** Tageskalender S t a d t t h e a t e r.
Sonntag nach
anderer Grund liegt darin, das; Krankheiten des kindlichen Alters, nich wenn sie das Leben nicht in Gefahr bringen, doch für die
fehlerhaften Körperbeschaffenheit im kindlichen Alter stört nicht
ein Strahl Begegnung zu allerlei
abends 7'/, Uhr: „'M u t o
illein das zeitweilige Wohlsein, sondern ihr Einfluß reicht mich die Zukunft; sie unterbricht nickt nur allein für den Augenblick die Tätigkeit des ergriffenen Organs, sondern sie hält auch ‘ine Zeitlang die Fortentwicklung des Körpers auf, oder leitet xeselbe in eine sc hl erlitte Richtung. Der Besuch des Bortrags ft daher, besonders unseren Frauen und Müttern, denen ja das Wohl und Wehe ihrer Kinder in allererster Linie nm Herzen liegt, sehr zu empfehlen.
** Eine Uebungsstunde der geübteren Turne r d e s GaueS Hessen findet morgen nachmittag 2i/2 Uhr in der Turnhalle zu. Wetzlar statt. Geturnt werden die Gewandtheitsübungen und die vom Kreise in Aussicht genommenen Pferdübungen für das Deutsche Turnfest zu Leipzig.
** A ü f tauf. Gestern nachmittag entstand in dsr Wetzsteingasse zwischen Arbeitern ein Streit, der einen Menschenauflauf hervorries. Als Schutzleute einschritten, luidersetzte sich ein Arbeiter, was zu seiner Festnahme führte. Als ein anderer den Verhafteten zu befreien versuchte, wurde auch dieser festgenommen. Die Ehefrau des einen Festgenommenen beteiligte sich ebenfalls an dem Skandal und mußte zur Anzeige gebracht werden.
** V e r l o r e n. In der Lrebigstraße wurde am 15. v. Mts. ein schwarzer Astrachanpelz verloren.
Landkreis Gießen.
mittag 3*j, Uhr: .Rosenmontag*;
11 e b di e n".
Minister Jonescu: Unser Gesandter wird zur Teilnahnr cnrfgesordert iverden, lvenn immer rumänische Juteressei -ur ©rörtenuig stehen. Falls später eine offizielle Kon ferenz stattfindet, wird Rumänien vertreten fein. Ick hoffe nicht nur, sondern ich glaube auch, daß ein Krieg vermieden werden wird, obwohl schwierige Fragen toit die Frage der Grenzen 2llbaniens zu erledigen sind. Jonesci lehnte es ab, sich über die Ausdehnung der von Bulgarien beanspruchten Gebiete zu äußern.
Veränderungen in Aegypten.
Der Berliner ,^Lokalanzeiger" meldet aus Kairos Besprechungen des Khedive mit Lord Kitche- ner und den ägyptischen Ministern, selbst des Nachts werden in hiesigen offiziellen Kreisen als Anzeichen einer bevorstehenden wichtigen Veränderung des staatlichen Zustandes in Aegypten gedeutet. Ein Gerücht gibt als Zeit Punkt den 8. ds. Mts. 'an, den Tag des Regierungsjubiläums des Khediven.
Ans Statt rind Cant,
Gie tzen, 4. Januar 1913.
Kreis Friedberg.
— Friedberg, 3. Jan. Dec Groß Herzog Haiden Gartengehilfen Rod. Slanarz in Friedberg zum Ober- garlengehilfen ernannt.
