Ausgabe 
22.1.1913 Zweites Blatt
 
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sie die obligatorische Fach- Es ist von hoher Bedeutung wie sich seine Frauen im

Dr. Kinkel wird sprechen übet Kant und Schiller (Näheres s. Anzeige.)

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schäft einen vier Vorträge umfassenden Zyklus veranstalten. Der erste Vortrag finbet am kommenden Freitag statt.

inftrumciite zur Begleitung der Gesänge austreten lässt sich durch einen großen Melodienreichtum auSzcichnet, die glänzende Ausstattung, die infolge der Mitarbeit Indologen Thomann dtirchauS stilgerecht war, und wunderbaren indischen Tänze, der Schlangentanz und

tariat zu züchten. Dem können nicht zusehen, und deshalb fordern schule für die kausm. weibl. Jugend.

und auch

des die der

Bajaderentanz, für welche die Gewänder von Hans Pollar entworfen waren. Die Hauptrollen haben Herr Globerger. der neue, sehr gerühmte lyrische Tenor, und Frau Kallensee. die neue Koloratursängeriii, sowie die Herren Weber. Semper, Bernhardt und Schützendorf, und Frl. Iüttner.

Freie Studentenschaft. Zur Vorfeier der natio- aalen Gedenktage von 1813 wird die hiesige freie Studenten-

** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Vorsitzenden der Großh. Handelskammer zu Offenbach Kom­merzienrat Otto Mohr das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

** Lehrerp e rs o n allen, ll eb e rtr a g e n wur­den dem Lehrer Ga. Lehn zu Bürstadt und dem Schul amtsaspiranten 3ul. I u n g aus Dietesheim Lehlrcrstellcn an der kath. Schule zu Bensheim. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besehende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rieder-Roden; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinix- schule zu Heudach, mit der Organistcndienst verbunden ist . eine mit einem evang. Lehrer zu besehende Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu U e b e r a u: die mit einem evang. Lehrer zu besehende Lchrerstelle an der Gemcindcschulc zu Kreid ach: die mit einem evang. Lehrer zu besehende fünfte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alsfeld, zu der dem Stadtvorstand daö Präsentationsrecht zusteht: eine mit einem evang. Lehrer zu besehende Lchrerstelle -an der Gemeindeschule zu Ensheim; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.

* Ernannt wurde der Gcfangcnaufschcr an dem Landcszuchthaus Maricnschloß Konr. Wenzel, zurzeit in Gießen, zum Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauptstencr- amt Gießen.

" T he a t er v e rc i n. Als zweites Gesamt-Gastspiel beabsichtigt daS Großh. Hostheater eine Oper zu bringen, welche zum Geburtstag der Großherzogin emüubiert wurde und damals und in den vielen Wiederholungen, die sie schon erlebt bat. ganz außerordentlich gefiel: die indische Märchen- oper ,,We nn ich König wäre" von Adolphe Adam, dem Komponisten deS .Postillon von Longjumecm*. Den großen Erfolg der Oper entschied neben der Schönheit der Adamichen Musik, ivelche sehr häufig obligate Orchester­

gesprochen.

** ImKaufm. 93c rein rocibL Angestellter Gicgen hielt dessen Vorsitzende Frau M. Schmidt einen Vortrag: Warum fordern wir die obligawrische Fachschule für die kausm. weibl. Jugend? Einladungen zu dem Vortrage waren an die Vorstände aller Gießener kaufm. Vereine, aller Frauenvereine, die Handelskammer und die Ortsgruppe des Hansabundes ergangen. Erschienen waren Vorstandsmitglieder der Handelskammer, des Hansabundes und des katholischen kaufm. Vereins für weibl. Angestellte. Frau M. Schmidt wies darauf hin> das derHandcls- stand Hand in Hand mit der Entwicklung unserer Kultur gegangen sei. Zuerst habe der Mann .allein den Handel besorgt dann, als die Maschine und die Industrie der Frau die Arbeit aus dem Hause genommen, sei die Frau ihren Produkten in die Industrie und den Handel gefolgt, in Fabrik, Kontor und Laden. Im Jahre 1907 waren vo i den 9Vs Millionen Cito rbst tiger Frauen des Deutschen Reiches allein 5000 im Großherzogtum Hessen als Angestellte des Handels beschäftigt. Die Frau hat sich dem Handelsstande so unentbehrlich gemacht, daß viele Zweige des kausm. Lebens ohne die Hilfe der Frau nicht bestehen können. Leider hat die den kaußn. Beruf erwählende Frau mit sehr vielen Mißständen und im allgemeinen mit einem viel zu niedrigen Einkommen zu kämpsen. Diese Uebelstände, deren Grund in der ungenügenden praktischen Ausbildung und des Fehlens der obligatorischen Fachschule liegt, führen dazu, ein kaufm. Prolc- und wollen die Frauen

