Ausgabe 
21.4.1913 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

ih

j tu

m

Prozchft

P/M»

eittii

v

füvforneitcKe beantwortet.

D3*A

W

Meiski.

2701

Schürzen

L.

A

3.75,3.-, 2.50

Reform-Schürzen

D»/,

Landwirte!

2.-, 1.50,90 pfg.

Mädchen-Hänger

Mädchen-Reform-SchürzenMhwarz unUbgin

Knaben-Schürzen

J. Schmückei hdrt

Mmons

Brot

far.

umi'chen dem Stoßt! n ^nlranej» tanm!.

Verm- taatL-

NW

hm fommmicnrof 3 e u g e: Ich W ) nab dcrcKr (Uig-:-

itfon inchn, to­nn ,'chon iÄMki

r zu ilawn.

nbtitrn de?

il madxn. ö

wegen Unterstützung der A. .Hartmann u. a. Di« Mn der A. und H. .Hartmann rnußten ihren Eltern roegeK Mißlftrndlung abgenommen und in anderer Pflege unter­gebracht werden. Auf Grund der angcstetlten Ermittelungen wandte sich die Armenbehörde in Frankfurt an den Orts- armcnver'band Schlitz und meldete dort ihren Ersatzanspruch au, ohne jedoch eine Antwort zu erhalten. Nach Beschtperdc bei dem Kreisamt Lauterbach erkannte dann Schlitz den Unterstützungswohnsitz an, zahlte aber nicht. Frankfurt klagte deshalb bei dem Provinzialausschuß gegen Schlitz auf Zahlung von 234.30 Mk. nebst Zinsen. Nachdem Ter­min anberaumt war, erkannte Schlitz den Klageanspruch an, unterließ aber immer uotf) die Zahlung, weshalb htzute verhandelt werden mußte. Schlitz wurde entsprechend dem Klageantrag verurteilt.

4. Enteignung von Ge lande in Gemarkung Saasen zur Verbreiterung der Mittelgasse. Ter Provinzialausschuß hatte die Zulässigkeit der Enteig­nung ausgesprochen, die Bürgermeisterei Saasen es aber versäumt, rechtzeitig den Ausspruch der Enteignung zu beantragen. Deshalb gab der Provinzialausschuß dem ver­spätet gestellten Antrag nicht statt. Der Bürgermeister beantragte deshalb Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und begründete di.es damit, daß ihm der Gemeinderat die Mittel verweigert'habe, um die zuerkannte Entschädigungs­summe auszuz-ahlen. Erst auf VerfügnnA des Kreisamtes habe das Geld flüssig gemacht werden können. Durch die entstandene Zeitversäumnis sei es unmöglich gewesen, die vorgeschriebene Frist zur Antragstellung einzuhalten. In. der heutigen Verhandlung gewann der Provinzialausschuß den Eindruck, daß der Bürgermeister die Frist hätte wahren rönnen trotz.der entstandenen Hindernisse. Er wies deshalb die Klage auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kosten- fällig ab.

Blusen- u. Mieder-Schürzen 3.50,2.75,2.-, 1.40

Zier-Schürzen weiss und farbig-mit and ohne Träf 75 «t. an

können sich trotz aller Abhärtung die wenigften danemd schützen. Ein Witterungsumschlag, eine Erkältung und die Besdiwerden sind da. 4

Für solche Falle sind die Coryfin - Bonbons em besonders wertvolles Linderungsmittel. Das darin enthaltene; Coryfin (Aethylglycolsäurementhylester) ist eine neue Mentholverbindung, die trotz prompterer, nachhaltigerer Wirkung] von den störenden Nebenerscheinungen älterer Präparate frei ist.

Der angenehm kühlende, schmerzlindernde Einfluss auf die überreizten Schleimhäute wird rasch bemerkbar, der) .Hustenreiz lässt nach, die Stimme wird wieder frei und wohlklingend.

Man verlange die Originalschachtel zu M. 1,50 in der nächsten Apotheke oder Drogerie.

' r i.: Hin bat j tarnt ich mich i lüiuat" verlassen? V w r, gyaqk, man i ilngv. Ihrig- ,1 altert n-orbtn, her @

Künigü Hol;, dem Großherzog zu empfehlen, dem Kommerzienrat Ihrig diesen doch mtv als Anerkennung für tüchtige Leistungen im Genossenschaftsinteresse verliehenen Ehrentitel z n ent­ziehen?

Gießener Strafkammer.

Gießen, 19. Llpril.

