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unterstützt cs auf 6216 Stimmen brachte. 1907 hatte der fortschrittliche Kandidat 902 Stimmen erhalten.
Der „Vorwärts" schreibt:
Der Wahlausfall in dem säst rein ländlichen Wahlkreis Nag- nkt-Pillkallen hat -uvar mit dem Sieg des Konservativen G'ckt- schalk geendet, allein die Junker werden von dem Wahlausfall keineswegs erbaut sein, denn ihre Stimmenzahl hat sich gegenüber b*r Hauptwahl um 580 Stimmen vermindert, während die
sozialdemokratischen Stimmen sich um 277 Stimmen vermehrt haben. Zwar sind auch die nationalliberalen Stimmen um 233 zurückgegangen, d-och ist trotzdem die Stimmenmehrheit der Konservativen, die 1912 etwa 850 betrug, diesmal auf einige 230 Stimmen gesunken.
Büdingen beging heute die Prinzessin Luitgard zu Psenburg und Büdingen in Büdingen, geborene Gräfin zu Caste ll- Nüdenhausen ihren 7 0. Geburtstag. Sie ist die Gemahlin des Prinzen Alfred zu Pscnburg und Büdingen, Kgl. preuß. Oberstleutnant ä la suite der Armee, der in den 70er Jahren Adjutant der 21. Division in Frankfurt a. M. gewesen ist.
-1. Altenstadt, 24. Aug. Sein 40jähriges Jubiläum als Postbeamter beging der hiesige Postsekretär Weiß.
Kreis Alsfeld.
-1- Alsfeld, 24. Aug. Das Ehepaar David Adler feierte seine goldneHochzeit und erhielt vom Großherzog sein Bild mit Unterschrift.
Kreis Friedberg.
I. Friedberg, 24. Aug. Gestern in später Nachmittagsstunde traf, vom Tennistournier kommend, der G r o ß - Herzog und die Groß Herzogin im hiesigen Schlosse ein. Sie besichtigten die Arbeiten an den Gebäuden, die zurzeit ausgeführt werden und besuchten den Schloßpark. 9 Uhr abends fuhren sie im Auto nach Wolfsgarten.
Starkenburg und Nheinhessen.
eh Bingen, 24. Aug. Nach zweijähriger Pause versammelte sich hier der Hess. Lehrer-Turnverein zu seiner Hauptversammlung. Die Tagung wurde am Freitag mit einem Kommers eingeleitet. Die Erschienenen wurden vom Reallehrer Gerhard-Bingen begrüßt. Schulrat Schmuck- Darmstadt sprach über die Ziele des Bereins. Regierungsrat Bohn-Bingen brachte ein Hoch auf den Lehrer-Turnverein aus. Er führte u. a. aus, daß die Regierung das Wirken des Vereins wohl zu schätzen wisse und ihm alle nur mögliche Unterstützung gewähre. Am Samstag vormittag kam die turnerische Arbeit zu ihrem Rechte. Neigen der Mädchenschulen von Bingen und der näheren und weiteren Umgebung, Freiübungen und Vorführungen an den Geräten, ausgeführt von den Knabenschulen, wechselten mit den Vorführungen der Lehrervereine und des Landesverbandes ab. Nach einem gemeinschaftlichen Mittagessen, an dem auch der Leiter der Schulkommission, Geheimrat Dr. Süffert-Darmstadt teilnahm, wurden die durchgeturnten Uebungen besprochen. Aus dem vom Schulrat Schmuck- Darmstadt erstatteten Rechenschaftsbericht war zu entnehmen, daß der Verband zurzeit 176 Mitglieder zählt, und zwar entfallen auf Oberhessen 64, Starkenburg 79 und Rheinhessen 33 Mitglieder. Die an der Zahl stärksten Vereine sind Groß-Gerau mit 60 und Grünberg mit 46 Mitgliedern.
Kreis Wetzlar.
------ Wetzlar, 22. Aug. Der Kreistag beschloß, die übliche Verpflichtung zum Grunderwerb für die neue Bahnstrecke Stockhausen-Beistein zu übernehmen und bewilligte den Gemeinden eine Beihilfe von 82 000 Mark.
