Ausgabe 
15.12.1913 Erstes Blatt
 
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Die hrutige Nummer umsaht 10 Seiten.

Der veränderte Geldmarkt.

Tie vor einigen Togen erfolgte Herabsehuni de. Reicf'> vankdiskonts von 51 _> aufVrJt \u einer 3eit, wo An­sprüche an die Bank zum Iahrcoschuft sicher in Aue-fickt flehen, bat vielfach Ueverraichung hervorgerusen (hnr 7 t»- LonJ^<.ra^^f^unfl *m Dezember ift eine so ungewöhnliche f Erscheinung, das; sie bisher überhaupt nur zweimal seit Bestehen der Reichobank stattgcsundi'n hat und zwar in den fahren 1H78 und 1879. Es waren strifcnjahre ersten Ranges, denn unser gesamtes Wirtschaftsleben lag darnieder und insbesondere unser/r in der Entwickelung begriffenen Montanindustrie fehlte der erforderliche Schuh gegen die au-ländische »tonlurrenz. Heute liegen die wirtschaftitchen Verhältnisse in Tentschland gaitA anders. Ti: damalo tn augurierle Schutzpolitik legte d?n ("rund zudem saft b ifpicl- losen wirtschaftlichen Aufschwung in den letzten 30 Ianrrit Wir sind als Industriestaat ungefähr an die erste stelle in der Welt getreten und haben heute den prozentual größten Anteil an dem Weltbedars von Eisen und Stahl selbst England, das früher unfn Lieferant war, ut unser Jlh- nehmer geworden und beicht jährlich mehr als 1 Million Tonnen Rohstahl von uns.

Mit dieser bcispicllosen tvirtschastlichen Entwickelung Fonnte leider iahrzehn'.elang unser oMb- und Zahlung-- wesen nicht milloinmen. Tu- ,,<"o'bb?cke", wie sie Bismarck nannte, blieb zu kurz und hic rascher schreitende wirtschaft­liche (hitroidchinfl muhte periodisch Hall machen und solange stoppen, bis der Wclbmartt sich von seiner Uebcraitstren- gung erholt hatte Diese Momente heben sich in unserer Wirtschaftsgeschichte beutlich ab: cs sind bit bekannten Wirtschaftskrisen, wie sie periodisch alle 78 Jahre auf treten und heute von threm iatastrop^.alen CE-trallcr viel verloren haben. Ihrem Giundcharaktvr nach sittd diese Wirt- Ichaftskrisen saft alle ohne Aufnahme als < i > t aiizusprechen. Tenn die primäre Erscheinung bildet das knappe 61c 1b unb der daraus entstehende hohe Zinssatz, die f c k t> tt d ä r e Erscheinung, die als direkte Folge auf tritt, ist die Stockung in der Produktion und im Absatz. Erst der hohe Zinsfuß von t; unb 7'Proz., wie er beispielsweise in den »trisenjahreu 1900 01, l9Ofi,O7 und jetzt 191213 auftrat, brachte und bringt die Gülererzcugung und die Güterverwertung ins Stocken und verursacht den Rückschlag im Wirtschaftsleben, wicZvii ihn in diesen so gekennzeichne­ten Jahren jeweilig erlebt haben und noch erleben. Er treten die so gefürchteten Begleitersckwinnngen der wirtschaftlichen Zusammenbrüche in der Iinanz- und Produktion-- writschaft aus, wie sie nameutltch die Jahre 1901)01 so sehr auszcichncten: sic geben den Vorgängen erst ihren lrisenhaften Charakter.

Aber das .katastrophale tu den Wirtschaftskrisen bezw. (Geldkrisen hat sich tut Laufe der Jahre verloren. Man hat gelernt, nicht nur auf Seiten der Industrie sondern ,etzl end­lich auch auf Seiten der Finanz. Tic Verkaufs unb Absatz' Politik unserer groüindustrwllen ^rgatttsaltonen ist seit Iah- reu schon darauf gerichtet, Auswüchse zu unterdrücken und unsoltdc spekulativ/ Velätiauna nach Möglj^kcit auszufchal- ich. Tas gleiche Bestreben hat sich auch unter Zentral ^oten- Institut, die RetchSbattl, in deit letzten beiden Jahren zu eigen gemacht. Unb es must besonders hervorgehoben wer­den, dast es gerade ihr Hauptverdienst ist, dast der feit Früh­jahr dieses Jahres eingetretene wirtschaftliche Niedergang bisher so austerordentlich milde verlaufen ist. Tast der Tis-

