Ausgabe 
25.1.1913 Erstes Blatt
 
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eschossen

alS das Geld vor-

fahrt des 2 Bezirks des Turngaues Hessen übertragen. Der

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d. L., 24. Jan. Heute abend erstrahlten

** Tageskalcnder.

Stadttheater.

Sonntag nach-

Ter fidele Bauer";

im

Geburten 2terbefnQe

Ueberschuß

Verein binden

hiesigen Turnverein BezirkS-Turn-

nnttag 31/, Uhr: Königsleutnant. E

will barnit und hüt

Gießen 18,66 11,8

7

Hessen

28

15

13,1

die Feier seines 25jährigen BeslehenS ver- zur Vorbereitung beider Veranstaltungen gebildet, der seine Tätigkeit bereits be-

Frieben auf Grundlage derjenigen Zugeständnisse vor schlagen werde, die bereits von den türkischen Bevollmäch­tigten in London gemacht worden sind. A u f j e d e n F a l1 ivird man niemals Adrianopel abtreten.

einen Festausschuß gönnen hat.

-r TreiS a.

, _ ugue - n i n befand sich gerade mit dem ^ersten Draaoman der

Gießener R o n s e r t p e r e i il 6. Konzert, 2. Kammer- nnlsikabend: Frl. (Snroln Hubert aus Köln leopcnn), foivie die öe reu R ebn er «Violine), Heg ar (Violoncell) und Vro-essor Tralltmaun (Klavier). Sonntag nachmittag 5'/< Uhr m der Neuen Aula.

Deutsches Reich

30,7

17,1

Vom Großh. Hose. Das GroßherzogSpaar hat aus Wunsch des KaiserpaareS ivegen der Erkrankung des Prinzen Adalbert von Preußen die beabsichtigte Reise n a ch B c r l i n a u f g e g e b e n und wird am 28. Januar zum Besuch des Großherzoglichcn Hofes in Schwerin cin- l reffen.

Aur Stadt und Land.

Gienen, 25. Januar 1913. Stanbcsarnts-Ltatistik.

vermischter.

* Reiche Stiftung. Ter Berliner Magistrat hat die von bem verstorbenen Fräulein Johanna Stuttmeister der Stadt Berlin verinachte Erbschaft von über zwei Millionen Mark angenommen. Von dem .Kapital wurden 250 000^ Mk. der Hochschule für Musik in El» r lot teil bürg, die gleiche Summe der Akademie der Künste als Hedwig Sluttmeister- Stiftung überwiesen, deren Zinsen bedürftigen Künstlern und Künstlerinnen znkommen sollen. Tas nach Abzug dieser Summ» und einiger Legate verbleibende Kapital soll für die Errick pw2

Zapfenstreich durch die Bismarckstraße, Ludwigstraße und Kaiser. Allee nach der Städtischen Kaserne, wo er endet. Ter eigent­liche Festtag wird eingeleitct durch dasGroße Wecken", Abmarsch 7 Uhr vormittags. Um 8 Uhr vormittags wird von der Stadtkirche ein Choral geblasen. 'Dcadi den Fcstgottes diensten in den Gottcsbäulern der verfchiedeiren Konfessionen findet gegen ll1 .> Ubr eine Parade auf O swalds garten statt, der deshalb von IO1 . Uhr ab gesperrt wird Um 4 Uhr nachmittags versammelt sich das O f f i > i c r k o r p s in dem Lssizierkasino zu einem Festessen. Abends finden in zahlreichen Wirtschaften der Stadt die K o in p a g n r e s e st l i ch k e i l e n start.

** Korso A uffahr t. Akan schreibt uns: Tie Gießener Karncvalgrsellschast beabsichtigt an ^>cn Fastnachtstagen cuoas eigenartiges und neues zu bieten. In einer gestern abend ab- gchaltcnen Sitzung, i>'r mehrere^ Vertreter hiesiger Vereine bei­wohnten, wurde beschlossen, am Fastnachts Tierislag eine Kappen- fahrt in Form einer Korso-Ausfalrtt starisinden zu lassen.

