Ausgabe 
19.2.1913 Zweites Blatt
 
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über die Unruhe

und

p r e n fi i f d) c n

in aßen ober fast noch mehr

verbessert nicht nur

und zwar

Kosten: die Ber- über den

aufwendungen wird auf die Anlcihcgcsetzc verwiesen, sollen aus Anleihen insbesondere bestritten werden die für die Anlage zweiter und weiterer Meise, für mehrung des Fuhrparks der bestehenden Bahnen Ersatz der Wertminderung hinaus,

für den Ausbau von Nebenbahnen zu Hauptbahnen

meinsdwftsvcrwaltung bezeichnet. Das Wort des Herrn Abg. Osann, wonach die Eisenbahneinnahmen, ein Eckpfeiler des

als ob die Frauen desto höher bewertet würden, je naher sie wirklich oder scheinbar der Periode der Jugend stehen.

In dieser raffinierten, ängstlichen Sorge um die Er­haltung des Scheines der Jugend geht viel kostbares Gut an! Zeit, Willenskraft, Gedankenarbeit und schließlich auch an Geld zugrunde: denn die sorgsamste Kosmetik kann die! natürlichen Altcrserscheinungen doch nur eine kurze Spanne! Zeit hintanhalren oder wegtäuschen Statt vergangener Jugend in Sehnsucht nachzuträumen, sollten die Frauen, die shinft zu altern erlernen; denn ein Alter in oKmuß- fähigkcit und Lebensfrische ist erlogener Jugend vorzuziehen.:

Ter große Fraucndichter Goethe ist das leuchtendste Beispiel für diese Kunst zu altern: er hat es mehrfach in Dichtung und Wahrheit ausgesprochen, daß sich ihm erst in reiferen Lebensjahren Welt und Natur so recht erschloß, und daß er für alles frohe, gedankenlose Genießen der Jugend nicht jene glückliche Beschaulichkeit hergebe, die dem gesunden Alter eignet. Von ihm könnten die Frauen lernen, i sich die frische der Jugendjahro so tief wie möglich ins

Ater hinein zu bewahren. ''

Hierfür ist es das Hauvterforderurs, daß den Gefahren Kräftigungsmittels für das körperliche Wohlbefinden, die der Frau im mo» Die Darreichung dieses Präparates

Die Eisen-Sorna tose ist eine Verbindung des bewährten -------Somatosc mit organischem Eisen.

für den Äusbau und die erstmalige Ausrüstung der Bahn-- anlagen beim Uebergang zu anderer Betriebsweise.

Und nun nur noch ein Wort zu der wieder ange-- f d) n i 11 c n c n Revisionsfrage. Es ist hierzu Auskunft gewünscht worden, ob die Negierung auch jetzt noch auf dem Standpunkt stehe, daß sie fick) mit dem Ersuchen um Vorlage von Material zur Klärung der Frage erst auf ein übereinstim­me ich es Ersuchen beider Kammern und nicht schon auf ein einseitiges Ersuchen der Zweiten Kammer befassen könne. Ich bestätige, daß td) diesen Standpunkt vertrete. Das Ersuchen Tun Vorlage jenes Materials bedeutete seinerzeit ein Partei- Kompromiß als Waffenstillstand und vorläufiger Ausklang der Revisions-Erörterungen nach dem außerordentlickieii Rückgang oder richtiger völligen Verschwinden von Betriebsüberschüssen der Ge- memschasl im Jahre 1908. Tie Verhältnisse haben sid) inzwischen wesentlich geändert. Unsere Ueberschußanteile sind höher ge­stiegen als je zuvor. In mühsamer Arbeit hat sich,die Frage der Tilgung unserer Staatsschuld gesetzlich ordnen lassen. Diese Errungenichaft beruht allein auf bem Bestehen der Hessisch-Preu­ßischen Eisenbahngemeiuschaft. Schon der Wortlaut des Art. 4 Abs. 1 des neuen Tilgungsgesetzes stellt dies fest, indem er als Eisenbahir-Reiueinitahme unseren Anteil am Neberschuß der Ge-

ßbr.

. - . _____ ____________t____!

Wenn Frauen altern.

