?/
■
>
weil
Erster Blatt
165. Jahrgang
Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Vahnhosstrahe 16a.
bis vormittags 9 Uhr.
Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten.
gemäße Ausbildung erleichtert wird. Zurzeit haben die wieder eine echt englische Belehrung. England, das von Franzosen zwar noch schwächere Friedensetats, sie haben; vornherein den setzt zur Gewißheit geworbenen Ausgang
einmal seine ganze Wenn die deutsche
Macht und Herrlichkeit vorsühren.
=Noderne=
vasiung sämtlicher Geilelle.
rele-bo« Nr. 3KS.
wir
- u. Oaoei
abends. Nach
Mitglieder -des
mit einem so Mschluß ge-
Politik es schön nicht hat verhindern können, daß der hohen Pforte das europäische Giebeldach samt Pfosten und Pfeiler abgeschlagen wurde, so brauchte sie doch nicht zu den Auf- räumungs-arbeiten sich mißbrauchen z-u lassen. Die Balkan' staaten werden es ihr doch nicht Dank' wissen. Und die Türken werden sich künftig an das starke England wenden,
des ge-
Marl: Simultankirche Psafsen-Schlvabrnheim 4000 Mark; evangelische Kirche in Hungen 400 Mark (Wandmalereien); evarn gelische Kirche in Volkartshain 100 Mark; evangelische,Johannis- kirche in Mainz 441,62 Mark (Ausgrabungen): katholische Kirche in Wald-Michelbach 900 Mark; katholische Kirche in Hochheim bei Woinns 611,09 Mark; Gemeindehaus in Eichloch 160 Mark; evangelische Kirche in Babenhausen 200 Mark; Turm in Bechtolsheim 1000 Mark; evangelische Kirche in Dolgesheim 250 Mark (Wandmalereien); Marktplatz in Büdingen 1000 Mark; Rathaus in Büdingen (erste und zweite Rate) 6500 Mark; evangelische Katharmenkirckie in Oppenheim 3500 Mark; evangelische Kirche m Oppenheim 1000 Mark (Westchor); evangelische .Kirche in Leihgestern 500 Mark (Wandmalereien); evangelische Kirche in Okarber. 800 Mark; Rathaus in Nieder-Ohmen 650 Mark; evangelische Kirche in Dahlheim 100 Mark (Wandmalereien); evangelische Kirche in Alsheim 76 Mark (Wandmalereien); cr.mgelische Kirche in Heppenheim a. d. W. 200 Mark; katholische Kirche in Spiesheim 150 Mark; Rathaus und Walpurgislirche in Alsfeld (Pro» jeltierungskosten) 4000 Mark; Rathaus in Alsfeld (Wiederherstellung, erste Rate) 6000 Mark; ehemaliges Dominikanerkloster (jetzt Realschulgebäude) in Wimpfen (erste Rate) 3000 Mark: Rathaus in Birkenau 500 Mark; Rathaus in Wohnbach 450 Mark: evangelische kkirche in Hainchen 400 Mark; evangelische Kirche in Lanbach 1000 und 400 Mark (Wandmalereien); katholische Kirche in Mosbach 700 Mark; Stadtbcsestigung in Büdingen 1800 Mark; evangelische Kirche in Sprendlingen 10 Mark; evangelische Kirch- in Dautenheim 25 Mark. — Der stattliche Band, der 272 Seiten umfaßt, enthält am Schluß noch 64 Tafeln, in welchen historische Gebäude der einzelnen Bezirke zum Teil vor und nach der Restaurierung in Zinkätzungen ausgeführt sind.
— Zur Feier des 200jährigen Stadt-Jubiläums von Karlsruhe im Jahre 1915 wird bie Stadt auch eine Jubiläums-Kunstausstellung veranstalten, deren Eröffnung auf Anfang Mai 1915 festgesetzt ist. Mit dieser Ausstellung, die ein umfassendes Bild zeitgenössischer Kunst geben soll, wird zugleich das ständige Ausstellungsgebäude, das die Stadt errichten läßt, eingeweilst werden. Mit der künstlerischen Leitung der Ausstellungsarbeiten ist Professor Rudolf Hell wag in Karlsruhe betraut.