_ x Bad-Nauheim, 3. Jan. Die erste Sitzung der Stadtverordneten im neuen Jahre sand hemc statt. Auf der Tagesordnung standen 9 Punkte, von denen hervor gehoben seien: Es wird eine Ortsfeuerlüschordnung verlesen, wonach die männliche Einwohnerschaft vom 20. bis 35. Lebens fahr feuerwehrpflichlig ist. — Zu dem. Pmitte „Bni.bach— Licher Ei se n ba h n - A kti en -Ge sel l scha f t" wurde dem Vertrag zugeftimmt, wonach die Gemeinden Oppershofen, Rocken berg, Steinfurth und Bad-Nauheim sich verpfticksten, den schuldigen Betrag im Verhältnis in übernehmen und den Zinsfuß der Obligationen auf 23/. Proz. dauernd festzulegen anstatt 4 Proz. aus 5 Jahre). — Es wurde beschlossen, daß die neue Friedhofs- und Begrab uisordn n*n g mit dem 1. März in Krast treten soll. — Tie Vergütung für Etteilung dec> Israel V- tischen Religionsunterrichts in der Volksschule mürbe auf 200 Mk. erhöht. — Der Verkehrskommission wurden auf Anttag weitere 1500 Mk. bewilligt.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Alsheim, 4. Jan. Gestern abend hat der Arbeiter Wilh. R ü d i n g e r seinen Kollegen Wilh. B ä r e n z mit einer Mistgabel e r sto che n. Der Täter wurde verhaftet.
Hessen-Nassau.
W. Frankfurt, 3. Jan. Gestern abend gegen 11 Uhr wurde im Ostgüterbahnhof in der Nähe des Stellwerkes der Heizer Franz Dahr beim Ueberschceiten der Bahngeleise von dem um 11 Uhr vom Ostbahnhof abgehenden Zuge erfaßt und sofort getötet.
Zukunft den Grund yu einer egen können. Eine Krankheit
tuhidiirfahrt
Leipzig, 3. Jan. Zwei Unteroffizierflieger, Markgraf und Müller, sind beute vormittag bei der Ablegung Der Feldpilotenprüfung, als sie von Halle nach Leipzig' zurückkehrten, aus unbekannter Ursache in der Nähe des Flugplatzes Linden- t hal in einen Tannenwald abgestürzt. Ter Llpparat wurde vollständig zertrümmert. Beide Flieger sind schwer verletzt worden. Sie wurden nach dem Krankenhaus gebracht.
Mülhausen t. E., 3. Jan. Wiedel tun ein Weltrekord wurde von dein Flieger Faller auf dein Aviatik-Tovveldecker CUilitärtDD' auf dein Habs'eimer Fluavlatz heute nachmittag erzielt. Faller flog mit find Passagieren eine Stunde 6 Minuten und 5 Sekunden. Ter alte Rekord wurde von f e.itnant Woriffcn mit ‘23 Älinuten gehalten. Tas Gesamtgewicht der seckis Personell betrug 41‘» Rilnaramm ohne Betriebsstoff. Ter neue Rekord ist um so bemerkenswerter, als er aut einem Apparat mit einer Spannweite von nur 16,8) Pieter ansgenihrt winde.
Der Syn- Tr. Gold-
die Matrone, am 24. Februar 1855. Auch an dem Hause, wo Jl® lI* ^jeäbcn lange gewohnt, Drehgasse 3, befindet sich eine Gedenktasel zur Erinnerung au die Frau, auf die ~
vom Ruhmesglanz Schillers fiel. Natürlich hat die Schillers mit diesem Mädchen aus dem Volke auch Sagen Anlaß gegeben.
R i n e m a t o a r a d b: Täglich Vorstellung Biograv H»L i ck> t s v i e I e : Täglich Vorstellung.
B a k o t s K a in in e r - L i ch t s v i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.
Museum des oberhessischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11 — 1 Uhr unentgeltlich.
Ri u f c u m für Länder- n n d Völkerkunde. Geöffnet Eonnt'gs von 11 — I Uhr unentgeltlich.
Museum fü r Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11 —i Uhr unentgeltlich.
O b e r h e s s i s ch e r K u n st v e r e i n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Neue Ausstellung. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag) von 11 — 1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, Mittwoch nachmittag von 3-5 Uhr.
