Ausgabe 
22.2.1913 Zweites Blatt
 
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B i»er

aus

itiile Frankl

Pafen

Geschäft mitiel.

Ministerium des Innern gibt den Behörden bekannt, daß im

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manchen Orten über Mangel an kleinen Klage geführt worden ist. Es konnte feft- daß in den Fällen, wo ein solcher Mangel versäumt worden war, die nächstgelegencn für die Deckung des Bedarfs in Anspruch mit kleinen Zahlungsmitteln stets reichlich

nie mehr auf diesen zurückkommen, ist doch Scotts Emulsion so wohlschmeckend, daß das Einnehmen groß und klein leicht wird. Dazu kommt, daß Scotts Emulsion von hohem Nährwert ist und daher überall da mit Vorteil genommen wird, wo man

den Körper nachhaltig kräftigen will.

hffrtiön f Diewnion

Erweiterungsbau eröffn et

Doch nur ScottS Emulsion, keine Nachahmung ß CVi

* Bei den 5 Kausnrannsgcrichten in Dessen waren 1912 308 (1911 296) Rechtsstreitigkeiten anhängig, und zwar 86 (71) in Darmstadt, 78 (90) in Mainz, 68 (84) in Offenbach, 39 (19) in Worms und 37 (32) in Gießen In den 286 '278) Fällen war die Klage von den Äandtwngsgehilfcn ober Lehr­lingen, in 22 (18) Fällen von den Kaufleuten geteilt. Die Mehrzahl der . Rechts streitigkeit en 139) wurde durch Vergleich erledigt, 68 durch Zurücknahme der Klage, 12 durch Beriäumnis- urteil In 117 Fällen betrafen die Streitigkeiten Leistungen -us dem Dienst- oder Lehrverhältnis, in 71 Källeri Antritt, Fortsetzung, Auflösung des Dienstverhältnisses, Aushändigung und " , in 109 Fällen Ansprüche aus Schadens­

versorgt gewesen sind. Die Auffassung, daß die Reichsbank fein Silber verausgabe, ist leider von gcwisienlosen Leuten genährt und in selbstsüchtiger Absicht verbreitet worden. Geld­wechsler haben in manchen Gegenden die kleinen Ortschaften bereist und unter allerhand falschen Vorspiegelungen von Kriegsgefahr und Zurückhaltung der Gold- und Silberbesiände bei der Reichsbank den betörten Kleinstädtern und Dorf­bewohnern Banknoten und Kassenscheine gegen Gold und flurant mit einem hohen Agio umgewechselt. Durch em der­artiges Vorgehen ist der Zurückziehung von Umlaussmitteln und ihrer Aufspeicherung durch Private in einem für ixe Geldmarktverhältnisse höchst schädlichen Umfang Vorschub ge­leistet worden.

Submissionswesen. Am nächsten Freitag, 2 8. l. MtS., 10 Uhr vormittags, sindet im Cafe Ede! eine von der Handwertskammer einberusene Handwerker­versammlung statt, die sich mit dem privaten Vet- dingungSwesen beschäftigen soll. Ta es sich dabei um fragen handelt, die lediglich für die Baugewerdetreibenden

Interesse haben, so wird auf einen guten Besuch auS diesen flreifen gerechnet,

'* 3 u hem VortragW ohnungssragc und D o h- n u n q § r e f o r m* sei noch mikgeteilt, daß 6err Fourier gesagt bat, die Liadt habe für beide Menoiienfebnfteit nichts besonderes getan. Techniker Grunig hat, wie in Ergänzung unseres Be­richts mitqeleUt sei, gesagt, er wundere sich, da» noch nicht der Mißüand besprochen worden sei, daß den 6 usbesitzern zu Unrecht viele Lauen cmsgeburdel würden, die eigentlich dre Steuerzahler zu tragen hätten.

Kreis Schotten.

= Laubach, 21. Fedr. Ter Großherzog hat der Rendant Klippstein-Stiftung in Laubach die erforder­liche Genehmigung erteilt.

Kreis Friedberg.

I». Friedberg, 21. Febr. An oer Kreisstraße

Friedberg Bad-Nauheim wird zurzeit fleißig ge­arbeitet. Hunderte Wagen befördern die Steinmasien, die zur Teckung bienen. Sie kommen auS den Steinbrüchen bei Liß.

