Erster Blatt
163. Jahrgang
Nachdem der Kaiser von
3.70.
des
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'innctroifcn, Sic Äiiaben,
nach 23 4 Uf)t wo das Pfad- etwa 400, de-
lischer Erkenntnis jeher Verwertung ist Statt Malzkaffee.1
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Nachahmungen.
it N Jahren bewährte
natürlichen Nährü:;' r Herzkranken.)^
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aus,Kr#Fj
Der französische Präsident Poincarö reifte am gestrigen Montag vormittag mit dem Minister Acußcrn, P i ch o n , nach England.
Eine neue internationale Arbcitcrschutz- Konferenz.
BieWaize nebstßrul SSSSS;
r.LcrnilbtungslNNtal
gestellt hat, daß keiner der Balkanstaaten das Schieds- gcricht ab-lehnt, hat sie ihnen betanntgegeben, daß sie stch freuen würde, Don ihnen in einer Frist von vier Tagen einleitende Denkschriften zu erhalten, welche eine erste (Grundlage für die Borbcrcttur.g des Schiedsspruches bilden könnten.
an den St. Panli-Landungsbrürken finderkorvs Hama ausgestellt war. grüßten den Kaiser mit Hurrarufen.
hessische hanSwerkskamnier.
Darmstadt, 23. Juni.
Die Hessische Handwerkskammer ist heute im städti'chen Rathaussaale unter dem Vorsitz des Gewerberats Falk-Mainz zu ihrer 18. Vollversammlung zusammen^ getreten. Als Vertreter der Regierung waren Ob-erregie- rnngsrat Gräf und Vaurat Wagner, als Vertreter der Zentralstelle für die Gewerbe Rcgierungsrat Reuter anwesend.
Der Vorsitzende teilte u.a mit, das; der Vorstand beantrage, unter dem Warnen Kaiser - Wilhelm -«'JubiläumS- Stiftung einen Unterstützungsfonds in Höhe von 1OOOO Mk. ins Leben zu rufen, der für die s^älle von Tuberkulose- c r k r a n k u n g wenig bemittelter Handwerker des Bezirkes, sowie deren Familienangehörigen den Kuraufenthalt in einer Heilstätte ermöglichen soll. Jckratht-Mainz regt an, den Fonds durch freiwillige Beiträge auf eine Höhe zu bringen, daß er auch den lvohltätigen Zweck wirtlich erfüllen tonne. D-er Vorstand wird mit den weiteren Schritten beauftragt. Hierauf erstattet Syndikus En gelb ach den Geschäftsbericht des Vorstandes, aus dem heroorgeht, daß die Kammer aus sehr zahlreichen Gebieten ihre Tätigkeit meist mit gutem Erfolge entwickelt bat. Der Bericht, wie die Mitteilungen über die Tätigkeit im Ausschuß und der Kommission des Deutschen Handwerks- und Gewerbe- lammertages gibt zu Beanstandungen keinen Anlaß. Von Interesse ist, daß die Rheinischen Scimckert-Werke.der Handwerkskammer 11000 Mk. zur Verfügung gestellt hohen, damit denjenigen Handlverkern, welche bei der Firm arischer und Rudolph Verluste erlitten haben, weitere 25 Prozent ihrer Forderungen ausgezahlt werden können.
Die Rechnung, die mit einem lleberschuß von 1063 Mk. für 1912 abschließt, wird genehmigt. Der neue Haus-
Die Heife öes Kaisers.
Hamburg, 23. Juni Der Kaiser ist
Eine Anfrage des schweizerischen Bundesrates an die europäischen Staaten int Januar wegen der Veranstaltung einer neuen Konferenz über internationalen Arbeiter- schütz wurde von den meisten Regierungen zustimmend beantwortet. Demnach setzte der Bundesrat die Eröffnung der Konferenz auf Den 15. September fest und lud zur Teilnahme ein: Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Norwegen, die Niederlande, Portugal, Rußland und Schweden. Den Gegenstand der Verhandlungen bildet die industrielle Nachtarbeit In g e nd li ch e*r , der Zehnstundentag für die in der Industrie beschäftigten Frauen und Jugendlichen. Die internationale Vereinigung für gesetzlichen Arbeitersckutz regte die Einsetzung, eines internationalen Ausschusses zur Beratung von 6$run0= sätzen für eine periodische Berichterstattung über die Durchführung Der- Arbeiterfchutzgeieye an. Der Vorschlag wurde von den Behörden günstig ausgenommen. Ter Ausschuß wird vom Bundesrat am 11. September nach Bern einberufen werden.
