vatz alle Falle auf Ansteckung Mrückzuführen sind. Ein Fall verlief tödlich, und Mar der einer Fran Marie Funk, die mn 18. Juli tr. 3. int städtischen Krankenhause verstarb. Dr. Bachern wird beschuldigt, durch Nichtanzeige der Krankhett des Dr. Spohr zur Weiterverbreitung der Seuche beigetragcn zu haben. Unter den erkrankten Personen befanden sich auch ein Kind uird eine Verwandte von Dr. Spohr. Dr. Spohr und Dr. Bachem haben bereits Strafbefehle wegen Versäumens der Anzeigepflicht in .Höhe von 200 und 150 ME. erhalten. Beide haben gegen die Strafbefehle Einspruch erhoben, über den aber nicht verhandelt wurde, da inzwischen die übrigen Anklagepunkte bekannt wurden. Die Entscheidung über die Strafbefehle wurde der Strafkammer überlassen.
Zu der Verhandlung sind gegen 20 Zeugen geladen. Unter den Sachverständigen befinden sich: Kreisarzt Dr. Fromm lFrank- furt a. M'.h Geh. Medizinalrat Dr. Heinemann vom Medizinalkollegium in Cassel, Oberarzt Dr. Reift von der Medizinischen Klinik in Frankfurt, Dr. Böning (Groß-Lichterfelde) und Prof. Dr. Stricker (Bonn).
Den Vorsitz in der heutigen Verhandlung führte Landgerichtsdirektor Heldmann, als Verteidigung sind die Rechtsanwälte Tr. Stettenheimer und Dr. Spohr (Gießen) tätig. Ter Angeklagte Tr. Srwhr erklärt, er sei unter dem Einfluß seines Vaters von Jugend auf Gegner der Impfung gewesen. Auf der Universität habe er sich mit dem Studium der Pocken beschäftigt, aber nie Pocken zu sehen bekommen. — Vvrs.: Trotzdem agitierten Sie gegen den staatlichen Impfzwang? — Angell.: Ich glaube, daß die Auflage mit der Frage, ob ich Jmpfgegner bin oder nickst, nichts zu tun hat. Der Angeflagte erzählte dann, tvie er zu einer Familie in der Bleichstraft.e gerufen wurde, wo er bei einer Frau die Diagnose auf Wafferblattern stellte. Er sei dann selbst erkrankt und habe seine Kinder zu Verwandten nach Gießen gescknckt. Er habe sich selbst behandelt, denn er wollte die Sache geheim halten, weil er wie Dr. Bachem zu einer andern ärztlichen Behandlung kein Vertrauen hatte. Vom 28. April bis zum 15. Mai habe er fest gelegen. Dann habe er Sonnenbäder genommen und an den Füßen die Borken mit einer Schere entfernt. — Bors.: Jät Ihnen nicht bekannt, daß die Wissenschaft diese Borken als Träger der Krankheitskeinte ansieht? — Angekl.: Ja, die Borken waren aber ganz fest. — Bors.: Können nicht die Partikelchen durch die Luft verbreitet werden? — Angekl. : Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. —
Die Zeugenvernehmung bringt Tetne wesentlich neuen Aussagen. Von Interesse sind die Aussagen einer Frau Heinz, die in Riga am Scharlach dav- niederlag und später von Dr. Spohr behandelt wurde. Sie berichtete, das; sich dicht neben ihrer Scharlachbaracke die Pockenbaracke befunden habe. Anscheinend durch Frau Heinz zogen sich deren hier wohnende Schwestern, eine Frau Müller und eine Frau Basel, leichte Hauterkrankunqen — vielleicht Pocken — zu. Der homöopathische Arzt Dr. D e l o s e a schilderte den Krankheitsbefund einer von ihm behandelten Patientin. Er steflte Pocken fest und machte sofort Anzeige. Dann erkrankte er selbst an denselben leicht, wurde jedoch bald wieder aus dew Krankenhaus entlassen. Frau Dr. Spohr, als nächste Zeugin, hat ihren Mann in der aufopferndsten Werse gepflegt, wobei sie durch Dr. Bachem Unterstützung erfuhr. Sie hatte von vornherein Verdacht auf Pocken, erstattete aber keine Anzeige, da sie ihren Mann nicht den Gefahren der Barackenbehandlung äusseren wollte. Dr. FrorniN vollzog später ihre Impfung. In geschickter Weise verteidigte sie sich sodann gegen die ibr von Dr. Fromm gemachten Vorwürfe auf mängelhafte Desinfektion daheim. Die übrigen Zeugenaussagen waren ohne Interesse. — Es begännet: nunmehr die Gutachten der Sachverständigen.
