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1 Oekonomiewagen mit Zubehör.
1 Pslua unb (5nne.
1 •tmrffehnnfcbinc.
1 Partie Heu und Stroh.
Versteigerung.
Mu des Jakob öfferur^ LrA’.t ^rüntnnen pytlicö versteigert werden: 2* | a,nsv. Break, fast neu. ' *cinfvv silberplattiertes Pferdegeschirr.
1 einsv. Iagdwagcn.
1 Schlitten.
fiomnif von morgen ob jeden SamStag aus den Markt mit einer Partie Vollfctt-Rabmkäsc.Lvvctit -KäScüen, K-rübstückS-KäS- d)cn, Kaiserkäse, kleiner u. großer Kamembcrt, Lau terbacher Burgkäsc, Rbön- bandkasc usw. non der be rühmten ^Molkereigenossenschaft Fulda. Ich bitte mein Unternehmen gcfl. unter- stützen zu wollen. (3420
W. Born.
<a. 1 Jagdgewehr.
m. 1 Drilling. I3429 i ritningcw den 23. Mai 1913., Bingel, Bürgermeister.
Um baldigst zu räumen, verkaufe die Restbestände meines Lagers als
Briefpapier, Sehr eibmaschinenpapier, Kuverts, Schreib- und Kopier -1 inte, Stahlfedern, Soenneckens 1 intenfässer, Visitenkarten - Täschchen, zu sehr billigen Preisen. 3291
Von Montag, 19. Mai, an ist mein Laden von 7—1 Uhr mittags geöffnet, nachm. geschlossen
H Kühn, Papierhandlung Seltersweg 36 Seltersweg 36
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Morgen SamStag großer Berkaus in nur ganz sriicher billiger Ware am Hotel Felsenkeller in Gießen: Mehrere Tausend ertra große Riesen-Gurken Stück 20, t-' und 30 Pfg„ einige Tausend beste Sorte großer weicher stadcrtbaler Maikönia-Kopssalat 3 Stück 20 Psg., prima nrogc lunge Mähren Gebund 25 und 30 Psg., neue Odcr-Koblrabi sow. neuer Blumenkohl, neuer Wirsing, "babarber, Riiblticl und sonstige einschlägige Artikel, «te äufcerft einig. Klein, Köln.
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EIN VERSUCH UEBERZEUGT
Heilbronn a. N., 23. Mai. Die hiesige Zuckerfabrik ist heute nacht vollständig abgebrannt. Der Schaden ist sehr groß.
.. u^t u 111111 c, -...... Um -Telegramm aus Smyrnabe
stätigt die Meldung von dem Ausstößen des Postdampsers „S e n e- 0 a I" auf eine Mine. Das Schiff wurde schwer beschädigt und sank bei den Befestigunqswerken. Die Besatzung und die Passagiere, wovon einige verletzt wurden, sowie die Post- sa ch e n wurden gerettet. Vier Personen werden v e r m i ß t.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Samstag, den 24. Mai 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, etwas wärmer, westliche Winde, Gewitterneigung.
Letzte Nachrichten.
Aus der Hessischen Zweiten Kammer.
bs. D a r m st a d t, 23. Mai. Eine Reihe von Vorlagen wird ohne Aussprache angenommen. Eine längere Besprechung fand nur bei bent Antrag U l ri' ch »vegen Revision der Steuer- und Stempelgesetzgebung statt.
Abg. Dr. Osann brachte folgenden mit 35 Unterschriften versehenen Antrag ein: Die Negierung zu ersuchen, alsbald eine Vorlage vorzulegen, durch die der neugegründeten Zentral- lasse der hessischen 1 androrrtfchastlicl^en Genossenschaften veft - zinsliche Darl ehen aus der Hauptstaatskasse gewährt werden. Der Antrag geht an den Finanzausschuß.
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Der Kaiser von Japan f.
London, 23. Mai. sReuter.) Der Kaiser von Japan ist gestorb en.
London, 23. Mai. (Reuter.) Für die Nachricht von dem Tode des Kaisers von Japan, die auf dem Wege über New Mork hierher gelangt ist, fehlt noch die B.estätigung.
Der Kaiser Voshihito ist bekanntlich am 30. Juli 1912 auf den Thron gelangt, als sein Vater Mutsuhitv starb. Der Kaiser Yoshihito war, wie gemeldet wird, an einer Lungenentzündung erkrankt. Er war am 31. August 1879 geboren. Seit dem 10. Mai 1900 war er verheiratet, und hinterläßt, wenn die Todesnachricht bestätigt werden sollte, drei Söhne, Don denen der älteste, Kronprinz Hirohito, am 29. April 1901 geboren ist.