* D i e Mörder Scheskct Paschas.
Die vom Konstantinopeler Kriegsgericht gefällten Todes- urteil cjinb bisher vom Sultan nicht bestätigt worden. Unter den zum Tode Verurteilten befindet sich Tamad Solch Pascha. — In einem Schreiben an Den Militärgouverncur stellt Prinz Sabah Sbbinjn Abrede, daß er Beziehungen zu den Mördern Mahmud Sch-efkets gehabt hat, gibt aber zu, daß diese von ihm Geld verlangt haben.
dem Leiter des Pfadfinderkorps den Rapport entgegengenommen "hatte, begab er sich an B'ord der Hoben,ollem. Um 3 Uhr fuhr die „Hoteiizollern ' nach der Unter -Elbe, gefolgt vom Depeschen- boot Sleipner.
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ließe! — Wir stehen allein jetzt, — wir dürfen es — O Dann sind wir ja auf ewig selig!"
Dies letzte Lpfer, das sie bis in den Tod zu bringen bereit war, wurde nicht von ihr gefordert. Mer in oen Jahren dos stillen Wiederaufbaues des Staates, bei dem umfassenden Reform wert war sie rastlos tätig und ihr anreuembeö Wirken, ihr geistiger Vertehr mit den großen Männern, die damals für Preußens Zukunft arbeiteten, bedeutete eine Macht am Hofe, trug viel dazu bei, ^daß die neuen Ideen festen Fuß fassen tonnten. Besonders zu Stein hat sie in einem engen Freundschaftsverhältnis gestanden, ihm mit Rat und Tat bei seinem großen Wert geholfen, und es war ihr ein tiefer Schmerz, als der geniale Staatsmann, durch den Haß Napoleons gezwungen, feinen Posten verlassen und in fremde Dienste treten mußte. Doch nach, der langen Zeit des Unglücks war es ihr vergönnt, die Morgettröte einer neuen Epoche jubelnd zu begrüßen und Anteil zu nehmen an Der Befreiung, an dem Siege der Ideen, für Die fic so lange geflämmt hatte. AIS das Volk aufstand und der Sturm losbrach. Da sammelte und organisierte sic die Kräfte der Frauen für die große Sache, indem sie den F r a u e n - V e r e i n ins Leben rief, für Ausrüstung der Krieger und für Pflege der Verwundeten sorgte. lieber al l ■
war |ic voran, unermüdlich im ÜLnrcgcn, im Geben und Helfen und legte in den Lazaretten selbst Hand an.
„Am Sonntag, den 25. Mpril," so heißt es in ihrem Tagebuch, „war ich yim ersten Male in unserem Hospital, seitdem es gefüllt ist; so muth-voll und freundlich und dankbar fand ich Mlc, daß es rührend war. Einer freute sich nur, daß er Die Wunde nickt gegen die Russen erhalten batte. Einer mit einem zerschmetterten Bein wünschte mit Lachen, nur wieder auf den BeincnIteh.m zu können, dann wollte er bald wieder nach fein; das Traurigste war mir Einer, der durch Die Brust geschossen war, wohl sterben wird, der gerade gegenüber seinem verwundeten Bruder lag, Der ihm mm -uschen mußte, wie er starb."
