Ausgabe 
24.6.1913 Zweites Blatt
 
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sollende Tabelle:

v. H.

Mark

30

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Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wird cnt-

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sprechend den Beschlüssen zum Besitzsteuergesetz wieder gesvLZ-en,

Vereine

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Tic Einfuhrnng von Postkredilbriefen.

Die Rcichspoftvcrn altung ist gegenwärtig mit den Vor­bereitungen zur Cinf"b:-ung von Poftkrcditb riesen beschäf- ligt, nachdem eine Reihe von Erhellungen zum Abschluß gebracht ist. Es gilt ols wahrscheinlich, daß. noch) int Laufe Dieses Jahres die Kreditbriefe der Reichspost zur Einführung «gelangen werden. Die Einführung derartiger tbreditbriefe würde von besonderer Bedeutung sein für reisende Kaus- 'leutc, die als Handelsagenten längere Zeit unterwegs und -dabei gezwungen sind, von Zeit zu Zeit auf möglichst ein­fachem Wege ihre Barmittel zu ergänzen. Für die Hohe des Kreditbrieses wird eine untere. Grenze von 200 Mk. und eine obere von 4000 Mk für angemessen gehalten. Ta für die Geltung des Kreditbriefs eine bestimmte Frist fest- mesetzl sein must, so wird vorgeschlagen, diese Frist jeden­falls nicht unter drei Monaten zu bemessen. Von Wichtigkeit ist die Frage der Lechiimation des Inhabers, um die Aus­zahlungen an Unbefugte zu verhindern.

Von allen europäischen Staaten hat gegenwärtig nur Italien Kreditbriefe eingeführt, dort können Summen llris zu 5000 Lire ein gezahlt und in Teilbeträgen von min­destens 50 Lire bei allen Postanstalten abgehoben werden. Tie Gebühr ist mäßig, sie beträgt 25 Centimes bis 500 Lire, 50 Centimes bis 1000 Lire und für jedes weitere 1000 25 Centimes.

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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« strotze 7. Expedition und Verlag: e^a> 51. Redaktion: S^^l 12. Tel.-Adr.: AnzeigerGietzen»

Offenbach.

!nde lO'f, Uhr.

8-21

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Diesiebener Zamilienblättcr" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das Kreishlatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

Ertrages wird gegen Konservative ünb~ Zentrum abgetchni und auch bei städtischen Grundstücken wird das Fünfundzwanzig - fache aufrecht erhalten. Mi detr Einführung einer vom Zentrum beantragten Bestimmung, dast Gebäude und Betriebsmittel beson­ders veranlagt werden sollen, wird der so gestaltete Antrag Schisser angenommen, die Mehrheit setzt sich außer aus den National­liberalen aus Zentrum und dem größeren Teil der Mitglieder der VolkSoartei zusammen.

Nach der Mittagspause gebt die Kommission über zur Besteuerung des Einkommens.

Bekanntlich hat die Negierung in ihrem Entwurf über den Wchrbeitrag das Einkommen erst bei fünftausend Mark heran -- Elchen wollen, beginnend mit einem Beitragssatz von zwei v'm Hundert. Ter Ärtsschup hat in erster Lesung das Einkomnren lmon in den finiteren Höben Herangwegen und die ganze Bc- Ueuerung des Einkommens auf die Grundlage der Kapitalisierung :,n tingiertem Vermögen gestellt, indem mit fünftausend bis zu rünfzigtoinend Mark Etniommen als Multiplikator die Zahl sechs und weiter aussteigend bis zu einem Einkommen ron zweihundert tausend Mark auf das Zwölfsache des Einkommens angefetzt. .Ties wird durch die Anträge des Berichterstatters Grafen Westarp geändert, wenigstens iraS die Grundlage der Berechnung des Bei­trages vom Einkommen betrifft. T i e Kapitalisierung' wird beseitigt: statt dessen wird das Einkommen als solches unmittelbar mit einem nach seiner tatsächlichen Höh- gestaffelten Beitrag belegt. Während nach dem Regienrngsenlwurs die Ein kommen bis zu fünfzigtausend Mark freiblieben, werden nun die kleineren. Einkommen auch durch den Antrag des Berichterstatters

Dienstag, 24. Juni WZ

Rotationsdruck und Verlag der Ärü hl'fchen UniversuätS - Buch- und eteiiibnirfetcu

R. Lange, Diesten.

dagegen wird die eventuelle Berösfentlichung der Strafe ein* stimmig beschlossen. Ter Gcneralpardon für frühere falsche Deklarationen bei Vermögen oder Einkommen' wird nach längerer Erörterung angenommen. Tie Hercinbeziehung der Sämtzgebicte in den Wehrbeitrag wird nach kurzer Begründung durch den -Staatssekretär des Reickfskolonialamrs gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wieder gestrichen.

tycer unö Flotte.

