Nr. 9l
viertes Blatt
w.
Aus der völkerkundlichen Ausstellung.
Ein Schnlerlebnis auf der Eoldtüste.
Redaktion, strafte 7.
Redaktion:
Expedition und £ ruderet: Schul- Expedition und Verlag: 51.
e^H2. Tel.-Adr.: AnzeigerGietzen,
Ein ernster Tag unter den wilden Bayong in Kamerun.
Missionar G. Spcllenberg (Slamcriut) hat ein sehr ge- fahrliches Abenteuer beftanben, frag er. uns wie folgt schildert ■
Der 13. Februar ist mir jedes Jahr ein ernster Gedenk -
Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die „Gießener Famtllenblätter" werden dem »Anzeiger- viermal wöchentlich beigelegt, das „Ureirdlatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Manner, Frauen, Jünglinge und Jungfrauen, in ein paar elende Lumpen gehüllt, wälzen sich am Boden vorüber. Sie sind be- giertet von Daseya, dem religiösen Führer. Er schlägt die Gong utH. Entlockt einer Muschel schreckliche Töne. Tann und wann erschallt der sehnsuchtsvolle Ruse: Govinba, Govinba! Langsam nur bewegt stch der Zug vorwärts. Was soll das bedeuten? k Ä emer der Umstehenden. „Derr, diese Leute haben d e m S chlangengottSubraha dieses Gelübde dargebracht, .erfüllen." Subraha ist ein Helfer in mancher Rot. rx L,c,/rt »tnberfegen. Er ist aber auch der Verursacher des chreckltchcn Aussatzes, an dem in Indien 600000 Menschen bei lebendigem Leibe dahmsterben. Diesen Menschen ist es heiliger Ernst Eine halbe Stunde Wegs wälzen sie sich dahin aut Ucinigtem, schmutzigem Boden. Der Geübteste erreicht in drei Stunden das Ziel, andere, weniger Geübte, brauchen fünf und acht Stunden, und manch einer bleibt ohnmächtig am Boden liegen Doch, koste es, was es wolle, er hat die Gunst des Gottes zu erlangen!
Und nun noch einige Schritte weiter. Da steht der.haus- h.o - mächtig e G ö tzenwogen. Hunderte von andächtigen .Menschen haben die Seile ergriffen, die an dem Wagen befestigt Und. Elefanten legen den Rüssel an die Räder. Und in dem Augenblick, m dem ein Habicht in der Luft seine Kreise zieht, letzt iid) der Wagen unter ohrenbetäubendem Lärin in Bewegung. ^)er Gott, der auf dem Wagen thront, wird spazieren geführt.
Doch wir sind nicht da, um der Neugierde zu fröhnen! Nein, unter jenem .Feigenbaum auf einer kleinen Erhöhung steht drr Missionar mit seiner kleinen Gelnlfenschar. Ein Lied wird angejttmmt. Staunend eilen die Festbesucher herbei. Wer will, der rann es hören: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen leid. Ich will euch erquicken." So spricht Jesus. Me tarnen und haben ihre Last abgelegt zu den Füßen Jesu. 4.2» leyen zu dürfen, war mein größtes Erlebnis!
*
Missionar Blocher schildert uns
Samstag, 19. April M3
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univerfitäts - Buch- und Steindruckerei.
