von Ge
1913.
Stadt-
Die Eisenbahn von <ttreuzthai) Weidenau nach Dillenburg.
heimrat Prof/ Lubarsch ii't der a. o. Professor an der Universität Gießen Dr. med. Johannes Georg Mönckcberg zum ordentlichen Mitglied der Akademie für praktische Medizin in Düsseldorf und Direktor des pathologischen Instituts daselbst in Aussicht genommen. Tr. Mönckeberg. ein geborener Hamburger (1877), absolvierte seine medizinischen Studien in Straßburg, Freiburg und Bonn, bestand 1900 das StaatS- und Doktorexamen, war 1901/04 Assistent am pathologischen Institut des allgemeinen Krankenhauses Hamburg-Eppendorf bei Dr. Eng. Fraenkcl, 1902—1903 am Senckcnbcrgischen
slauungen eine größere Zahl von Zügen ausgestellt werden sann. Inzwischen sind auch genauere Erhebungen angestellt worden, wie d»e neue Bahn für den Personen- und Lchnellzugrerkechv besser ou-'-genut-'t werden kann. Dabei hat sich ergeben, daß es in betrieblicher und wirtschaft licher Hinsicht Vorteilhast ift, die zwischen .Hagen und Gießen und zwischen ö l n und G i e ß e n verkehrenden Schnellzüge über Weidenau-Dillenburg zu leiten und die
Bahnbau und die nach den Erfahrungen bei den Betriebs- schwicrigkeiten des .Herbstes 1912 notwendigen baulichen Ergänzungen entstehen, bedarf es der Bereitstellung eines Nachlredits oon 8 694 ooo ME. Das Baukapital erhöht sich somit auf 27 753 000 Mk.
Ans Stadt nnd Cand.
Gießen, 18. März
** Tageskalender kür Dienstag, 18. März.
atcr. .Der Revisor". Anfang 8 Uhr. *
*' Landes Universität. AlS Nachfolger
nelnnen. Zu diesem Zwecke muß die zwischen den Bahnhöfen Siegen und Siegen Sst vorgesehene Perbindungsbahn, die ursprünglich nur ur Uebersührung ron Güterwagen be stimmt war, günstigere Neigungs und Krümmungsrcrhält- nisse erhalten .Hierbei wird die .Herstellung eines 750 Meter langen Tunnels notwendig Im Zusammenhang mit dem Bau der Perbindungsbahn soll auch die bestehende Strecke zwischen Weidenau und Siegen höher gelegt werden, ivobei vier verkehrsreiche Planübergängc in Wegfall kommen. Es wird vorausgesetzt, daß nch die Beteiligten mit Rücksicht aus die großen Vorteile, die ihnen aus der Aufhebung der Uebcrwege erwachsen, zu angemessenen Beitragsleistungen bereit erklären werden Zur Deckung der Mehrkosten, die durch die unvermeidlichen Mehraufwendungen bei dein
daß die Grenzlinie Enos-Midia anstelle der von den Verbündeten vorgeschlagenen Grenzlinie Rodosro-Midia gesetzt wird, wobei das ganze Gebiet westlich der Linie Enos Midia mit Ausnahme von Albanien den Verbündeten zufallen soll. Weiterhin werden die Mächte erklären, daß sie den Gedanken einer Kriegsentschädigung nicht in EriÜägung ziehen können, hingegen
teiluehmen, die sich neben anderen Dingen auch mit dem von den Verbündeten zu übernehmenden Teile der türkischen Schuld befassen wird. Hinsichtlich der aegaeischen Inseln und Albaniens wird den Verbündeten mitgeteilt, daß sich diese Fragen in den Händen der Mächte befinden. Ein heftiger Ansturm der Bulgaren auf Adrianopel ist, wie aus Konstantinopel gemeldet wird, von den Türken unter großen Verlusten abgeschlagen worden.
Konstantinopel, 17. März. Der Kriegsbericht meldet: Vor Adrianopel ereignete sich, abgesehen von leichten Artilleriekä-npfen, nichts m e lden s wert es. Auf der Tschataldschalinie eröffneten unsere westlich von Kastari stehenden Vorposten ein heftiges Artilleriefeuer gegen den Feind in Mälan, der mit beträchtlichen Verlusten zerstreut wurde Ein Teil der feindlichen Truppen mußte hinter die Verschanzungen flüchten, ein anderer großer Teil mußte sich in der Richtung auf Kabagdsckwtvej zurückziehen. Eine gegen Kalfakoej vvrrückende Abteilung griff den Feind, der östlich von Kalsakocj Stellung bezogen hatte, an und fügte ihin große Verluste iu. Der Feind wurde aus Kalfakoej verdrängt, worauf die Türken die Stadt besetztet.