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macht dasBert. Tagebl." noch einige interessanie Mit­teilungen: .,

3m vergangenen Jahre wurden im Rerchsamt des Innern »n-ehr'ere Stellenveränderungen vorgenommen. Dabei mußte auch ein seit mehreren Jahren im Reichsamt des Innern als Hilfs arbeitet tätiger Regierungsrat P., dessen enge Bcziehun gen zur Zentrumspartei hinlänglich bekannt waren, und ipm eigentlich zumSloaneement zum Vortragenden Rat verhelfen sollten, au--, dieser Zentralbehörde weichen, an scheinend weil man ihn trotz dieser guten Beziehungen nicht für geeignet liielt. Dieser Herr erhielt dann die freilich auch nicht üble Stelle eines Senatspräsidenten am Reichsver­sicherungsamt, sehr zum Verdruß öftrer Herren, denen er in diesem Amt vor die Rase gesetzt wurde. Bei den Zentrumsleuten bat man dieses Abschieden ihres Günsllings aus der Zentral­behörde aber offenbar sehr übel b ernter f t, und man wollte nun endlich in der Budgetkommission einmal Rack>e nehmen. Man glaubte den zum vierten Direktor aiisersehenen Geheimrat M., den man wohl für einen besonderen Feind ihres Günstlings ansah, zu treffen, indem man seine Etatsstelle ablehnte. Mit (Hilfe der Stimmen der Sozialdemokraten wird Herr Geheimra' M. nun gegen den Wunsch des Zentrums, ldoch die Stelle erhalten, die seinen Fähigkeiten entspricht."

Roch durch einen weiteren Vorfall werden diese Dor gänge' hinter den Kulissen ifluftricrt. Man hat sich darüber gewundert, daß der Abgeordnete Erzberger im Budget- ciusschuß des Reichstags, in dem eigentlich wichtigere Sachen zu verhandeln sind, sich bemüßigt gefunden tyat, eine Ent­schließung zu beantragen, daß für die Senatspräsi­denten am Reichsversicherungsamt der Rang der Räte dritter Klasse bewilligt werden möge! Rach dem Obengesagten, für das wir allerdings die Ver antwortlichkeit dem genannten Blatt überlassen müssen, ist der Zusammenhang der Dinge nicht mehr zweifelhaft.

Ein Bruder des Heimgegangenen starb vor einigen Jahren 8 > Jahre alt und ein iiberL'bcnber ^4jähriger Bruder folgte heute mit großer Rüstigkeit dem Sarge.

Lieh, 20. Jan. Im Vollsbildungsverein fand heute abend der dritte Vortrag über den für diesen Winter ge­wählten VortragsgegenstandDie Elektrizität" statt. Aus die deutbar einfachste und anschaulichste Weise hat der Vortragende, ^eminarlehrer Lorentz, bis jetzt das Wesen.

Elektrizität sowie ihre verschiedenen Arten und deren Wir­kungen unter sich und auf den meuschlichen Körper klar gemacht. An einfachen, zum Teil selbst angefertigten Appa-

Aus Stadt and Land.

Gießen, 22. Januar 1913.

Aus dem städtischen Bcrwattuugsbericht.

II.

Das Schulwesen.

