^Bnrbeed, Walentin Piesautz, Sabastian Kastner, Michel Pctrovic, .John Wabbomecky, Juhann .Kipper, Adolf Mofrcscik, Heinrich 'Schpnk, Otto Kotvoll, Salomon Pchsler, David Karvaisky, Zul -man $reftm<mg, Utzig Gatz, Taveid Milstein, Rüper äahan, Demrttr Vcntille, (George Techilikaj, Pinchlus Rabinvvic. Marko Misevic, Edward Lloyd, ziveiter Offizier, Walter Dusselmann, ''dritter Offizier, Alfred Bintsch, dritter Maschinist, Viktor Gober ftrtmr, Bovtmann, August fialhing, Zimmermann, Frank Gunfen, Proviantmeister, Rullie Reiservitz, zweiter Steward, Robert Schlie- witz, Koch, Jacobus Williges, Barbier, Exter Tun, Aufwärter, Jakobus Jan, Friedrich Heberte, Aufwäscher, Marimilian Fischer, Aufwäfcher, Wladislaus Kwasgierski, Aufwäscher, Sigard Ohlsen, Matrose, Albert Jurgzvirt, J^rdinand Pershon, Heizer, Al fred Braun, Heizer, Paul Lebrecht, Heizer, Sam Rudolf, Heizer, John Turns, Heizer, Reediweicl, Heizer, Ahmend Madaiiiasme, Heizer.
„£ 2"
Friedrichshafen, 20. Okt. Bon den vier Opfern des Luftschiffungliüks, die der Luftschiffbau Zeppelin zu beklagen hat, werden auf Wunsch des Grafen Zeppelin drei auf dem hiesigen Friedhof beerdigt: Ingenieur Schule und die Monteure Bauer und Hohenstein. Kapitän Glund wird auf Wunsch seiner Gattin in seinem Heimatsort Bremen beigesetzt. Die Leichen werden hier in der großen Luftschiffhalle aufgebahrt, worauf eine Gedächtnisfeier der Beamten und Arbeiter stattfindet.
Die Beerdigung der Verunglückten.
Berlin, 20. Okt. Ein langer, stiller Trauerzng bewegte sich heute abend gegen 7 Uhr unter großer Anteilnahme der Berliner Bevölkerung vom Garnisonlazarett 2 in Tempelhof nach der neuen evangelischen Garnisonkirche am Kaiser-Friedrich-Platz. 23 Wagen trugen die 23 Opfer der furchtbaren Luftschiffkatastrophe in Johannesthal. Voran marschierten Mannschaften der 1. Eisenbahnbrigade und Seesoldaten. Jeden Wagen begleitet- ein Unteroffizier und 8 Mann des 2. Eisenbahnregiments. Den Schluß bil- daten 40 Mann der Marineluftschiffabteilung. Im Krankensaal des Lazaretts stellten Marineluftschiffer die Ehrenwache: sie halten auch die Totenwache in der Kirche. Die ehemaligen drei Angehörigen der Zeppelinwerft, die bei der Lnftschiffkatastrophe ebenfalls ihr Leben verloren hatten, treten morgen ihre letzte Fahrt na chFriedrichshafen an. Die irdische Hülle des Kapitäns Glund wurde heute mittag nach Bremen übergeführt. Prinz Adalbert von Preußen machte bereits am Samstag den Toten einen stillen Besuch. Morgen mittag wird in der Garnisonkirche in Anwesenheit des Kaisers eine große Traucrfeier veranstaltet.
Zeppelins Nachruf.
Friedrichshafen, 20. Okt. Gras Zeppelin hat den bei der Katastrophe des „L. 2" Verunglückten einen Nachruf gewidmet, in dem es heißt: „Ich weiß, daß alle Angehörigen des Luftschiffbaus Zeppelin meinen Schmerz um die Kameraden, die als Opfer ihrer Pflichttreue im Dienste uns-erer dem Vaterlande geweihten Sache ihr Leben gelassen, von Herzen teilen, aber auch mit mir entschlossen find, das Andenken dieser Getreuen am .Höchsten zu ehren, indem wir doch in unentwegter glaubensfrohcr Weiterarbeit noch größere Sicherheit für unsre Luftschiffe schaffen, damit das Todesopfer der einzelnen für viele zur Wahrung des Lebens werde.
