Ausgabe 
22.2.1913 Erstes Blatt
 
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anwaltschast Reichenberg nahm bei bcnt tscherhllchen Agitator SB «* nadko eine Haussuchung vor. Man sand eure große Juwi)! panslavistischer Medaillen mit Inschriften gegenL-eftcr reich vor. Schleifen in den serbischen und bulgarischen ^and^fanien schmückten die Medaillen, die beschlagnad.nl und nach Reichen- berg gebracht wurden. Banadko, der der Unfertiger der Medaulen ist/war nicht in der Wohnung. Man glaubt, daß er ^Tliupic: ist. Man sand eine größere Menge aufreizender Druchchristen und "Shifl6Ititter in tschechischer Sprache, die an ine Tfchea>eu bei ganzen Welt versandt wurden.

Die Opfer des mexikanischen Bürgerkriegs

Mexiko, 20. Febr. Die genauesten, jetzt erhältlichen Verlustschätzungen geben die Zahl der Getöteten aus )000 an, von denen die Mehrzahl Privatpersonen, Frauen und Kinder sind; die Zahl der Verwundeten wird auf 7000 angegeben. In vielen Fällen sind ganze Familien durch explodierende Gr analen und das Maschine n g cm ehr feuer getötet worben. Vielfach liegen verkohlte Leichname auf den Abfallhaufen, die Feuer gefangen haben. Alle Glieder der Familie M a - dero sind geflüchtet. Diaz gab hier klar zu verstehen, daß er für die Präsidentenschaft kandidieren wird. Man hält es für wahrscheinlich, daß Huerta sich der Wahl nicht widersetzen wird. Der Grund, weshalb Diaz keiner­lei Anstrengung gemacht hat, die provisorische Präsidenten-- schaft zu übernehmen, scheint der zu sein, daß er für die bevorstehende Wahlkampagne ganz freie Hand in der Leitung seiner Partei haben wollte. Das Schicksal Maderos wird in die Hände des neuen Kabinetts gelegt.

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vorn weißen Falken an den Oberkammerherrn V Riedese Freiherr« zu Eifcnboch Exrellen.;, daS Svmmrkreuz erste Masse desselben Ordens an den Oberhof mar schall Freiherr» v, Ungern Sternberg und an den Oberhofmeistcr Tr

** Tageskalender. Stadttheater. Sonntag nach­mittag 3a Uhr:Ter Weg zur Hölle." Abends 71/. Uhr:Auto- liebchen." \

K i u e m a t o g r a v b: Täglich Vorstellung.

Biogravlf-Lichtspiele: Täglich Vorstellung.

BakosSKammer-Lichtiviele: Täglich Vorstellung.

Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.

Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11 1 Uhr unentgeltlich.

Ober hessischer K u n st v e r e » n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Neue Ausstellung. Geöffnet täglich mit AuSnabme von Samstag) von 111 Uhr, Sonntags von 113 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3-5 Uhr.

Anlagemusik Sonntag mittag 12 Uhr in der Süd Anlage (nut bei günstiger Witterung). Spielplan: I. Ouvertüre zur OperMartha" von Fr. v. Flotow; 2. Szenen aus Richard WagnersVobcngrin", bearbeitet von (S. Walter: 3. Die Mütste im Schwarzwald, Charakterstück von R. Cilenberg, a) Am Mühl­bach, b) Tie Mühle; 4. Hohenzollern-Ruhm, Marsch von C. Unrath.

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** Ordensverleihung. Der Großhorzog hat nach­stehenden Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen verliehenen Auszeichnungen erteilt, und zwar' bei von dem Großherzog von Sachsen-Weimar verliehenen Aus zeichnungen: Das Großkreuz des Ordens der Wachsamkeit ober

Aus Stadt rind Land.

Gl en, 22, Februar 1913.

Rasscutultur und Fraucubewegnug.