Es ist in letzter Zeit wieder viel Wahres und Falsches über da.'gefährliche Alter" der Frauen geredet und ge­schrieben worden. Die Furcht vor dem Älter oder dem frühzeitigen Altern beherrscht wirtlich nod) weite Kreise der Frauenwelt und äußert sich oft in dem Bestreben, um jeden Preis den Schein der Jugend zu wahren. Fast,

Präsident Köhler: Meine Herren (ich muß den Redner leider unterbrechen), es sind vielfach Klagen l' . .. ____

des Hauses laut geworden, die ort derart ist, daß dadurck) der stenographische Dienst wesentlich erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht wird. Auch die Herren auf der Journalistentribüne sind ganz außerstande, den Verhandlungen zu folgen. Id) bitte Sie also in Ihrem Interesse, Privatunterhaltiingen zu vermeiden. Wir haben ja draußen die schönen Wandelgange.

Abg. Wigand fStr.) fährt fort und spricht eine Reihe von SoNdcrwünschen aus.

Aba. Singer (Ztr.) bringt gleichfalls Wünsche von lokalem Interesse -C2.

Abg. Tamm (F. Vp ) spricht über die Verbindung zwischen Friedberg und Frankfurt. Im Interesse der Konzertbesucher bit'et er den Zug 10,10 Uhr ab Nauheim erst 10,20 Uhr ab­gehen zu lassen.

Abg. Urstadt iF. Vp.): Trotz der letzten Lohnaiffbcssc rungen ist eine wirtschaftliche Notlage der Eisenbahnarbeiter vor­handen. Tie Eisenbahnarbeiter sind bedeutend schlechter bezahlt als die Telegraphenarbeiter, mit denen man sie am ersten Her gleichen lanw Sie sind auck? in Hanau z. B. besser bezahlt als in Gießen, trotzdem die Lebensverhältnisse in beiden Städten gleid) sind. Um die Teuerung wieder auszugleichen, wäre eine Lohn erhöhung von 20 Prozent erforderlich. In Württemberg und Baden sind die Durchschnittslöhne bedeutend hoher als in Preußen- Hessen.

Außerdem könnte den Arbeitern Ausbesserung verschafft werden durch Bezahlung der Feiertage, die nicht au) einen Sonntag fallen, durch reichlichere Gewährung von Freisahrkarteu, durch Abtretung ausrangierter Mäntel des Fahrpersonals. Alten, bewährten Ar­beitern, die nicht ins Beamtenverhältnis gelangen können, sollte ein besonderer Alterszuschuß gewährt werden. Höher bezahlte Posten dürfen nicht als niedere weitergeführt werden, was schließ lich noch bei der Pensionierung Nachteil bringt. Das Krankengeld bei Krankenhausbehandlung müßte von 1 '> auf Vt und bet unver­heirateten von V, auf 11 erhöht werden. Bei Satzungsänderungen der Krankenkassen müßte statt/s, 2 3 Majorität gelten

Der Redner bespricht dann noch das Bersammlungsoerbot der Direktion Mainz und den Erlaß der Direktion Frankfurt-über die Einreichung der Tagesordnungen für Fachs ercinsiitzungcn und weist diese Beeinträchtigung des Koalitionsrechts zurück. Die

3. Sie bestreiket ferner alle Ausgaben für die Unterhaltung der im Gemeinschaftsnetz vorhandenen baulichen Anlagen, Fahrzeuge, Geräte und maschinellen Einrichtungen.

4. Sie übernimmt außerdem sämtliche Kosten für die Er­neuerung und den Ersatz abgängiger oder zerstörter An­lagen, Betriebsmittel, Maschinen und Geräte.