O b e r h e s s. Damenh e i in : Vortrag von Fran Oberst von Barrel eben von Kassel über Tamenbeime, Erfahrungen und Aussichten. Samstag nachmittag 5 Uhr im großen Hörsaal der Universität.
£> u in o r i fH f cf) e § Konzert der Großen Gießener Karne- valgesellschaft. Sonntag nachmittag 4l/2 Uhr in Steins Garten.
>1 n läge in nsik am Sonntag, 5. d. Alts., vormittag 11^4 Uhr (nur bei günstiger Witterung) in der Süd-Anlage. Spielplan: 1. ^»Fest-Neveille" (9hm danket alle Gott) von F. Golde: 2. Spinnerlied au5 der Oper .Ter fliegende Holländer", von R. Wagner: 3 Fackeltanz B-dur, von G. Meyerbeer; 4. Abschied der Gladiatoren, von Fr. Fuetk.
** Lehrerpersonalien. In den Nu he ft and versetzt wurde die Lehrerin an der kath. Schule zu Bingen Katharina Stramitzer auf ihr Nachsucheu, unter Än- erfennung ihrer langjährigen treuen Dienste.
** Der Verein evangelischer Organisten und C h o r d i rig en t en in Hessen hielt seine sechste J a hresversammlung in F r a n t f n r t ab. Die dreistündigen Verhandlungen leitete Reallehrer Müller in Friedberg. Außer den üblichen Berichten wurden Vorträge gehalten über Orgeldisposi ioncn, Aufführungsrecht neuer Kompositionen, Peusionsfähigkeit von Organ.stengchalten und die Verhandlungen der diesjährigen Landessynode wegen Aufhebung des Artikels 50. Nach dem gemeinsamen Essen führte Organist Breidenstein aus Frankfurt die beiden neuen Orgelwerte in Dr. Hochs Konservatorium vor.
' ** S t a d t t h e a t c r. Es sei darauf hing.wiesen, daß die morgige Volisvorftellung von „Rosenmontag" die letzte Aufführung dos Werkes überhaupt ist. Auch „Auto- l i e b ch e n", dessen achte Aufführung morgen stattfindet, muß bann vorläufig vom Spielplan abgesetzt werden.
** Ter Cttomar Enking-Abend muß laut tele- graph.scher Mitteilung des Prof. Enking aussallen.
** V o m Naturheilverein Gießen wird uns gc- schrtebett: „Tie gefürchtetsten Kinderkrankheiten", ist das Thema eines am nächsten Donnerstag im Hotel Schütz statttindeuton Vortrags. Wenn man alle Krankheiten, die in einem' bestimmten Zeiträume austreten, zusammenftellt, so würde man finden, daß mindestens der dritte Teil davon zu denen zählt, die die Kinderwelt heim suchen. Aber die Kinderkranl-citen sind nicht nur sein häufig, sondern auch sehr gefährlich. Die Möglichkeit, daß sich bet einem scheinbar unbedeutenden Unwohlsein leicht eine Lebens- ge-aftr entwickelt, ist t>cr erste Grund, warum man auf jede Störung int Befinden eines Kindes aufmerksam sein muß; ein
Per IHorö als Wissenschaft.
Eine Anzahl der hervorragendsten Kriminalisten, Juristen, Geria tsärzte und Chemiker haben sich in diesen Tagen gemeinsam an die Regierung von Illinois gewandt, um ton den Staatsbehörden d e 'Bereitstellung der nötigen Mittel zu einer Bekämpfung des „w ssenschaftlichen Mordes" zu erlangen. Ein Institut soll 'gegründet werden, in dem Männer der Wissensck-aft Möglichkeit siitdeu, den Kampf gegen das moderne Verbrechen erfolgreich auszunehmen, denn nach der übcrcinftimmcnbcn Aussage der Autoritäten aus den Gerichtshöfen von Chicago haben die Methoden der Mörder sich in den letzten Jahren derart verfeinert, tompli ziert und vervollkommnet, daß mit dem jetzt üblichen System der ^wt erschau viele Verbrechen sich der Entdeckung und damit der Verfolgung entziehen.
