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Gestern, verließ Tr. Wanner. Anstaltsarzt des
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Dienst der Frau in der Gemeinde (Diakonie'»- und Frau Vari er Strack aus Birkenau über .den freien Dienst der Fron in der
rvohnungrstage unö wohnungsresorm.
Gießen. 19. Febr.
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Scheidende kaum ein Jahr hier tätig war, wird sein Weg^ gang allgemein bedauert Dr. Wagner bat es durch sein Entgegenkommen verstanden, sich die Hochachtung aller, die mit ihm in Verkehr traten, zu erwerben.
Hessen-Nassau.
[] Lohra, 17. Febr. Em Salzsprndel ist in den Wiesen des Salzbödetälchens bervoraetreten. Schon vor Jahren waren dort einmal Bohrungen nach salzba'tiaem Wasser im Gange. Es handelt sich um einen alten Sprudel, dessen Zutagetreten Veranlassung zu Geländeankäufen gab.
Hanau, 17. Febr. Die Festlichkeiten anläßlich des l 0 9jährigen Bestehens deS Thüringischen Ulan en- N eg im ent S Nr. 6 begannen heute mit einer militärischen Feier, verbunden mit einer religiösen Weibe. Ter tonn mandierende General deS 18. Armeekorps, General der Infanterie v. Schenck, gab eine Anzahl von Gnadenbeweisen kund. Tas Regiiiient hat das Cäkular-Standartenbaiid erhalten, während aktiven und eheiiialigen O'fizieren des Regiments Ordensauszeichnlingen verliehen wurden.
w. Frankfurt a. M., 18. Febr. In der letzteii Nacht wurde in das Uhren- und Goldwarengeschäft von Philipp Albert in dec Leipziger Straße eingebrochen. Den Dieben sind goldene Uhren, Stetten, Brillantringe und anderer wertvoller Schmuck im Gesamtwert von 2 0 000 Mark in die Hände gefallen.
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Gemeinde (eo. Frauenverein^ svrecben iverden. Ferner Kält am 5 März, nachmittags, im .Gambrinus^ hier die öejüscbe evam?.. Konferenz «sog. Friedberger» eine Versammlung ab. Hierbei »vird (Aymnaualvrofessor Pfarrer Lamvas von Friedberg einen Vortrag über .den Glauben an den versönlicbcn Gon' holtet.
" “ Febr. Gestern abend veranstaltete der
££ Bad-Salzhau sen, 17. Febr. unser seitheriger Badearzt, Kreisassistenzarzt unsere Gemeinde, um seine neue Stelle als Zellengefängnisses in Butzbach anztitreten.
O Saubad), 17
Kriege rvercin im „Schützenhof" eine ben bunter bat tu n g, die gut besucht war und schön verlief. Der Präsident Bürgermeister Ritter hielt eine Ansprache, die mit einem Hoch aus den Kaiser endete. Hierauf folgten zwei flott gespickte Ein akter, der erste, ernsten Inhalts, „Frisch auf, mein Volk, die Flaw- menzeichen raudten", versetzte die Zuhörer in die Berrriunge-. kriege, der zweite, ein heiterer Schwant, „Der neunte Junge", in das Jahr 1870. Mehrere Äesangsvorträae vervollständigten das Programm, und brachten den Mitwirkenden reidjen Beifall.
— £ü teil in ben, 16. Febr. Der Krieger oere^, Lützellinben seiert am 6. und 7. Juli das ® erbang e st desDüttenbcrger Kriegerbundes. Da eine große« Anzahl Vereine dem Hüttenberger Verbände angeboren, roirt voraussichtlich die Zahl der Teilnehmer an dem Fest sehr groß
Unsere Wälder.