R. Lange, Gießen.
am selben Tag noch einige Wegstunden weiter aus einem anderen als unserem gewöhnlichen Wege, weil aus letzterem kein Torf mehr erreicht werden konnte, in dem wir hätten übernachten lonncn. Wir verließen die Ebenennb gingen anstatt nach Nord- osten nun gegen Osten direkt ins seitliche Gebirge hinein, das wir leit her gemieden hatten, weil uns die dortige Bevölkerung noch uiibetannt und etwas verdächtig erschien. Bald fiel uns auf, oa.3 ^ir. öwar in der Ferne jeweils Menschen sahen, die aber beun Nahertommen jedesmal verschwanden. Endlich kamen wir bei strömendem Gewitterregen in eine nach Bayongart ganz zeritreut an den Berghängen liegende Stadt Mbolebong. Aber n’^ !üar sehen. Unser Führer, der obige Häuptling, or »r uun einen Boten nach dem Üönigsgehöftc, das nach seiner Aussage nicht weit von hier sein sollte, um den König zu rufen. Wir sollten inzwischen am Fuße des Hügels bei einem Bayong- ipaufe ivarten. Lange sahen wir nichts, hörten nur hin und wieder einige slötcnartige Signalpfeifen der Eingeborenen tönen, bis wir von unseren, schwarzen Begleitern auf vereinzelte nackte Wilde aufmerksam gemacht wurden, welche ihr scharfes Auge entdeckt hatte. Da uno dort schlichen an den Abhängen solche unheimliche Gestalten mit Gewehren durchs hohe Gras, alle nach einer Richtung, nämlich aus die Spitze des vor uns liegenden Hügels zu. Bald stand denn auch dort oben ein Trupp Wilder, ww wir noch ahnungslos glaubten — mit langen SSerg« Kaden versehen. Tie Adleraugen unserer schwarzen Sckjüler und Trager hat«en aber bald die Art dieser Stöcke erkannt, sie wiesen uns darauf hm mit dem Ausruf: „Seht ihr benn nicht, baß bas lauter Gewehre sind?" Nun setzten wir, um uns von ber Wahrheit zu überzeugen, unsere Feldstecher ans Auge. Im selben Moment erhoben jene verbächtigen Gesellen dort oben wirklich ihre Gewehre und legten auf uns an, schossen aber nicht sofort. Wir zogen uns nun in den Schutz einer Häuserwand zurück und warteten, nicht ohne einige Beklemmung, was nun werden sollte. Auf keinen call dursten wir nun sofort sliehen, sondern mußten uns, obwohl wir nur ein einziges Gewehr bei uns hatten, so stellen, als ob wir gegen einen feindlichen Angriff völlig vorbereitet seien. Emdlich kam unser Abgesandter atemlos angelausen mit dem Ruf: „A ba- sango bingo wamse timba, wamse! wamse! b'a v ngea!" („Meine
res -r, .. v.^ . Gießen, 19. April.
utajt möglich, eine erschöpfende Darstellung der von der völkerkundlichen Ausstellung dargebotenen An- schauungsmittel über Land und Leute, Sitten und Ge- brauM, Missions-Arbeit und -Erfolg zu geben, erstreckt '^5 stch doch über Flwei Weltteile und führt die Natur- volrer Afrikas (Kamerun) und Goldküste einerseits, wie die aästens (Indien und China) anderer- En Beschauer vor. Da heißt es selbst gehten, sehen und sich erklären lassen. Aber gerade in diesem scharfen Kon- traste liegt ein großer Reiz, und auch derjenige, der sich schon einigermaßen mit kolonialen und missionstechnischen Dingen beschäftigt hat, merkt gerade bei öfterer Betrach?- tung iric immer neue interessante Eindrücke von den ausgestellten Gegenständen ausgehen. Es sei heute nur auf einige Punkte hingewiesen: In der Ka m er un - Ausstel- lung fällt z. B. die Hütte des Fetischpriesters auf. Wer hier nicht nur am äußeren haften bleibt, sondern sich den furchtbaren Aberglauben, der diesem heidnischen Götzendienst >zu Grunde liegt, erklären läßt, wird verstehen, was ein interessanter Artikel des (Wiener Anzeigers im Fami- ltenblatt vorn 18. Januar 1912 schrieb: „Ein Fluch Afrikas", vom Abevg'lauben im schwarzen Erdteil. Da wurde, nicht von imssionapischer, sondern von kolonialer Seite, ausgesprochen, daß neben der Schlafkrankheit, neben den info-lge der Kolonisation immer seltener werdenden Sklavenjagden der Aberglaube als der größte verderbliche Much auf Afrika lastet. Das Material jenes Artikels entstammte nicht den Berichten der Miffimo sondern eines französischen. Offiziers, Poupard, der seine Erfahrungen irrt französischen Kongo, bem jetzigen deutschen Neu- Kamerun gesammelt hatte. Der Hanptträger des afrika- nrschen Aberglaubens aber ist der Fetischpriester, ein tausendfacher Betrüger und Verbrecher, dessen wirksamste Waffe !das Gift ist. Von diesem Aberglauben kommt es
*
Die Missionare über ihre einbrncksvollften Erlebnisse.