5. Sie trägt zu Lasten des Betriebsfonds grundsätzlich aud) den Aufwand für alle Erweiterungsbauten, deren Kosten den Einzelbetrag von 100 000 Mark nicht übersteigen und für die in Preußen besondere Zentralfonds nicht bestehen. Was gerade dieses Verfahren, auf das am vorigen Mitt­woch bereits Herr Abg. Cfann hingewiesen hat, praktisch zu­gunsten von Hessen bedeutet, zeigt deutlich der Gemeinschafts- -tzrt für 1913 Tort sind die aus dem Betrieb zu deckenden Kosten erheblicherer Ergänzungen mit Beträgen unter 100 000 Mk. veranschlagt für die hessischen Linien auf rd. 905000 Mk., für die preußischen Linien auf rd. 14600000 Mk. Nach der Streckenlänge würden auf Gemeinschoftskosten für Hessen nur etwa 500000 Mk. zu verrechnen sein, während die Mehr­beträge bis zur Gesamtsumme von 905 000 Mk. ohne jene 100 000-Mark-Bcstimmung zu speziell hessischen Lasten gehen, also unsere Staatsschuld vermehren müßten.

Der nach Abzug der genannten Aufwendungen von den Be­triebseinnahmen verbleibende Betrag stellt den Betriebs - Überschuß dar, der unter beide Staaten zu verteilen ist. Aus den Anteilen an diesem Neberschuß sind in Hessen wie in Preußen noch die öffentlichen Abgaben und die Zinsen der Eisenbahnschuld zu decken. Der Rest der Ueberschußanteile steht für die Schulden­tilgung und für sonstige Zwecke zur Verfügung-

In Hessen wird nackt der am 1. April in Kraft tretenden Mgelung der Ueberfchußrest verwendet:

1. mit den im^ Tilgungsgesetz vorgesehenen Beträgen zur Til­gung der Staatsschuld,

2. mit dem dann verbleibenden Rest zur Auffüllung des Aus­gleichs- und Tilgungsfonds auf den Betrag von 8 Millionen Mark und

3. mit den hiernach noch etwa verfügbaren Beträgen zur Bildung einer Ueberschußrücklage, d. h. eines weiteren Restefonds, der mit dem Restefonds des Kap. 1 unseres Budgets nicht identisch ist, zur Verfügung der gesetzgebenden Faktoren.

Nach der geschilderten Ordnung der Dinge wird das getarnte Netz der vereinigten hessisch-preußischen Staatsbahnen in seinem wirtschaftlichen Wert aus Mitteln des Betriebs nicht nur dauernd erhalten, sondern noch erheblich verbessert. Tas gilt in gleicher Weise für den Bestand an Fahrzeugen und an fonttigen Betriebs­mitteln. Tie Aufwendungen beider Staaten aus eigenen Mitteln beziehen sich danach nur auf solche Fälle, in denen bestehende An­lagen erweitert und die Bestände des Fuhrparks verstärkt werden. Diese nachträglichen Kapitalaufwendungen verbessern somit das Anlagekapital der Linien, die jeder Staat in die Gemeinschaft eingeworfen hat. Sie sind in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung den Anlagen der Erwerbskosten für solche Strecken gleich zu achten, die der Eisenbahngemeinschaft neu zugel-en.

Die Entscheidung darüber, welche Ergänzungsanlagen auf den hessischen Strecken im Betriebs- und Verkehrsinteresse er­forderlich sind, und in welchem Umfange die Betriebsmittel vermehrt werden sollen, steht nach dem Staatsvertrag der preußi­schen Regierung zu. Sie ist nach Artikel 12 Abs. 4 befugt, solche Anlagen und Beschaffungen für die hessischen Strecken für eigene Rechnung auszuführen, wenn Hessen die Mittel dazu nicht zur Verfügung stellen will. Bei einer etwaigen Auslösung der Gemeinschaft nach Artikel 21 des Staatsvertrags-würden der­artige Aufwendungen Preußens für das hessische Staatsbahnney von Hessen zurückerstatten (ein.

Der eben besprochene außer ordentliche Aufwand für Sonder- rechnung der beiden Staaten wird in Hessen nur aus An­leihen, in Preußen dagegen auch aus dem Extraordinarium und aus den zugehörigen Zentralfonds bestritten.

