Ausgabe 
3.4.1913 Erstes Blatt
 
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Der Streit um Silistria.

Sofia, 3. April. Angefehnre hiesige Blätter bringen auf Grund Petersburger Telegramme die Nachricht, daß Rumänien Silistria erhalten werde. Obwohl die Nachricht offiziell noch nicht bestätigt ist, hat sic doch auf die Börse einen nachhaltigen Eindruck gemacht.

Vie Antwort -er vaikanftaaten.

auf bett Friedensvermittlungsvorschlag der Großmächte, der von der Tiirtei bereits angenommen worden ist, verzögert sich, wie aus Wien geincldet wird, da Serbien und Grie­chenland hinsichtlich der Abgrenzungen Schwierigkeiten machen.

Die türkische Stimmung.

Konstantinopel, 2. April. Die türkische Presse führt eine resignierte.Sprache. Die Blätter glauben* daß der Friedens- schluß nahe bevorftehe unb die Feindseligkeiten wahrscheinlich schon morgen eingestellt würden. In ganz Stambul herrscht gegenwärtig volle Ordnung und Ruhe. Ter Sultan be­glückwünschte die Gemahlin S ch ü k r i Paschas zu der tapferen Verteidigung Adrianopcls durch ihren Gatten.

Gestern trafen 250 verwundete und 35 gefangene Bulgaren ein, die nach Ismid befördert wurden.

Die Gerüchte, nach denen Abdul Hamid 800000 Pfund zur Kriegsspende beigesteuert habe, werden dementiert.

Aus dem Reichstage.

Berlin, 2. April.

Der Reichstag ist heute, am 2. April, wieder zu seinen Beratungen zusammengetreten.

Ein herzlicher Willkommengruß des Präsidenten Dr. Kaempf an die Reichsboten leitete heute die Frühjahrs- bezw. Sommertagung des Reichstags ein, in deren Mittel­punkt neben der Erledigung des restlichen Voranschlags die Wehr vor läge und die ansehnliche Reihe von DeL- kunys-entwürfen stehen wird. Naturgemäß war all­gemein die Unterhaltung mehr diesen wichtigen Fragen ge- widmet, als dem auf der Tagesordnung stehenden fort­schrittlichen Antrag Dr. Aölaß, betreffend die Einschränkung der Fideikommisse von Reichs- Wegen. Voraussichtlich wird das Plenum Freitag und Samstag nicht tagen, um den Fraktionen Gelegenheit zu geben, ihre Beratungen zu fördern.

Zu Beginn der Sitzung gedachte der Präsident zunächst des.Hinscheidens des Fürsten Reuß,, des fluchwürdigen Anschlags auf den König von Griechenland, sowie der U e h e r s ch w e m m u n g s k a t a st r o p h e in Amerika und sprach zu den Ereignissen das herzlichste Beileid des Reichstags aus.

Sodann bestieg, mit gewichtigem Material bewaffnet, der Abg. Go t he in die Tribüne, um den Antrag seiner Partei zu begründen. Er machte gründliche Arbeit, schöpfte tief aus der Geschichte, um die' Entwicklung des Fidei- koinmitzwesens aufzuzeigen und schließlich seine Schädlich­keit für die gesamte Volkswirtschaft im einzelnen nachzu­weisen. Die Zuständigkeit des Reichstags, die bekanntlich sehr umstritten ist, bejahte der fortschrittliche Redner, wäh­rend auf der andern Seite <pcrr Dr. Spahn die Frage ausschließlich den Einzelstaaten Vorbehalten wissen wollte. Dasselbe tat später der Konservative Dietrich. Dem- gegenübLr wies der nationalliberale Abg. Dr. Thoma darauf hin, daß sich fetzt schon eine Reihe von Reichs­gesetzen mit den Fideikommissen, wenn auch nur formell, befasse. Dann kritisierte auch Dr. Thoma das Institut der Fideikommisse als etwas Ueberlebtes, zeigte die \!ei= ftungsfähigkert des Großbesitzes inbezug aus die Vieh- haltung, und geißelte besonders das Ueberhandnehmen der Forstwirtschaft auf Kosten des Wiesen- und Ackerbodens.