In der Ortsgruppe Gießen für Frauenstimmrecht sprach Frau Tr. Anita Augspurg 'München) überR a ssenkultur und Frauenbeweguu g". Im ersten Teile ihres Vortrags trat sie den von den Gcgmrn der.Frauenbewegung erhobenen An­schuldigungen entgegen, als ob durch die Frauenbewegung eine Degeneration der Rasse bewirft werde. Es fehlten zu einer solchen Behauptung die Beweise und die Tatsachen ließen das Gegenteil erkennen. Während nämlich die durchschnittliche Sterb­lichkeit der Frauen im Zeitraum von 18701880 42,5 be­tragen habe, sei sie in den darauf folgenden 10 Jahren auf 54,9 gestiegen in einer Zeit, wo die Zahl der erwerbsfähigen Frauen von 2 Millionen auf 5 Millionen in die Höhe gegangen sei. Auch die Tatsache, daß in letzterer Zeit die Zahl der studierenden Frauen immer größer geworden sei, bedinge keineswegs eine Rasfenverschlechterung. Wohl aber sei die Erziehung des weib­lichen Geschlechts von jeher verlehrt gelvesen. Bei dem Knaben verstehe es sich von selbst, daß er von frühester Jugend an sich in frischer Lust tummele und gefunden Sport treibe, aber für dos Mädchen schicke sich dies nicht. Es müsse hübsch im Zimmer sitzen, Handarbeiten verrichten und bleichsuchtig werden. Wenn man heute anfange, mehr und mehr mit solchen vermehrten Er­ziel nngsgrundsäs. en zu brechen, so sei dies 3um guten Teil auf die Aufklärungstätigseit der Frauenvereine zu setzen Eine Erziehung nach Art der alten Spartaner werde auch für unser Geschlecht von den besten '.Folgen begleidet fein. Was die Kleidung anlange, die durchaus reformbedürftig sei, so könne man letzten 'Endes agen: Die Frau kleidet sich so, wie es her Mann wünscht, aber der hieraus entstehende Nachteil ist größer, als die allermeisten annehmen. Als traurige Erscheinung müsse die künstliche Auf­zucht der Säuglinge bezeichnet werden. Selbst bis in die niedersten Volksschichten habe sich das Vorurteil eingenistet, die .Shnbcr durch Ammen oder auf künstliche Weife großzuziehen, um sich einen vornehmeren Anstrich zu geben, man bedenkt nicht, daß das Stillen Mit Muttermilch die iiatürlidje Ernährungsiveise bilde. Der Staat könne hier nichts andern, sondern mir bic Frauen- vereine. Und wie verhalte sich der Staat den unehelichen Kindern gegenüber, die 1/4 aller Geburten ausmachten. Tas feit 1900 in Kraft getretene bürgerliche Gesetzbuch unterscheide sich mit Rückst clft auf diesen Punkt dem Sinne nach in nichts von den betreffenden Bestimmungen des cöde Napol6onz der doch 100 Jahre vorher in Kraft getreten sei. Auch glaubt die Vortragende ver­schiedentlich die Beobachtung gemacht zu haben, das; bei <Ent- schädigungsklageu der Angeklagte viel zu gelind behandelt worden fei? Einen Gegenstand steter Sorge bilde der 'Geburtenrückgang, wofür man vielfach den Frauenerwerb verantwortlich mackfen wolle. Die Sache erkläre sich als eine Folge cher teuren Lebenshaltung Es sei eine unbestrittene Tatsache, daß mit per größeren Zah dcr Geburten eine größere Sterblichkeit verbunden sei. * Das Augenmerk der Frauenvereine fei darum darauf gerichtet, infolge von Schutzmaßregeln aller Art die Säuglingssterblichkeit zu min­dern. Daß die Tätigkeit der Frauenbewegung auf diesem Ge biete schon greifbare Resultate erzielt habe, gehe -.daraus hervor, daß die Kindersterblichkeit in den Ländern, wo die Frauen einen bestimmenden Anteil an der Gesetzgebung haben, z. A. in Eng­land, Norwegen, Schweden und Australien, viel geringer ist, als in Deustchland ober Rußland, Eine,Fran sei es gewesen, die in unermüdlicher Arbeit auf die Prostitution hingewiesen habe. Für die Franenvereine bleibe noch viel 'Arbeit. Von jeher sei man bestrebt gewesen, die Frau durch.alle möglichen Mittel zur Fügsamkeit zu erziehen. Tie Tierwelt respettiere durch- gehenbs die Auslese des weiblichen Teils dem männlichen gegen­über, nur bei den Menschen wolle man die freie Wahl, die Selektion nicht gestatten. Im notwendigen Jntereste der Rasse und deren Weiterbildung aber läge es, einen Teil der Männer aus- znsclultcn, den Teil nämlich, durch den eine Degeneration unab­weisbar cintreteu müsse. Ein Kampf müsse vor allem gegen den Wkoholisntus geführt werden, den größten Feind der Volks- iTcfunbbcit. Ueberall, wo angeregt durch und tni Verein mit den 5^rauenvereinen gegen Mloholismus vorgegangen werde, seien die Armenhäuser und Gefängnisse leer, und die -VolksWohlfahrt in aufsteigender Linie begriffen. Die Frauenbewegung führe überall nach oben. Je eher man der Frau die Hindernisse ans dem WysC räumt, um so rascher werben sich» die segensreichen Folgen zeigen. Die zum übertoiegenben Teil ans Frauen hefte benben Anwesenden spendeten der Vortragenden reichen Beifall.