Stadtt Heater. "Nochmals sei auf die Aufführung des vaterländischen Schauspiels ,2(115 eiserner Zeit* am kommenden Montag hingeivicsen, da sie doppeltes Jntereffe beanspruchen darf: einmal als Festvorslellung zu Kaisers Geburtstag und dann als Uraufführung in Gegenwart des Autors.

"Selbst gestellt hat sich der Hausbursche, der vor einigen Tagen seinem Arbeitgeber 15 0 Mk. stahl und flüchtig ging. Ter Bursche inachte zunächst eine Reise nach

vereinrnachrichten.

-m. Langd, 24. Jan. Gestern abend fand die Hauptver­sammlung des Kriegervereins statt. Tei Vorstand wurde wiedergewäk^t. U. a. wurde beschlossen, im Sommer eine zweitägige Rhein reise zu unternehmen; eine weiiere Ver^ sauu.Uung soll näheres hierüber bestimmen. Tie 9ieisekosten sollen; aus bem Vereinsvermögen, das 1600 Mk. aufweist, bestritteF werden. Tie Feier des Gcdurtslaiies des Kaisers wird am i\onr»g abend imTarmstädter Hoff' statisindcn.

Hattenrod, 24. Jan. Tie Burschenschaft Heiterkeit begeht am Sonntag abend ihr Wintervergnügen bei Gastwirt Rock.

W,a tz e n b o r n , 24. Jan Ter K riegerverein Watzen­born-Steinberg hüll seine Kaisers 'Geburtstagsfeier am Sonntag abend bei Gastwirt G. Sommer VI. ab.

X Schli tz, 24. Jan. Einen letzten Nachklang fand das elf' hundertjährige Kirchenjubiläum im vorigen Jahr. Am Mittwoch abend versammelten sich die Mitglieder des Kirchengesangvereins und des MännergesangvereinsHarmonisches Kränzcheu , sowie alle, die in irgendeiner Weise mügennrft hatten, zu einem gemüt licken Zusammensein in der Turnhalle, l^esangsdarbietungen sowie verschiedene Ansprachen verschönten die wolstgelungene Per- anstaltung. Hier bildete sich eine Ortsgruppe des .Hand­werkerbundes mit 15 Mitgliedern, nachdem die Handwerks­meister, die sämtlich zur freisinnigen oder nationalliberalen Partei gehören, die bestimmte Zusage erhalten batten, daß durch den Beitritt die politische Ben»egungsfreiheit durchaus gewahrt bleibe.

Kirchliche Vereinigung zur Bekämpfung des A l k o h o l e l e n d s : Vortrag von Pfarrer Burckhardt aus Berlin: Wen geht die Aliotiolfrage an? Samstag abend 8 Uhr Gemeindefaal der Johanueskirche.

K i n e m a t o g r a v b: Täglich Vorstellung.

B i o g r a p H-L i ch 1 s p i e l e : Täglich Vorstellung.

B a k o s L K a m m e r - 2 i ch t s v i c l e: Täglich Vorstellung.

Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.

Museum des o b e r h e s s i s ch e n G e s ch i ch t s v e r e i n s. Meofiuet Lonntaa vormittags 11 1 Uhr unentgeltlich.

Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11i Uhr unentgeltlich.

Ober hessischer K u n st v e r e i n. Gemäldeausstellung cm -^tirmhaus am Brand. Nene Ausstellung. Geöffnet täglich mit Ausnahme von Sa>nslag) von 111 Uhr, Lonntags von 113 Uhr, Mittwoch nachmittag von 35 Uhr.

Anlc» gemusik Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd- Anlage hmr bei gutem Wetter». Spielplan: 1. Fantasie aus der Oper<strnbello* von Fr v. Flolow; 2. Ouvertüre zur Oper JPliquon von C. Thomas; 3.Sei gegrüßt du mein schönes Sorrent", Lied von Waldmami; 4. Gießener Karneval-Marsch 1911 von W. Löher.

Kabinettswecksel ihren in der Note vom 17. Januar ausge- drücktcn Willen in nichts ändere. Es wäre auch nützlich, roenn die fremden Kriegsschiffe wieder nach dem Bosporus zurück- geschickt würden; vielleicht werde später eine ernste Flotten- kundgebung notwendig sein. Man müffe sich schließlich für alle Eventualitäten bereit halten Was Frankreich anlange, so müsse es sich hüten, seine Streitkräfte zu zersplittern. Man zeigt sich von neuem in Marokko unvorsichtig. Die Regierung müsse darüber wachen, daß Frankreich nickt plötzlich in Afrika festgelegt werde in einem Augenblick, wo es seine Lebensinteressen in Europa zu verteidigen haben merbc.