Abg. Dietrich polemisierte lebhaft gegen den Abg. Gochein, und machte sich schließlich das Wort von der Notwendigkeit einergesunden Mischung" von Groß- und Kleinbesitz zu eigen, ohne sich aber zu dem ehrlichen Bd- kenntnis durchzuringen, daß die jetzige Mischung äußerst ungesund ist.

Der Antrag wurde, nachdem noch die Abg. Dove (Vp.) und Bernstein (Soz.i dazu gesprochen hatten, gegen die Stinrnren der gesamten Rechten und des Zentrums an- genontine n.

Dem Reichstag ist der Entwurf über die amtlichen Wahlurnen für die Reichstagswahlen zu­gegangen.

Der Ael testenrat des Reichstages trat am Adittwoch nach Schluß der Plenarsitzung zu einer Besprechung über die Geschäftslage Mammen. Die Ver- abschiedungdcrWehr-undDeckuttgsvorlagen noch vor Pfingsten wurde nicht tn Aussicht genommen, vielmehr ist beabsichtigt, am 30. April, spä­testens aber am 3. Mai, mit den Pfingstscrien zu beginnen und nachher weiter zu tagen. Was vor Beginn der Ferien verhandelt und fertig gestellt werdet! soll, ivurde nicht festgelegt. Es soll erst der Gang der Verhandlungen im Dudgetausschuß abgewartet werden, dem sowohl die Wehr-

von den Wiener Musikverhöltnissen, 1900 dort ausschied unb die Leitung der Hallekonzerte in Manchester und die Direktion der Londoner Eoventgardenoper übernahm. Auch in Amerika hat er dirigiert, während man iljn in Deutschland fast nur in Bayreuth zu Hören bekam. Verdankt er Wagner seinen Ruhm, so ivurde er doch auch nicht minber int Konzertsaal gefeiert, besonders in Wien. Wie er die Hänbelsehetr Oratorien, Ivie er Beethoven und auch die Modernen mit dem großen Zuge seiner universalen Per­sönlichkeit, mit hingebender Durcharbeitung bis ins Kleinste diri­giert hat das wird als LeisMng höchsten Ranges gepriesen. Von Auszeichnungen. ehrte ihn besonders der Ehrendoktorhut der Universität Oxford.

Entdeckung eines Zwergstammes in Katne- run durch Prof. Thorbecke. Kurz vor Abschluß seiner neuen Reise in Kamerun 1912/13, aus der er in Gemeinschaft mit seiner Gattin und Dr. Weibel die Distrikte Tikar, Bitte unb Tibati erforschte, hat Prof. Thorbecke im Nguttegebirge eine Kolonne von einigen hunbert Zwergmenschen entdeckt, die seß­hafte Ackerbauern geworden sind, nachdem sie von den größeren Negern zu Sklaven gemacht worden waren. Es ist der erste Nachweis des Vorkommens einer Zwergbevölkernng im alten Teile des Schutzgebietes, während voraussichtlich in Neukamerun noch weitere Vertreter der afrikanischen Urbevölkerung ansgesunden werden dürften. Wie wirPeterm. Mitt." weiter entnehmen, erhebt sich bad steile Nguttegebirge über bic Wuteebene und die Nieberung bes Mbam in acht schroffen Gipfeln, von benen der höchste, ber Jandjom, wohl 1500 Meter ü. M. erreicht.

Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissen- s cha ft. Wie aus Madrid gemeldet wird, bringt derJmpareial" einen Artikel, wonach Spanien gesetzlich berechtigt sei, gegen Zu­rückerstattung der doppelten Anzahlung den Verkauf des Van der Goes rückgängig zu machen. In C ha r l o t t e n b u r g ist der Senator ber föniglidjen Akademie der bildenden Künste, Geheimer Baurat Otto M a r ch, gestern Nacht g e st o r b e n. Der dritte international e Kongreß für Lustrecht findet vom 5. bis 7. Oktober 1913 in Frankfurt am' Main statt. Henri van b c Velde, ber Bahnbrecher des modernen Kunst getcabes feiert heute seinen 50. Geburtstag.

als auch die DeckuugsVorlagen überwiesen werdet sollen. Ter kommende Freitag bleibt sitzungsftei, um! dem Büdget- ausschuß Zeit zu Beratungen zu lassen. Am Samstag findet eine Sitzung statt, deren Beginn auf 2 Uhr festgesetzt wird und ^us der Tagesordnung die Veteranenbeihilfen hat. Am Motttag beginnt die erste Lesung der Wehr- und Deckungsvorlagen.

Dar preußische Abgeordnetenhaus

hatte am gestrigen Mittwoch eine lebhafte Geschäftsordnungs­debatte über den Mehrheitsbeschluß des Hanfes, eine allgemeine Besprechung beim Titel Ministcrgchalt nicht stattfinden zu lassen. Es btteb indessen,bei dem Beschlüsse der Mehrheit. Die Beratung des Kultusvvranschlags ging bann weiter, wobei ber Zentrums- abgeoebnete Dittrich Beschwerde zum Kapitel Religionsunterricht, Ordensniederlassungen usw. vorbrachte, während der Abg. Hoff­mann die Trennung von Staat und Kirche verlangte. Das Haus vertagte die Weiterberatung auf Donnerstag.

Der Aaiser in Homburg.

. H omburg v. d. H., 2. April. Zur heutigen Ab e n d - täfel bei Ihren Majestäten waren geladen der tomman- t irren de General v. Scheu f, der Regierungspräsident von Meister mit Gemahlin und Landrat Dr. Ritter v. Marx mit Gemahlin.

Deutsches Reich.

T i e O st m a r b e n z u l a g e n.

Eine Einigung in der Frage der Gewährung der Ost- markenzulage an die Rcichsbeantten wird sich, wie wir aus Berlin erfahren, leider nicht ermöglichen lassen. Das Zentrum hat sich gegen die Gewährung der Ostinarken- zulage erklärt und will sich auf irgendwelche Zugeständnisse in dieser Frage nicht einlassen.

Eirxe Vc t erun cn sp end c.

Der Berliner Magistrat hat abermals 150000 Mk. als Beihilfe^ für die Veteranen aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870 71 bewilligt. Die Spende ist nur sür Veteranen bestimmt, die seit dem 2. Tttober 1910 ihren Wohnsitz in Berlin haben und den gestellten Bedingungen entsprechen.

Auslcrud.

Von der d ä nischcn Mari n e.

Dem dänischen Verteidigungsminister wurde von einer Abordnung des KoiniteeS für die Landesspende mitgeteilt, d er dänischen Marine werde ein Unterseeboot, dessen Herstellungskosten durch freiwillige Beiträge aufgebracht würden, geschenkt werden. Gleichzeitig wurde der Wunsch ausgesprochen, daß das Unterseeboot bett Namen Zweiter April" erhalte. Der Minister bankte im Namen der Regierung unb bcr Marine für die Gabe.

Der Aaiser und sein Pächter.

DieDeutsche Tageszeitung" erklärt in einer lurzen Notiz, daß die Westpreußische Lanbwirtschaftskammer, bereit Vorsitzender Herr v. Oldenburg-Ian u s ch a u ist, her­vorragend an der Beilegung ber Angelegenheit beteiligt gewesen sei. Die freikonservativePost" "sagt, man gehe in bcr Annahme wohl nicht fehl, daß ein tvesentliches Verdienst an der Rehabilitierung bes Pächters Sohst sich der Kronprinz erworben habe. Sie schließt ihre Be­merkung :

Offen bleibt bei bem ganzen nunmehr lcbiglich bic Frage, was mit jenen Stellen geschehen wird, die cs gewagt haben, den Kaiser auf eine so unverantwortlich leichtfertige und wahr- hcttswidrigc Weise zu unterrichten. Man darf wobt hoffen, das; Vorkehrungen getreuen werden, diese Ohrenbläser und Schädlinge, die im vorliegenden Falle einmal auf frischer Tat ertappt worden sind, für die Zukunst unschädlich zu machen.

