Mittwoch, 19. Februar 1915
Erstes Blatt
165. Jahrgang
ietzeimAnzelger
Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten.
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Glckria, wenn wir übersetzen:
Ehre sei Gott in der Höhe
Und Friede aus Erden dem Volke Gottes.
Nr 42
Der Stehener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: vier mol wöckentlicl SiehenerFamilienhIätter. zwennalivöchenil.B'eiS' blatt für den Ureis Siehen
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sich an Adrian opel klammert, so will Bulgarien seine auf dein rechten Ufer der Donau liegende Festung Lilistria behalten. Die Verhandlungen gestalten sich für Bulgarien doppelt schwei:, da es noch nicht mit Gewißheit weiß, was für einen Gewinn der Krieg mit der Türkei i'hin am Ende bringen wird, und da Rumänien nicht zu warten geneigt ist. 'Auch Serbien schilt über den wenig entgegenköm- Menden Nachbar Bulgarien und läßt in seiner Presse die Mißstimmung dahin aus kling en, daß Serbien keine Verstärkungen auf den thrazischen Kriegsschauplatz entsenden werde. So häufen sich Schwierigkeiten auf Schwieri gleiten und es ist höchst fraglich, ob die schönen Worte der Großmächte schließlich weitere feindselige Verwicklungen verhindern können.
London, 19. Febr. „Die „Times" meldet aus Bukarest, daß ein Teil des rumänischen Kabinetts gestern die Veröffentlichung der Mobil ma chic ngsord er verlangt habe.
Wie das Reuter-Bureau erfährt, erwägen die Großmächte jetzt, ob sie in den zwischen Bulgarien und Rumänien schwebenden fragen ihre Vermittlung anbic- ten sollen. Nach Meldungen aus Sofia erfolgte der letzte Lchritt in den Verhandlungen am Samstag, in der Prinz Ghika erklärte, Rumänien könne die letzten Vorschläge Bulgariens nicht annehmen. Es könnte nötig werden, daß er sich nach Bukarest begebe, um mit seiner Regierung zu konferieren. Er fügte hinzu, daß Rumänien nicht auf den: Verlangen Silistrias bestehen werde, falls Bulgarien gewillt sei, Kap Kaliakra abzutreten. Kaliakra liegt ungefähr in der Mitte zwischen Baltschik, das früher von Rumänien in Vorschlag gebracht worden war und einem Punkt des Schwarzen Meeres, der von Bulgarien bereits als Grenze angeboten wurde. Vor einigen Tagen erklärte sich Bulgarien bereit, eine wertere
Konzession zu machen. Anstatt die Befestigungen von Med- jidje und Tabia nur schleifen zu lassen, erklärte es sich bereit, sie in unverändertem Zustand an Rumänien abzutreten. Gleichzeitig erbot es sich, seine Konzessionen am Schwarzen Meer weiter nach Süden auszudehuen, als in dem letzthin in London unterzeichneten Protokoll festgesetzt war. Es wird darauf hingewiesen, daß Prinz Ghikas Vorschläge hinsichtlich Kaliakvas von Bulgarien nickt angenommen werden konnten, weil die angelegten Forts Barna bedrohen würden. Es wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß falls Rumänien zu extremen Maßnahmen greifen und versuchen sollte, bulgarisches Gebiet zu besetzeii, Bulgarien der Okkupation keinen aktiven Widerstand entgegensetzen würde, wenigstens nicht vor Beendigung des Krieges mit der Türkei. ‘ Bulgarien glaubt auch, daß Rußland verpflichtet wäre, von einem solchen Vorgehen Rumäniens
Beschießung von Skutari.
Cetinje, 18. Febr. Eine amtliche montene- arinische Quelle meldet: Tie Beschießung von Sw- tari dauert fort. Die türkischen Truppen versuchen nicht, die Montenegriner in den von ihnen eingenommenen Stellungen anzugreifen. Sie plazieren infolge Mangels an Geschützen alte Kanonen, die jedoch gegen unsere Positionen wirkungslos sind, da sie nicht weit genug tragen.
und der Christen, und zwar meist in einer Verbindung, die die Uebersetzung durch „Wohlgefallen" als angemessen erscheinen laßt. Tie Wortverbindung „Menschen des Wohlgefallens" entspricht Verbindungen wie „Kinder des Zorns" (Epheser Kap. 2 ts d) oder „Kinder des Gehorsams" (1. Petr. Kap. 1 V. 14; Luther, gehorsame Kinder), bedeutet also „wohlgefällige Menschen .