Der Kuppeleiprozeß gegen beit Inhaber der Wirtschaft yitntVater Jahn", Ost-Anlage dahier, den Gasüvirt W. Pf., für den zwei Tage vorgesehen waren, konnte am Samstag zn Ende geführt werden, ixt der Angeklagte lyattc erllären lassen, daß er geständig sein wolle. Wenn dieses Geständnis auch sicherlich nicht erschöpfend und vollständig war, so war es bodt in Verbindung mit der Beweisaufnahme, die sich auf etwa 20 Personen im! wesentlichen frühere Kellnerinnen und Gäste des Angeklagten erstreckte, durchaus genügend, nm über die .Zustände imVater Jahn" und bas Leben und Treiben des Angeklagten Licht zu verbreiten.

Der Angeklagte, der aus deut! Wäldeckscheu stammt, hätte im Jahre 1909 das .Haus, in deni er Wirtfckwft betrieb, zum Preise von 85 000 Mark erworben, aber nur 5000 Mark auf den Kauf­preis angezahlt und die Restsumme in Dtzpothelen übernommen. Etwa ein Jahr lang will er die Wirtschaft ohne Danrenbedienung geführt haben, seine Einnahmen hätten aber zur Deckung seiner Verpflichtungen nicht ausgereicht und deshalb habe er schließlich 2 bis 3 Kellnerinnen gehalten. Diesen behauptet er ein anstmr- diges Benehmen ausdrücklich erngeschärft zu haben, was auch die Zeuginnen bestätigen. Gleichwohl ist es .im Lause der Jahre in zahlreichen Fällen zur Unzucht in sein ent -Haus gekommen. Be­zeichnend für den ganzen Charakter der Wirtschaft ist vor allem der Unterschied zwischen dein Verkaufspreis der Weine^und ihrem Einkaufspreis. Pf. selbst gibt an, an einer Flasckw Sekt V Mk. bis 5 Mk. verdient zu haben. In Wirklichkeit aber kostete die Flasche Sekt in seiner Wirtschaft 10 Mk., ivährend ihr Einkaufs­preis nur 3,20 Mk. betrug. Dienheimer, Pisporter und Lieb- frauemnilch, die im Einkauf 1,50 Mk., 1.40 Mk. und 2 :0it. die Flasche losteten, wurden M 4,50, 5 und 6 Mk. verkauft, Apfel­weinsekt, der im Einkauf 1,50 Mk. kostete, sogar zu 8 Mk.

Diesen Preisen entsprechen die bedeutenden Zeehsehulden, die gemacht wurden. Es sind fast durchweg in die Hunderte gehende Beträge. Bei einem Gast belief sich die Schuld auf etwa 1300 Mk., ein anderer, ein Bauersmann aus einem benachbarten Ort, hat den größten Teil eines mehrere 1000 Mk. betragenden Spar­kassenguthabens bei ihm geopfert, und ein Banunternelfmer aus Siegelt beziffert seine Ausgaben auf 6000 Mk. Dabei setzt sich sein Kundentreis keineswegs ans vermögenden Leuten zusammen, die solche Verluste leicht verschmerzen könnten

Angesichts der erheblichett Gewinne, die ihm die Zechgelage brachten, l>at Pf. dann weitgehende Nachsicht geübt. Er hat nicht nur häuftg die Einhaltung der Feierabendstunde unterlassen, son­dern auch geduldet, daß sich Gäste und Kellnerinnen nach Eintrttt der Feierabendstunde iit die Küche zurückzogen.

Tas SchoergewickÄ der Mklage ruht indessen nickst in dem, was mit stillschweigender Duldung des Angeklagten in der Wirt­schaft selbst vorging, sondern barin, daß er sogar tätig gern ei en ist, um unerlaubte Beziehungen zwischen seinen Kellnerinnen und Gästen -u vermitteln. Es wird ilM vorgeworfen, daß er zu dte,em Zwecke Telephongespräche geführt, «riefe geschrieben und Wagen- und Autofahrten mitgemacht halK. Eine Neihe von Briefen und

-T. flirte ober über « l'tßrt 10 Prvj. nut ft wnbrt sich nur, ft

Jwfali rom 3muiir Urnitung" von dm

1 errrntiö genommen Ü

verelnrnachnchten.

m Dorn-Assenheinr, 20. April. Das 3. Bezirksturnfest deS 5. Bezirks des Gaues Hessen, tuirb am 28. ruid 29. Juni in nnseretn Orte gefeiert. Mit dem Turnfest ist die Fahnenweihe unseres Turnvereins verbunden.

in. Steinfurth, 20. April. Aus dem hier abgehaltenen Be­zirkstage des Verbandes der Hafsia Militär-Vereine wurde beschlossen, den nächsten Bezirkstag am 27. Juli in Ober- Mörlen abzuhallen. Als wichtigster Beschluß des Bezirkstages ist zu erwähnen, das; der Antrag des Verbandsvräsidiums, den Hessischen Kamerad" für die Mitglieder obligatorisch eiuzuführen, einstimmig abgeiehut wurde.