Dcr Lrühichrr-pserbeinarkt in Gießen.

Gießen, 2. März.

Ter Fxühiahrspferdemarkt war mit 248 Pferden unb 16 Fohlen beschickt. Für Prämiierungszweckc wurden 2150 Mk. ansgcgeben. Tie Ausstellung von Wagen, Geschirren, S-tall- utenlilicn und landwirtschaftlichen Geräten war nicht so reichhaltig beschickt wie sonst, bot aber doch viel Interessantes.

I. Reitpferde unter dem Reiter gezeigt. 1. Preis (30 Mk.) Gottfried Leidich, Grüningen, brauner Wallach, 4 Jahre alt.

II. Wogenschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Aug. Frens­dorf, Gießen, bimkelbrauue Wallache, 4 und .'> Jahre alt. 2. I. Kaufmann & Eo., Frankfurt a. M., Rotsckstmmcl, 4 und 5 Jahre alt. 3. S. Michel, Gießeti, schwarzbraune Wallache, 4 Jahre alt.

III a. Schwere Arbeitsfchläge, paarweise zu prämiieren. 1. I. Kaufmann & Eo., Frankfurt a. M., Fuchs-Wallack), 4 Jahre alt. 2. Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, Füchse (Stute u. Wallach), 4 Jahre. 3. S. Atichel, Gießen, Rotschimmel (Wallach u. Stute), 5 Jahre. 4. S. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stute, 4 und 5 Jahre. Anerkennung S. Miä>el, Gießen, Notschimmel-Wallach, 5 Jahre.

III b. Leichte Arbeitsschläge, paarweise zu prämiieren. 1. Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stuten, 3 Jahre. 2. M. Bing, Lich, Fuchs-Stuten, 4 Jahre. 3. Aug. Frensdorf, Gießen, braune Stuten, 4 Jahre. 4. S. Kaufmann, Nieder-Weycl, Fuchs-Stttten, 4 Jahre. Anerk.Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stuten, 3 Iabrc, Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, Füchse (Stute u. Wallach), 4 Iabrc.

IVa. Schwere Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. 1. I. Kauf­mann & Eo., Frankfurt a. M., Fuchs-Wallach, 4 Jahre. 2. S. Kaufmann, Nieder-Weisel, hellbraune Stute, 5 Jahre. 3. Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, Fuchs-Wallach, 4 Jahre. 4. Fricdr. Ssartmandtcm, Branboberndorf, Rappen-Stute, 4 Jahre. Anerk.: Aug. Frensdorf, Gießen, braune Stute, 5 Jähre.

IVb. Leichte Arbeitsschläge, einzeln zu prämiieren. l.Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stute, 3 Jahre. 2. August Frensdorf, Gießen, braune Stute, 4 Jahre. 3. M. Bing, Lich, Fuchs-Stute, 4 Jahre. 4. Ed. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stufe 3 Jahre. 5. Aug. Frensdorf, Gießen, hellbraune Stute, 4 Jahre. 6. Eo. Kaufmann, Nieder-Weisel, braune Stute, 4 I. Anerkennung: August Frensdorf, Gießen, Rappen-Stute, 4 I.

Va. Arbeiisschlage, einzeln zu prämiieren. 1. PH. Stußt II., Nieder-Weisel, hellbraune Stute, 6 Jahre. 2. Wenzel Hasser III., Nieder-Weisel, Fuchs-Stute, 6 Jahre. 3. Job. Will). Weber, Lang-Göns, Fuchs-Stute, 4 Jahre. 4. Will). Wagner II., Kirch- Göns, hellbr. Stute, 5 Jahre. 5. Gg. Bill I., Nieder-Weisel, braune Stute, 9 Jahre. 6. PH. Schäfer III., Großen-Buseck, braune Stute mit Blässe, 7 Jahre. Anerkennungen: Frhr. E. v. Diernar, Eberstadt, Rotschiminel-Stutc, 5 Jahre. Konrad Bopf II., Kirch-Göns, hellbraune ^tutc, 4 Jahre. Alois, Tornasscnhcini, Notschirnrncl-Stutc, 9 Jahre. PH. Rock, .Hatten­rod, braune Stute, 4 Jahre. Hch. Düringer, Gambach Mvhren- schimrnel, 5 Jahre. Karl Heil, Butzbach, braune Stufe, 6 Jahre. Ioh. Faber X., Leihgestern, hellbraune Stute, 5 Jahre.