jekt solchen Wohlgefallens aber ist Gott. Somit lautete der Hymnus ursprünglich: Ehre sei Gott in der Hoche (den Hohen) und Friede auf Erden den Gott wohlgefälligen Menschen, wobei sich Strophe und Antistrophe völlig entsprechen. Aber mer sind die Gott wohlgefälligen Menschen? Tie spätere Ueberlieferung, zumal da, mo die Form „den Menschen ein Wohlgefallen" auftrittz hat sicher an eine allgemeine Verkündigung gedacht. Ursprünglich ist aber eine bestimmte Klasse von Menschen gemeint gewesen. Tas tvürde noch deutticher sein, wenn wir die aramäische Urform des Hymnus besäßen. Die an sehe razon, von denen darin die Rede gewesen sein muß, siiid die von Gott erwählten Menschen, sein Volk, d. h. nach feststehendem Sprachgebrauch die Juden, in der Anwendung unseres Textes natürlich die messiasgläubigen Juden, für die die Gebur? des Heilands eine Zeit des Friedens heraufführen wird. Wir treffen also den eigentlichen Sinn des
yilfzerpevitioii für Schröder-Stranz.
Hilfe für die deutschen Forscher aus Spitzbergen.
Die Landexpedition zur Rettung unserer in Not befmdlicheu Landsleute ist gescheitert Tie geplante Schifssexpeditton blnbt die einzige Rettung. Ter berühmte norwegisckse Expedit ons, (eiter Rittmeister I ' achsen übernimmt die öwung; Prof. Mi et he befindet sich in Ehrntmma, um nn Ort und Stelle ein Eisschist und Ausrüstung int Einvernehmen mit der deutschen Gesandtschaft zu beschaffen. Ter Expeditionsplan °n defsm Fett- stellung Fritjof Nansen entscheidend mitgcroirft hot, cnoroeit weit größere Mittel, als bis heute eingegangen sind Tas„Komitee bittet^ deshalb dringend um weitere Beitrage. ^le Möglichkeit der Rettuiig unserer Landsleute hängt von dem raschen Umgang L Le7 Geldmittel ab. Zahlstelle für Berlin Commerz- und Diskonto Bank' Zahlstelle für Frank,urt a. M. deutsche Bant.
Zu diesem'Ausruf und zur Frage des Entsahes der deutschen Svitzbergeii-Expedition wird noch bemerkt:
Der Versuch der von Adventbai ausgegangenen Expedition, zu den Mitgliedern der deutschen Spitzbergen-Expedition vorzudringen und ihnen Hilfe zu bringen, ist leider mißglücke Nach einer in Christiania eingegangenen telegraphiscknn INeldung des Postmeisters aus Spitzbergen ist sie durcksigroße Kalte, «chnee- sturm und Verlust der Hunde zur Umkehr geMunger- worden. Ern noclunaliger Versuch von dort aus ist aussichtslos, da Hunde und PrÄant fehlen. Deshalb sind bereits Verhandlungen begonnen S wn Sie Kettung der im Zolar-i^F-stg^Wn-n durch eine Schiffsexpeditiou zu ernioglicheu. Da voraussichtlich der arktische Ozean ofsen ist, muß |ic an einer geeigneten Stelle des Küsteneises landen, um von dort aus die Lchlittenexpedition zu beginnen. Tiefer Plan hat die Zustimmung norwegischer Autori- täteu besonders auch von Fritiof Nansen gefunden. Die Absiast ist, in dem norwegischen Hafen Sandefjord L^n Robbendam^cr zu chartern und auszurüsten. Die größten Schwie^gkeiten lieg in der Beschaffung der nötigen Zugkräfte sur,die Schl tten T^r deutsche Hilfsausschuß, an des,en Spitze Gras Zeppelin getreten ist, hat in einer sofort abgel>altenen Sitzung alles\ m die Wege geleitet, um ohne jede Verzögerung die Hilfsexpedition zu sichern und auszurüsten.
