Ausgabe 
23.5.1913 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten

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dem er nach mancherlei Enttäuschungen nach Paris zurück-1 lehrte, um sich hier dauernd ass Komponist und Schriftsteller eben

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Xie Aufführung wird in der S t a d t ki r ch e stattfinden, ebenso wie die vorausgechende öffentliche Hauptprobe vom Dienstag, den 27. Mai.

niederzülassen. Sein Schaffen wurde der Ausgangspunkt 'ber, ganzen neuzeitlichen Programmusit und mit Recht durf Berlioz als Vorläufer der Instrumentierung gelten, wie sie R i ch a r d W a g n e r, Liszt, Richard Strauß und andere später ausbauten.

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Das Requiem von Hektor verlioz.

Dom Konzertverein wird uns geschrieben:

Der Konzertverein beschließt sein Konzertjahr mit einer Aoch zum laufenden Abonnement gehörigen Aufführung am Mitt wo ch, dem 28. Mai. Sie gilt dem Requiem ron Hektor Berlioz, das in Gießen zum ersten Male erklingt. Auch anderswo und selbst in großen Städten gehört die gewaltige Komposition zu den Seltenheiten. 2as hat feinen Grund nicht darin, daß es die bewunde­rungswürdigen Eigenschaften entbehrte, die andere Werke Berlioz' auszeichnen. Rein, die Scheu vor seiner Aus­führung liegt in den ungewöhnlichen Ansprüchen,' die es rach verschiedenen Richtungen hin stellt. Berlioz sagt in einem Briefe an Robert Schumann von sich selbst:Jai fcesoin de beaucoup de moyens pour produire quelque effet Unb so verlangt er denn in der -Originalpartitur zum Re­quiem: Eine Orchestermasse von 16 Pauken, 4 Reben­orchester mit etwa 40 Trompeten, Posaunisten, Tubabläsern, ein wuchtiges Hauptorchester und eine Sängerschar in ent­sprechenden Zahlen. Gewiß keine alltägliche Forderung. Selbstverständlich muß dieser ungeheure Umfang einige Ein­schränkungen erfahren, wenn ihm, wie hier, räumliche Ver- Nltnisse hemmend entgegenstehen. Immerhin kommt das Werk bei uns solchergestalt zur Ausführung, daß es der Lriginalbesetzung sehr nahe steht.

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ergangen waren. Das Brautpaar eröffnete den Zug. Es hatte bei der Tafel den Ehrenplatz inne. Vor dem Thronbäldachin rechts von der Braut saßen der Zar und die Großherzogin Luise von Baden, links neben dem Bräutigam die Kaiserin und der König von England, gegenüber der Kaiser zwischen der Königin von England und der Herzogin von Eumberlano.

Die Tafel war mit wundervollen! Flieder geschmückt. Sämt- lichcn Fürstlichkeiten wurde von Pagen aufgcwartet. Tie Musik stellte das Kaiser-Mexander-Gardegrenadier-Regiment Nr. 1. Das M u s i k p r o g r a m m war folgendes: Armeemarsch Nr. 9 Herzog von Braunschweig, Preobrojenskh-Marsch, Vorspiel zuLohe n- grin", Fantasie ausTie Meistersinger",Englischer Marsch",Pomp and Cirsumstance", Polonaise aus der Oper Eugene, Onegin" von Tcchaikowski, Serenade von Grünfeld, Tscherkessischer Zapfenstreich. Rach der Tafel hielten die Maje­stäten Cercle., Der Zar unterhielt sich abwechselnd mit der Groß­herzogin von Baden und der Prinzessin-Braut, welche ein duftiges weißes Kleid mit Rosen besteckt, ein Diadem im Haar und Perlen am .Halse trug. Das Brautpaar uMerhielk sich lebhaft. Der Zar trank ihm wiederholt zu. Die Kaiserin und der König von England unterhielten sich sehr angeregt miteinander. Gegenüber unterhielt der Kaiser seine Gäste.

Bei ihren Ausfahrten benutzten der Zar, der König Und die Königin von England und der Herzog vom Cumberland sowie die Herzogin offene Kaiserliche Automobile mit den entsprechenden Flaggen und wurden'überall shmpathisch begrüßt.

Ein Automobilunfall.

