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Johannisthal, 22. Juli. (Priv.-Tel.) Leutnant Jolly weg heute Morgen 4 Uhr 55 Mm. in Begleitung des vauplmanns OfiuS vom Großen C^cncrolftobc mit einer Rumvlerkauhe in Köln aul, landete um 8 Uhr 45 Min. auf dem Flugplatz in Johannisthal und flieg um 11 Uhr 14 Min. zur Weiterfahrl nach Königsberg auf.
-Ft. Ten Stiftern zufolge wurde Scrtinfjewng der Konzession ere 15 Jahre unlerzeich- bcm 3tiafssä>atz einen Vorschuß - Ter armenische Patriarch hat iuli. Ter deutsch-amcrika- it gegen den geplanten sünsprozen- ücher eine Hrütestbewegnng
i TasKananenbvat„Dheeling" exikv beordert worden, wo Leben er bedroht ist.
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w. Kassel, 22. Juli. Hier wurde bei den Erdarbeiten zum k o h n b a u H e i l i g e n st a d t - S ch w e d d a in der Nähe von Wallcneber eine Tropfsteinhöhle von etwa 20 Meter Länge, 8 Meter Breite und 3 Nieter Höhe aufgedeckt.
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Gießen, den 19. Juli 1913.
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Zwei Riesenbrände in den vereinigten Staaten.
Großfeuer in einer Kleiderfabrik-
25 Mädchen verbrannt.
Zwei größere Brände, bei denen zusammen 60 Menschen umgekommcn sind, ereigntcn sich gestern in den Vereinigten Staaten. In einer Uleiderfabril in Binghamp- tvn verunglückten 25 Mädchen, in einer Strafanstalt in OvaNcy 35 Sträflinge. Wir erhielten darüber folgende Meldungen:
Binghampton (New Bork), 22. Juli. In einer Fabrik für Arbeitertleidung brach ein Brand aus, bei welchem vierzig Arbeiterinnen verbrannten. Der Brand hreifere sich mit groher Schnelligkeit aus und rief eine große Aufregung hervor. Es befanden sich 125 Arbeiterinnen in dem Gebäude. Biele von ihnen sprangen aus den Fenstern und erlitten schwere Verletzungen. Tas Gebäude brannte in 20 Minuten nieder.
Dazu wird uns von unserem Kölner Mitarbeiter telegraphisch berichtet.-
Köln, 23. Juni. (Privattelegramm.) Ten letzten Meldungen der Köln. Ztg. aus New Bork zufolge sind bei dem Brand in Binghampton wenigstens 25 Mädchen umgelbm- men. 50 Mädchen wurden schwer verletzt. Tas Feuer brach unter der Vordertreppe aus. In wenigen Sekunden waren das Treppenhaus, die Flure und die Arbeiterräume, wo Baumwollschnitzel und anderes Zundermaterial aufgehäuft waren, in Flammen eingehüllt. Unter den 125 Arbeiterinnen entstand die größte Verwirrung, ^a ein Entkommen über die Treppen unmöglich war, waren die Nettungsleitern der Feuerwehr bald gedrängt voll Menschen. Zahlreiche Mäbclxn sprangen aus den Fenstern des 4. Stockwerkes. Andere, die auf einem Treppenabsatz eingekeilt waren, verbrannten jammernd). 12 Mädchen, die schrecklich verbrannt wurden, sind m das Krankenhaus überführt worden. Ter Zustand zahlreicher Verletzter ist hoffnungslos.
^u^äruch des Brandes war die Feuerwehr anderweitig beschäftigt. Tas Gebäude war in 20 Minuten niedergebrannt.
Feuer in einer Strafanstalt.
35 ©träfHnge Derbrannt.
•dn Ooaklev, 20 Mecken von Jackson Mississippi ent- jernt, brach am Montag nacht in einer Sträflingsfarm Z euer aus. 35 Negersträflinge kamen um. Nähere Nackwuhten fehlen noch
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Baden-Oos, 22. Juli. Das Militärluftschisf „L. Z. XX", das heute früh 3 Uhr 46 Minuten in Frankfurt a. M. gur Fahrt »ach hier aufgesttegen war, ist um 7 Uhr 42 Minuten vor der Halle gelandet.
vüreiusnachrichte«.