garns lmd Rußlands in der albanesischen ^rage eine große Annäherung, so daß ein Ausgleich mit Sicherheit zu erwarten ist. Nachdem Rußland die Erfüllung des österreichischem Wunsches, daß Skutari Albanien einverleibt werde, zugesicher: hat erklärte sich Oesterreich-Ungarn bereit, den Forderungen Ruß­lands bezüglich der albanesischen Städte, welche Serbien bc anspruckr, entgcgenyitonrmcn. Die Einzelheiten des Entgegen kommens stehen noch nicht fest. Es wird darüber noch verhandelt Wahrscheinlich war dies der Grund, warum die Sitzung der Londoner Botschafter-Reunion versckzoben worden ist. Man ha in hiesigen diplomatischen Kreisen den Eindruck, daß in den letzter. Tagen sich eine wefenttick^ Entspannung vollzog. Begritndet wird dieser Eindruck durch die Gewißheit, daß auch der bulgarisch rumänische Streitfall einer friedlichen Lösung entgegen« gebt, und durch die Erwartung, daß der Abschluß des Balkan krieges wegen Erschöpfung beider kriegführenden Parteien nicht mehr fern fein dürfte

Tic Haltung Rumäniens.

Die WienerNeue Frei Presse" meldet aus Bukarest: Der rumänische Ministerrat hat das Mediationsanerbieten der Großmächte angenommen. Er äußerte aber gleichzeitig die Ditte, daß die Mediation in möglichst kurzer Zeit be­endet werde.

Bukarest, 21. Febr. Heute findet ein Minister­rat statt, der über die Haltung Rumäniens gegen­über dem letzten Schritt der Machte ent­scheiden soll.

Friedeusueigurtg in Konstantinopel?

Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus Konstantinopel: Der Groß wes ier ist dem Frieden nicht abgeneigt, da- da-gegen wünscht die Konviteepartei die Fortsetzung des Krieges. Irn Haufe des Generals Javer Pascha halten die Liberalen geheime Beratungen ab. Die Regierung läßt diese überwachen, hält sie aber für zu bedeutungslos, um weitere Gegenmaßregeln zu treffen.

DieMorgenpost" hat aus Kon st antz a folgenden Be- . richt erhalten: Alle türkischen Siegesmeldungen ebenso die Nachricht von der beabsichtigten türkischen Offen­sive an der Tschatalbsähalinie sind bewußte Unwahr­heiten. Die leitenden Stellen scheinen überhaupt jede Hoffnung auf Erfolg aufgegeben zu haben. Der Groß-- wlesier wartet nur noch eine Intervention der Großmächte ab, und wenn er mit Verzicht auf Adrianopel Frieden schließen müßte, diese Intervention als Entschuldigung vor deni Volke benützen zu können. Ein baldiger Waffenstillstand ist zu erwarten.

In dem Gebäude desScheichsülJslam erschienen sieben gut geNeidete bewaffnete Türken, besetzten die Türen und das Amtstelephon. Sie forderten den Scheich ül Islam tmf, im Namen der Partei der liberalen Entente und der Militärliga, als den Vertretern der Nation und des Heeres eine Erklärung vorzubereiten, welche ben Sultan toegen Unfähigkeit als abgesetzt erklärt. Ehe der Scheich, der drei von den Verschwörern persönlich kannte, sich von seinem Schrecken erholt hatte, waren diese ver­schwunden.