Aus C h r i st i a n i a, 18. Febr., wird gemeldet: Ans eine Anfrage der „Tidens Tegn" betreffs der Hilfsexpedition
kf. Der Arzt bei Negus Menelik. Seit einer Reihe von Jahren heißt es immer abwechselnd, Negus Menelik von .'Ibessyuien se> gestorben ober lebe noch. Ein Engländer, der jüngst Attika von Süden nach Norden durchquert hat, Lord Crauworth, glaubt nun diesem Geheimnisse au» den Grund zil kommen, indem er sich an den eingeborenen Arzt des Ne us in Ab<siimien wandte, der übrigens in Europa silldiert hat. Dieier ^Irzt beiudit Menelik uieiteljährlict) einmal, jedoch weiß er, obmoi'l er einen Krankeu- 'eiuch macht, nichi anzuaeben, ob Menelik nod) lebt ober nidjt. Bei diesem Krankenbesuche führt man ihn, wie der .(Sortiere d'Jtalia' beridnet, zu einem Dleufdien, der von Kovi bis zu den 'Tinen einaetvicfelt ist "sie eine ägnvtische Mumie. Tas Gesicht ist von einer Maske bedeckt, die an den Stellen der Augen zwei Herne .vchei uat. Manwrnni lieht der Arzt Hinter diesen Loch rn etwas dangen wie die Augen eines lebenden Menschen. Ties ul bas einzige Lebenszeichen, das er sieht. Cb die lebende Mumie, die man iijm zeigt, aber König SOienelit ist, tveiß er nicht anzugeben. (?)
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für Schrödcr - Stratiz teilte der Minister des Aeußern mit ein Seehundsfänger könne binnen acht Tagen von Löus.erg oder Sandesiord nach Tromsö abgehen. Während bieier unterwegs sei, könnte die Ausrüstung mit der Bahn geschult werden, um beim Eintreffen des Schiffes in Tromsö bereitzulicgen. -Las Ministerium des Acußern will dafür Sorge tragen, daß vor der Abfahrt des Schiffes in Tromsö Lappländer mit Reniilieren «ich zur Mitsahrt bereilhalten. Tic Uebersahrt nad) Spitzbergen dauert im günstigen Fall etiva eine Woche. Die LaudungS,teile wird durch die dortigen Eisverhältnisse bestimmt. Sie rst wahrichnnlich im Eisfjord mit Uebergang von der i ck s o n b u ch t nach dem östlichen Arme der Weit en bucht, oder m der Groß- bucht mit Uebergang nad) der Liefd ebucht.
Der Wortlaut der Gloria.
Viele Besucher des Kirchenkonzertes am Montag werden überrascht gewesen sein, die ihnen aus der Weihnachtsgeschichte vertrauten Worte des Gloria in folgender Fassung deutsch übersetzt zu finden: Ehre seit Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind. Ta es sich um Verdeutsdmng des lateinischen Messetextes handelte, so mußte diese Fassung gewählt werden. Damit ist aber nickst gejagt, paß die lateinischen Worte den ursprünglichen ©um richtig wieder geben In Luthers Uebersetzung lautet das Gloria: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Diese Uebersetzung ist keineswegs willkürlich. Man kann sich für sie auf viele Textzeugen berufen. Aber die ältesten Zeugen sind es nicht. Diese sprechen vielmehr dafür, daß int griechischen Texte ursprünglich nicht „den Menschen em Wohlgefallen" (griechisch: eudokia), sondern ,cheii Menschen des Wohlgefallens" (eudokias) gestanden hat. Sie sprechen aber weiter dafür, daß der Hymnus ursprünglich Nickst dreiteilig, wie bei Luther, sondern zweiteilig gewesen ist, entsprechend einem bekannten Gesetz der hebräischen religiösen Poesie, aus der un letzten Grund auch unser Gloria herausgewachsen ist. nomit isl die lateinische Fassung sormell die richtige. Es fragt sich nur, ob die Wiedergabe der Worte: den Menschen der eudokia durch: den Menschen, die guten Willens sind, dem ursprünglichen Srnu gerecht wird.
Tas Wort eudokia begegnet uns int Griechischen nur un Bereich der religiösen Sprache der Juden (d. h. in der griechischen Uebersetzung des Alten Testaments, der sogenannten Septuagmta)
(Dienstag und Freilag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seitsragen Feruipreck - Anschlüße:
Die rumänisch-bulgarische Klippe.