•• Beim Preisschießen des Kriegervereins Ziesten erhielt K. Haupt die Ehrenscheibe.
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bie Eheschließungen ab. So verminderten sie sich von 1910 bis 1911 von 9560 auf 9503, während 1912 wieder 9785 'Jaare sich unter bn§ Szepter deS GotteS Hymen betigten. Leider aber hatte diese Steigerung der Eheschließungen nicht euch eine Vermehrung der Geburten im Gefolge, denn die Geburten fielen wiederum und zwar von 33 209 im Jahre 1911 auf 32 339 int Jahre 1912.
... '** Gießener Stad t t h euter: Püppchen. Nitn das P'lppcheir auch in Gießen eirtge^ogert, nachdem man l^on seit Monaten das Hauptlied daraus an jeder Strastm- ecke gehört hat. Das Theater war dicht besetzt, und die Zuschauer unterhielten sich allem Anschein nach aufs beste, 'ltzas das moderne Herz zu seiner Unterhaltung begehrt, ist akles da, sogar die allmählich feststehend iuerdenden vier Verfasser, die sich in gemeinsamem Tatendrang zu diesem kunterbunten Durcheinander vereint haben. Tie Darstel- limrg, die wiederum Herr Ähnelt leitete, war hervorragend und alle bemühten sich nach besten Kräften um einen Erfolg, der denn auch nicht fehlte. Herr Ähnelt war ein mmoser Gutsbesitzer, der in Frl. Nathusius einen holden sichel- zur liebestollen Gattin hatte. Frl. Koppenhöfer it«S Hortense spielte mit sprudelndem Temperament chre : it'le Rolle. In Frl. Hansi Martini vom Emser Kur- !''.'ater, die trotz einer Heinen Unpäßlichkeit für Frl. Jo- sl pha cingefprungcn nmr, lernten wir eine entrückende Dame kennen, die ihre Rolle ausgezeichnet durchführte und auch sthr hübsch sang. Das Lied vom Öhrchen brachte sie mit Herrn Harden, der sich als Püppchen wiederum Lorbeeren holte, ganz reizend heraus. Ganz vorzüglich war auch Herr k^org Schmidt als armer Milliardär. Sehr nett war auch Herr Gottfried als Egbert. Die Ausstattung war z>cm weitaus grössten Teile neu und recht geschmackvoll. Tie Musik, die ein paar nette Lsieder bringt, leitete Herr Röhren mit Schneid.
** Strastenumbenennung. Die Schützen- strafte heistt seit zwei Tagen Krofdorser Straße und umgekehrt die seitherige Krofdorser Straße Schützen- si-aße.
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------------_ . r. Bob en Hausen, 22. Juli. Nächsten Sonntag sindet Mmpf, M sich mch Mpm .fiici ein kirchliches Fest zur Erinnerung an da§ Jahr 1813 hart. Zu der Feier roerben zahlreiche Gesangvereine und jiennschtc Chöre erscheinen; der hiesige, sowie der Posaunen- fiior von Unter-Seibertenrod werden bei der Feier mitwirken.
Fest wird im Freien bei der Kirche abgehalten.