DerT e m ps" spricht die Hoffnung aus, daß die Londoner Botsck-afterkonferenz den Einklang, denen Ausdruck die Note vom 17. d. M. mar, aufrechterhalten werde. Wenn dies gelinge, dann brauche man sich nickt zu beunruhigen, an­dernfalls ginge man einem gefährlichen Abenteuer entgegen.

Konstantinopel, 24. Jan Das gestürzt, Ministerium ist in der Pforte interniert. Ti, Minister versuchten telephonisch Truppen und Polizei herber

Die Gesamtzahl der im Kalenberjahr 1912 hier ge - i o r e n e n S i n der betragt 1043 gegen 1116 im Borjahr , baDon sind Knaben 505 (565) und Mädchen 538 (551). Tie ehelich Geborenen stellen sich auf 760; von diesen sind 370 Knaben und 309 Mädchen (793 = 391 Knaben und 402 Mädchen). Dagegen entfallen auf uneheliche Geburten 283 Kinder, von denen 135 Knaben und 148 Mädchen sind (323 = 174 Knaben und 149 Mädchen) Von den zur Welt gekommenen Kinbern entfallen auf die einheimische Be­völkerung 277 Knaben und 301 Mädchen zusammen 578 (291 Knaben und 315 Mädchen 606). Auf ortsfremde Mütter, die in Kliniken und Anstalten geboren haben, ent­fallen 228 Knaben und 237 Mädchen zusammen 465 Ge­burten (274 Knaben und 236 Mädchen = 510). Von den unehelichen Geburten ivaren 52 von einheimischen und 2 3 1 v o n ortsfremden Lüftern (54 269). Todesfälle gab es im Ganzm 672, ohne die vorgekom­menen 49 Totgeburten, die auch bei der Geburtszifferangab nicht mitgerechnet sind (im Vorjahr 623 Todesfälle). Von den Sterbefällen entfallen 364, nämlich 166 männlichen und 198 weiblichen Geschlechts, auf die Gießener Bevölkerung (307), auf Ortsfremde 308 und zwar 163 männlichen und 145 weiblichen Geschlechts, die in den Kliniken und An­stalten verstorben sind (296). Unter den Verstorbenen be­fanden sich Kinder im ersten Lebensjahr: 53 eheliche und 22 uneheliche (104, davon 64 eheliche und 40 uneheliche). $on diesen Sterbefällen fallen 55 auf Gießener und 20 auf ortsfremde Kinder (68 und 36). Von den 49 Totgeburten waren 37 eheliche und 11? uneheliche Kinder. Wenn man die Geburten und Sterbefälle der einheimischen Bevölkerung berücksichtigt, stellt sich der Geburtenüberschuß auf 214. Der Uebeychuß an Geburten war schon im vorletzten Jahr etwas zurückgegangen, im letzten Jahre aber ist der Aus­fall sehr bedeutend. Wir geben die Zahlen für die letzten fünf Jahre:

abends 7l 3 U()t: ,Ter

Kaisers Geburtstagsfeier der Garnison ft i?0"?®9 "bcnd <1 Uhr ift Abmarsch des 3 a p f c n liAei^X Gr nimmt folgenden Weg:

MolUcnraisc, Ost Anlage. Walltvrslraße, Markt ill&Snlaflc bis wir Wohnung bes Herrn ck»g uncn tsko m inan den r s, wo einige S:ücke gespielt werden nn" der- Zapiennreich gc.chlagen wird. Von dort bewc^ sich btt

zurufen: es erschien aber niemand zur Hilfe. 'Tie Wache der Pforte hat den Unionisten keinerlei Widerstand geleistet, obwohl auf die Wachofsiziere mit Revolvern gi" wurde. Der Direktor der Anat-olischen Bahn Herr H

