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ran! en liefern systematisch nach dem Auslände ihre Prooüktej gleichviel nb sie später zur Tötung des deutschen Volkes dienen sollen. Da, Drllinger Werk, etn Besitz der Stummschen Erben oder oes Generals v. Schchubert, gehört zum großen Teil dem französischen Ltupital, und in ihren Generalversammlungen wird die Sprache des französischen Erbfeindes angewendet.
Die Firma F. »cdrich Krupp in Essen unterhielt in Berlin bis vor wenigen Wollen einen Agenten namens Frank, einen früheren Feuerwerker, der den Auftrag hatte, die Kanzleibeamten der -es- und Akarineverwaltung zu bestechen, um geheime Schriftstücke zu erhalten, deren Inhalt die Firma interessierte. Sie wollte so in den Besitz m i l i t ä r i s ch'e r G,c h e i Ri n i s s e gelangen und der Konkurrenz zuvorkommen. eser Zustand bestand seit Jahren. Bei einem Herrn v. Dewitz, ci■z'y ijobei'. Beamten der ^kruppschen Werke, liegen oder lagen dirch Gjcchinbci.;uiic deutscher Behörden. Ich habe nicht eher gesproßen, befürchten Ivar, daß die Firma dank ihren großen Mitteln unbequeme Aktenstücke hätte v er sch w in- d p*n lasse i,v
Der Kriegsminister bat in der Angelegenheit seine Schuldig- l,it getan und eingrgriffcsn, nicht nur gegen Mikitärpersonen, sondern auch gegen Zivilpersonen. Gegen sechs oder fieben Per- fönen. Deren Warnen ich jetzt nicht preisgeben will, schwebt die Voruntersuchung, wenn sie nicht schon abgeschloffen ist Es sind darunter hochgestellte Leute. So ist kein Vorwurf gegen die Mstitärverivaltung zu erheben. Aber derselbe Vorwurf trifft die Firma Krupp toi e d i e Deutschen Munitions - und Waffenfabriken. Schubert iji gleich Stumm, und Stum ist gleich „Post". (Heiter- Icit.) Die „Post", die -in der Marokkozeit den Kaiser so angriff, allerdiim^. ohne verfolgt zu werden, — Sie kennen Sie dochl Und die Postesel (Heiterkeit), Parteigenossen — (schallende Heiter teil), die minutenlag anhält, da der Redner den Grund des Lachens nicht versteht, bis ihn ein Parteigenoffe auf die Anrede aufmerksam macht. — Erneute andauernde Heiterkeit.)
Du-.stclbe gilt auch von der „Nheinisch-Westfälischen Zeitung". Diese Blätter münzen die Zwietracht der Völker zu Gold aus. Die französischen Firmen lverden nicht anständiger sein, als die deutschen und so wird Schneider-Creusot die dortige Hetzpreffe versorgen. Die Militärverwaltung darf mit diesen Firmen keinerlei Beziehungen mehr unterhalten, ob kes Krupp oder die Deutschen Munitionsfabriken sind. Wir wollen auf Reinlichkeit hakten und alles ausschalten, was eine fränbifle Lebensgefahr dqr Völker durch die Rüstungen ist. (Beifall bei den Soz.)
Kriegsminister v. Heeringen:
Ich glaube, daß der Aög. Liebknecht die ganze Angelegenheit sehr wesentlich übertrieben hat, daß er bei unseren deutschen Waffen- und Munitionsfabriken und bei Krupp schwarz in grau gemalt hat. Vielleicht sind diese Fabriken auch für die Ballanwirren verantwortlich! (Lärm b. d. Soz. — Abg. Ledebour: So wichtige Angelegenheiten darf man doch nicht ins Lächeliche ziehen!) Der Abg. Liebknecht wollte mir zwar keinen Vorwur) machen, hat es aber doch getan, indem er sagte, ich hätte die Privatindustrie insofern begünstigt, als ich die Staatsbetriebe eingeschränkt und die Aufträge den Privatfirmen gegeben hätte. W>r sind auf unsere Privatfirmen angewiesen. Wir können in Friedenszeiten nicht soviel Bestände anhäufcn, wie wir in Kriegszeiten gebrauchen. Wir können auch iw Frieden nicht soviel Bestellungen geben, daß die Privatindnstrie leiftungsföchig genug bleibt. Daher ist unsere Privatindustrte auf ausländische Lieferungen angewiesen.