Preußen deckt, wie bereits erwähnt, schon seit Jahren einen erheblichen Teil seines JnvcstitionsaufwandS aus dem Anteil am Betriebsüberschuß. Durch eine in Preußen 1910 getroffene Etatsvereinbarung ist dann dieses Extraordinarium nach oben fest begrenzt worden, insofern dem Ueberschußanteil für Jn- vestikionszwecke vorläufig nur bis 1,15 Prozent des statistischen Anlagekapitals, aber immerhin mindestens 120 Millionen Mark, entnommen werden. Ter Rest der außerordentlichen Kapital-

den Hämoglobingehalt des Blutes, sondern wirkt anreget,' auf alle Organe, bic zu intensiver Sauerstoffcutftiahmc per zwangen werden. ' In Verbindung mit den vom .trörpt* leicht aufgenommenen Eiweißstoffen (Albnmosen der Somr tose mirb das Eisen wirklich dem Blute zugeführt 3d)f.« nach kurzem Gebrauch wird der Erfolg bemerkbar. M der Zunahme des Hämoglobingebaltes im Blute schwinde Mattigkeirs- und Schwächegenchl, nervöse Erscheinung '- nsw. Andererseits steigert sich der Appetit, die Verdamm wird geregelt und das Allgemeinbefinden imb der firäf» zu st and gebessert. Diese Besserung erkennt man auch äußer lich in frischem Aussehen, Muskelansatz, Gewichtszunohan und bei mageren Personen in Ohntbunq der Formen, ob« - daß es zu unschöner Fettbildung komim Dabei ist Wffl Eisen-Somatose von allen schädigenden Nebeneinflusser elf Zähne und Magen srei. Erfahrene Frauenärzte empfehl'" f |te deshalb als dasideale Kräftigungsmittel für Frauer I

Frauen, die bei den ersten leichten Störungen des 90 gemeinbefindens von der Eisen-Somatose Gebrauch wacher und hygienisch leben, brauchen der enteilenden Jugend ni»> nachzutraucrn: denn sie werden sich bis ins hohe 91 1

die Genußfähigkeit, die K'örvcr- und Geisteskraft bewahr^ ; und auch dann noch die Fädigkeit besitzen, ein schönes um ! nutzbringendes Leben zu führen.

Man verlange die Eisen-Somarosc in der nächsten » theke oder Drogerie in der neuen flüssigen Form zu 2.75 » " die Originalflasche, die sich durch ihre bequeme Anw.n dungsweise besonders empfiehlt. Nachahmungen, die j Ersatz oder ebensogut angeboten werden, weife man 8UrtC .1 Es gibt keinen wirklichen Ersatz für Eijen-Somotosc. <- <- J

Hauptversammlung de; Deutschen Handelslager.

~ Berlin, 19. Fcbr.

Der Deutsche Handelstag, die amtliche Vertretung des beut sehen Handels, dem sämtliche deutschen Handelskammern, ht Korporation der Aeltcstcn der Kautmaunschast ;n Berlin ud verschiedene andere kaufmännische Vereinigungen und ftorfo» rationell angeschlossen sind, trat heute hier zu seiner 37. Vol- vcrsammlung zusammen. Auf der Tagesordnung bet diesiährHq» Vollversammlung steht in erster Linie die L e u ch t ö l f r a gr, ferner die Konkurrenzklausel im Handelsgewerbe, tu Arbeitszeit der Arbeiterinnen, die Vertretung von Industrie url Handel in den Ersten Kammern und der Verkehr mit Nahruvpz und Genußmitteln Die Vereanblungen finden unter dem Voost des Präsibcnicii des Deutschen Reichstaas, Stabtättesten Ix Kaernps iBerlin) statt. Als Vertreter des Reichsamts des Inner? nimmt Staatssekretär Delbrück, als Vertreter des Preußischer Ministeriums für Handel und Gewerbe Minister Dr. 5tibrt an den Verhandlungen teil.

Ein Sonderausschuß hat sich bereits mit der Leuckstölfrag befaßt, und im Dezember v. I. bat der 9lusschuß in folgenter Erklärung zu der Frage Stellung genommen, die sich der Deutschi Handelstag voraussichtlich zu eigen machen wird:

Ter Ausschuß hält die Stellung, welche die Standait Oil-Company unter rücksichtsloser Bekämpfung unb 8e feitigung von Wettbewerbern erlangt bat, für durchaus unerfrm lich. Indessen ist er der Ansicht, daß für die Versorgung Teutiü lanbs mit Leuchtöl keine so erheblichen r^cfafTrcn bestehen, « eine so einschneidende Maßregel, wie die Einführung eines ilar. - lichen Leuchtölmonopols zurzeit gerechtfertigt erfdicint. UebetW ist es fraglich, ob eine Monopolverwaltung Deutschland zu me drigeren ober auch mir zu den gegenwärtigen Preisen mit fr troleum versorgen könnte. Ans diesen Gründen spricht sich cer Ausschuß gegen den vorgelcgten Entwurf aus.