Die rumänische Regierung bewahrt auch jetzt, in den kritischsten Tagen, ihre bewährte Kaltblütigkeit. Es ist aber deshalb keineswegs ausgeschlossen, daß sie, um die Versprechungen der Thronrede König Karls zu verwirklichen, plötzlich mit einem ganz entschiedenen Entweder — Oder heraustritt. Das wissen auch die Herren in London und Petersburg ganz genau, und darum schwirren in den letzten, Tagen die beunruhigendsten Nachrichten durch die Luft. Man spricht wieder von einer Vermittlung durch die Großmächte, und es sollen schon Schritte in Sofia 'und Bukarest erfolgt sein, um auf beiden Seiten zum Aachgeben z-u drängen. Prinz Ghikä, der rumänische Vertreter, hat die letzten Vorschläge Bulgariens im Namen seiner Regierung abgelehnt und ist, wie es heißt, seit Samstag ohne neue Instruktion. Beim Ministerrat in Bukarest sotten einige Minister für Mobilmachung gewesen sein. Wir hatten seinerzeit berichtet, daß Rumänien die neue grenze in gerader Linie Wischen Turtukai an der Donau und Balcik am Schwarzen Meer gezogen hüben wollte. Heute dreht es sich hauptsächlich um die bulgarische Grenz- festung Siliftria, auf deren Abtretung Rumänien drängt. Wenn die heutigen Mitteilungen des Reuter-Bureaus richtig sind, hat Rumänien in den letzten Verhandlungen ein großes Entgegenrommen bewiesen, und das ist ja auch durch den für Bulgarien nicht sehr günstigen Fortgang des Krieges verständlich. Tas frühere rumänische Verlangen (die erwähnte Grenzlinie) ging auch nach dem Besitz des Kaps Kaliakra. Heute fordert man das eine oder das andere: entweder Silistria oder das Kap Kaliakra. Wie die Türkei
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Notiz zu nehmen.
Amtliche Telegramme aus Bukarest bezeichnen die Lage, als akut. Rumänien müsse seine Position wahren und auf der von ihm vorgeschlagenen Grenzlinie von Turturei bis Baltschik bestehen.
Tie M ächte unternahmen Schritte in Sofia und Bukarest, um weitere Reibungen zu verhindern.
Sofia, 18. Febr. Das Blatt „.sicr" behauptet auf Grund zuverlässiger Informationen, die Aussichten auf eine freundschaftliche Regelung des bulgarisch-rumänischen Konflikts seien geftie^ gen. Der Friede zwischen Bulgarien und Rumänien sei nicht so bedroht, wie man glauben macken wollte.
Die „Petersburger Telegraphen-Agcn ur erfährt aus zuständiger Quelle, daß die allgemeine poli ische Lage, wie aus den Vorbesprechungen zwischen Bulgarien und Rumänien sich ergab, nicht die P e s s i m istischen An - s ch a u u n g e n eines gewissen Teils der P r e s f e rechtfertige. Die Besprechungen zwisckstn den Kabinetten in Sofia und Bukarest sind nicht abgebrochen. Falls die direkten Vorbesprechungen nicht zu einer vollständigen ttebercinstimmung zwischen den beiden Regierungen führen sollten, so würden alle Mittel versucht werden, die Streit punkte dem Schiedsspruch der Großmächte zu unterwerfen. Es sei Grund. zu der Annahme vorhanden, daß man in Rumänien wie in Bulgarien der schweren Verantwortung Rechnung trage, die derjenige Teil auf sich laden würde, der Gewalt gebrauchte, bevor die friedlichen Mittel zur Beseitigung der 'Tifserenzen erschöpft seien. Alle Großmächte versuchten der Frage cme friedliche Löjung zu geben, da sie übereinstimmend den Wunsch hegten, die Möglichkeit eines Konfliktes zu vermeiden.
Die Beschießung von 2Ldriarropel,
Konstantinopel, 18. Febr. Einem amtlichen Kriegsbericht zufolge, bombardierte der Feind g c st e rn Adrian opel mit großen Zwischenräumen., Be merkenswertes ereignete sich nicht: in der militärischen Lage bei Bulair trat keine Aenderung ein. Tie Rekogno- zierungen und die Verstärkung der Stellungen bei Tschtal- dscha dauern an.
. Türkische Truppenlandungen.
K o n st ck4i t i n o p e l, 18. Febr. (9t ■> Uhr abends.) Die Türken nahmen heute bei T s ch a r k o e j eine n e u e L a n- dung vor und landeten eine beträchtliche Truppenmacht, welche bisher an Bord von Transportschiffen gewartet hatten. Nachrichten über den Verlauf der Landung werden stündlich ermattet.
Die Gerüchte von einer Verwundung EnverBeh s in Rodosto werden amtlich dementiert. Der Brand in Stambul zerstörte gegen 100 Häuser und etwa 40 Ge ■ schäftsläden. ____________________________________________
D e neuen Rüitunaen $ranfreichs.