Bei der fünfzigjährigen Jubelfeier des Verschönerungsvereinä Darmstadt hielt Geh. Öberwrstrcll Tr. Walther einen Vortrag über unsere Wälder, dessen hauptsächlichster Inhalt nach- ste^nd toi eberge geben seit So tief, wie dem deutschen Volke, das den Wald seit Jahrhunderten besingt, steckt weder den romanischen, noch den slavischen Völkerstämmen die Liebe zum Walde im Blute. Die schlimmsten Feinde des Waldes sind die Ziegen. Die Waldverwüstung wirkte geradezu entvölkernd im Gebirg-, es sei nur an das Rbmegebick in Frankreich erinnert. Viele Millionen mußte Frankreich spater ausgeben, um ein germaßen geordnete Waldzustände wieder ;u schassen. In der Schwei;, in Oesterreich und auch in Deutschland sind alte Waldsünden tuirber gut zu macken. Nach Endres s (lat in Deutsch'and allein 633 000 ha Oedland noch aufzusorsten fein. In unserem ärgeren Vaterlande dürfte die auszusorstende Fläche, die vornehmlich im oberen Vogels - berge liegt, wie dies im Generalkulturv'an niedcrgelegt wurde, höchstens 3000 Hektar betragen. Viel ist schon von den Gemeinden, dem Staat und Privatwaldbesitzern in dicker Hinsicht aesdrchen: die Hauptsadre sieht noch bevor. Zur Untersta ung und Aneifcrung erhalten die Gemeinden vom Staat etwa die Hälfte der Aus । sorstungskosten ersetzt. Vor rund 80 Jahren hatte schon einmal in Hessen die ?lufforstungstätigkcit mit Srfolg eingesetzt, nicht nur im Hügelland, sondern auch in der Ebene, wie 5. B. im Flugsandgebiet der Rhein-Main-Ebene. Daher kommt es, das in Hessen, wie überhaupt im Deutschen Reiche, seit 50 Jahren dir Waldfläche nicht, wie ost vermutet und' behuiptet wird, abgchl,< nonrmen, sondern zugenommen hat. In absoluter Zahl beträgt bä Waldfläche in Deutschland rund 14 Millionen Hektar, im Groß- ^»erzogtum Hessen 244 000 Hektar, die sich auf die Provinzen Starkenburg mit 127 800 Hektar — 41,8 Proz. der Provinz
Im Technischen Verein und dem Zweigverein (ließen des Deutschen Techniker-Verbandes sprach gestern abend Landes-Woh- nungsmspektor Gretzschel aus Darmstadt über Wohnungsfrage und Wohnungsresorm
Er führte aus, oaß die Wohnungsfrage nicht eine Lache des Einzel empfindens sei, sondern eine Frage von allgemeinem Interesse. Die kulturelle, soziale und sitlliche Seite der^ Woh- nungssrage sind in erster Linie zu berücksichtigen. Die im Wohnungswesen zu beklagenden Mängel sind vor allem die zu geringe Produktion an kleinen Wohnungen solchen bis zu zwei Zimmern und der Küche, die unhygienische Einrichtung der Kleinwohnungen und die zu hohen Mieten. Die Mindestanforderungen, die man an eine Wohnung stellen soll, sind Wühnranm, Schlafraum und Küche. Der Mietpreis der Kleinwohnungen beträgt in Frankfurt 350—500 Act. Es ist Pflicht des Staates, auf dem Gebiet des Wohnungswesens jMbbilfe zu schaffen. Es muß eine Wohnungsresorm im großen Stil dnrchgetührt werden. Auch die Gemeinden beben Dabei helfend einiugrei.cn. Am wichtigsten aber ist dabei die Selbsthilfe. Hessen marschiert in Deutschland auf dem Gebiete des Wohnungswesens an der Spitze. 1893 führte Hessen die Wohnungsaussicht ein und 1902 wurde das Wohnungssürsorgegesetz eingesührl. Dieses Gesetz führte btc Wohnungsaulsicht für die Kleinwohnungen für alle Gemeinden ein. Die Landeskreditbank ist durch dieses Gesetz zur Hergabe von Mitteln für den Kleimvohnungsbau ermächtigt worden. Weiter führte das Gesetz die Landeswohnungsinspektion ein. . Bisher haben die Wolmnngsgesetze in Hessen vor allem die Wohnnngsaussicht durchgesührt. Die Organisation der Wohnungsaufsicht ist namentlich in den größeren Städten nunter» gültig dnrchgesübrl In Gießen ist eben die Wohnltngsautncht nicht sehr vorbildlich. Tie Wohnungsfürsorge wird geiördert durch eine große Anzahl gemeinnütziger Bauvereine, die bis ictzt 7 bis 8 Millionen Mark verbaut haben. Die Städte wurden veranlaßt, kommunale Bodenpolitik zu treiben. Die Wohnungsfrage ist eine Frage der Gesundheit und Sittlichkeit, sie ist von sozialen und hygienischen Gesichtspunkten aus zu behandeln. Vor allem ist die Wohnungssrage aber auch eine nationale Frage. Die Tuberkulose ist eine Wohnungslrankheit. Durch schlechte Wohnungsverhältnisse leidet das Familienleben sehr, die Erziehung der Kinder leidet sehr und die Kinder verwahrlosen.