Die Aufwendungen für das Sckmlwesen belaufen sich im ganzen im Verwaltungsjahr 1911 aus 398 156,63 Mk., während im Voranschlag 406 700,27 Mk dasür vorgescl^en waren. Dem steht eine Einnahme von 72 331,16 Mk. (im Voranschlag waren 66 661,31 Mk. eingestellt) gegenüber. Danach leistet die Stadt für Schulzweckc 325 825,17 Mk. Den erhebliässten Anteil an den Unkosten hat natürlich die Volksschule. Bei 1789,22 Mk. Einnahmen betrugen die Ausgaben 231 133,06 Mk. Die Stadt knabenschule zählte 29 Klassen eine mehr als im Vorjahre mit 1338. Schülern gegen 1305 im Vorjahre. Davon waren 1240 evangelisch, 92 katholisch, 5 israelitisch und einer gehörte einer anderen Konfession an. Entlassen wurden nach achtjährigem Schulbesuch 128 Knaben, von denen 128 97 Prozent das Ziel der Volksschule erreichten. Für 28 Stotterer und 8 Stammler mareit besondere Heillurse veranstaltet, die ein sehr günstiges Ergebnis hatten. Tie Stadtrnädcheirschule zählte 30 Massen, eine mehr als int Vorjahr. Tie Schülerzahl betrug 1360 gegen 1280 im Vorjahr. Hiervon waren 1263 evangelisch, 94 katholisch und 3 israelitisch. An den Volksschulen unterrichteten im ganzen 60 Lehrer und Lehrerinnen. Tie beiden Sbiabcitborte wurden von durcküchnittlich 115 Knaben besucht, 9 Löhrer teilten sich in die Leitung. Ter Aiädchenhort stand unter Leitung von 4 Lehrern und 2 Lehrerinnen. 56 Mädchen besuchten durchschnittlich den Mädchen hort. Warmes Frühstück wurde im Winter 1911/12 an 350 bedürftige Knaben und 316 Mädchen (gegeben. Das Lahn bad wurde im Sommer von 635 Schülern-besucht, die durchsckmitt lid) 10 Bäder na Ihnen. Im Winter badeten 694 Schüler oder 52 Prozent im Brausebad in der Stadtknabenschule. Die 480 fortbildnngssckiulvflichtigeii Knaben wurden in 15 Klassen unter richtet, die nach 5 Bernfsgruppen gegliedert waren. In der 1. Klasse der Stadtmädchenschule ist der HauShaltiingsuntemchl obligatorischer Unterriclüsgegenstand. Tas für Wannen- und Brausebäder eingerichtete Mädck>enscknckbad wurde von 480 Kin­dern der sechs oberen Klassen bmutzt. Tie Gewährung freier Lehrmittel an die Kinder der Eltern mit ivcniger als 900 Mk Einkommen hat einen Aufwand von 3635,65 Mk. -verursacht. Ter Zuschuß der Stadtkasse zu den gesamten Kosten der Volksschule (ohne Fortbildungsschule, .Knaben- und Mädchenhort, Stotterer unterricht, Hanshaltnngssckmle, Handfertigkeits. werricht und freie Lehrmittel) beträgt 216 630,32 Mk. gegen 203 124,48 Mk, tm Vorjahr, ohne Verzinsung unb Abschreibung der Bankapitalien.

ausüben können.

" Jubiläum. Lehrer Bernhard Klein, der Kantor der israelitischen Nelichonsg sellschaft liier, begeht am Samstag daö Jubiläum seiner 2 5jährigen Amtstätigkeit. Die isr. ReligionSgesellschast will diesen Tag festlich begehen.

Landkreis Gießen.

b. Wieseck, 21. Jan. In der freut igen nichtöffent- lichen Gemein de ratssitzuug wurde nur über die Besetzung der Stelle des Gemeindeeinnehmers ver handelt." Anwesend waren: Bürgermeister Sckiomber,, Bei­geordneter Schäfer und sämtliche Gemeinderatsmitglieder. Es lagen 22 Meldungen zur fraglichen Stelle vor. Nach­dem sämtliche Namen brr Gesuchsteller verlesen waren, wurde zur engeren Wahl geschritten, aus der Herr Ludwig Möbus-Gießen als Sieger hervorging.

= Rödgen, 21. Jan. Der Gesangverein Ein­tracht feierte am Sonntag abend iu dein Saale des Gast Wirts Balßer sein Wi n t e r v e r g n ü g e n. Die gut aus- gefiihrten Theaterstücke, Gesangs- und Musikvorträge ern­teten reichen Beifall und hielten die Teilnehmer bis in später Stunde in froher Stimmung. Ter Verein beabsich tigt am 13. und 14. Juli d. I. sein 25jühriges Be­stehen festlich zu begehen.

)-( Steinberg, 20. Jan. Der Gesangverein Jugendfreund und der Turnverein Steinberg feierten am Sonntag gemeinsam ihr Winterver­gnügen. Tas reichhaltige Programm und die bekannten Leistungen des Gesangvereins hatten viele Besucher auch aus umliegenden Orten angelockt, so daß der Saal mit den anliegenden Räumen bis auf den letzten Platz gefüllt war. Durch Musik, Gesangsvorträge und slott gespielte Theater­stücke boten die Vereine ihren Gästen einen genußreichen Abend.