Berlin, 22-. Mai. Um 51/,. Uhr überfuhr ein vom Herzog v o n C u mbcrland benutztes Privatauto­mobil an der Schloßbrücke den 10 Jahre alten Sohn eines Lehrers aus Lichtenberg, der zwar äußere Verletzungen, aber keine schweren inneren Schäden davontrug. Er hatte sich aus der Zuschauermenge hervorgedrängt und war, trotzdem das Auto lang­sam fuhr, unter die Räder gekommen. Ter Herzog be­suchte den Knaben persönlich auf der Hilfswache und entsandte später einen Adiutanten zu den Eltern des Verletzten und zur Charite, wohin der Knabe gebracht worden war.

Kaiser, die Kaiserin, die Prinzen und Prinzessinnen des löniglichen Hauses sowie zahlreiche Würdenträger und die Staats- und Militärbehörden anwesend. Rach herzlicher Begrüßung «der Fürstlichleiten begab man sich im ^Galawagen über den Potsdamer Platz, die Sieges-Allee und Unter den Linden nach dem schlosse. Unterwegs wurden den Fürstlich- ieiten lebhafte Huldigungen bereitet. Tie Majestäten ge­leiteten den .Herzog und die Herzogin in die flir sie bestimm- Gemächer, in die Wohnung Friedrich Wilhelm IV. Tas Wetter ist sehr schön.

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Das Requiem komponierte der musikalisch genialste aller ursprünglichen Nichtmusiker im Jahre 1837"für die Trauerfeierlichkeiten bei der Beisetzung des Generals Dam rentont. Es gilt allgemein als sein Hauptwerk und bildet mitFausts Verdammnis" sowie verschiedenen Ouvertüren diejenigen Werke, die für uns Deutsche hauptsächlich in Betracht kommen. Wie er es selbst wertete, bezeugen seine Worte:Müßte ich mein ganzes Lebenswerk vernichten mit Ausnahme einer Partitur, so wäre es das Requiem, für das ich um Gnade bitten würde." Diesem subjektiven Urteil können wir ruhig beipslichten. Das Requiem offen bart in der Tat die eigentliche Natur von Berlioz. Es zeigt ihn in seiner unvergleichlichen Pyantasiebegabung, seiner Künft, Klangfarben zu mischen und sinnlichen Klang reiz zu entfalten, seiner .Kühnheit der Instrumentation und in seiner bei allem. Gedankenreichtum doch leichtflüssigen, melodisch wohlklingenden Musik.

Bon den 10 Abteilungen des Requiem sind 8 Ehvr- sätze: in den beiden weiteren schuf Berlioz. dem Tenorsolo prächtige Stücke voll italienischer Melodik. Für eine ein­gehende Betrachtung jedes einzelnen Satzes und die Auf­zählung ihrer vielen Schönheiten und genialen Stellen, wie sie vornehmlich der erste Satz des Requiem, das feier­licheRex tremendae (IV) und die in ihrem Ausbau und ihrer Melodik so packenden Sähe des Lacrymosa (VI) und des Sanctus (IX) enthalten, geb richt es an Raum.

Zur Hochzeit am AMerhofe geladen.. Aus Berlin wird uns geschrieben:

