Ausgabe 
21.6.1913 Erstes Blatt
 
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poleon vor hundert Jahren in Preußen aufbringen oder

und seinem Heere.

von

erhäng t,

Lehnhardt.

«

1912 eine neue Vereinigung der Kohlensäurewerke besteht, konnten die Preise doch nicht in vollem Umfange geregelt werden; infolgedessen brachte das Kohlensäurewerk einen

aus vor bat

Mill. Fr 813,5 141,3

59,0 14,3

6,5 23,4 63,8

7,6

Lieferungen und Leistungen .... 4 ... . bare Kontributionen .....

an eingezogeuen preußischen Staatseinkünften . . . an nicht gezahlten Gehältern an Verlusten durch Entwertung der Scheidemünze . an Verlusten der Seehandlung, Bank, Bergbau u. a. Eigentum in Warschau weggenommen Waisen- und Pupillen-Kapitalien weaqenommen . .

** Der Abgeordnete D r. Werner hat gestern im Reichstage bei der Beratung der Wehrvorlage das Wort ergriffen.

w Wiesbaden, 20. Juni. Der Gattenmörder Koch Nied bei Frankfurt, gegen den in der kommenden Woche dem Wiesbadener Schwurgericht verhandelt werden sollte, sich heute nacht in seiner Zelle im Untersuchungsgefängnis

Kolosseums", Herr Albert Nappmann, hat in Frank­furt a. M. wieder ein Spezialitätentheater eröffnet, woraus zu ersehen ist, daß ihm seine Gießener Erlebnisse doch nicht die Lust an seinem Berufe genommen haben, mit dem er ja auch hier vielen einige vergnügte Stunden bereitet hat. Wie aus dem Anzeigenteil unseres Blattes ersichtlich ist, liegt das Kolosseum" in Frankfurt in nächster Nähe der Konstabler- Wache.

bergegeben, wollen aber keinen Zweifel darüber lasten, daß wir die heftigen Ausfälle gegen das Judentum recht unangebracht finden. Es ist ihm denn auch u. a. vom Zentrumsabgeordneten Erzberger sehr scharf erwidert worden. Wir stimmen selten mit Herrn Erzberger überein, aber darin hatte er unzweifelhaft recht, daß die Rede des Herrn Dr. Werner mit ihrer groben Verletzung Andersgläubiger völlig deplaziert gewesen ist. v . r/

Der frühere Direktor des hiesigen

iXl Gelnhausen, 20. Juni. Auf der Fahrt von Metz nach Berlin begriffen, mußte der Militär-DoppeldeckerB 10" (Führer: Leutnant Zwicker, Beobachter: Leutnant Bollbrugge) wegen eines Motorschadens in der Nähe von Wächtersbach eine Notlandung

vornehmen. Beim Wiederaufstieg erreichte der Flugapparat nur eine geringe Höhe und mußte wieder landen, wobei die Steuerung zertrümmert wurde, so daß eine Abrüstung erfolgen mußte. Die Offiziere erlitten feine Verletzungen. Der Apparat wäre beinahe in die Kinzig geraten. z/ .a .

Potsdam, 20. Juni. Das LuftschiffSachsen" ist ton i/212 Uhr von Hamburg kommend, frier eingetragen und glatt im Potsdamer Luftschiffhafen gelandet.

Handel.

- 4% neue mündelsichere Anleihe der Stadt Mülheim (Ruhr). Die Darmstädter Bank dahier legt Mk. 5 000 000 obiger Anleihe laut heutiger Bekanntmachung Lum Kurse von 93.50 °/0 zur Zeichnung auf.

Ausland.

Vott den englischen Frauenrechtlerinnen.

In Solihull bei Birmingham haben Anhängerinnen des Frauenstimmrechts ein großes Haus in Brand g e ft e rf L Die Brandstifterinnen ließen am' Tatorte Zettel 'zurück, in denen sie die Freilassung ihrer in Haft befindlichen ^Genossinnen fordern.

Das neue Schulgesetzün Belgien.

' Der belgischen Karniner wurde der Sckiulgesetzentwnrf unter­breitet, der den Pflichtschulunterricht bistzum 14. Le­bensjahre einfübrt. Die letzten beiden Schuljahre sind dem gewerblichen Unterricht gewidmet. Außerdem werden durch den Entwurf die Anstellungsverhältnisse der Lehrer neu geregelt.

Cherchez la fentme.