Universitäts-Nachrichten.
Eine Dame int Marburger Studentenausschuß
Marburg, 23. Mai. Während die nichtinkorporierten Studierenden sich bei der Wahl zum Studentenausschuß auf keinen Vertreter einigten, haben die zur Zeit hier immatrikulierten 163 Damen Fräulein stud. rer nat. E. Stahn in den Ausschuß gewählt.
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In Budapest ist der bekannte Internist, einer, ord. Professor an der dortigen Universität, Magnatenhaus-Mitglied Dr. Friedrich Freiherr von Koran yi im 85. Lebensjahre g e st o r b e n.
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Darmstadt. 22. Mai. Die seit dem vorigen Jahre schwebende Klage des Landwirtes Morler iit Bad - Nauheim gegen den Major a. D. PH. Stamm ebenda endete vor der Darmstädter Strackamnier durch einen Vergleich, nach dein Stamm an DI örter 600 Mk. Entschädigung und die Kosten bis auf den Darmstädter Termin zahlt. M. wurde, wie wohl noch erinnerlicl) ist, int November v. Js. von Stamnt mit geladenent Gewehr qeznumqeit. mit zur Wache zti gehen, weil M. angeblich seinen Hund int Wald nicht angebunden hatte. 9)L war durch b«j Aufregung nervenkrank geworden und hatte St. verklagt, der vont Schöffengericht Bad- Nauheim zu Mk. 20 verurteilt, von der Strafkammer Gießen frei- gesprocheit, dann auf Berufung des Staatsanwaltes vom Oberlandesgericht an die Darmst. Strafkammer verwiesen worden war.
Fr a nkfu rt a. M., 21. Mai. Der „Kampf nm die M il- lion" zwischen dem „Generalanzeiger" und den „Frankfurter Nachrichten" ist wie man es in eingetveih'te'n Kreisen längst wußte wie das Hornberger Schießen verlaufen. Beide Parteien, die sich nahezu zwei Jahr grimmig befehdeten, haben ihre gegenseitigen Klagen zurückgezogen. Die „Nachrichten" verzichten großmütig auf die Million und — zahlen die ganz gewiß nicht geringen Kosten.
dasunerreichte, äreU. empf. Haarpflegemittel der Parfflmerie-Fabrik Godesta Dr. Leidecker & Cie. G. m. b. H., Godesberg a. Rh. Zu haben in allen besseren Geschäften. Niederlage in Giessen- Parfümerie Frau Wwe. Herrn. Plank^J£aplansgasseJss^£
flmtgeiaiiöt,
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 21. Mai.
Ter Schreiber des Eingesandts in Nri 115 hat in vorzüglicher Weise die „delikate Hnndefrage" in Gießen behandelt und damit wohl den Meisten mis der Seele gesprochen.
Ter Hundebesitzcr in Gießen hat mit den Widerwärtigkeiten der lokalen Bestimmungen so viel Aerger mitzumachen, daß ihm wahrlich jede Freude an dem Besitz eines Hundes vergehen kann. Ich bin wirklich der Letzte, der nichts auf Ordnung gibt und es nicht verurteilt, wenn herrenlose Hunde sich tagelang in den Anlagen hcrumtreiben, diese beschmutzen und verkratzen. Aber wer kann dafür, tvenn nun wirklich einmal so ein armes Tier, das den ganzen Tag über eingcsperrt wird, sich in die ersehnte Freiheit flüchtet und „O Gott erbarm" tit die Hände eines strengen Schutzmannes rennt?
Ich verlange von diesen Leuten keine Nachsicht, sie mögen ihres Amtes wallen recht oder schlecht, ober ich erwarte eine gewisse Toleranz gegenüber den Hnndebesitzern und nicht sofort eine Anzeige wegen jedes lächerlichen Vorfalles. So erhielt ich in den ersten Tagen des Februars, „sage und schreibe in den ersten Tagen eine- Winterntonats", eine Strafanzeige, weil mein drolliger Dackel die gefrorenen mit Schnee bedeckten Anlagen besuchte und sich dorr eines fürchterlichen Vergehens schuldig machte.
Jeder weitere Kommentar ist überflüssig! „D heilge Einfalt", ich bitte um mehr Nachsicht im Interesse der armen Hunde!
--! ? R.