kont im Herbst v. Is. nod) auf 6 Prozent stieg, liegt nicht im Bereiche ihrer Macht. Unb wenn es auch deute noch ge- wisse Btrisdxiitspolutler gibt, die die TiskontpvlUik der Reichsbank für den hoben Diskont verantwortlich machen, io w-.ld ,eder einsichtige Wirlfchaflskenner, der die Triebkräfte im Wirtschaftsleben unb die ausschlaggebenbe Bedeutung von Angebot und Nachfrage bei der Preisbildung einer Ware, also auch der Oklber, kennt, diesen Standpunkt nicht teilen. Er wird vielmehr anerkennen, dast der heutige Letter unserer Reichsbank schon austerordentlich viel zur Verbesserung un seres O'elb unb Zahlungewesens getan hai, hast wir cs ihm zu verbanken haben, dast der Diskont nicht über t» Prozent gestiegen ist in früheren Hochkoniunkturtahren sind wir bc kanntlich auf 7* , Prozent gekommen» und dast er jetzt schon aut 5 Prozen: zurückgegaiigen ift. Denn es ist bekannt, daß zum Iahre. schlust ganz erhebliche Ansprüche an die Italien der Bank gesteUt iviiben, besonders weist man auch, dast da? Reich demnächst gröstere Betrüge man spricht von 1.30Mil lionen entnehmen wird Nur d Rücksicht auf Handel und Industrie ist bei der letzt n Ermäßigung auSschlag;cb:io ge­wesen Unb daß die Bank überhaupt so gut g riiskr-t ift gegen­über früheren ähnlichen Vergleichst erioben, ist daraus zu- rückzii,ühren, bar unsere Gel dum aufsmiuel durch die stärkere An gäbe von Heilten Noten bedeutend vermehrt sind. Wem wird es nicht schon ausgefallen sein, daß heute tvcfentltd) mehr Papier als (Wölb in Umlauf ist? Tic Reichsbank ist dadurch in die Lage gekommen, ihren Goldvorrat argen frühere Jahre wesentlich zu vermehren unb ihre Position zu stärken. Auch sonst hat bie Reichsbankleitung burd) v r- schiebene Mas,nahmen eine krisenhafte Entwickelung im lebten Jahre hintanzul/alten gewußt Wir möchten hier nur noch darauf Hinweisen, daß sie beizeiten im vorigen Jahre, als die Hochspannung am Geldmarkt eintrat, durch Druck auf die grasten privaten Bank- unb Jinan', Institute eine Ueberfrciirtation an der Börse zu verhindern suchte. Tic Bankinstitute durften die Kredite zum Zwecke der Börsen- irchilatton nicht allzusehr ausdehnen. Sie tmistten ferner durch Veröffentlichung ihrer ZweimonatSbilanzen mehr auf die Geldslüffigkeit ihres Status achten und sich mehr der öffentlichen Kontrolle unterwerfen. Durch diese Mastnahmen hat die Reichsbank ihre Kontrolle über den (Mbntarft ivesentlich verstärkt, und sie ist in die Lage gekommen, etwas mehr als früher maßgebenden Einfluß auf den Geldmarkt

ui gewinnen. Tic gute Wirkung ist in der letzten Zinsfuß- Ermastignng vom 1*2. Tczember zum Ausdruck gekommen unb die Industrie, Handel und Verkehr tverben es her Lei­tung der Reichsbank Tank wissen, dast sie bereits heute billigeres Oleld haben. Erleichtert wird man dem neuen Jahr entgegenselfen.

2lus Reffen.