— Eine römische Stadt in Gallien entdeckt. Aus R o ch s ch o u a r t int Departement Haute Vienne wird go meldet, daß während der Arbeiten in einem Steinbruche die Ueberrcste der gallo-römischen Stadt B a s s i n u - R a g u s bloß- gclegt wurden. Von den Behörden wurden Maßnahmen getroffen, um die Misgrabungen unter Aufsicht von Sachverständigen fortzusetzen.
.„in Gabelsberger
LL-Abend
stellen und die bestehenden soweit verstärken, daß die kriegs Zurzeit haben di
auch die einzelnen Darsteller waren fast durchweg ihren Aufgaben völlig gewachsen. Herr Goll spielte den verschichentlich sitzcngebliebenen Kammerherrn mit feiner, vornehmer Komik und überlegenem Witz, Herr Kliewer, nicht immer verständlich, polterte den Schulrat prächtig zusammen. Als haltloser Direktor, der sein Mäntelchen immer nach dem Winde hängt, schuf Herr V o l ck eine glaubhafte Gestalt. Den halb versimpelten Professor Martins verkörperte Herr Grosser mit humorvoller Weltfremdheit. Herr Bruchwitz gibt sein bestes immer in klassischen Stücken, im modernen Salon hat er wenig Glück. Ten Pedellen gab Herr G r o s s e r - B r a u n behaglich und bieder. Als Fran Direktor war Fräulein Scholz ganz Würde. Tie Baronin aus der Wiener Konditorei spielte Fräulein Jüngling mit einer drolligen, ungenierten Gradhnt, die unter all den staubigen Perrücken wie unmittelbares Leben berührte. Als Fabrikant Hoppe trat Herr Tworkowski in einer kleinen Rolle sehr wirkungsvoll hervor und auch Herr Norden brachte dif Epi- fodenstgur des Wulkow zur -besten Geltung. Zu erwähnen sind noch Herr Brüdjam als Maguzi und Herr Gerhardt als Apotheker. — Tie Zuschauer waren sehr beifallsfreudig und nahmen die zahlreichen Witze mit lebhaftem Vergnügen auf, so daß der Retter in der Not wohl auch hier noch oft eingreisen wird. N.
informatorischen, keinen entscheidenden Charakter haben soll, einberufen und anhören, so ist das wohl kaum mehr als ein Scheinmanöver. Es wird auch in der Türkei noch einsichtsvolle und tatkräftige Leute geben, die erkannt haben, wie ohnmächtig, zaudernd und unentschlossen die Regierung in den Entscheidungsstunden den Dingen gegenüberstand; aber sie werden zu der beratenden Versammlung kaum einberufen worden sein. Die Versammlung soll Be- ruhigungszweckeu für das Land dienen. Wie die Sachen zuletzi standen, ist dieser Friedensschluß für die Türkei wohl das einzig Richtige, und die deutsche Regierung, die an der imposanten gemeinsamen Note ihren Anteil hat, wird zu ihrer eigenen Rechtfertigung auch wohl darauf verweisen. Gleichwohl hätten wir es lieber gesehen, wenn deutsche Staatsmänner das Schriftstück nicht unterschrieben hätten. Ein englisches Blatt hatte sich mit der deutschen Rolle beschäftigt und .mit lächerlich-drohender Gebärde geäußert: Ilm eine Zigarette rauchen zu können, hätte Deutschland sich nicht in eine Katastrophe stürzen dürfen. Das war
Gicszerrer Stadttheater. Der Netter in der Not. Schwank von S ch ö n t h a n und P r e s b e r.
ewig anvertrcknt. _ ......
Aufsührung, die Tirettor S t c i n g o c t t c r sorgfältig hatte, war in ihrer Gesamtheit ganz vorzüglich, und
das in Europa das Konzert dirigiert und lärmenden Tusch dem Balkanspiel einen geben hat.