In der Aussprache wies Rechtsanwalt Raab daraus hin, daß der Landeswohnungsinspektor aus Hausbesitzerkreisen Angriffe erfahren habe. Er gebe zu, daß in den letzten Jahrzehnten eine allgemeine Mietssteigerung erfolgt sei. Dr. Kaeß erklärte sich mit den Ausführungen des Vortragenden einverstanden. Er betonte weiter die Wichtigkeit guter Verkehrsbedingungen nach beii Vororten. Ingenieur Burmester besprad) hauptsächlich Gießener Verhältnisse. Gefchästssührer Fourier ist der Ansicht, daß die Stadt der Baugenossenschaft des evang. Arbeitervereins durchaus nichts getan hat. Architekt Kockerbeck tritt für die Wohnungserzichung ein. Oberlehrer Dr. Klein riditet an die Anwesenden die Bitte, sich der Bestrebungen der gemeinnützigen Baugenossenschast tatkräftig anzunehmen. Bautechniker Grünig hat vermißt, daß die Lasten alle auf den Hausbesitzer abgewälzt werden. Die Straßenherstellung müßte dod) eigentlich auf Kosten der Hausbesitzer gehen. Herr Gretzschel hielt bann das Schlußwort. _________________________
im Deutschen Reiche, in den Provinzen Starkenburg 0,367, in 1 Rheinhessen 0,017, in Oberhessen 0,233 Hektar.
Nach der Hess.-darmstädtischen Verordnung von 1646- mußten junge Eheleute bei ihrer Hochzeit 2 gutwüchsige Eichen setzen mit vor Schaden bewahren: nach der Verordnung von 1761 sollt, jeder Untertan jährlich wenigstens 1 Ei eben stamm setzen. Tu Furck.t vor der Holznot veranlaßte die Behörden, den Anbrn schnellwachsender Holzarten zu empfehlen: die Furcht vcrfloT aber vor der Steinkohle. Die Hauptnachfrage geht auf Nadelholz, das z. B. int Nachbarland Baden und in Württemberg vorherrschte, daher hier die hohen Waldrenten. Wenn angei’icbO dieser bedeutenden Nachsrage nach Nadel-Nutzholz Staat, Gc- < meinten und Privaten zur z5rb' bung der Waldrente mehr ^abfv holz, namentlich die wertvolle Fichte, als Laubhol; anba«, | so ist das vom finanziellen Standpunkt aus verständlich. Dtrstl darf aber namentlich dort, wo die ethndjc Seite des Waldes 1 eine große Rolle spickt, nicht allein auSfdi aggebenb fein. Vor nehmlich gilt das für unsere Städte. Zum anbereu besitzen ivir nun einmal unsere herrlickten Laubwälder, die wir gar nicht ft J rasch in Nadelholz umwandeln können, es aber auch nicht sollen, 3 um der wasserwirtschaftlichen Seite Rechnung zu tragen. Allste mein gesagt, sind es besondere Wohlfahrtseinwirkungen gerab1. A des Laubwaldes, die uns veranlassen, ihn nur da jurürfsubriingen, I wo er wirtschaftlich zu wenig leistet, also auf geringen Standorten. J die alsdann dem ansprucktsloseren Nadelholz zu überweisen finb. Grundsätze, die bei uns in Hessen seit Jahren befolgt werden.
