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u s l r anie, über dessen wider vir schon berichtet haben, soll etten geschossen werden, indem Ascherei, Bügel- und Trockm- itrd) werden im TMeschoß die die dann noch als Kranken?
Detter und schlechte Ge« -r klagen Heuer die Landwirte, ^ettermacher nie recht machen gen§ zu viel, der vom Himmel Hielten, bie Ernte könnte dar« bie orföangefeijentTi Bewob ^erfrischen unb bie Störte bet che, Heuer mit dem Ämmn, m?,usriÄ>en zu sem, well ine e«e iern M. Aber wegen llagen M Industrielle unb tfet, besonders auch m Greben. t wegen des Wetters darmÄer, Summe, die den Unternchnm.
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46-47
96-98
36-00
80-00
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61.00—65.00
79.00—82.00
62.00—64.00
62.00-6.500
80.00—82.00
00.00—00.00
00.00—00.00
FC. Wiesbaden. Diebhoi-Marktbericht vom 23. Juli.
85-91
48-51
51-56
92-100
44—47
78—84
96—00
80-82
ti«S d)u
Trusffrei!
49—53
45-48
82—91
69—76
60—68
45—50
38—42
31—36
84—91
78-84
Mt. 53-58 52-57
Mr. 65-68 60-64 54—58
64—66
59-63
53-58
48—52
107—110 99-105 88—97 81—87
Lebend- Schlachtgewicht
Mk.
93-100 92-99
Mk.
108-113 102—108 92—98
und geringere Mastlämmer . . . Schweine.
Vollfleischige Schweine vo» 80 -100 kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht Dollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht
Arbeiterbewegung.
Iv. Stettin, 23. Juli. (Heftern abend haben in einer Versammlung etwa 1 10 0 städtische Arbeiter den Bericht der Vertrauensmänner über die am Vormittag mit dem Magistrat gepflogenen Verhandlungen entgegengeirommen. Tie .Hilfs- und Transportarbeiter erklärten sich mit den Hafenarbeitern solidarisch. Tie Gewerkschaftsbeamten wiesen darauf hin, daß zurzeit ein Streik in Anbetracht der nicht gerade günstigen Konjunktur nicht empfehlenswert sei, wohl aber einige Wochen später, wenn das Getreide verladen werde. Tie Beamten ermahnten zur Ruhe und Besonnenheit. Tic Versammlung nahm eine Entschließung in der Form eines Tarifvertrags an.
Weidemastschase;
Mastlämmer und Masthammel .... 47,00-00 00 Schweine.
Uuivcrfitäts4Iacbricbkft.
— Der Lektor der alten Sprachen an der Universität Fref- burg i. Br. Dr. Otto Binder ist vom Herbst 1913 an zum Oberpräzepten am Gymnasium in Tübinge n berufen worden.
— Zum Nachfolger des verstorbenen elatsmäßigen a. o. Professors Dr. K. Kopp aus dem Lehrstuhl der Haut- und Geschlechts- kraukheiten und in der Leitung der derinatologischeu Poliklinik an der Universität München ist der a. o. Professor an der Wiener Universität Tr. med. Leo Ritter v. Z u m b u s ch in Allssicht genommen.
GcriehtssaaL.
w. Varis, 22. Juli. Vor dem Schwurgericht von Draguignam ltand gestern die 18 Jahre alte Charlotte Genasi, weil sie im März d. Js. in Toulon ihren ehemaligen Geliebten, den Journalisten Fernando (ti r o §, getötet hatte, der als Kriegskorrespon- dent nach Marokko gegangen war und sie im Elend ztlrückgelassen hatte. Tie Geschworenen fällten einen Freispruch.
reit
Schafe 40, Schweine 436.
Geschäft mittel.
Ochsen.
Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlacht» wertes im Alter von 4—7 Jahren ....
Die noch nicht gezogen haben lungejochte) . . Jlinge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete............
Bullen.
Vollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . .
Vollfleischige, jüngere
Färsen, K ü h e.