1908 1909 1910 1911 1912

33° .339 323 299 214 Ueberschuß an Geburten-

Verglichen mit dem Durchschnitt im Deutschen Reich unh in Hessen, nach der jetzt vorliegenden Statistik für das ^ahr 1910, stellen sich die Ergebnisse der Geburten- und Loterbefälle und de^ Geburtsübcrschnf es für 1912 in unserer Stabt bei, gewiß günstig gerechnet, rund 31000 Seelen wie folgt. Es entfallen

deutschen Botschaft Tr. Weber in dem Konsulatszimmer der Pforte, als die Unionisten eindrangen. Der Kriegs­minister Nazim Pascha wurde zu Füßen Huguenins erschossen. Die Minister waren aufs äußerste bestürzt, nur Kiamil blieb äußerlich kalt und erwartete lächelnd die Eindringenden; auch der Minister des Aeußern Noradunghian bewahrte seine Haltung Enver Bey begab sich, nachdeni Kiamil seinen Rücktritt unterzeichnet hatte, sofort zum Sultan. Nach seiner Rück­kehr hielt er von der Pforte aus eine große Ansprache an die Menge und teilte mit, daß Mahmud Schefket zum Großwesir und Izzet Pascha zum Gene- ralisfimus ernannt sei. Vor der Pforte bewegte sich eine Menge von 2000 bis 3000 Personen. In ihrer Mitte wurden fortgesetzt Ansprachen gehalten und Rufe aus­gebracht:Hoch die Freiheit und das Komitee!"Nieder mit den Tyrannen!"

K o n ft a n t i n o p e l, 24. Jan, Gegen Mittag begaben sich die M i n i st e r in den Palast. Der frühere Minister des Aeußern Noradunghian wurde gebeten, ebenfalls zu tommeii, um die Negierung über die internationale Lage zu informieren. Während des ersten Ministerrats, der heute nachmittag stattfindet, soll über eine geziemende Beantwortung der Note der Mächte beraten werden. Der heutige Selamlik verlief ohne Zwischenfall Ter Kriegsminister Nazim Pascha wurde heute morgen unter militärischen Ehren in Gegenwart Mahmud Sd)cffet Paschas bestattet. Kiamil ist in den Konak zurück- gekehrt.

Man behauptet, daß die gestrige Kundgebung des Komitees von aus dem Hauptguarticr in T s ch a t a l d s ch a eingetroffenen Offizieren veranlaßt wurde, welche erllären daß die Armee unbedingt die Wiederaufnahme des Krieges wolle.

Konstantinopel, 24. Jan. Zur Aufrecht- erHaltung oer Ordnung sind weitgehende Maßnah­men getroffen worden. Starke Patrouillen durchzogen nachts die Straßen. In Stambnl wurden einige Per­sonen verhaftet, darunter der Chefredakteur desJkdams" Ali Kemal und der frühere Deputierte von Gümüldschinas, Ismail.

Tas Reskript betreffend die Ernenming Mahmud Scheskets zum Großwesir enthält auch dessen Beförde­rung zum Marschall mit der Verleihung des Zivil­ranges eines Großwesirs.

Von türkischen Zeitungen erschien bisher nur die ZeitungSabals" Tas Blatt betont, daß alle gestern gehaltenen Reden darin gipfelten, daß die Nation die Politik des Kabinetts Kiamil nicht billige, welches beschlossen habe, den heiligen Boden des Vaterlandes den Feinden preiszu- geben und hunderttausende armer Landsleute im Stich zu lassen.

Die Londoner Verhandlungen.

London, 24. Jan. Dr. Tanew wird heute nach­mittag eine Zusammenkunft mit Grey haben. Darauf werden die Balkandelegierten eine Konferenz abhalten, um sich über die zu ergreifenden Maßregeln schlüssig zu machen

Das Reuter'sche Bureau erfährt, daß die' t ü r ki s ch e Mission noch immer ohne Instruktion aus Kon stantinopel ist. Das Gerücht, daß die türkische Mission am Sonntag noch Konstantinopel zurückkehren werde, sei da her unbegründet.

Dem Reuter scheu Bureau zufolge sandten die Bal kanmissionen am Freitag abend lange Chiffretele- grainme an ihre Regierungen und ersuchten um weitere Weisungen

Entsendung italienischer Kriegsschiffe.

