richte, und der Bericht des GenerMabs werden nach dem Friedens- schluß in Form eines Rotbuches bekannt gegeben.
Eine türkische Darstellung der letzten Seeschlacht.
Konstantinopel, 21. Jan. Nach Schilderungen türkischer Blätter und Mitteilungen von Zeugen der Seeschlacht am 18. Januar lief bie türkische Flotte aus den Dardanellen aus, um den „Aweroff" in der Bai von Mndh- ros zu überraschen. Der „Awerosf" war jedoch bereits auf offener See. Wie es heißt, ist die griechische Flotte toon dem Auslaufen der türkischen durch einen russischen Warendampfer benachrichtigt worden. Die Panzerschiffe „Barbarossa unb „Torgut Reiß" eröffneten in einer Entfernung von acht Meilen das Feuer. Ein Geschoß des „Aweroff" traf den „Barbarossa": das Geschoß flog in den Speisesaal der Offiziere, wo es explodierte. Eine Anzahl Matrosen und einige Offiziere wurden hierbei getötet und verletzt. Die Explosion verursachte einen Brand, der bald gelöscht war. Nach der Explosion unterbrach der „Aweroff" auf zwanzig Minuten das Feuer. Inzwischen nahm der „Torgud Reiß" neben dem „Barbarossa" Aufstellung. Beide Schiffe eröffneten das Feuer auf den „Aweroff", gegen den sie Breitseiten abgaben. Man bemerkte bald eine große Bresche am Hinterteil des „Aweroff", dessen Haupt- mast stürzte. Währenddessen griff der Panzer „Meffubije" bie griechischen Torpedoboote an, denen er großen Schaden zufügte. Die türkischen Torpedobootszerstörer gingen sodann zu einem allgemeinen Angriff über und schlugen die griechischen Torpedoboote in die Flucht. Die türfv scheu Panzerschiffe kehrten hierauf in den Eingang der Dardanellen zurück.
Auf türkischer Seite wurden in dem Seekampfe vier Offiziere und 48 Matrosen des „Barbarossa" verwundet, außerdem sindvier Offiziere und 27 Soldaten tot. Der Sultan ließ den Verwundeten Grüße übermitteln und Geschenke überreichen. Alle verfügbaren Werkstättenschiffe wurden in die Dardanellen entsandt, um die Schäden, die.lder „Barbarossa" erlitt, auszubessern. Diese sind übrigens so, daß die Einstellung des Schiffes in ein Dock nicht notwendig ist.
Die griechisch-türkischen Kämpfe.
Athen, 21. Jan. Der Kriegs Minister veröffentlicht ,tüte Depesche des Generals Sapundjakis aus Em- magh a von 10 Uhr morgens: Wir setzten den Angriff fort und besetzten die Höhen im Norden von Loze c i und Let- schana mit unbedeutenden Verlusten. Ter Feind zog sich in großer Unordnung unter schweren Verlusten zurück. Jetzt wird von uns ein Hügel zwischen Fuat Bey und Bezani und den Forts im Norden Letschanas in der Ebene von Janina und eine zu befestigte Höhenstellung bei Ajosnicola besetzt. Bei den Operationen herrschte starker Sturm und heftiger Regen.
Aus Liessen.
Aus dem Finanzausschuß.
bs. Darmstadt, 21. Januar.
Der Finanzausschuß verhandelte heute zunächst ohne die Regie> rung unb stimmte über einige spruchreife Kredite ab. Der Neubau einer Oberförsterwohnung in Groß-Umstadt wurde bewilligt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Antrag angenommen, die Regierung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegem der das Vermögen des Großh. Hauses (Familieneigentum) in Staatseigentum überführt und hiermit ein verfassungsmäßiges Mitwirkungsrechl der Landständc bei An- und Verkauf von Grundeigentum durch die Staatsverwaltung gewährleistet. Damit ist auch die Frage der rechtlichen Stellung des Domänenakquisitionsfonds ins Rollen gebracht, und dieser muß ausgehoben werden, .wenn dem Anträge des Finanzausschusses entsprochen wird. Bei Bad-Nauheim sowie Grube „Ludwigshoffnung" wurden die Anforderungen der Regierung bewilligt; weiter wurde dem Anträge Henrich zugestimmt, daß dem Budget eine nach kaufmännischen Grundsätzen ausgestellte Bilanz bcigefügt werden soll und weiter, daß neben den Ansätzen in dem Etat auch noch eine Aufstellung gemacht werden soll, in welcher unter den Betriebsausgaben zugleich die Zinsen von dem Schuldkapital für die Errichtung des Betriebes und eine angemessene Amortisationsquote eingestellt werden soll.