Konstantinopel, 21. Jan. 7.30 Uhr einer langen Beratung, in deren Verlauf die
endgültig zum Frieden entschlossen und die bedingungs- lose Uebergabe Adrianopels beschlossen. Die Antwortnote soll heute abcnd überreicht werden.
Nach den letzten Nachrichten aus der türkischen Hauptstadt war das zu erwarten. Der Berichterstatter der „Köln. Ztg." hatte von dort gemeldet, die Soldaten in der Front murrten schon und klagten wieder über schlechte Verpflegung, und was vor einigen Wochen noch hätte zum Erfolg führen können, ein Vorstoß der türkischen Tschataldscha- heere mit frischen Truppen an der Front, erschien heute als ein Ding der Unmöglichkeit. Das Warten auf die Gunst Europas war eine arge Jllusionspolitik. Wenn heute zu der bevorstehenden Friedensbotschaft noch gemeldet wird, das Kabinett Kiamil wolle am heutigen Mittwoch noch eine „beratende Versa mmlun g", die jedoch nur
Kabinetts über das Prinzip der Einberufung einer zur Abgabe eines Gutachtens b e st i m in t e n V e r s a m nu l u n g , die hierzu einzuladenden Persönlichkeiten und die Kompetenz der Versammlung, verschiedene Meinungen äußerten, hat der Ministerrat endgültig beschlossen, diese Vers amm- lnng für morgen mittag einzuberufen. Einladungen sind ergangen an die Senatoren, mit Ausnahme der bulgarischen, serbischen und wallachischen, an die Präsidenten der Departements, des Staatsrats und der Senate des Kassations- Hofs, an zwei muselmanische geistliche Würdenträger, an zwei ehemalige Deputierte, die muselmanische Geistliche sind, an den Chef und den Unter-itcf des Gencralstabes, an den ehemaligen Kommandanten der Ostarmee Abdullah Paschah, an die Sektionschess des Krieges und des Marineministeriums, an den Hafenvräfcktcn von Konstantinopel und an die Unterstaatssekretäre der Ministerien des Innern und des Aeußern. Auch Prinz Sabah Eddin ist eingeladen. Vielleicht werden noch weitere Einladungen ergehen. Die Zahl der Teilnehmer wird möglicherweise 100 erreichen. Nichtmuselmanische religiöse Oberhäupter sind nicht geladen.
Es wird versichert, daß die Versammlung nicht dazu berufen ist, Meinungen abzugcbcn, die das Kabinett verpflichten könnten. Die Negierung wird der Versammlung ein Exposs über die militärische und finanzielle Lage erstatten und ihr die diplomatische Korrespondenz mit den türkischen Botschaftern und die Erklärungen der auswärtigen Gesandten seit dem Ausbruch des Krieges mitteilen. Insbesondere werden die Erklärung Sasonows und die von dem Generalstabsches über die Frage der Wiederaufnahme b e z w. Nicht-' Wiederaufnahme der Feindseligkeiten ausgearbeiteten Berichte vorgelcgt werden. Die Versammlung wird also einen mehr informatorischen Charakter haben. Sodann wird die Regierung ein Communiquä mit einer Auseinandersetzung ihrer Motive und Beschlüsse verössentlichcn. Die diplomatischen Be-
Mittwoch, 22. Januar 1913
BeznqSyrei»: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Bost Alk. 2.— oierlel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August
m. 18
Der Siebener Anzeiger «scheint täglich, außer Sonntags. - Verlagen: viermal woebenllicb StehenerKamllicnblättcr, zweimal wöcherUl.llkers- bUti färben Kreis Sieben (Dienstag und Freitag); ziveimal nionatl. Land- unrlfchastliche Seitfragen
Goetz; für .Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtssanl": K. 9leu- ralh; für .Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.