Nach türlischen Blättermeldungen hat ein türkisches Flugzeug über der bulgarischen Stellung bei Tschatald- scha einen Erkundungsflug ausgeführt.
Das Vorgehen der Griechen.
Rom, 17. März. Die Agenzia Stefani meldet: Die Nachricht von der Besetzung Valonas durch die Griechen ist amtlich noch nicht b e st ä t i g t. Für jeden Fall habe jedoch die italienische Regierung ihre Vertreter
Auslande drahtlich mit geeigneten Instruktionen versehen.
wollen sie zugeben, daß Vertreter der Verbündeten und der ,—u-o- ----- -------------- ...
Türkei in Paris an den Sitzungen des Finanzausschu's?^ 'Trennung und Vereinigung dieier Zuge in u'gen vvrzu-
In dem dem preußischen Landtage zugegangenen Eifen bahn-Änleihegesetz sind u. a. auch enthalten die Kosben für den Dau der Eisenbahn von (Kreuzthal), Weidenau nach 'Dillenburg. In der Begründung der Vorlage wird aus-ge- sührt. Im § I des Gesetzes vom 14. Mai 1908 sind für den Bahnbcru 19 059 000 Mi. bereitgestellt worden. Bei der Beratung des Eisenbahnanleihegesetzentwurfes für 1911 ist im Vorauschlagsaussch',ß bereits die Erklärung abgegeben worden, daß sich die betvilligten Mittel als unzulänglich erwiesen lzaben. Tic lvährend der BauvorbereitunG tu den Fabriiorten Weidenau, Siegen, Kaan und Haitzer ein ^wtretene Steigerung der Bodenw.erte verursachte lvesentlichc Mehrausgaben beim Grunderwcrb. Nack) dem Ergebnis der landespolizeilichen ^Prüfung sind bauliche Anlagen in größerem Umfange notwendig geworden, als dies bei der erstmaligen Ko st en Vermittlung angenommen werden konnte. Auch haben sich die Veranschlagungen der großen Bauwerke bei der ständig zunehmenden Preissteigerung vielfach als zu Inapp ln'rausgestellt.' Beim Vertreiben der 600 und 2700 Meter langen Tunnel wurden unerwartet schwierige Gebirgsv-erhältnisse angetroffen, die kostspielige Verstärkungen der Tunnelwände nötig machten. Die Mehrausgaben können auch nicht, wie bisher angenommen wurde, durch den vorläufigen Wegfall des zweiten Gleispaares auf der Strecke .Haiger—Dillenburg gedeckt werden. Für diese ^Bauausführung wurden die erforderlichen Mittel besonders angefordert. Nach den Erläuterungen zum Eisen-, bahnanleilsegcsetzentwurf für 1908 soll die .Hauptbahn ^vreuzthal) Weidetran—Dillenburg die Ruhr Sieg Bahn als Abführmittel aus dem mittleren und westlichen Ruhrrevier geeigneter machen. Bei den Betriebsschwierrg- kciten am Schlüsse des vorigen Jahres mußte die Ruhr— 'Sieg-Bahn zur Ablenkung der Güterzüge von den westlichen ?lbsuhrlinicn in weitestem Umfange herangezogen lverden. Um künftig derartigen Schwierigkeiten erfolg- mdtcr b,'gegnen zu können, ist außer Verbesserungen auf der Ruhr Sieg Bahri selbst die schleunige Ferttgstcllung der Hauptbahn Weidenau- Dillenburg geboteu. Sie muß zur Erfüllung ihrer ?lufgabe als EnÜastungslinie aber auch leistungsfähiger hergestellt werden. Hierzu ist eine größere Erweiterung der Gleisanlagen der Endbahnhöfc in Weidenau und Dillenburg erforderlich, damit dort bei Zug