An der Spitze dieser Bewegung zu einer Vervollkommnung der Kriminologie stchen Prof. Haines, Dr. Ludwig Hektvn, der bemalter von Chicago Mr. Olsen unb der Oberstaatsanwalt ^rr. Ho>fenn, deren Ausführilngen in der Behauptung gipfeln, daß der Mord nt den letzten Jahren geradezu eine Wissenschaft und eine „ichönc Kunst" geworden sei. Nach den Erfahrungen der jüngifen Zeit ist gegenwärtig unter den amerikanisch^ Mördern der sogenannte „K o b r a t o d" das beliebteste Mittel, ihre böfteren Klane ausKuführen. Diese Mordmethode besteht darin, das dem Opter durch eine winzige Kratz- oder Stichwunde, die kaum die Haut ritzt, etwas Kobragift zilzuführen, worauf binnen wenigen Minuten der ^od eintritt. Tie Aufdeckung solcher Verbreckwn, die, mit der rammerteften Kenntnis moderner Gifttunde arbeiten bereitet den Behörden und der Justiz die größten Schwierigkeiten und £u deren Bewältigung genügen die bis jetzt üblichen Unter» suchmngsrneth-vbcn nicht mehr. Eine andere Art Wissenschaft lichen Mordes, deren Feststellung nur schwer gelingt, befielst darin, daß der Mörder seinem Opfer unter dem Vorwande, ihm eine Medizin zu verabfolgen, eine kleine Kapsel ober Oblate ^gwt, bie Bazillen oder Keime einer tödlichen Krankl)eit ent halft Richter Olsen führt aus, daß er persönlich eine ganze Jicilje von Fallen kennen gelernt habe, in denen Versuche gemacht wurden, tödliche Krankheitskeime zu kaufen: und zwar in Fällen, wa es sich offenkundig nicht um eine wissenschaftliche Verwendung ber Gifte handeln konnte. Und diese Versuche sind sehr häufig unb mehren sich.
Prof .Haines weist darauf hin, daß viele Menschen, die im Kreise ihrer Familie scheinbar eines normalen Todes ft erben, '".^.ftluchkeit die Opfer von Mördern sind, die mit diesen Krank- heftskelmeii und durch vergiftete Nadeln, deren Anwendung keinerlei sichtbare Spuren hinterlassen, ihre verbrecherischen Ziele erreichen. Nur mit den vollkommensten Mitteln moderner Wissen- tzchaft wird es möglich, berartige Verbrechen festzu stell en. Tie Aussagen ber Fachleute und die vorgebrachten Beispiele haben öars ts '(rrrolg gehabt, daß der Präsident des Finanzkomitees von Illinois Mac Cormick die Notwendigkeit der Errichtung eines Institutes ziir Bekampsung des wissenschaftlichen Mordes an» erkannte. L.as neue Institut soll in Chicago erstehen.