9luf alle Fälle ist es Ausgabe der waldbesitzenden Städte, für das Laubholz einzutreten, um kapitalkräftige Waldlxgucbc: in ihrem Gemeinwesen festzuhalten, so wie das im Interesse vor Badeorten, Ansslugspunk'en fchon lange von staats-- ober gemeinde wegen geschieht. Sic Wahl ber Holzart wird durch den ^tanbor bedingt. Aus armen trockenen Flugland paßt eben nur die Stieret die man möglichst mit Laubholz zu unterbauen suchen wist Je nach Standort werben sich Mischbestände aus Laub uni Nadelholz anlegen lassen. Laub- und Nadelholzbestände vn halten sich bezüglich der Wohlfahrtseinwirkungen des 99alb« verschieden. Der Nadelholzbodcn ist — eine Wohltat für bei Spaziergänger — im allgemeinen trockener als der Lcmbhosibodu Starke Moospolster halten außerdem im Nadelwald sehr vir Wasser sest und entziehen es so dem Boden; ähnlich verhält fid übrigens auch zu dicht gelagerte Laubstreu. Während der Ve<p tationszckt verbraucht der Wald durch seine ungeheure Blattmena' sehr viel Wasser, mehr als alle Feldgewächse Am größten a der Verbrauch im Juni und Juli Empfiehlt sich aus wann wirkscktaftlichen Gründen der Anbau des Laubholzes, so auS smar ziellen Gründen derjenige des Nadelholzes. Das Gute liegt aue ber meist in ber Mitte. Die ajiil Laub und Nadckbolz gemischte Bestände, wie sie unsere Darmuuoter Wälder im Süden und Oft« der Residenz uns zeigen, befriedigen in beiderlei Hinsicht. sogenannte gemischte Bestand wird von den hervorragendsten Dost baulehreru als das Ideal, und dies mit Recht, bezeichnet. Auo> in landschaftlicber Hinsicht stehen die MisclHestände obenan.
Oben haben wir gesehen, was ber Wald in Wasserwirtschaft lieber Hinsicht leistet. Seinen Einfluß auf die Regenmenge nne Landes hat inan früher bedeutend übersctiätzt. Von größer "Sidntc leit ist es aber, daß ber mit Boden streu verseh-.'ne Wald die far lenden Regen und Schneemasfen wie ein Schwamm fefÄalt un'^ sie an Hängen nur allmählich abfließen läßt. Seine schützend' Wirkung kommt aber auch der Residenz in anderer Art zu statter indem er die Flugsandinasien der Rheinebene bindet, weshal!' die Erhaltung des im Westen vorliegenden Waldes für Dann stadt von der allergrößten Wichtigkeit ist.