Den Vorteil hiervon haben doch gerade die Klaffen, als deren Vertreter immer die Sc^taldemokraton hierauf stehen. (Unruhe und Lachen bei den Soz.) Die Wien über die deutschen Waffen- und Munitionsfabriken habe ich nicht zur Stelle, die Sache rft schon ehmtai fm Reichstag behandelt worden. Aber so toll, wie der Abg. Liebknecht behauptet hat. wird es wohl nicht sein, ftmft wurde man toi Reichstage energischer vorgegangen sein. (Sehr richtig.! rechts.) Wenn der Redner weiter behauptet hat, daß ich zu Füßen einer Generalstabsrlique läge, so nehme ich das nicht so tragisch. Der Reichskanzler hat schon mitgeteilt, daß bereits im November vorigen Jahres die Einbringung einer Heeresvor- lage beschlossen wurde. Die Anregung' dazu ist von mir ausgegangen. Wenn aber wirklich der Ehest des Generalstabs auf die Heeresvermehrnng gedrungen hätte, so hätte er damit als Be. tatet des Ä« isers mtc seine verdarutte Pflicht, und Schuldigkeit getan.
Ich hatte den Abg. Liebknecht gebeten, die Angelegenheit der Firma Krupp hier nicht zur Sprache zu bringen, weil die Unter- ftrchvng noch nicht abgeschlossen sei. (Widerspruch b. d. Soz.) — DaS Hauptverfahren ist noch nicht eröffnet. Nin unterer Beamter her Firma Krupp hat mehrere Feldwebel und Unteroffiziere und auch einen Beauüen zur Mitteilung von Schriftstücken veranlaßt. Es handelte sich hierbei aber keineswegs um den Verrat militärischer Geheimnisse, die die Sicherheit des Vaterlandes gefährden könnten. Ob das Drektorium der Firma Krupp daran beteiligt ist, steht noch nicht fest. (Zuruf 6. d. Soz.: Immer die Unterbeamten k) Ich möchte aber heute doch feststellen, daß das deutsche Heer und das deutsche Vaterland gerade der Firma Krupp den Ruf seiner Artillerie verdankt. Das muß dankbar anerkannt werden, Ungelöst von dieser Sache. (Beifall.)
Abg. von Putlitz (Kons.):
Die beteiligten Fromen müssen alles tun, um Beamte, die in derartiger Weise vargegaugen sind, von sich abzuschütteln. Wir haben volles Vertrauen zu unserem Ofsizierkorps.
©onnabeuh, 11 Uhr: Weiterberatung.
Erfolglose Riesenausftände.
Der erste arfg*emeine Aus stand wurde 1902 von der Ü e l gif che n ArbEttevschaft z-wrecks Erkämpf ung eines gerechteren Wahlrechts unternourmen. Der innfassendste allgemeine Ausstand aber wur 1909 gerade Wr Reisezeit in Schweden in WstrHcmstkeit, wUrbe mit groster Schonung der öffentlichen DteatsNDtwendigikeiten durchg^efuhrt, endete aber ebenfalls ohne allgemeinen Erfolg der Arbeitnehmer. Ins Riesenhafte gingen von jeher die Streiks in Nordamerika, wo von 1881 bis 1900 nicht weniger als 22 800 Streiks entstanden, von denen 118 000 Betriebe und 6 Millionen Arbeiter betroffen wurden. Die dabei erlittenen Lohn Verluste werden auf 258 Millionen Dollar geschätzt, .nährend 'Ne Arbeitgeber nur um 135 Millionen Dollar geschädigt sein wollen. pennsylvanischen Kohlenarbest- >erstreik feierten 1902 mehr als 300 000 Bergleute und Arbeiter verwandter Gewerbe, und ähnliche Zahlen weist auch der große westfälisch-rheinifche Bergarbeiter streik von 1905 auf, her größfte, den Deutschland je gesehen.
Für Deutschland existiert eine amtliche Statistik der Arbeitsstreitigkeiten erst seit 1. April 1899. Als schlimmstes Fahr ergibt sich aus ihr das Jahr 1905 mit 2657 Streitigkeiten, 18340 betroffenen Betrieben, in denen 965 510 Arbeiter beschäftigt ivaren, 526 810 Streikenden und Aus- gesperrten und 15 754 gezwungenermaß-en Feiernden. Das Fahr 1906 steht aber dagegen nur wenig zurück. Es weist 51)26 Streitigkeiten in 19 026 Betrieben mit 838 988 Arbei fern auf, von denen aber nur 349 327 streikten oder ans- gespcrrt wurden, während 27 088 gezwungen feierten. Tie Fahre wirtschaftlicher Prosperität weisen im allgemeinen die meisten und bedeutendsten Streiks auf, während ihre Zahl und ihr Umfang mit den sinkenden Konjunkturen fällt.
