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Petersburg, 23. Juni. Brindejonc landete heute abends 8 Uhr 15 Min. cruf dem Flugplätze von Gatschina, wo ihm zu Ehren die Militärflieger ein Bunkett gaben. Brindejonc wird Nachts nach Reval fliegen. Er beabsichtigt, am 25. Juni über das Baltische Meer nach Stockholm zu fliegen.
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Er dankte vor allem den Behörden, daß sie es ermöglicht daß >der Regattaverein wieder seine historische Rennstrecke halb der Mauern von Großfranl'furt benutzen konnte.
Die Ergebnisse der Rennen waren:
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H. Taunus-Pre is. Doppelzweier ohne Steuermann- 1 Ulmer Ruderklub „Donau" 7:09’/Ä, 2. Frankfurter Ruderklub 7:13‘/s, 3. R.-D. „Sturmvogel" Karlsruhe 7:15, 4. Kihinger Ruder-Verein nicht gezeitet. Ulm führt vom Start und gewinnt ohne Anstrengung mit ungezählten Längen-
III. Kaiser-Preis. Vierer. 1. Graßhopper Klub Zürich lP. E. Rudolf, P. F. Schmid, M. St. Rudolf, Hans Walter; St. E. Earli) 6:37’,'*, 2. Mainzer Ruderverein 6:39*/,. Außerordentlich scharfes Rennen bei Führung von Mainz bis etwa 1500 Meter. Scharfer Spurt der Züricher.
IV. R e g a t t a - V e r e i n s - P r e i s. Vierer. 1. Kasseler Rudergesellschaft, 2. Offenbacher Rudergesellschaft „Undine", 3. Grast- hopper Klub Zürich, 4. Mannheimer Ruder-Klub. Nach Kollision bei 1200 Meter neuer Start. Zeiten wurden nicht genommen.
V. Preis vom Roten Hamm. Einer. 1. Ulmer Ruderklub „Donau" (E. Link) 8:03‘/6, 2. Mannheimer R.-D. „Amicitia* s : 06’4, 3 Mannheimer R.-V. „Amicitia" 8:13*/6, 4. Rud.-Verein Nürnberg 8:24’/,. Link, der ständig führt, bringt das Rennen sicher nach Hause.
VI. Preis von Oberrad. Achter. 1. Frankfurter Rud.- klub 6 : 39, 2. Frankfurter R.-G. „Germania" 6: 39*'.. „R.-V. Hellas* Offenbach und Ruder-Gesell. Worms wurden ausgeschlossen. Scharfes
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* Mord an Frau und Tochter. Aus Oppeln, 23. Juni, wird gemeldet: Heute morgen erschlug in Bene- schau der Gastwirt Tominik seine Ebe fr au und seine zwölfjährige Tochter mit der Axt im Schlafe. Er ist geistesgestört und erwürgte und erdolchte bereits vor 25 Jahren zwei seiner Kinder im Alter von ein und zwei Jahren im Schlafe. Er wurde damals wegen Geistesstörung ftcigelassen. Seitdem lebte er mit seiner Frau im besten Einvernehmen.
* Eisenbahnunsall. Aus Mannheim, 23. Juni, wird gemeldet: Heute nachmittag 3/<3 Uhr wurde auf dem hiesigen Hauptbahn Hof, wie die „Neue Bad. Landeszeitung" meldet, der 23 Jahre alte verheiratete Streckenarbeiter Karl Oechsler aus Kirrlach von einem cinsahrcnden Zuge überfahren und s o - fort getötet.
* Tas neue städtische Museum in Stettin, ein nach den Plänen des Stadtbaurats Meyer aus den Vermächtnissen wohlhabender Stettiner Bürger aus der .Hakenterrasse errichteter Monumentalbau, wurde gestern seierlich eröffnet. Tie Weiherede hielt Oberbürgermeister Ackermann. Tas Museum enthält kunst-
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flrztlich bevorzugt.
Rennen zwischen den beiden Frankfurter Vereinen. Raum ein Meter ist der Sieger im Dorfprung.
VII. Preis von der Gerbermühle. Einer. 1. Heidel« Ruderklub (F. Gras) 7:22%, 2. Mainzer Rudergeselljckmft (®. Maschmmin) 7:35*/,, 3. Mannheimer R.-V. „Amicitia". Ölras gewinnt bei ständiger Führung überlegen. 3 weit zurück und nicht mehr aezeitet.