Vollfleischige ansgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes . . . . . . . . « -
Vollsleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bi8 zu 7 Jahren.....
^eitere ausgemästete Kühe unb wenig gut entwickelte jüngere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen Gering genährte Kühe unb Färsen Kälber.
Feinste Mastkälber
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . . .
Geringere Mast- und gute Saugkälber . . .
Geringere Saugkälber.........
Schafe.
Vollfleischige Schweine von 80-100 kg Lebend- geivicht ’ • . ■ . 6U/,-64 80-82
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht 61 X-62'/j 79—89 Vollflei chige Schweine von 100—120 kg Lebend
gewicht . ............04-35'/, 80-82
Vollfleischige Schweine vonl20—150 kg Lebendgewicht .............. 62-63 78—79
Limburg a. d. Lahn, 23. Juli. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen luassauischer) 17,80 Mk^ weißer Weizen sangebaute Fremdsorten) 17,30 Alk., Korn 13,00 Mk., ©eilte: huttergerfte < 0/0 Mk., Braugerste 0,00 —0.00 ML, Hafer 7,00—9,00 Alk.', Erbsen 0,00 Mk^ Kartoffeln 4,00-0,00 Mk.
Auftrieb: Rinder 66 (Ochsen 17, Bullen 4, Kühe 45), Kälber 199, Preise für 100 Psd.
Kälber.
Feinste Mastkälber
Mittlere Mast- und beste Saugkälber. . . .
Geringere Mast» und gute Saugkälber . . .
Schafe.
Stallmastschafe:
Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . Aeitere Masthammcl, am genährte junge Schafe
X Grünbtrtz, 23. Juli. Einer der schlimmsten Regentage herrschte am heutigen »I a k o b i m a r k t". Deffen ungeachtet zeigte der Viehmarkt doch eine starke Auffahrt von Jung- schweinen. Durch daS Regenwetter war ober bie Anzahl der Käufer gering, so daß nicht mit der Auffahrt geräumt wurde. Trost dieser Umstände ging der Handel flott bei etwas matteren Preisen. Man bezahlte für das Paar 7 Wochen alter Ferkel Alk. 50—58, 8—9 Wochen alter Mk. 60—65, 10—12 Wochen alter Mk. 65—72. Hätte besseres Wetter geherrscht, dann wäre alles auf- gekauft worden.
fc. Frankfurt a.M. Viehho f -M a r k t b e r i ch t vom 24. Juli. Auftrieb: Rinder 127, darunter Ochsen 59, Bullen 3, Kühe unb Färsen 65, Kälber 535, Schaie 9-, Schweine 1870.
Tendenz: Kälber und Schafe lebhaft, Schweine gedrückt.
Preis für 100 Psd.
Lebend- Schlachl- gewicht
Märkte.
th Gießen, 23. Juli. Ter dieswöchentliche Viehmarkt hatte einen Vorrat von 1200 Stück Großvieh, 500 Stück Jungvieh, sowie Kälber und 150 Schweine. Ter Vorhandel war diesmal im Gegensatz beim Markt vor 14 Tagen sehr unbedeutend und kaum bemerkbar. Ter Markt selbst zeigte in MilckMch eine mehr wie flaue Tendenz, was die Handelsleute auf das naßkalte Wetter zurücksühren. -Für mittlere und geringe Ware waren die seitherigen Preise nicht zu halten und es ist seit langer Zeit das ^stemal wieder, daß Milchkühe überständig blieben. Auch die allerdings beim letzten Markt sehr hohen Preise für Jungvieh schlugen ab und das GesckM darin war recht langsam, weil der rechte Schneid zum Ankauf nicht vorhanden war. Fette Rinder in guten Stücken wurden zwar für Frankfurt a. M. zu den immer noch hohen Tagespreisen angekauft. Fette Kühe waren nur in leichter, kaum ausgemästeter Ware am Markt, weshalb die Tiere selbst mit Preisnachlaß nur sehr schwer