Vb. Arbeitsschkäge, paarweise zu prämiieren. 1. Phil. Reitz, Weckes heim, braune Stalen, 4 unb 5 Jahre. 2. Karl Vetter, Grund-Schwalheim, Fuchs-Stuten, 7 unb 3 Jahre. 3. Bürger­meister Rompf, Lang-Göns, brauner Wallach und Stute, 5 unb 6 Jahre. 4. Phil. Nock, Hattenrod, braune Stuten, 4 unb 9 I. Anerkennungen: Heinrich Fischer, Beltershausen, bunkelbraune Stuten, 4 unb 5 Jahre. Ioh. Faber X., Leihgestern, hellbraune Stuten, 5 Jahre.

VI a. Dreijährige Fohlen, geb. 1910, Wagenschläge. 1. Karl 5) eil, Butzbach, brauner Wallach. 2. Konrab Sch epp X., Po hl ns

^uchs-Wallach. 3. Job. Heinr. Fey, Ebcrstadt, Fuchs-Stuie. 4. tynebnd) Fenchel, Griedel, brauner Wallach.

VI b. Dreijährige Fohlen, geb. 1910, Arbeilsschläge. 1. Karl Hofmann, Freiemcen, Rapp-Stute. 2. Karl Vetter, Grund- Achwalhnm, Fuchs-Stute. 3. Kasp. Langsdorf IV., Leihgestern, Vuchs-Stutc. 4. Wilh. Erb, Schadenbach, Fuchs-Stute.

. VII a. Zweijährige Fohlen, geb. 1911, Wagenschläge. 1. Kon­rad Weitz I\ Torf-Gill, braune Stute. 2. Wilh. Heinr. Fenchel, Gnedcl, brauner Wallach. 3. Daniel Schäfer II, Heskem, dunkel­braune Stute. 4. Will). Wagner II., Kireh-Göns, schwarzbrauner Wallach.

VII b. Zweijährige Fohlen, geb. 1911, Arbeitsschläge. 1. Loms Ronthaler, Langd, Fuchs-Stute. 2. Heinrich Schmidt, Münch- Leusel, Fuchs-Stute.

8 a. Zuchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Wagen- fchläge. 1. Preis Philipp Reitz, Weckesheim, Braune Stute, 5 Jahre; 2. Wilhelm Georg Strashcim, Griedel, Braune Stute, 4 Jahre; 3. Köurao Weitz IV., Dorf-Gill, Braune Stute mit Fohlen, 6 Jahre; 4. Philipp Rock, Hattenrod, Braune Stute, 4 Jahre; 5. Heinrich Heller L, Echzell, Braune (Stute, 5 Jahre; 6. Philipp Reitz, Weckcshcim', Braune Stute, 4 Jahre: 7. Hein­rich Fischer, Beltershausen, Dunkelbraune Stute, 4 Jahre.

8 b. Zuchtstitten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt, Arbeits- schlige. 1. Preis Ioh. Will;. Weber, Langgöns, Fuchs, 4 Jahre; 2. Gg. Bill I., Nieder-Weisel, Braun, 9 Jahre: ,3. Phil. Stabt II., Nieber-Weisel, Hellbraune Stute, 6 Jahre, 4. Phil. Schäfer III., Großen-Vuseck, Braune Stute mit Blässe, 7 Jahre: 5. Karl Hofmann, Wettcrfeld, Rott'chimmcl, 8 Jahre; 6. Willi. Wagner II., Kirchgöns, Hellbraun, 5 Jahre; 7. Hch. Marx I., Nieber-Weisel, Fuchs, 5 Jahre: 8. Hch. Sdimibt, Münch-Leusel, Fuchs-Stute, 8 Jahre; Anerlennungen erhielten: Kasp. Schepp III., Linbcn- ftrutl), Kohl fuchs, 7 Jahre; Lublv. Walb I., Steinbach, Braun, 6 Jahre; Aug. Petry, Hattenrvb, Fuchs, 4 Jahre; Konrad Schmidt VII., Fauerbach, Fuchs, 5 Jahre; Wilh. Wedemamr, Eberstadt, Braune, 5 Jahre; Aug. Gorr, Ebcrstadt, Fuchs, 5 Jahre; Alois, Dornasscnheim, Rotschimmel, 9 Jahre; Hch. Düringer, Gambach, Mohrcuschimmcl, 5 Jahre; Ioh. H. Häuser, Nieder-Weisel, Fuchs, 4 Jahre.

9. Pferde und Geschirre im Privatbesitz. Ehrenpreise erhielten: Kommerzienrat A. Klingspor, Gießen, Fuchs mit weißer Blösse; Fritz Scküüter, Gießen, Rappen-Stute: Major Rücker, Meßen, Rappen-Stute, 6 Jahre; Major Großmann, Gießen, Rapyen- Stute, 6 Jahre; Hauptmann Wehrlreim, Gießen, Fuchs-Stttte, 7 Jahre; Leutnant von Holly und Pomentzietz, Gießen, Dunkel­brauner Wallach, 6 Jahre; Major von Foller, Gießen, Irische Schimmel-Stute, 7a/* Jahre: Fritz Rumpf, Gießen, 2 Fück)-sc int Wagen; E. Th. Appel, Gießen, 2 braune Hengste.

Aus Stafct rrnd Lsird.

Gießen, 3. April 1913.

** I n Audienz empfangen wurden am Mittwoch vom Groß Herzog n. a. Pfarrer Schön von Friedberg und Kreisarzt Dr. Zinßer von Alsfeld.

"* Bi e rin er s Nachfolger. Der ordentliche Professor und derzeitige Rektor an der Technischen Hochschule zu Karls­ruhe, Dr. v. Zwiedineck-Süden horst, hat einen Ruf als Professor an bic philosophische Fakultät bcr Landesuniversität erhalten. Dr. u. Zwiebineck-Subenhorst ist am 24. Febr. 1871 in Graz als Sohn bes Universitätsprofessors Hans v. Z. ge­boren; er besuchte bas Gymnasium zu Graz unb studierte in Graz, Heibelberg unb Leipzig. 1894 wurbe er Konzipient ber Finanzprokuratur Graz, 1896 Konzipient ber Hanbels- unb Gewerbekammer in Graz, 1898 kam er in gleicher Eigenschaft nach Wien unb bann ins Ministerium bes Innern. 1902 würbe i). Z. als Professor bcr Technischen Hochschule nach Karlsruhe berufen. Er beschäftigt sich schriftstellerisch haupt- ächlich mit Arbeiterfragen.