= Albach, 21. Jan. Unser Forstwart Zimmer feiert am Donnerstag sein 25 zähriges Jubiläum als Forstwart Unserer Gemeinde. So en- Zimmer hat sich hier sehr beliebt gemacht.

Holzheim, 20. Jan. Ein Trauerzua, luic ihn unser Dorf selten sah, bewegte sich gestern nach dem Fricd- l-ofe. Galt es dock), den ältesten Burger des Dorfes, viel leicht des ganzen Kreises, den 97jährigen Herrn Joh. Georg K lob, Vater des Bürgermeisters, zur letzten Ruhe zu bc- üatten Der Kriegerverein, dessen Mitglied der Verstorbene ivar, ging mit der umflorten Fahne dein Sarge voran und ehrte den Verstorbetien, nachdem der Geistliche seine Amts­handlungen beendet hatte, durch drei Salven übers Olrab.

53. Versammlung der Gauturnwartc des Mittelrheinkrcises in der Turnhalle des Turnvereins Mainz-Kastcl am 19. Jan. Anwesend waren die mci icn Mit­glieder des Geschäftsführenden und des Turnausschusses, wwie die Vertreter aller 25 Gaue des Kreises. Gauturnwart Poller, Saarbrücken, zeigte eine Gruppe Ordnungs- und Freiübungen (langsamer Sdrritt, Ausfallgang, Kniebeuge, Liegestütz mit Arm­schwingen und Armstoßen, Lauten mit Armtäliqkck:en), die außer­ordentlich wirkungsvolle Stellungen und Haltungen boten. Tie beiden folgenden Gruppen galten dem L2. Deutschen Turnfcft in Leipzig: Die allgemeinen Freiübungen unter Leitung der beiden KrcisturnwaNe und Längssprünge am Pferd als Massemibung des Kreises, ziisarmnengestellt und geleitet Von Gauturnwart Braun, Frankfurt. Ten Keulenübungen der früheren Versammlungen schloß diesmal Kreisturnwart Volze Kreisschwüngc in wagrcchtcr Ebene an. Tic Musterriege des Tv. Kastel mit Umschwüngen verschiedener Art am niederen Reck war neben der schönen Zusam­menstellung besonders lehrreich durch die dabei gezeigte Vilse- ftellung. Der geselligen Freude galten die zum Schlüße von Kreisspielwart Bär unb Gauturnwart Eppstein vorgesührten R e ck- s pi eie. Dem bei dem Kreisturntag zu stellenden Antrag des Tnrnausschusses, daß Turner, die an sportlichen Wettkämpsen teilnehmen, Wertpreise nicht annehmen sollen, stimmten die Galt- tnrnwarte zu. Die vorläufigen Anmeldungen für das Deutsche Turnfest in Leipzig haben ergeben: 2700 Festteilnehmer, 12»0 Freiübungsturner, 900 Riegentnrner, 239 Wetturner tm Zwölf­kampf, 267 Wetturner im Seckstampi, 34 Ringer, 22 ^pielmann- schäften, 73 Fechter und 52 Schwimmer. Für das turnen her Alten werden 3 Riegen, und zwar an Reck, Barren und Pferd, in Aussicht genommen. Die Eilbotenläufe zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig von geschichtlich denkwürdigen Orten aus werden zustande kommen. Die für unfern Kreis in Betracht kommenden Gauturnwartc werden die weiteren Vor­arbeiten in die Hand nehmen. Dem 2. Kreisturnwart Münch, Hachenburg, der nunmehr 50 Versammlungen der Gauturnwartc besucht hat, wurde zum Schlüsse besondere Anerkennung aus-

raten und Zeichnungen murbc, nachdem in der vorletzten Stunde die Entstehung des Blitzes gezeigt und erklärt worden war, heute die elektrische Klingel und das Tele­graphierenmit" undohne" Draht vor Augen geführt. In den nächsten Vorträgen soll das Telephon, das elekerJche Licht und die dazu erforderlichen Maschinen usw. behandelt werden. Tie große von Woche zu Woche steigende Zuhörer­zahl beweist das Interesse, dns den regelmäßig Montag abends stattfindenden Vorträgen gerade jetzt, wo in unserer Stadt die elektrische Beleuchtung zur Einführung kommt, entgegengebracht wird.