An- Stadt nnd Land.
Gießen, 21. Oktober 1913.
*• Der Kampf uin die Rathausfrage, der in der letzten Sitzung der Stadtverordneten die Gemüter erregte, hat bekanntlich aus allen Seiten lebhaftes Interesse wachgerufen. Im Hinblick auf das lebhafte Für und Wider bringen wir unseren Lesern noch nachträglich das auSiübr- lichc Ergebnis der namentlichen Abstimmung zur Kenntms. Wie wir schon berichteten, stimmten für den Antrag auf Verlegung des Rathauses nach der alten Klinik 12 Stadtverordnete, 5 gegen den Antrag und 7 enthielten sich der Stimme. Im einzelnen stimmten für den Antrag:
die Stadtverordneten W i n n, Vetters, U r ft a t> t, Plank, Leib, Krumm, Habenicht, Eichenauer, Ebel, Beigeordneter G r ü newald, Beigeordneter Keller und Oberbürgermeister Mecum;
gegen den Antrag:
die Stadtverordneten Petri, Löber, Jann, Friedberger und Faber;
der Stimme enthielten sich:
die Stadtverordneten Sommer, Schafistädt, Huhn Helm, Helfrich, Heichelheim und Beigeordneter E m meli u s.
♦* Wissenschaftliche Höhenfahrt. Nachträglich wird zu der Hochfahrt der Herren Peppler und Stuchtep bekannt, daß das Erreichen einer wesentlich größeren Höhe im Interesse der Messungen beabsichtigt war, infolge Undichtigkeiten des Ballons aber nicht gelang. Schon der Aufstieg erfolgte sehr unregelmäßig und erforderte unverhältnismäßig große Ballastopfer. Bei 300 Meter wurde die Wolkenoberfläche erreicht. In 7000 Meter Höhe hörte man ein sausendes Geräusch in lder Ballonhülle, das möglicherweise durch ausströmendes Gas verursacht wurde. Der Abstieg erfolgte unvermittelt und sehr rasch. In knapp 20 Minuten wurde die Strecke von 8100 Metern bis nahe Erde durchfallen. In 400 Meter Höhe wurde der Ballon durch Abgabe allen Ballastes nach Möglichkeit abgcbremst. Bei der Schnelligkeit des Abstiegs blieb keine Zeit zum Verpacken der Instrumente. Trotzdem blieben die Apparate unversehrt. Beim Versuch, die Sauerstoffstahlflaschen rasch zu entleeren, fror durch die plötzliche Entspannung des Gases eine Flasche zu, so daß mit nicht entleerter Sauerstoffflasche gelandet werden mußte.
** Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlungen. Tie vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen haben sich seit der letzten Mitteilung erfreulich vermehrt. Auf der Höhe südwestlich von Eberstadt, am Gambachcr Weg, wurde eine große Sie de lu n g aus dem 1. vorchristlichen Jahrhundert festgestellt und mehrere runde Wohngruben noch mit Pfostenlochern durchforscht. Außer Hüttenlehm, Knochen von großen Tieren, Reib- und Mahlsteinen wurden zahlreiche in der Form eigenartige Tongefäße gefunden. Die Verzierungen der Gefäße sind von Franenhänden durch Eindrücken der Fingerspitzen unb -Nägel in schönen Atustern hervorgebracht wor- den. Gleichfalls bei Eberstadt wurde eine römi)dye Villa aus dem 3. Jahrhundert mit Brunnen und Bad aufgedeckt. Man sand hier eine schön verzierte Terra-sigillata-Schale, Amphora, Schlüssel, Eisenteile und Gcfäßschcrben. Tie Villa war auf einer älteren Siedelmrg aufgebaut. Das Landesmuseum überwies als dauernde Leihgabe aus einem röini- chen Sammelfunde in der Gemeinde Ottenau zwei tadel los erhaltene Pfliigscharen und ein Pflugmesser. Aus einem stcinzeitlichen Grabe bei Holzheim wurden eine große Urne
und ein schön geschliffener, durchbohrter Steinhammer freigelegt.