Kaiser

Friedrich

Quelle

Offenbach am Main

düngt mit

VuBkan- Phonoisth

Der Phonolith - Düngung gehört die Zukunft. Ausk. kostenl. durch Vulkan PhonoHth-Ver- triebs-Gesellschaft, Frankfurt a M.,Battonn- strasse 4-8 u. Goldenberg & Marens, Giessen.

Ein Oeckbett

mit 7 Pfund doppelt gereinigten neuen J-edern gefüllt Mk. 9.50 12.- 14.70 16.50 22.- re. |/:eeon mit 2 Pfund Federn gefüllt IMSbeil Mk. 3,_ 3,(i0 4.40 6.20 re.

Vo 11 st ä n d i g e B e tte n

Schlafzimmer-EiDrichtaDgenSiGom"

Teilzahlungen nach Uebercinknnft gestattet.

Göbr*- Wei!

Neustadt 10 GIESSEN Fernspr.506

Provinzial-Ausschntz -er Provinz Oberhessen.

= Gießen, 19. April.

Anwesend: Geheimerat Dr. Usinger als Vorsitzender, vier Mitglieder und ein Ersatzmitglied. Beginn 9, Ende 121/2 Uhr.

1. Gesuch der Firm a I. H. Ihr:uj fr 11 Lrch um Erlaubnis zu m Betrieb einer Schankwrrt- sch-aft in dem .Hause Asterweg 12 zu Gießen. Das Gesuch mar von der Stadtverordnetenversammlung und von dein Polizeiamt Gießen nicht befürwortet worden. Tas Kreisamt trug deshalb Bedenken, ihm zu entsprechen und legte die Akten deni Provinzialausschuß zur Entschei­dung vor. In der heutigen Verhandlung erweiterte, der Vertreter der Gesuchstellerin .sein Gesuch dahin, daß er auch mit der Verleihung der Konzession <m den Firmen­inhaber persönlich sich einverstanden erklärte, salls der Provinzialausschuß Bedenken tragen sollte, der Firma als solcher die Erlaubnis zu erteilen. Der Proornzialausschuß erteilte dem K. Ehr. H. Jhring die nachgesuchte Erlaubnis.

2. Gesuch des Georg Gröninger X. zu Ock­stadt um Erlaubnis znm Betrieb einer Gast­wirtschaft. Die Verhandlung wird ausgesetzt, da der Provinzialausschuß sich zunächst noch weiter über die ört­lichen Verhältnisse informieren will.

3. K l a g e d e s Orts a r m e n v e r b a n d e s <>>- r an k -- f u r t a M. g e g e n d e n O r t s armenverband schlitz

Alle Magen- u.Dnrinloidende, .stucker« kranke. Blutarme ithu. essen, um zu gesunden, das echte Kasseler

DM- SimoiiNbrot. "®8 verseheit mit Streifband und schwär» weih-roter Schubmarke. lüv»-/, Siels echt und frisch AU haben in («ichcn bei Karl Schwand, Gberb. Mcbacr Bachs., (Scora Lvallcufels. Marktpl.nur21,geaenüb.d.Engelapol.

von 50 Pfg. an

Wolle und Musseline hübsche neue Ausmusterung für jedes Alter in reicher Auswahl, Grösse 45 von M. 2.75 an

die Aussage eines Zeugen, der bekunde!, Pf. habe ihn durch du Worte, er l-abe fetzt eineSiebzehnjährige" zum Besuch seiner Wirtschaft veranlasst, geben namentlich ein stark belastendes Zeug­nis ab. Der Angeklagte will geglaubt haben, nicht für das Ver­halten seiner Kellnerinnen außerhalb seines Hauses verantwortlich zu sein, und sie lediglich zu ihrem Schutze begleitet haben.