... , Detail les B er m 8 chtn i fse. Aus Paris
Ä? '. Tcc Testamentsvollstrecker des verstorbenen Malers mackst Mitteilung von einigen interessanten Legaten die der ?rU"sLer wr .ebene Museen gestiftet hat. So vermacht er dem Armee-Alu)eum eine preußische Fabn<- S! ^abre 1806 bei Magdeburg von den Franzosen genommen wurde unb im suli 1830 bet ber Plünderung des Pariser Artillerie- ümi;*ronrtb T-e umfangreichen Kunstsammlungen Te- tailles, die neben einer Reihe eigener Werke und Skizzen eine Un!3tr.f°/lbQt^ "lter Stiche nach Grmze und .Hckkace Bernet enthalt, wie auck kostbare Tapisserien, Weünd na4J Verfügung des verstorbenen Künstlers »L^g^k ltieri;CTT- 4-cr Ertrag wird bann dem von der Gesell ^"'"ukunde aus dem Boulevard Malesli^rbes geschaffenen Trachtenmusenm uberwieien werden. Ti sem Mnseiim hat xetaiHe auch die kleine Trompete, ba-? Lottospiel und die Netne Patron en tat che vermacht, die einst das Spielgerät des Königs von Rom waren. a
^^.^richten aus Kunst und Wissen- schasft Cttomar Enking ist vom König von Sachsen zum Pwsessor ernannt morden. - In München ist der Lfte?a^ hlst^iker Prosestor W e l t r i ch im Alter voil 68 Jahren gefto^V N^br Professor der Mathematik Kinkelin von d^Univeffftäs Basel ist im Alter von 81 Jahren gestorben. — T-r be k^te Komponist Promsor Dr. phil. et nruf. i>. c. Max Bruck in Berlin Pollendet am 6. Januar ba» 75. Lebensjahr $
vermischtes.
„ ^.Unterschlagungen. Tie Grundkreditbank in Avntgsberg sPreusten) wurde durch Veruntreuungen eines säst Io xyabre bei ihr tätig gewesenen Kassierers und Prokuristen um ungeiäftr 60000 Mark geschädigt. Der Kassierer verpfändete Wiwtpapiere bei Bankinstititten, mit deren Erlös er Börsen }periilahonen betrieben hat. Tie Bank zog sofort die Lombards zuruck, so bah dem Kundenkreis ber Bank durch diesen Ver- traumsbruch des Angestellten feine Verluste erwachsen.
Einen Säugling erschossen Als der Br ätz er Gendarm von Rogsen aus nach Hause ritt, sah er etwa vier Kilometer von Rogsen im Walde einen Schuf; aufblitzen Wild hiebe vermutend ritt er auf die Stelle zu, nm sie zu überraschen Wahrend anscheinend mehrere Männer im Walde ver chwanden, erwischte er eine Frau mit fünf Kindern, wovon sie k’l ^nxt« D,cr Monate altes auf dem Arm trug. Zur Klärung öe5 Vorkommnisses nahm ber Gendarm die Familie mit nach Rogsm. Unterwegs begann die Frau zu jammern, daß man ihren Säugling erschossen hätte. Tas stellte sich als wahr heraus, ^.as Kind hatte in der rechten Seite die tödliche ^chukwunde. Tie Frau, die dem Vernehmen nach zu einer in der Gegend nicht unbekannten Zigeunerbande gehört, wurde nun verhaftet unb die Kinder in Rogsen untergebracht.
- /^Überschwemmungen im Nordwesten Amerikas haben die Verbindungki. unterbrochen und die Züge auf- gehalten. <$m mittleren Westen- hat ein heftiger Sturm die Telegraphen drahte zwischen Chicago und Pitts bürg zer- tört. <ön Philadelphia deckte der Wind das Dach einer Fabrik ab, wobei viele Fabrikm ädchen verletzt wurden.
Eine seltsQme Mordtat. Ans New York wird getmildet: Der Bankier Edey erschoß in seinem Wohnhau.se in B^el s c> r t feine Frau und sich selbst. Edey hatte sich in «jnCnrtVrau 1eincd Freundes verliebt und bezahlte diesem 30 000 Dollars, damit er ihm die Frau abtrete und die iyrau den Bankier Edey heirate. Beide leiteten die Schei-
— Sudermann und die „Schau bühn c". bckuS des Verbandes deutscher BülMenschriststeller, bäum, schreibt dem. B. T.: ,Zn Ergänzung Ihrer Notiz "über öie einstwettige Beringung Hermann Sudermanns gegen den Herrn ^acvbiost'.i teile ich Ihnen als Vertreter Hermann Sudermanns mit daß nult wegen der Kritik, sondern lediglich wegen ber rechts- wwrigen öffentlichen Mitteckung des wesentlickstm Jnlwlts des Schauspiels ,,-ier gute 9hif" in der „Schaubühne" das Hcraus- gabeverbot und die Wegnahme des Artikels, erfolgt sind. Diese Veröffentlichung vor der Aufführung und vor der Buchansaabe ist nicht nur eine schwere Indiskret on, sondern auch eine Gesetzes- Verletzung, und -war eine strafbare. Abgescl-en von der Ver- die Täter Strafantrag bei der toniglichen Staats- ÄS, ’Ä "»«»m. bic tzjvrt w!ijei!i»e Beschlagnahme 5rburd' b,a§. Anttsgerlcht Charlottenbnrg erwirkt hat.