Die beiden Verfasser haben sich, wie sie am Schlüsse Stückes ziemlich unverblümt verkünden, die große Aufgabe „ stellt, die llelerbürdung unserer höheren Schüler i.n Sckyvank zu behandeln, nm so vielleicht an ihrem Teile etwas in dieser schwierigen Frage zu wirken. Man könnte ihnen dafür dankbar sein, wenn sie sich nicht auf den Quartanerstandpunkt gestellt hätten, baß alle Lehrer entweder bornierte Trottel oder ausgemachte Hohlköpfe seien, die sofort zu Kreuze krieck>en, sobald ihren hunge- rigen Knopflöchern mir von weitem ein farbiges Bändchen wmkt. Taß es auch unfähige Lehrer gibt, wird menrand beftrciten, das nmf>ten wir schon vor Flackfsmauu, aber auch der Schwank sollte sich bei solchen Fragen nicht aller moralischen.VerPfl,chtungen ent- schlagen, um billige Wirkungen zu erzielen. Von ethischen Werten, die sich die Verfasser anmaßen wollen, kann also ferne Rede sein, aber dennoch wird nranches gute Wort gesprochen, und auch mancher treffende Witz über die SckKden unseres heutigen Schulbetriebes saust lustig und scharf hernieder, denn Schon- 1han und Presber verstehen ifyr Handtverk. .
Sie führen uns in ein humanistisches Gymnasium im fcerjog- tunt Lüttenbnrg, das eben von einem alten verknöcherten Schulrat inspiziert wird. Ter cholerische Herr, natürlich Junggefell, findet selbstverständlich an allem etwas auszusctzen. Nicht zum loenigften daran, daß den alten Sprächet! nicht die dringend nötige Sorgfalt erwiesen werde. Naturwisienschaften, Turnen irfiv." sind ihm nur überflüssige Unterrichtsgegenstände, und . . . alle Lehrer stimmen ihm darin zu, seltsamerwn;e auch einer, der Leutnant d. R- ist- Da erscheint die Baronin —indenham, eine Wiener Konditorstochter, die dem Herzog von Luttenburg einen Sohn verdankt, der nun auf das Gymnasium soll. Als man diese Tatsache erfährt, »vird der Junge sofort aufgenommen, obwohl er, wie wiederholt versichert wird, auf einer Seite ut sechsmal mit dem Indikativ gebildet hat. ,^-a auch eine Abordnung der Eltern angerückt kam, werden die schwanken Schuler glatt ... der Schulrat in den Rul-estand . . . und der gute Direktor in die Residenz versetzt. Der Herzog versetzt dann iwch seine Geliebte, weil die Herzogin von dem Verhältnis erfahren
und schließlich wird die Geliebte noch in Entzücken versetzt, sie ihren „feinen" Welnreisenden wiedersindet, dem sie dann in der Fliederlaube bei Mondschein und Nachtigallen-
aber, einschließlichb>es für den Kampf in Europa bestimmten des Krieges begrüßt hat, wollte noch einmal seine gan^e Kolonialkorps an Linientruppen mehr wie wir: 18 Ba
natgefühl ist, wie die einmütige Bewilligung aller Forderungen für Heer und Marine belveist, hervorragend. Von entscheidender Wichtigkeit bleibt immer die Zahl. Für die Offensive, die allein entscheidende Erfolge bringt, ist Ueber- legenheit an Zahl nötig, wie Napoleon und Moltke dies stets gefordert haben. Wie oft hat nicht eine am Abend der Schlacht eintreffende frische Division den Kampf entschieden. Eingeschaltet sei hier der Friedensstand der Heere, die Grundlage für i-te .stzriegsstärle. Sie betrug in stkuß- land, allerdings eichchl- Asien, 1300000 Mann, Deutschland und Frankreich je 650000, Oesterreich 350 000, Italien 250 000 Mann.
Mit einer Steigerung der Aushebung würden wir dem idealen Ziel der Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht näher kommen, mehr Leute würdeii in der Schule des Heeres gekräftigt und für das Erwerbsleben durch (Gewöhnung an Aufmerksamkeit, Zucht und Ordnung besser vorbereitet werden. Wir können mehr Truppenteile auf-
Ferniprech - Anschlüsse: Ä jsr Ah»
für die Redaktion 112, t/WIr W.-**
—iS» General-Anzeiger für Gberhessen
für die Tagesnuininer Rotationsdruck und Verlag der vnchl'fchen Univ.-Ruch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7.