Kreisrat Dr. From'm (Frankfurt) hat von der ganzen Angelegenheit erst Ende Juni erfahren. Auf Grund der anonpnien Anzeige begab er sich in das Spohrsche Haus und fand die Vera Spohr an Airsschlag erkrankt vor, seine Diagnose auf Wasserblättern 'ober echte Pocken war schwankend. Der behandelnde Arzt Dr. Bachem erklärte ihm, daß er das Kind seit mehreren Tagen zeitmängelshalber nicht mehr besuche. Die Erkrankung Dr. Spohrs verheimlichte Man ihm, ebenso die der Frau Dr. Strünkntann. Als. Dr. Fromm Spohr am' folgenden Tage sah, ordnete er sofort Absondertmgsmaftregeln an und schickte das Kind ins Krankenhaus. Nach seiner Meinung sind die nötigsten Sicher- heiLsmaßregeln vielfach außer acht gelassen, so bei der Reise der Kinder nach Gießen: ebenso war die Desinfektion unzureichend: ungesetzlich war auch der Aufenthalt fremder Personen bei Dr. Spohr. Die Erkrankung der kleine:: Vera ist auf die kranke Verwandte zurückzuführen. Gefährlich für die Umgebung war auch die Benutzung dm Veranda durch Spohr, ebenso ließ man das Dienstmädchen in Unkenntnis. Die gesamte:: Erkrankungen in Frankfurt sind auf Spohr allein zurückzuführen.
Dr. Reift verteidigte die Vorwürfe gegen die Barackenbehandlung und bestätigte, daß Frau Funks Tod auf die Pocken zurück- znführen sei. Der gleichen Ansicht ist Prof. Dr. Fischer (FranL- furt), der die Leiche seziert hat. — Dr. Böing (Groß-Lichterfelde) dagegen sucht den Krankheitsherd in bent Baseltschen Hause, auch für Dr. Spohr, dessen Haus geradezu glänzend isoliert liege. Wohl habe sich Dr. Spohr gegen das Gesetz vergangen, ob aber bei ausreichender staatlicher Desinfektion jä>e Weiterverbreitung verhütet würde, sei doch sehr die Frage, wie dies neuerdings zahlreiche Beispiele aus Krankenhäusern bewiesen. Dr. Spohr muft als ein Opfer seines Berufs angesehen werden. Diesem Urteil schloß sich Prof. Dr. Stricker sÄmn) vvflstöndig an, wobei er Gelegenheit nahm, die Frankfurter Baracken einer scharfen Kritik zu unterziehen. — Im! Auftrage des Medizinalkollegiums der Provinz Hessen-Nassau b^eichnete Geh. Medizinalrat Dr. Heinemann (Kassel) das Baseltsche Haus ebenfalls als den Seuchenherd, aber Dr. Spohr müßte hier sofort Anzeige erstatten. Wenn Spohr seine Erkrankung 6 Tage lang für Windpocken hielt, so sei das nur ein Beweis dafür, daß die jüngeren Aerzte die echte:: Pocken gar nicht Mehr kennten. Der belastendste Punkt bleibt die Unterlassung der Anzeige, wodurch Leben und Gesundheit gefährdet wurden. Nachdem noch Prof. Dr. N ei ft er sich über die unzureichende Desinfektion im Spohrschen Haus geäußert hatte, vertagte man die Verhandlung auf Samstag früh 9 Uhr.
Aus Stadt und La«-.
Gießen, 21. Juni 1913.
Die erste Flugpost in Gießen.