Achten.

rrFfWf'tae. «niSaemäsiete, bScbsien Schlacht- wertes im Alter von 4-7 fahren ....

Tie noch nicht gezogen haben (unqejocht) . . pimoe, feiid'ifle, nicht auSgemänete uns ältere ouSgemästete.......

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Vollsieischiq«, ausgew., höchsten Schlachtw.

VoUfleischige, jüngere töt' en. R it () i.

Vollsieischige ouSgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes . . ......

Vollfletschige ouSgemästete Kühe höchsten SchlachnverteS bis m < Jahren ...

Wenig gut entividelte Farien

Aeitere ouSgemästete Kühe und wenig gut enl- wictette stmgere flütje . . .....

Vmßig genährte rtütje und Färsen . ...

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^NUWWÄWM;

Markte.

OHef-eit, 22. Febr. A' c> rktberi cht. Aus beutiaem Wochen« markte kostete'. 9 vtter das hmb 1,<X)UoVit, J'nhnereier 1 rtü£ 89 Mn., 2 Stuck 00 fg^ Enteneier 1 Stück 00 T'tq., (dänieete: iSt. 00 Pt, Sfifc da« Stuck 68 1 fq., Käsematte 2Stuck 56 iV Tauben rr Tr. C,8O1/*O Tt, kühner vr. St. 1,'M)1,60 'Da, Labnen rr. Stück 1,60-2,50 9)1., Enten vr. St. 2,00 - 3,00 Dst. Gänse da4 Pld 70-80 Tia^ S cl's en fleisch vr.l'. 92-100 I ^ Rindfleisch vr. Pstmd 9094 Pig^ flubsieisch 80 Ufo* Schiveüu» s eisch vr. S1 hmb 90110 Pkg* flalbsteilch vr. Pkd. 9498 i fq. Lonnnellleisch vr. Ptd 7096 Itg* flortofieln pr. 10 flq, 5.0i bis 5.50 3)IL, Weißkraut da« Stück 10 bi« 20 l'Sfu Zwiebeln nee Ztr. 6,008,00 Mk.. Aiilch das Liter 22 Pig» DhUfc 10» Stück 5060 Psg^ oer Ztr. 000 Mk- Birnen das Piund 12 15'tifg^ Aepset der Zentner 10 bis 15 Rtk. Marktzeit uan 8 bl« 2 llhr.

?.0. Wiesbaden. Pkebh «ü-Mark Idericht vom 21. Feb-, Austrieb Minder (Achsen 14, Bullen 0, Kühe 68), Kälber 13^ Schake 19, Schweine 160.

Das beste, sparsamste ltüchenhilssmittel, das alle Suppen und jede schwache Bouillon kräftigt, Saucen, Gemüsen und Salaten un­vergleichlich seinen Wohlgeschmack gibt,

Fortsetzung, Auflösung! ------,

Inhalt des Zeugnisses, in 109 Fällen Ansprüche auf ersah oder Zahlung einer Vertragsstrafe. Ter Wert des stmt= gegenständes betrug bis 20 Mk. einschließlich in 18 ^22) Fallen, mehr als 20 bis 50 in 42 (26), mehr als 50 bis 100Mk. in 56 (55), mehr als 100 Mk. in 153 (153) TÄlen. . Einigungsämter sind die Äausmannsgerichte nicht in ^ätigknt getreten. Vom Kaufmannsgericll Darmstadt wurden zwei Gut­achten abgegeben, von Offenbach wurde bei Dai gcfe&gebenben Körperschaften ein Antrag auf Einführung der vollständigen Sonn­tagsruhe im Handelsgewerbe für das ganze Deutsche Reich gestellt.