O L i ch , 20. Jan. Tie I u n g d e u t s ch l a n d - B c w e gung wird auch hier festen Fuß fassen. In einer gut be­uchten Versamnilung, die im Holländüchen Hof stattfand, entwickelte sich im Anschluß an einen mit Beifall aufgenom­menen Vortrag von Forstrat Dr. Dief fenbach eine leb­hafte Aussprache. Deren Ergebnis war die Bildung eines engeren Ausschusses, der Schritte zur Gründung einer Ortsgruppe tun ivird. Der Versammlung wohnte auch Schulrat Prof. Dr. Alles-Gießen bei. Verschiedene Vereine haben ihre Mitwirkung zugesagt. Eine gut besuchte Ver­sammlung des Vereins ehemaliger 116er, die sich in der Hauptsache mit idser Feier des Regimentsjubiläums befaßte, fand am Sonntag unter dem Vorsitz von Louis Häuser im Frankfurter Hof statt.

-w- L i ch, 19. Jan. Der hiesige Zweigverein des V. H. E. konnte am Samstag inSteins Saalbau" sein erstes Dekorierungsfest veranstalten. Rach Musikvorträgen und nach der Wiedergabe des trefflich gespielten Theater­stücksIhr Sommergast" nahm Postsekretär Rau, der Vorsitzende des Zweigvereins, die Verteilung der Wanderauszeichnungen vor. Eine große Zahl von Mit­gliedern, die sich an mehr als ficben der Wanderungen des letzten Jahres beteiligt hatten, konnte da mit derGol­dene n" bedacht werden. Es sirrd die Damen: Elisabeth Dietz, Lili Rau, Lina Vogt, Karola Zimmer und die Herren Dr. Karl Dietz, Arthur Dietz, Jakob Dietz, Paul Köhler, Karl Schwenck und Herrn. Zimmermann. Trefflich paßten in die Veranstalttrng die k i n e m a t o g r a p h i s ch e n Dar bietungen, die Semrnarlehrer Lorentz vorfuhrte. Sie ver­setzten u. a. die Besucher auf die Schweizer Wintersport­plätze. Andere Films ermöglichten einebillige" Reise nach Zermatt sowie eine Fahrt mit der Jungf raub ahn. Ein Tanz beschloß den Abettd.

s. Allertshausen, 20. Jan. Der Krieger­vereinEmst Ludwig zur Treue" hier hielt am Samstag seine Hauptversammlung ab. Der Vor­sitzende Wißner wies auf die Bedeutung des 18. Januar als Gründungstag des Deutschen Reiches hin. Er gedachte in ehrenden Worten der verstorbenen Mitglieder. Bei der Entlastung des Rechners K. Lich zeigte sich durch ein .im vergangenen Jahre verregnetes Fahnenweihfest ein Defizit, das jedoch durch die Spende des Ehrenprasioenteti Gras Eberhardt von Schwerin-Friedelhausen ausgeglichen wurde. Der Vorstand wurde durch Zuruf geivählt: Ludw Wißner, 1. Vorsitzender, Hch. Schneider, 2. Vorsitzende^ Karl Lich, Rechner, Adam Müller, Schriftführer, Friedr Körbächer und Hch. Dallwein Kontrolleur und Wilh. Wagner Beisitzer. Die ehemaligen 116er beschlossen, an der Jubi­läumsfeier in Gießen teilzunehmen. Kaisers Geburtstags^ feier findet am 1. Februar bei Gastwirt Nachtigall unter Mitwirkung eines Verbandsredners bei Konzert, Theater und Ball statt.

= Grünb erg, 21. Jan. Am Sonntag abend fand die Hauptversammlung des Kriegervereins unter reger Anteilnahme der zahlreich erschienenen Mit­glieder statt. Der Verein zählt 109 aktive und 9 passive Mitglieder; außer seinem Inventar verfügt er über einen baren Ver mögens st and von 1000 Mk. Das Abzeick^en für 25jährige Mitgliedschaft konnte Herrrr H. Bans ch überreicht werden' In den Vorstand wrirden für die kommenden drei Jahre gelvählt: Rektor Angelberger 1. Vorsitzender, Ge­richtsvollzieher 'Drodt 2. Vorsitzender, Hs .Schmidt II. Schrift- führer, -Oberpostassistent Andrae Rechner, ferner vrakt. Arzt Dr. Fritz, W. Schomber, K. Böß und als Ersatzmänner I. Herzverger und Postassistent Scharmann.