Gestern mittag 12 Uhr lanLete auf dem Trieb, von Köln a. Rh. fo-nrnrcitb, Hauptmann Ossins vom Großen Generalstab, und der bekannte Flieger Leutnant Jolly, auf einer Rumpler-Taube, und stiegen um 5 Uhr 11 Minuten hu einer Weiterfcchrt nach Gotha wieder auf. Beim Landen hattet: die Herren, weil das Flugzeug einen Baum der Kirschen-ANee streifte, einen unbedeutenden Schaden am linken Flügel, der aber nach wenigen Minuten wieder ausgeglichen werden konnte. — Ein weiterer Flieger querte 12 Uhr 40 Min. unsere Stadt und führ nach Süden weiter En: Knab e in der Gegend der Garten strafte fand die erste Luftpost, welche in unserer Stadt anlangte und von dem Flugzeug hrrrühwte, auf und brachte sie mit Windeseile an die rrchtige Adresse, nämlich an das Großh Polizeiamt, wo bei Schutzmatrn Nr 19 dieselbe in Empfang nahm. Der erste Luftpostbrief für Gießen besteht in einem aus einem strotizbmch gerissenen Zettel und ist mit Bleistift red)t deutlich geschrieben. Auf der einen Seite steht-
Luftpost, abzugeben am Polizciatnt Gießen Auf bcr andern Seite steht folgender Text: Bitte Meldung nach Darmstadt, alles geht gut, werden später in .Homburg neu BenKin aufMen. Halten mit Luftböen zu lämpfcu. Ltn. Davos, Lttr. Rieger, auf Euler-Taube 140 PS.
Diese Mitteilung aus den Lüften wurde sofort an das Regiment zur weiteren Veranlassung übermittelt.
** Zum Regimentsjubiläum des 1. Kurhessischen Infanterie-Regiments Nr. 81 wird von hier atis ein Sonderzug für die ehemaligen Regimentsangehörigen aus der Gegend Wetzlar, Marburg, Frankenberg, Kirchhain und Gießen nach Frankfurt fahren. Aus Gießen haben sich 20 ehemalige 81 er zur Feier gemeldet.
Landkreis Gießen.
= Großen-Buseck, 20. Juni. Der Gesangverein Germania bittet uns seine jetzt abgeschlossene amtliche ©iegerhfte zu veröffentlichen, da in der ersten Zusammenstellung eintge Irrtümer unterlaufen seien: Klassensingen, Abteilung A, Klane I. 1. Preis Liederkranz Leihgestern mit 247 Punkten: 2. Preis Sängerkranz Grünberg mit 235. Abteilung A, Klasse II. 1. Prets Liederzweig Nied a. M. mit 234; 2. Preis Heiterkeit Annerod mit 218: 3. Preis Liederkra:^ Windecken mit 200. AbterlungA, Klasse III. 1. Preis Eintracht Butzbach mit .205 ; 2. Preis Lntzer- blüte Garbenteich mit 197; 3. Preis Harmonie Reiskirck)en mit 193. Abteilung B, Klasse I. 1. Preis Germania Burkhardsfelden mit 213: 2. Preis Männergesangverein Homberg a. Ohm mit 200. Abteilung B, Klasse II. 1. Preis Concordia Rödgen nut 219; 2. Preis Germania Wißmar mit 187. Als Sieger vom Hatlptehrenpreis blieb mit 124 Punkten Licderzweig Nied a. M. Im Ehrenpreissingen blieben Sieger: 1. Liederkranz Leihgestern mit 114 Punkten; 2. Liederzweig Nied a. M. mit 120; 3. Eintracht Butzbach mit 109; 4. Germania Burkhardsfelden mit 108; 5. Concordia Rödgen mit 100 Punkten.