VH1. Preis von Sachsenhausen. Vierer. 1. Rennen. 1. Mainzer Rnder-Gefellschast 6.51'/,, 2.Mainzer Ruder-Verein6:52*/lr, 3. Frankfurter R.-G. .Germania' 7:13, 4. Ruderklub Griesheim 7:19'/.. Zunächst führt Mainzer Verein bis über 1000 Meter, must dann aber die Spitze an die Gesellschaft abgeben. 2. Rennen. 1. Kasteler Ruder-Gesellschaft 6:36*/», 2. Mamiheilner Ruder- Klub 6:41*3. Heidelberger Ruder-Klub 6:44*/,, 4. Rudervereiu Nürnberg 6:518/t. Kastel hat bei 100 Meter die Führung und behalt sie bis ins Ziel.
IX. I n s e l - P r e i s. Zweier ohne Ctenermann. 1. Würzburger Ruder-Verein 1875 (SR. Sievers, R. Weiler.) 7:18. 2. Rheinklub „Alemannia" Karlsruhe 7:30'/,, 3. Mannheimer Ruder-Gesell- schast 7:40‘/<.. Mit ständiger Führung und immer größer iver- dendem Vorsprung gewinnt Würzburg das Rennen.
X. Preis von der Kaiserin v. Vierer. 1. Frankenthaler Ruder-Verein 7:13, 2. Hanauer Ruderklub "Hassia" 7:17?/4, 3. R.-V. „Hellas* Offenbach 7:20,4. Wormser Ruder-Verein 7:277 ,. Die Bote passieren, wie sie durch Ziel gehen, die 100U Meterlmie.
XI. Germania - Preis dichter. 1. Mainzer Ruder-Verein (W. Furthmann, K. Berber!, I. Rath, PH. Schreiner, O. Mordes, E Vetter, G.Oenel, L- Eismaner jun.; Et. Z.B.Strohschnitter) 6:04, 2. Graschopper Klub Zürich 6:lls/5, 3. Essener Turn- und Fechtklub (Ruderriege) 6:12*/,, 4. R.-V. „Sturmvogel" Leipzig nicht ge- Acitet. Aeusterst scharies Rennen mit wechselnder Führung bis 1000 Meter. Mainz geht dann in Front und gewinnt mit guter bringe.
XII. Heyter - Preis. Achter. 1. Kasieler Ruder-Gelellschasl, 2. Rheinklub „Alemannia" Karlsruhe, 3. Offenbacher R.-G. „Undine". Tas Rennen wurde gestern Abend nach Schlust der Regatta unter Ausschlust der Mainzer Ruder-Gesellschaft über 1200 Meter aus- gefahren. Zeiten wurden keine genommen.
nach England abreisen T<r ,,Eourbet" wird von den Panzerkreuzern „Conds", „Gloire" und ..Mariailleuse" und zwei Flottillen von Torpedobootszm'iörern begleitet sein. ,
Die M a s s e n e r k r a n k n n g en i m Ins. - Regt. 7R.
Osnabrück, 24. Juni Tie Mehrzahl der erfranftcir Soldaten des Infanterie Regiments 9?r. 7N befindet sich auf dem Wege der Besserung (Weriidite, dast co fid) um eine Schirl i n g v e r g i s t u n g bandle, da die Soldaten Petersilien- . kartoiseln gegessen haben, find bisher unbestätigt.
'Ter 7 5. Geburtstag Gustav v. SchmollerS.
Berlin, 24. Juni Zum heutigen 75. Geburtstag Gustav v. Schmollers gedenken die Blätter der Tatsache, dast der Jubilar, ein Württemberger, seit mehr als drei Jahrzehnten .Historio- gravd der brandenburgischen Weidiutte ist. Schmoller trug zu der Hebung der nationalökoiwmi'chen Fachstudien an der Ber- liner Universität wesentlich bei Auf seinen Wunsch wurde von festlichen Veranstaltungen dlbstand genommen.
Beim Salutschietzen getötet.
Cherbourg, 24. Juni. «Agenee .Havas.) Bei der Ankunft des Präsidenten Poinearo ereignete sich ein iduner er Unglückssall. Beim Salutschietzen wurden in dem Jnnenfort zwei Artilleristen getötet, vier andere I>c- rinben sich in hoffnungslosem Zustande, weitere vier Mann sind weniger schwer verletzt worden. Eine Leiche wurde entsetzlich zerstückelt und ebenso ein am Knie abgerissenes Bein wurden aus dem Fort becausgeschleudert. Tas Geschütz ist unversehrt. Der ArtUlerieleutnant, welcher die Abteilung in dem Forts befehligt hatte, räumte ein, dast die Kartuschen, welche für die folgenden Schüsse bereit lagen, unvorsichtiger Weise ^im Gegensatz zu der i Vorschrift hinter- und in die Nähe der Stücke gelegt wurden: waren, welche feuerten. Tie fehlerhafte Zündröhre des abge- 1 feuerten Schusses wurde nach hinten geschleudert, fiel auf'die Ne- servekartuscheu und setzte sie in Flammen, »vorauf mitten in der Gruppe ber Artilleristen eine entsetzliche Explosion herbeigeführt wurde. Ter bedauerliche Unglucksfall ist demnach einzig und allein auf eine Unvorsichtig-^ keit zurückzuführen. Tas Material kann in keiner Weise verantwortlich gemacht werden. Der Leutnant, der leichte Brandwunden erlitt, wurde in Haft genommen. Eine strenge Unter-, suchung ist eingeleitet worden.