Dre vorstehende Plauderei führt uns zu den Männern na.-.? övr Lebensaufgabe gemacht haben, auf die
zustande bei den fremden Völkern im christlichen Sinne einzuwirken. Da anzunehmen war, daß die zurzeit hier '^crren Missionare reiche und interessante per- fonliche Erfahrungen in dieser Beziehung gesammelt haben, haben wir uns an sie mit der Bitte gewandt, uns kürz nrederzuschreiben, welches ihnen das eindrucksvollste Erlebnis während ihrer Wirksamkeit dünkt. Es sind uns denn nun auch hochinteressante Beiträge zur Verfügung gestellt worden, die wir hier wiedergeben:
Eine indische Götzenfahrt.
Missionar W. SPaich erzählt von feinem Arbeitsfeld in
■/r . A, ? vuv luivi'iL icin •"-'-uiiic'u mitn Arznei geqeven, Wmtben uno allerlei etc hafte q.-rTry--' —
retjfeä «ttofogon M dem Hexenglaubcn früherer J°I>r- «chwüre müssm verbunden «erden: denn kommt wieder tiner. Äfctam ® ÄPT burft,crt
hunderte... da» )d>t Krankheit durch das Eiuqchen eines ft",wun,ch,. »oa einem kranken ;iailn befreit zu werden. Sonn- bald auf dm Äb Äd skn
b»>en Gcytes hervorgerufen wird, mithin der Kranke nicht muß am Borunttaa Gottesdienst gehalten werden, nachmit- und Ä «MÄÄiÄZ “SM?
nach Gesichtspunkten der Hygiene, sondern nach den der- dann in die Heidenstadt, da wird auf der Strafte allen Seiten nm irhl n n r£CI!!? md)t r??,n
rücüen Anordnungen des Fetischpriefters behandelt und Nzessei ±r£ Äf «"«»blick in mein™ Seien än «ritt
qeqna ~lFnit ^ugt auch die große, furchtbare schulvorstehcr. Ich hatte ate interne "120—130 Neaeriungen im nU^ s^Ot),TnUn^^C ^umstudungen, die in einem solchen MombM
Kindersterblichkeit zusammen, die an manchen Orten 75<v0 Miet von 15-22 Shren äu unSrichten unb J beaSKaen aUrl ?Crt Menfchen einMirrnen, lassen sich nicht, wiebergeben. Ich betragt Wer nun einmal diesen Gedanken nachgeht, die wozu mir drei eingeborene Leiter beigegeben waren llcberbic^ i .^er ’11 der Hand seines Gottes weiß
uns bei der B-etrach tung der „Fetischhütte" in der Kam ernt n- Wc_ ich noch als Standesamtsbeamter rechtsgültige Ehen zu Kn Haar °l,,nc ? bef?en ?®TIten imb.3“I^'ur^
Abteilung der Ausstellung aufsteigen, muß lachen über Metzen und bezog als englischer Postbeamter monatlich ein Sckauervondemwa?^ uiuh doch ein
bic fcheinbar nicht ausrottbare Ansicht weiter Kreise, bic 5? Sterling, welcher Betrag ben schwachen Finanzen unfercr HrX^^^e?'£obluSß
io naiv und so — Bequem behauptet, man müsse die Heiden ^lPlon cPtKt5 M ÖIC ^nnc helfen sollte. Neben diesen und noch hinten berett ^abnna e Stein schloß-
,^ec .^eschauer gehe einige Sckfritte mit uns hin- nickst jeder Schüler den weiten Weg zurücklegen um feine Schul- ba cn/ beneP 9ar Menschenfleisch von Weißen erst recht willkommen über in die asiatriche Abteilung, wo ein altes .Kulturvolk, fachen selber zu hülfen foXn bei Leh7e?sLcht anl Snei & cs s m k t
htte bas chrnesifche rn seinen Anschauungen und Sitten uns die Größten, bei denen vorausgesetzt wird, das; sie auch bic Ge- in bet bort. ^er. Damel
vorgefuhrt wird. Welch' feine kunstvolle Arbeiten ersreuen seien heraus daß sie für sich und ihre Kameraden denen bD?
