Beschränkung auf eine allgemein gc- hal tene Entschließung. Dieser allgemeinen Anschauung feines Kollegen von der Finattz tritt Staatssekretär Krätke bei. Er besprickst aber dann eine Reihe von Einzelforderungen und zwar an! negativen Sinne. Er erörtert zunächst die Verhältnisse ber Assistenten. Die Zahlen der Angestellten uni) im Vorbe­reitungsdienst befindlichen müssen, so wie sie sind, belassen werden: sie geben Au lAuMell'uugen keinen Anlaß und entsprechen ben Forde­rungen des Dienstes. Ter Staatssekretär erinnert an das Zu- jianbefommen der letzten Besoldungsordnung. Man schuf damals große Gruppen, ohne schematische Vergleichung ver­schiedener Beamtenklassen, ihrer Arbeit und ihrer Vorbildung. Es war gar nicht beabsichtigt, allen Beamten eine gleiche Erhöhung zuteil werden zu lassen. Deshalb ist es nicht richtig, wenn die eine Klasse immer gegen die andere ausgespielt wird. Der Staats­sekretär bestreitet die Berechtigung der Forderung des Berichter­statters, sich nach der preußischen Ordnung zu richten, da die Be­dürfnisse bei Post und Eisenbahn eine verschiedene- Organisation der Beamten erfordern. Die letzte Besoldnngsreform tat zweifellos Gutes geschaffen und hat damals auch allg-meine Zustimmung gesunden. Es ist ausfallend, daß jetzt so scharfe tfritiF darin geübt wird. Ein Neuaufrollen der ganzen Frage bat bedenkliche Konferenzen. Auch ein Eingehen auf die Wünsche inner einzelnen Klasse hat seine Gefahren. Eine Zttche wird nie cirttreten. Die Forderung der Denkschrift ging doch sicher, von dem Wunsche aus, möglichst sparsam in der Postverwaltung §u arbeiten sind dieser Wunsch ist berücksichtigt. Außerdem hat die Ver- ivaltting doch viele Erleichterungen geschaffen, z. B. beim1 Sonn- flagSbicnft. Die Beschäftigung weiblicher Kräfte übersteigt nicht das Notwendige, von Lohndrückerei kann keine Rede sein. In anderen Ländern werden mehr beschäftigt: in Deutschland 9,3 Proz., in Oesterreich 17 Proz., in England a22 Proz. 'weibliche Kräfte.

Ein sozialdemokratischer Redner bestreitet diese Auf­fassung der Besoldungsreform. Ein Zentrumsredner be- gweifelt ebenfalls, daß bei der letzten Besoldungsreform allge- toeine Zufriedenheit geherrscht habe. Er befürwortet die Zen- itrumsentschließung, die noch in dieser Session toot ber dritten Lesung des Etats eine gesetzliche Neurege­lung der Gehälter der Postassistenten und Post- unterbcantten auf die 1909 vont Reichstag beschlossenen Sätze 1800 bis 3600 resp. 1200 bis 1800 Mk. fordert. Vor einer M- Änderung der Besoldungsordnung sollte man sich nicht scheuen, wenn es sich um mehrmalige Beschlüsse des Reichstags bandelt. Die erforderlichen Mehrkosten würden insgesamt sech­zehn Millionen betragen; davon liefere eine Million die Ost- iNarkenznlage, sieben Millionen die Schuldentilgung über das ge­setzliche Maß hinaus, ber Rest könnte den lleberschiisfen ientnontmen werben, bie sicher zu erwarten seien. Um: gleich etwas zu er­halten, verlangt ein anberer Antrag des Zentrums eine Ver­mehrung ber Stellen der Oberassistenten, um 1200 ein nxiterer Antrag Erziehungsbeihilfen für Kinder von Unterbeamten. Ebenso müsse die Bezahlung der Postboten erhöh! werden.

Auch der Vertreter der wirtschaft!. Vereinigung ichließt sich ben Zweifeln an der Güte der Besoldungsordnung an unb erhebt die alte Klage seiner Parteifreunde über die starke Verwendung weiblicher Kräfte. 'Von den Unterbeamten seien weniger das höchste Drittel als vielmehr die jüngsten Jahrgänge zu berücksichtigen.