Berichterstatter zu der Frage ist der Vertreter der Sübedei Handelskammer, Senator Eschenburg 'Lübeck).

Zu dem ThemaDie K o n k u r r c n z k l a u s e l im Handels geiverbc" wird der stellvertretende Vorsitzende der Hambliron Handelstammer Edmund Bo bleu Hamburgs berichten, 'i Frage der Arbeitszeit der' Arbeiterinnen berichtet cbenfatli ein Mitglied der Hamburger Handelskammer, Direktor 3 di m ft. sahl Hamburg). Zu dem ThemaVertretung von Jndußtik und Handel in den Ersten Kammern" berichtet der Verleger t~ Kölnischen Zeitung", Geh. Kommerzienrat Dr. Neven 1 Mont lKöln). Den letzten Punkt der Tagesordnung, ..Verkk» mit Nahruugs- und Genußinitteln" erörtert Direktor Kacmi f e r t (Halberstadt). Hierzu liegt folgende Erklärung des schusscs vor:

1. Der Bundesrat ober das Kaiserliche Gcsuiidhcitsa« ist mit der Befugnis auszustatten, darüber zu entscheiden, unr-: welchen Bedingungen bestimmte Nahrungs und Genußmittel fl beanstanden sind. Zur Vorbereitung der Entscheiduitg find « ausreichendem Maße Praktiker, also Nahrungsmitteliabrikanii und Händler, auf Vorschlag bei zur Vertretung von Zubut» unb Handel berufenen Körperschaften zuzuziehen 2 Bei N> folgung von Ucbertrctungcn der Bestimmungen über deu Verktft mit Nahrung? und Genußmitteln soll bic Polizei verpflichtet f* vor Abgabe der Akten an die Staatsanwaltfchaft gcmerblii» Sachverständige oder die zur Vertretung von Jndustric ui3 Handel berufene Körperschaft anzuhöreu. 3. In Fällen fafcr lässig er derartiger Ucbertretungcn soll es zulässig sein, daß Ä Polizei sich auf eine Verwarnung beichränkt."

dernen Leden drohen, möglichst vorgebeugt oder deren Wir kung adgeschwächt wird. Tie hoh^n Anforderungen, die an die Frau gestellt norden, mag sie nun ihre schwere Auf gäbe als Gattin und Mutter erfüllen, oder in den Strudel ; des Erwerbslebens gerissen sein, bedingen eine gesundheits­gemäße Lebensweise und rationelle Ernährung, falls der Körper nicht frühzeitig erliegen soll Den intensiven An- I streu gütigen der Frau im madernen Leben mit dent großen

den Ausschüssen erweitern. Tic gute Finanzlage sei kmuvtsächlih den Eisenbahnerträgniffen zu verdanken. Ta fei es Pflicht, f£r die Leute zu sorgen, die bic milchende Kub hegen unb pflegen.

Abg. Grünewald Fr Bv. behanbelt die^Koufuukturve:- bältniffe, die er noch als anhaltend bezcickmel. Die Sloniunttur konnte aber nicht so ausgenuyt werden, rote cs wün'chinswcrr roärc, da bic Eisenbahnen versagt haben Unsere Regierun; hätte allen Grund, auf diese Zustände ibre Auftnerksamk-it u lenken Der Redner geht bann am die Verhältnisse der 2trcd* G i c ß e nF ulda ein. wo die Einglcisigkeit zu Umuträgu* leiten geführt habe, denen durch die sog. Ueberbolungsglcife nuc unvollkommen abgeholfen würde. Abg. Grüncivold bcvricht bani eine Anfrage, bic er unb fein Fraktiouskollege Urftabt im Früh fahr v I geftellt habe. Tiefe Anftage betrifft eine geplant- Umgebung per Stabt Gießen bei dein Bau einer Baku- Tiefe Anfrage sei nur mit dem Bescheide beantwortet worbe,, daß die Verhandlungen noch nicht abaefcbloffcn_icien. ^d> weiß baraui bin. daß wir in Gießen schließlich zur S el b ft b 111 e>ii griffen haben Auch müsse der Verkehr aus dem ÖinH,! land Gelegenheit haben, sich mehr nach Gießen zu menfoi Ferner befurchtet man in Gießen, daß eine n c u c V e r bijfll dungsbahu, die preußifcherseits errichtet werden soll, zu,' i Nachteil von Gießen ausgestaltet werden könne. Hieraus moth? ich die Aufmerksamkeit der Regierung lenken. Ter Redner tirit: bann für eine Besserung der Verbindung zwifche, Gießen und Frankfurt ein.