Konstantinopel, 21. Febr. Vor Gallipoli stehen etwa 30 Transportschiffe mit türkischen Truppen, die vorgestern einen vergeblichen Landungs­versuch bei Sckwrkoej unternommen haben. Sie warten, an Land gebracht zu werden.

Die Stellung der Tschataldscha-Truppen.

Konstantinopel, 21. Febr. Nach Aussagen von Reisenden, die aus Bogados eintrafen, bildet Bogados den äußersten von den Türken besetzten Punkt an der Meeresküste. Die türkischen Linien dehnen sich bis z-ur An­höhe von Aravtapc, die Dogas beherrscht, aus, dagegen halten die Bulgaren die gegenüberliegenden Anhöhen, welche Siliviri beherrschen, besetzt. .Auch Silivri befindet sich in den Händen der Bulgaren.

Danach sind die Türken bisher sehr wenig über Tscha- raldfcha hinausgelommen.

teilte unschädliche Kanonade.

Konstantinopel, 21. Febr. Die türkische Flotte unternahm vorgestern eine Ausfahrt aus den Dardanellen. Es kam zu einer Kanonade mit der g r i e ch i s ch e n F l 0 t t e. Abends kehrte die türkische Flotte unversehrt zurück.

Türkisch-griechische Kämpfe.

A t h e n , 2l. Febr. Bei M c tz 0 v 0 griffen am Mittwoch türkische Truppen gemeinsam mit Abteilungen irregu­lärer Streitkräfte das Lager der Griechen von Dc-- v r e n tz a an, wurden aber unter großen Verlusten in der Richtung aus Ehristovitza zurückgeschlagen. Bei Bcsani dauert der Artilleriekampf fort. Das Feuer der türkischen Batterien war nur schwach.

Die Röte der Montenegriner

Cetin j e, 21. Febr. (Amtlich.) Der Feind versuchte bei Skutari vergeblich, einige der verlorenen Stellungen wiederzunehmen Zwischen den Vorposten fand ein leb Haftes Feuergefecht statt. Der Feind wagte keine ernsthaften Angriffe. Tas Bombardement der Stadt dauert an. Die montenegrinische Artillerie soll dem Feind ernsthaften Schaden zugefügt Haven. Am Nachmittag ging die türkische Artillerie gegen die montenegrinischen Stellungen von Brditza vor. Die Türken beschossen den rechten Flügel der Abteilung Martinowitsch erfolglos. Dcr Gcsunbheits zustand der montenegrinischen Truppen ist trotz des schlech ten Wetters ausgezeichnet Große Schneemassen be­decken den Tarabofch und die Umgegend.

Deutsches Reich.

Diplomatenwechsel.

Der deutsche Gesandte in Sofia, v. Below, ist als Nachfolger ix-3 für den Botschafter posten in Rom bestimmten bisherigen Gesandten in Brüssel, v. Flotow, auöersehen.

Dem Reichstage

werden in den nächsten Wochen außer den militärischen Vorlagen mit ihren Deckuirg^gestchen noch zwei Vorlagen lUAcbcn, die sich zurzeit in ix*r Beratung des Bundesrats befinden, der (Enhimrf über die Neuregelung der Sonntags-- ruhe im Handelsqewerdc und zwei NoveNen $ur Gewerbe­ordnung über die Ersckpoerung der urmzessionserteilung für Anituierkueipen sowie zur Regelung des Kinemato-- graphenweiinis. Alle übrigen in der Vorbereitung befind- lick^cn Vorlagen werden auf den Herbst zurückgestellt wer den. Neben einer Reihe kleinerer Elesetzc handelt es sich bauptsächlici> um eilte Novelle ,zum Naprunqsmittcsgesetz Bei den Borl»esprect>nngen zu dieser Novelle l-aden sich zwisck)en der ffiegierung und den Interessenten ziemliche Meinungsversctnedeichei.tcn bemerkbar gemacht, die erst be­hoben werden mässen.________________________________

Ausland.

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Kreis Friedberg.