Sämtliche großen Luxushotels Berlins sind überfüllt durch den Zustrom derer, die zur .Hochzeitsfeier im Kaiser­hause erschienen sind. Und unter diesen Zugeströmten sind viele, die zu der Feier ausdrücklich zugezogen wurden. Wohl mancher fragt sich verwundert, wie diese Vielen am Hochzeitstage der Prinzessin Viktoria Luisebei Hofe" untergebracht werden können. Tas Problem löst sich da­durch, daß aus der Riesenzahl der Zugezogenen nur ein kleiner Kreis zur Vorstellung befohlen und ein noch kleinerer zur Hochzeitstafel geladen ist. Befohlen ober gar geladen sind natürlich nurhoffähige" Persönlichkeiten. War die Hoffähigkeit vor mehreren Jahrzehnten lediglich von dem Adel der Geburt abhängig, so ist mit der zu­nehmenden Vergrößerung des preußischen Staates und mit der höheren Entfaltung seines geistigen Lebens der Vorzug der Geburt dem Wissen und Können gegenüber immer mehr in den Hintergrund .getreten. Ter Geburts­rang ist dem Dienstrange gewichen. Schließt doch schon am kaiserlich-russischen Hofe jetzt der Tschin, d. i. die Rang­ordnung nach dem Dienstverhältnisse, jeden Geburtsanspru'ch selbst solcher Fürsten aus, die früher souverän waren. Tie Ordnung der zum Erscheinen bei der Hochzeitsfeier berech­tigten Personen richtet sich auch jetzt am preußischen Hofe nach den Rangstufen der Arme e. Da jeder Leutnant, auch der bürgerlich geborene, hoffähig ist, so steigt der Stufenrang bis zur Leutnantscharge hinab. Wer vom Zivil den Wunsch hätte, bei der Hochzeitsfeier am Kaiserhofe vorgestellt zu werden, hatte sich mit einem Gesuch an das Oberhof- marschallamt, und wer besonders der Prinzessinbraut vor­gestellt zu werden wünschte, an die Oberhofmeisterin zu wenden. Es genügte aber nicht, nur der Oberhofmeisteriu seine Aufwartung zu machen, sondern man mußte sich auch bei den anderen offiziellen Persönlichkeiten der Hofgesell­schaft einführen lassen. Wurde das Gesuch bewilligt, so erhielten die Nachsuchenden die Mitteilung, au welchem Tage, zu welcher Stunde und an welcher Stelle die fürst­lichen Herrschaften die Vorstellung entgogeuuehmen. Alle Damen haben dekolletiert zu erscheinen und selbst die- jemgen, denen etwa ein ausgeschnittenes Kleid nicht gut steht, die feinen schönen Hals haben, dürfen trotzdem nicht aus eigener Initiative in geschlossener Toilette erscheinen. Wollen sie dies aber, so hatten sie sich vorher mit einem diesbezüglichen Gesuch an die Oberhofmeisteriu zu wen­den, und älteren und alten Damen ist dieser Wunsch wohl erfüllt worden, während junge Mädchen mit einem der- 'artigeu Gesuch sicher kein Glück gehabt haben.

Die Ankunft der Eltern des Bräutigams.

Berlin, 22. Mai. Nachdem bereits gestern eine große Zahl fürstlicher Gäste, die mit dem deutschen Kaiserhause durch verwandtschaftliche Bande verknüpft sind, in Berlin xmgeiommeu waren, sind heute vormittag 1O.1O Uhr der Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, dessen Gemahlin und Prinzessin Olga auf dem Anhalter Bahnhof 'eingetroffen. Der Herzog trug1 österreichische Uniform, die Herzogin ein weißes Kleid. Der Ehrendienst war den Eltern

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Der Einzug des Zaren.

Etwa V/2 Stunden nach dem Eintreffen des Herzogs von Cumberland traf auf dem Anhalter Bahnhöf der russische Kaiser ein,_ der heute zum ersten Male in Berlin weilt. Ter Ehrendienst war bis Cüstriu-Neustadt entgegengereist. Kaiser Wilhelm in der Uniform seines kaiserlich russischen Leib- Garde-Grenadier-Negiments schritt dem Zaren entgegen, der die Uniform des Alexander-Regiments trug, und begrüßte ihn überaus herzlich. Während der Vorstellung der Prin­zen und Prinzessinnen und des beiderseitigen Gefolges spielte die Regimentsmusik des ersten Garde-Regiments zu Fuß, das auch die Ehrenkompagnie gestellt hatte, die die üblichen Ehrenbezeugungen erwies. Tann erfolgte die Ab­fahrt der Fürstlichkeiten in offenem Wagen, vor und hinter dem je zwei Züge der ersten Eskadron des Zweiten Garde- Tragouer-Regimei^s ritten. Tie Equipage begleitete rechts der Kommandierende General des Gavdekorps Frhr. von Plettenberg, links der Oberstallmeister Frhr. v. Reischach. Der Zug nahm den Weg durch die Königgrätzer Straße, über den Potsdamer Platz, durch die Bellevuestraße, die Sieges-Allee, die Charlottenburger Chaussee und das mit Flaggen und Guirlanden geschmückte Brandenburger Tor nach dem Schloß. Unterwegs wiederholten sich dieselben Ehrenbezeugungen wie Tags vorher bei dem englischen Herrscherpaar. Beim Herannahen der Majestäten wurde regimenterweise präsentiert und ba§ Spiel gerührt sowie ein Hurra ausgebracht.' Beim Kreuzen der Friedrichstraße setzte das Abfeuern des Ehrensaluts von 101 Schüssen ein. Dann rollten die Wagen über den Platz Am Lustgarten durch das Portal 5 in das Schloß.