Masienerkrankiingen im Zufanterir Neqiment Nr. 78.

L S n a b r ü ck, 23. Juni. Wie amtlich mitgeleilk wird, er* krankten beim ersten Bataillon des In f a n l e r i e - R e g i m e n t e s Nr. 78 etwa 200 Nanu an Koptschmerzen, Erbrechen, Durchfall. 4-ic Ursache iit unbekannt. Lebensgefahr liegt bet keinem vor.

herangez-ogen und int wesentlichen nur etwa ebenso belastet, wie es der Beschsuf des Ausschusses tat. Tie Staffelte:.^ besteht aus sünf.-e-'n Stücken, die ohne llntergrenze mit einem Einkommen bis zu zehntausend Mark beginnen und in dieser ersten S mit einem vom Hundert des Einkommens besteuert irerixm.

^cnn nach dem Voranschlag für das Jahr 1915 die Ein­nahme aus dem '-K*chibeitrage die Ausgaben, zu deren Teclung ne bestimmt ist, überschreitet, ist der Mehrbetrag, zur Kürzung des letzten Drittels des Wehrbeitrags nach Mastgabe des Reichshaus- haltsgesetzes bereitzustellen.

Tamil ist die zweite Lesung des Wehrbeitrages im Ausschust erleoigt. Morgen berät der Ausschust in zweiter Lesung das Stempelgesetz, Erbrecht des Staates und Kriegsschatz.

Gegen einen Antrag Erzberger über die Berioendung des Wehrbeitrags wenden sich die Konservativen und die S-oztal- demokraten. Tie Sozialdemokraten wollen die ileberschüsse für sozial politisckie Reformen venoendcn. Ter Antrag nird abgelehnl. Dagegen wird folgender Antrag Erzberger c

Tie Einnahme aus dem Wchrbeitrag zuzüglich srei'.villiger Beitrage iit ausschließlich zur Dockung der Kosten für die auf Grund der Vorlage an den Reichstag vom 28. März 1913 bück Essen- Verstärkung der Wehrmacht ztt verwenden. Als solche Kosten gelten die einmaligen Ausgaben und die fortdauernden Ausgaben der Jahre 1913 bis 1916, soweit diese nicht aus dem Ertrag? der erlassenen oder noch zu erlassenden Teckungsgesetze oder aus laufenden Einnahmen bestritten werden können.

ergibt sich dann nach dem Vorschlag bis 10 000 Mark

des Einkommens

n

an lag un g des Steuerpflichtigen gestrickten und ebenso die Bestim­mung aus dem Beschlust erster Lesung gestrickten, wonach, tvenn das veranlagte Einkommen wertiger als 5000 Mk. beträgt, es nur dann berücksichtigt ivird, wenn es einem beitragspflichtigen Vermögen hinzuzurechnen ist.

Es wird dann auf eine zurückgestellte Bestimmung zurück- gegriffen über die steuerfreie Vcrmögensgrcnze. Ta- zu beantragt ein Konservativer, die, B er mögensgrenze bei zwei- dis viertausend Mark Einkommen von breistig- tausend auf zwanzigtausend herabzusetzen. Es wäre das auch eine Erleichterung für das Zuwachssteucrgesetz.

Tie Zwanzigtausend-Mark-Grenze wird gegen die Konser­vativen a bg elehn I. Tagegen wird nach dem Anträge von Graf Westarp die zurückgestellte Bestimmung, dast sich die bei- trags freie V e r miö g e n s g r e n z e bei einem Einkommen von nicht mehr als zweitausend Mark auf fünfzigtausend Mark und bei einem Einkommen von mehr' als zweitausend, aber nicht mehr als viertausend Mark, auf dreißigtausend Mark er­höht, angenommen.