Fragen wir nun: Kann der Wald das Klima an sich änden. so ist diese Frage zu verneinen. Früher schob man die Schuld cn» den Klimaveränderungen stets dem Walde zu. Sowohl sehr bot: wie sehr niedere Dasserstände sollten durch Entwaldungen rer ursacht worden sein. Oben haben wir gcfeben, inwieweit_br. Wald cnisgleichend in dieser Rickitung wirken kann: er arbeitet ri | 511 einen und Verborgenen. Große Wasserkatastrophen kann c. ■ aber weder verursachen noch verhindern. In gaimbfrmiar n Hinsicht ist noch auf die Reinheit des llntergrundwaffers im L.au^ und ganz besonders auf die Reinheit der Luft gerade im Geg" | fatz zu derjenigen der Städte, namentlich in industriellen Geg^ ;
die wohl des Erfolges nicht entbehren wird, und namentlich für unsere Jugend von Bedeutung ist. In großen Massenszenen em- nidelt sich vor unseren Augen ein naturgetreues Bild aus der großen Zeit, das zwar im einzelnen mitunter das absichtlich Gestellte, Zurechtgemachte nicht ganz verleugnet,, aber in seiner Gesamtheit von starkem und lebendigem Eindruck ist. Las Lebensbild ber Königin ist in drei Abteilungen gegliedert, von denen die erste gegenwärtig in Bakoss Kammerlichtspielen vorgeführt wird und täglich das Lntzücken der Bck'uck)er erregt. Wir leben die jugendliche Prinzessin bei fröhlichen Jugend spiel en, wir begleiten sie bei ihrem Krankenbesuchen und zur Frau Aja, Goethes Mutter, in Frankfurt a. M., wo sie auch zum erstenmal mit ihrem nachmaligen Gatten zmammentrifft, den sie in einem anderen Bilde im Feldlager in Boden heim bei, Mainz besucht. Dann folgt ein prächtig gelungenes Pild: französische Marodeure in ber Pfalz, und der nicht minder großartige Einzug Der Prinzessin durch das Brandenburger Tor, der durch bas Entgegen- kommen des Kaisers wahrh'itsgstreu durchgesührt werden konnte. Tie übrigen Bilder, die zum Teil bekannte Gemälde zum Vorbild haben, stellen dann das Familienleben der jungen Königin dar, darunter: Das Königspaar auf dem Weihnacl tsmarkt. Eine Wagen- vartie und vieles andere. So ist dieser erste Teil des großen historischen Films dem ungetrübten Glück der vielgeprüften Königin gewidmet unD vortrefflich dazu geeignet, echt deutsch-patriotische Gefühle, d. h. unaufdringliche, aber auch unerschütterliche Vaterlandsliebe zu wecken unb zu pflegen. Wir fönnen diese Musterleistung deutscher Filmkunst, die im Kampfe m t dem ausländn'chen Film schund einen schweren Stanb hat, aufs angelegentlichste empfehlen. N'.
** Hofkün stier B e l l a chini setzte gestern abend vor gut besuchtem Hause sein hiesiges Gastspick fort unb sand mit seinen hochinteressanten und verblüssenden Vorführungen sehr starken Beifall. In liebendivürbigfter Weise plaudert Bellachini über feine Zauberkunststücke und im Handumdrehen hat er die merkwürdigsten Gegenstände verhext. Neben bekannten Darbietungen bringt er auch eine ganze Menge neuartiger Tinge, so das Verbrennen einer lebenden Taube, die sich nachher munter in einer Laterne tummelt, das Verschwinden eines Käfigs mitten aus dem Zuschauerraum hinaus, u. v. a. So steckt er z. B. aus der Ferne eine Anzahl von Ringen auf die gewünschten Finger einer auSgestopften Hand, laßt er Uhren ufto. verschwinden — und läßt sie dann aus sieben ineinandergestülpten und verschlossenen herausholen — ober er läßt sic fein säuberlich in Papier cinroidcln und — die Besitzer begrüßen eine Kartofsck- cheibe, während die Uhren friedlich in einem Rahmen auf der Bühne hängen. Ms einem gläsernen Pokal läßt er eine Anzahl Bälle verschwinden und in einen Glaska'len h n iberwandern, ein rotes Tuch verwandelt er mitten im Zuschauerraum in ein grünes unb bieses bann wieder in ein we ßes —- ober er holt ans seiner Tasd?c nadjeinanber sieben große Glasschüssckn mit leaenben.Golb- ischeu, ober auch eine Anzahl Sd-alen voll .Feuer. Bellachint hat aud) ein merkwürdiges Zifternblatt, das gewünckte Zahlen anzeigt — unb noch eine Menge anberer Dinge, bie ben Zuchau er verblüffen unb burch die Lckchtigkckt, mit ber sie ausgeführt werden, immer aufs neue unterhalten. Im zweiten Teile des Abends tritt bann sein Sohn auf, ber ftaunenerregenbe Ent- esseluugsszenen vvrführt, -indem er aus einer vernagelten Kiste verschwindet, ober auch „Gebanken" liest. Im' dritten 2eile b achte Bellachini fein „Medium" Suleima auf die Bühne und sand mit diesen hockinteressanten Darbietungen außerordentlichen Be fall. Jedenfalls verdient Hoskünstler Be'lackini bei ihm vorausgehenben Ruf als ausgezeichneter „Zauberkünstler" in vollstem Maße und da er stets neue Sachen bringt, kann man ihm immer wieder zusehen, um sich an seiner staunenswerten Fingerfertigleil zu erfreuen. Vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, hat sich Herr Bellachini entschlossen, fein Gastspiel bis zum Sonntag zu verlängern: am Donnerstag nachmittag sindet eine besondere Militärvorstellung statt.