Zum Empfanß des Zaren wak der Kronprinz in der Uniform seines Kleinrussischen Dragoner-Regiments Nr. 14, Prinz Friedrich Leopold in der Uniform seines Li- bauischen Infanterie-Regiments und der König von England in der Uniform seines preußischen Kürassier-Regiments Graf v. Geßler (Rheinisches) Nr. 8 erschienen. An den Fenstern der ersten Etage des Schlosses nach dem Lustgarten zu standen die Kaiserin, der König von England in der Uniform seiner 8. Kürassiere, der kurz vor dem Zaren wieder im Schlosse angelangt war, die Königin von England, die Cumberländischen Herrschaften und die andern im Schloss? wohnenden Fürstlichkeiten, beobachteten die Einfahrt und winkten dem Kaiser und dem Zaren zu, was diese erwieder- ten. Im großen Schloßhofe stand eine Ehrenkompagnie des Alexander-Regimentes, deren Front der Kaiser und der Zar abschritten und deren Vorbeimarsch entgegennahmeu. .Hier­auf empfing am Eingang zur Wi'lhelmschen Wohnung die Kaiserin mit der Kronprinzessin den Zaren. Gleichzeitig fand großer Vortritt statt. Der Zar wohnt in der Wilhelm- scheu Wohnung des Schlosses.

Galatafel im Weißen Saale.

Ter Kaiser führ am späteren Nachmittag ans. Tas eng- lische Rönigspaar nahm den Tee beim Prinzenpaar Heinrich im

Tageskalender aus dem Jahre 1813.

2 3. M a i. Die Franzosen setzen sich unter Kämpfen mit den Nachhuten der Verbündeten in Besitz des rechten Neiß?- Ufers. Marschall Duroc erliegt seiner Verwundung vam 22. Mai. Bubna reist mit neuen Instruktionen Metter­nichs !zu Napoleon.

Die neuen Gesetze für Eisah-Lothringen in der dortigen zweiten Kammer.

Straßburg, 22. Mai.

Bei dicht besetzten Tribünen und in Anwesenheit der gesamten Regierung verhandelte heute die Zweite Kamme'r über die Anfragen betr. die Anträge der elsaß-lothringischen Regierung aus Einführung des R e i 'ch s p r e ß g> e s e tz e s und AenderuNg des Vereinsgesetzes. Es sprachen zunächst der ?lbg. Hauß (Ztr.), L a b r o i s e (Lothr.), P e i r oit e s i'Soz.) und Wolf (2ibJ für ihre Fraktionen. Darauf ergriff Unterstaatssekretär Wan­del das Wort zur Erwiderung. Zu Anfang stimmlich schlecht disponiert, führte der Minister aus:

Wenn wir über unsere Anträge an den Bundesrat keine Mit­teilung an die Oeffenilichkeit gelangen ließen, so geschah dies mit Rücksicht aus den Bundesrat. Keine Negierung hat das Recht, eine Vorlage zu veröffentlichen, bevor diese ihre endgültige Gestaltung im Bundesrat gefunden hat. Natürlich sind die Anträge durch eine Indiskreti o n an den PariserM a 1 i n" ge­langt. -Heiterkeit.) Sie gehen übrigens außer dem Deutschen Reiche und dem Reichsland niemanden etwas an. Zur Sache selbst kann ich feststellen, daß sich die Vorredner in maßlosen U c b_c r t rc ibungeu ergangen und der Angelegenheit eine über das Tatsächliche hinausgehende Bedeutung beigclegt haben. WaS ilt denn unsere Absicht? Wir wollen 1. die Einführung des Reichspreßgesetzes im Reichsland und 2. die Ergänzung des Rcichs- vereinsgesetzes. Was das Preßgesetz anlangt, so schlagen wir nichts neues vor. Schon 1898 unterbreiteten wir dem Landes- ausschuß eine ähnliche Vorlage: dieselbe wurde aber abgelehnt, weil man sich sagte, daß ein großer Teil der Bevölkerung die