An der Bestimmung des Entwurfs der Regierung, die von den Aktiengesellschaften ebne Börsenkurs und von Gesellschaften mit beschränkter Haftung handelt, hat der Ausschust in erster Lesung nichts geändert. Es handelt sich hier um die Rübendividende. Bei der Berechnung der zur Wehrsleuer heranzuziehenden Aktien oder des Gesellschaftsanteils beantragen d i e Konser­vativen, dast diejenigen Beträge vom Zahresgewinn abzu­ziehen sind, die, unter Zugrunbelegung der srisüblichen Preise als Entgelt für gelieferte Rohstoffe anzusehen sind.

Ein v o l ks p a r t e i l i che r Antrag schlägt vor, als Multiplikator das Zwöli'einhalbfache statt des Sechzebnzweidrittel- ferhen zu wählen, da bei den (Genossenschaften häufig eine Ver- ziusung von 8 Prozent des Reingewinns zugrunde gelegt werden müsse. Gegen den letzteren Antrag wendet >tch ein Regierungs­vertreter, der meint, dast durch eine solche Bestimmung tnele Streitigkeiten hervorgeruien würden, und auch, 'eine sechsprotenuge Verzinsung für ausrcick>end hält. Ter fortschrittliche An­trag wird gegen die Nationalliberalen, Volksparteiler und einen Teil des Zentrums abgelehnt. Ter konservative An­trag wird angenommen. »

Eine vom ^lussckust in erster Lesung nicht geänderte Be­stimmung sieht bei <Ü0m Vermögen von mehr als zehntausend Mark den Deklarationszwang vor. Tagegen wendet sich ein Konservativer, weil dies eine große Belästigung, ohne dast viel Erfolg erzielt wurde, bedeutete. Von anderer Seite werden die Bedenken für nicht so groß erachtet. Es sei auch für einfache Leute durchaus möglich, eine Deklaration zu machen. Es wird beschlossen, die D e k l a r a t i o n s p f l i ch t ftstzu- stcllen bei mehr als z w a n z i g t a u s e n d Mark Ver­mögen, und wenn mehr als viertausend Mark Einkommen sind, bei mehr als zehntausend Mark Vermögen. Zn den folgenden Paragraphen wird die eides­stattliche Versicherung ähnlich wie beim Besitzsteuergesetz gestrichen. Bei dem Verfahren der Veranlagungsbehörde ivird ein formeller 'Abänderungsantrag des Berichterstatters ange­nommen. Weiter wird ein Antrag gestellt, zu Unrecht erhobene Steh erbeträge unter Verzinsung z u c ; statte n. Ter Schatzsekretär und der preußische General­steuerdirektor rocnfccn sich dagegen, da das ein ganz neues Prinzip bringe. Tann müßte auch bei Steuernachzahlungen Verzinsung gezahlt werden. Ter Antrag wird aber ein­stimmig angenommen.

Als Zahlungstermin wird statt des 31. März der 15. März festgesetzt, um die Ultuno-Geldschwierigkeiten nicht zu vermeh-

Mk. 40- Äoldberg, Dallin^ WSiil* s cto8gfe

H.Hj?etbek

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Dec einmalige Wchrbeitrag in zweiter Aurschichlesuiig.

:: Berlin, 23. Juni.

Der Budgetau^ichuß des Reichstages setzte die zweite Lesung des Wehrbeitrages heute fort. Bei den neuen Anträgen handelt es sich zunächst um die Ermäßigung des Wehr­beitrages für Söhne, d i e gedient haben, sowie um das K i n d e r pr i v<i l e g. Einstimmig wird ein Antrag des Be­richterstatters angenommen, wonach bei weniger als hunderttausend Mark Vermögen ober zehntau­send Mark Einkommen für jedes dritte und folgende minderjährige Kind eine Ermäßigung des Beitrages um fünf vom Hundert vorgesehen wird.