Landkreis Gießen.
Wieseck, 21. Okt. liniere Gemeinde steht im Zeichen der Gemeinderatswahl. Nachdem schon verschiedene Vorversammlungen stattgefunden haben, versammelten sich gestern abend, einer Einladung des Bürgervereins folgend, eine große Anzahl von Bürgern in dem Ziegler schon Saale, um zu der für nächsten Samstag anberaumten Wahl Stellung zu nehmen. Eröfsnet wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden des Bürgervereins, der die Anwesenten aussorderte, sich eine Versammlungsleitung zu wählen, was der Cinsachheic wegen durch Zurus geschah. Schlosser- meister Scherer leite.e dementsprechend die Verhandlungen, die sich bis Mitternacht ausdehnten. Verschiedene Redner übten scharfe Stritif an der Tätigkeit des bisherigen Gemeindevorstands, die darin gipfelte, daß in letzter Zeit manches Unzweckmäßige geschaffen worden sei, und viel Geld hätte gespart werden tonnen. Im Zeitraum weniger Jahre sei die Gemeindesteuer von 108 au' 153 Prozent gestiegen. Tie anwesenden Gemeinderatsmitglieder Weller, Teibel und Luh suchten diese Angriffe zu entkräften, indem sie darauf hinwiesen, daß die .Gemeinde sehr rückständig gewesen sei und das durch die Antisemiten und das Zentrum geschaffene Gemeindeumlagengesetz große Härten aufweise wodurch gerade die .durch Hypotheken belasteten kleinen Hausbesitzer schwer geschädigt würden. In sehr trefsender Weise'entwickelte ein Redner seine Ansichten dahin, daß bei Kommunal wählen die politische Partei ausgeschaltet werden müsse. Es handele sich darum, Männer in den Gemeinderat zu wählen, die den Willen und die Kraft hätten, das Wohl der Gemeinde zu fördern. Dagegen aber verwahrten sich ganz entschieden die zahlreich anwesenden Sozialdemokraten, die durch verschiedene Redner geltend machten, daß die Politik bei der Gemeinderatswahl wie überhaupt bei der Vertretung der Gemeindeinteressen notwendig sei. Andrerseits wurde aber auch behauptet, nicht der Gemeinderat, sondern die Behörde trage die Politik in die Beratungen hinein. Als Beweis führte man die Tatsache an, daß das Kreisamt der Gemeinde zugemutet habe, eine Gedächtniseiche zu pflanzen und die Kosten für die Hundertiahrfeier auf die Gemeinde zu übernehmen, was man natürlich abgelehnt habe, eine Tatsache, die indessen sehr zu Ungunüen der ablehenden Herren sprechen dürfte, die damit doch nur beweisen, daß sie den eigentlichen Grund und Charakter dieser Feier vollständig verkennen, denn wenn irgend eine Feier aus demokratischen Grundlagen ruht, so war es die Jahrhundertfeier. Nach vielem Hin- und Herstreiten kam man zu der Ansicht, daß ein Ausgleich der grundsätzlich verschiedenen Anschauungen unmöglich ist. So wird der bürgerliche Wallzettel dem sozialdemokratischen gegenüberstehen. Vielleicht kommt doch einmal die Zeit, daß man bei der Ausstellung der Kandidaten für die Gemeindevertretung mehr die wirtschaftlichen Interessengruppen ins Auge faßt und nicht die einseitig politischen. Es nnirbe dieses Vena hi en die Ruhe und den Frieden der Gemeinde sicher heben. Vorl"nfig abc*- scheint man sich nicht auf einen solchen Standpunkt erheben zu können.