= Lollar, 17. Juni. (Gemeitrderatssitzung.) Anwesend : Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach; die Gemeinderäte Weber, Ringlest, Forbach, Bock, Schupp, Schmitt, Römer, Hofmann. Der Geineinderat nahm Kenntnis von der Abrechnung über die Erbauung der eletrischen Licht- und Kraftanlage für die Gemeinde Lollar. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 81999,45 Mark unh setzen sich folgendermaßen zusammen: a) Ortsnetz, aus geführt von der Firma Hindertür aus Siegen, 59958,79 Mark; b) Zähler, 481 Stück, von der A. E.G., 11211 Mark; c) Hausinstallation und Gratislampen, 8957,89 Mark; d) Sonstige Ausgaben 1871,77 Mark. Die Einwohnerzahl beträgt 2260 mit 284 Wohnhäusern und 453 Familien. Davon sind aw geschlossen 282 Wohnhäuser mit 451 Familien, außerdem 16 Kraftzähler mit zusammen 64 PS. Installiert wurden 2823 Lampen und 53 Straßenlampen. Herr Dr. Kraetzer aus Bingen war als Sachverständiger zugezogen und hat sich in seinem Protokoll über die Äbnahme des Leitungsnetzes und der Hausinstallation lobend ausgesprochen. — Sodann wurde beschlossen, mit dem 31. Dezember 1913 die Ge meindekra ntenversicherungLollar auf- zulösen und die mit den Kassenärzten abgeschlossenen Verträge zu kündigen.
Hessen-Nassau.
H. Marburg, 20. Juni. An: Donnerstag wurde hier als 4. Akademisches Festspiel Herbert Eulenbergs r93e(i nbe" unter Leitung von Direktor Sieger (Aschaffenburg) aufgeführt. Besondere Erwähnung' verdient die von Anfang bis zu Ende fesselnde Verkörperung der Belinde durch Marianne Wulf vom Schauspielhaus in Frankfurt a. M. Daneben hielt sich das Aschaffenburger Ensemble sehr tapfer und bot durchweg treffliche Leistungen. Herr Stiefenhoser zeichnete den Eugen mit ergreifender Natürlichkeit und lebenswarnter Empfindung. Auch Herr Wall bürg als Noger und Herr Dir. Steg er als Hyazint ließen keinen Wunsch unerfüllt. Die Darsteller der Nebenrollen endlich taten ihre volle Schuldigkeit, so daß der Gesanttcin^ruck der nicht leichten Aufführung sehr gut war. Die Regie Siegers schtif mit geschickter Hand ein stimmungsvolles Bühnenbild. Das zahlreiche Publikum spendete allen Darstellern, besonders dem Gast, reichen Beifall. Nächsten Montag wird „Erdgeist* von Frank Wedekind mit Gertrud Eysoldt als Gast zur Aufführung kommen.
h. Frankfurt a. M., 20. Juni. "Das goldene Jubiläums-Bundesschießen im vorigen Jahr scheint mit recht schritten Äsharmonien schließen zu sollen. Wenn schon nicht mit Unrecht bemängelt wurd-e, daß von den: gewaltige:: Ueb-erschuß nahezu 85 000 Mark in die Kasse des Schützenvereins geflossen sind, obwohl von der gesamten Bürgerschaft eine bessere Verteilung der Gelder gewünscht war, so dringt jetzt die Tatsache in. die Oeft fentlichkeit, daß verschiedene Mitglieder der eii^elüen Ausschüsse, obgleich sie recht vermögend sind, Ehr en.ho no- rare in Höhe von mehreren tausend Mark gefordert und auch erhalten haben. Diese unerfreulichen Erscheinungen haben anscheinend dazu geführt, daß der verdiente Oberschützenmeister Adolf Jung zugleich mit dem ersten Schützenmeister Georg Roth ihre Borstandsämter niedergelegt haben. Eine Neuwahl findet am 26. Juni statt.
h. Schwanheim a. M., 20. Juni. Am 29. Juni feiert der hiesige Vorschußverein das Fest seiner gol- oenen Jubelfeier.
wandern und Reisen, Bäder und Lomniersrischen.
— Salzungen, 20. Juni. Bis heute sind 1492 Personen zur Kur hier eingetrofsen.
Nvrdseebad Düsunt (Holstein). Die Ferien-Svnder- züge erleichtern und verbilligen die Badereise ganz bedeutend, denn in Hamburg werden gegen Vorzeigimg der SonderMig-Rück- fahrLartet: Sonderrückfahrkarten nach Büsum für 6,80 Mark mit gleicher Zeittxmer verabfolgt. Dieselbe Erleichterung wird auf allen übrigen deutschen Eisenbahnen in den 'Ferien-Soüderzügen zu Beginn der Schulferien gewährt.