1. Wetzlar, 24. Aug. Heute fand hier Generalappell der ehemaligen Angehörigen des Königin-Augusta- Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 statt. Kameraden aus den Kreisen Gießen, Wetzlar, Marburg und Biedenkopf hatten sich dazu eingefunden. Der Festkommers fand im Schützengarten unter Mitwirkung des Männergesangvereins statt. Montag wird ein Ausflug nach Braunfels ausgeführt.
Hessen-Nassau.
Sport.
Ein Erfolg des Mainzer Rudervereins.
Brüssel, 24. August. Bei der heutigen Meisterschafts» regatta für Europa siegte im Vierer mit Steuermann der Grashopper Ruderklub Zürich, Zweiter wurde der Mainzer Ruderverein. Im Einer siegte Graf von, Heidelberger Ruderklub, im Doppeldecker siegte der Roivingklnb-Paris, Berliiier Rudergesellschafl Wicking wurde als Dritter placiert. Im Achter siegte der Mainzer Rüderverein, Zivciler wiirde der Grashopper Ruderklub Zürich. Jiii Vierer für Junioren-Mannschaslen siegte der Mainzer Riiderverein.
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Deutsches Reich.
Die Reichstagsersatzwahl in Dresden- Neustadt
'für den verstorbenen sozialdemokratischen Abg. Kaden ist auf den 10. Oktober anberaumt worden.
>Der Hauptzeu^ge im Krupp-Prozeß, Maximilian Brand, ist schwer erkrankt. Brand, der schon seit Jahren nervenleidend, ist unter dem Eindruck der Untersuchungshaft und den Aufregungen des Prozesses seelisch vollständig zusammengebrochen, so daß er auf ärztliche An- iordnung ein Sanatorium aufsuchen muß, um dort seine .schwer angegriffene Gesundheit wieder herzustellen. Er hat von der Firma Krupp einen längeren Urlaub erhalten, der erst nach Beendigung des Moabiter Prozesses zu Ende gehen wird. Die Voruntersuchung gegen Brand ist schon seit längerer Zeit abgeschlossen. Von dem Verhandlungstermin dürfte aber vorerst keine Rede sein, da Brands gegenwärtiger Gesundheitszustand jede Verhandlungsfähigkeit ausschließt.
rb Darmstadt, 24. Aug. Dic zahlreichen, im hessischen Landesverband „Jung-Deutschland" vereinigten, Körperpflege treibenden Vereine der Ortsgruppe Darmstadt hielten heute hier ihren ziveiten Jugendtag ab. Am Vormittag waren interessante Schwi m m ü b un g e n im Großen Woog. In der Gruppe: Ordnungsschwimmen der Darnlstädter 'Turnerschast und des Schwimmklubs „Jung- Deutschland" für Schwimmer über 14 Jahren, Staffettenläufe siegten die Schwimmer des Realgymnasiums, zivcitcc wurde dec Schwimmklub „Jung-Deutschland", dritter dic Schwimm- riege der Darmstädter Turnerschast. Beim Staffettxnschwim- men für Teilnehmer unter 14 Jahren erhielten den 1. Preis die Schwimmer des Realgymnasiums, den zweiten Preis die Mittelschule 2, den dritten Preis die städtische Knabenschule
hiesigen Eisenbahnwerkstätte zu. Der Gewinner hatte Los bei dem Kollekteur L. Reuther in Wieseck gekauft.