Bei Groß-Görschen mar ihr geliebter Bruder Leopold ver-' wundet: all ihre Gebete für seine Genesung stickte sie in eine Fahne der Freiwilligen, an der sie arbeitete, aber sie sollte ihn nicht wieder setzen. Ms nach bar. Rückzug der Heere Berlin in neuer Gefahr schwebte, hielt sie furchtlos im Schlosse aus: war allen^ zugänglicu und hilfreich, und die Berliner Danften ihr Durch ein Ständchen, das sie imfer Der Führung Karl Mana von Webers ihr brachten. Die TagevuchaufMchmmgen spiegeln die heiße Freude
2luslanö.
Eine Kundgebung für Kaiser Wilhelm im österreichischen Herrenhause.
Im österreichischen Herrenhausc richtete der Vizepräsident Fürst zu Fürstenberg folgende Ansprache an das Haus::
Der Herrscher des verbündeten, benachbarten Deutsck'n. Reiches feierte vor wenigen Tagen, u.ujubcit vom Volk., Die 25jährige Wiederkehr feiner segensreichen Regierung. Nicht nur im engeren Vaterlande wurde der Tag als Festtag freudig begangen, sondern in allen Weltteilen wurden begeisterte Wünsche ihm entgegengebracht. Eine Kundgebung leuchtet besonders hervor: Unser Kaiser bncidmctc es als Herzenswunsch, an diesem Gedenktage dein verbündeten und befreundeten. Herrscher bat Gruß feines Heeres und der Flotte zu entbieten. Er geruhte daran, feierliche Segenswünsche für das Wohl des deutschen Kaisers und seines Reiches zu knüpfen. Die Worte, die an unsere taviere Armee gerichtet wurden, erfüllten auch uns mir Hochgefühl. Neben Der Waffenbrüderschaft ist es aber auch die politische Freundschaft, die zwischen beiden Herrschern ebensolange besteht, als die Regierungszeit des deutschen Kaisers, die dank Dem treuen Zusammen halten der hohen Verbündeten uns den Frieden in allen, auch schweren Zeitlausten bewahrte, den zu genießen allen österreichischen Völkern vergönnt ist. Leuchtend und musterhaft ist das Beispiel, roelcbe» die Monarchen als Vorbilder edler, treuer Pfiickt crfüllung allen Bürgern ihrer Staaten geben. Unermüdlich ist ihre Sorge um das Wohl ihrer Völker, dem fic ihr Leben widmeten. Möge der Segen des Mlmächttgen auch weiterhin aus dem Schassen des Deutichen Kaisers ruhen und die innige Freundschaft der beiden Verbündeten weiterhin ein mächtiger und sicherer Friedenshort sein, eine unversiegbare Quelle des Glücks und des Friedens für alle Völker, die unter ihren Zeptern vereinigt sind. Im Sinne dieser meiner Worte sei es mir vergönnt, die ehrerbietigsten Glückwünsche des Hauses dem deutschen Kaiser darzubringen. Das Haus hörte die Ansprache stehend an und brach am Schluß in lebhaften Benall und Händeklatschen aus. Tas Haus ging dann zur Tagesordnung über.
Der Mötritt der Kabinetts pasitsch.
Tie Lage Ijat sich wieder zugesprtzt. Serbien will das bedtugungslose Schiedsgericht Rußlands nicht anuehmen. Pasttsch wollte sich Rußlands Druck unterorbnen, seine Mi- nisteriollegen vertraten aber Die schärfere Tonart gegenüber Bulgarien, namentlich der Kriegsminister wandte sich Da- ßegen, daß man seine Ansprüche ausgebe, und so trat Pa- NNch zurück. Welche Richtung nun die amtliche Politik Serbiens nehmen wird, bleibt abzuwar len. Wahrscheinlich wird doch wohl eilt Kabinett der schärferen Tonart Die Kriegsgefahr erhöhen. Wir erhalten folgende Meldungen:
Belgrad, 23. Juni. Den Blättern zufolge ist das Kaoinett z u r ü ck g e t r e t e n , weil in ihm Gegensätze bezüglich her ^Haltung auftraten, welche gegenüber der russischen S ch i e d s g e r i ch t s f o r d e r n n g einzuneh-- men seien. Der Antrag Pasitsch, diese anzunehmen, wurde von der Mehrzahl der M i n i ste r a b g e l e h n t.