Aus dem Finanzausschuß.

ib. Tarmstadr. 14 Tn. Ter Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt am Samstag wieder eine geincmfoinc Sitzung mit der Regierung ab, die durch die Herren Fmanz- minister Tr. Braun, Minister des Innern v. Hombergs und Ministerialrat Schliephalc venru/n >oar Zur Berauing

von einer Million Mark an die Z e n t r a l ka s f e der hes- fischen l a n d >v i r t s di a f t l . ch c n Genossenschaften > kanntlich bat fid) die Erste stannner i'dwn in ihrer Sitzung vom 1 Tezember ebenfalls damit besd.anrgt und beschlossen, dem An­trag ihres Finanzausschusses entsprechend neben dem Tailehn von einer Million Mark die Regierung zu ennächUgen, der Zentral lasse aus den Beständen brr Han'.tüaatskasse einen un­kündbaren tlredit von einer halben Million und ferner ja nach Schau einer weiteren, jederre.t kündbaren Kredit bis zum Gc-

famtbetrag von anderthalb Millionen ?*i.irf ein\uidumm. T<r Viiioicbuf; bnnlltflte zu nächst unter den vereinbarten Beo m mngen sie Hrrgalx- eine» Tarlrtxn» von einer Million Mark und l*ei-i'.i'U sodanii. der Zweiten Kammer vorruschlagen. daß sie der Zentralkasie noch einen Kredit von einer Million Mart bewillige» möge 3o lange der Vertrag mit der Geno» enschaft-kasfe l'esteht. «oll auch der StaalStomnuisar seine Befuanisse in bezug aut Hitüfion uiw auSuben Tie Genossenschaften werden hiernach tn die Lag. oerifiu, >id, des StaatSkommtssars jederzen wieder zu - niledtgen. iuenn «>e das Vertrag-Averdältn.A mit bmt Staat burd) RüdiaHIun-i des Tarleh ns und Aufgabe des in Anspruch ar- nomm neu « redits beendigen. Ter IinaniauSichnst der Zweiten (.immer war brr Meinung, baß mit der Bewilligung des Dar­lehens von einer Million und brr Gewährung eines ebenso Hoden kirbiu« den Bedürfnitien und Ansprüchen der Zentralkasie Genüge geleistet werde, da diese selbst ia nrsvrünglid, nur eine Million ols notwendig bezeichnet Hatte: mit dem cinaeräumten weiteren 'leedit von einer Million werde die Üasse in der Lage fein, auch allen wenn gehenden Anforderungen zu entsprechen

rb Niederschlag nng der Ge r i ch t«ged Ü h r e n Tie Abg. 'H e h und Genossen hatten bei der Hanmrtr den Antrag rin» gebracht, die Regierung »n erl'utben, daß sie eine Novelle zum - .ritUtfoflcngcfru vom .« Tezember HKM vorlege,t wolle, in welcher Artik.l st wir folgt umgeändert wirb.Tie Berichte find befugt, Wrbnbrrn unb Auslagen, ivelche burd) eine nnnditige Bel andluiig ohne Schuld der Beteiligten envachfen sind, nieder- zusd lagen " Ta» Werbt der Ni dersdilagung^oii Gerid tSg bührrn, di/ durch unrichiige Sadchebandlung ohne Schuld der Beteiligten nttflanbcn sinh, sicht - em i^rrirfit nad> Artikel st schon zu E» ermad'-en aber in ioldien Istllen aud> lräung nicht imcrbrblidic AnSlaglN, d-e ebenfalls niederzuschlaeen der Antrag bezweckt.

iTaö )ustizministcr.um sprach fid) in feinem Ant- 1 :t ort' l'reiben gegen diesen Eintrag au5, da nad» Artikel 101

i is 108 d.- hessischen G.-richt^lostengesereo tem ^ufti^Ministerium die ErmächZgung ein k j;imt sei, in den hier fr..glühen Iällen und darüber hinaus entstandenen Auslagen niederzufdilagen oder zu crlafi.T. Tas jetzige Verfahren, von dem auch m gre gneicn

; Fällen iHcbraud, gemicht wurde, habe den Vorteil, daß das Ministerium von foldirn Höllen eher st.nniniS erhalte unb in der

' Lage fei. evtl, den schuldigen Beanuen zum Ersatz der der s Staatskasse verursachten Sofien anzuhalien Ter Gesetzgcbunas- e.usfchuß der zweiten Ü.immer ist dagegen einstimmig der An­sicht. das; im IiUeresse der gesamten Bevölkerung alsbald eine Abänderung des Art. st im Sinne des Antrags notwendig sei unb stellt deshalb den Antrag: Großh. Regierung woNc dem Antrag Rch unb Genossen alsbald entsprechen.