unterzubringen waren. Fettvieh für das Gießener Schlachtlwus wurde nur angekauft, wenn die Verkäufer bereit waren, die halben Schlachtaebühren zu übernehmen. Auf dem Kälbermarkt war diesmal auch kein rechter Zug. Gute Stücke gingen nach Frankfurt a. M. und nach den Badeorten ab, konnten aber nur gedrückte Preise erzielen: Mittelware kauften Handelsleute für die Heinen Städte in der Provinz an. Bezahlt wurden für das Stück: Kühe, frischmelkend und tragend, 1. Qualität 600—700 Mk., 2. Qualität 450—550 Mk., 3. Qualität 350—420 Mk.: Zuchttiere zur Zucht und Mast je nach Form, 1/2—% Jahre alt, 160—200 Mk., 3/4—V/i Jahre alt 180—225 Mk. Gehandelt wurde der Zentner Schlachtgewicht: Fette Rinder 1. Qualität 93—95 Mk., 2. Qualität 90—92 Mk.: fette Kühe 1. Qualität waren nicht am Markt, 2. Qualität 82 bis 85 Mk., 3. Qualität (Wurstkühei 78—81 Mk.; Kälber 1. Qualität 86—89 Mk., iextra schwere Stücke bis 92 Mk.), 2. Qualität 78—83 Mk., 3. Qualität fehlte am Markt. — Ter heutige Schweinemarkt war nicht von Bedeutung- und zeigte bie schon seit Jahren eingetretene Verödung, weil es an dem nötigen Angebot fehlt, welches für unsere Gegend nur der Sandel bringen kann, dem man den Gießener Schweinemarkt zeitweilig durch Maßnahmen so erschwert hat, daß die Händler schließlich ganz wegblieben. Tamit fehlt den zahlreichen kleinen Mästem in der weiten Runde um Gießen, besonders im Hinterland und im südlichen Teile des Kreises Marburg, die Veranlassung, die Gießener Schweinemärkte zum Zwecke des Ankaufs von Ferkeln, Springern und Einlegsck)weinen noch aufzusuchen, und Kenner der kleinbäuerlichen Gewohnheiten behaupten, mit der Verödung des Gießener Schwei ne markt es, der vor 5—6 Jahren noch alle vierzehn Tage stattfand unb das Land stets mit 1000—1500 Stück Schweinen versorgte, sei auch bas Mästen dieser Tiere in dem Umfang, wie es damals in der Gegend betrieben wurde, zurückgegangen, weil es den kleinen Mastem an einer bequemen und billigen Emkaufsgelegenh.üt für junge unb magere Schweine in der Gegend fehlt. Tic paar Schweinezüchter in Gießens Umgebung, die heute noch Tiere zum Verkauf auf den Gießener Markt bringen, beherrschen, weil feine Konkurrenz mehr kommt, den Schweinemarkt und sind mit ihrer Ware viel zu hoch im Preise, für die größte Mehrheit der kleinen Mäster, denen auch bie Handelsleute gern einen Kredit einräumten, was der Züchter, der selbst nicht kapitalkräfttg ist, nicht tut. Tie Verödung des Gießener Schweinemarktes, von dem man mit einem gewissen Stiftern ben Handel auszuschalten berftannen hat, zeigt, daß die Volkswirtschaft ohne den vermittelnden Hande! zurückgeht. Tie nächsten Gießener Markttage sind am 5. unb 6. August. Am 6. August findet auch Krämermarkt statt.
Vermischter.
* Ueberf all auf einen Posten. Aus Halle wirb gemelbet: Am Rande der Töllau h wurde in der Nacht auf dem Schießplatz des 36. Infanterie-Regiments ein P 0 sten von drei Personen n i e d e r g e s ch 0 s s c n, die ihm das Gewehr zu entreißen suchten. Ter schwe r v e r l e tz t e Soldat konnte das Gewahr festhalten. Seine Hilferufe riefen eine Patrouille von der Schießplatzwache herbei, worauf die Angreifer unerkannt in den Wald entflohen. Man vermutet einen Ueberfall zu Spionagezwecken.