Von fortschrittlicher Seite wird befürwortet, mit der neuen GelMtsordnung eine Neuordnung der Personalorganisation zu Verbindern

Es folgt dann eine längere Kritik ber Besoldungsordnung, die nicht geändert, aber ergänzt werden soll. Am weitesten geht der Z e n t r rr m s au t r a g a u s Vo r l a g e e i n e s n e rr e n Be­soldungsgesetzes, durch seine Verbindung namentlich bezüg­lich ber Ünfcrbcamtcn mit den der liberalen Parteien betreffend die Assistentinnen. Der Schatzsekretär hofft auf eine Verständigung von Regierung und Reichstag aus jn i 11 [ e r c r Linie. Seine Ausführungen sind aber seine per­sönliche Anschauung, noch nicht die der verbündeten Regierungen: damit entschuldigt die so allgemeine Haltung dieser, Ausführungen.

Von konservativer Seite wird die Kinderzulage für Uuterbcamte als wünschenswert bezeichnet. Eine Zurückziehung der Anträge, wie sie der Schatzsekretär vorschlägt, sei jetzt nicht mehr möglich. Eine Vermehrung ber Assistentenstellen würde die | Sache zersplittern, unb ebenso lehnen die .Konservativen eine neue Besolbungsordnung ab; dagegen unterstützen sie den Assistentenantrag Beck-Hubricki sowie deren Unterbeamtenantrag, i Zur Deckunasfrage äußern sie die Hoffnung, daß die Ostmarken- mlagc erhalten bleibt. In der weiteren Erörterung wird auch 1 die zu erwartende Militärvorlage bei der Deckungsfrage gestreift unb brr Mangel an Angebot für die untersten Stellen in manchen Direktionsbezirken auf die geringe Besoldung zurückgesührl.

Hieraus wird a b g e st i m m t. Die Erhöhung der Zahl der Assistenten wird mit Mehrheit angenommen. Einstimmig luurben die Anträge Beck-Hubrich über bie, 300 Mark Zulage für die Assistenten, die 100 Mark Zulage für die Unterbeamtcn mgenommen, zugleich mit bem Zentrumsantrag, die Beschrän­kung aui das oberste Drittel der Unterbeamten zu stretchen. Weiter vird ber Zentrumsantrag angenommen, ber Erhöhung der Tage- i selber für bie Postbeamten fordert. Desgleickien die Entschließung -es Zentrums auf Erhöhung ber Gehälter ber Postassistenten inb llntcrbcamtcn noch vor der brüten Lesung des Etats.

Das Jugendgericht int Ausschuß.

In seiner gestrigen ersten Sitzttng hatte ber Jugendgerichts^ russchuß den erftm Antrag der Fortschrittlichen Volkspartet Kerschensteiner, v. Liszt, Müller-Meiningen) angenommen und )ic Strafmündigkeit v o m 12. aus das 14. a h r hnaufgefefet. Der zweite Antrag dieser Abgeordneten ver­engt die Einführung der bedingten V e r u r t c 11 u n g »»stelle der administrativen bebingten Begnadigung. Der Grund- zedanke ist der, daß im Urteil beftimmt werden kann, daß jet guter Führung während bestimmter Frist die Verurteilung ils nicht geschehen gilt. Die Sozialdemokraten unterstützen den Antrag, während die Konservativen sich gegen diese geforderte Erweiterung der Vorlage aussprechen. Der Vertreter des Reichs- sjustizamts macht in dieser Erörterung bemerkenswerte Mit­teilungen über die Arbeiten zur Reform des Strafgesetz-

U. Er stellte in Aussicht, daß 1917 die Vorlage an den «Mag erfolgt. Gegen den Grundgedanken der bedingten Ver­ging sprach er sich nicht ans, warnte aber der Mlgemein-

llnser diesjähriger Maskenball finbet a<

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Von einer Sachverständigen.