* Dienst- und Ruhezeiten der Eisenbahn- bediensteten. Die Bundesregierungen mit Staatsbahnbesitz haben folgende Dienst- und, Ruhezeiten vereinbart^ Für das Stations- und Zugpersonal ist das Dienitmaß nach >stunden>um- men im Monat, als welcher ein Zeitraum von 30 Tagen gilt, bestimmt. Die monatliche Dauer bet Dienstschichten ist bei un­unterbrochenem angestrengten Dienst au) 240, im übrigen auf 360 Stunden im Höchstmaß angesetzt. Die durchschnittliche mmut- licke Dauer der Dienstschichten soll für das Zugpersonal höchstens 300, bei einfata Verhältnissen 330, für das Lokomotivperwnal höchstens 270, bei einfachen Verhältnissen 300 Stunden betragen. Tie .Höchstdauer einer einzelnen Tienstschicht beträgt 14 Stunden, bei einfachen Verhältnissen bis zu 15 Stunden. Bisher galt eine 24stündige Ruhe als Ruhetag, künftig eine 32stündige. Monatlich find allen Betriebsbeamten mindestens deren zwei, dein Stations­und Zugpersonal, das in regelmäßigem Wechsel Nachtdienst leistet, drei zu gewähren. Einer dieser drei Ruhetage von 32 Stunden kann durch zwei von je 24 Stunden ersetzt werden. Auf Den preußischen Staats- und den Neicl)seisenbahnen sollen auch die nicht zu den Betriebsbeamten zählenden Bediensteten mindestens zwei 32stündige Ruhetage im Monat erbalwn. Die Einführung der neuen Bestimmungen ist zum 1. Mai in Aussicht genommen.

Mangel an kleinen Zahlungsmitteln. Das

berg. Die Erdmasien, die für die 20 m breite Straße ver­wendet werden, werden mit einer Feldbahn von einem dem SpitalsondS gehörenden Hügel abgehoben.

Hrsien-Naffau.

hk. Marburg, 21. Febr. Dr. phil. Wilhelm Feußner, ordentlicher Honorarprofessor der mathematischen Physik, begeht am Dienstag seinen 7 0. Geburtstag. Prof. Feußner ist auS Hanau gebürtig. 1867 erwarb er tn Marburg den Doktorgrad und erwirkte seine Zulasiung als Priootdozent für Physik und Mathematik. Zm Jahre 1880 wurde er zum a. o. Professor der Physik ernannt und roar von 18721886 zuerst als Gehilfe, dann als erster Kusio; an der Universitätsbibliothek tätig. 1908 erfolgte seine Er- nennung zum ordent ichen Honorarprofesior an der hiesig philosophischen Fakultät.

** Pfarrdi en st nachrichten. Ernannt wurden Psarr- anuslandidat 5? o i m o n n zu Bingen Juni Pfarrvikar in Angers­bach : Pfarramtslandidat F u ch s zu Darmstadt zum Pfarrver- wallcr in .Hartershausen: Pfarramtslandidat Kappcsser zu Worms zum Pfarrverwaltcr in :)iodheim: Pfarramtslandidat Weber Langgöns Mnr Pfarrassiftentcn in Gimbsheim: Pfarr- Mrtskandrdat Eckhardt zu Bad Salzhausen zum Pfarrvikar in Bickenbach: Pfarramtskandidat Frohn zu Lngckstadt zum Pfarrverwalter in Zotzeitbach: Pfarramtskcutdidat Klingel- Höfs er Fn Lich zum Pfarrverwalter in Geiß-Nidda. Die Sckstuß- prüfnug haben im Januar bestanden: Adalbert Eckvon Acker- man n yi liefern: Ferd. Eckhardt von Lincoln Ku Bad Salz­hausen: .Karl Frohn zu Engelstadt: Ludw. Fuchs von Floh M Darmstadt: Jak. Hofmann zu Bingen; Otto Kappesser von Altenkirchen zu Worms: Wilh. Klingelhöffer zu Lich; Wilb. Koch von Muschenheim zu Leihsestern; Hch. Seim zu Nordak: Gottfr. Weber von Lischerg xu Langgöns. Gestorben sind der Pfarrer Karl Sauer zu Geist-Nidda: der evang. Pfarrer Herm. Stromberger zu Zotzenbach.