Es folgt die wichtige Frage der

Schätzung von Grundstücken

Bei land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken ist nach dem Entwurf der Regierung der Ertragswert zugrunde zu legen mit dem F ünfundzwan zigfachen des Ertrages. In der ersten Lesung des Ausschusses ist der fünfundzwanzigfache Ertrag durch den Zwanzigfachen ersetzt worden. Ein Antrag Goth ein, neben dem Ertragswert den Verkaufswert und die Pacht oder Mieivreiie zu berücksichtigen, die sich für Grundstücke gleicher Art nach dein Durchschnitt der letzten fünf Jahre er­mitteln lassen, wird gegen die Volkspartei abgelehnt. Mit dem Zentrum jinb .bie Sozialdemokrarü erhob gegen den Antrag auch der S ch a tz s e k r e t ä r Einspruch, obwohl in ihm ein richtiger Kern stecke, der aber in einer Formulierung nicht zum Ausdruck zu bringen sei.

Der Abg. Schiffer beantragt die Wiederherstellung des F ü n f u n d z w a n z i g f a ch e n des Reinertrags, den die land - und forstwirtschaftlichen G r u n d It ü rf e nach ihrer wirtschaftlichen Bestimmung bei ordnungsmästiger Bewirt fdwiuitg mir entlohnten 'remden ArbeitSkr äftc n nachhaltig gewähren können, wobei neben den: Ertrag auch die Ver- wrrtbarkeit eines Jagdrcchts zu berücksichtigen ist. Bei be­bauten Grundstücken, die Wo dn zwecken oder gewerb­lichen Zwecken zu dienen bestimmt sind, gilt als Ertragswert das F ü nsu n d z wa n z i g fächc des Miet- oder Pachtvertrages, der in den letzten drei Jahren tm Durchschnitt erzielt worden ist oder im fs-nllc der Vermietung oder Verpachtung hätte erzielt werden können, nach Abzug von einem Fünftel und Instand hältnngskosten.oder von dem als erforderlich nachgewieienen höheren Betrag für Nebenleiftungen und Jnstandhaltungskosten ohne Rück­sicht darauf, ob die hierzu notwendigen Arbeiten von hem Steuer­schuldner selbst oder durch entlohnte fremde Arbeitskräfte geleistet worden sind In allen Fällen kann der Beitrags v s l i ch 11 g e v e r l a n g e n , b a F. sta11des Ertrags Werts ber gemeine Wert ber Veranlagung zugrunde gelegt wird. Tieses Recht erlischt, roemtn es nicht ipateitens bis zum Ablaus von zn>ei Wochen nach Zustellung des Veran­lagungsbescheides geltend gemacht wird. .....

Das Wesentliche dieses Antrags Lrchitter nt neben Berücksichtigung der verschiedenen in der ersten Lesung am Ent­wurf geänderten Verbesserungswünfche, die WiebcrHerstellung . e^> F ü n fundz w anzigfa ch e n des Ertragswerts und bie M og - lichkeit für jeden Beitragspflichtigen, binnen zwei rochen nach Zustellung der Veranlagung statt des E r tr a g s w e r t v den gemeinen Wert zugrunde -,u legen.

Tie Konservativen beantragen gegen den Antrag Schiffer die Bestätigung des Beschlusses erster Le,ung mit dem Zwanzigfachen des Ertraaswerte^. ..

Ministerialdirektor Hoffmann gibt feine Zufnmmung zur Öereinziehung der gärtnerischen Betriebe.

Die Abstimmung ergibt mit grotzer Mehrheit die Ein­fügung der Gärtnerei'n. Die Verwertbarkeit der tW*em ber Jagd wird gegen die Konservativen onsenoimnen. Da- 20fache des

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Arbeiterhewcgung.

Liberale Ar be i t n e h rn e r b e we g u n g. A>n Sams­tag, 6. September d. I., hält der R e i ch s v e r e i u d e r lil>e- r a l e n Arbeiter unb Angestellten seinen ersten Tel> ^iertentag Zn Halle a. S. ab. Im Anscknust daran sendet dann am Sonntag, 7. September, die zweite R e i ch s i o n f e r e n z der libe­ralen Arbeiter und Angestellten statt. Nach den n.'uesten Ver­öffentlichungen des Hauprvontandes verfügt der vor erst neun B!o- naten gegründete Reichsverein bereite über 61 Ortsgruppen und viele Ciuzetmitglieder. Der Tagesordnung zum Telegierientag^ eiitnehmen wir folgendes: Geschäftsbericht ^-r. Wilhelm, Kassen­bericht M. Schumacher. Tie innere Organisation und Werbe­arbeit des Reichsvereins .Ehr. Tischendörier, Anträge, Wahlen, Ver'chiedenes. Tie Tagesordnung zur Reichskonseren; enthält: Politische und^ kulrurelle Ausgaben des Liberalismus Arbeu-'r- sekretar I. Fischer-Heilbronn, Landtagsabg. . 6Kos'.grundbe''itz und soziale Frage Privatdozent Dr. Franz Ovvenheiwer-Berlin -. Die lit.-rale Arbeitnehmerschafr im Kampfe des öffentlichen Lebens Arbeitersekretär Anton Erkelenz,.

politifc^c Trrgesscharr.