gemuie Kenntnis der Eingeborenen uitb ihrer Idiome, die er gc- läufig sprach, sonne seine ärztliche Shmfl trugen viel ,;u seinen Erfolgen bei. In die englische .Heimat zurückgckchrt, gab er ein Reifewerk heraus, das innerhalb weniger Monate in 30 000 Bänden nbgcfet'.t wurde Er hatte, saft ochie Waffen und Geld, zum ersten Male den dicnklen Erdteil von West nach Ost dnrctrgnert, und die düoß.e Owldene Medaille der Geograph,särcn Gesellschaft war ein wohlverdienter Lohn. Die von ihm empfohlene Anlage einer Misswnsstation zu Magonccro unter Bischof Mackenzie führte leider, wegen ihrer schleckten Leitung, zu einer Katastrophe, uub dies, sowie der Tod feiner Frwi nn Jahre 1861, .-rfchnllerlen inn lief. ?fber nachdeni er sie bei Schnpmrga am Zambes, beerdigt batte, set'le er seine Forschungen fort Rach etlichen Kreuz und Querzugen ging er vorerst nach England, schrieb dort sein zweites Reisciverk und tvar 1865, schon wieder in Afrika. Er zog den Rowmna hinauf zum Npassa, imndiritt diesen teilweise, querte den Tschcuiübesi und kam bis zum Südende bei? Tschanganika. Weiterhin drang er bis unn Lualaba, Moero und Batwgeolosee vor Tie Regierung Italic ibn, um ifrn em amtliches Auftreten zu ermog OdK». zum Konsul ernannt: ziemlich reich ausqestattet, setzte er alle >ttait mi die Erforschung der Nilgnellen und die Erkundung der Wmter scheide Zwischen Nil und M ungo - Böse Nachrichten drangen aus dem Fmrern an die Küste Während er in Wahrheit die Starte zwisclren 4 und 12 Grad südlicher Breite ausgeklirt barte. Kietz es, die Masitu bitten ihn getötet, mrd im Hafen von Sansibar lenkte sich die Flagge aus Halbmast. Er war nicht tot Wohl aber geriet er mit er in sehr schwierige Lagen, und ots er schon fünf Jahre abwesend war und nur spärttä unklare Nachriltüen von ibnt in die gesittete Welt drang.m, eMüuldte 1871 der .New Bork Herold" 5 ton le», ibn auUufudxri Staniev fand ihn und befreite ihn aus ieiner Not Ei» Zeit lang operierten iie vv santtuen. aber am 14. Marz 1872 trnmten sie sich, und Vtoingitor na Inn mit Helfen Mtteln seine Forsckiertätigkeit aus Nicl't lange mehr: der durch unerhörte Strapazen und Entbehrungen - schwlichte .Körper Lningswne barte monatelang nur von ixv.e gerösteten Vtaiskolbeu gelebt - umerlag in 3lala einer Dvsenterie greine Leiche wurde einb-ilürnriert. und aus ihren Srl"iltern tni seine treuen, sä-warzeit Beglekter sie bis Uni.rmienib . wo si eine Hilsserpeduion um er Earweron stieß-n Ein Teilnehn r: Mnrphh, übenui
Ucberreftc Livingstones naai England, und bi -r mürben i 18. April 187-1 in der Wi'Unrinsl -rAbtei bei gesetzt
voiholoqischen Institut zu Frankfurt a. M. bei Prof. K. Weigert und siedelte April 1904 als erster Assistent an das patheltogische Institut zu Gießen unter Prof. Bostroen, über, wo er sich bald darauf für das Fach der allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie habilitierte und 1909 zum a. o. Professor ernannt wurde. Sein Spezialarbeitsgcbiet ist pathologische Anatomie des Herzens und der Gefäße.
** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Kreisbauinspektor Baurat Lucius zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adlerordens 4. Klasse erteilt, i-cin Kreis- straßenmeister Jakob F-riedr. Weh hing zu Wimpfen anläßlich seiner Versetzung in den Rulrestand das Allgemeine Ehrenzeichen für treue Arbeit und der Hebamme Katharine K u l l m e r zu Münzenberg die Silberne Verdienstmedaille des Ludlvigs-Ordens aus Anlaß der Ni-derlegung ihres Dienstes verliehen.
* * Der hessische Oberlehrerverein hält am 28. und 29. März in B e n s h ei in seine 28. Hauptversam ni lung ab. Am 28. Märi finden in den Räumen des Ernft Ludwigs-Seminars die Fachfitzungen statt. Der Samstag wird durch eine nichtöffentliche Sitzung eingeleitet, auf der Vereins angelegenheiten besprochen werden: auch die Besoldungsvorlage wird zur Erörterung gelangen.