baß Auge. Bucher, Schriften, Stickereien, 7urz der Eindruck Zotigen Bucher. Hefte, ^-chreibtafeln usw. kaufen: denn der Wiedersehen 0 5 bcicit§ Abschied nehmen wollten, doch noch einer alten Kultur mit viel Interessantem. Aber inerF= i<'C3r 1 die Entfernteren müssen unterwegs übernachten. ,, . t. ,
würdig, wie die religiösen Lebensäusterunaen oucki biai- 'lbkommandlerten sammeln von den anderen die Aufträge. «2”; cnLcn Ruckzug ' anzutreten. Wir
mit ber mirtfd^af^^i^^en GnttoirteOnin ^3? snXa ' nbcr b-,c|f Rapier zu schreiben und bic (Summe PlcIe Schuler von Nyasoso mitgebracht, so daß wir Mit
mit ber mirff^rrft” en9^eTn p‘l addieren, wickeln sie jeden Geldbetrag, ben sie erhalten, in unb den Bahong-Lenten des führenden Häuptlings
•,u engsten einen Hipstl ihres Taschentuches und machen einen Knoten. Weil o0 Kopfe zahlten. In solch kritischem Falle muß auch
Zuiamineiiha.ige deutlich M beobachten )inb. Die „Ahnen- aber das Taschentuch nur vier Gipfel hat, brauchen sie bald ein bcc 9??.1,,u,n.afr »11111 Soldaten werden und unbedingten Gehorsam Verehrung bringt ev mit sich, daß es z. B. keine Fried'- Heckes und ein drittes. Wenn fic nun auf tx-r Station aiifcmmcn Pp-n !eincJl ’rf>h’ai^cn Begleftem erzwingen. Wir befahlen ihnen, Hofe in China gibt, sondern die einzelnen Gräber liegen HHb vor den großen Kästen stehen mit dem für ihre Begriffe aber in Ruhe ihre Lasteii äufzunehmen und in voller weit zerstreut im Lande umher. Sie sind heilig und dürfen "ugehenrcn Vorrat an Schulmaterialien, nehmen sie ihre Taschen- |ld) m1-öer Marschkolonne zu bewegen! jedes Flieheii
nicht angetastet werden, denn die Geister der Ahnen wür- ..... ” ........’ ' • r ' 1 unb jRcnttp" mnr ftrpnrt «*fi«^** *.....- —- —.....
den Strafe bringen. Und nun will die Eisenbahn das moderne China durchqueren, aber überall stößt sie auf Hindernisse, eben auf diese im Wege liegenden (Gräber. Auch der beste Teil des Landes ist infolge dieser religiösen Sitte überhaupt derl wirtschaftlichen Bebauung und'Nutzbarmachung entzogen. Oder sieh' dir den verkrüppelten Fuß einer 17jährigen rchchen Chinefin an und las; dir erzählen, welche annselige, unwürdige Stellung überhaupt das weibliche Geschlecht in China, dem alten „Kulturvolke", hat und du wirst scheiden mit der Erkenntnis, daß es doch etwas Großes ist, wenn das Christentum Natur- und Kulturvölker" innerlich befreit, zur Liebe und Barmherzig- rert, unb dadurch zum wahren Fortfchrittc führt. L. G.