Kreis Büdingen.
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jede echte Osram-Lampe muss tlte Inschrift ,,081’.'M" trogen. — l berail erhältlich. Atiogesellschatl Berlin O. 17
Aus Stadt und ^kand.
Gl eßen, in. Februar 1913.
** Di e Weinernte in Hessen 1912. In Rhein- hessen 'betrug 1912 die im Ertrag stehende Wcknbauflääie 12 584 Hektar. Ter Gesamtertrog des geernteten Mostes beredmrt sich nad) den Angaben der Bürgermeistereien zu 410 492 Hektoliter ober auf ein Heltar zu 32,6 Hcktoliter, gegen 30,6 Hektoliter- im Porjahr und gegen 22,2 Hektoliter im lOjähr gen Durchschnitt 1902'1911. Einen verhältnismäßig geringen Herbst hatten Bingen und Mainz mit ihrer Umgegend (21 bis 24 öcftoliter auf den Heltar), während in den übrigen Gebieten ber ertrag ungefähr benr Provinzburckschnitt entspridst. — Trotz her ungünstigen Witterung im Spätherbst hat der Most die ^nalltats- notc 2,7 erhaltet! Mote 2— gut unb 3= mittel), xa sich auch die Ouantitat weit über eine Normalernte (284 041 Hektouter im' lOjäkeigen Diirdschnitt» stellte, so erreichte der Geldwert des Mostes fast die doppelte Hähe des Durchschnittswertes der letzten 10 Jahre, nämlich 19</t Millionen Mark und bleibt hinter dem Geldtverl des Vorjahres mit 23 Millionen Mark nickst sehr well zurück. Die im Ertrag stehende Rebslöche lieferte durchschnitttzch auf den Hektar einen Geldroh.fttrag von 1555 Ml. (gegen 827 Mk. im Turd schnitt der letzten 10 Jahre). — An der Berglkratze fiel die Weinernte wie in früheren Jahren gering aus. Dre 275 Hektar große stiebstid,e brachte nur einen Mostertrag von 3268 Heltvliter 11,3 Hektoliter für den Hektar. Der Gckdwert berechnet sich ans 121271 Mk., also ans 37,1 Mk. pro Hektoliter. Der Tnrd sd.N'tisgeldrohertrag von 1 Heltar Rebfläche be- läuft fidi nur ans 441 Ml. gegen 1555 Mk. in Rhein liessen.
** Oberh essischer O bstbauDerein. Durch eine Aenderitng ber Satzungen ist den im Verein bestehenden Unterorganen die Freiheit d e r E n t w i ck e l u. n g gegeben worden. Die Bezirke können sich jetzt in selbständige Kreisvereine umivanbcln. Dieser Wunsch, der in unserem Kreis sck)on lang; gehegt wurde, soll somit in Erfüllung geben. Am nächsten Sonntag sindel hier im Lenzsckien Felsenkeller die Bezirkshauptversammlung statt, um über diese Frage Beschluß zu lassen und einen Vorstand zu wählen
♦* Die Fortschrittliche Volkspartei veranstaltet am Freitag abend im Hotel-Restaurant „Einhorn" eine Monatsversammlung, in der ber Bauerngutsbesitzer Alfred W 0 I s aus Huuspach im Elsaß, über die politische Lage sprechen wird Herr Wolf ist von den beiden letzten Reuchstagswabltampagnen her als vorzüglicher Redner b-> fannt. Ta freie Diskussion auch etwaigen Gästen zugesagt ist, dürfte ein interessanter Abend- bevorstehen, den zu besuchen auch Richtmilgliebern der Fortschrittlid)en Volks- Partei empfohlen werden durfte.