” 50000 Warf bewilligten unsere Stadtverordneten für eine Stiftung aus Anlaß des RegierungSjnbiläums des Kaisers.
* * S t a d t t h e a t e r. Da am Freitag Bureau und Kasse geschlossen sind, werden schon von Donnerstag ab Eintrittskarten für alle Öfter feier tage auSgegeben.
** Fahrpreisermäßigung für die Jugend. Tie Eisenbahn gewährt allen Vereinen, die dem Landesverband Jung Deutsäland angeschlossen sind, Fahrpreisermäßigung für Ausflüge, die mit mindestens zehn Jugendlichen unter 20 Jahr im Interesse der Jugendpflege gemacht werden. Formulare für die Amräge sind aus dem Sekretariat der Bürgermeisterei zu er halte«. Dort erfolgt auch die Abstempelung des Eintrags. Die Vereine mögen von dieser Erleichterung weitgehendeit Gebrauch machen.
* * Der Winter ist noch einmal zurückgekehrt. Nach- beni von gestern mittag ab die ganze Nacht hindurch ein heftiger Sturm getobt hatte, begann es heute vormittag ziemlich lebhaft zu schneien.
** Aus dem Jahresbericht deS Realgvm- nasiums und der Ober-Realschule für das Jahr 1912/13 ist zu entnehmen, daß das Realghmnasium nebst Vorschule von 433 Schülern (darunter 10 Schülerinnen) besucht war. Von den 418 Schülern, die am 15. Mai vorhanden waren, waren 363 evangelisch, 29 römisch-katholisch und 26 loracütücb: 317 waren aus Gießen, 65 aus anderen hessischen Orten und 36 aus anderen deutschen Staaten. Die Ober Realschule war von 586 Schülern idarunter 24 Schülerinnen) besucht. Von den am 15. Mai vorhandenen Schülern waren 489 evangelisch, 32 römisch- katholisch, 45 israelitisch und zwei sonsttger Konfession. An beiden Anstalten unterrichten einschließlich des Direktors (M). Schulrat Dr. Rausch 43 Lehrkräfte, darunter drei Hilfslehrer für den Religionsunterricht.
** Warnung. Von zuständiger Seite wird nns folgendes mitgeteilt: Ein „K o n t o r für christliche Schrifte n", Max Schwarze in Berlin, läßt gegenwärtig durch einen Agenten Wil Helm Künzel, der zu dieseni Zweck hier Wohmmg genommen bat, ein Buch: „Friede fei mit euch" verbreiten Tas Werk ist Schreiber dieses unbekannt. Um so bekannter ist er mit der Gepflogenheit dieser Kolvortaqebuchhandlungen und ihrer Agenten Es läuft dabei fast immer auf eine Geldsctmeiderei hinaus. TaS 'Ihid) mag an sich ganz gut sein, aber der Preis dafür ist weit höher, als feinem Wert entspricht. Sonst könnte nickt von feinem Vertrieb eine ganze Schar von Agenten leben, und der Verlag will dock aud) nock seinen Schnitt machen. Das Buck soll 13 Mk. ' kosten. Darauf werden 3 Mk. angezahli, ferner find viertel jähr! ick weitere 3 Mk. yi leisten, und erst imd) Fahlung der ganzen Summe einsdstießlidi Porti wird das Buck Eigentum des Käufers. Bestellungen sind, wie es auübriicflidi beißt, in keinem Falle rückgängig zu modieii. Wie leicht kann eine Fa milie, die sich inxrd) die Anmblintg von „nur 3 Mk." verlocken läßt, Daburd) in Ungelegen Heiken kommen. Man sollte sick unter allen Umständen ferne geistige Nahnmg, vor allem auch seine rcligiöfc, nicht von gan unberufenen Leuten auibrätigat lassen, sondern sollte mir nad) Bedürfnis, nach deut Maß seiner Mittel, und, wenn itötig, auf guten Rat vertrauenswürdiger Leute ‘.Tuten, aber nicht so ins blaue hinein Und wenn inan Fanten vifl, w wende man iidt an seine 8ucbl>andlung, die die Bucker meist um mindestens die Hälfte des Preises liefert, den diese fliegen '■m Buchhändler fordern.