Eine Erklärung der Welsenparlei.

Frhr. v. Lrcheele-Schelenburg veröffentlicht in dem ^Hauptorgan der Deutsch-Honnoveraner, derDeutschen -Voirszenung", unter dem 23. Juni sollende Erklärung- dem, am 19. Juni Mr Beröffentlichu.na ge­langten schreiben des Prüfen Ernst August, Herzog zu Braunm>weig-Lüneburg, ist ein staatsrechtlicher Sr * cht ch? hannoverschenRechtc deswel- i1 l.chen Fürstenhauses nicht enthalten. Es entfällt somit für bie deutsch hannoversche Partei jeder Grund zur Beunruhigung. Sie ist sich ,edvch der Bei- Pflichtung voll bewußt, welche eine etwaige Thron­besteigung des Prinzen in Braunschweig ihr auf­erlegen wird. Sie wird durckxius den Erwartungen cut- spreck>en, welche der Herzog von Cumberland, Herzog zu Braiinfchn>eig-Lüneburg, in einem Briefe an das herzog­lich braum'chweigiscl>e Siaalsministerium vom 15. Tezem ber 1906 zum Ausdruck brachte, in dem er die feste Zu­versicht aussprach, dast die Hannoveraner alles unter­lassen würden, was geeignet sei, die Stellung seines Sohnes als »erzog von BraunsckMeig zu erscmveren."

Gar keine Erklärung wäre für die Interessen des kPrinzen Ernst August besser gewesen, als diese Bekundung, Lie aufs neue zur Waclstamkeit gegenüber den welfisck?n Afpivationen aufruft.

Aus Stadt uns fand«

Giesten, 24. Juni 1913.

2lkademifcheS Turn- und Sportfest.

Ter Wormser Fußball- unb Lawn Tennis-Klub unb der Tarrn« Itäbtcr Hockenklub »vollen gelegentlich des alaocm. Sportfestes in Gienen am Samstag, 28. Juni, nachmittags 3 Uhr, aus dem Platz des Sportvereins von 1900 ein Hocke » spiel verschallen.

Nacktem man auch in Giesten infolge der anerfenncnviven it Bemühungen des afnb. Lehrkörpers unb auch bei Sludeiuemch-.nt Sport allgemeiner zu pflegen anfängt, ivill man erfreulich-wwei»» auch die Einführung diefer sehr geeigneten Sponart nähe' treten.

Gerade in i>er^ Studentenschaft hat das Hockeyspiel viel eln- klang gefunden. Jir einer ganzen Reil>e von Universitälsstädter bestehen bereits Hockenklubs. Seit 1911 werden unter Maoemft rn HockenmeiüerschaftSspiele ausgetragen. Hocken ist in Teittichlore ent seit 1890 eingeführt worden, hat sich aber sehr schnell ver­breitet und andere Rasensportarten verdrängt. Es mag dies bar.in liegen, bast das Hockensviel mehr körperliche Gewanoh.'tt nno eine vielseitigere körperlich? Betätigung als andere Rasmspiele erfordert, dazu iid-rcn Blick unb rasche Entfchlossenh.n. Tie unbcbingtc Gefahrlosigkeit macht bas Hocken ;,um Tamenip, I sehr geeignet. In fast allen grösteren Städten bestehen Tamenh.'i :n- klubs. Auch in Marineschulen, Kadeltenanstalten und zahlreichen loljeren Schulen ist Hockey mit durchweg gutem Erfolg eingesuhrl worden.