= Bad-Nauheim, 21. Febr. Sehr wahrscheinlB I wird infolge der Verlobung im kaiserlichen Hause von Nr 4 diesiährigen Kur der Kaiserin Abstand genommn | werden, zumal es der Kaiserin infolge dcr im vorig^ Fabre aebrauckten Naubeimer Kur fortgesetzt gut geki I

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Frei Herrn v. Leonhardi, das Ritterkreur T. faaffe der­selben Ordens an den Generaldrrckwr Dr. Eger, die CI arbeite Verdienstmedaille an den Kammerdiener Hch. L u d 0 l p b, bic Filbernc Verdi en sbncdaillc an die Hoslakaien Paul B 011 und Karl Er: ferner der mm dem Herzog-Regenten von Braumchweig verliehenen Auszeichnungen: das Verdienstkreuz 2. Klasse an -en Palaisinspektor Hch. Kloß, das Ehrenzeichen in Gold an den Kammerdiener ftarl Küster, Pas Ehrenzeichen in Silber an ben Jäger Phil. Menger, an den Hoflakai Jak. Rödler und an den Cbergartengcbitfen Bal Ganßmann. Der Köniq lat die Erlaubnis zum Tragen hessischer Orden nachstehenden Cm zieren erteilt: Der Krone zum Ritterkreuz 1 Klasse des Hessi scheu Verdienstordens Philipps des Großmüttgen dem Maior R e b- seld im 9 Bad. Ins.-Regt. Nr. 170. Das Ritterkreuz 2. Klaffe desselben Ordens dem Hauptmann Volke beim Stabe des fünften Lvthring. Jns -Regts. Nr. 144, das Ritterkreuz 1. Klaffe des Herzoglich S a ckff en-Em eftinif d>cn Hausordens dem .Haupiman» Ring im Infanterie-Regiment Prinz Karl (4. Hess., Nr. 118, und des Sterns zum Komturkreuz des Sachs. Haus-Ordens bet Wachsamkeit oder vom weißen Falken dem Obersten v. Stocken, beauftragt mit der Führung der 49. Inf.-Brigade (1. Hess.).

2ehrerperfonnlicn. Ucbcrtragen wurde dem SchiilamtSaspiranlen Karl Moosbruckcr auS WormS eine Leffrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß-Rohrheim. Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzend, Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Alt-WiedermuS. Mit der Stelle ist vertretungsweise Organisten- und Lektoren, dienst in EckartShausen verbunden. DaS Präsentation«, recht steht dem Grafen zu Mnburg und Büdingen in Meer- Holz zu.

" Von der Lahnbahn. Um den Güterverkehrs, "tockunqen auf der Linie Koblenz Gießen zu begegnen, wird beabsichtigt, u. a. die Bahnhofsanlagen auf Station Laurenburg zu erweitern und einUeberholungSgelcise bod anzulegen. Dies Projekt wird oberhalb Laurenburgs eint Ueberbrückung der Lahn berbeifübren.

Im Ob er hessischen Kunsi verein gelangte eint Anzahl Radierungen moderner italienischer Künstler neu zm Ausstellung, die auS hiesigem Privatbesitz zur Ausstellung überlassen wurden. Da sich wohl die Gelegenheit kaum mehr 0 leicht bieten wird, eine so hervorragende Sammlung zu wsichtigen, so sei auf die nur acht Tage dauernde AuS« teflimg besonders hingewiesen. Die Ausstellung moderner Architektur, die den größten Beifall findet, bleibt ebenfalll noch acht Tage, einschließlich zweier Sonntage, hier.

Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, baj )ie morgige Aufführung der GesangSpoffeAutoliebchen^ die unbedingt letzte des beliebten Werkes ist.

* Vom Naturbeilverein wird uns geschrieben: Dec VortragN a t u r bet I bcme g u n g un d Kurvfuscherci", zu dem der Verein auf Montag abend in das Cas6 Leib ein­geladen bat, berührt ficb auf das engste mit dem Thema, bas bet bekannte Berliner Arzt und Leiter des Zellerhames, Dr. med. WUH. Winfch auf dem Kongreß für biologische Hygiene in Ham­burg am 14. Oktober 1912 behandelt hat.lieber die Berstandi gung der Sckwlmedizin mit der Naturheilbewegung". Ticfrv Redner wies mit Recht darauf hin, daß der wahre Fortschrilt immer so vor sich gebe, daß die Methoden sich ablösen, indem die besseren, d. h. die die besseren Erfolge haben, auch die siegreicheren sind. 'Darüber muß die öffentliche Meinung, bic Presst, das Parlament unb bic Regierung aufgeklärt werden. Die Entt'cheidung fallt im frischen, fröhlichen, edlen und bnmanm Kampf mit geistigen Waffen. Aber, wenn es den Scharfmackxrn im medizinischen Lager gelingen sollte, ein Kurpsuschcrcigesttz durckMlbringen, das angeblich die Kurpfuscherei bek^nviq» soll, tatsächlich aber nur dem rückständigsten Teil, W äußersten rechtm Flügel der Medizin ein Heil und Lehrmono» bringen soll, dann wäre jede Versöhnung auf lange Zeit bimnB ausgeschlossen! Wer sich für diese Frage interessiert, dem Irt der Besuch des Schirrmeistersck>cn VortragS kommenden Montß> aufs wärmste empfohlen.