^iplaf» o
^e'Ap»th.?e
taUlone, 664 Maschinengewehre, 88 Feldbatterien, 10 Ka- valleriedivisionsstübe und haben eine doppelt so starke Flugzeugflotte, auch 13 Prozent Dienstpferde mehr wie Deutschland. Wir überragen sie nur an technischen Truppen, an kriegsbrauchbaren Luftschiffen, an Fußartillcrie (71 Batterien) und an Eskadrons (65). Auch haben wir 3 Korpsstäbe und 3 Divisionsstäbe. Der in erster Linie nötige Ausgleich mit den Maschinengewehren ist vorgesehen, aber leider noch nicht erfolgt.
Ein Hauptvorteil der Mehreinstellung von Rekruten wäre außerdem, daß sich die Kopfzahl der Reservistenjahr - gänge steigert. Zur Auffüllung der Linientruppen auf Kriegsstärke und zwar zur Aufstellung von Reserveformationen können somit jüngere und damit kriegstüchtigere Leute verwendet und die älteren Jahrgänge geschont werden. Hier bietet uns unsere größere Volkszahl das Mittel, nicht allein ein größeres, sondern auch ein kriegs-. tüchtigeres Heer aufzustellen, ohne daß die Franzosen die Möglichkeit hätten, dies wettzumachen, selbst nicht durch ihre schwarze Armee.
' 26°';
Prelle-
Die ifljl
IfmMzüge
ii Herren n. Knaben.
Dominos
für Damen u. Herren in allen Farben
Kl2.-S.-8.-7.-
A.SalomoniCie.
^__8chu)strJJaV
MU iUr Stabt WelM ow ' deneralversamm ao6
SMS'
*r**
Brillen u. Kneifer
in jeder Ausführung.
I Anfertigung nach ärztlicher tiorichriftu.kigenerWabl. ; i’ienauefte u. korrekteste An>
Der Triebe gesichert?
Wir erhielten heute früh folgendes Telegramm, das
-durch Aushang bekannt machten:
Konstantinopel, 21. Jan. Die Regierung hat sich
— Jahresbericht der Denk m alp f lege für Hessen 1908 bis 1911. Der Vorsitzende des Denkmalsrats Ministerialrat Dr. Kratz versendet soeben den zweiten Jahresbericht der Denkmalpflege im Großherzogtum Hessen, der im Auftrag des Großh. Aiimsteriums des Innern bearbeitet und her- aüdgegeben imirbe. Der Bericht enthält u. a. den. Geschäftsbericht über die Tätigkeit des Denkmalrats für das Großherzogtum vom 1. April 1907 bis einschließlich 31. März 1910, den Bericht über die Tätigkeit des Denkmalpflegers für die Altertümer vom Januar 1909 bis Ende März 1910, den Geschäftsbericht der Denk- malpsleger für die Baudenkmäler in den Provinzen Rheinhessen, Starkenburg und Oberhessen, den Bericht über die Arbeiten an staatlicl^en Baudenkmälern, den Gescksiiftsbericht des Großh. Hausund Staatsarchivs über die Urkundenpflege, den Bericht über die Urkundenpflege in der Evangelischen Landeskirche und das Ortsverzeichnis zum ersten und zweiten Band. Aus den verfügbaren Mitteln für sachliche Aufwendungen einschließlich eines von dem Denkmalpslcger für die Baudenkmäler der Provinz Starkenburg zur Verfügung gestellten Betrags von 200 Mark wurden im itiaufe der Etatsjahre 1907 bis 1909 einschließlich im ganzen etwa 66 500 Mark an Stnatszuschüssen und dergleichen bewilligt, die sich folgendermaßen verteilen: Staatszuschüsse an politische und kirchliche Gemeinden: Karmeliterklosterkirche in Hirschhom 9000
Die erforderliche heererverstärkung. i.