Nach übereinstimmenden Berichten der serbischen Presse überreichte der russische Gesandte v. Hartwig bereits am letzten Freitag der serbischen Regierung die kategorische Forderung der russischen Regierung, dem vom Kaiser Diolans angesündigten Schiedsspruch ohne Vorbehalt und bedingungslos zuzustimmen. Im Laufe der Beratungen des Ministerrats am Sonnabend trat Ministerpräsident Pasitsch für Die Annahme dieser Forderung ein, weil die Ablehnung des Schiedsspruches einen Krieg mit Bulgarien unvermeidlich machen triiroe. Einige Minister wiesen indessen darauf hin, daß Die Annahme der Forderung mit der Aufgabe des serbisch-ni Standpunktes gleichbedeutend sei. Kriegesminister Geiteral Bogdanowitsch verwies auf die -s t i m m u n g i n der Armee, welche unter keinen Umständen Die blutig eroberten Gebiete preisgeben werde. Er lehnte jede Verantwortung für die Folgen ab, welche eine Nichtbeachtung dieser Stimmung nach sich ziehen könnte, und reichte seinen Rücktritt ein. Der sich Iustizminist er P o l i t s ch e v i t s ch und Volkswirtschaftsminister' Kostu St o ja no witsch anschlossen. Der auf diese Weise herbeigeführte grundsätzliche. Gegensatz innerhalb des Kabinetts veranlaßte den Ministerpräsidenten Pasitsch, dem König den Rücktritt Her gesamten Regierung zu unterbreiten.
Ter König berief gestern nachmittag den Präsidenten Der Slupschtina Nikolrtsch sowie den Jungradikalcn Parteiführer Ljuba D a v i d o v i t s ch. Nikolitsch habe beantragt, daß angesichts der ernsten Lage die Slupschtina, b'ie gegenwärtig vertagt ist, konsultiert werden solle. Tavidovilsch habe der Ansicht Ausdruck gegeben, daß das neue Kabinett aus der Altradikalen Partei gebildet werden müsse, da sämtliche oppositionellen Parteien Die Regierung bei der Vertretung der vitalen Interessen des Staates werktätig unterstützen würben.
Wien, 24. Juni. Ter serbische Gesandte in Sofia fragte bei der dortigen russischen Gesandtschaft an, ob diese den Schütz der serbischen Gesandtschaft im Kriegsfälle übernehme und ob die serbischen Archive m der Sbifut der russischen Gesandtschaft bleiben könnten. Tie Besuche, die der griechische Gesandte gestern und heute den Tiplomaten abslattete, werden aus seiner beoorstehenben Abberufung erklärt. '
Sofia, 23. Juni. Ter „Mir" sagt zum Rücktritt des serbischen Ministerpräsidenten, das ziele anscheinend auf eine Verschleppung der Entscheidung ab. Ties wäre jedoch angesichts der höchst gespannten Lage unmöglich. Serbien müsse foglciä) zwischen der Anerkennung des Vertrages oder dem Krieg wählen, denn heute seien nicht mehr Tage sondern Stunden kostbar.
Paris, 23. JMii. Ter Petersburger „Temps"-Korre- jponbent meldet: Da die russische Regierung fest-
ei der Din. Geister.
Eine sürstUche vorkömpfenrr.
Unter den edlen Fraucngestalten, die am preußischen Hose in der nronett Epoche vor 100 Jahren für die Sache der Freiheit wirkten und kämpften, verdient in diesem Jahr Der Erinnerung vor allem eine preußische Prinzessin als leuchtendes Vorbild uno Muster gepriesen ;u werden: die Prinzessin Wilhc 1 m von Preußen, deren kraftvolle, bedeutende Persönlichkeit und hingebender Opfersinn fic zur geistigen Führerin Der deutschen Frauenwelt in der Zeit der Freiheitskriege machten. Sie ist die einzige, die neben der Königin Luise genannt werben kann, und menit auch ihr Bild in Dem
'feen feit des Volkes durch die Licktgestalt der hohen Dulderin nur dem Thron verdunkelt ist, so Dürfen wir bad; gerade letzt ins Äebächknis zurückrufen, daß bic Prinzessin nach Dem Tode Der Königin gleichsam bas ideale Erbe antrat, das diese hinterlassen, nnd wie sie dem König eine Ltütze, Den verwaisten .Zindern eine zweite Mutter ivurde, so auch Den Gedanken der Befreiung des Vaterlandes immerdar aufrecht erhielt.