** Volksbibliotheken in Hessen. Die (Gesell­schaft für Verbreitung von Volksbildung hat in Hessen in den letzten 5 Jahren 1270 Volks bibliothcken mit 28142 Bänden begründet und unterstützt. Bücher­zuwendungen erhielten 1908: 231 Bibliothelen (5002 Bände), 1909: 310 (6085), 1910: 263 (6265), 1911: 245 (5174), 1912 : 221 (5616). Die Gesellschaft aibt gegen mäßige Jahres­beiträge Wanderbibliotheken und Eigeubüche- r ei en im Werte von 60 200 ME. ab. Die Wander-- bibliotheken können alljährlick) bei völlig freier Wahl neuer Bestände aus dem Katalog der Gesellschaft umge­tauscht werden. Die Eigenbüchereien, die von den betreffenben Körperschaften völlig frei zusammengestellt werden können, werden in 4 Fahren freies Eigentum der Gemeinden. Anträge sind zu richten an die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, Berlin NW. 52, Lüne­burger Straße 21. Von der Geschäftsstelle werden orien­tierende Drucksachen kostenfrei versandt.

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banb der Minister die weitere Mitteilung, daß diese im Jnterene einer besseren Verteilung der Reisenden auf die einzelnen Klassen erwünschte Maßnahme zurzeit leider nicht durchgeführl werden könne. Ebenso unrichtig ist die weitere Mitteilung, der Minister habe auf den geäußerten Wunsch nach einer Vermehrung der Nichtraucherabteile erklärt, haß er mit der Einführung des elektrischen Betriebes aus der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahn im Interesse der schnelleren Abwicklung des Verkehrs die Raucherabteile beseitigen wolle."

Aus Stadt und Land.

Gienen, 22. Februar 1913.

Da» Ende der postlagernden Briefe.

Im Betrieb der Post geht es sehr prosaisch z^u. Der Briefträger gibt den Bries mit der gleichen Geschäftsmäßig­keit ab, ganA gleich, ob es sich um ein ^artduftendes Rvsa- b-riefchen handelt oder um einen Brief, in dem irgend ein Hausmann eine Bestellung auf Butter, Heringe oder andere Waren macht. Rur der postlagerude Brief bringt in das ewige Einerlei des Postdienstes noch Poesie. Auch der alte ergraute Beamte am Schalter sieht für einen Augenblick schmunzelnd auf, wenn vor ihm am Fenster drei oder_ vier junge schalkhaft lachende Mädchen erscheinen, die rerötend und eine die andere vordrängend nach einem postlagerndeu Brief unterVergißmeinnicht" fragen und die bann, wenn ihnen der Brief ausgehändigt ist, lachend und sich neckend davonüürmen. In unserem materiellen Zeitalter ist aber nun einmal kein Platz für Poesie, 'und wennjsie nur in Gestalt eines zarten Briefchens einherschrcitet, und so^ hat auch der postlagerude Brief ferne Feinde, grimmige Feinde, die ihn ausrotten wollen ober die ihn schon ausgerottet haben. Zuerst haben die Amerikaner dem postlagernden Bries den xtrieg erklärt; auf den Postanstalten der Vereinigten Staaten wird bemi auch schon seit längerer Zeit kein Bries mehr befördert, der mit der Adresse postlagernd versehen ist. Merkwürdigerweise waren auch die galan'en Franzosen so ungalant, dem postlagernden Brief Febde anzusagen. Freilich, so weit wie die Nordamerikaner sino sie noch nicht gegangen. Die Postbchörde in Frankreich hat nur bestimmt, haß ganz jungen Mädchen und jungen Bürschchen keine Briefe mehr ausgeliefert ioerden dürfen. Weitere Gegner des postlagernden Briefes sind die Vereine zur Bekämpfung des Mädchenhandels. Diese Vereine behaupten, durch die postlagernden Briefe würde der Mädchenhandel erleichtert. Wie sich die Postanstalten der verschiedenen Länder zu diesen Gedanken, die sich schon teilweise zu Anträgen an den Weltpostverein verdichtet haben, stellen, ist noch nicht be­kannt. Jedenfalls aber drohen dem postlagernden Brief ernstliche Gefahretl. In der Sitzung des Reichstags am Samstag hat übrigens Staatsselretär Kraetke schon d^r- rauf hingewiesen, daß eine Vorlage in Vorbereitung sei, die sich mit den postlagerndeu Briefen besaßt.