1 ' .,

Aus merito.

af h i tt g to n, 13. Dez flonfreabmtra( Flet­cher forderte nach einer Meldung aus Jam- pico die dort kämpfenden Infurgentett und Bun- deStruppen auf, das Jener cinzustellen, andernfalls trete das KanonenbootWheeling" in Aktion Wie deut eng- lifchcn ofcfanblcn durch den 2l>miral Eraddock gemeldet wurde, kanten beide Parteien der 'Ectfutig des amcrifanifd)en Admirals nach. Tie Bundestruppen halten von Tampico noch den Mittelpunkt der Stadt unb das User des Haf«ts be­setzt. Admiral I-lekcher forderte die Ausländer auf, an Bord der Schiffe Zuflucht zu suchen ober sich am Hafenuser ,u sammeln, wo sie unter dem Schutze seiner Schiffskanonen sind.

Tic Hafenstadt am Golf von Mexiko, Tampico, ift feit einigen Tagen der Schauplatz aufregender .irämpse zwi­schen Den Aufständischen, die die Stadt verteidigen, und den mexikanifchen .Zuudestruppeii, die sie belagern und bc- schießen. Tampico ist ein bedeutender Handelsplatz, dessen Ausfuhr von O)old, Hauten, Iellen und <^elb- hoh- bekannt ist. Um 1 Uhr morgen 3 telegraphierte Admiral Iletcher, daß di? grauen unb minder sowie die Ausländer sämtlich Tampico verlassen haben. Rur einige Männer zogen vor, zurückzubleiven.

eines Berkes widmen und ibn ausdeuten kann Aus ben überaus l von Gefetzeniwürsen, Berorbnungen. Satzungen usw. richtete bet

wies schon fein

wieder als Begleiter tär.g ist seinen Namen!

a-r.

taum zu übcrbieiende grandiose Leistung war

In diefc Meisterleistungen die Leiitungen eines üitcheS zu

- Ze r Gesamtvorftaud des Teutichcn Sprach, vereint hielt am gestrigen Sonntag unter dem Borfiy des BirV. Geh Cbcrfxnirat? Tr Sarrazin ferne Iahres-versamm- !unq ab, die o:i< allen Bundesstaaten des Teuv'chen Reiches und T-'-" d-^Carrrrricb zahlreich bericht war Tic 3eTatung5aegm.

Inrflen meist innere Dcrnnsangelegenlwiten Tic r.i&ft-

' K Hauptrcr awmlung fmfct; in Hamburg in der Püngst- Dem 1. bis 13. Juni 1914 statt Zur Erlchfgung der zabl- rcidjCK Gesuche Den Behörden und Privaten um sprachliche Prüfung

hören, war uberou.' wobliucnd nich: weil man nd) dabei unter« hielt, sondern weil dadurch eine so selten erlebte Brücke g ckcbta 'en wurde vom großzügig gereiften Ericbauten zum kindlich Erlebten. Bas nützt cv dem Mädcben Alma Moodi/, wenn id) hier feststelle, ia»«- sie so oft scboit zu hörnt bekam: sie besitzt glänzende Tcdmif, Triller, Terzen, Skta. en. alles gli&ctt und blitzt, die Bogentechnik ist eminent sid/cr und ruhig usw usw. Ich meine bod', daß die Honptiäcde an ihrem Spiel, oas zum Herzen des Zuhörers sofort spi/drend. Moment die Mtnblidblnt ihre? Sviel-» ist.Sie hat seihst io überau.' viel Ircuoe an ihrem Spiel, ihre musikalische Auf­fassung steht noch ianz int Banne des Jugendlichen, daß man ihr alle GerüblSausbrüd< und seelischen Nuancen, die sie auf ihrer Geige id nun ich läßt, unbedingt glaubt Und w.mn ab und zu imitlid) mo: ein kräftiger eiqeniinniger Akzent komm:, dann ml- strömt ec ihrem iiatüriitbc« mu-ilal kchen Instinkt und tut dop­pelt ivodl. Alma Moodr? enpielle nm nnt Dem D-ckltsl^Violin- konzert von Vienawski ura Aomvontionen von Sinding Ro­mani . Chopin Etüde I«Mol> übrigen- sehr gut airangim , Ir streiSler Qwricc vi.ituui-? eine Mompofirion, Dir mir durch Den Jttd n.rrrfctwrtigt ist und der uorrrcnlidint V edor gäbe der prächtigen Var-aiionen ülur cm Iccma ion sarcUi von Tariini in der Bearbeitung von Kreider einen vollen Erfolg und lebhaften Vei''all, dem sie mit einer Zugabe dank'.c

Am Ilüget bereitere Prri Trautman?': Be.' dies bedeutet, weiß man in C-.-T-.en: der innigste konra? .wc'chen Sollst en und Begleitung. Iür die wund'rbare Biet,ergäbe unb Tauch- Ehrung oes Xlan' rpans der em.einen Balladen gibt cs nur ck: orte bc: Tank Anerkennung wäre hier niebt mehr am Platze Aber auf dem nässten Programm - falls Herr Prof. Trautmann

Bampvr-Arie".