Jede Frau besitzt einen schönen Teint dicht unter benti häßlichen. Eine gesunde Haut unterliegt fortdauernd Verände­rungen und wirft stetig verbrailchten Stoss in mikroskopisch kleinen Teilchen ab. Wenn dieser Prozeß aus irgendeinem Grunde nicht vor sich geht, bleiben die Teilcheii auf der Haut und bilden dort den blassen, häßlichen, leblosen Teint.

Aus diesem Grunde sollte es das nächstliegende fein, ber Natur in ihrem Prozeß ber Auslösung zu Helsen. Dies geschieht am beften durch Auslegen von etwas Halbstarkem Cleminit in derselben Weise, wie man Goldeream auslegt. Diese Substanz, die keineswegs unangenehm ist, scheint den welken äußeren Teint aiizugreifen und zu entfernen, um die darunter befindliche frische, junge, vollkommene Haut den natürlichen Teint an die Oberfläche zu fördern.

Ilm diesen einfachen Plan zu erproben, braucht man nur ungefähr sünfunddreißig Gramm lmlbstarkes (Heminit in der ?lpo- theke zu kaufen und es einige Nächte vor dein Schlafengehen! auszulegen. Tie Kenntnis defseii, was aus solche einfache Wcisc getan werden kann, nimmt dem vorrückenden Sliter viele der Schrecken, die es für die Frau besitzt. Keine Frair macht sich wegen ihres Mters Sorgen, solange sie jung aussieht. [ss24/is

Eine frühe und reichliche Kopfdüngung ist in diesem Jahre für die Wintersaaten unbedingt erforderlich. Treffend wird dieses in bem der heutigen Nummer beiliegenden Flugblatte Tie Notweirdigkeit der Kopfdüngung" an Hand von Abbildungen gezeigt. Die interessanten Ausführungen wird sich jeder rechnende Landwirt zu eigen machen und nicht zögern, feinen Bedarf für die Kopfdüngung unverzüglich einzukausen, damit bei 'Eintritt geeigneter Witterung die Kopfdüngung ohne Ber-ögerung vor- genommen werden kann.» «

Ht 21 Zweites Blatt 165. Jahrgang

Erschein« ISgKch mit Ausnahme des Sonntags. Y A

GleMner Anzeiger

General-Anzeiger für Oherheffen

Kreis Büd.ingcn.

X N i d d a , 24. Jan. Gestern abend wurde eine Frau von Ober-Lais in das hiesige Gefängnis eingeliefert; heute früh fand man sie erhängt. Sie hatte sich an ihren zusammengeknüpften Strumpfbändern ausgehängt. Wiederbelebungsversuche waren vergebens. Die Frau schreibt sich Schäfer.

--Nid d a , 24. Jan. Die H o h er e B ür gerschule wird in diesem Jahre den Geburtstag unseres Kaisers zum ersten Male durch eine größere, öffent­liche Feier begehen, zu der die Angehörigen der Schüler, Freunde und Gönner der Anstalt in Nidda und Umgebung eingeladen sind.

Starkenburg und Nheinhessen.