* Ein schweres Bra ndnnglück hat sich gestern in Lichtenow (Mark) ereignet. Ter 6jährige Sohn der Witwe Schulz spielte in einem Holzschuppen mit Streickchölzern. Tie Holzvorräte fingen Feuer. Ter ganze Schuppen brannte nieder und das Kind tarn in den Flammen um, da Hilfe $u spät eintraf.
* Schwerer Unfall bei einer militärischen Hebung. Aus London wird gemeldet: Auf dem Truppenübungsplatz Aldershot hatten zwei Schwadronen Kavallerie ihre Pferde an Pfähle gebunden. Plötzlich erfolgte ein Angriff durch Infanterie. Infolge des Gewehrfeuers brach eine Panik unter den Pferden aus. Tie Pferde schlugen wild mit den fpufen um sich unb verletzten sich gegenseitig. Schließlich stürmte die Mehrzahl nad) verschiedenen Richtungen auseinander. Vier Kavalleristen wurdon schwer verwundet und 15 Pferde mußten infolge schwerer Verletzungen erschossen werden.
* Explosionen. In der staatlichen Pulverfabrik zu Angouleme mürben burch eine Explosion von Schießbaumwolle fünf Arbeiter verwundet, darunter zwei sehr fdjmer. — In Albacete erfolgte in einer .Feuerwerkskörperftrbrik eine E x - p10 si 0 n, durch die eine Person getötet und drei verletzt wurden. — Bei dem Brande in Ciudadneal kamen zwei Kinder um. Tret Personen erlitten schwere Brandwunden.
hatte die Liebenrouirdigkeit, dem Wachtmeister die Sachen zur Bürgermeisterei bringen zu helfen, weil nach seiner Aussage ihm ein Unbekannter den Schabernack gespielt unb die Sachen in seinen Hof gestellt, von dem er sie auf den Speicher gebracht habe.
Kreis Lauterbachs
~ U^etzch-aUs e n , 23. Juli. Ein Verkehrshindernis wird dcnnnächst auf der Straße Salzschlirf — Schlitz beseitigt werden, das schon Jahrzehnte der Kreisbehörde ein Dorn im Ange ist. Es handelt sich um eine veraltete steinerne Brücke über den Schlitzfluß am NordcmSgrmge unseres Ortes. Diese Brücke ist für die Abführung eines normalen Wasserstandes wohl groß genug, aber bei federn starken Gewitterregen oder rascher Schneeschmelze bringen die aus dem östlichen Vogelsberg kommenden Zuflüsse ungeheure Wassermengen, so daß die F l u t- durchlässe für diese Wassermassen zu klein sind, das Wasser sich an der Brücke staut und diese samt den anliegenden Feldern auf weite Strecken überschwemmt, auch der Verkehr auf der Krcisstraße und nach dem Bahnhof unterbrochen wird. Der Kreisausschuß hat nun diesen Zustand für die Tauer als unhaltbar eingesehen und Mittel zur Erbauung einer neuen Brücke mit gleichzeitiger Gradlegung des Flußbettes in den Voranschlag eingestellt. Die Arbeiten an der Brücke haben begonnen und nach ihrer Fertigstellung wird das neue Flußbett ausgegraben und durch die Brücke hindurchgeführt. Mit den Arbeiten hofft man bis zum Eintritt des Winters fertig zu werden. Die Kosten für den Brückenbau belaufen sich auf 19 000 Mark, während für Regulierung des Schlitzflusses 25 000 Mark vorgesehen sind. Der Brückenbau wird von der Firma Drenkhahn u. Sutrop in Braunschweig aus Eisenbeton ausgeführt.
Kreis Friedberg.