Es wurde dann die Beratung in Gegenwart der Regierung fortgesetzt. Bei Kapitel 58, Anstalt für Blödsinnige, sagte die Regierung zu, daß dem Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke auch für das Jahr 1913 4000 Mark bewilligt worden sind. Auch wird über die Ausgabe des Fonds Rechnung gestellt werden. Zu Kapitel 82, „Dampfkesselprüfung", erklärt die Regierung, das; die Ansässigmachung eines Teils der Beamten für Oberhesseu nicht zweckmäßig sei. Bei Kapitel 88, Dttnisterium der Justiz, legt die Regierung dar, daß Ersparnisse in dem Mi- nifterinm selbst nicht möglich seien. Eine Vereinigung des Amtsgerichts Darmstadt I und Darmstadt II erscheint ihr ebenfalls untunlich, da die Bezirke zu groß seien und der große Bezirk Mainz darum eingekommen sei, daß "eine Teilung stattfinde.
Eine längere Aussprache fand wieder die Lage der Ge - r i ch t s s ch r e i b e r g e h i l s en. Von verschiedenen Seiten des Ausschusses wurde betont, daß etwa 160 Gerichtsschreibergehilfen Dienste als Gerichtsschreiber versehen, ohne etatsmäßig angestcllt zu sein, obwohl sie mit Bersehung der Stelle von dem Ministerium beauftragt seien. Hebet diese schlechten Vorrückungs- und Gehaltsverhältnisse wurden lebhafte Klagen geführt, und es sei bei der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches wie auch bei der Zuständigkeitsänderung der Gerichte nicht eine Anzahl von Stellen für Aktuariatsassistenten neu geschaffen worden. Dieses Verhalten räche sich jetzt, und eS habe auch weiter der Prozentsatz zwischen den Angestellten und provisorisch Angestellten in dem Gerichtsschreiberfach eine unvcrhältnismäßigc Größe angenommen. Anstellungsmöglichkeiten als Hilssgerichtslchreiber oder gar als Aktuare bestünden für eine große Reihe von Aspiranten überhaupt nicht mehr. Zurzeit würden noch Anwärter aus dem Examensjahr 1898 angestellt. Das Justizministerium gab eine Erklärung dahin, daß es bei wichtigeren Stellen die Schaffung neuer Stellen zusagen könne. Es könne aber nicht so weit gehen, daß die von den mittleren Gerichtsbeamten verlangte Anstellung von etwa 58 bewilligt werde. Die M'limmungen des Finanzausschusses über bie Angelegenheit findet später statt.
Bei Kapitel 75, Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft, vertrat der Abg. Raab einen Antrag auf Bewilligung von 3000 Mk. zur Förderung der Kaninchenzucht. Tie Regierung hielt aber bie Zuwendung einer so hohen Lumme nicht für erforderlich. Bei dem gleichen Kapitel wurde seitens der landwirtschaftlichen Vertreter daraus hingewnesen, daß für die Landwirtschaftskammer noch Forderungen in Höhe von etwa 4.">000 Mark, welche der Staat der LandwirtschaftSkammer zuschießen soll, in Aussicht stünden. Abg. Bähr sprach für seinen Antrag, Bekämpfung der Rebschädlinge, anstatt wie bisher 2000 Mark eine Summe von 4000 Mk. zu gewähren. Auch dem widersprach die Regierung mit dem Himveis daraus, daß von ihr die Rebschäd linge bekämpft irürben und Parallelaktionen unnötige Kosten verursachen. Zu Kapitel 81, Getverbeaufsicht, hat der Abg. Raab beantragt, die Gehilfen aus dent Gewcrbcstande bei der Gewerbe inspektion anzustellen und ihnen ein Gehalt von 2100—2700 Mk zu gewähren. Diese Anregung wurde in dem Ausschuß lebhaft vertreten, und die Regierung sagte eine anbermeitigr Bemessung des Gehaltes zu nach der Richtung ähnlicher Gehaltsverhältnisse in dem Budget.