Schweiz: Die kleine Touristenkarte ist soeben in neuer Ausgabe erschienen und enthält nebst dein Tarif unb dem Plan der vom 1. Juni 1913 an gültigen Generalabonnemeuts praktische Tourenvorschläge mit Kostenmu^abe und andere wissens- inerte Hinweise über das Reifen in der Schweiz. Die Abgabe erfolgt gratis durch die Amtliche Auskunftsstelle der Schweizerischen Bundesbahnen im Internationalen öffentlichen Verkehrsbureau, Berlin W. 8, Unter den Linden 14.
Vermischter.
* Nase nv vertat io ne n zur Beseitigung von Kopf- s chmerzen. Dr. Fröse-Hannover muckst in der „Deutschen Mediz. Wochenschrift" daraus aufmerksam, daß Kopfschmerzen, ja sogar nervöse Herzerkrankungen, durch Nasenkranfl-eiten (Polypen, Vergrößerungen der Nasenmuscheln nsw.) verursacht sein können und dtrrch eine Operation prompt beseitigt werden.
Mattle.
Gießen, 21. Juni. Marktbericht. Auf beutkgem Wochenmarkte kostete: Butter das Pkund 1,05—1.15<Dlf„ Hübnereier 1 Stück 7—8 Dig^ 2 Stück 0 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Pfg., ®anfeder iet 12 Pi., Sifife das Stück 6—8 Pfg^ Käsematte 2 Stück 5—6 Pfa Tauben pr Vr. 0,80-1,00 Mk^ Hühner vr. St. 1,00—1.60 Mk' Hahnen vr. Stück 1,50—2,50 Enten pr. St. 2,00-3.00 Mk' ®.anj6 daS Pfd. 00-00Ochsensteisch pr. Md. 92—100 Pfg'' Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Pf^ Kuhfleisch 80 Psg^ Schweine, stetsch pr. Psnnd 84—100 Pfg^ Kalbfleisch pr. Psd. 94—98 Ma
N SLb- 7.0-N US" Kartoffeln pr. 100 fig. 5.00 bis MO 9311, Weißkraut das Stück 00 bis 00 Pfg^ Z,viebeln per
Ztr. 0,00—0,00 Mk., Milch das Liter 22 Pr'g^ Rüffe 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk* Birnen das Piuud 12 bis 15 Psg., Aepfel der Zentner 00 bis 00 Mk. Marktzeit von 7 bis 1 Nhr.
Vüchettisch.
— Reklame, ihre K u u st n d W i s s e n s ch a i t. Als eine anregende Lektüre, unterhaltend itnD belehrend, als ein wirklich gelungenes Handbuch für Industrielle, Kaufleute und Ki'mstlcr stellt sich ein Werk dar, das schon durch auftergemöhnlich vornehtue Ausmachung Achtung den Lesern abnötigt. „Tie Reklame, ihre Kunst und Wiffenschasl", herausgegeben von Paul Ruben, Verlag für Sozialpolitik, G. m. b. £), Berlin W 57, Potsdamer Straße 91, stellt sich als ein wissenschaftlich durchdachtes Werk dar, das in Wort und Bild allen Reklame-Verbrauchern nur empfohlen iverden kann, lieber 360 Seiten Text — an dem der Herausgeber deu größten Anteil hat —, die ethische, volkswirtscbastlicbe und plaktiiche Bedeutung der Reklame abhandelnd, unterrichtet den Leser mit mehreren hundert mustergültigen Illustrationen, wie er seine 9teklan:e einmandssrei und nutzbringend gestalten kann. Tas Werk hebt sich von allen ähnlichen Büchern überaus vorteilhaft ab, es spiegelt die Erfahrungen wieder, die der Herausgeber in langjähriger wissenschaftlicher und praktischer 9lrbeit gewonnen hat und die nntzuteilen er berufen erscheint. Reben dem Herausgeber haben Reklame-Fachleute, Jurisleu^ und Künstler sich in den Dienst dieser dankenswerten Aufgabe gestellt. Besonders wertvoll aber, geivissernwßen empfohlen wird dieses Buck: durch das Geleitwort, welches kein geringerer als Professor Tr. Viktor Mataja dem Buch mit aus den Weg gegeben hat. Exzellenz Mataja ist in beiden Welten als der fachwissenschastliche Gelehrte für Reklame bestens bekannt.