Kreis Büdingen.
fc. Büdingen, 24. Aug. In ihrem Palais zu
Der tvettsriedenrlongretz
im Haag hielt am Samstag vormittag eine Schlußsitzung ab. Es wurde beschlossen, ein Telegramm an den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu richten und ihm für seine Haltung gegenüber der Friedensbewegung zu danken. Der Kongreß nahm ferner einen Antrag von S l a v d e n - Washington und eine Entschlie- ßrmg von Slo c um- Colorado an, in der die amerikanische Regierung aufgefordert wird, den Panama-Kanal nicht zu befestigen. Der Kongreß drückte ferner den Wunsch aus, das Berner Bureau und dic Friedensgesellschasten der verschiedenen Länder möchten sich mit den Telegraphenagenturen und mit der Presse in ständige Verbindung setzen. Der Kongreß drückte alsdann auf einen Antrag Gall-Wafhington seine große Genugtuung über den Vorschlag des Präsidenten Wilson aus, daß die verschiedenen Differenzen, dic auf diplomatischen Wege nicht gelöst werden könnten, dem internationalen Untersuchungsausschuß Unterbreitet werden sollen und erklärte sich für die weitere Ausbreitung des Schiedsgerichts.
Der nächste Kongreß tritt 1914 in Wien zusammen. Für 1915 hat San Francisco den Kongreß eingleladen.
Straß' Fliegerstat'0 landfiug iut Weimar ge und Cberbo Haufen. G- dem neuen
Der Kaiser in Homburg.
Ho m b u r q v. d. H., 23. Aug. Der Kaiser hörte heute vormittag die Vorträge des Stellvertreters des Chefs des Mririnekabinetts Kapitäns zur See v. Trotha und des Chefs des Militärkabinetts Generaladjutanten Generals der Infanterie Freiherrn von Lhncker. Zur Frühstückstafel sind geladen der Prinz-Gemabl der Niederlande mit Begleitung, Baurat Jacobi und Kapitän zur See v. Trotha.
Homburg v. d. H., 24. Aug. Der Kaiser gedenkt .spät abends von Bad Hamburg nach Kelheim abzureisen. 'Die Kaiserin reist heute abend nach Posen ab>.
gewerblicher Betätigung spielt deshalb eine gewisse Kunstfertigkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle und bietet bei zeitgemäßer Einrichtung und mustergültigem Betrieb auch • lohnenden Verdienst Von besonderer Wichtigkeit ist diese Erkenntnis für unsere jüngeren und zukünftigen Handwerksmeister, dic sich den Zeichen unserer Zeit notgedrungen anpassen müssen, wenn sie den Anforderungen des Zeitgeistes entsprechen und ihren Betrieb lebensfähig gestalten wollen. Je schärfer die Konkurrenz, desto höher werden die Anforderungen gesteigert. Cs ist deshalb unerläßlich, daß unser junger gewerblicher Nachwuchs neben einer gediegenen Werkstattbildung sich auch mit jenem theoretischen Rüstzeug versieht, das nicht nur den Ausweis in der Meisterprüfung darstellt, sondern auch die Grundlage des „goldenen Bodens im Handwerk" bildet. Es sei deshalb darauf hingewiesen, den jungen Handwerkern frühzeitig Gelegenheit zu geben, sich am Unterricht einer Gewerbeschule zu beteiligen, um dem späteren Konkurrenzkampf voll und ganz gewachsen zu sein. Jedenfalls ist eine gute Ausbildung das Beste, was Eltern ihren Kindern mit auf den Lebensweg geben können, deshalb wolle man auch nicht versäumen, von günftiger Gelegenheit zeitig Gebrauch zu machen.
•• Aus Anlaß des heutigen Ludwigstages tragen die öffentlichen Gebäude Flaggenschmuck.