Die gesamte französische Presse beschäftigt 'ich mit dem vom „Temps" angefün'ig.en Regierungsplan Aur Vermehcung und Verstärkung des franko, scheu feeres. Fast durchweg wird die tteberzeugung ausgesprochen, daß das Land die zu ! i n e r S i ch e - heit erforderlichen La st en willig aus sich "6rabifak b„S!an tcr ne" (»reibt: Wir wollen honen, daß weder eine Partei noch ein Politiker gegen die Notwendigkeit der Opfer Einspruch erheben wird. _ . / r™,
Ter „Figo r o" will wissen, daß in Betreu der Wieder einführuna der dreijährigen Dienstzeit keinerlei Ent-' scheidnng getroffen werde. Es heißt sogar, daß diese ^osung der Frage des Mannschastsbestandes nichtins Auge S^aßt werde Ties wird durch eme Unterredung bestätigt, die e n Sendjt. erstalter des „Exeelsiors", Mit dem Vtinliterpra,^te'l Vriand batte, der u. a. sagte: es ist richtig, daß die Regierung Nch damit beschästigt, die Streitkräsie zu vermehren, ähnlich w ees bezüglich der Kriegsflotte geschah. Wir werden die Ausstellung eines aus fünf Jahre zu verteil endenMi it ar pro gram ms verlangen, bereit Kosten aut e t w a bUU Je u Honen geschätzt werden. Tie urage der Mi.ltardi.nstzeit wird gegertwärtig getuüft. Es ist nicht die Redo dooon, die orojabrtge Dienstzeit für die gesamte Armee einzusühren.
K konservative „G-aulois" erklärt^ daß bte Nachricht von der geplanten Heeresverstarkung ein -tcoft und une Be ruhigung für alle französischen Patritteii bilde.
„P et it e R s pub 1 ig u e" schreibt:. Tie furchtbare Vermehrung des deutschen Heeres mußte seitens der ttanzosisch.n Regierung notgedrungen eine cnergisckie und rasche^^wort hervor- rufen Nicht ohne Betrübnis sehen nur, daß an bOU JJüllwnen in den Abgrund des beroaüneten H-riedens geworfen und e^c Anzahl von Waffengattungen zu eutem längeren ckusenthalt tn den Kasernen gezwungen werden sollen. „«s
Bezüglich der Mewung, daß nur sur du. Kavallerie und Artillerie die Einführung der dttsiährrgen Dienstzeit rn AiBsicht genommen sei, schreibt das „Echo de V ° s daß ^es frn eine undemokrakische Maßnahme gehalten werde, getmssen gal ligen eim dreijährige Dienstzeit an inerlegen,. wayreud du übrigen nur zwei Jahre unter oen^ Fahnen bleiben wurden. Das Blatt erklärt, eine .BOmonahge Dienstzeit sur alle Waffengattungen würde eine unzureichende MaMahme ^Ä^it'uud werde sich deshalb schließlich genötigt sehen, vom Parlament und dem Land das Opfer der dreijährigen Dienstzeit zu verlangen.
Paris, 18. Febr. In P a r l a rn e n t s kr e i s e n verlautet, daß mehrere Abgeordnete beabsichtigen, übermorgen an die Regierung eine Anfrage über die Mitte i l u u g e n de s „T e m p s" betrefseiid die geplanten Heeresverstärkungen zu richten. Ter Regierung^soll hrer- durck Gelegenheit gegeben werten, sich über die üoiimmung; der Kammer bezüglich der geplanten Militärvorlage klar zu werden. _______________
«eznaSvret monattidi?') Li., viertel- iährlich Mk. 2.20: durch .Ubbole' il Zweigstellen inonatluh 65 Pf.: durck) die Bost Aik.2.—viertel- jährl. ausfcksl. Beitellg. Zeilenvreis: lokal 15 Pi^ auswärts 20 Pfennig. Ehefredakteur: A Goeip
_______ Verautwortlick für den öe*«,Än’il2 KF W "W »olitiicben Zeil: Siuguft
BW General-Anzeiger für Oberhessen MM
bun*e^ag1e-^numnle^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zleindruckerei R. Lange. Uedaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Land": E.Henr 'ür den vis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhosstrahe 16a. AnzeigeiitelU^v^e^.
2liid ßciien.
Aus der Kammer.
bs Darmstadt, 18. Febr. Es' war vorausznsehen^ daß die Beratnng über Kapitel 10, Staatseisenbahnen, nicht in einem Tage beendigt werden würde. Denn einmal hat fast jeder Abgeordnete Eisenbahnschmerzen, die er zu erkennen geben muß, oiid ein andermal ist es die Frage der Revision des Gemeinschaftsvertrages, die nicht aus der Welt zu schaffen ist und immer, so ost sie angeschnitten
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