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Wagner fei er in M ainz. Aus Mainz, 22. Mat, wird uns gemeldet: Eine stimmungsvolle Feier der Enthüllung einer von Professor W a d c r e - München geschaffenen, überlebens- großen R i ch a r d - Wagner B ü ft c sand heute mittag in An- weienhett der städtischen, staatlichen und militärischen Behörden, lohne des Schöpfers des Denkmals im Fover des hiesigen St ad t- t h e a t e r s statt. Rach bdnt von dem städtischen Orchester gespielten Bpripiel zum 3. Akt derMeistersinger" gab Oberbürgermeister Dr. Gottelmann einen kurzen Rückblick der C-ntstelmna des Denkmals, das aus den für die nicht zustandegckommeue Nibe­lungenhalle. im Mainzer Stadtvark gespendeten Beiträgen ber- vorgrng. Ter Aclteste des Musikalienverlags B. Schotts Söhne der Wagners Werke zu einer Zeit übernahm, da feine Rbusik noch wirklichMusik der Zukunft" Ivar. Geh. Kommerzienrat Dr Strecker entwarf sodann in größeren Zügen ein Lebensbild des Meisters. Theaterchor und Orchester machten mit dem Schluß­chor aus denMeisterstngent" den Beschluß des Festes.

Von den Frankfurter S t a d 11 h e a t e r n. Einern mhrelangen Wunsch der Bevölkerung folgend, lynt die Direktion der Stadttheater sich jetzt entschlossen, die Voiitellungen im ^pern- hause mn 7-2 Uhr statt 7 Uhr und die im Schau spiel Hausse um b Uhr statt 7 IIlw beginnen zu lassen. Die Neuerung tritt mir 1. Ium m Kraft.

- .H i st v ri sch e Fest spiele in Heidelberg. In H er d c l ber g finden in dreiem Jahre Historische Schloß- feste mit Ritterturnieren, Landsknechts-, Winzer- und Kinder- r er gen statt: sie sollen das Gedächtnis an die vor 300 Jahren solche Vermahlung der englischen Prinzessin Elisabeth mit dem Vfalzei Kurfürsten Friedrich wachrufen.

Xw?v ^llrabbciG r a u h c i m. Im Distrikt Sand- dune bet G io ßa u he i in wurde ern ausgezeichnet erhaltenes Grab nut wertvollen Beigaben aus der Bronzezeit frcigclcgt.

~ K ii rze Nachri ch t e n aus Kuckst und Wissen- ' ? ' ü . Vom 13. Julr brs errrschl. 3. Airgust d. Is. findet in Stöl n die ffuffte .vauptv er sammlnng der Gesellschaft für deutsche Vorgeschichte, verbunden nut dem zehn- inbngm ^ttftungsftl't der Kölner AnthmpologisclMi Gesell» fchaft statt.

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b-c» Bräutigams entgegengereilt und chatte sich in Teltow Hotel Kaiserchof und besuchte dann noch die Großherz-ogin Luisa gemeldet. Die Ehrenloinpagnie auf dem Bahnhof stellte von Baden.

^as erste Garde-Regiment zu Fuß, die Geleiteskadron das Um 8 Uhr war Galatafel bei den Vcajestäten im Weißen Garde - Küvasfie'/-ä1iegiment. Zum Empfange waren der Saale des Schlosses, wozu zahlreiche Einladungen, auch an die Kaiser, die Kaiserin, die Prinzen und Prinzessinnen Präsidenten des Reichstags und der beiden Häuser des Landtages

Berlioz wurde 1803 in Eote St. Andre (Lyon) Aeboren. Als Sohn eines Arztes zum Studium der Medizin botimmt, ging Berlioz, trotz _ des Widerstrebens seines Vaters, bald von der v Universität zum Konservatorium über. Diesem Trotz begegnete der Vater mit der Entziehung >r!ler Unterstützung und zwang den Sochir, sich seinen kargen Unterhalt durch Stundengeben und als Chorist zu ver­dienen. Indessen harrte der junge Hektor nicht lange auf c»nn Konservatorium aus und bildete sich als Autodidakt Leiter, hauptsächlich durch das Anhö.ren und durch das Studium der Partituren Gluckscher Opern. Im Jahre 1830 errang er sich mit der Kantate Sardanapal den m er- pr e i s". Sein Musikstudium führte ihn nach Italien, aus

Nur desDies irae (II) als des berühmtesten sei besoilders gedacht. Die Schilderung des jüngsten Gerichts nut allen feinen Schrecken und der lebenden Natur und' als Gegensatz die monumentale Dorstellung der Glorie des Weltenrichters sind Glanzstetlen, die ihresgleichen auch auf 1 anderen Gebieten der fiUnft suchen.

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