Landkreis Gießen.
fj Langsdorf, 17. März. Bei der siemigcu Hauvt 'iiammluiig der Svar- unb Darlehnskasfe e. G. in. unbffchr. H. zu Lav > dors wurde Ihr Berichterstatter,
der sich ordnungsmäßig sowohl beim Ncgiernngsvertreker als and) beim Direktor der Kasse als Vertreter des Gießener Anzeigers" oorfielltc, auf Beschluß der Versamm- ; lung nicht zugelasfen, mit der Motivierung, daß die Presse überhaupt nicht zugelafsen fei. Landlagsal^geord- > neter Fenchel und Neichstagsabgeordnetcr Tr. Werner wurden zugelassen. (Das ist ein sehr eigeittumliches Ver- * fahren der verkrachten Kasse, die doch alle Ursache hätte, < sich die Sympathie der Allgemeinheit ;u verschaffen. Red.)
j. Lollar, 18. Marz. Hcnte morgen gegen 3 Uhr brach in der Hosreite deS Gafttvirts Sckwalm Feuer aus. Der Brand entstand in der Räucherkammer. Durch | sofortiges Eingreifen der Feuerwehr wurde das Feuer auf I reinen Herd beschränkt. Der entstandene Schaden ist ge- ' singfügig.
Kreis Alsfeld.
OK Alsfeld, 17. März. Am Mittwoch wird das 41. Schuljahr der Landw. Winterschule durch die ! Prüsung beschlossen. Daran schließt sich ein Zusammensein im »Deutschen HauS*. Die Schule wurde von 48 Schülern besucht, die sich auf die Kreise Alsfeld, Lauterbach, Schotten und Ziegenhain verteilen. Im September 1912 konnte der Neubau einer Feldscheuer und eines Kellers mit darüber liegendem Getreidespeicher begonnen werden. Die Schule ; wurde in diesem Schuljahre aus dem HochzeitShauS (gen. Bau) in das Gebäude der früheren Realschule verlegt. Land- j wirtschastslehrer Heck, der im Winter durch seine Tätigkeit als Reichstagsabgeordneter verhindert war, wurde durch Land- wirtschastslebrer Kunkel vertreten. **
= Alsfeld, 17. Mär;. Die Höhere Dürger-^Mäd- cken-) S ck u l c hatte im Sckuliahr 98 Schülerinnen Davon waren 90 evangelisch, 4 rönnsch-keflholtsch und 4 israelitisch: 86 waren aus Alsfeld, neun aus anderen hessischen Orten und drei aus anderen deutschen Orten. An der Anstalt unterrichten einschließlich des Direktors Dr. Pitz 12 Lehrkräfte.
Homberg, 17. März Seit einigen Tagen herrschen deftige Stürme in unserer Gegend. Harte flauten sie etwas ah und zogen sich gegen 4 Uhr nachmittags dunkle Wolken zu einem schweren Gctvitter zusammen: es bornierte und blitzte gerade nxc im Hochsommer und das- (^pivitker war auch von Hagel begleitet. .
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 17. März. Heute bedrohten an einem Neubau in der Kaiserstraße Arbeiter einen Vorarbeiter und schlugen ihn. Die Ruhe wurde erst wieder hergcstcllt, als zwei Schutzleute erschienen.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Darmstadt, 17. Marz. Prinz Heinrich Preußen ist gestern abend int Wttornobi^ zum Besuche beim Groß!;. Hose hier eingetroffen.
rm. König, 17. März. Heute früh iintrbc hier ein S i tl> lichkcitsverbrechen an der 12 Jahre alten Aama Arnold aus Fürßeugrund begangen, die imd, 10 Uhr auf dem Heimwege v. Höck-st i. O. war Tas Kind lüft schwer verletz: Ter Täter hat man nickt ermitteln lönnen. Nack der Beschreibung der Staatsamvattschaft ist er Mitte der 30er Jahre, hat mittlere Größe uni) rotblonden Sdmurrbart Er trägt dunkle Manchesterhose, dunklen Rock, schwarzen, weichen Filzhut und hat grünen Rucksack auf dem 9tücfen. Er hat sich in der Richtung nach Bweitenbrmm entfernt.
h Langen, 17. März. Ein Frankfurter Auto-, mobil, das gestern Abend von Darmstadt nach Haufo^ fuhr, entdeckte kurz vor Langen auf der Landstraße eine, Reihe großer Steine, die dazu bestimmt waren, ba* berkommende Wagen am Weiterfahren zu hindern. Im letzten Augenblick wurde das gefährliche Hindernis bemerkt und dadurch einem folgenschtveren Unglück vorgebeugt.