Londorf. 20. Okt. Am Nachmittag sand dke Gemeinderatswahl statt Es wurden gewählt: Peter Pfeiff mit 59 Stimmen, Heinrich Reitz II. mit 56 Stimmen, Wilh. Tietz II. mit 54 Stimmen.
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 20. Okt. Seit acht Tagen hot die Kampagne ans der hiesigen Zuckerfabrik Wette rau begonnen. Etwa 200 Arbeiter sind beschäftigt. Durch die Neuanschaffung von Maschinen geht die Bereitung des Rohzuckers nun rascher von statten. In diesem Sommer mürben Geleise nach dem neuen GüterbaHichof mit verdeckten Hallen erbaut. Tie Arbeiten der Zuckerbereitung werden bis zum Anfang detz Jahres 1914 dauern. — Der hiesige Herbst- Vferdemarkt hat schon heute begonnen. Einzelne Verkäufe mürben schon abgeschlossen.
Hessen-Nassau.
h. Frankfurt a. M., 19. Oft. Der Verein für Handluiigskom mi8 von 1 858 sprach sich auf seiner Generalversammlung in einer einstimmig gefaßten Entschließung gegen die Zulassung verabschiedeter Offiziere in den Handels- und Gewerbestaud mit großer Entschiedenheit aus, da er eine weitere Verminderung der Angestelltcn- gehälter befürchtet und die Möglichkeit, in leitende Stellungen zu gelangen, durch das Streben der Offiziere, diese Posten emzunehmen, sehr behindert wird.
X. Bad Orb, 18. Okt. Die Stadtverordneten haben in ihrer gestrigen nichtöff ntlichen Sitzung dem Ver- tragsabseblusse über den Verkgnf städtischen Waldgebiets für Zwecke der Errichtung eines Truppenübungsplatzes für das 18. Armeekorps zugestimmt. Die Stadt Bad Orb erhält als Kaufpreis 2 570 OOo Mk. — lieber die Arbeiten zur Anlegung des Truppenübungsplatzes ist zu berichten, daß seit einigen Tagen Techniker dabei sind, Vermessungsarbeiten zur Anlage einer Förderbahn durch das Haseltal nach dem llebungsplatze auszunchrcn.
Mniver58täts*2Iacbricbten.
— Gin i' i t e i a t u r iu i i i e n {eh a f 111 cb e 5 Seminar trlt als staatliche Einrichtung mit Beginn dieses Wintersemesters on Oer Universität Kiel ins Leben. 'Mit der Tirettion ist Pro- lessor Dr. Eugen Wolki betraut Damit ist zum erstenmal an einer preumscben Universität der Literaturgeschichte ein selbständiges Jnstitnt ciitgeiäumt, zum erstenmal auch die Theoterwissenschast ausdrücklich in den amtlichen Lehrbetrieb der Universität aui- genonunen
Ernannt wurde der außerordentliche Vrosessor Dr. 9Ubert Brackma n n in Mai bürg zum ordentlichen Pro'essor stir mittlere und neuere Geschichte an der Universität Königsberg i. Pr. als Aacisiolger von Professor Wermmcchosf.
— Der Privatdozent an der Leipziger Universi'ät Dr. jar Walter Iellinek hat einen Rui zum miBcrorbcntliclicn Pro'eisor nu$ den Lehrstuhl für öffentliches Recht in Kiel als Nachfolger von Professor H. G:nelin erhalten.
- Prozessor Dr. Hans lleberSberger in Wien, der eine Berufung als außerordentlicher Professor für osteuropäische Geschichte und Landeskunde an die Berliner Universität erhalten hat, wird dem Rule keine Folge leisten.
Ln-t-chi -fahrt.