Trotz des Unglücksfalles fand ein Nachtfest statt. Sämttichc Schisse der Kriegs und .Handelsflotte waren illuminiert und die den Hafen beherrschenden Höhen bengalisch beleuchtet.
Eine Windhose.
Frankenthal, 24. Juni. Als Begleiterschemung eineD heutigen Gewitters trat eine Windhose am, durch die große Bäume umgerih'en und mehrere hundert Zentner Stroh davon- gewirbelt worden sind. Bei einer Anzahl Häuser wurden 'die Tächer abgedeckt. '.
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Frankfurter Regatta.
3r.€. Frankfurt a. M, 23. Juni.
T-w heutige zweite Tag der Frankfurter Regatta wies fast denselben Besuck) auf, wie am ersten Tage, wenn sich auch einige Lücken auf den Tribünen zeigten. In d<M mit 20 Nennungen versehenen Ermunterungspreis (Vierer) hielt sich ber Nürnberger Stuber herein, der vom Start an führte, an der Spitze und ver grösterte seinen Vorsprung int Ziele. Ten Taunuspreis (Doppelzweiern konnte sich der Ulmer Ruderklub „Donau" mit doppelter Booilänge hebern. Tas interessanteste Reimen bildete der Kampf .um bett Uanerpreis im Vierer. Kein so scharfes Bord an Bord i Rennen wurde in den letzten Jalwen in Frankfurt a. M. gefahren In der austerordentlich guten Seit von 6:37-/, jiUyrtc ber Grast- hopper Klub Zürich den wertvollen Wanderpreis über die Grenze Auch ber Regatta-Vereins-Preis schien dem Grasthopper Klub Zürich sicher, fülptte er doch bei 1000 Meter klar. Bei 1200 Metern trat plötzlich .Kollission ein. Ter neue Start auf der Strecke brachte den jetzt sckwn etwas schlapp gewordenen Alpensöhnen eine Niederlage gegen Kasteler Rudergesellschaft und Cifenbacber „Un< dine". Ten Preis vom „Rvt'-n Hamm" belegte der Ulmer Ruder- Klub „Tonau" durch seinen Sbiller E. Link. Die Ehre der Frankfurter Gastgeber rettete der Frankftirter Ruderklub, der den Preis von Oberrad im Achter gegen die Frankfurter R.-G. „Ger- •ntnnia" gewann, nachdem R.-B. „Hellas" Offenbach und Ruoer- gesellschaft Worms ausgeschlossen waren. Tie Einwandfreiheit des Rennens wurde unter den Ruderern sehr angegriffen, zumal Worms beim zweiten Start, nachdem „Hellas" Offenbach aus ■grirfloffcn, an falschem Start losgelassen wurde. Sowohl von „Germania"-Frankfurt wie der Wormser Rudergesellschaft wurde Protest eingelegt. Graf vom Heidelberger Ruderllub hatte den Erfolg im Preis von der Gerbermühle seiner Kraft, oon der er schon am vorigen Sonntag aus der Mainzer Regatta eine Probe gegeben, zu verdanken. Das erste Rennen im Preis von Sachsen bansen gewann die Mainzer Rudergesellschaft, das 2. Rennen die Kasteler Rudergesellschaft. Der Würzburger Ruderverein gewann den Insel-Preis im Zweier ohne Steuermann ganz über legen. Ter Frankenthaler Ruderverein blieb im Vierer im Preis von der Kaiserlep Sieger. Seine dreifache Niederlage gegen den Grastlwvver Klub Zürich im Vierer mit und ohne Steuermann konnte der Mainzer fRuberocrein im Achter roettmad?en, den er im Scblustrennen um den Germania-Preis mit guter Länge an sich reisten konnte.
Nach Schlust der Rennen fand durch den 1. Vorsitzenden des Frankfurter Regattavereins, Bankier Bernlxird Kahn, die Preis- verteilung statt. Er konnte dabei mit Befriedigung darauf Hinweisen, dast das Fest ohne jeden ernsten Zwischenfall verlaufen.
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