L. Fr iedberq, 23. Juli. Am 1. August wird der neue Bahnhof dem Verkehr übergeben werden.
— Bad-Nauheim, 23. Juli. Tem Drängen feiner zahlreichen hiesigen Freunde und Verehrer uachgebend, wird Tr. Karl Peters, der Gründer Deutsch-Ostafrikas, der auch dieses Jahr hier zur Kur weilt, am 5. August im Saale des Kurhauses einen Vortrag halten. Seit vielen Jahren hat Herr Tr. Peters nicht in Deutschland öffentlich gesprochen. Mit großer Freude werden deshalb alle Freunde der deutschen Kolonisation, alle Verehrer des Herrn Tr. Peters seinen Entschluß, begrüßen. Aus Frankfurt, Homburg, Wiesbaden, Gießen und Marburg, wie aus unserer näheren Umgebung, steht zahlreicher Besuch in Aussicht.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Mainz, 23. Juli. Seit drei Tagen regnet eS in der Rhein- und Maingegend in Strömen. Der Rhein und Main steigen täglich bis zu 3 0 cm. Die Halste der Heu- und Weinernte wird als verloren betrachtet. — Auch ans der Mittel schweig wird unaufhörlicher Regen gemeldet.
Hessen-Nassau.
w ^Harburg, 23. Juli. Der 15 Jahre alte Sohn de? Ordinarius für Physik an der hiesigen Universität, Richarz, ist in Braunwald (Schweiz) vom Blitze erschlagen worden.
gcrin Galanskhoss zu einem Fluge nach Paris. Die Flieger beab- sichtrgen, in Hannover eine Zwischenlandung vorzunehmen unb von dort direkt nach Paris zu fliegen, wo sie hosten, abends anzw- lomntcn. 1
Innsbruck, 22. Juli. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" welches vorgestern unter Führung des Leutnants Macher mit Professor Wittel und zwei Fabrikanten hier aufgestiegen war, ist nach Ueber- querung der gesamten Zentralalpen in Moggio bei Udine auf italienischem Boden gelandet. Die Ballonfahrer, von denen sich Leutnant Macher in Uniform befand, wurden von den Behörden in Hast genommen und nach Udine gebracht.
Salem
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Goldmundsfuck
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lieber die Kritik bei Lustfahrzeug-Unfallen
wird her „Sviga-Korrefpondenz" aus Lusttalnerkreisen geschrieben: ßieleqent(irf) der Zerstörung des Schiitte-Lanz-LuftschiffeS ist wieder von vielen Seiten, noch ehe eine Untersuchung angestellt sein konnte, behauptet worden, eins stünde fest: nämlich, daß verschiedene Fehler begangen worden seien. Alsdann werden diese Fehler aufgezählt. Das Luftschiff sei an einer falschen Stelle verankert, die Verankerung sei nicht hinreichend gewesen, man habe es zu lange liegen lassen usw. Für unsere Lustschifführer, die Nerven und Gesundheit aufs Spiel setzen, ist diese Art und Weise der Kritik srhr wenig ermutigend. Betrachtet man den fetzigen Fall auch nur oberflächlich, so erkennt man so'ort, daß alle Vorwürfe haltlos sind. Der Führer, der doch selbst froh sein wird, der Verantwortung enthoben zu sein und das Fahrzeug in der geschützten Halle zu wissen, mußte bei Schneidemühl landen, da das Schiff nicht mehr genügenden Austrieb hatte. Obwohl er es, so viel wie es irgend nur ging, entlastete, war es nicht hoch zu bekommen. Er konnte also mtbt anders handeln. Einen geschützten Ort vermochte er nicht zu finden, und so blieb ihm weiter nichts übrig, als das Fahrzeug den gegebenen Vorschriften entsprechend zu verankern. Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, es bestünden noch keine Anleitungen zur Verankerung von Luftschiffen. Tie Schütte-Lanz-Luitschiffe lassen sich allerdings nicht so gut verankern, wie beispielsweise die Zevpeline. Ties bat seinen Grund in bem Umstande, daß die Schütte-Lanz- Gondetn unb Schiffskörper nicht starr miteinanber verbunden sind. Tie Zeppelin-Schiffe haben in dem starken vorderen Ende des Laus- ganges unter bem Luftschistkörper starke stählerne Ankerbügel, in bem das Ankerta» und die Halteleinen befestigt werden. Das Schütte-Lanz-Lustschiff dagegen bat nur einen unter der Spitze beweglich bangenden Ankerbügel. Da ein Lustschiff aber hauptsächlich an ber Spitze gehalten werben muß, bannt es ben Veränderungen der Windrichtung folgen kann, so nützen die an dem Schiffskörper iveiter verteilten Leinen, an denen die Mannschasten halten, nicht viel. Tie Bewegungen de? Schutte-Lanz-SchiffskörperS sind größer, als die,enigen des Zeppelinschiffes, weil bei Stoßen der SchiffS- lörper ben Stoß nicht mit aufnimmt, sondern infolge der beweglichen fllushängung noch tiefer herabgeht. Es tritt dadurch ein Zerren an den Gondeln ein, ja ber Schiffskörper wirb zur Seite geschleudert. Gegen alle diese Nachteile vermag ber Führer natürlich nichts zu machen. Spaßeshalber ist ber Führer auch nicht so lange bei Schneibcmühl liegen geblieben, sondern er mußte dort bleiben, bis er Gas bekam. Die Gondel konnte er auch nicht mit Mannschaftrn besetzen, denn was sollen bie Monteure in einem Schiff, bas augenblicklich manövrierunfähig ist? Die Maschine in (Sang zu setzen, hat bei ben Schütte-Lanz-Sckiffen nicht viel Zweck, iveil bie Schrauben sich an ben Gonbeln befinden, während man beim Zeppelin-Luftschiff beispielsweise gelegentlich des in Wien ein- getretenen 6)ewitters einfach die Schrauben arbeiten ließ und so dem Sttirme stand hielt. Also der Kundige kann schon, ohne daß überhaupt eine Unterstlchung ftattgenmben hat, mit Sicherheit behaupten, ein Fehler ist nirgends gemacht worden.
Bei Flugzeugunfällen setzt ebenfalls die Kritik häufig etwas unvorsichtig ein. Aber hier ist genau das entgegengesetzte der Fall wie bei Lnftschifsimfällen. Bei diesen trifft sofort den Führer die Schuld während bei Flugzeugabstürzen vielfach sofort bie Fabrik beschuldigt wird, unzulängliche, unsichere Konstruktionen heraus- aebracöt au Haden. Der Absturz mit dem Baumannschen Flugzeug reiat dies am deutlichsten. Der.Konstrukteur sollte einen unstabilen Apparat geliefert haben. Es war Profeffor Baumann leicht, das Geaenteil zu beweisen, nämlich daß der Führer gegen seinen Willen Veränbermigen an der Maschine vorgenommen hatte, auf deren Schädlichkeit er durch den Konstrukteur aufmerksam gemacht worben mar Wenn man die ausländ'sche und die deutsche Luftfahrt- literatur mit eumnber oerqleicbt. !° findet man tntfäcSh*. ba6 bei nn§ immer und immer wieder kritisiert, geschimpft und beschuldigt wird während man im Ausland sehr selten gegen die Führer verunglückter Luftfahrzeuge Anschuldigungen findet. Dafür wird aber im Auslande mehr geflogen! *
Johannisthal, 23. Juli. Der ftanzösische Wiegrr Letort, der Lirzlich ohne Znüschenlanbuiig von Pans nach Berlin flog, startete heute morgen 4 Uhr 20 Mnuten mit der russischen Flu>
Airchliche Nachrichteir.
Irraelitifche Bdigionsgemcinöe.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage).
Samstag, ben 26- Juli 1913:
Vorab end: 7.45 Uhr.
Morgens 8.30 Uhr.
Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterkläruug.
Sabbatausgang: 9.15 Uhr.
Israelitische Neligionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Sabbatfeier am 26. Juli 191 3:
Freitag abenb 8.00 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbal-AilSgang 9.15 Uhr.
Wochengottesdienst: Dlorgens 6.00, abends 7.30 Uhr.
Verantwortlich für den politischen Teil I. 23.: R. Lange.