** Finanzpersonalien. Der Großh erzog hat bic Versetzung bes Vorstandes bes Finanzamtes Lauterbach, Fimuft- amtmanns Justus R e i m h e r r zu Lauterbach, auf sein diach- suchcn luicbcr zurückgcnommen, sowie ben Vorstand des Finanz­amts Schotten, Fincrnzamtmann Erich Doerr zu Schotten, in gleicher Diensteigcüfchaft an bas Finanzamt Langen versetzt unb ben Finanzamtmann bei bem Finanzamt Bingen, Dr. Phil. J o st zu Bingen, zum Vorstmtb eines Finanzamts ernannt und ihm die Stelle des Vorstanbes des Finmizamts Groß-Gerau übertragen; ben Steuerkontrolleur Fttranzasseffor Aug. Löffler zu ^Dlftm- "tabt zum Finanzamtmamr, ben Finanzasscssor Karl Jung aus SäVttcn zum Steuerkoittrollenr: ben Assistenten bei ber Be­zirks kas sc Darmstadt Ludw. Nohascheck zum Ministerialrevisor bei bcr Buckchaltung des Ministerümis bcr Finanzen; ben Haupt- tcucranttsassistentcn bei bem Hauptsteueramt Bingen Wilh. Fre­senius zu Bingen unb den Hauptsteueramtsassistenten Bei bem Hauptstcucramt Darrnstabt Hch. Koch zu Darmstabt zu Bezirks- kafseafsistenten bei bcr Bczirlskasse Tarm-stadt ernannt: ben Haupt- teucramtsassistcnten Bei bem Hanptstencramt Mainz Ludwig Buttron, zurzeit zu Darmstadt, in gleicher Diensteigenschaft an das Hauptstcueramt Darmstadt versetzt. Erledigt sind: Die Stelle des V o r st a n d s des Finanzamts Schotten. Die Stelle eines B czirksft euerkontrol l enrs. Sie soll mit einem Beamten besetzt werden, der die Prüfung für die mittleren Stellen im «Finanzfach bestanden hat. Meldungen müssen bis zum 9. A-pril durch Vermittlung des vorgesetzten Hauptsteucramts vorgelegt sein. Die Stellen je eines H anpt ste u c ram'ts a s si sten t en bei ben Hauptstcuerämtern Mainz unb Bin gen.

** Lllice-Frauen-Vereiu für Krankenpflege. An ben theoretischen Kursus, ber unter Leitung beS Ober­arztes Dr. von Homeyer durch obigen Verein veranstaltet wurde, reiht sich zur Heranbildung von Helferinnen ein praktischer Kursus. Er wird im hiesigen Garnisonlazarette abgehalten und beginnt Dienstag, 15. April, mit einer vor­aussichtlichen Dauer von 56 Wochen. 10 Samariterinnen können an ihm teilnehmen. Ein zweiter Kursus folgt im November und Dezember b. Js. (Siehe Inserat).

Forstp ersonalien. Der Groß Herzog hat ben Oberförster der Oberförsterei. Bensheim Forstmeister Peter Eickemeyer zu Bensheim in gleicher Diensteigenschast in bic Oberförsterei Offenbach unb ben Oberförster ber Ober- ürsterei Offenbach Forstmeister Lubw. Block zu Offenbach in gleicher Diensteigenschaft in bie Oberförsterei Bensheim, ben Oberförster ber Oberförsterei Ulrichstein Forstmeister Dr. Emil Schüz zu Ulrichstein in gleicher Ticnsteigenschaft in bie Oberförsterei Nidba versetzt, sowie ben Forstassistenten Karl T h u m zu Seligenstadt zum Oberförster ber Oberförsterei Storndors ernannt.

* Wiesenwärter. Heinrich Griining zu Grünberg ist auf ben Dienst eines fiskalischen Wiesenwärters für bic Domanialbesitzungen in der Gemarkung Grimberg eidlich ver­pflichtet ivorden.

Landkreis tzftestcn.

= $ r ü n i n g e n , 2. April. Anläßlich des Scheidens unseres Lehrers Mombcrgcr nach Gicßcu wurde ihm am' Samstag abend von der Verwaltung und sämtlichen Vereinen eine Ehrung in Gestalt eines Fackelzuges veranstaltet. Nachdem der Gesang­vereinTie Himmel rühmen des ewigen Ehre" vorgettagcn, brachte Pfarrer H a n p t die Verdienste des Scheidenden zum Aus­druck und dankte ihm für Schule, Kirche und Gemeinde. Kricger- nnd Gesangverein verdankten Herrn Mombcrgcr manchen hüb­schen Albend mit Vorträgen und geschichtlichen Vorlesungen. Beide Vereine überbrachten ihm durch den Präsidenten Herrn Bingel ein Bild. Ter Turnverein, dessen Gründer und langjähriger Vorsitzenoer Herr Mvmbarger war, hat sich viele schöne