Marianne v o n H eise n war bereits durch ihren dcutnli- gesinnten Vater zur Liebe für die Heimat erlogen worben. Ms bann Die Neunzehnjährige Dem Pritrzen Wilhelm als Gatii". nach Berlin folgte, errang sie bürd' ihr sckchchtes Wesen und ihre iingervötnlid-en G?istesgal>en rasch btc Siebe des Hofes uno des Volkes Die Tage des nationalen Unglücks und ber idyverlten Demütigung fanden sie gefaßt und mutig, obwohl fic ihr Teuerttes bahingeben mußte: die Flucht in der rauhen >^^s;cit nach Königsberg kostete ifaen beiden ft einen Kindern das Leben, -laß ibr Charakter .ms dieser Zeit der Prüfung, nur flror.cr und gefühlter hervorging, beweist die Tatlache, daß ihr auch das Ipocbuc Opfer für das Vaterland nickst zu schwer dünkte. Um eine Herabff etzung der von Napoleon dem Lande anftrlegten Kontribution ei-tangcn, kam sie auf den mannhaften Entichlutz, nck mit ihrem Gemahl dem Eroberer als Geißel anzubieteii. Die)er ^eiDensdwftlichen Aufovferungsfreudigkeit schrieb ite damals an Den in Paris weilenden Gatten: , . , . ß , .
„Wenn id> bei Dir fein kann, gleidwicl im Werter ober in Palästen, wenn nur mit Ehre, — dort ernte j* halb — wenn es bami einst beendet ist, lehren wir begluat iii-_> Bater- lartb. — Wenn es mbglidi aber wäre, baß ihm oa^- Jagern zu lange Dauerte mit den Bezahlungen und er cs anders nut Dir enden wollte, — o Da giebt es ja wohl Wege genug zu seinem Herzen, oder nicht Herz, daß er mich nut xir gehen
^rkenwasser.
^^chung der Kops. ^Zirkulation wird angL Ermüdung verschwinden, und Frische seh^ geloben, dieses köstliche - - Nebenbei Obigste und zuverlässigste
Dienstag, 24. Zum 1913
9CAUft6t»rei.
monatlich75 Pi., viertel- läbrlidi Mk. 2.20; durch Addolc- tu Zweigstellen mouallidi 6o M.; durch die Bost P-.'k.2.— uicdcl- jährl. ailssckl. Bestellq. ZeileiwreiS: lokal 15Pj^ auSmärt» 20 Pfeiuna. Chefredakteur: 91 dwotz. Beraunvortlich für bat volilijcheu Teil: Aunitil Goetz; für .^eui(Ic- tpn*, »Derunschtev* und
4 w r v. — , o »» „Gerichlsfaal": ü. 9leu-
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wieder, mit der die Prinzessin dann den Siegen der Verbündeten folgte. „Es fängt an, fast traumhaft, herrlich zu gehen," idyreibt fic aus die Kunde von der Schlacht an der Katzbach, „es stürzt alles über den Tvrannen zusammen, alle seine eigenen >Gebäubc wanken, seine Stuitdc muß gekommen sein." „Ein großer Tag ist gekommen !" jubelt sie nach der Völßwsd>lach: von Leipzig. „Tic Stadl ist illuminiert, die Luft erfüllt das Freudengcschrei des Volks, ein unaufhörliches Schießen begleitet das Vtvatrufen. Gott Ixit glorrei«. gesiegt . . . Ich sah nie so 'Etwas, das Rufen der jubelnden Mensche:: stieg j-irm Himmel, ick rveintc und dachte: Teuticklanb, Deut'chland ist befreit! Lebte doch Die Königin noch! Wie wird Leopold berabläckeln vom Himmel!" Und am Silvesterabend betet fic: „Mlmädstiger Gott, gieb der Welt ein Jahr 1813 noch einmal glorreich beendet, beschlossen in diesem 1814. Jahre." Sic durfte die große Zeit nod) lange überleben; am 14. April 1846 ist fic gestorben. Jtzr "Schwiegersohn, der König Max von Bayern, hat in empfundenen Verfen die „Zter und Krone beutfdjer Frauen" gefeiert:
,rjn der Prüfung schweren Tagen, Wo der Eorse Teutschland schlug,. Fürsten ihm zu Füßen lagen Und Europa Fesseln trug, -Hat sie treulich mitgclitten- Für des Vaterlandes Ruhm, Geistig hat sie mitgeftritten Für der Freiheit Heiligtum!^'
— DiekaiserlicheAkademicdcr Wissenschaften in Wien ertzielt ein Legat von anderthalb Millionen Kronen, welches^das^im Jahre 1904 verstobrene korrespondierende Mitglied Prof. Dr. Josef Seegen der 7lkaoemfc unter ber Bedingung hinterlassen hat, daß sie ein Forschungsinstitut für Physiologie des Stoffwechsels errichte und betreibe. Tic Akademie bat s-.ch nach reichlicher Prüfung entfdUofsen, dieses Legat aityitreten. Tas neue Institut jod „Seegens Institut für Physiologie des! Stoffwechsels" heißen und eusschlies^lich Forschungen auf Dem Gebiete der chemisch-physikalischen Vorgänge im lebenden Körper dienen.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- f diQ f t. Ter bayerische Historiker Julius Meyer, der Geschichtsschreiber des Jrankenlandes, ist im Alter von 79 Jahren in Ansbach gestorben.
Au5*ahl;
Deutsclie Kolonien.
Tie Bildung eincS Landesrates für Deutsch Tstasrika.
Dar-es-Salam, 23. Juni. Die Verhandlungen des Gouvernementsrates von Deutsch-Dstafrila begannen gestern. Der Entwurf" betreffend Die Bildung eines LanDesto t e s wurde nach Dem SOhifter Deutsch-Südwestasrikas mit der Maßgabe angenommen, Daß neben 10 amtlich ernannten Mitgliedern 15 von der Bevölkerung gewahlite (statt 10 der Vorlage! treten und dreijährige statt zweijährige Walflperioden eingeführt werden sollten. Der Antrag von Mitgliedern aus den Nordbezirken, dem Landesrat die B c s ch l n ß f a s f u n g über Den Etat, soweit eigene Einnahmen Des Schutzgebietes vorbanben sinb, zu geben, wurde nach eingehender Erörterung, in welcher Der Gouverneur auf die Unmöglichkeit des Antrages gegenüber den Rechten der gesetzgebenden Körperschaften hinwies, unter Vorbehalt Der Einbringung einer entsprechenden Ent- sckfließung zurückgezogen. Der Eittwurf betreffend die Bildung eines Ei s c n b a h n r a t s wurde angenommen, uad) Ablehnung eines Antrages Der Mitglieder aus Den Nord- bezirten, einen besonderen Eisenbahnrat für die Tanganjikabai,n und für die Usambarabachn zu bilden. Ferner gelangte eine Aenderung der Gewerbcsteuerordnung betreffend die Beseitigung Der Höchststeuergrenze für ertragslosc Pflanzungen zur Annahme.
Drogerien, Friseur- und öeschästen.
ieivu.Tarmleidende, Zucker lutarme usw. essen, um zu das echte Kasseler Ihv-, Simonshrot, "ÖO
Slreiiband u. schwär,z-wk5 at'Niarkc. Stets eckt u. init Gicticu bei lsarl Schwand, ) Metzger Nach,., ticorg le, Marktvl.nur äl, aci! aclavotbeke, Emil iiückbai.
Nr. 145
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