o b b c i in bei Hungen, 20. Jan. Vergangenen Sonn« tag hat unser Kirchspiel wieder seinen alljährlichen MissionS-- t a g gefeiert. AIS Prediger war diesmal Rlijsionar M i ch el von der Rheinischen Mission gekonnnen. Er sprach auch abends vor zahlreicher Versammlung im Filialdorf Steinheim. JedeSmal sand er für seine Berichte aus 21 jähriger Tätigkeit in Borneo überaus aufmerksame Zuhörer, die ihm auch äußerlich mit einer Kollekte von rund 30 Mk. dankten. Am Nachmittag versammelten sich im Saal der Luthereiche ju Nodheün die Inhaber von MisNonsbüchsen nebst anderen Freunden der Sache. Tie Ablieferung aus den etwa 50 Büchsen ergab den stattlichen Betrag von 180 Mk. Um die Versammlung etwas behaglich zu machen, wurde eine einfache üaffeebewirtung gegeben. Dazu sang der Rodheimer Kinder- chor unter Leitung deS Herrn Lehrer Barsch zwei Lieder. Im Thttelpunft aber stand ein Vortrag des bekannten Missionars ©feil. An Missionsschriften wurden nebenher an dem Tag für etwa 35 Mk. abgefetzt. AlleS in allem cm Tag, mit dem sich unsere Gemeinde schon sehen lassen qarf.

Kreis Lauterbach.

x Schlitz, 20. Jan. Am Samstag feierte unter großer Beteiligung der hiesige Zweigverein des Vogels­berger Höhenklubs jein 3. Stiftung^» und Dekoricrungsfest imDeutschen Haus". Auch der noch junge Bruderverein in Fulda hatte Vertreter entsandt. Rach der Begrrißungc- ausprache durch Beterinararzt Schneider folgte der Vor­trag verschiedener, beifällig aufgenommener Musikstückk. woran sich dann die Dekorrerung von 17 Damen und Herren anschloß, die an 8 bezw. 10 Vereinswandcrungen im abgelaufeueu Jabr teilgenommen hatten. Ein sodann von den Tanten Hofmann und Frank und dert Herren Hahn, Hofmann und Feick flott gespieltes Theater­stück:An die Luft gesetzt" fand den lebhaftesten Beifall. Rach einer Verlosung, wobei als 1. Preis einer glücklichen Gewinnerin eine Torte zu fiel, begann der Tanz, welcher die Anwesenden in fröhlicher Stimmung noch lange zu­sammen hielt. Eine gemütliche Rachfeier vereinigte uock- inals am Sonntag die Dcreinsmitglieder mit ihren Tarne« imDeutschen Haus".

Kreis Friedberg.

L. Friedbera, 20. Jan. Gegemvartig stehen W im Bahnhof 40 Maschinen, die in der nächsten Zett in neue Maschinenhalle überführt werden. Das neue W e. r> ftättengebänbe wird in den nächsten Tagen bezogen werden.

r. Reichelsheim, 21. Jan. Pfarrer Vogel ocr hier hielt am Montag im Gasthof zur Post einen i8orw< mit Lichtbildern über das TchentaAus dem Selbe1 Kaiser Wilhelms I." Der Geflügelzu'lck)^ verein beschloß in seiner Hattptversammlung, am

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für deit gesamten Kaufmannsstand, . .. . wirtschaftlichen, sozialen, öffentlichen und geistigen Leben zeigen. In der dem Vortrage folgenden sehr interessanten Aussprache wurde festgestellt, das 1. die schnelle Einführung der ob­ligatorischen Fortbildungsschule ftir die kaufm. weibl. Jugend dringend notwendig sei: dagegen die Forderung der allge­meinen Pflichtfortbildungsschule als verfrüht gelten würde. 2. Sehr viel können die Geschäftsinhaber aber auch zur Hebung besserer Verhältnisse dadurch beitragen, daß sic nur Töchter des kräftigen Mittelstandes als weibl. Lehrlinge einstellen, mit diesen einen Lchwertrag abschlicßcn und keine Vergütung zahlen, dagegen nach beendeter Lehrzeit angemessenes Gehalt. 3. Muß in manchen Geschäften selbst eine Wendung stattfinden, damit diese besseren jungen Mädck>en auch später ihren Berus mit Freudigkeit