Entwicklung der Cprr nt

fitzende teilte mit, der Verein habe sich im letzten Jahre >n giin* fhgitfr Veite weiter entwickelt. Tie Mitglicderzahl sei gegen­wärtig auf mehr als 33000 angcwachien.

- Tic internationale stänkeren; für die Her> stellung e'uer Velikarte im Maßstäbe von 1:109 000 Vielt am gestrig n Sonntag in Pani ibr* Sitzung ab T4c Ver'animluni nahm den Artikel 6 an, der ''ich auf die Tarii-Uung btvicnincii Geländes bezieht, das auf der Starte durch l00.Meier- 2did-tlinint dargestellk nr. ibcit soll, außer ba, wo bc. Land noch nichi genügens erfondrt ist Tic lateinische 2d,rnt nnrb auS- schließlich angewandt. Baron Berget Dom Ljcanographischen Institut kündigt- an, daß sich der Kürst von Monaco erboten Labe, eine Anzahl Blätter, bie MecreSgebiete barstellen, auf seine stoßen hersreklen ;u lassen.

Tic Einweihung beS Frankfurter Heine- TcnkmalS. .1uS Frankfurt c. M, 13 Tez., wirb un4 gemeldet: Heute mittag fand in den städltschcn Friebdrrger Anlagen die Enthüllung des Heine-TenkmalS statt TaS Mittels privater Sammlungen crridjtetc Trnfmal ist von dem Ber'.iner Bildbauer Georg stolde aefchasten. Auf einem Sockck aus Mu'ck^t- kalkirern erhebt fich die Bronzegnipi c eines Jünglings un.** cmeS Mädchen- Im Sockel ist ein Retiefbildni- des jungen He ne an­gebracht mit der Infdtrift:Tem Titbter Hone". Cberbürgft- m eist er Borgt übernahm das Tenkmal in die Cbbul der Stave und hielt eine Ansprache, die in den Serien gipfelte: Nicht richten wollen wir, sondern zu verstehen suchen. Schließlid, wurden zahlreiche Kränze am Fuße des Monumentes niedergelegt.

Ei n gewaltiger Sonnenfleck. Aus New Bork wird berichtet: Tem Astronomen des Santa Clara College von San 3oi'6 in Kalifornien, dem Pater Ieröme Ricard, ist ritte inter­essante Entdeckung geglückt der Gelehrte lwbachrrie^ aut brr Sonne einen Sonnmsteck von ganz gewaltiger Größe, dessen Umfang sich nach ben mathematischen Berechnungen auf nicht weniger als 409 936 700 englische Quadratmeilen beläuft. Tie Gefamtoberilächr unirres Erdballes, die M^ere-'sächrn mbrqrinen, beträgt rund 197 Millionen englische Cuabratmcilai, ,'y daß dieser Soirnenflrck groß genug wäre, um dir Erdkugel -we^mal zu umhüllen. Bei dem nrienhaften Umfang der Lonne stellt der neurrttbedie Sonnen'leck jedoch nur 1 2785 der Cbcrfai4c unseres Tagcsgestrru^ dar.

Gictzener IConicrfocrciM.

Gießen. 15. Tez.