Scbneidemühl, 20. Okt. T e r c r ft c Flugstützpunkt des Oft en 5 wie überhaupt Preußens ist heute in Anwesenheit des Präsidenten des Deutschen Flugverbandes, Herzogs Ernst Günther zu Schleswig-Holstein, in Gegenwart der Spitzen der Be Hörden und zahlreicher Ehrengäste feierlich eröffnet. Auf die Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Dr. Ztrausc-Schneidc- mübl erwiderte Herzog Ernst Günther. Nach dem Rundgang, der sich der Feier angeschlossen hatte, folgte das Festmahl, das die Stadt zu Ehren des Herzogs und der anwesenden Ehrengäste gab.
Gerichts-aal.
Frankfurt a. M, 20. Okt. Der Taglöbner Max^Schrenf- mel, der am 31. August an einem Sonntag abend in der Trunkenheit seine zank- und trunksüchtige Frau nach norangegangenem Streite mit einem dolchartiyen Briesösiner erstocken hatte, mürbe von den Geschworenen freigcsprochen.
vermischtes.
* P e st c pide m ie. Aus Nvwotscherkask 20. Okt, wird gemeldet: In dem Vorort Nowopetrowsk ist eine Pestevidemie ausgcbrochen, die bisher 11 Todesopfer gefordert hat. Tie Lage ist ernst.
* Eisenbahnunfall. Aus Hagen i. W., 20. Oktober, wird gemeldet: Gestern nachmittag entgleiste auf ber Strecke Hagen—Dortmunb auf bem Bahnhof Vorsclbe ber um 2.52 Uhr vpn Hagen abgefahrene Eilzug 153 aus unbekannter Urfache. Tie Maschine unb der Gepäckwagen sielen um. Ein Personenwagen grub sich in bic Erbe. Ter Lokomotivführer würbe schwer verletzt. Ter Heizer würbe getötet. Mehrere Reiscnbc unb ber Zugführer wurden leicht verletzt.
Eingesandt.
.Für Form unb Inhalt aller unter Dieier Rubrik ftehenben Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Turch den Beschluß ber Stadtverordnetenversammlung, Donnerstag ben 16. bs. Mts., ist bie Frage ber Verlegung ber Bürgermeisterei nach ber alten Klinik wieder atut geworben. Ich möchte nun Weber ben Verbleib ber stäbtischen 21 ernt er in dem jetzigen Gebäude, noch bereu Verlegung nach ber alten Klinik befürworten, sonbern ein drittes Projekt in Vorschlag bringen, das meines Erachtens einiger Erwägung wert ist und vor allem auch den Gegnern der Verlegung ber Bürgermeisterei in bic alte Klinik gerecht werden würbe. Mein Vorschlag geht dahin, das jetzige Kliniksgeläude als Bauplätze zu verwerten. Der vierte Teil dieses Erlöses würde genügen, um vom Staate bie jetzige Universitätsreitbahn auf dem Brandplatz zu erwerben. Mit dem .übrigen Gelbe könnten bic angrenzenden Grunbstücke, bie evtl, noch nötig wären, zum Teil sehr billig erworben werden unb hier müßte im Zentrum ber Stabt, in freier, schöner und ruhiger Lage unsere neue Bürgermeisterei errichtet werden.
Hand in Hand hiermit ginge bic Verwirklichung eines weiteren Planes, ber schon lange der Wunsch vieler Einwohner und eines großen Jnteressenkreises, besonders auch unserer Universität, ist. Dies wäre bie Errichtung einer neuzeitlichen gebockten unb offenen Reitbahn an der Peripherie .unserer Stabt, vielleicht auf dem Gelände zwischen Mollkestraße und Philosoplienwald. Hiermit wäre dann auch Der An saug gemacht zu ber Anlage eines großen Sportplatzes, ber unserer Jugend Gelegenheit geben soll, sich in den mannigsachen Arten des Sportes ben Körper für spätere Zeiten zu stählen. /
Ta bie Kosten für den Erwerb von Grunb unb Boben bes Geländes am Branbvlatz, wie schon oben erwähnt, burd) ben Berkaus bes §lten Klinikgelänbes mehr als gebeckt würben, so könnte hier für bie selben Summen, bie nötig sinb bie heutige, Bürgermeisterei zu vergrößern ober bic alte Klinik um zubau en, ein vollstänbig neues Gebäube errichtet werden. Seiner schönen freien Sage unb feiner historischen Umgebung ongevaßt, würbe dieses neue Rathaus, trotz geringer erforderlicher Kosten eine Sehenswürdigkeit .unseres Städtchens werben. N. E.