Wir erhalten von militärischer Seite folgende Zuschrift:
Die in Aussicht stehende Militärvorlage veranlaßt bereits die sozialdemokratischen und demokratischen Zeitungen, so die wegen ihrer Eigenschaft als Handelsblatt auch hier verbreitete „Frankfurter Zeitung", mit allen Mitteln gegen eine Heeresverstärknng Stimmung zu machen. Beweise dafür, daß wir genügend gerüstet seien, bringen zwar diese Zeitungen nicht, dagegen absprechende Schlagwörter, wie „Wettrüsten" — als wenn solches nicht in der Natur der Sache läge — „Beunruhigung und Schröpfung der Steuerzahler" — obgleich gerade diese das größte Interesse daran haben, daß die Steuern nach einem unglücklichen Krieg sich nicht vervielfachen — „Sport militärischer Kreise, Lücken in der Rüstung zu finden" — also eine Heruntersetzung von das Vaterland liebenden Männern, die mit schwerem Herzen die lange geübte Zurück- l)alttrng aufgeben, um der Heeresleitung und der Regierung für die unbedingt nötigen Forderungen das Rückgrat dem Reichstag gegenüber zu stärken. Dabei ist die Unparteilichkeit dieser Militärs umsoweniger anzuzweifeln, als sie sämtlich inaktiv sind, also von einer Heeresverstär- fung keinerlei Vorteil haben können.
-Gegenüber den oben erwähnten irreführenden Ausstreuungen ist es wünschenswert, weiteren Kreisen eine Grundlage für ein eigenes Urteil zu geben.
Zunächst muß festgestellt werden, daß kein Mensch in Deutschland den Krieg will, daß aber weite Kreise in Frankreich den Zeitpunkt für die „Revanche" gekommen erachten. Dus beweist die aufhetzende Sprache der französischen Blätter, vor allem des Organs des Kriegsministeriums, der „France mititaire", die Kundgebungen in Paris am Denkmal von Straßburg, jetzt wieoer der Fall Rejane und Wetterle. Daß England sich einem derartigen Revanchekrieg anschließen würde, um den deutschen Wettbewerb rriederzuwerfen, ist bekannt. Daß wir als Ver- ’*"buntste Oesterreichs den panslawistischen Neigungen im Wege stehen, ist leider auch wahr. Wir dürfen aber Oesterreich nicht ir,i chlgt dem Jahr 1805 das
Jahr 1806 mit seinen' rmendlich traurigen Folgen. Die Unterstützung, die Italien uns bringen könnte, rechnen die Franzosen nicht hoch an, sie glauben sich gegen eine solche durch geringe Abzweigungen sichern zu können. Wir haben also die Hauptmasse der Streitkräfte Frankreichs an unserer Grenze zu erwarten. Die Franzosen verfügen aber nach Angabe ihres Kammerberichterstatters über 3/4, wenigstens aber über 1/i Million ausgebildeter Soldaten mehr wie wir. Das mag wundemehmen, da wir bald 66 Millionen Einwohner haben, die Franzosen nicht 40 Millionen. Wir heben aber statt des bei der Gründung des Reiches festgesetzten 1 Proz. der Bevölkerung nur 0,77 Proz. aus, Frankreich — ebenso wie Bulgarien — 1,4—1,5 Proz. Vor 1870 betrug die Aushebung in Preußen noch 1,3 Proz. Wir haben also unser ganzes Heer gegen Frankreich nötig, was bleibt da gegen die 160 000 Mann Englands, was gegen Rußland? Nun kann ja überlegene Führung, größere innere Tüchtigkeit des Heeres vieles ausgleichen, aber, täuschen wir uns nicht, bei unseren Gegnern ist auch fleißig gearbeitet worden und ihr Natio-
| Reparaturen fdjneüiteitk .1 AackmällmicheBedieollng.
Ad. Reinig J
Giessen, W/J’
iMt 911 M . ut bet «arten nk-Silzimj i Bohnen-Ball Arnberg» Karnevalisten.
$n der Kasse 1.- M. Der Elferrat.