Der Verein für Sterbeunterstützung zu Gießen hält seine Hauptversammlung morgen nachmittag in der Restauration Sauer ab.

Versammlung der Achtziger. Am Sonntag, 2. März, nachmittags 3 Uhr, findet hier im Restaurant Kobel, Liebigstraßc, eine Versammlung der ehemaligen 80er Füsiliere statt. Dort werden auch Anmeldungen zur Beteiligung an der Jubiläumsfeier angenommen.

Fahre gebrauchten Naucheimer Kur fortgesetzt gut geN --r Ä a d - N a u h e i m, 21. Febr. Vor einigen Wochen brock - der Wgeordnete 3oufr in der Zweiten Kammer der hesf'fchen Slo'- )ie Mißstände in ber Nähe u n ser es Vahndon«» zur Sprache. Besonders fei es bic Ruine ber bereite vor 2 ^avrm ?urch Feuer zerstörten Fabrik feuerfester und säurefreier ?ic das Mißfallen der Kurgäste, Einheimifk^n und |

-rrege. Auch ber südliche Teil der Moltkestraße mit dem tohlmlager, durch das die Straße nicht verbreitert und orbnuns^ j liäßig benukt werden kann, wird troft Eingaben an bic Verwaltung nicht her gestellt, unter altertet Vorwändat/ und TUF*

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** Gi euer Postverhältnisse. Don informier 1 ter Seite wird uns geschrieben: Nach einer Meldungin t der Nummer 44 Ihrer geschätzten Zeitung hat der «tz. j Zubeil (Soz.) über die Gießener Poswerhältntsst m ß Reichstag ausgeführt, bei den Gratifikationen für geleistete | Ueberftunben gingen die Assistenten, die wirklichen Arbeits­bienen, meistens teer aus, desto mehr würden die hölierm Beamten bedacht. Ich bin in der Lage, Ihnen mitteil« zu können, daß gerade umgekehrt seit längeren Jahren bi höheren Beamten bei der Verteilung dieser Gratifikation« I leer ausgehen und daß die diesen früher gezahlten Beträg« | jetzt den mittleren Beamten und den Unterbeamten zu | gute trnmnen. Die Behmrptung des Abg. Zubeil in be:- I j'efbcn Rcichstagsredc, daß der Postinspektor in Gieß« | 70 Mark Gratifikation erhalten hätte, ist hiernach für jedM | Kenner der Verhältnisse unverständlich unb entspricht antz I nicht ben wahren Tatsachen. Die Rede Zubeils enlhülL I aber auch noch andere Unrichtigkeiten imd ist baher weniq f geeignet, der Abstellung etwa vorhandener Mäugel förbe»* lich zu fein. Es ist offenbar lediglich auf die Verhetzuty I der Klassen und auf die Gewinnung der breiten Mass« $ abgesehen.

Treue Arbeit. Der Großherzog hat ben Fabrikarbeiter Gq. Hch. Schäfer zu Darmstadt, in Dienstei , der Firma E. Merck hier, das Allgemeine Ehrenzeichen rr*i der Inschrift .Für treue Arbeit^ verliehen.

♦♦ Sclbstnr 0 rd. Gestern beging ein in ber Blcichstmtt wohnhafter Student Selbstmord, indem et sich in fernem Zimm« den Hals dnrchschnitt. Auf einem in fernem Zimmer Borgt* fundenen Zettel hatte er bic Worte:Aus Verzweiflung flj' l ich in den Tod" nicdergeschricben. Die näheren Motive frei Tat find nicht bekannt, man nimmt icdoch plößlich^cingetrctaK I geistige Störung infolge Ucbcranftröigimg beim Studium I Ursache an.

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