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Gießen, 22. Mai. Zu dem gestrigen Eingesandt wegen des Hundegebells in der Wilsonstraße bemerke ich, daß mein Hund, der allein in Frage kommt, nicht schon bei „Morgengrauen", sondern erst nach 7 Uhr aus dem Hause gelassen wird, vorher kann er also niemand durch sein Bellen stören. Heinrich Damm.
Haarwuchs
gesunden, schappenfrden Haarboden schafft
Dieb zu verhaften, der seit Tagen aus den Abteilen hier haltender I)-Züge Wertsachen, Aktenmappen, Taschen u. dergl. stahl. Ec wurde auch als der Wechselräuber fest- fidlcßt, der neulich einem Bankier aus Berlin einen Wechsel über 100000 Mk, entwendete.
ft. Frankfurt, 22. Mai. Die Schweinepreise sind auf dem hiesigen Markt schon seit Wochen in ständigem Sinken begriffen; heute wurden nur noch höchstens 56 Mark für den Zentner Lebendgewicht bezahlt. Leider aber scheinen die hiesigen Metzger davon nichts zu erfahren, denn deren Fleifch- und Wurstpreise beharren unentwegt auf der alten Höhe.
te. Wiesbaden, 22. Mai. Der auf der hiesigen Polizeidirektion tätige 55jährige Präsidialsekretär Rechnungsrat Weiß, in der Rüdesheimer Straße 25 wohnhaft, brachte sich gestern mittag auf seinem Dienstzimmer in selbstmörderischer Absicht einen Schuß in die linke Brustseite bei. Er wurde nach dem Städtischen Krankenhause gebracht. Ein Nervenleiden soll Weiß zu dem Schritt getrieben haben.
F. C. Wiesbaden, 21. Mai. Der Einbrecher, der am 13. Mai bei einem Diebstahl im Kaism-'Frredtftch-Ring ertappt wurde und nach heftigem Kampf mit Polizei und Feuerwehr sich selbst ersclwssen lrat, ist tmnmehr als der 20jährige Karl Leist aus ‘tyüneben ermittelt worden. Leist, der aus einer angesehenen Familie stammt, wurde von seinem Vater • zu einem Kaufmann in die Lehre gegeben. Er hielt es aber dort nicht aus, sondern wurde Schiffmamt und reiste, als er nach dem Generalstreik in Belgien brotlos geworden war, mit einem Frachtschiff nach Mainz, von wo er nach Wiesbaden käm- und den verwegenen Diebstahl ausführte. Leist wurde von der .Staatsanwaltschaft in Mannheim wegen eines Einbruchdiebstahls verfolgt.
Vermischtes.
* „Herr Lehmann aus dem Hinterhausü". Geistesgegenwart Keimte ein Einbrecher, der in Neukölln auf frischer Tat ertappt wurde, es infolge seiner Gerieben- beit aber fertig bract)te, unangefochten zu entkommen. Ein Kaufmann B. aus der Donaustraße zu Neukölln hat in seinem Vorratskeller ein Läutewerk angebracht, das sofort anschlägt, wenn ein Fremder, der mit der Vorrichtung nicht vertraut ist, eintritt. Gestern nachmittag um 4 Uhr schlug plötzlich die Alarmglocke in seiner Wohnung an. Schnell ritte der Kaufmann die Treppen hinunter, um nach der Ursache zu sehen. Auf der Kellertreppe wollte ein Mann an ilM vorbeilaufen, doch gelang es dem B., den Fremden festzuhalten. 'Dieser blieb ruhig stehen und sagte zu dem Kaufmann in scheinbar großer Aufregung: „Ach, Sie sind ja Herr B.; ich habe soeben einen ^Einbrecher in Ihren Keller eingeschlossen und laufe.jetzt, nm einen Schutzmann herbeizuholen." Auf die Frage des Kaufmannes, wer er denn sei, tat der Fremde ganz verwundert und antwortete mit detn treuherzigsten Gesicht: „Aber Herr B., Die müssen mich doch kennen: ich bin doch Herr Lehmann aus dem Hinterhause." Diese Angabe brachte der Männ mit einer so großen Sicherheit hervor, daß der Kaufmann seinen Angaben Mauben schenkte und ihn „nach einem Schutzmann" laufen ließ. Mer schon im Keller sah er, daß er damit nicht gut gatan hatte, denn „Herr Lehmann" war der Einbrecher. Er hatte die Kellertür erbrochen, und einige Sachen zum Mitnehmen eingepackt. Der Entkommene ist ein Mann von «ckwa 30 Jahren mit blondem Schnurrbart. Er trug einen grauen Anzug und eine graugrüne Mütze.