Den ersten großen streik sah Deutschland in den Jahren 1848 und 1849, als Die Buchdrucker, Eisenbahnarbeiter und Maurer -in oett Aus stand traten uni) einen Teil ihrer Forderungen auch wirklich durch-etzten. Tie nächsten Jahrzehnte .verflossen verhältnismäßig ruhig, bis mit der nach dem Deutsch-französischen Kriege beginnenden Gründnnas- äiy* Me diK 1878 .reichende Mriode beMnn^ .in der die
Streiks nach Tausenden zählten. ''Rach kurzer Pause setzten die Streikbewegungen seit 1882 wieder in größerem Umfange ein. In Berlin, wo die bauliche Entwicklung der Bororte begonnen hatte, erlitt das Baugewerbe schwere Schädigungen, als 1889 plötzlich 25 000 Maurer und Zimmerleute, denen sich die Brauereiarbeiter anschlossen, die Arbeit einstellten. Dasselbe Jahr brachte aber auch den ersten deutschen Riesenstreik, Der unter den Arbeitern int rheinisch-westfälischen Kohlenrevier am 8. Mai 1889 ausbrach und .lawinenartig anschwoll, so daß schon 6 Tage später 100 000 Arbeiter feierten, die, als am1 19. Max in Berlin eine Einigung zustande fanr, zwar nicht alles, aber doch einen beträchtlichen Teil ihrer Forderungen durchgesetzt 'hatten. Auch das Jahr 1896 brachte für Deutschland sehr umfangreiche Lohnkämpfe, unter denen besonders der Streik der Konfecktionsar'beiter in Berlin bemerkenswert ist, jweil es sich bei ihm nicht um höhere Lohnsätze, sondern um1 ^Einschränkung des berüchtigten Sweatiugsystems handelte, bei dem sich z-wischen Unternehmer und Arbeiter Mittelspersonen oder Zwischenmeister einschieben, die den Lohnsatz auf das niedrigste Maß, hinabdrücken und die eigentliche Ursache zu übermäßig ausgedehnter Heimarbeit in gesundheitsschädlichen Räumen sind.
^Ueberaus folgenschwer war der im Spätherbst 1896 begonnene bis in den Februar nächsten Jahres reichende Streik der Hamburger Hafenarbeiter. ■ Als Anfang Dezember 17 000 Stauer, Schauerleute, Ewerführer, Getreide- und Kaiarbeiter, Kohlentrimmer, Kesselreitriger, 'Anstreicher, Seeleute und Speicherarbeiter Jet erteil, wurde die Ansammlung von Tausenden wicht zu entladenden Seeschiffen und der von der böhmischen Grenze und aus dem brandenburgischen Kanalnetz herabschwimmenden Binnenfahrzeuge eine Kalamität ersten Ranges. Der Streik endete mit einer Niederlage der Arbeiter, die V/2 Mti.lli.onen Mark Streikunterstützungen verausgabt und beinahe 4 .Millionen Mk. Lohn eingebüßit hatten, während die Unternehmer ihren Schaden (wohl etwas Au hoch) auf 30 bis 40 Millionen Mk. schätzten. Dem Hafenarbeiterstreik folgten andere, das Verkehrswesen betreffende, wie der Ausstand der Angestellten der Großen Elektrischen Straß^enbahn in Berlin vom Mai 1900, der unerträgliche 'Zustände herbeiführte, die Streiks der schweizerischen, österreichischen und ungarischen Eiserv- bahnbediensteten in den Jahren 1897, 1903, 1906 und 1907 und verschiedene Streiks der italienischen Bahn- und TraNto waybediensteten, die in der Lombardei den gesamten Verkehr lahmlegten.
Clauren redivivus.