Die nach- A aihtIa sind ani Sonntag, 22. Juni 1913, stehenden XaüIxsIv von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts, nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: Dn/6
Dr. Steinreich, Neuen Baue 25.
__Dr. Stuhl, Sttd-Anlage 7.
Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 22. Juni sicher anzutreffen : D ”/6
Zahnarzt West-Anlage 1.
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Verantwortlich für „Aus Stccht und Land" :. V.: K. N e u r a t h.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen.
+ 19,1 ° + 14, 2 0
19.
19.
Höchste Temperatur am
Niedrigste , ,
Niederschlag: 8,7 mm.
ms
Ter Wartburg-Verein lWetzsteinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend einen Lese- und Spielabend, jeden Diittwochabend eine Turnstunde und jeden Donnerstagabend eine Bibelstunde.
Das Bibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten findet statt int Johannessaal, und zwar jeden Mittwoch um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilung. Das Bibelkränzchen für Schülerinnen
Evangelischer Gottesdienst.
Lollar: Sonntag, den 22. Juni vormittags 10 Uhr. Daubringeu: Sonntag, den 22. Juni nachmittags l1/» Uhr.
Pfarrassistent Kl»uael
Katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 2 1. Juni:
NachnckttagS um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beichte.
TLivchliche Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 22. Juni, 5. nach Trinitatis.
Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Zugleich Christenlehre für die Nenkonfirmierten aus der Markllsgemeiilde.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Adolph.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.
Piarrassistent H o f s m a n n.
3n der Johanneskirche.
Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausseld.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgeineinde.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer B e ck: t o l s h e i n: e r.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r.
Freitag, den 27. Juni, abends 8 Uhr, hält im Johannessacil Missionar Held aus Ostafrika einen Vortrag über die Mission in Ruanda.
Müller'sche Badeanstalt.
W a s s e r w ä r m e d e r L a h n a m 2 1. I u n i; 16° ll.
höherer Lehranstalten aus der Johannesgemeinde ist jeden Tiei^tag 6 Uhr im Johannessaal.
bis 20. Juni , 20. ,
„ um 8 Uhr: Austeilnng der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ MN 11 Uhr: HI. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht mit Segen.
Abends um 8% Uhr: Konstautin-Feier mit Vortrag des H. P. Lippert aus München und Festspiel Konstantin der Große.
Gottesdienst in der Diaspora.
Sonntag, d e n 2 2. I u n i:
In Grüuberg um 91/, Uhr.
In Hungen um 9'/, Uhr.
Meine Muttev hat furchtbar gelitten.
EinvorzüglichesMittelhatihrHeilunggebracht.
Meine Mutter hat mich beauftragt, der Zeitung zu schreiben, um öffentlich den hervorragenden Wert anzuerkennen, welchen ein Mittel hat, das sie roieber vollkommen hergestellt hat. Es war das einzige, was ibr je geholfen hat. Jahre hindurch hat sie e::tsetzlich gelitten. Cnn Arzt nannte es Ischias, ein anderer Glitcherschmerzen und ein dritter Rheumatismus. Ihre Köpft sckMerzei: mären geradezu unerträglich. Die Erleichterung, Die sie durch das erwähnte Mittel erhielt, war eine sofortige, um) wir hoffen, daß sie jetzt wieder vollkommen hergestellt ist.
Wenn sich jeher Leidende die Mühe machen würde, sich aus der nächsten Apotheke dieses Mittel, genannt Kephaldol, zu besorgen, so wäre auch ihm geholfen. Zwei Tabletten verursachen Sofortige Erleichterung, und war es für meine Mutter nutzt not-^ wendig, alle Tabletten zu nehinen. Mein Vater litt bamal» gerade an Influenza, und die übrig gebliebenen Tabletten firnertcn ihn vollkommen. " ltiv 's .
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Sonntag, den 22. 3 uni, 6. Sonntag nach Pfingsten:
Vornnttags von 6'/, Uhr an: Gelegenbeit zur hl. Beichte.
, utn 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
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