bei dem königlichen Landgericht III Berlin m”.^uTf91T&Ätren8tra 3i*’il,,r0$efi **
= Klein-Linden, 3. Jan. Am 19. Januar feiert ber G esa ngverein. „Harmoni e" sein Winterfest. Mit dem Stücke „Der ^ckdschütz" glaubt ber Verein toieber einen glücklichen Griff getan zu lsaben.
+ Heuchelheim, 3. Jan. Der Heuchelheimer G e m e i n d e w a l'd ist preußisch g 'worden und der Ge- inarkung der Gemeinde Rodheim zugeteilt worden. Die Rechtsbeistände unserer Gemeinde, Justizrat Grün'Wald und Rechtsanwalt Schneider in Gießen, fyaben festgestellt, daß 18-57 durch einen besonderen Nach, rag zum Friedens- Protokoll von 1866 zwischen Preußen unb Hessen das Ho- heitsrecht an dem 120 Morgen großen Heuch.lyeimer Wald an Preußen übergegangen ist. Sonderbar erscheint es allerdings, daß der preußische Staat 45 Jahre hindurch dieses Hoheitsrecht nicht ausgeübt hat und erst jetzt anscheinend ohne jede Veranlassung das bisher allgemein als hessisches Gebiet ang-efeigene Stück Wald als zu Preußen gehörig in Anspruch nimmt. Die Bewohner von Heuchelheim sind der Ansicht, daß Preußen sich erst auf Veranlassung eines dem Walde benachbarten Jagdpächters der Abmachung von 1837 erinnerte. Man hat hier die Meinung, daß es von Preußen schöner gewesen wäre, wenn man j.tzt, nach 45 Jahren, die Verhältnisse hätte beruhen lassen, wie sie ich gestaltet haben, gleichviel, ob die Pächter der benachbarten preußischen Jagdreviere ein paar Rehböcke mehr oder weniger im Jahre erlegen..— Tas Eigentumsrecht und die Nutzung des Waldes ist, trotzdem er preußisch geworden ift, unserer Gemeinde geblieben, aber das Jagdrecht im Wald hat sie verloren. Es geht an die preußische Gemeinde Rodheim über, die damit eine unerwartete Bereicherung in Form von Jagdpacht erfährt. Heuchelheim hat jetzt nur noch Feldjagd, die nach dem Fortfall der sehr vorzüglichen Waldjagd als Gemeindejagd erhebnch an Wert verloren hat und in ihrem Pachtwert wesentlich gemindert ist. Auch die Steuerverhältnisse wegen des Waldes werden durch dessen Einverleibung in Preußen zum Nachteile der Gemeinde geänbext Heuchelheim hat für die Ueberlassung des Jagürechtä an die Gemeinde eine verhältnismäßig hohe Summe an den hessischen Staat bezahlt, wobei die nun verloren gegangene günstig liegende Waldjagd mitberechnet war. Im Interesse der Gemeinde, die "durch die veränderten Verhälttüsse geschädigt ist, wird versucht werden, von dem für die Jagd bezahlten Betrage einen entsprechenden Teil zurückzuerhalteu. Bei Preußen will man vorstellig werden, daß der Wald steuerlich nicht höher angerechnet wird, als dies bisher in Hessen der Fall Ivar. Interessant dürfte sein, daß Preußen beim Friedeusschluß 1866 anfänglich als Grenze zwischm dem annektierten Gebiet und der Provinz OberheffTn die tLahn gestimmt haben wollte. Danach so.lten Heuchelheim, ine Gemurlüng Gießen rechts der Lahn und das Dorf Ruttershausen preußisch werden. Im Friedensprolokoll ist man aber dcwon abg. gangen und hat feftgelegt, dä-ß Heuchelheim und Ruttershausen bei Hessen brieb en.