Abg. Molthan Ztr. Nack einer Ausführung über bt Konjunktur geht der Redner besonders schart am die ablehnend Haltung des Finanzministers in bezug aut bic Revision b^ Eisenbahnvertrages ein. Die Regierung muß ein Verständnis iür die Wünsche der Kammer haben und bart sie nicht mit einen glatten Nein beantworten. Tas Material, bas verlangt tvib, muß die Regierung beschaffen. Wir werben uns bas Recht, hii Eifenbahnwünsche zu äußern, nickst nehmen lassen Die Tatfaä« einer erhöhten Quote bart nicht von einer Revision abhalte?, sondern im Gegenteil zu einer Revision führen

Abg. Brauer 'Bbd äußert Sonderwünsche.

Aba. v. Helmolt (Bbd. stellt gleichfalls einige Wuusibe.

Präsident Köhler: Es ift der Wunsch geäußert loorba, einen Postkasten int Hause anbringen zu lassen. Ich will sogar nodb weiter gehen und sogar einen Markenautomaten beantragen. Bravo.

Abg. Dr. Hevdenreich 'natl. spricht Dünsche aus.

Schluß der Sitzung um 1h Uhr. Fortsetzung morgen 9 Uhr

In der vorigen Woche ist erneut von einem Mitglied des I Hauses betont worden, baß das Revisionsbegehren u. a. baram | gerichtet bleibe, das vertraglich bestehende Tcilungsvcrhältnis zu ändern. Es ist nicht ohne Interesse, daran zu erinnern, daß schon vor gerade vier Jahren mein Herr Amlsvorgänger irt diciem Hause darauf hinwies, daß eine Revision des Vertrags in Oiejcm selbst nicht vorgesehen sei und also lediglich abhängig sein würde von einem freinnUigen Eingehen des anderen Bertragsteiles am Billigkeitsgründe. Er setzte hinzu, daß etwaigen Bemühungen Hessens in dieser Richtung kein Vorschub geleistet werde durch rine vertiefte önentliche Erörterung, unb er erklärte am 30. März 1909 in dem anderen Haufe:

Wenn ich in der Beziehung einen Wunsch zu äußern hätte, so wäre es nur der: Rebel nickst ohne Not van dem Vertrag, redet nicht für ihn, redet nicht gegen ihn, provoziert keine Er­örterung darüber." _

Von fast noch größerem Jntcrefse ist es, wenn damals verr Abg. Molthan neben entschiedenem Eintreten für die Idee der Erhöhung der heffifchen Teilungsziffer sich zu jener Zeit doch nieberholt dahin äußerte, baß cs einenrecht problematischen Wert" habe, sich über diese Frage ausiührlick) zu äußern, und daßAusführungen darüber im allgemeinen nur den Wert aka­demischer Erörterungen besitzen".

DaS war damals schon sehr zutreffend und ist es heute an­gesichts des glänzenden Aufstiegs unserer Ueberschußanteile, so­wie dem ständig gewachsenen Entgegenkommen gegenüber hessi­schen Wünschen, soweit sie berechtigt sind, noch sehr viel mehr.