•• Der Natur heilver em Gießen veranstaltet, wie er uns schreibt, am Niontag im (Safe Leib einen öffentlichen Vortrag deS Herrn Paul Schirrmeister aus Berlin (Bundesvorsitzender des Deutschen Bundes der Vereine für naturgemäße Lebens unb .Heilmeise über das Thema „Naturheil bewegnng und fturpfufdjerei'. (Näheres -Anzeige). •
** T i e K 0 n i g i n L11 i i < i m F i l m. Inmitten der schweren Zeit, ba iick unser deutsches Volk vor hundert Jahren wieder auf sich selbst besann, steht neben den kernfesten Männern, die mit eiserner Energie an brr Wiedererstarkung Deutschlands arbeiteten, bas I ei ei.svolle Bild ber fcl)wcrgeprüften Preußen tönigin, bie dem nnierftanbenen Deutschen Reiche den ersten Kaiser gefdeult l>it Keine Frauengestalt aus unserer ganzen Geschichte stell dem Vollsempiinden io nahe rote die Königin Sinje, und es war desdilb ein sehr dankenswertes Unterfangen, der Deutschen Biograpl^Altiena.fellschast, zur FahrMmderrscicr das Leben der Königin dem bcutfdxm Volke im Film vorzuführen, roie sie bas vor einiger Ze 1 mir dem Lebensbild Theodor Körners getan (Tat Die NciclU'rt-aft erfüllt bannt eine dankbare Ausgabe,
beioad, haft, Nrlli u
5
fläche, Rheinhessen mit 6700 Hcktar — 4,4 Proz , Ober Hessen mit J tajftpMSckstm 109 500 Hektar — 33,1 Proz. verteilen. Auf ben Kopf der I___
Bevölkerung kommen in Hessen 0,20 Hektar, gegen 0,25 Hektar fe
vereinrnachrichten.
mt. Langd, 17. Febr. Im Saale des Otto Sann hielt gestern abend der Kirchengesangverein einen Famr- l i e n - A b e n d ab, der sehr gut besucht war. Der Wetterfelder Posaunenchor erfreute bie Anwesenden mit feinen Darbietungen. Besonders fesselte der Landwirt und Schriftsteller Hch. Nau mann aus Nanzhausen b. Lohra mit seinem Vorträge über „Heimatpfleg e" unb es wurde der Wunsch laut, den Redner hier noch öfter zu hören. Die in den Pausen vorgetragewen Lieder sanden guten Anklang.
m. Hungen, 17. Fcchr. Der Kriegerverein veranstaltete gestern abend in der „Traube" eine theatralische Abendunterhaltung, die einen schönen Verlaut nahm. Nack, einem von einer Dame gesprochenen Prolog rourben zwei zweiaktige Theaterstücke unb einige Duette zur Ausführung gebracht, die allen MitwirkeTtben reichen Beifall eintrugen. Mit Tanz schloß bie Veranstaltung. — Die Gesangvereine „H eiter- keit"-Gießcn unb „S ä n g e r k r a n z"-G r ü n b e r g statteten gestern nachmittag bem Gesangverein „Eintracht" einen B e s n ch ab, mit dem ber Dank für die beim Lahntalsängerbundes- fest gefundene gastfreundliche Aufnahme zum Ausdruck gebracht wurde.
# Nidda, 1R. Febr. Zwei wicbkiae kirchliche Veran'tolttmaen werden hier i n Gambrinussaole üattnnden. Am Sonntag hä t der Zweiaverein des Evang- Bundes einen F a m i 11 e n a b e n b, wobei Plärrer Schneider ausTarmskadt über .den berufsmäßigen
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