Bei Kapitel 98, Ministerium der Finanzen, betonte der Fi nanzminister die Notwendigkeit eine-, vierten Mi nisterialratcs im Finanzministerium, welche S cile
in dem letzten Jahre gerade auf Antrag der Regierung abgesetzt worden war. Nach den Ausschuß- und Kammerbclchlünen der vorhergehenden Jahre soll diese Frage ernst besprochen werden, wenn die Organisationsändcrungen im Finanzministerium zum Abschlutz gekommen seien. Auf diesem Standpunkt mußte entsprechend den früheren Beschlüsse der Ausschuß beharren, womit sich der <yt= nanzminister einverstanden erklärte.
Bei Kapitel 116: Verhältnis zirm Reich, hat sich durch den Reichsetat ergeben, daß bie hessischen Matrikularbei- träge sich um 30000 Mark verringern. Dieser Betrag wird daher abgesetzt werben. In dem Vermögensteil wurden nock die Anforderungen für bie Eisenbahnneueinricklungen und Neubauten einer Erörterung unterzogen. Auch hierüber wirb die Abstimmung erst am Freitag, den 24., erfolgen, bis zu welchem Tage sich ber Ausschuß vertagte.
Der vierte Ausschuß, der heute eine Sitzung abhielt, verhanbelte über eine Acnderung des Berggesetzes. Zu einer Abstimmung barüber kam es aber nicht, ba biefe Frage eine eingehenbe Behandlung notwendig macht._____________________________________
Deuticbes llcid).
Eine Anfrage über die französische Fremdenlegion.
Der Abg. Dr. Müller - Meiningen (fortschr. Bolksp.) hat im Reichstage folgende Anfrage gestellt: Ist die öffentlich aufgestellte Behauptung richtig, daß in der letzten Zeit die Werbetätigkeit der französischen Fremdenlegion eine besonders intensive war, und daß vor allem die Anwerbung minderjähriger deutscher Staatsangehöriger, sogar angeblich teilweise auf deutschem Boden, zunahm? Bejahendenfalls: Was gedenken die verbündeten Regierungen zu tun, um diesem Unwesen Einhalt zu tun?
Die Aufbesserung der Löhne für Staatsarbeiter.
Bei der vorjährigen Doranschlagsberatung hatte der Reichstag den Reichskanzler ersitcht, Die Löhne der in den Militärbetrieben beschäftigten .Handwerker und Arbeiter aufzubessern, so daß sie den durch Tarifvertrag festgesetzten Löhnen privater Handwerker und Arbeiter gleichartiger Gewerbe zum mindesten gleichkommen. Die Regierung hat diese Frage geprüft. Sie hat angeordnet, daß die An- fangslöhnc dieser Arbeiter niemals unter den durchschnittlichen Betrage des ortsüblichen Tagelohns sinken dürfen. Dieser Art der Bestimmung der Höhe der Löhne mußte der Vorzug gegebett werden gegenüber der durch Tarifvertrag festgesetzten. Dem der Tarifbewegung zugrunde liegenden Gedanken wird in den militärischen Waffenfabriken dadurch Rechnung getragen, daß Stücklöhne nur unter bestimmten Bedingungen geändert werden dürfen.
Die Vermehrung der englischen Flotte.
Die „Times" erklärt, daß die Vorbereitungen für den Ban des Panzerschiffes, das die malahischen Schutz staaten dem Britischen Reich zum Geschenk machen, vollendet sind und daß der Bauauftrag in ein paar Tagen vergeben werden würde. Es ist noch nicht bekannt, oh es ein Linien- oder ein Schlacht-Kreuzer sein werde.
Aus Stafct und Land.
Gie ßen, 22. Januar 1913.
Dom städtischen Gaswerk.