Em Schnlerlebnis aus der Eoldtüste. wngo bingo wamse timba, wamse! wamse! b'a v ngea!" („Meine
..»‘S.SKÄS SÄ S'M'Ä$£
fiÄÄ'-i'S'Ä aas «'-Ah
vvuui uu nehmen nr iijre in|(iicn’ : ........r.....unuigm, fNieyen
। tuet}er hervor, machen bic Knoten nacheinanoer auf und versuchen ,u v? war itrcng^oerbotcn, benn bies konnte eine verhängnis- rtd) zu erinnern, was bic verschiedenen großen und (leinen Gelb ■ le Katastrophe zur Folge haben. Ta machten wir benn auch lummen zu bcbcutcn haben, wobei selbstverständlich leicht Fehler I ^VIC 0" Schwarzen nicht Ijänfigc Beobachtung: Noch nie hatte
Vorkommen. Bald ist des Gelbes zu viel, halb zu wenig. Po a 10 - ’,n 111 eme Träger so schnell sich sammeln unb ihre
So kam eines Tag-S 3u mir ein »»teilt unb, nachdem e» JÄ MS“.1’
leine Emkau e gemacht hatte, bl cb es stehen unb schaute mich !L ' e t", und da schweigt, bei Neger in stiimpfer Re-
erwartungsvoll an. Auf meine Frage was er noch wN LU», Mit lautloser Stille wtzte jeder fein Bündel oder
antwortete er, ich habe ihm vorhin eine halbe Mark (six pencc) ^er qefäh!ttchst^ B/omcn ^e^' Uc!b UU,T
nicht herausgegeben. Ich behauptete zwar, ich habe ihm jedesmal ent des Rückzugs. Wir mutzten nämlich
sein Geld richtig gegeben, er bestand aber fest darauf,^ ich sei'ihm ü?ben"^iinr ^'lden besetzten Hügels vorüber-
noch 50 Pfennig schuldig. Obschon ich meiner Sache ziemlich uns beschießen Huh SS fmmS9™" tonnten sie Ucher war, weil ich bic Angst oes Büblein-, sah gab ich ihm 1 r ^^klicli, faum rcai linier Zug in Be
das Geld und schickte ihn fort. Ich ging" nun S arbeitet? K hiQW> Äter unheimliche Knegerschar dort brunten im Garten, als etwa nach einer Stunde das Bubi ein I nnT iwn^nuf d/« -^t vorgehaltenen Gewehren wollten sie
wieder baftertam mit einem ganz verlegenen Gesicht. Fch dachte itCn rucken und Sinn „Angriff Vorgehen. Da
er habe etwas vergessen, denn, wenn schon ihr Gedächtnis nicht I n"artetes. , 2er uns führende Bayong-Häupt- sehr belastet ist, sind doch bic 9?cgcr sehr vergeßlich und fömmen !.»§ 3 .Leuten vor und stellte sich deckend vor
oft zwei und dreimal wieder: „Herr, ich bitte sehr nm"Ent- „m schiieen )ic, heftig geltifuhcrenb, zu den
schuldigung, ich habe das vergessen", ober• Herr ich bitte Fanden hlnanf Was fte mit ihnen ver-
vielmal nm Verzeihung, gib mir noch jenes !" So dachte ich er h„l?StCJirW nl^n !Ln ?1C ^atwng-^prackw verstanden
wolle noch etwas, unb frag ihn etwas barsch nach feinem ^c- nw ?n" 2ii Erfolg mar doch ber, daßfte zunächst
gehren. „Herr," sagte er, „ich bitte sehr um GntfSbiaunS ft ' “nb4° fa,n4n ,t>tr'- ohne nnen Sckjuß zu er-
ich habe vorhin gesagt, du habest mir ’n wenig gegeben, nun' habe hinten an bat in’Tnf'in ?arn\» JÄ’X stch .unsere Führer ich mein Geld ge,zählt nnb gefunden, das; ich 50 Pfennig zu viel K ltTI ÜÜäkÜa , t nt ^rfurchtung, bic wilde Vörde habe: ba hast bu >cin Gelb wieder." ° 3 1 S n ;Rucken fallen wollen. Wir waren
Um bic Ehrlichkeit dieses Jungen recht zu sckiätzen muß man I der Hauptgefahr entronnen. Aber noch