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äii je 3 Mk. ober zu einem Tag Gefängnis verurteilt. Wegen HauS- frredensbruchs wurde nach erfolgter Rücknahme des Strafantrags das Ber-ahren eingestellt. — Ter Taglöhner I. M. aus Michel- buch, Kreis Untertaunus, zurzeit hier in Untersuchungsliaft, wurde wegen Bettelns zu fünf Tagen Hast verurteilt unter Anrechnung ncr erlittenen Untersuchungshast. — Ter Landwirt W. R. von Virnbach wurde von dem ihm zur Last gelegten Vergehen der Körperverletzung als nicht schuldig freigespi-ocken. Er hatte am
Mterfcicrtagc d. I. in der Wirtschaft von Karl Friedrich Reihert zu Himbach mit dem Adam Wilh. Reinhart einen Disput, der M» gegenseitigen Tätlichkeiten ausartete. Wie die umfangreiche Beweisaufnahme ergab, bat der Angeklagte in Notwehr gehandelt. — Ter Taglöhner H. Sch. von Helfersdorf sollte sich wegen Bettelns zu verantworten, er war aber nicht erschienen. Ta nicht rechtzeitig geladen worden war, wurde die.Hauptverhandlung ausgesetzt und neuer Termin bestimmt. — In der Privatklageiache des W. E. von Himbach gegen den F. B. V. daselbst wegen Beleidigung wurde der Angeklagt? nach umfangreicher Beweisaufnahme zu 5Mk. oder einen Tag Gefängnis verurteilt und mit den Kosten des Verfahrens, einschliestlich der dem Privatkläger entstandenen notwendigen Auslagen belastet. Auch wurde dem Beleidigten die Be- lUgms zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils binnen 14 Tagen nach Rechtskraft durch Anschlägen an der Ortstafel zu Himbach mtf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. — -ter Taglöhner I. K. aus Egelsbach, zurzeit hier in Unter» fucbung§baft, wurde wegen Bettelns und Ruhestörung zu insgesamt acht Tagen Haft verurteilt. Tie erkannte Strafe wurde durch die erlittene Untersuchungshaft' für ocrbüRt erklärt. — Tie Privatklage des I. Fr. M. von Eckartshausen gegen die G. K. Ehefrau daielbst wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Tie Angeklagte nahm die beleidigende Aeusterung mit dem Ausdrucke des Bedauerns zurück und zahlt als Buße 5 Mk. für die Srts- armen in Eckartshaufen imd trägt sämtliche Kosten des Verfahrens.
London, 22. Juli. Geiieru luuröe der Prozeß gegen den Anwalt Newton, den Landmakler Bennett und den Graseii Festeti es ivieder anfgeiionnneii Tic Angeklagten sollen dem jungen Cefterreichcr P li o rs ct) 270 000 Mk. abgeschwindelt haben. Ter Anwalt hielt eine lange Verteidigmigsrede. Tie Verhandlung würbe vor Schluß noch vertagt.
|: X Büdingen, 21. Juli. (Schöffengerichtssitzung.) tic L. W. Ehefrau M. geb. I. in Büdingen wurde wegen Be- lndigung des Polizeidieners Rausch in Büdingen zu 12 Mk. Geld- 8'afe oder vier Zagen Gefängnis verurteilt. — Der Landwirt f.S. und sein Sohn W. B. von Himbach wurden wegen Bedrolnmg
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m In unser Gcnossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Konsumvereins II, eingetragene Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht, zu Watzenborn eingetragen: Johannes Fett zu Watzenborn ist aus dem Borstand ausgeschieden und
** In der Strafsache gegen Bprn gä sser hat sich Herr Herz auch gegen eine Stelle aus dem Bericht des -fr ebener Anzeigers verwahrt, dabei aber anscheinend übersehen, daß es sich lediglich um die Wiedergabe dessen handelt, >v«s Borngässer ausgesagt hat. Was den Fall Herz anlangt, der von dem Verteidiger Leopold Borngässers, Herrn Rechtsanwalt Kauf m a n n , unserer Meinung nach treffend beleuchtet wurde, so werden wir darauf nach der Verkün- dizung des Urteils zurückkommen, da er für das Geschäfts- ’i leven von ungeheurer Wichtigkeit ist.
** Vcrhasftung. Ein hiesiger Schuhmachermeister Mirde in Untersuchungshaft genommen, weil er sich angeblich cm seinem 15 Jahre alten Pflegekind sittlich vergangen haben soll.
Oermischte».