Nachdent vor Wochen das rechnerische Ergebnis des Gaswerks der Stadtverordnetenversammlung Vorgelegen hat, ist nun auch der Bericht über die Entwicklung des Werkes in 1911/12 mitgeteilt worden. Obgleich das Gas in dem elektrischen Licht einen starken Konlurrenten zu über- winden hat, zeigt der Bericht, daß sich das Gaswerk günstig weiter entfalten konnte. Der Gasverbrauch hat gegenüber dem Dorjahre um 08446 Kubikmeter oder etwa um 3y4 Proz ^genommen. Das finanzielle Ergebnis stellt sich wie folgt: Nachdem an Zinsen 26 023 Mk. gezahlt und an der Schuld 30000 Mk. getilgt wurden, blieb ein Reinüberschuh von 102 422 Mk., 14 504 Mk. mehr als nn Vorjahr und 13 022Mk. mehr, als wie im Voranschlag vorgesehen war. Das Ergebnis wurde wesentlich beeinflußt durch den günstigen Absatz der Nebenerzeugnisse des Gaswerks und durch Ersparnisse im Betrieb. Die auf dem Werk lastende Schuld betrug am 1. April 1912 537 262 Mk. Die Gesamtabgabe an Gas betrug 2 163 810 Kubikmeter. Zu seiner Herstellung wurden 72201 Doppelzentner Kohlen, darunter 985 Doppelzentner englische Nußkohl.n, verwendet. Der Gasverbrauch verteilt sich wie folgt: Leucht-, Koch- und Heizgas 1522 8 X) Kubikmeter, Motoren- und Jndustrieheizgas 116 858, Ballongas 6350, Straßenb.'l uchtung 3085.0, S lbstver- branch 67 272, Verlust und Verdichtung 141 950 Kubikmeter. Die stärkste Gasabgabe war am 9. Dezember 1911 mit 8900 Kubikmeter, gegen 9100 Kubikmeter im Vorjahre. Der geringste Bedarf an Gas war am 5. Juni 1911 mit 3420 Kubikmeter, gegen. 3010 Kubikmeter im Vorjahr. Der tägliche Durchschnittsbedarf betrug 5912 Kubikmeter (57i7 Kubikmeter). Infolge der Einführung des Einheitspreises für Leucht-, Koch- und Heizgas haben sich die außenstehenden Gasmesser von 5591 auf 5054 vermindert. Auch die Zahl der Gaskraftmaschinen ist von 21 mit 87 PS auf 17 mit 79 PS zurückgegangen. Die Straßenlaternen wurden im Berichtsjahre um 22 vermehrt. Ihre Zahl beträgt 891 mit 940 Flammen, davon find 107 Laternen mit 120 Flammen seit Einführung der elektrischen Straßenbeleuchtung ganz außer Betrieb, 7 Laternen stehen in Straßen, die noch nicht fertig ausgebaut find. Sämtliche Laternen sind mit Fernzündein- richtung versehen, die sich nach Ueberwindung der ersten Sclpvierig ketten tadellos bewährt hat. Die Stadt Gießen hat am 1. April 1912 noch eine Petroleumlaterne unterhalten: wo diese ihr Licht leuchten läßt, sagt der Bericht nicht. Tie Straßenbeleuchtung erforderte 48 ö50 Mk. (46 797 Mk.) für Gasbeleuchtung und 186 Mk. (410 Mk.) für Petrolentn- beleuchtung. — Die Länge des Hauptrohrnetzes betrug am 1. April 1912 41 489 Meter und hat gegen das Vorjahr eine Verlängerung von 1723 Meter erfahren.
** Tageskalendcr für Mittwoch, 22. Jan.: Stabt- t () cater: „Die versunkene Glocke." s2liüaug 7 Uhr.
Frauenbund b. TeutschenKolouialgesellschaft. Vortrag vou Frau v. Ecken brech er: Südwest, Land und Leute und ErwerbSuwalichkeit ber Frauen. Abends 8 Uhr im großen Hörsaale ber Universität.
o, ** ö r b c n 9 »c r 1 cj bru 9 2cr Großherzog bat am do. Jtobcmber v. I. dem tfabrifeantcn Erng Leih feit, in Wetzlar bas Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- mutigen verliehen.