Das Rnmvsvarlament, b. h. bie auf 24 Anwesende zusammen- geschmolzene Stadtverordnetenversammlung, hat seine Wähler mit einem an Tragweite unb Bedeutung in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Zahl stehenden, folgenschweren Beschluß überrascht. Ueber- rascht insofern, als man angesichts ber geringen Anzahl ber Ducch- Peitscher unb ber bevorstehenben Neuwahlen ohne weiteres an- nehmen bürste, bic nur aus ganzen 12 Zustiinmeitbeu bestehenbe scheinbare Mehrheit bes bczimicrtcn Kollegiums hätte es für taktvoll befunben, bie Entschcibung ben neu zu erwählenben Aedilen zu überlassen.
Daß bies nicht geschehen ist, beweist bas wohlbegrünbete Mißtrauen, ober bcutsch gesagt: bas augenfällige böse Gewissen, mit bem man ben Neuwahlen entgegen geht. Die Presscanbeutung, baß man bic Rathausfragc nicht zum Streitgegenstand im kommenben Wahlkampf machen wolle, ist ein bezcichncnbes Gestänbnis unb läßt lies blicken, um mit Labor zu reben. Allein bieser Wille, so burchsichtig er auch ist, überschreitet bic Kompetenz seiner Träger unb ruft ben berechtigten Unwillen ber burch bie bauernbe Verschiebung bes Schwerpunktes ber Stabt auf bas schwerste ge- schäbigten Bürger, Geschästsleute unb Hausbesitzer hervor.
Ein burd) 1400 Gegenunterschriften verurteiltes, nur wenigen, bicsen allerbings sehr nützliches, für bie Mehrheit ber Steuer- unb Hypothekenzinsenzahler aber gerabezu verhängnisvolles, von ber öffentlichen Meinung gebranbmarktes Projekt, kann nicht am Vorabenb ber Neuwahlen einer Oktroyierung burch 12 Stabtverorb- nctc unterliegen.
Gin Bolksgericht möge entscheiden!
Sind bie Nerven krank unb matt, bann ist es auch ber ganze Körper. Es ist baher burchaus verkehrt, wenn ganz einseitig nur auf bie Pflege ber Muskeln allein Wert gelegt wirb, währenb man ber Pflege ber Nerven nur geringe Aufmerksamkeit schenkt. Die rationelle Pflege bes Körpers unb ber Nerven besteht in erster Linie in zweckmäßiger Ernährung, bas heißt, einmal in bem Ersatz ber verbrauchten Nervensubstanz, bes Lecithins, unb ferner in ber allgemeinen Kräftigung des Organismus burd) bie entsprechenben Nährstoffe. Ein Nährpräparat, bas bicsen Ansorberungen in ibealer Weise entspricht, ist bas Biocitin, weil es außer seinem hohen Gehalt art physiologisch reinem Lecithin, hergestellt nach bem patentierten Berühren bes Herrn Professor Tr. Habermann, auch noch anbcrc wertvolle Nähr stosse in konzentrierter Form enthält. Erhältlich in Apotheken unb Drogerien. Die Biocitin-Fabrik Berlin 8. 61 senbet Interessenten gern gratis ein Geschmacksmuster broie eine Broschüre über rationelle Nervenpflege. ss17/io
Georg A.Jasmatzi AG. Dresden Grösste deuhsche Cigaretfenfabrik
ww®1®
Cigarette
Beste
„ Unsere Marine"