I >n T o d e v e r e i n t. Aus B a d D ü r k h e i rn, 2-2. Juli, wird gemeldet: Gestern mittag sahen einige Bewohner von b'cctbcit rwei junge Leute in den bei Grethen gelegenen HerzogßiveiHer springen und sofort unterfingen. Einige Zeit danach fand man die Leichen des 24 Jahre alten Fabrikschlossers Adolf 9lcu- mann und der ^etwa gleichalterigen Philippine Faulhaber. Beide hatten sich mit Stricken zusammengebnnden. Tie Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ter Grund der Tat ist nicht aufgeklärt.
* Tie Bluttat in der Marienschule zu Brent e n forderte noch ein weiteres Opfer. Gestern abend starb im Tiakonissenlraus die sechsjährige GVli Höger infolge der erlittenen Schußwunden.
* Selb st m o r d. Aus Plauen i. B. wird gemeldet: Auf der König-Friedrich-Augusfi-Brücke schoß, sich gestern ein Unbekannter eine Kugel in den Kopf und Mrzte von der Brücke hinab. Er war sofort tot. Es ist dies der 25. Selbstmörder, der von dieser — im Volksmunde unter dem Namen „Selbstmörderbrücke" bekannt — Brücke in den Tod ssing.
* Beim Naschen getötet. Aus Ludwigsburg wird gemeldet: Ter 15jährige Lehrling Nieder kletterte in der Nacht in die Backstube einer Konditorei, um zu naschen. Der Konditor rief ihn mehrere Male an und gab, als er keine Antwort erhielt, einen Revolverschust ab, der den Lehrling ins Herz traf und tötete.
* Von der Obers l'ächeversch wund em Wie der ,T)b er schlesische Kirrier" meldet, verschwanden der in der Ortschaft Schle si e n g r ub c gelegene Holzhängeschacht der Schlesischen Zinkakttengesellschaft tmd der dazu gehörige Turm vollständig von der Erdoberfläche, wo ein 15 Quadratmeter weites Loch klafft. Alle anderen Sck)acht- bauten sind eingestttrzt. Verunglückt ist niemand.
* Eine weitere Strafe für den Nancper Raufbold. Wie aus Nancy gemeldet wird, hat das Universitäts- gcricht den Studenten der Medizin Collot, der am 14. Juli den Kaufmann Konrad aus Hayingen in einer Bierhalle ge- schlagen hatte, für ein halbes Jahr von der Nancyer Universität ausgeschlossen.
* Borden Augen seines Sohnes stürzte auf dem Untersbcrg in den Salzburger Alpen ein Steuerbeamter aus Zollheim ab und starb bald darauf.
* Zur Meuterei im Vatikan schreibt „Messa- gero": Es scheint, daß die Garde im Augenblick einer kleinen Reform unterzogen wird, der nachher eine gründlichere Reform folgt, um die Garde wieder zu ihrer Aufgabe der Dekoration und der Parade zurückzuführen. Die Gardisten würden allmählich ersetzt werden. Der Vatikan bewahrt strengstes Stillschweigen und wünscht jedoch vor allem, dast die Ruhe wiederyergestellt wird. „Messagero" glaubt zu wissen, daß. Oberst Repond erneut seinen Abschied nehme. Die Gardisten würden nicht bestraft.
• Unfall bei einer Schießübung. Alls Nieu- wedies wird gemeldet: Am Dienstag Vornlittag wurde bei Schießübungeil im Fort Erbprinz das 'Lerfchlußsüick eines 24- Zenlimeter ° Geschützes losgesprengt. Zwei Unteroffiziere und drei Mann nnirben verletzt.
* Ter bedrohte Milliardär. Aus New Dor? wird gemeldet, daß Garn egi eine Bombe zugeschickt erhielt. Tie Polizei versuchte, bic Höllenmaschine zu entladen. Da dies nicht gelang, wurde sie von einem Schleppdampfer aufs Meer gefahren und in die Tiefe versenkt. Die Urheber des Anschlages sind noch unbekannt.
Wetteraussichten in Hessen für Donnerstag, den 24. Juli 1913: Langsame Abnahme der Niederschläge, wärmer, südöstliche Winde.
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