Jcdock nickst nur die Staatsanwaltfckxift sieht in ihm' den Mann, in dessen Hand die Fäden des gesamten unerlaubten Ver­kehrs zusammenliefen und der ihn zu seinem Vorteil ausbeutete, sondern attrf> die Verteidigung muß zugestehen, das; die ^chuld- srage nach Kuppelei zu bejahen fei. Nur über die Höhe der strafe lüeicbcii ihre Ausfafsungen voneinander ab. Staatsanwalt TrüM- p e r t betrachtet das Unternehmen als eine Pestbeule an der Volks- frc.it, die geeignet sei, die Gesundheit und wirtsckmftliche Existenz des Einzelnen zu untergraben unb beantragte daher eine Gefängms- strafe von 3 Jahren, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ans die Dauer von 3 Jahren und Anrechnung eines Teils der Untersuchungshaft. ~ . r .

Der Verteidiger Jnstrzrat Dr. Jung hob hervor, daß in größeren Städten von der Polizei zahlreiche Betrnebe tmc der des Angeklagten, geduldet würden, weil es unmöglich ser, sie zu unter­drücken, unb da st deslsalb dem einzelnen nicht so hock)! angerechnet werden könne, was vielen straffrei lstngehe.

Der Gerichtshof, in dem Landgerichtsdirektor P rat or t ns den Vorsitz führte, erstaunte auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahre unb rechneie einen Monat der llntersuck>ungsl;ast aus btc Strafe an. Auf Antrag der Verteidigung hob das Gericht den .Haftbefehl gegen Stellung einer Sicherheitsleistung von 5000 Mk. wozu sich der Mgeklagte erboten batte, auf.

K btt Serlw^f Cltttji'Ä « nti bet ,nl, 3uüiiiat Sto BeStel M M> M mb iniotgebeilö w y*. Ter Annust fanb gehabt, biflt

D 'ist aurh, dah

... Zo ki;: X nur Mm,

Tirft 'Mbtrungö

r s;t -275000 Sl ' x. t)3g Zrblungn vr W- bäk

-1 mtkii ..abrknleit

. Tn; Hallphkk'

, Trtben &n ifSn! hd da fliat Imi

\ « iwlbcinL DS a^iügung |V;

- Staav, d'k Ä

" 3^5;^ /u;t bo'".,'

1 u "lst Pi

-Ä B H

T ui M -

.00

WUW

Crklärung!

Wir machen in Geschäftsver-

hiermit bekannt, m© bindnng mit der daß unsere Kasse GenoffenschastS-

rafie zu Darmstadt gestanden hat; gegenteilige bös­willige Ausstreuungen beruhen auf Unwahrheit.

Ulrichstein, den 19. April 1913.

$par-o.ktt«IMslih.ö.

kräftigt Kranke

verjüngt Gesunde -x«. MW

gibt Jugendkraft -J | V'";

und Frische. QIslQ M

(Olrklither naursalzgehain tfFI 1]

Dosen Mk.1^- und Mk. 1.60. j

Verlangen Sie Qulctamalz ___ "~J x g

In Apotheken und Drogerien, r Ä

Wo nicht erhältlich, schreiben F X ~~

Sie en ^1JcOarttwJEL,,AmesMj

Quietawerke :: Bad Dürkheim,

MA Für Erholungsbedürftige und leichtere rcS traMTim Kranke.»

(T' vin a Kuranstalt Hofheim I. T.

a M S n M W ra m l/i Stunde v. Frankfurt a.M. Prospekte ffl Zs HD Ä. W «E BL B. durch Dr. Schulze-Kahleyss, Nei-renarzU

Trinker-FQrsorgestelle

:: für Stadt und Landkreis Giesten. :: Gienen, Atterweg 9, unterer Stork

Sprechstunde: jeden Dienstag 6l/38 Uhr abends. Unentgeltliche ärztliche Untersuchung von Alkobolkranken, Rat und Beistand für sie und ihre Angehörigem auch hinsichtlich der Heilung.

Auch schriftliche Anfragen tverdeu von der Trinker-»

* & »<H ihn w"t Ä1 bl?

' h Sr

IOIC-3 Wn,tlt '."ÄM unmtr

leien in Z stehl,

mA?

u*blid)

4 r Ihnen

SeugtJ wn man gar nidi( nn auch den Leuten 19 Macht toorben? "M nicht alle für' btc bilfte oder ein

MN noch ein

'6-Anblg gt' n Muse 'Jcjügui fu9f entschieden do-

Hauptniedorlage für Glessen bei: 3-Jean Weisel, Sonncnstr fi :: Telephon 88. % Hauptnioderlage für Büdingen bei: Gustav Schutt, Fernsprecher 13.

Z1" """"

Gegen Gicht, Rheumatismus, Blasen-,