Rom, 24. Jan Tie PanzerkreuzerSan Ma- reo" undPisa" haben den Befehl erhalten, sich sofort in die türkischen Gewässer zu begeben.

Die englische Presse.

DieTimes" sckrcitt: Ter plötzliche Sturz der türkischen Regieruna durch bas Morn irre für Einheit unb Fortschritt wirb in ganz Europ abeklagt werben. Er hat bic Friebensaussickten »er dunkelt, die zn keiner Zeit günstiger waren, als jetzt. Die Aus favung derTimes" über den Regierungswechsel ift, baß mieber einmal eine Jntngne für den Augenblick Erfolg gehabt hat Man bat nicht nötig, an zu nehmen, baß eine große Neberzeugung ober eiben,Wait bic Nation ergriffen hat TaS Blatt meint' Jbcnn tue neuen Minister wirkliche Staatsmänner sind, so wirb eine kurze llebeilegung ber wirktickvn Sachlage sie überzeugen bau ber einzig sichere Kurs für bie Türkei der Weg ist, ben tfiamu emgejchlagen bat. Der Artikel schließt: Wir inöchten b i t V e r b n n b e t e n in ihrem eigenen Interesse unb in bem Europas ern ui ich vor übereilten Schritten war­nen Wir möchten ihnen raten, abznwarten, unb ein Verhalten W ^meiden, das eine K niis h erb eiführen könnte, welche dl/ M achte Iten wurde. Onmbar rechne Talaatbey und das Komitee auf die Moglickgeit euiec Spaltung ber Machte jwnn |tc beabsichtigen, ben Krieg zu erneuern. Dick Aufgabe ber Möchte i|t es, iobalb als möglich den Irrtum aller Berechnungen" dieser Art klarznleqen. '

T a i I » « e mf<6rribt: Dir Vage ift ratft, aber wenn bie Großmächte ben .Zniammenhalt beweuen, ben sie in le^ter Seit gezeigt haben, ist bas schlimmste immer noch zu vermeiden unb vielleicht ist es letzt noch möglich, bic Türkei zu überzeugen daß em weiterer Widerstand eine verbrecherische Verschwendung von Menschenleben ohne praktischen Nutzen ist. Denn es ist sicher daß unmittelbar nach Wiederausbruch des Krieges Adria­no p e l fällen wird.

Die französische Prcffe.

P a ris , 24. Jan. lieber bie Vorgänge in Konstanti­nopel schreibt dasJournal des L 6b als":

Die Mächte müssen einem Kabinett Mahmud Schefket jede direkte ober indirekte finanzielle Hilfe d u i ck - aus verweigern unb in Konstaluropel erklären, daß ber

Dorf unb die angeschlosscncn Häuser zum crstenmalc im Glanze de« elektrischen Lichtes.

Kreis Büdingen.

h. Hainchen i. T., 24. Jan Tie lnesige Bürger- meist er wähl endete mit ber Wahl des auch von den Sozial- bcmolratcn unterstützten Kandidaten Emmerick. T<r Gegen­kandidat erhielt 50 Stimmen weniger.

Hessen Nassau.

F. C. Marburg, 24. Jan. Ter Landes Ausschuß des Regierungsbezirts Kassel beschloß auf Antrag des Lan­deshauptmanns aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers eine Kirche für die L a n d esheilanstalt in» Marburg a. d. Lahn zn stiften und den Bctvaq von I 50000 Mark dafür bereitzu stell en.

X Gelnhausen, 24. Jan. Der hiesige Magistrat hat vor einiger Zeit den zuständigen Stellen einen Antrag unterbreitet, daß die schmalspurige Spessartbahn Olelnhausen Bieber in eine normalspurige Bahn umgebaut und dadurch das alte strategische Projekt. K ö l n G i e ß e n G e l n h a u s e n M ü n ch c n zur Vollendung gebracht werden möchte.

13,6 auf j c 1000 Einwohner.