bedenken, aus was für einer Umgebung er kommt und wie diese , nfod’ ln bm unheimlichen
helbiiifchcn Neger, ber Eine wie der Andere, verlogen und ver-1 >.1™ (I? . luaien. Wir liefen bann neben unfcren
stöhlen sind. Es beweist aber dies, baß unter ben? Einfluß beä W '.'htrn U/25-i nn* D-';-r aefahrlichften Seite hin
Evangeliums aus diesen verlogenen Negern ehrlich? und rebliche mußten önd ^»0'^ugrifs aus dem Busche decken
Christcnmcnschen werden können. Ter Junge hat gewiß auch I ""^Elielligt wieder auf ben freien
feine Versuchungen gehabt. Was hätte er mit bicsem Geld nicfit I ”,n U’iaug dicht neben mir int Gebüsch ein
alles artfangeii tön neu! Dabei war 'er vor Entdeckung sicher imTickichtnocke^Mi flt1'r-unö verlchtvand blitzschnell
Aber sein gewecktes Gewissen ließ cs nicht zu Hier in I ft*,« ^sinnen ober wehren können,
Europa, unter 100 Buben, wieviel wohl hatten (o gehandelt ? | wieder in &e"ÄÄ und Mern°chtetÄ"in'einem'ZedliL <.orfc. Am anderen Piorgen hörte man in den Bergen Schuft auf Schuß, als ob ein Gefecht im Gauge märe. Anscheinend vnn'v!Ww Hnburrf> c,,lcr Wieberkchr abgeschreckt Nwrdeu: denn du. Bayong erwarteten offenbar einen Angriff unsererseits
T d-I Miinan „ach keine Mn.una mtd hh al'3 l,,vcu sebovctteH Feind. Tas utar
. ßaiigfam fäljrt auf einer staubigen Landstraße in Indien ein -Dcftfentarten dahin. Der Ochsenlcnker, der vorne auf dem Wagen thront, treibt seine Oechslein mit freundlichen Worten 3ur Eile an. Die Tropensonne brennt unerbittlich heiß herab Im Wagen sitzt ein Europäer mit einem mächtigen Tropenhelm. o.v.u«t l|t uw, .cu
auf bem ftobfe. Eingeborene, stattliche braune Gestalten, den und Dankestag, seit sechs Iahten: denn da wurde ick mrt Hici I
rfuf’n 11J10 H°up1 gewunden, schreiten in eifriger Unter anderen Kollegen zusammen, wie durch ein Wunder Gottes aus U rGbruar 1307.
haltung hinter bcm 200^011 her. Eine malerische Gruppe, in ber großer Not und Todesgefahr errettet vor den Kugeln und Dolchen nurf) Wcfc Stämme seit Jahren unterworfen von
9(171 ^Ibenb wird baö 3icl erreicht Wit unb in Sn- wilder Bahong-Ncgcr, welche bic Naiidberge des Jnncrhochlaudc^ ^^ ^eutschen Regierung, wenn auch noch zweifelhafte Clemente dort
bramantm, einer entfernten Waldgegend Bald ist der Inhalt des von Kamerun bewohnen. ” .Mneryochlandev vorhanden sein mögen. Ein mifitärito« SiSer iaafe
163. Zahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oherheßen
Ad AoicMtl.
"riitenr.
i. 'Jitu cingrr Hrtandas uni louiwerfrüche, erbode, tzaien
it Lvmmcrlad.
rt Brauntels ubiisana-Sim p?l‘!rl.D.JJ.150(a
®fh
>60
50
28
29
40
25 6 5
68
38
40
26 40 4$
30
45
44
70
40
120 125
66
70
VI
70
75
ie, crE
c:Ml5P'g in*
20, 24M
18
«fd. 20 Psg. 17, 20 W .roße 30 fc Pfd. 20Pl'g- Pfd 22P'g- «st. 19 W Pfd. 24 Plg- tafcl34Äö Pfd 20Psg- «fd 23 M- W 17Psg- P.d. 24 H
NZ ach.
' 10
''eine, ofbrän. L^Baufwärk.
orium. 4 Trinkkuren. § lT«rein e V §
Han-tilr. 6.
1 bürgert
5 Dällagc-. mbtorte.
----- isdenkopf „ Su;.
■ «itO'IScmqe. Ri dalbalttchn Mrr Firmen.
< umjeben
Ebndu.ZeHUifer