.Hocken hat sehr viel Aehnlichkeit mit Tennis. Namentlich bi? sog. Stacktechnik, die An des Schlagens, erinnert sehr an Tennis: während die Art der Aumellung und die Zahl der Spieler oie al ei che ist, wie bet Fußball. Ein Ball von der Gröhe eui's Tennisballs! aus gepreftem Kork nut Gummihülle wirb mit einem am unteren Enbe gebogenen Schläger über das Spielselo trieben. Tie Parteien ^sind bemtihr, den Ball in das teinblich; Tor au schlagen. Das Tor ist nur gültig, »penn ber Ball inner­halb eines Umkreises^von 16 Metern in das Tor geschlagen wird. Ein Ausholen beim Schlag über Schulterhöh? ist wegen der damit verbundenen Gefahr streng verboten. Nicht geringe Schwiertgt t in acht das Abfangen des rollenden Balles mit dem schmaler Schlager. Wenn es auch gestattet ist, mit Fast und Hand den Ball anzuhalken, ohne dabei vorwärts zu ftop.cn, so bietet doch das Anoalten mit dem Schläger viel Vorteile. Es bringt eine viel größere Lebhaftigkeit^ und Beweglichleit ins Spiel. Räber auf Einzelheiten der Spielregeln hier cinzugehcm, würde zu weit führen.

Tie Zeit, in der Hocken gespielt wird, iit Anfang Oktober bis Ostern. Es geht auch hieraus hervor, dast Hockeo eine gute Ergänzung für den Tennisspieler bietet, der doch im Herbst, Winter unb Frühjahr pausieren must.

Tattächlich ftnoet man in neuem Zeit vielfach Anglicberunq bes Hockey an Tennis. Für den Winter iommt Dann sctliestlich Eishockey in Betracht, vom Land bocken nur in wenigem unter­schieden. Eis bocken liepe »ich gerade in Giesten mit seinen sehr guten Eisverhältnissen sicher mit Lei:em Erfolg einführen.

Hoffentlich gibt das Spie! am J. Sportfest Anregung dazu, )cn Hockenfport auch in Giesten in weitere Kreise einzuführew unter recht reger Beteiligung der Studentenschaft.

*

lieber bie diesjährigen Truppenübung en der hessischen Division können wir noch folgende genauere Angaben nachtragen: Tie Traaoner-Regimenler Nr. 23 unb 24 haben ihre Neaimentsi'lbungen abge..a(len uom 20, Mai bis 18. Juni. Tie weiteren Regimentsübungen werden Kattfuiben beim Jnf.-Negk. 9lr. 115 vorn 21. bis 27. August l ei Elm (Sir. Schlüchtern), beim Inf. - Negt. 911. 116 vom 21. bis 27. Auquü bei S ch l ü ch t e rn, beim Inf.-Regt. Nr. 168 vom 18. b;5 27. ?lugnst cbc vaflä bet Schlüchtern, beim Inf.-Regt. Nr. 117 vorn 22. bis 29. August bet Wittgeuborn (Kreis Gelnhausen, teim Jn'.-Regt. Nr. 118 vom 22. bis 29. August bei Birsleni ir. föeluhnn'cu , beim ^eld-Art.- Regt. Nr. 25 vom 23. bis 29. August bei Äircl)brad)t (Kr. Lelu-

, 80-100 000

v 100-200 000

200500 000

mehr als 500 000

. Ein Regierung s Vertreter macht Mitteilung über die Schätzung der durch diese Staffelung sich ergebenden Erträge.

Ein Volksparteiler hält zwar den ursprünglichen Weg der Kapitalisierung des Einkommens iür zweckmasftg und gang­bar, aber seine Partei stimme dock) dem neuen Antrag zu. Er­wägenswert wäre, das Kavitalein kommen nach dem wirklichen Ertrag her a!n z u z i eh en.

Tic Abstimmung ergibt die Annahme der Wcstarp- schen e t a f r c (u n g. Nach beit Anträgen bes Berichterstatters wird weiter in den Aussührungsbefttrnmungen di? Voraussetzung einer Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse bei der Per-

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Ludwig'

von Döbeln, SItttiouitnm übetnebme cinnel. Skbciirr, sowie idmtl. Schreinerarki! in und auüer dem w F. Wiedme^er, Ludwigsvlatz II.

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An- u. 'Lerkaui flCtrcgtBcr stlcidcr und Stbuhc n)

3®eite$ Blatt 165. Zahrgang

Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. <

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefjen