Ausgabe 
20.10.1913 Zweites Blatt
 
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Nr. 246

Zweites Blatt

163. Jahrgang

scheint tLgkrch mtt Ausnahme des So.mtagS.

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Eine bemerkenswerte wiffenschaftliche Hoch- Privatdozent und Lehramtsassessor Dr. A. Peppler

Die Deutsch-Amerikaner an die Deutschem Deutschlands Teilnahme an der Weltausstellung von San Francisco.

Von Präsident Theodor Sutro.

Ich hoffe, daß meine Mission hier kein Fehlschlag sein wird. Ich stehe weder in irgend welcher Beziehung zu der Ausstel- lungsbchörde, nod) vertrete ich irgend welche Lokal- oder Sonder­interessen, sondern ich würde einfach als langjähriger deutsch- amerikanischer Bürger von deutscher Geburt einen besonderen Stolz darin setzen, daß bei dieser großartigen Welt-Ausstellung, die deshalb so überragend werden wird, weil für ihre Einrichtung vom Staate Kalifornien und allen anderen Staaten schon in die Millionen gehende Summen zugesichert sind, mein altes Vater­land in hervorragender Weise vertreten sein wird.

den Kreisausschuß cintreten zu lassen, woraus dann dem Kreis­tage in seiner nächsten Sitzung erneut Vorlage gemacht werden soll.

10. Neuordnung der Baubehörden. Tcr Kreistag beschloß, an die Großh. Staatsregierung und die beiden Kammern der Stünde das Ersuchen zu richten, bei der bevorstehenden Orgaisi- sation der Baubehörden das Selbstverwaltungsrecht der Provinzen und Kreise in vollem Umfange aufrecht zu erhalten.

Ta die Tagesordnung hiermit erschöpft war, wurde die Sitzung hierauf vom Vorsitzenden geschlossen.

fünften au 9 Ui uerne^mer,

Ans Stadt ttttd Land.

Gießen, 20. Oktober 1913.

Das Ueberfahren über die Straßcnbahnwciche.

Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul­straße 7. Expedition und Verlag: 51.

Redaktion: e^H2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießew

Montag, 20. Oktober 1915

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei.

R. Lange, Gießen.

Deutsches Reich.

KaiserWilhelmnndenPräsidentenPoiucarö.

Der Präsident der französischen Republik, Poincare, erhielt von dem Kaiser folgendes Telegramm aus Sanger hausen:Sehr gerührt vou der warmen Teiluahme, welche Sie mir anläßlich der schrecklichen Katastrophe, die meine Maring in so kurzer Zeit vou neuem betrosscu hat, zu be­zeigen so gütig gewesen sind, bitte ich Sie, Herr Poincare, meinen tiefen aufrichtigen Dank.eutgegcuzuuehmen und ver­sichere Sie aufs neue der Gefühle meiner Hochachtung." Dfi« uatiouallib. Fraktion des preuß. Abge­ordneten.Hauses und dicWe^fenfrage.

Die von dem Vorsitzenden einberufcnc Versammlung der Nationallibcralen Fraktion des Preuß. Abgeordnetenhauses tagte am gestrigen Sonntag um 12 Uhr im Preuß. Abgeord- netenhause. Einstimmig wurde solgeude Entschließung an­genommen :

Die Nationalliberale Fraklion des Preußischen Mgcordneten- hauses spricht unter Zustimmung zu dem Beschluß der Reichstags- iraktivn in der braunschweigischen Frage ihr schärfstes Be­dauern darüber aus, daß die preußische Staatsregierung in einer die preußischen Landesinteressen so tief berührenden An­gelegenheit, wie sie die Aufhebung der Bundesratsbeschlüsse von 1885 und 1907 darstellt, ohne jede Fühlung mit der Volksvertretung vorgegangen ist. Tie Fraktion erachtet cs deshalb als ihre patriotische Gewisseilspflicht ihrerseits noch in letzter Stunde ihre warnende S t i m ni e zu erheben. Die letzten Wochen haben gezeigt, das; trotz der Verbindung zwischen Len Häusern der Hohenzollern und dec Welfen und der sich an­schließenden, Ereignisse und Erklärungen, die staatsgefähr- ' i ch e w e l f i s ch e Agitation fortdauert und sogar noch gestärkt cwrden ist. Wenn nicht jetzt noch ausreichende Garantien dafür ge- schaffen werden, daß das Haus Braunschweig-Lüneburg jeden Zusammengang mit dieser Agitation in unzweideutiger Weise lost, so trifft die Verantwortung für die sich hieraus ergebenden folgen ausschließlich die Königliche Staatsregierung."

gründet. '

** Die elektrische Bahn nach Wies eck. Wie wir von durchaus zuverlässiger Seite hören, ist die Erbauung der elektrischen Straßenbahn nach Wieseck neuerdings wieder sehr zweifelhaft geworden. Wie es heißt, soll die Negierung ihre Zustimmung von einer entsprechenden Verbreiterung des Wiefecker Weges abhängig gemacht haben. Diese Verbreiterung sott aber so sagt man nicht durchführbar sein so daß mit der Aufgabe des Planes zu rechnen wäre, wenn man die Anlage nicht etwa hinter derKarlsruhe" herführen will. Für diesen Plan hat ja an der maßgebenden Stelle von jeher eine große Sympathie bestanden.

Zum Umbau der alten Klinik. Ueber die Kosten, die zum vollständigen Umbau der alten Klinik notwendig sind, um sie zur Unterbringung der städtischen Aemter brauch­bar zu machen, sind vielfach irrige Aunahinen verbreitet. Die in der letzten Stadtverordnetensitzung bewilligten 120 000 Mark sind allein zur Wiederherstellung nötig für Fach- arbeiten, die übrigens schon vorgenommcn sind, für Fuß­böden, Fensterrahmen, Bewurf usw. Dazu kommen dann noch etwa 150 000 Mk., die zur Umgestaltung der inneren Räume notwendig sind. Das ergibt eine Gesamtsumme von über einer Viertelmillion, die sich bei der Aus­führung des Planes aber jedenfalls noch erhöhen wird.

Linden, Bürgermeister, Vogel zu Mainzlar, Johannes Weber zu i Lang-Göns: als Ersatzmänner: Ludwig Frey II. zu Lollar, i Gemeinderechner Arnold zu Grüningen;

b) für den Finanzamtsbezirk Grünberg: als 1 Mitglieder: Heinrich Michael Jöckel zu Grünberg, Hermann Ang. ' Christ zu Grünberg, Apotheker Welcker zu Allendori a. d. Lda.: ' als Ersatzmänner: Karl Schott zu Grünberg, Altbürgermeister Zimmer zu Grünberg;

c) für den Fin anzamtsbezir k Hungen: als Mit- , gliedert Bürgermeister Bornmann zu Trais-Horloü, Bürgermeister- Fendt zu '.Hungen, Brauereibesitzer Konr. Heinr. Christ. Ihring zu Lich; als Ersatzmänner: Heinrich Seibert VII. zu Hungen, Gast­wirt Philipp Hermann Ihring zu Lich;

d) für den Finanzamtsbezirk Butzbach: als Mit­glied: Bürgermeister Holler zu .Oberhörgern.

2. Verkauf des dem Kreise Gießen gehören­den S t e i n b r u ch e s bei G r ü n b e r g. Der Kreistag ge­nehmigte den Verkauf des Steinbruches an die Oberhessische Kalk und Steinindustrie G. m. b. H. zu Butzbach zum Preise von 12 000 Mk. Hinter der Bedingung, daß 1. die Zahlung des Kaus- preises in drei gleichen Zielen, zahlbar das erste Ziel bei der Aus­lassung, das zweite Ziel ein Jähr und das dritte Ziel zwei Jahre nach der Auslassung: 2. der Kaufpreis bis zur, Bezahlung mit 41/2 Proz. verzinst und 3. zur Sicherung des Kreises durch Käufer eine Sicherungshypothek bestellt wird. Zum Verkauf der auf dem Steinbruchgelände stehenden Obstbäume wird der Kreisausschutz ermächtigt.

3. N euwahl der K r e i s k ö r k 0 m m i s s i 0 n für hie Jahre 1914, 1915, 1916. Der Kreistag beschloß die Bil­dung je einer Kommission für Simmentaler Zuchtrichtung, für Vogelsberger Zuchtrichtung und für gemischte Zuchtrichtung. In die einzelnen .Kommissionen wurden gewählt:

a) Kommission für Simmentaler Z u ch t r i ch - tung: als Mitglieder: Bürgermeister Holler zu Oberhörgern und Landwirt Halm zu Bellersheim: als Stellvertreter: Bürger­meister Kuhl zu Tors-Gill und Wilhelm Weil zu Lang-Göns;

b)Komniifsion für Vogelsberger Zuchtrich- tung: als Mitglieder: Altbürgcrmeister Krämer zu Steinbach und Bürgermeister Lang zu Odenhausen; als Stellvertreter: Hein­rich Gilbert II. zu .Heuchelheim und Hermann Velten zu Göbelnrod;

cf Kommission für gemischte Zuchtrichtung: als Mitglieder: Bürgermeister Holler zu Oberhörgern und Alt- bürgermeister Krämer zu Steinbach; als Stellvertreter: Bürger­meister Laug zu Odenhaufen und Landwirt Hahn zu Bellersheim.

4. K r c i s t a g s w a h l e n; hier Neueinteilung des Kreises i n W a h l b e z i r k e. Der von dem Kreisausschuß vor­gelegte Entwurf einer Neueinteilung des Kreises Gießen in Kreis- tagswahlbezirle wurde mit der Maßgabe genehmigt, daß die vor­gebrachten Abänderungsanträge bei der nächsten Revision der Einteilung berücksichtigt werden sollen.

5. Neuwahl zum Kreisausschuß für die Jahre 19 14 bis Ende 1919. Der Kreisausschuß hatte beschlossen, dem Kreistag die Wiederwahl der Ausscheidenden vorzuschlageu. iKreistagsmitglied Kommerzienrat Emmelius schlug vor, die Wahl durch Zuruf vorzunehmen und die ausscheideuden Kreisaus- schußmitglieder wiederzuwählen. Ter Kreistag beschloß die Wieder­wahl der ausscheidenden Mitglieder Landgerichtsrat Neuenhagen- Gießen, Apotheker Welcker-Allendorf (Lumdas und Landgerichtsrat Wiener-Gießen.

6. Neuwahl zum Provinzialtag für die Jahre 1914 bis Ende 1919. Der Kreistag beschloß die Wahl fol­gender Herren: Altbürgermeister Zimmer-Grünberg, Landgerichts- direltor i. P. Bücking-Gießen, Geh. Kommerzienrat Dr. Gail- Gießen, Landgerichtsrat Neuenhagen-Gießen.

7. Neuwahl der verstärkten E r s a tz k 0 m m i s s i 0 n für die Jahre 19 14, 1915, 1916. Es wurden gewählt als Mitglieder: Altbürgermeister Zimmer-Grünberg, Altbürger- melfter Krämer-Steinbach, Rentner Brück-Gießen, Gemeinderats­mitglied Sehrt-Grünberg; als Stellvertreter: Oekonom Simon- Gießen, Peter Märle-Lich, Johann Heinrich Walz I.-Lich, Christ. Trinkaus III.-Grünberg.

6. Wahl eines Mitgliedes zur F l u r f ch a d e n s ab­schätz u n g s k 0 m m i s s i 0 u bis Ende 1919. Anstelle eines ausscheidenden Mitgliedes wurde Landwirt Cost-Gießen gewählt.

9. Erlaß einer Kreissatzung betreffend Be-

Dm 26. September 1912 gegen 1/27 Uhr morgens hatte sich .... der Oppum er Allee bei Krefeld ein folgenschwerer Zusammenstoß zweier S tr a ß e n b a h n z ü g e ereignet, bei dem zahlreiche Fahrgäste schwer verletzt worden waren. Zwei von Krefeld-Lind bezw. Oppum kommende Triebwagen waren infolge des dichten Nebels, der au diesem Tage herrschte, in­einander gefahren. Tie Schuld an diesem Zusammenstoß war vom Landgericht Krefeld dem Wagenführer Meyendrichs bei- gemefsen worden, der deshalb wegen fahrlässiger Körper­verletzung zu .zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Der Angeklagte habe sich, so hatte das Gericht ausgeführt, gerade des undurchdringlichen Nebels, wegen streng an den ihm mitgegebenen, sehr übersichtlichen KNizungSplan halten müssen. Hätte er dies getan und vor der Weiche gehalten, bis der andere Straßenbahnzug die Kreuzung passiert gehabt habe, dann wäre nichts passiert. Die Verteidigung des Angeklagten, er habe diese Strecke nur ausnahmsweise gefahren, könne ihm nichts nützen. Denn dann habe er erst recht vorsichtig fahren müssen. Ebenso könne das nachherige Verhalten des Angeklagten, sofortiges Brem­sen und Rückstrom, nicht als Entschuldigung gelten. Tie Ausgabe des Straßenbahnführers, sich streng au den Kreuzungsplan zu halten, sei eine so geringe, daß auch die Kopflosigkeit des «An­geklagten, in die er in der Tat bei Ansicht des anderen Wagens geraten sein möge, nicht entschuldigen könne. Wenn der Angeklagte irgend welche Zweifel gehabt hätte, wie er habe fahren müssen, so hätte ihn neben ein kurzer Blick in den Kreuzungsplan belehren können. So aber sei er blindlings darauf losgefahren. In feiner Revision beim Reichsgericht suchte sich M. abermals damit zu rechtfertigen, er habe, weil er eine ihm unbekannte Strecke gefahren sei, den Kopf verloren. Das Reichsgericht ver­mochte aber diese Verteidigung gleichfalls nicht als stichhaltig zu erachten und verwarf das eingelegte Rechtsmittel als unbe-

DieEichener Famtlienblattcr" werden dem »Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das Kreisblatt für den Kreis Eiehen" zweimal wöchentlich. DieLandwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.

ft e u e r u n g des gewerbsmäßigen Güter Handels.

Der Kreistag beschloß, die Beschlußfassung über diesen Punkt der . , .

Tagesordnung auszusetzen und ,im Sinne der vorangegangenen ' J * - , w

Erörterungen nochmals eine Prüfung dieser Angelegenheit durch und Tv. K. -Ltuchtey unternahmen gestern von den Eyemischen

zeugung aller Amerikaner, wenn ich auch hier besonders als Mundfttick der Amerikaner von deutschem Ursprung, erscheine. Für uns Deutsch-Amerikaner ist noch hinzuzuführen, daß gerade jetzt, wo wir endlich eine maßgebende Stellung in Amerika erreicht haben, wir infolge unseres deutschen Ursprunges in ein ganz falsches Licht gesetzt werden würden, gegenüber unseren anderen Mitbürgern, wenn die deutsche Jnduftrie sich nichr in würdiger und eindrucksvoller Weise beteiligen würde.

Diese Betrachttmgen haben wohl auf keine andere Nation, die durch ihre Stämme in Amerika vertreten ist, dieselbe Gültig­keit wie gerade auf Deutschland. England hat in Bezug auf Her­kunft und Geburt jetzt verhältnismäßig lange nicht den Prozent­satz amerikanischer Bürger wie andere Länder. Die irische Bürger schast in Amerika ist eine beträchtliche, aber Irland als solches könnte ja bei einer Welt-Ausstellung nichts Eigenes leisten. Frank­reich hat nur einen sehr kleinen Prozentsatz von amerikanischen Bürgern französischen Ursprungs und hat sich trotzdem bereit erklärt, teilzunehmen; dasselbe gilt von Italien, das allerdings durch eine große Anzahl amerikanischer Bürger italienischen Ur­sprunges vertreten ist.

Zwischen uns Deutsch-Amerikanern und Deutschland besteht aber ein ganz »Anderes Verhältnis als zwischen einer anderen in Amerika oerhrtenen Nation. Es ist eine feste Ueberzeugung, daß das Fernbleiben von Deutschland bei der Welt-Ausstellung San Francisco einen ungünstigeren Eindruck auf das ameri­kanische Bürgertum mache,: würde, als das von irgend einer anderen Nation.

Ich komme deshalb hierher, nicht so sehr um mir anzumaßen, den deutschen Industriellen die großen Vorteile vorzuhalten, die sie wohl meiner Ansicht nach durch ihre Beteiligung an der Welt- Ausstellung gewinnen würden, oder um die Stellung einzunehmen, daß wir als Amerikaner uns in die internen Angelegenheiten und Ansichten des deuschen Volkes mischen -wollten. Ich komme hier­her im Sinne eines freundlichen Boten, der die Meldung über­bringt, daß es der, ich kann wohl sagen, fast einstimmige Wunsch aller Teutsck>-Amerikaner und wohl aller Amerikaner, tvelchen Ursprunges sie auch fein mögen, ist, daß unser deutsches Vater­land sich in großzügiger Weise in San Francisco zeigen möge, bei der Feier des großen Ereignisses, das die westliche Küste von ganz Amerika und die orietalischen Länder den europäischen Ländern so viel näher bringen wird.

Der Argumente in Bezug auf die Vorteile, die für Deutsch­land durch eine glänzende Übertretung in Sau Francisco entstehen würden, sind so viele, daß ich mich auf ihre Auszählung hier nicht einlassen kann, sondern die Gelegenheit abwarten will, die Einwendungen dagegen gewissenhaft und gründlich zu prüfen, ehe .sch den übersuch 'machen werde, sie zu entkräften,

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheften

* Edisons Revolution in der Schule. Edison ist durch seinen kleinen Sohn auf eine Idee gebracht worden, der er jetzt-den Hauptteil seiner unermüdlichen Arbeitskraft zuwendet: er will durch den Filin eine Revolution im Elementarunterricht Hervorrufen. Wie der amerikanische Pädagoge Leonhard P. Ayres in. den New PorterSurvey" mitteilt, hat der große Erfinder bereits die Ideen für etwa 1000 verschiedene Films ausgearbeitet, durch die den Kindern die wichtigsten Kenntnisse in Naturge­schichte, Geschichte usw. vermittelt werden. Die von ihm entworfenen Szenarien werden «bann von einem Fachkenner in allen Einzel­heiten fertiggestellt, und zu Beurtellern seiner Leistung hat sich Edison die sgchttindigste Krittk ausgesucht, nämlich die blinder selbst. Tie Films werden vor Angehörigen einer bestimmten Schulklasse, für die sie.gerade gedacht sind, vorgeführt, und die beite Probe für ihre Brauchbarkeit ist dann, ob sie die kleinen Zuschauer lebhaft interessieren, ob sie die Vorgänge auf der Leinwand begreifen und was sie davon behalten. Etwa 60 dieser Unterrichts-Films, deren Einführung in amerikanischen SckMen von bedeutenden Sachverständigen empfohlen wird, find bereits fix und fertig und haben derZensur" der Kinder standgehalten.. Mit außerordentlicher Geschicklichkeit sind die einzelnen Bilder angeordnet, so daß sie ein ganz klares Bild selbst kompliziertev Erscheinungen vermitteln. So zeigt Edison die Konstruktion und die Arbeit verschiedener Maschinen, führt z. B. die Erzeugung des Bessemer-Stahls in allen Stadien vor. Auf den naturwissen- schastlichen Films ist z. B. die Entwicklung und das Leben der Hausfliege höchst dramatisch dargestellt. Jedes Bild ist mit kurzen, klaren Erklärungen versehen. Bei jedem neuen Gegenstand weist eine menschliche Hand mit einem Zeigestock auf die wichtigen Einzelheiten hin. Ter Erfolg bei den Kindern ist ein über Er­warten großer; sie amüsieren sich nicht nur köstlich, sondern sie lernen auch wirklich, begreifen schneller, begatten besser und machen erstaunliche Fortschritte. K.

Heer tiitS Flotte.

Berlin, 18. Olt. Eine Sonderausgabe desArmee- Icrordnungsblattes" veröffentlicht folgende an den Kriegs- Alinister gerichtete allerhöchste Kabinettsordre:

Ich bestimme: Um das Andenken des dahingeschiedenen .'Generals der Infanterie z. D. v. Lignitz, des im Krieg ivud Frieden hochverdienten früheren kommandierenden Ge­nerals des 3. Armeekorps, zu ehren, haben sämtliche Offi- Acere dieses Armeekorps sowie diejenigen des Füsilier-Regii iirents v. Steinmetz (Westpreußisches Nr. 37), dessen Chef, 5x-r Verewigte gewesen ist, drei Tage Trauer anzulegen. Austerdcm hat als Vertreter des' beurlaubten kommandieren-, den Generals des 3. Armeekorps, der Kommandeur des ge­nannten Regiments, an den Trauerfeierlichkeiten teilzuneh-i nren. Ich beauftrage Sie, Vorsteheudes der Armee sogleich bekanntzugeben.

Auszug aus dem Protokoll über die Sitzung "öes Kreistages des «reifes Gießen vom 15. Oktober 1915.

Anwesend: der Vorsitzende Großh. Provinzialdirektor Ge- Ijeimcrat Dr. U sing er, 20 Mitglieder des Kreistages und 1 Mit- gflicb des Kreisausschusses.

Nachdem die üVeschlußfähigkeit des Kreistages festgestellt, zu llrkundspersonen die KreiStagsniitglieder Geh. Kommerzienrat Dr. Gail Gießen und Hirz-Watzenborn-Steinberg bestellt, und der Pro- tivlollsührer durch Handschlag verpflichtet worden war, wurde in die Verhandlung eingetreten.

Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung wurden fol­gende Beschlüsse gefaßt:

1. Wahl der Mitglieder der Veranlagungs­kommissionen für die Einkommensteuer 1. Ab­teilung fürdie Jahre 1914, 1915, 1916. Auf Vor­schlag der Großh. Finanzämter Gießen, Grünberg, Hungen und Butzbach wurden gewählt: , * . v nvi.

a) für den Fin an z am tsbez:r k G:eßen: als Mit­glieder : Heinrich Laug zu Wieseck, Bürgermeister Leun zu Großeu-

f Soeben ist Präsident Theodor Sutro aus New York, einer bet angesehensten deutsch-amerikanischen Bürger, ausgerüstet mit Empfehlungen an alle ersten Persönlichkeiten Deutschlands in überlin eingetroffen, um für die Beteiligung der deutschen Industrie an der Weltausstellung San Francisco zu werken. Vräsideut Sutro kommt in seiner Eigenschaft als ÜVevollmäch- tiater des Deutsch-Amerikanischen Nationalbun- des dessen Vizepräsident er ist, und als Ueberbringer der mehrfach angekündigten Petition der Deutsch-Ameri­kaner an den Kail er. Praudeut Sutro beablichtig , in feiner Mission ganz Deutschland zu bereisen. Ist dem solgen- QMifpf hC1T er für uns geschrieben hat, spricht er iii in­teressanter Weise seine Ansichten über das Verhältnis Deutsch- . lands zu Amerika aus. Die Red.

i Als Bevollmächtigter des Deiitsch-Amerikanischen National- der Vereinigten Staaten Nor^-Ameruav, der m viele Gnhe aelSe Vereine in allen Staaten des Landeseni- nmh°l>urc6 seine Staats- und Lokalverbände das Deutschtum Qän n,Ä Ter letzten zehn Jahre -n einer Macht

mit der nach allen Richtungen Inn zu rechnen ist Und Millionen gel-enden in diesen Verbänden verstreuten Emzel- dc - - ferner als Vertreter von über em-

WdeEnsiig in Amerika in deutscher Sprache erscheinenden Sunacn büi ich nach Deutschland gejommen um darauf hm xXSn daß die Industrie unseres alten Vaterlandes lieb ge= Ä ron ver großarttg geplanten Panarna-Paciftc-San Francisko- ^^sSelluna Al»n i^^^ÄäfeauÄe«ung®mfibc K^arMn D^nn der Ausstellungen in Groß- 4'hfnH unb 9aud) Amerikas sind so viele gewesen, daß

-AATnmal rine Paul- für unabsehbar- Zeit gemacht in ' Wenn - di- a-vlant- Mnsstellmr« in

io. t konnte. altlicrgebrachten Richtung sein wurde,

KMFrancisco m ) ^anama;anaß/ dein größten Er-

seltnerkehr und Welthandel in enger Beziehung D rX'u fnmäre die erwähnte Einwendung wohl sttchhalttg.

XTift mit wist sw-- auf. di- Vall-ndung des -Lnals dieses Weltwunders, und wurde sich gekrankt suh- « s tinr ablehnende Stellung der größten curo- '4 ctir San Krancisco-Ansstellnna sich nicht in Wirk- ne wahre Ausstellung der Jnduimc der ganzen Welt > Was ich hier sage, Ht die überwiegende Heber-