d. Lick, 3. Jan. Unsere Stabt, die 1806 bcin Großherzogtum Heften emv er leibt worben ist, musste in den folgenden Kriegslagen manchen feiner Söhne zu den Truppen stellen, bic Napfteon mm ton Rtombunchürsten verlangte. In Spanien 1808—1812, in Rußland 1812 und im Befreiungskämpfe 1813 kämpfte mancher Acker in hessischen Regimentern. Die meisten finb auf den Schlacht,clbern geblieben, in der Gefangenschaft gestorben oder onst verschollen. 9hir von folgenden Männern, die ben Russen- minter überstanden und bei Leipzig noch für Napoleon gekämpft haben, bann aber nut den geeinten Tont scheu gegen Frankreich Men, weist man, daß sie die Kriegsjahre überftanben haben: Michel Daetz, ^afob Kaemmerer, P. Ran, Hrch. Schna- D eJ / alles Angehörige iwch vorhandener Licher Familien. Tiese Mäimer konnten sch nach den Kriegsjalwen noch langer Gesundheit enreuen.^ a,ie jetzt lebende ältere Generation kennt sie noch genau unv weist gerabe jetzt in Erinnerung an die schwere Zeit vor 100 Jahren notf> manches von ihnen unb von ben aus ihrem Munbe vernommenen Kriegsberichten zu erzählen. Die Rach- tommen des ei neu der Kriegsteilnehmer nannte man später noch lauge die „Rustlanber". In hohem Mter würbe den Veteranen noch die -ö-rcuto zuteil, ben Ausgang des 'Feldzugs 1870/71 erleben ju tonnen. Unb als man auf unserer nahen Hardt erstmalig Sedan leierte, da ftirnmten bic alten Veteranen, bic im Wagen nach dem hochgelegenen Feslplatz gefahren werben mußten, noch em m bte allgemeine Begeisterung. Von dieser Sedanfeier her haben sich auch viele jetzige Einwohner das Bild ber alten Krieger in ber Erinnerung bewahrt. Es sei an biefer Stelle angeregt daß manim ^Mereffe unserer Heftnatsgeschichte auch die Namen ber in den Kriegen vor 100 Jahren im Felde gebliebenen Licher feststellen lollte, um ihnen im Laufe des Jahres vielleicht eine schlichte Elwnng erweisen zu können, wie das in anderen Städten bereits geschehen ist.
Kreis Schotten.
n. Schotten, 3 Jan. Dem Verein „Lehr er heim Vogelsberg , der sich die Erhaltung unb den Ausbau des heffischen L e h r e r h e i m s am Altenburgskopf bei .Schotten zum
Otfett h-t. würbe eom Äinifterium d-s 3nnem ein" c I d lot t c r I e Trat zwei eericn von je 120 000 Losen a 1 Mk genehmigt, wovon ,e 40 000 Lose in Hessen zugttaffen sind bi9cF "bts mit finanziellen Schwierig- ÄtiÄt tr“en L.7 --nzu-eichen.
Umgebung eine T Y pH udcvibemie herrsche, entspricht nrck^ Snoerläftiger nGrrÄgungC lügen g^gmwättch^iü
Gine Krankenpflegerin, die in Michett ' back beruftich tätig war, wurde ebenfalls von ber Mranfheit • bei allen, ffe ist aber auf ban Wege der Besserung.