Tie Jahrhundertfeier von 1813 hat sich äudj in ErnmerUngs- münzen ausgeprägt. Drei Millionen Dreimarkstücke und drei Millionen Zweimarkstücke wurden zu diesem Zwecke von der preußischen Regierung ausgegeben. Tie Vorderseite der Gedenkmünzen, die'män zunächst für eine chinesische Kriegermedaille ansehen möchte, zeigt einen Mler, der eine sich krümtoende Schlange in feinen Fängen hält; die Rückfeite das Relief »der ausziehenden Freiheits- krieger, in einer Anordnung, die zeigt, daß der „Künstler", aus dessen Werkstatt die Prägung hervorging, so wenig von seiner Kunst versteht, wie der Zeichner unserer Reichsbriesmarken; darunter die Worte: „Mit Gott für König und Vaterland" unö darüber die Umschrift: „Der König rief, und alle, alle kamen". Nicht vielen wird es bekannt .sein, daß der Urheber dieses letzter en Satzes ein mit Recht in der Versenkung verschwundener Modeschriftsteller aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts toar: £). Clauren. Eigentlich hieß er Carl Heun, und fein Schrift- stellername ist nichts anderes als ein Anagramm feines wirklichen. Carl Gottlob Samuel Heun würde am 20. März 1771 zu Dobrilugk in der Niederlaip'itz geboren und ist aml 2. August 1854 in Berlin gestorben. Zwisck>en diesen beiden Daten liegt ein sehr bewegtes Leben: demi £)eun mar nicht mir Sekretär und später Assessor bei der Bergtoerks- und Hüttenadmimsttation, sondern auch Verwalter der polnischen Güter des Kanonikus von Treskow, Kompagnon des Leipziger Buchl)ändlers Rein, AngefteNter des Staatskanzlers Hardenberg, Teilnehmer an dem Feldzug von 1813/1814 und dabei Redakteur der „Preußischen Feldzeitung", seit 1820 Schriftleiter der „Preußischen Staatszeitung" und endlich als Geheimer Hofrat bei dem Generalpostamt in Verwendung. Als Novellist ist Heun efftmals während seines Aufenthalts in Polen,, also gleich nach Beginn des 18. Jahrhunderts, ausaetreten. Schon der Erfolg feiner ersten Werke: „Tie graue Stube" und besonders: „Mimili" war außerordentlich und machte den Verfasser schnell zum Massenfabrikanten.
Es war die Zeit, in der Jffland und Kotzebue die Bühne beherrschten: ihnen schlossen sich als entsprechende Gegenstücke auf dem' Gebiet der Novellistik und des Romans der süßlich- lüsterne Clauren und der ttigend- und rührsame August Lafontaine an, und jeder dieser vier Marktbeherrscher hatte ein größeres Lesepublikum als Goethe, Schiller und Lessing damals zusammen. Vergebens wandten sich Einsichtige gegen solche Geschmacksverderbnis, die nicht allein die breite Masse des Volks beherrschte, sondern auch bis zum Throne hinaufftieg. Goethe sagte:
„Sämtliche Künste lernt und treibet der Deutsche: zu jeder „Zeigt er ein schönes Talent, wenn er sie ernstlich ergreift. „Eine Kunst nur treibt er und will sie nicht lernen: die Dichtkunst.
„Tamm pfuscht er auch so: Freunde, wir hoben's erlebt."
P l a t e n schalt in seiner „Verhängnisvollen Gabel" mit unmittelbarer Beziehung auf Clauren:
„Mittelmjäß'gem klatscht ihr Beifall, duldet das Erhabne bloß „Und verbrnnet fast schon alles, was nicht ganz gedankenlos. ,^Ia, in einer Stadt des Nordens, die so manches Uebels Quell, „Preist man Claurens Mbernheiten und verbietet Wilhelm Teil!"
Bekannt ist, daß Wilhelto Hauff in seinem „Manu im Monde" 1826 eine Parodie auf die Mackyverke Claurens geliefert hat, wiewohl Gutzkow berichtet, die satirische Wendung sei erst nachträglich aus seinen Rat erfolgt und ursprünglich fei Hauff eben auch in den Bahnen des vielbeliebten Modefchriststellers gewandelt. Mer schließlich ist die Nation dieser stacken Wiedergabe der Gemeinheit des Mltags uni) dieser widerlichen Vermischung von Lüsternheit und Gefühlsseligkeit doch satt geworden und die 25 großen Bände Der „Gesammelten Schriften" H. Claurens sind in wohlverdiente Vergessenheit geraten. Dagegen hat sich der oft zitierte Anfang seines Liedes: „Ter König rief, und alle, alle kamen" aus der Zeit der Freiheitskriege (der erste Tmck trägt das Datum: „Gnadensrei, den 24. Juni 1813") als geflügeltes Wort erhalten und ist nun — ob in seinem Ursprung den maßgebenden Kreisen bewußt? — die Devise der herrlichen preußischen Erinnerungsmünzen geworden. K-K.