4. Abonncmentckonzert. 2. Solisten Abend.

3ivci Solisten: Bauer S oomcr aus Dresden, ein gercifirr Stünftler, und Alma Moodie aus Brunel ein Dunderimd. Soamer eröffnete die Vortragsfolgc und bcfdüotz fic r.azwiicknn erklangen Biolintöne, die man nur selten härt: n ut, io wund.. bar rein, weil ein Kind sie sang: wahrlich cm Gegensatz von er

fioiucrtton^u stimmen unb trotzdem m wich eindringlichen äomn erstehen zu lassen, das ivar icabrli.n ane gen;, geniale -r.ihrna bfc Verschmelziing von Bühnen und Kon-er-. Voriragskimst. Und als Soom7r dann d.e tre-'.-che MUlad.- ..Prinz Eugrn- wna. war man ganz im Vanne diese KuunlerS und konnte der rr gäbe »on 3^Vm der Reimer^, lauschen und dem -anger nur danken, diese vielgesungenc Bene men fraje abrr

unS in seiner Aunanung -u ikhcnkcn. irrer Den KDcr 1rn timenttien tiufun: idmxbte uf.-r »« i«*

brr innigsten Rairirnr und als bv. ^ulle ..etjufitt ir stürmisch undsie Iuksc ihn ion: \.'S 7, f ' letzte Strophe in sonncnitraalertbem Gluck cri-...^ oa

x-domer am besten, ut weid) ioitb.gnadeter te V u.., unb Künstler verbinden unb itd) trotzdem gen» oem ^n^i.

hmhdH-H Beijall lieft Soomcr noch bie Ballade Sir Edward Spradg?<rclN eine besondere Ab'rilungTir Spraditnlfc" ein, folgen, die eine im Vorirag ebenso wuchtige ivtc ;in Gefangllchen | iveid,- 'ich diesen Arbeiten unterziehen wird GJcfudx- find an bm Vor lOcnbctt zu richten. In den Vorstand, iror/x- Oberlandes- grrichtsrat Äieruszoivski Koln binzuginvihll Ter Bor-

'.esenstem Reiz. u

3oomcr. der so gefeierte BariloniU ter -i i .b.utcr .yaibuhn., ftebt heute vielleicht auf der Höbe fcneS anHrnarolmhdi/ni .m- nend und seine Bübncnerfolge, besonders seine *~otaii und Han. cadv Verkörperung haben seinem Namen den bl ab in der e. :. i Siribc tri- Vüdn nsäiiger verschafft. Umso grönrr war das JrL nie, diesen Bühnenkünstler im tfotuertiaai zu hören, dem t ftjf.it c der absoluten, ungn'dimuutcn »tunst, m dem ,ede v : tragSweise auf viel fernere Farben und ^önt aeftinunt mcrbcn mut; als auf der «Lim. ^1' muß nen.-oen td) habe dem Borira, der beiden Loewe'chen Balladen ..Mauer Ctto Beifnach: rerer imb Odins Meer, snti" noeli ;icmlidi fi-bl gcgcnutergcuanb.r., benn bie Art Soomcr'. jii fingen, bat. a i sehen van t I I ian' rraiLt rollen unb ganz cntin.nt geschulten, ku''illruch / . an. .een Stimmalerial, gar nir.-i: Aeii'-. rlickos, nickt/, nxu- lofort gewinnt unb Sangen hält, was idi inner <4rör,e nur zugute r. tmen todl:°Tcnn ein wirtlid Groß r will älter gehört unb en-bat werben um erst wirklich vernanden ;u werden. Und Loomrr ist ein' wirNid, großer, ein-m/r Borrragskunstier, dies be­ut rot - bejdc Balladen rolgenbe Sifbergabe der

Dice unglaublich dramatische Mu'ik - in der t Marsdm'r das Bindeglied uoncken Weber und Richartz Bogner io aui den

Montag, 15. Dezember 19(5

165. Jahrgang

Erste; Blatt

rAnjeiger

General-Anzeiger für Oberhesfen

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Redaktion, ^rpcbihon tinö vrucktreu Zchulstratze 7. Anzeigenteil: H. Beck.

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Smebree ni Lozeige» . v . - agesn.i > -r . . .

bl» vermut .» v U!r. Holütio»$ontd und Verlag der vrghl'schen Unio.'vnch' nnd Stcmörudcrci R. Lange.

Nr. 294

Terlefcaicr »«zeiger erschein! täglich, außer Sonntag». - Beilage',: viermal wöckeni'.ich Giche»erLa»llte«blLNrr. Ioeimal w ödienil.Kreis

lan fürtzeuKreis Liehe» (Tteming undIreicaa>: zirei'nal monoil. £»» wlrifchafttiche Leltfra-c» Henilprech - tinidjl.ine: für die Redaktion 113, etlaa u. Ervedition 51 Adresse für Tepeschen:

Anzeiger Gießen.