Die geringe Vermehrung der Bevölkerung durch Ge­burten scheint ein altes Erbübel zu sein. Buchner berichtet darüber:Ein Zeichen ist es auch, daß 1764 im Wochenblatt bei der ungünstig ausgefallenen Bilanz des Vorjahres '.wischen Geborenen imb Gestorbenen lebhafte Klage erhoben wird. Sollte das, heißt cs da,wofern es in der Zukunft noch lange fortdauern sollte, unsere Stadt nicht zur Einöde machen?" Buchner zeigt dann an einer Tabelle, daß diese Ermahnung vor 150 Jahren ihre Wirkung nicht verfehlt hat

Frankfurt unb. von bort nach Hamburg; gabelt war, stellte er sich der Polizei.

Landkreis Gießen.

Heuchelheim, 25. Jan. Tein wurde die Abhaltung ber diesjährigen

von Konstcttetinopel Ibrahim, die Finmizen der Präsident des Oberrcchnungshofes Msaat, die öffentlichen Arbeiten Senator Batzaria, das Evkafministerium Hairi, Handel der frühere Minister des Innern Djelal, die Post Frnan^- inspektor Osman und Unterricht der frühere Gouverneur von Magnesia Schukri

In der Umgebung des Ministers des Aeußern wird ver­sichert, daß das Kabinett nicht ein e Politik der Abenteuer eröffnen, noch bie Friebensvcr- hanblungen fofort abb rechen werb e. Tas Ka­binett kenne genau bie militärische unb moralische Lage unb werde einen Frieden tucr unter ehrenvollen Bedingungen schließen. Es geht das Gerücht, daß das Kabinett einen

Die Verhaitblungen mögen bes Verkaufs ber alten Klinik an bic Bakmverwaltung, bic anfänglich einen günstigen Verlauf nahmen, sinb schließlich bemiock er­gebnislos gemeten, ba bic BahnverwalNing ben Wünsckien ber ^tabt n>cgcn Beseitigung ber Mißstänbc am Ucbcrgang in ber Franknirter otrafec nidit entgegenkommen wollte.

**-bk-r^ssischer Kunstverein. Zu ber Ubbc- o h b e Ausstellung sinb einige Rabierungen und Zeichnungen neu hlnzugctommen Die Ausstellung die "-'" 'drer Eröffnung gut besucht ist, bleibt nur noch bis eiiijchliCtzlick _. Februar. Ein nochmaliger Besucb der teil roerben131 CUtCn ^^llung kann angelegentlich empfohlen

Letzte Nachricl^ten.

PessimistischeStimmungberLondoner Diplomatie.

:s: London, 25. Jan. (Priv. Tel.). Tic Revolution in Konstantinopel ist eine arge Enttäuschung für bie Diplo­matie, bie allesin Frage gestellt sieht, was in ben etzten Wochen in inühcvoller Arbeit geschaffen worben ist. Die Lage wirb für ernster als während des Verlaufs des Dalkankriegcs angesehen, da man befürchtet, baß Oe st erreich-Ungarn unb Rumänien einem Wie- bcrausbruch bes Kiffeges nicht teilnahmslos gegenüberstehen werben.

Englische Treiberei.

London, 25. Jan DieTimes" weist daranf hin, ) bic verantwortliche!'. Preßorgan c in Lon­don, Paris, Berlin, Wien unb Rom einstimmig gegen bie letzten Vorgänge in der Türkei Stellung genommen hat. Die türkische Regierung werde'deshalb gut tun, den einmütigen Wunsch Europas nach Friederi nicht den Ambi­tionen des jnngtürkischen Komitees zu opfern.

.Frankreich will eine Flottenkundgebung.

Wien, 25. Jan. sPriv.-Tel.) Von französischer Seite wirb erneut eine Flottenkundgebung als Druckmittel gegen bie Türkei angeregt. Ter Treibunb, ber schon einmal bic Veranstaltung einer Flottenlnnbgebung abgelehnt Hot, wirb auch biesmal bem Vorschlag nicht zustimmcn, ba bic früher von ihm gegen bic Flottenbcmonstralion angeführten Gründe auch jetzt noch fortbestehen.

Die Stimmung in Sofia.

:/: Sofia, 25. Jan. Priv -Tel.l Tic Lage wirb fetzt ernster chs im Anfang ber Ereignisse in Konstatinopel an gesehen. Die Regierung toill sich einstweilen ruhig verhalten unb bie Wirkung der Schritte bei Großmächte a b - warten. Falls biefe erfolglos sinb, will ber Balkanbunb der Türkei ein Ultimatum stell en.

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