Vernrischtes.
* D e r k l u g e H u n d v o n M a n n h e i m. Aus Mannheim, 10. April, wird uns geschrieben: Der sprechende „Ton" und die rechnenden Pferde des Herrn Krall in Elberfeld haben einen Konkurrenten erhalten: den klugen Hund von Mannheim, über ben in der letzten Sitzung des Naturwissenschaftlichen Vereins in Karlsruhe Tr. Wilser > Heidelberg) verschiedene interessante Mitteilungen machte. Der Hund, ein kleiner Terrier, gehört einer Tante, die wegen eines Leidens an das Haus gefesselt ist und sich datier viel mit dem Tiere abgegeben hat. Rolf, so heißt- das Tierchen, bedient sich zur Verständigung einer Buch ftabicrtafcL Jeder Buchstabe weist eine Zahl aus, und durch eine gewisse ZahlZ.wn Schlägen mir der Pfote gibt der Hund den Buä.staben an. Für Worte, die öfter wieder kehren, wie ja und nein, sind zwischen Rolj und seiner Herrin, der Abkürzung halber, bestimmte Zahlen gewissermaßen „verabredet". Rolf zählt auch Münzen und vermag ihren Mert anzugeben. Mit etwas Miß
trauen wird mau sreilich die Behauptung aufnehmen, daß btt kluge Hund auch Quadrat- und Kubikwurzeln ausziehen kann, genau wie die Elberfelder Pferde. Taff der Hund beim Abschied des „Prüfers" sehr schnell „Adieu" buchstabierte, braucht weiter nicht verwunderlich zu erscheinen; er war jedenfalls froh, den Ausfrager mit seinen schwierigen Rechenaufgaben wieder los zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob nicht auch der kluge Hund von Mcannheito! balc> in das Nichts versinkt, das' jeftt wieder den gefeierten „Don" umgibt.
* Vorsichtig. „Essen Sie nur langsam," rät Willi deut Herrn Pastor, der als Ehrengast am Mittagsmahl der Fanülie teilnimmt, „Mama gibt nie mehr wie rin Stück Kuchen."
Märkte.
F.C. Wiesbaden. Viehhol -Mark tbe r icht vom 18. Avril Austrieb: Rinder 98 (Ochsen 18, Bullen Kühe 80), Kälber 122,
Schafe 32, Schweine 209.
Geschäft mittel. Preise für 100 Md.
Lebend- Schlacht-
Ochsen. gewicht
vovfleifchige, auSgemästete, HSchsten Schlacht- Mk. Mk. wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 51—55 91—97 Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . 50—54 90—96 Junge, fleischig^ nid# auSgemästete und ältere
auSgemästets .... . . .... 45—49 81—88
Bull en.
Dollfleischige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . . 46—49 79—84
Dollfleischige, jüngere. . ....... 42—45 72—78
Fär, e 6, Kühr.
Dollfleischige auSgemästete Färsen höchsten
SchlachtwerteS 50-53 89-93
Doüfletschige auSgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu l Jahren ... 41—44 74—80
Wenig gut entwickelte Färsen 45—49 85—89 A eitere cuSgemäftete Kühe und wenig gut ent
wickelte jüngere Kühe 35—40 66—73
Mäßig genährte Kühe und Färsen 80—34 60—69 Käl be:.
Feinste Mastkälber 64—66 107—110
Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 61—65 102-108 Geringere Blast* und gute Saugkälber . . . 56—60 94—100 Geringere Saugkälber . 49—55 83—93
S ch a le.
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel . . . 47.00 -49 00 96—98
Schweine
Dollfleischige Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht 57-58'/, .73—75
Dollfleischige Schweine unter 80kx Lebendgewicht 56-58 72-74
Bollsteischige Schweine von 100—120 kg Lebend
gewicht 58-60 73—75
Bollsteischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ......... 56'/,-57'/, 71-72
Die nach- sind am Sonata», 20. April 1913
stehenden JBköl Zilü von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fälle sicher anzntreffen: D 1D/t
Dr. Steinreich, Neuen Bäue 25.
_________________Dr. Strahl, Süd-Anlage 7,_________________
Für dringende Fälle ist am Sonntag;, den 20. April, sicher anzutreffen: D ie/4
Reinewald, Frankfurter Strasse 10, tidUBarai Fernsprecher 763.