** »d/^rdien st Nachrichten. Ernannt wurde: Ptarramtskandtdat Wetbner zu Herchenhain, zuletzt Psar» Verwalter in Laugen, zum Pfarrverwalter in Ortenberg Zur Wteberbefetzung wird'ausgeschrieben die cvangel Piarrstelle m Hangen - Weisheim
Die Schuhmachermeister von Marburg und
getötet.
Kreis Lauterbach.
X Lauterbach, 21. Jan. Nach dem Vorbilde anderer Städte und Ortschaften, die schon seit Jahren freiwillige Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz gegründet haben, ist beabsichtigt, auch hier eine Ortsgruppe ins Leben zu rufen. Kreisamtmann Dr. H e ß hier wird nächsten Samstag vor den Vorständen sämtlicher hier bestehenden Vereine und Körperschaften die gemeinnützige Tätigkeit der freiwilligen Sanitätskolonne besprechen, da- mit die Vorstände in ihren Vereinskreisen die Mitglieder zum Beitritt der Ortsgruppe bewegen.
Kreis Friedberg.
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Ausbruch des Colima. /
* New York, 21. Jan. Nach einer Depesche ans Guadalajara in Mexiko hat gestern ein heftiger Ai.4- bruch des Vulkans Colima statlgeftunden. Taufen rM von Einwohnern sind au-? den Ortschaften in i Nachbarschaft des Vulkans geflüchtet. Es ist nicht nlw
Umgegend beschlossen, mit Rücksicht auf die gediegenen fieber* preise eine Erhöhung der Schuhpreise eintreten zu lassen. Ferner wurde die Gründung einer Zwangsinnung inS Auge gefaßt.
w. Kassel, 20. Jan. Oberlandesgerichtspräsident Wirll. Geh. Oberjustizrat Leopold v. H a s s e l l ist infolge eines Schlaganfalls im Mter von 71 Jahren gestorben. Hassell war fett 1900 Präsident des Oberlandesgerichts« bezirks Kassel.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 21. Jam Das Großherzogs« paar hatte für 'heute abend als letzte Winterfestlichkeit zu einem T h e e dansant im Neuen Palais cingeladen. Es tanzten etwa 100 Paare.
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te. Bad-Nauheim, 21. Jan. Jn Cronberg ver-Z , ^ngc6ote fir starb im 70. Lebensjahre der bis vor einiger Zeit hier 1] kainmemechnung । oraktizierende 9lrzt, Geh. Medizinalrat Ernst 91 b 6 e. Der I .^Üe.ien Berftorbene war ein Sohn de§ hessischen IuslizministerS "".....
Konrad 9lbee, der wahrend der kritischen Junitage 1866 auch das Ministerium der auswärtigen Llugelegenheiteu führte.
Hessen-Nassau.
[) Marburg, 21. Jan Das 3 Jahre alte Töchterchen de? NotteuarbeiterS Llnton Jakob aus Sterz Hausen wurde geilem abend beim Bahnübergang ber Straße von Sterz- Hausen nach Michelbach vom Zuge überfahren und
** Neue Regierungsassessoren. Durch Entschließung des Ministeriums des Innern wurden die Referendare Karl Rhumbler zu Alzey, Dr. Adolf Thomas zu Mainz und Dr. Gust. Wittekind zu Gießen zu Regierungsassessoren ernannt.
** Stadtv. Krumm hat aus Gesundheitsrücksichten und vermehrter geschäftlicher Inanspruchnahme sein Stadtverordneten mandat niedergelegt. Das Ausscheiden des .Herrn Krumm aus der Stadtverordnetenversammlung wird auch in der nichtsoz-ialdemokratischer' Bürgerschaft Bedauern Hervorrufen, denn in seiner nahezu fünfzehnjährigen Zugehörigkeit zu dem Kollegium hat er es vermieden, die städtischen Fragen lediglich^ vom Partei- standpunkt aus zu beurteilen. Durch seine sachliche Mit» arbeit, die stets auf die Interessen der 9lllgemeinheit Rücksicht nahm, hat Herr Krumm sich um die Entwicklung der Stadt wohl verdient gemacht.