m. Offenbach, 24. Jan. Tie Eröffnung der Technischen Lehranstalten wurde heute üormittag mit einer akademischen Feier in der Aula des neuen Schulgebäudes eingeleitet, zu der sich das Grotzherzogspaar, der Fürst zu Jsenburg-Birstein nebst Gemahlin, dem Minister v. Hombergl zu Vach, Vertreter der Regierung und der Zentralstelle, sowie die Vertreter der städtischen, staatlichen und Militärbehörden eingefunden hatten. In Begleitung des Oberbürgermeisters Dr. Tullo erschien das Großherzogspaar um 11 Uhr in ber Feswersammlung. Nach dem Vortrag des Vorspiels zur OperIphigenie" von Gluck hielt Oberbürgermeister Dr. Tullo die Festansprache. Er sprach über die Entstehung und Entwicklung der Sclmle Und stattete all den zahlreichen Stiftern Dank ab. Besonders dankte er dem Geh. Kommerzienrat Ludv Mayer- Frankfurt für die Stiftung des Schloßhofbrunnens, der den NamenErnst-Ludwig-Brunnen" führen wird, und für die gestiftete Summe zur Freilegung des Schloßplatzes. Professor Öugo Eberhard, der Direktor der Anstalt, führte aus, daß an der Anstalt zwei große technische Erziehungsgruppen neben» einanderstehen: Handwerk, Klmstgewerbe, Baugewerke auf der einen Seite und auf der anderen Maschineirbau und.Elektrotechnik. Ter Redner schloß mit dem Wunsche, daß die neue Anstalt gute Früchte zeitigen möge. Minister v. Hombergk brachte im Namen des Großherzogspaares Glückwünsche dar. Höchste An­erkennung gebühre dem Stadworstand, der die erheblichen Mittel für den Bau bewilligt habe, der der Heranbildung eines' tüchtigen Handwerks und der Industrie in gleichem Maße dienen wird. Er schloß mit dem Wunsche, daß die Schule in steter Fühlung mit den Bedürfnissen des praklischen Lebens den Mittelpunkt bilden möge für das kunstgewerbliche Streben in Offeirbach, und daß Schüler herangebildet werden, die ihrem, Vaterlande und dem Hcsscnlande zur Ehre gereichen. Teir Abschluß der akademischen Feier bildete ein Märchenspiel, zu bem Rudolf O chs - Franffurt die Musik geschrieben und Julius K a h n - Frankfurt den Text geschrieben hat. Nach einem Rundgang vereinigten sich die Terl- nelsmer zu einem Festmahl in der Loge.

Spielplan öer vereinigten Srairtfurter Siadtiheater.

Opernhaus.

Sonntag, den 26. Januar, nachmittags '/,4 Uhr:Die goldene Gans." Abends 7 Uhr:Der Widersvenstigen Zäomung." Mon­tag, den 27. Januar, abends '',8 Uhr:Tie Zauberflöte." Dienstag, den 28. Januar, abends 6 Uhr:Tristan und Isolde." Mittwoch, den 29. Jauliar, abends 7,8 Uhr:Orpheus und Eurydike." Donnerstag, den 3". Januar*):Konigskinder." Freitag, den 30. Januar, abends Uhr:Der liebe Augustin." Samstag, den 1. FebruarAriadne auf Naxos.Sonntag, den 2. Februar, nachmittags 4 Uhr:Die luftige Wiiwe." 'Abends 7 Uhr: Tannhäuser." Wontag, den 3. Februar, abends X8 Ubr:Der l,ebe Augustin." Dienstag, den 4. Februar:Die verkaufte Braut." Mittwoch, den 6. Februar, abends Uhr:Carmen."

Schauspielhaus.

Sonntag, den 26. Januar, nachm. 1^4 Uhr:Ter Retter in der Not." Abends 7 Uhr:Alt-Frankfurt." Alontag, den 27. Jam"): ..Minna von Barnhelm." Dienstag, den .'8. Januar'): Zum ersten Male:(^raf Pevi." Ein Lustsviel aus denr Jahre 1866. Drei Akte von Diobert Sandek und Alsr. Halm Vorher:Wann ivir altern." Dliltwoch, den 29. Januar:Tas Märchen vom Wolf." Donners­tag, den 30. Januar:(»ras Pepi " Vorher:Wann wir altern." Freitag, den 31. Jan., abends '/,8 Uhr:Das Märchen vom Wolf." Samstag, den 1. Februar:Gras Vevi." Vorher:Wann wir altern." Sonntag, den 2. Februar, uachniittagsUhr: ,,'Dlabame Sans-Gene." Abends 7 Uhr:Graf Pepi." Vorher:Wann wir altern." Niontag, den 3. Februar:TasMärchen vom Wolf." TienL- tag, den 4. Februar: Zum erste,unalc:Püppchen." Posse mit Gesang in 3 Akten von Eurt Kraatz und Jean Kren. Mittwoch, den 5. Februar, nachmittags V-3 Uhr:Wilhelm Dell." Abends 7 Uhr:Püppchen." --------------- 3

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um' 7 Uhr,