** Von derHandelskammer zu Darmstadt werden wir nm Aufnahme folgender Mitteilung ersncht: Anläßlich des von uns erlassenen Ersuchens an die verschiedenen Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, die Ausschreibungen für in Aussicht stehende Arbeiten und Lieferungen möglichst frühzeitig und mit ausgiebig bemessenen Fristen zu erlassen, werden wir von interessierter Seite darauf hingewiesen, daß es vielfach als ein Mißstand empfunden wird, wenn die Handwerksmeister sich erst 1—2 Tage vor der Verdingung um die bei den vergebenden Aemtern ausliegenden Bedingungen kümmern. Es wird hierbei betont, daß eine weitere Verlängerung der Einreichungsfristen so lange zwecklos bleiben muß, wie diese Unsitte besteht. Wir ersuchen darum die Handwerksmeister, auch ihrerseits durch Beachtung dieser Beanstandung zur Besserung der Verhältnisse im Verdingungswesen bekzutragen. Unsere Bestrebungen finden zweifellos größeres Entgegenkommen, wenn die Handwerksmeister durch frühzeitiges Einholen der entsprechenden Unterlagen ihr Interesse bekunden. Hierdurch wird dem Handwerk gedient, aber auch der Behörde die besonders bei größeren Vergebungen nicht zu unter- chätzende Arbeitslast erheblich erleichtert
** Selbstmord. Am Samstag früh wurde der 30jährige Handlungsgehilfe S. aus K., der hier in Stellung war, in seinem Zimmer erhängt vorgefunden. S. war am Tage vorher dem Geschäfte fern geblieben und als man am andern Morgen nach ihm sehen wollte und die verschlossene Türe öffnen ließ, fand man ihn als Leiche vor. Die Beweggründe, die den tüchtigen und beliebten jungen Mann in den Tod getrieben haben, sind nicht bekannt.
** Der erste Hauptgewinn der Gießener Geldlotterie fiel, wie wir nachträglich erfahren, eineyr Schlosser
* Ge «aus ßatne: von Preuß, entbunden wurde die 36 SaW die Gemahl Tochter de- niahlin Ma wurde am « sich am 8. , Prinzen Friel verstorbenen Töchter, b'v Thereje uni * Ne
*So fftadt. Ai Sonntag : (förmlich An den Lit drang, wie kurzes ®etvi.
* (Eine äofiiirg. ■tag, dah: st nrütk iu akzeptiere. U wuchest toorbi habe sie 4001 gezahlt und ü Jetzt verlang.
Ausland.
Italienischer Pesuchbeim Kaiser Fr anKJosef.
Mus Ischl wird gemeldet: Der italienische General Ca- n e v a ist als Gast des Kaisers in Begleitung des italienischen Milttär-Attachees Mbricci, des Kapitäns Grafen Franchini und des Grafen Della Chiesa heute morgen hier eingetroffen und im Auftrag des Kaisers vom Flügeladjutanten Oberst Margutti empfangen Worden. — Erzherzog Franz Ferdinand ist mit Gemachlin aus Blühnbach in Ischl eingetvoffen. General Cancva ist am gestrigen Sonntag um 1 Ulst mittags vom Kaiser in Audienz empfangen morden. Die Audienz dauerte 20 Minuten. Sodann empfing der Kaiser die italienischen Offiziere aus der Begleittmg Canevas in einer kurzen gemeinsamen Audienz. General Caneva und die italienischen Offiziere wurden zu dem Diner in der Villa des Kaisers hin zugezogen. Dem 'Siner wohnte auch Erzherzog Ferdinand bei, der gekommen War, um dem Kaiser für seine Ernennung zum Generalinspekteur der gesamten bewaffneten Macht zu danken.
General de Negrier f.
Der französische General de Negrier ist am Donnerstag auf seiner Reise von Spitzbergen nach Hammerfest an .einem Schlaganfall, 74 Jahre alt, gestorben. General de 'Negrier wurde als Hauptmann im Jahre 1870 bei St. Privat verwundet und nach der Kapitulation von Metz gefangen. Bekannt ist seine Flucht aus dem Krankenhaus, auf Der er den Ulanen, der den Gesundheitsschein prüfen wallte, durch einen Schuß tötete, lieber Belgien stieß er wieder zu den Franzosen und wurde bei Vermand, am Tage vor der Schlacht bei St.-Quentin, noch einmal verwundet. Nach dem Krieg nahm er an verschiedenen Kolonialfeldzügen teil.
X Hohensolms, 24. Aug. Unter den uralten Schloß- linden auf dem „Hals", dem höchsten Punkte des Hohen- solrnser Landes, wurde heute ein sehr gut besuchtes Missionsfest abgehalten. Während Pfarrer Löhr-Elberfeld (früher ________
Hohensolms) die Festpredigt übernommen, galt c§ in her 1 uff. Die großen Schauübnngen auf dem in zehn Felder ein- Nachversammlung, gleichzeitig den Abschied des Missionars! geteilten Exerzierplatz begannen, nachdem sämtliche teilnehmenden Welsch für Neuguinea zu feiern. Die Kollekte dürste einen «Vereine unter Vorantritt der Musikkapelle einen Festzug vom
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Ans Sta-t und Land.