Um so nachdrücklicher bin ich aber auch veranlaßt, darauf hinzuweifen, wie schwer unser Staatshaushalt und unsere wirt- schastlicheu Interessen durch ein aud) nur unkluges Verhalten erschüttert werden könnten. Einem solchen Vorwurf würden wir uns aber aussetzen, wenn das Verlangen des gcwünichtcn Mate rials geeignet wäre, eine Situation zu schaffen, die dazu führen könnte, das Gemeinschaftsverhältilis zeitweise ober gar dauernd auflösen ober auf der anderen Vertragsscitc den Wunsch zei­tigen zu lassen, daß das Teilimgsvrrl)ältnis gegen bisher z um Nachteil von Hessen geändert werbe. Angesichts ber Möglich­keit berartig schwerer Folgen müßte ein Eingehen selbst auf ein überein stimmendes Ersuchen beider Kammern höchst bedenklich sein. Aus Grund aber gar eines nur einseitigen und womöglich im Widerspruch mit dem anderen Hause erfolgenden Er- fucheils nur einer Kammer vorzugehen, ist für mich unter allen Umständen gänzlich a u S g e s ch l o f s e n.

Abg. Henrich >F. Vp.) bringt einige Wünsche vor, besonders inbezug auf die Verbindung zwischen Front,urt und Groß-Um- stabt: FranlfurtGoddelau ust" Ter Redner behandeli bann die Lohnverl/ältnisse. Als Ersatz für die b.schränkte Koalitions­freiheit der Eisenbahnarbeiter muß ihnen eine ?lrc Bcamtenstcllung zucrlanut werden. Der Redner geh. daun aus die Ausführungen des Finanzministers ein. Ich mödste Vorschlägen, daß. d e Ver- lehrswünsck.e nidst durd; einen Automobilbeirieb befriedigt werden, fondcru durd; Eleltrizität, da wir jetzt ja in allen drei Provinzen elektrische Kraftzentralen hoben. Es wäre interessant, einmal eine Kostenaufftcllung über die Einführung elektrischer Klein­bahnen zu erhalten. Ich bin überzeugt, daß nicht so Hobe Summen wie bei einem Äutomolilöerrieb heraustommen würden. Tas Revisiousbegehren gründet sich aus Umleitungen, die der alten Ludwigsbahn gegenüber erfolgt find, und die jetzt zurückgeleitel werden. Wir dürfen diese Wünsche nicht unterdrücken, do sie nun einmal vorhanden sind.

Abg. Wigand (Ztr., sprickn dem Finanzminister Dank dafür aus, daß er für den Aittomobilocrlehr eintritt. Er tann sich nicht in dieser Beziehung den Ausführungen des Abg. Henrich anschließen. (Tas Haus ist sehr unruhig.)

Verbrauch an Nerven- und Körperkraft steht aber meist eine unzweckmäßige Lebens- und Ernährungsweise gegen­über. Das ist die Ursache, weshalb die Nervosi:äl unter den Frauen immer mehr zunimmt, daß Appetitlosigkeit, Ver­dauungsstörungen, Bleichsucht und Blutarmut oft die Le­bens- und Arbeitsfreude beeinträchtigen, daß frühzeitiges Welken der körperlichen Schönheit und Erschöpfung der Genußfähigkeit emtritt.

Diesen Gefahren gilt os rechtzeitig vorzubeugen Nicht nur bei ernsteren Erkrankungen, sondern ständig muß die Frau darcruf bedacht fein, ihren Körper frifch und wider­standsfähig zu erhalten. Neben genügender Bewegung in frischer Luft, zweckmäßigem Sport ist das Hauptgewicht auf die ungestörte Funktion der Organe, insbesondere des Ma­gens und Darms zu legen. Als ein Mittel, daß Appetit und Verdauung mächtig anregt, die Blutbildung fördert und den Kräfte^ustand des Körpers h.bt, ist die Eisen- Somatose nach Dem Zeugnis der namhaftesten ärztlichen Forscher unübertroffen

hc v-m iiuuviu uiHuumcii. cm vCv, Eisenbahnarbeiter verzichten freiwillig aus klarer Einsicht in die

Slaalshaushalts geworden sind, gilt gleicher Staatsnotwenoigkeit auf das Streikrecht. Dafür sollte man ihnen ioch mehr für den hessischen Staatshaushalt. I sonst möglichst entgegentommen, und z. B. auch ihre Rechte bei

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