d Mainz, 17. März. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurden die Anttäge über die Schuldentilgung gegen die Stimmen der Sozialdemokraten an genommen Durd) die neue Buchung werden im 3afrrc 240 000 Mark erspart und der Voranschlag wird übersichtlicher. — Der Aenderintg der Preise für Gas unb Elektrizität wurde einstimmig zugestimmt. Vom 1. Avril wird für Koch unb Leucht gas der Satz von 13 Pfg. eingeführt, es ist bann nur noch für einen Gasmesser Miete zu zahlen. Tie großen Abnehmer für. Elektrizität erhalten bcbeutcnben Rabatt, der Grundpreis wird von 55 auf 45 Psg. ermäßigt Den Momumenten kommen zugute infolge Ermäßigung des tKasPreises 240000 Mk. und bei der Elekttizität 150000 Mk. Die Sdmtzmauuschaft, die zurzeit 152 Mann beträgt, wird nm 15 Leute vermehrt, 0avon sollen 4 Kriminalsdmtzleule fein, auf die neu zu schauende Bahnhofs tvache 4 Mann, zur Ueberwackung des Museums 2 Mann unb > die anderen 5 Mami rverden in den Bezirken verteilt — Zur ß Beteiligilng der Stabt an der Wanderausstellung städtebaulicher Einheftspläue aus der Internationalen Baufach-2lusftellnng in. Leipzig wurden 750 Mk. bewilligt.
Hefsen-Raffau.
— Frankenbad», 18. März. Das 2. Bundessest desDünsbera-Sängerbundes findet am 20. und 21. JuR hier statt. Der Gesangverein Teutonia trifft gegenwärtig die Vor" Bereitungen.
— Frankenbach, 18. März. Am 1. April verläßt Lehrer DebuS die hiesige erste Lehrerstelle und siedelt nach Frankfurt über. Lehrer Jung von Bieber bei Rodheim ist die Stelle übertragen worden.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 15. März. Körperverletzung unb Wiberstand.
Ter Kuhsdiweizer K. Ehr aus Stanz in der Schwaz, her zurzeit in de. Zellenstrasanstalt Butzbach eine ihm vom 3dwmir-. gerickt Tarrnfladt wegen Totsd^agsm-rfudrs znertannte Gefängnisstrafe von 3* 2 Jahren verbüßt, steht unter bet Anklage, im November v I. dem Gesänge,laufseher I. K' mit einem Messer emrn Slick in bic Brust versetzt unb . iiüge Zeit später mit einem Prügel den Hilssansseher K. angegriffen zu haben Wie der ?lnqcflagte ß'kbst zugesteht, waren es geringfügige Gründe, die ihn zu der Tat gegenveranlaßten Die StickverletzLing war aber derart schwer, daß K. beute noch nidn ganz kn^rgestellt ist In dem zweiten Falle sprang der AngeUagt. beim Spazierengehen im Hofe an einen Haufen Hol;, ualmi fid> ein Selbst unb stürzte auf den Aiifseher K. zu. Tiefer fam ihm zuvor und machte ihn durch einen Schuß kampfunfähig. Beim Zurückbringen in die Zelle leistete der Angeklagte heftigen Widerstand. Wegen >torperver' letzung erkannte die Strafkammer auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren und wegen des 'JSiocrftanb-' auf eine von 6 Monateu iiiio zog beibe Strafen zu 2 Ialnen 3 Monate zusammen. Für das, Strafmaß waren bic Gutaduen der beiden Sachverftindigen maßgebend, die übereinstimmend den 9lngellagten als geistig minderwertigen Mensdvn bezeichneten.
Tieb stöhle und Betrügereien werden dem Tapezier 'ö. K von Bad Nanheim zur Last gelegt. Mirangeklagt ist ber Maurer F. B der im November 1911 gemeinsam mit K. einen Ofen qestohlen haben soll. Die $n- geklagten leugnen zwar, das :f>eridn eracht l sie aber auf Grund b.r BeweisaufmiHaie für schuldig und sprid^: gegen B. eine Gk* ’ 'ingnisstrafe von 3 Woche,! und gegen M . der rückfällig unb Kiiirig vorbestraft ist, ein' solche von 5 Monaten mls. Auch
. '-n eines :veueren Tie' » *>.» erl xlt eine l^eianinisstrale 4 von 5 Monaten. Von ben ihm zur Last gelegten Betrügereien wird