Gießen, 25. August 1913.
Trinker-Fürsorge st ekle für Stadt und Landkreis Gießen, Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Dienstag abend 6'/, bis 8 Uhr. *
•• Auszeichnungen. Der Großherzog hat dem evangelischen Pfarrer Ludwig Berck in Mainz-Marnbach das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen und dem Dreher in der Eisenbahn-Zentralwerkstätte Darmstadt Johannes Geduldig das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen.
*• Straferlaß. Auf Grund der von dem Großherzog aus Anlaß des Regierungsjubiläums des Kaisers am 16. Juni -l. I. gewährten Amnestie sind im Großherzogtum Hessen etwa 270 Personen Freiheits- und Geldstrafen teils unbedingt, teils unter der Bedingung mehrjährigen Wohlverhaltens erlassen oder in eine mildere Strafart umgewandelt worden.
** Gewerbliche Fortbildung. Die zahlreichen ge- weMichen Ausstellungen gegenwärtiger Zeit führen beutlid) die gewaltigen Fortschritte der letzten Jahrzehnte auf den Gebieten der Industrie und des Handwerks vor Augen, insbesondere aber -auch, welche hohe Bedeutung heute dem Ku n st h an dwe r k wieder beigemessen nrirb. Diese Ausstellungen bilden einen wesent- iErben Faktor im heutigen Wirtschaftsleben und tragen erheblich (mit dazu bei, den Geschmack in schönhcitlicher Hinsicht unter bet Bevölkerung zu pflegen und zu läutern. So kann man öfters chie Wahrnehmung machen, daß die gewöhnliche Fabrikware ati- chrählich immer mehr zurückgedrängt wird, well sie in gescknnack- jLcher Hinsicht nicht mehr zu genügen vermag, hingegen wird bte 'gute, gediegene Handwerkskunst heute wieder mehr begehrt, mehr üchMt und. auch finanziell besser bewertet. Auf allen, Gebieten
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ansehnlichen Betrag ergeben haben; MyfionSschrlften fanden flotten Abgang.
[] Marburg, 23. Aug. Der Seniorchef der N. G. Elwert'fchen Universitätsbuchhandlung, Kgl. Kommissionsrat Wilhelm Braun, ist heute nach langem Krankenlager im Alter von 72 Jahren gestorben. Neben seinen beruflichen Arbeiten, die dem Verblichenen weit über die Grenzen Heffens hinaus einen Namen machten, war er auch im kommunalen Leben lange Jahre als Magistratsmitglied usw. eifrig tätig.
-n. Frankfurt, 23. Aug. Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von Mitgliedern des Zweigvereins Fran- surt vom Vogelsberger Höhenklub wurde heute auf dein Hauptfriedhofe Karl Steiniger, der Dichter des Ronneburg- Festspieles „Im Glauben stark, in Treue fest" zu Grabe getragen. Auch das auf dem Wandertage deutscher Gebirgsvereine in Büdingen aufgeführte Festspiel „Im schönen deutschen Vaterland", das noch Anfang Juli zu Ehren Hessen- Darmstädter Amerikaner auf der Oberschweinstiege dargestellt wurde, und das Volksstück „Am Wildfrauborn" rühren von ihm her. In ergreifenden Worten schilderte Prof. Bender, der Vorsitzende des Frankfurter V. H. C., die großen Verdienste des leider viel zu früh Dahingeschiedenen, die er sich im Vereine erworben; Lehrer Ludw. D ern-Offenbach legte mit tief empfundenen Dankcsworten im Namen des Gesaint- vereins einen Kranz aus Eichen- und Lorbeerzweigen nieder. Auch der Männergesangverein „Concordia", der die Trcnier- feier durch zwei Grabgesänge verschönte, sowie die V. H. C.- Zweigvereine Büdingen und Offenbach (Stahl) ließen durch ihre Vertreter Kränze niederlegen. Außerdem waren noch eine Anzahl Sektionen persönlich vertreten. Fürst Wolfgang von Psenburg-Büdingen hatte zum Tode des Dichters ein in herzlichen Worten gehaltenes Beileids-Telegramm, sowie eine prächtige Kranzspende gesandt.