•• Sta dttheater. lieber 'Henri Naihansens Schan- *piel »Hinter Mauern*, das am Freitag hier $um erstenmal gegeben wird, schrieb s. Z. ^ie »Frankfurter Zeitung*: .Ein Mensch, der die Not der Zeit fühlt, versucht mit diesem Drama Brucken von Mensch zu Mensch zu schlagen. Ein Dichter hat es erlebt, ein feiner Künstler hat c5 gestaltet. Man kann einzelnes fabeln, andere? entbehrlich finden. 9lber das sind kleine Schwächen. Dieses Schauspiel ist über alle Erwartungen sicher und geschickt gebaut. Ohne beschleunigende Hilfsmittel führt es geradezu in vorbildlicher Weise zn Svannungen und Entladungen. Es kündigt Theaterblut an und macht auf weitere 91rbeiten begierig.
** Der Großen Gießener Karneval-Gesell- | schäft 1911 ist es, wie man uns mitteilt, noch gelungen, u. a. einen ber hervvrragenbsten Kölner Karnevalisten, Herrn Hans Tobar für bie am Donnerstag stattfinbende Tamensitzung in gewinnen, lieber sein Auftreten in der Neujahrssitzung ber Großen Kölner Karnevalgesellschaft, bei der auch Professor ’ Schneider-Clauß mit einem Zwiegespräch großen Erfolg ; hatte, schreibt bie „Köln. Ztq.", baß Herr Tobar eine hervor ragenbe Zierde ber Großen Kölner ist, auf die sie sehr stolz sein kann. Als zweiter Redner ist ber bekannte Karnevalist Thiele aus Düsseldorf gewonnen unb jebenfalls wirb auch ber Vorsitzende des Nürnberger Karnevalvereins die Sitzung besuchen und einige Vorträge halten. Auch von hier werden, wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, die besten Redner aufireten, von denen einige den goldenen rheinischen Humor schon mit ber Muttermilch eingesogen haben, jenen Humor, an dem sich auch unser Landesherr bei den Sitzungen des Mainzer Karnevalvereins so sehr ergötzt, baß er sie I alljährlich besucht unb auch zu ben Karnevalszügen nicht zu erscheinen versäumt. Da die Gießener >larneval-Gesellschaft bestrebt ist, den guten deutschen Humor in derselben an>''ändigen Weise I zu pflegen, so darf sie wohl hoffen, daß die morgige Sitzung, die / ' eine Glanzsitzung werden soll, entsprechenden Zuspruch findet. I Hat in Mainz doch kürzlich sogar der neue Gouverneur in Uniform und Narrenkappe die „Bütt" bestiegen, um eine humoristische ] Rede zu halten.
** Verbesserungen int Volksbab In diesem Jahre werben bie älteren Brausebäder 2. Klasse genau so eingerichtet wie bie bisher benutzten Zetten 1. Klasse. Ferner werben 20 Brausebäberzetten mehr zur Verfügung stehen *unb zwar zum Preise von 15 Pfg. Außerbem sotten je irret Wannenbäder 3. Klasse für Männer und Frauen eingerichtet werben, in beiten das Bab für etwa 30 Pfg zu haben sein wirb. Durch einen Anbau an der nord- ttchen Seite ber großen Schwimmhalle soll bent Mangel an I Auskleidezetten für die Gäste des Schwimmbabes abgegolfcn j werben. Auch eine größere Dampf Waschmaschine wirb dem- 1 nächst in Betrieb genommen Die Kosten für die neuen -I Einrichtungen unb Verbesserungen fperben aus dem Betrieb^ gedeckt
** Kreis-Ziegenzuchtverein. Ter auf Sonm- tag, 26. b. Mts., anberaumtc Vortrag über Ziegenzucht in Ober-Hörgern wirb auf später verlegt. Dafür finbet an diesem Tage nachmittags 3 Uhr in Daubrin - gen bei Emil Schäfer auf Veranlassung des Kreis-Ziegen zuchtvereins ein Vortrag über Ziegenzucht statt. Redner ist Oekonomierat W e i tz ß 1 in Lich.
" Dte Schnee Verhältnisse auf dem Hohe- codskopf sind gegenroäitig sehr günstig. Wie uns telephonisch nütgcteilt wird, ist ihre Schneedecke bei 2 Grad Kälte noch sehr gut. Tie vorgesehenen Wettläufe detz Schi- riub§ können aller Voraussicht nach am Sonntag unb 'jJiontag flatlfinben.
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