Ausgabe 
3.2.1913 Erstes Blatt
 
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DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochenrundschau:

In dem Augenblick, da diese Zeilen erscheinen, ist die Hoff­nung noch nicht geschwunden, es könnte nach den letzten Er- klärungen der Pforte dem einhelligen Bemühen -er Großmächte gelingen, ein erneutet Blutvergießen 311 vermeiden. Ueber den Ernst der europäischen Friedensbestrcbun- gen können die der Türkei und den Balkanstaaten nach beiden Teilen zugehenden wohlgemeinten Ratschläge nicht zweifelhaft sein. Mit dieser Einwirkung werden die Mächte nicht nachlassen. Tollten wider Verhoffen die Feindseligkeiten abermals beginnen, so steht schon jetzt fest, daß in diesem Falle die Mächte auch für den zweiten, voraussichtlich nur kurzen Teil des Balkankricges neutrale Zurückhaltung beobachten und jede Son- derunternchmung vermeiden werden, durch die eine Beschränkung des Kampfes auf seinen Herd erschwert würde.

Ein Handschreiben des Kaisers Franz Josef an den Zaren.

Das Wiener^rembenblatt" schreibt: Oberstleutnant Gottfried Prinz Hohenlohe begibt sich in den nächsten Tagen als Träger eines Handschreibens des Kaisers anden Zaren nach Petersburg. Der direkte Verkehr zwischen den beiden Monarchen entspricht den freundschaftlichen Beziehungen, welche zwischen den Höfen von Wien und Petersburg bestehen.

DieNeue Freie Presse schreibt: Die Annahme, daß das bevorstehende Jubiläum des Hauses Romanow zu dem .Handschreiben des Kaisers Franz Josef Anlaß gegeben habe, ist unrichtig. Das Handschreiben nimmt vielmehr aus­drücklich Bezug auf die zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland schwebenden Differenzen und ist als ein bedeut­samer Akt der auswärtigen Politik aufzufassen. Es geht daraus hervor, daß von der Absendung die österreichisch-- ungarischen diplomatischen Vertretungen im Auslände ver­ständigt worden sind. Die Absendung eines Spczialge- sandten hat möglicherweise auch darin ihren Grund, daß der österreichisch-ungarische Botschafter in Petersburg in den letzten Tagen bettlägerig gewesen ist.

In einer Zuschrift aus politischen Kreisen an das Neue Wiener Tagblatt" heißt es bezüglich des Handschreb- lxnrs des Kaisers an den Zaren:

Ks müssen nicht gerade Differenzen sein, toelche auf der Lon­doner Botschafter-Reunion inbezug auf die Abgrenzung Albaniens zwischen den beiden Mächten sich ergeben haben, und welche die Handschreiben veranlassen. Man darf nicht übersehen, daß noch ein anderer, sehr bedeutsamer, allgemeiner Grund zu solchem Briefwechsel vorliegt: Rußland häufte im Herbst unter dem Titel Probe Mobilisierung Hunderttausende von Truppen an unserer Grenze an und verstärkte die Konzentration noch so, daß jetzt eine große russische Armee an der ga­lizischen Grenze an gesammelt ist. Die Monarchie ist dadurch gezwungen worden, gleichfalls gewisse militär rlchc Vorsichtsmaßregeln zu treffen, welche nun schon seit Mo­naten andauern und große Kosten verursachen. Liegt cs nun -unter solchen Umständen nicht nahe, den Versuch zu unternehmen, ob durch eine wechselseitige Aussprache zwischen den obersten Len­kern der beiden Reiche diesem unleidlichen Zustande ein Ende gemacht werden könnte? In politischen Kreisen meint man dem­nach, daß aus der derzeitigen Situation heraus in diesen be­wegten Zeiten es wirklich als nichts Außergewöhnliches, son­dern als Selbstverständlichkeit anzusehen wäre, wenn kaiserliche Handschreiben über die betreffenden Umstände gewechselt würden. Bismarck erklärte in den achtziger Jahren anläßlich eines ähnlichen Falles im Reichstage, es sei eine mißliche Sache, übet Mobilisierungen und Truppenkonzentrierungen auf diplo­matischen: Wege Aufklärung zu verlangen. Er habe es darum Rußland gegenüber unterlassen. Was jedoch dem Diplomaten als mißlich und peinlich erscheinen mag, verliert seinen odiosen Charakter, ivemt ein Souverän sich an den anderen wendet, um zu versuchen, durch eine offene Aussprache die Situation zu klären. Darum begrüßt man in politischen Steifen diese Initiative unseres Kaisers, der bisher mit seiner ganzen, un­vergleichlichen Autorität und Energie sich für den Frieden ein­gesetzt hat und ihn auch weiterhin erhalten will.

Griechischer und bulgarischer Besuch in /Paris.

Paris, 2. Fcbr. Ministerpräsident Veniselos, der gestern den Vtrnisterpräsidenten Briand besucht hatte, be­suchte euch Poincars und den Minister des Aeußern Jonnar t.

London, 2. Febr. Dr. Danew und die Sekretäre der bulgarischer: Mission sind heute früh nach Paris abgereist, wo Danew bis zum Diestag zu bleiben gedenkt.

London, 1. Febr. Alle Mitglieder der ser­bischen Delegation sind heute früh direkt nach Bel­grad abgereist außer Wesnitsch.

Prinz Eitel Friedrich in Bukarest.

Bukarest, 2. Fcbr. Prinz Eitel Friedrich von Preußen ist gestern abend hier eingetroffen. Am Bahn­hof wurde er vom König, dem Kronprinzen, den Ministern und dem deutschen Gesandten empfange::. Später fand im königlichen Palais ein Tiner in kleinem Kreise statt.

Die Bestrasuttg bulgarischer Banden.

Saloniki, 1. Febr. Die bulgarische Regierung ließ im Bezirke Serres über 200 bulgarische Komitat- schis v e r b a f t e n , welche an den Plünderungen und Metzeleien während des letzten Krieges beteiligt gewesen sein sollen. Unter den Verhafteten befindet sich der von den Bulgare:: zum Präfekten von Langasa ernannte Baw denführer Dumbalakvff, dem die schwersten Aus­schreitungen uachgesagt werden.

Wie dieNeue Freie Presse" erfährt, ergriff Italien die I n: t i a t: v c zur Einsetzung eines internationalen Konsularausschusses, der die Grcueltaten unter­suchen soll, die in den von den Balkanverbündeten besetzten Gebieten verübt wurde::.

Die Ermordung eines deutschen Ingenieurs bei Saloniki.

Aus Saloniki wird berichtet: Tie Untersuchung in der Angelegenheit des auf der Jagd erschossenen deutschen Ingenieurs Baumann hat noch nicht zur Ermittelung des Täters geführt. Nach dem Tatbestand zu schließen, dürfte Raubmord vorlicgen, da bei der Leiche weder das Gewehr noch Uhr und Barschaft rorgefunden worden sind. Die Anzeige von dem Mord und die Auffindung der Leiche erfolgte bei dem deutschen Konsulat durch bulgarische Soldaten Diese be­gaben sich sofort mit den Mitgliedern der deutschen Konsu- latsbehördc nach der bezeichneten Stelle, wo d:c Leiche an­fangs trotz eifrigen Suchens nicht gefunden wurde Gewisse Anzeichen lassen darauf schließen, daß Baumann sich des Angreifers zu cnvelyren trachtete. Dem Begräbnis wohnten daö Personal der Firma Tyckerhoff und Wittmann bei, welcher Baumann bis vor kurzem angehörte. Tie Herren des deutschen Konsulats, viele Mitglieder der deutschen Ko loiiic sowie die Witwe und die Kinder des Ermordeten sind abgercist.

Sollten b ulgari s cheBand e n den deutschen Lands mann ermordet haben? Das Hal die größte Wahrscheinlich­keit für sich. Hoffentlich wird das Dünkel gelichtet'

Tie Entschädigung Rumäniens.

Der BukaresterTemps"-Korrespondent ipill aus guter Quelle erfahren haben, daß im bulgarisch-rumäni­schen Zwist eine Entspannung ringe treten und eine Verständigung als gewiß anznsehen sei. Tie Verständigung werde aus folgender Grundlage erfolgen: Rumänien wird auf die Abtretung mehrerer Punkte verzichten, betreffs welcher das bulgarische Nationalgefühl sich unnachgiebig zeigen würde, dagegen werde Bulgarien über die von Dr. Danew in London vorgeschlagenen Zugeständnisse hin­ausgehen und wahrscheinlich größere Gebietsabtretungen an der Küste des Schwarzen Meeres bewilligen. Tie Festung Silistria würde geschleift werden, aber bulgarisch bleiben. Tie beiden Regierungen wünschen, daß das an­gestrebte Abtommeu die Grundlage einer dauernden Freund­schaft bildet.

Eine Rede des deutschen Botschafters in London.

London, 1. Febr. Tic deutsche Kolonie ver- etnigte sich heute abend im Hotel Cecil zur Feier des Ge­burtstages des Kaisers. Tas Fest fand unter zahlreicher Beteiligung deutscher Vereine statt. Während des Festes hielt der deutsche Botschafter, Fürst Lich- n 0 w s k y, eine Rede, in der er sagte:

Tas deutsche Volk ist trotz feiner glorreichen Vergangenheit ein Friedensvolk. Die innigen Beziehungen, die Sic zu Eng- (aub anknüpfen konnten, wo Sie Ihre zweite Heimat sanden, sind der Ausdruck der friedlichen Politik, die Deutschland unter der Regierung des Kaisers vertrat, der es als seine vornehmste Aufgabe betrachtet, Freundschaft gerade zu dem mächtigen, bluts­verwandten englischen Volk zu pflegen. Sie werden ganz be­sonders im Verlaus der letzten Monate gesehen haben, daß die Regierung des Kaisers es als ihre vornehmste Pflicht be­trachtet, in Uebereinstimmung mit unseren Ver­bündeten und in Gemeinschaft mit der eng be­freundeten großbritannischen Regierung im Sinne der Erhaltung des europäischen Friedens wirken und die Gegensätze durch vermittelndes Entgegenkommen beseitigen zu helfen. In diesem Sinne erreichten die Großmächte auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens, daß der Weg zur Verstän­digung immer wieder offen blieb und sie sind auch weiterhin bestrebt, im innigsten Einvernehmen an die Lösung etwa aui- fteigenber Probleme heranzutreten. Wir dürfen daher die Hoff­nung aussprechen, daß die auf Anregung Sir Edward Greys zufammengetretene Versammlung der Botschafter sich auch ferner­hin bewähren und zu denr gewünschten Ziel der Erhaltung des europäischen Friedens führen :vird. Auch sonst haben die Mächte den beteiligten Staaten zur Mäßigung geraten in der An­nahme, daß sich dadurch vielleicht weiteres Blutvergießen ver­meiden ließe. Wenn Deutschland und Großbritan­nien sich verstehen und sich vertragen und wenn sie en schlossen sind, die ungestörte Arbeit bürgerlicher Entwicklung zu erhalten, so meine ich, daß wir mit Vertrauen allen Wechsel­fällen der Zukunft entgegen sehen können.

Zum Schluß sprach der Botschafter seine besondere Befriedigung aus über das glänzende Ergebnis der hier zum Jubiläum des Kaisers veranstalteten Sammlungen.

Dies ist", sagte er,ein glänzender Beweis für die patrio­tische Gesinnung des hiesigen Deutschtums, sowie für das Wohl­ergehen unb die wirtschaftlichen Erfolge, deren die Deutschen sich dank unserer langjährigen Friedensliebe erfreuen. Ich bin über­zeugt, daß der Kaiser in der Stiftung sowohl ein Zeichen von der Anhänglichkeit als auch die Zustimmung zu seiner auf die Befestigung der zwischen uns und England bestehenden innigen Beziehungen gerichteten Politik erblicken wird."

llus Statt unt Land.

Gieße n, 3. Februar 1913.

** Tageskalender. Stadttheate: Dienstag, den 4. Februar, nachmittags 3% Uhr: Kinder-Vorstellung:Klein- Däumling." w

DaS Großherzogspaar passierte heute vormittag mit Gefolge auf der Reise von Kiel nach Darmstadt Gießen und nahm im hiesigen Bahnhof das Frühstück ein.

** Erledigte Stellen. Erledigt sind die Ober- förftcreien Besjungen und Nidda. Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle cm der Gemei:rdesck)ule zu Schönberg. Mit der Stelle ist Organistendienst verbünde::. Dem Fürsten und Grafeit zu Erbach-Schönberg sbeht das Präsentationsrecht zu. Zlvei Lehrerstellen an der evang. Schule zu Lampertheim.

** .Der Gew erbe-Bezirksverband Gießen hielt gestern vormittag im Cafe Ebel eine Sitzung ab. Ver­treten waren alle Gewerbevereine, nämlich: Ullendorf an der Lumda, Gießen, Großen-Buseck, Grünberg, Lich, Lollar und Lotrdorf. Der Vorsitzende gab zunächst Zuschriften der Handwerkskammer betr. Einziehnngsgenossenschaft, Ge­sellenprüfungen usw. bekannt. Bei Besprechung der Ver­hältnisse der Sonntagszeichenschulen int Bezirk wurde folgender Antrag einftimmig angenommen:Es ist wünschenswert, daß die N?ugründuug von Sonntagszeichen-- schnlen möglichst vermieden wird, da durch solche Neugrün­dungen die benachbarte::, älteren Schulen in ihrer Eristenz gefährdet und eine Zersplitterung der finanziellen Mittel verursacht wird. Tie Zentralstelle für die Gewerbe soll- nur solchen Schulen Unterstützungen (wenn auch nur durch Zeichenvorlagen) gewähren, dtc direkt unter ihrer Aufsicht stehen. Sonntagszeichenschulen, die sich als nicht lebens­fähig erwiesen haben, soll man tnnlichst cingehen lassen." Bei Besprechn:tg der wirtschaftlichen Verhält­nisse in: Bezirk wurde allerseits gegen die Einführung enter Einschreibgebühr für die Lehrlings­stammrolle protestiert und folgende Entfchließung ein­stimmig angenommen:Ter Bezir'ksverband Gießen spricht sich einmütig gegen die Einführung der vom Vorstand der Handwerkskammer beschlossenen Einschreibgebühr für die Lehrlingsstantrnrolle aus. Er bedauert, daß diese Eiufiih- rung seitens des Vorstandes erfolgt ist, ohne vorher die Plenarversammlung der Handwerks lamme r um ihre Zu- 1timmuug zu fragen." Nachdem der Vorsitzende die Vereins­vertreter uoch zu der Jubiläumsfeier der hiesigen Gewerbe­schule am 6. ")lpril eingeladen hatte, erteilte er Reallehrer Kahl aus Darmstadt das Wort zu seinen: Vortrag überBe­deutung u:td Aufgaben der Gewerbevereine in der Gegen­wart". Wir berichten darüber an anderer Stelle.

* * Tie K r ä m e r m ä r k t e des Jahres 1913 wur­den in einer öffentlichen Versammlung bespräche::, die die Ortsgruppe Gießen des Verbandes der Schausteller und Händler einberufet: hatte. Es waren auch Angehörige dec Wirtsgewerbes und Kaufleute zugegen. Aus der sehr leb­haften Besprechung ging hervor, daß 1820 Märkte im Fohr für die Gießener Verhältnisse zu viel seien. Tie Be- ichränkung für das laufende Jahr aus neun Märkte schädige aber das Interesse der Schausteller und Händler, der Ladcu- mhaber und Wirte in der Neustadt, der Markt- und Bahn Hofstraße rnsosern, als mm: gerade die besten Märtte, nämlirf beit Konfirmandenmarkl, 14 Tage vor Ostern, den Heiligen. Kreuz- oder >?:mmrifahrtmarkt, einen Tag vor Himmel fahrt, den Ktrschenmarkt, zwischen Mitte und Ende Juni uni dm sog DickewMittwochs mar kt, habe Wegfällen lassen. wurde ausgeführt, es sei unbegreiflich, daß der Martt­

ausschuß, ohne die Erwerbsverhältnisse eines großen TrilZ der Steuerzahler zu berücksichtigen, triefe historischen Märkte hätte fortfatlen lassen, zu denen von jeher die Landbevölke­rung gekommen ist. Von anderer Seite wurde erklärt, die Stadtverwaltung wolle statt der Märtte zwei 8 Tage wäh­rende Messen ein führen. Man war der Ansicht, daß diese. Einrichtung den vielen Märkten vorzuziehm sei, aber die fünf historischen Märkte müßten i>aneben erhalten werden. Sin Redner teilte mit, daß der Markt am preußischen Buß tag nicht mehr angesetzt wird, weil ein benachbarter preußi­scher Bürgermeister bei der Stadt daraus hingewieseu haben soll, daß man in Rücksicht auf den in Preußen an gefegten Bußtag in Gießen keinen Markt abhalten solle. Die Per- fammhmg beschloß, an die Stadtverordneten-Versammlung, an die Handelskammer und au den Verkehrsverrin eine Ein­gabe zu richten, worin aus den Schaden hingewiesen werden soll, den der Fortfall der historiscifen fünf Märkte den: Er­werbsleben der Stadt bringt. Weiter soll der Antrag gestellt werden, diese Märkte im Jahr 1913 noch abzuhalten.

* * Frauenmissi 0 nsverein. Der Vortrag des Herrn Missionars Schaal am Dienstag beginnt nicht um 6, sondern schon um vier Uhr.

Stadttheater. Nachmals sei aus die Kinder- Dorstellung des morgigen Nachmittags hingewiesen, die .Klein-Däumling" bringt, ein allerliebstes Märchen. Die Abendvorstellung, der Kadclburgsche Schwank »Der Weg zur Hölle", kann als richtige FaschingS-Vorftellung gelten, denn das ausgelassene Stück bietet namentlich den Trägern der Hauptrollen, den Herren Norden und Goll, sowie den Damen Scholz und Jüngling, Gelegenheit, ihre beste Laune zu zeigen.

** Theateraufführuug. Jrn Zbctthol. Vereins- Haus wird heute abend zum letztenmal der SchwankDer verwunschene Prinz" gegeben.

** Zur Korso-Ausfahrt wird u:w vor: der Gießei:er Karnevalgesellschaft geschrieben: Die Wagen, die an der Auffahrt tellnehmen, sollen sich um 2Vr Uhr an der Ost-Anlage, Ecke Walltorstraße, auffwllen. Tie Wagen passiere:: folgend:' Straßen: Dalltorstraße, Lindenplutz, Marktplatz, Marktstraße, Bahnhofstraße. Alicestraße, Frank­furter Straße, Klinifftraße, Crednerstraße, Hoffmannstraße, Frankfurter Straße, Seltersweg, Kreuz. Sonnenstraße, KanzleibevH, Brandplatz, Landras-Philipp Platz, Ost Anlage, (Start enftraße, Lndwigsstraße, Alicestraße, Settersweg, Neuenweg, Neuenbäue, SchuO'traße, Marktplatz, Marktstraße, Neustadt, Nord-Anlage, Asterweg und Walltorstraße bis zum Lindenplatz.

Landkreis Gießen.

0 Lich, 2. Febr. Eine O b il b a u - V e rsa m m l u ng nurbe gestern abend in: Gasthaus zumLöwen" vom Oder- Hess. Obstbauverein abgehalten. Dr, Hofmann-Friedberg hielt cinqn Vortrag aus dem Gebiete des Obstbaus, bc» sonders über den Vogelschutz. Die Stadl will eine von Dr. Hofmann vorgeze:gte Broschüre über den Vogelschutz in 100 Exemplaren anschaffen, tun sie in den oberen Klaffen der Stadtschule verteilen zu lassen. Mit der Versammlung war eine Verlosung verbunden. Ter Zusammenschluß der biefigm Mitglieder des Oberhess. Obstbauvereins zu einer besonderen Ortsgruppe ist beabsichtigt.

Kreis Büdingen.

---Büdingen, 2. Febr. Der Fürst ju SOjcnbur«, und Büdingen hat den StaatSdiensianwätter des in «Hierin Baufaches Wilhelm 33 tu del zu Büdingen zum Baumeister ernannt.

h. Büdingen, 2. Febr. In der Glasfa brif, deren Betrieb wochenlang ruhte, werden gegenwärtig größere Um­bauten vorgenommen. Den: Vernehmen nach soll die Arbeit in zwei Wochen wieder ausgenommen werden.

X Nidda, 31. Jan. Wir"' haben dieses Jahr eine EiSn 01. Dreimal in diese»:: Winter hat der Frost eingesetzt und jedesmal trat Tauwetter ein. Das Eis, das gestern ein­gefahren wurde, mar nur wenige Zentimeter dick. An der Fertigstellung der Eleltrizitätsleitung wird neuerbingS wieder gearbeitet. Die HouSleittmgen sind nahezu fertig« gestellt.

Kreis Friedberg.

L F rd berg, 31. Jan. Heute mittag fand die Entlassung der Abiturienten des Lehrerseminars statt. Die Feier sand in der geschmückten Turnhalle statt. NaH einem Festmarsch des Seminar-Streichorchesters und eine» Chor des Sängerchors wechselten Ehorlieder mit Jnstrumental- v ort ragen und Gedichten ab. Seminardirektor Schä ser hielt die Abfchiedsrede und machte die Namen der Schüler bc- fannt. die Prämien erhielten. Ein Schüler überreichte daö Bild des Musikdirektors Schmidt.

I. Friedberg, 2. Febr. Gestern abend wurde bce AbschiebSkommers der Abiturienten des Lehrer­seminars abgehalten. Nach einen: Festmarsch und btc Begrüßung durch den Sprecher der Abiturienten folgten An- 'prachen des Seminardirektors Dr. Schäfer und beS Prof D. Schöll. Um/gl Uhr begann der Ball.

L Melbach, 2. Febr. Hier wird ein neues Schul«- ge bände erbaut, das ^chulsaal und Lehrerwohnung enthält, DaS Haus i|t im Rohbau vollendet.

st. Vilbel, 2. Febr. Die Frau des Arbeiters Klök benutzte Petroleum zum Feueranfachen unb verbrannte lich lo schwer am ganzen Leibe, baß sie hoffnungslos darnieder liegt.

-1- Butzbach, 1. Febr. G em e i n d er a ts si tz u n g. A»» wesend: Bürgermeister Flach, Beigeordneter Heil: die Gemeinde rate Braubach, Grauer, Hell, Heyd, Küchel, Müller, Iröflr. O open hem: er, Tr. Bogt. Oppenheimer berichtete übe: daS Okfu* des Ingenieurs Müller roega: Verbreiterung des Wege> na» bei Bllla Werdensels, daß der Bauausschuß die Verbreiterung b<S Weges Vorschläge, da an der betreffenden Stelle in dem neue» OrtSbauvlan eine neue Straße vorgesehen würde. Tröster ftÄ die Verbreiterung des Weges mxf: nid« für notwendig. Beig. 8x1 will den: Anträge des Bauausscbusses zustimmn:. Müller spruE für den Ankauf des Geländes. Lppenlnimer macht darauf au> mcrksom, daß Vie Grundbefitzer bereit feien, das Gelände zur Wegvcrbrellerung gegm Austausch von Gelände vom Armer- sonds aÜMUrctn: und daß das letztere durch die Verbreitere« des Weges be»w. die neue Straßenanlage an Wert gewinm. ~<r Antrag auf Ankauf von Gelände Aur Wegverbrerteruns 11 her Breite von 2 Quadratmetern mürbe genelstnigl Scyti< .Erstellung eines Fußsteigs Butzbach-Griedel hm*- etc Lppenheimer, daß der Weg in einen: schlechten gangbaren 3uitünbe sei und man deshalb bei dem Kreistag vorstellig werd« >olle, daß rin ähnlicher Fußsteig hergeslellt mürbe wie von SM- 'ack nach Nieder Deisel. Der Wcmcinbcrat stimmte dem Ar-° rage au. Tie Weiterberatung der revidierten Lttsbcwsatzurr; uuti* vertagt. Dem Kanmchei^uchlverein Butzbach sott be I HdbhKDC >?alle zur Abhaltung der Landesverbands-Ausstellung da hcnllchcn Kanmchenzüchter am 1. Juni zur .Verfügung gestelL