w. Hohem ark, 23. Aug. Morgen früh verläßt der Prinz Heinrich der Niederlande Hohemark bei bestem Wohlsein und völliger Befreiung von feinen Beschwerden und begibt sich nach einem Besuche bei dem Prinzen Psen - burg-Büdingen in Büdingen am Montag früh nach dem Haag zurück, wo er an der Eröffnung deS neuen Friedenspalastes teilnehmen wird.
w. Kassel, 23. Aug. Heute mittag erfolgte in Gegenwart des Kultusministers von Trott zu Solz und Vertretern der Behörden und der Direktoren vieler auswärtiger Museen, sowie des Erbauers Pros. Dr. Theodor Fischer die feierliche Einweihung des neu erbauten hessischen LandeSmuseumS. Die Eröffnungsrede hielt der nni das Zustandekommen deS Museums besonders verdiente Museums- Direktor Dr. Böhlau..
Kassel, 20. August. Die zur Erschließung einer Mineralquelle in Wilhelmshöhe vorgenommenen Bohrungen sind bis zu 839 Meter Tiefe durchgesührt worden und haben Solezuflüsse ergeben, die nach den Analysen auch freie Kohlensäure enthalten. Nach dem Gutachten des Geh. Bergrats Prof. Beyschlag ist das Vorhandensein von Sole und Kohlensäure in der Tiefe als sicher anzunehmen. Auf seinen Rat soll die Bohrung um 350 Meter tiefer bis in den Plattendolomit hinein durchgeführt werden, da die Erfahrung in Kissingen und Hersfeld gelehrt hat, daß der Hauptsolezufluß im Plattendolomit erfolgt.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Bo den bansen hielt der hiesige Kriegerverein hier Preisscheibenschießen ab. Ten ersten Preis, ein angekörtes reinrassiges Schaf, erhielt Lehrer Becker- Wohnseld.
Universitäts-Nachrichten.
w Darmstadt. Professor Dr. A. Kolb von der Technischen Hochschule hat den Antrag erhalten, eine leitende Stelle in einem bedeutenden chemischen Unternehmen der Berliner cbennschen Großindustrie zu bekleiden und hat das Anerbieten an- genommen.
- Marburg. Wie wir hören, hat ber Privatdozent Professor Dr. Franz Bock in Marburg einen Ruf als Prosessor der Kunst- gcschichtc an die Kgl. Akademie in Posen als Nachsolger von Proiessor R. Hamann erhalten. Geboren 1876 zn Herford, besuchte Bock das Gymnasium in Bielefeld und studierte in München, Heidelberg, Berlin nnd Göttingen als Schüler von Reber, Grimm nnd Vischer. 1899 erwarb er in Göttingen beit Doktorgrad mit der Dissertation: „Memling Studien",, unternahm Sttidienreiscn und habilitierte sich im Somutersemester 1904 in Marburg für neuere Kunstgeschichte. Seine Habilttationsschrist behandelt, „die Werke des Matthias Grünewald". 1909 erhielt Bock das Prädikat Proiessor. Sein Arbeitsgebiet ist detltsche und niederländische Kunst, Methodenlehre.
— Bonn. Der Chirurg Geheimrat Robert R i e d tz r - Pascha ist im Alter von 51 Jahren gestorben. Rieder ronibe 1898 außerordentl. Prosessor in Bonn und ging dann nach der Türkei, um als Generalinspektor der türkischen Medizin - Schulen den medizinischen Unterricht nach deutschent Muster umzugestalten. Er erhielt dafür den Paschatitel. 1905 kehrte er nach Tentschland zurück und wurde 1906 Leiter der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses der barmherzigen Brüder in Bonn.