Spielplan der vereinigten zrantfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Sonntag, den 20. Avril *): „Manon." Montag, den 21. April, abends */,8 Uhr: „Cavalleria rusticana.“ Hierauf: .Der Bajazzo." Dienstag, den 22.Avril: Zum ersten Male(Urmiffübrnng): »Die Heimkehr des Odysseus." Burleske Operette in 3 Akten von Karl Ettlinger und Erich Motz. Musik aus Werkelt I. Offenbachs zusantmengeslellt und bearbeitet von Leopold Schmidt. Aiittwoch, den 23. Avril, abends */,8Uhr: Gastspiel von Alexander Moiss i: »König Heinrich der Vierte." Erster Teil. Donnerstag, 24. April, abends */.8 Uhr: Gastspiel von Alexander Moissi: „König Heinrich der Vierte. Zweiter Teil. Freitag, den 25. April, abends '/,8 Uhr: „Orpheus und Eurydike." Samstag, den 26. April: ,Di Heimkehr des Odysseus." Sonntag, den 27. April: „Lohengrin." Montag, den 28. Avril, abends */,8 Uhr: .Figaros Hochzeit.^ Dienstag, den 29. April: „Undine/ Mittwoch, den 30. April, abends x/,8 Uhr: „Der liebe Augnslin/
Zchaufpielhaur.
Sonntag, den 20. April, nachmittags 7,4 Uhr: .Die Zarin/ Abends 7 Uhr: .Das Konzert/ Alontag, den 21. April'): „Frauen." Dienstag, deit 22. 2(pril: „Sappho/ Mittwoch, den 23. April: „Die Fledermaus/ Donnerstag, den 24. April, adends 8 Uhr: „Der liebe Augustin." Freitag, den 25. April, abends 8 Uhr: „Püppchen." Samstag, den 26. April: .Tas Konzert/ Sonntag, den 27. April, nachmittags '/,4 Uhr: .Tie Journalisten." Abends 8 Ubr: .Püppchen." Montag, den 28. April, abends '/,8 Uhr: Drittes Gastspiel von Alexander Moissi: .Romeo und Julia." Dienstag, den 29. April, abends '/,8Uhr: Viertes und letztes Gastspiel von Alexander Ai o i s s i: «Die Räuber/ Mittwoch, den 30. April: „Frauen/ Donnerstag, den 1. Mai: Zum ersten Male« „Liliom." Eine Vorstadt-Legende in 7 Bildern von Fritz Molnar.
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends unt 7 Uhr,
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
»ochste Temperatur am 17. bis 18. April — + 12,1'0. Niedrigste , „ 17. ,18. . ■» + 4,3’0.
Niederschlag: 2,3 mm.
April
291:
öoromeler auf 0° redliziert
Temperatur der Lust
Absolute Fe»ichtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Grad der Bewöllrung In Rebntel der Pchtv. Himmelsfl.
Wetter
18,
2«!
744,6
11,1
5,8
58
SW
4
8
Regen
18.
9'2t
744,6
73
64
84
SSE
2
10
Bed. Himmel
ie.
741,9
8,4
7,5
91
8
4
10
Regen
Schmerzloses Zahnen.
Ohne Beschwerden brechen aerade, kräftige Zähnchen durch, unb die Nachtruhe der Mutter bleibt ungestött, wenn man den Kleinen zur rechten Zeit Scotts Emulsion gibt, die, aus bestem Lofoten (Norweger) Leberttan mit mtnerah- schen Salzen bestehend, äußerst schmackhaft und durchaus leccht verdaulich ifL söCOtts
Emulsion
ScottS Emnlflon wird von tm8 aue- IchUetzlrch im groben vertäust, und zwar nie lose nach Dewrcht oder Matz, sondern nur tn versiegelten Original flaschen in Karton mtt unserer Schutzmarke <Fischer mit dem Dorsch). Scott <fc Lownc, ®. m. b. H., Frankfurt a. M.
Destmtdteil: : Feinster Medizinol-Leber- trau 150,0, prima Glyzerin 60,u, unterpyno- phorigsaurcr Kalk 4,3, unterpboöphorlgjaure» Natron 2,0, puw. Tragant 3,0, fernster orad. Gummi vulv. 2,0, Waner 129,0, Alkohol ll^O. . Hierzu aromatische Emulsion mit Zunt^ Stanbel- und «SauUherraöl i« 3 Tropica.
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