* Postraub im Sch well zu g B e r l in—-Eis e- nach. Auf Veranlassung der Eisettacher Kriminalpolizei wurde der Postbeamte Wilhelm Lokatis in Berlin verhaftet, der als Postschaffner im Schnellzug Eisenach—Berlin einen Geldbeutel mit 3375 Goldrubeln unterschlug. Der Beutel war von einer Berliner Bank an eine Firma in Pforzheim, mit nur sechshundert Mark deklariert, gesandt worden. Lokatis hat sich durch Ausgabe von Goldrubeln in Eisenach verdächtig gemacht. Man fand den Rest des Geldes in einem Wald bei Eisenach in einem Ameisenhaufen. Lokatis ist verheiratet, Vater zweier Kinder und seit fünfzehn Jahren im Postdienst.
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Wandern und Reisen, väder.
Wanderungen in Gießens Umgebung.
1. Durch die Lindener Mark zuin Schtffenberg.
Einer der weniger bekamtten Wege zum Schiffenberg ist der durch die Lindener Mark. Der Weg ist von dem Bahitviadukt vor Klein-Linden tut markiert (gelber Punkt). Er gebt nach Klein- Linden und dann die erste Straße links nach der Eisenbahnbrücke zu. Alan überschreitet diese und geht dann dem Bahnkörper der Alain-Weserbahn entlang bis kurz vor dem Wald. Hier geht der Weg nach rechts hin ab. Nach einer Zeit mündet unser Weg in eine lange nach rechts hin führende Schneise ein, die durch ben hübschen Nadelholzwald der Lindener Mark führt. Endlich überschreitet man die Straße nach Leihgesterir und nach kurzer Wanderung erreicht man die Theodorsruhe von der man einen reizenden Ausblick nach deut Sehiffenderg hat. Dann geht es weiter durch die Schweinsbornschneise nach dem Bahnübergang nn der Straße nach Steinberg und von da ist in wenigen Minuten der Schiffenberg erreicht. Die Marschdauer beträgt etiva 27? Stunden.
2. Bi eber -- Duns berg - Waldhaus - Fronhausen.
Wir fahren vormittags mit der Biebertalbahn nach Bieber und geben von da auf utarkiertem Weg zum Dünsberg. Obett ist Sonntags Wirtschaft. Vom Turnt atts hat matt eine entzückende Aussicht. Dann geht es imitier der Markieruttg nach, zunächst steil abwärts und dattn ohne erhebliche Steigertntg zum idyllisch gelegenen Waldhaus an der Krosdorser Straße, wo nn§ ebenfalls eine entfache aber gute Waldwirtschaft zur Rast auffordert. Von hier tvandern wir auf reizenden Waldwegen nach der Schmelz unb von da nach Fronhausen. Marschzeit 4% Stunden. Wer noch weiter tvandern will, überschreite die Maitt - Weser-Bahn nach Bellnhausen tind vott da die dttrch prächtigen Wald führende Landstraße über Sicherhausen nach Lollar. Dabei läßt sich leicht ein Abstecher nach dem wundervollen Schloß Friedelhausen ntacheit, das gewiß den meisten Lesern bei der Eisenbahnsahrt nach Mar- bttrg ausgefallen ist. Der Rückweg nach Lollar nimmt gegen 31/, Stunden in Anspruch.
Lin srütrzösischer Dampfer in die Lust geflogen.
Paris, 22. Mai. Atts Marseille wird gerüchtweise gemeldet, daß der Postdampfer „Senegal" der Meffageries Maritimes bei der Ausfahrt aus dem Hasen von Smyrna auf ein Torpedo aufgestoßen und in die Luft geflogen sei. Das Schiff war vor acht Tagen aus Marseille mit sechzig Passagieren und einer 60 Mann zählenden Besatzung nach Kon- stautiitopel abgegangen, dürfte aber in verschiedenen Häfen weitere Passagiere an Bord genommen haben. Die Meffageries Maritimes hatten bis 11 Uhr nachts keinerlei Nachricht über die angebliche Katastrophe erhalten. — Der hiesigen „Daily Mail" wird in bestimmter Form atts Smyrna telegraphiert, daß der „Senegak" beim Verlassen des Hafens von Smyrna auf eine schwimmende Mine gestoßen unb in die Luft geflogen sei. Schleppschiffe seien abgegangen, um die Reisenden und die Mannschaft zu retten.