Wie das Warschauer ,^Journal" schreibt, ist in diesen Talgen in Petrikau eine russische Studentin ge­storben, die kurz vor ihrem Tode ein sensationelles Ge­ständnis machte. In diesem Geständnis, das vier Stunden vor ihrem Ende gemacht wurde, gab sie zu, daß sie sich bischer im Dienste der russischen Spionage-Agentur be­tätigt habe, vornehmlich in Oesterreich. In Wien sei sie mit Redl bekannt geworden und zu ihm in intime Beziehungen getreten. Später sei sie dann von ihm ver­lassen worden und habe beschlossen, Abrechnung mit dem Treulosen zu halten. Vor ihrer Abreise habe sie alles das, was sie von dem verräterischen Treiben des Prager Obersten wüßte, in einem Briefe an den Kriegsminister niedergelegt. In Wiener informierten Kreisen, die der Unterf'uchungstommission nacheftehen, wird mitgeteilt, daß die Erzählungen der sterbenden russischen Stildentin in Petrikau auf Wahrheit beruhen.

Spanische Kämpfe in Marokko.

Amtlich wird aus Tetuan gemeldet: Die Kabhlen von Anghvera machten einen Angriff« ufspanischeTruvpen, die sich nach einem Streifzug in das Kabhlengeviet nach Tetuan zurückbegaben. Die Kahlsten wurden zuriickgeschlagen und erlitten große Verluste. Zwei spanffche Offiziere und fünf Soldaten wurden getötet, 22 Spanier verwundet, darunter ein Major, drei Hauptleute und vier Leutnants. Der Feind war sehr zahl­reich, gut bewaffnet und gut mit Munition versehen.

Außerdem wurden durch Brandschaden, ungesetzliche Er- beeinträchtigte. An? diesem Grunde, und um der heutigen Lage Pressungen, Plünderungen und Privatrequisitionen noch auf dem Geldmärkte Rechnung zu fragen, wurde eine Ein-

Napoleons Urieosbeitreibungen ht Preußen vor hundert Zähren.

Noch vielfach werden die Beträge unterschätzt, die Na

Landwirtschaft»

Zunahme der Schweinebestände.

Berlin, 21. Juni. Die am 1. Juni vorgenommene Zählung der Schweinebestände hat besonders in denjenigen Bundesstaaten, in denen Viehzucht in größerem Umfang betrieben wird, eine erhebliche Zunahme gegen die Zählung am 1. Dezember ergeben.

Ans Stadt nnd fand»

Gießen, 21. Juni 1913.

** Tageskalender. Biograp H-Lichtspiele: Täg­lich Vorstellung.

BakofsKammer-Lichtsviele: Täglich Vorstellung.

Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung.

Ober hessischer K u n ft 0 e r e i n. Gemäldeausstellung im Turmhaus am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von SamStag) von 111 Uhr, Sonntags von 113 Uhr, Mittwoch nachmittag von 35 Uhr.

Oberhessisches Museum u n d G a i l' f ch e S a m m * lunaen. Geöffnet Sonntag vormittags 111 Uhr unentgeltlich.

Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 111 Uhr unentgeltlich.

Hessische Bereinigung für Volkskunde: Vortrag des Pros. Dr. Reis, Mainz: Mundarten und Mundartdichtungeu des Großherzogtmns Hessen. Nachm. 4 Uhr.'s Millersch Liff'l öunn Mich'lbach", Volksstück mit Gesang. Nachmittags 6 Uhr.

Die An lagemus i k findet Montag, den 23. Juni, nach­mittag 5 Uhr in der Süd-Anlage statt (nur bei gutem Wetter, Spielplan: 1. Jubel-Ouvertnre von C. M. v. Weber. 2. Fantasie aus der Operette ,Tie geschiedene Frau", von L. Fall. 3. Anna, was ist beim mit dir? Walzer au§ der OperetteTer liebe Augustin", von L. Fall. 4. Die Ehrenwache, Marsch von I.

hatten 93 Delegierte entsandt. Den Vorsitz führt Oberin reger- meister Vogt- Biebrich. Im Laufe der SSetfranblungcn sprach u. a. Oberbürgermeister Voigt-Franffurt a. M. über ine Bildung städtischen H ypokhekenanstalten.

Bluttat in einer Schule.

Bremen^ 20. Juni. Wie BöSmanns Telegrchchenkkrretor meldet, hat heute vormittag in der katholischen Marienschule ein anscheinend geistesgestörter M a n n auf die Kinder and einen Lehrer zahlreiche Schüsse abgegeben und schwe­res Unheil angerichtet. Der festgenommene Täter ist der dreißig Jahre alte Kandidat des höheren Lehramts Schmidt, geboren zu Sülze in Hannover. Von den Kindern sind zwei tot, sechs, darunter drei schwer verletzte, wurden in die Diatoniffen- anskalt geschafft. Der Lehrer erhielt einen Schuß in den Unter­leib. Der Täter hatte bei seiner Festnahme sechs Pistolen mit vielen Patronen bei sich. Er hat sich bisher noch über nichts ge­äußert.

Dazu wird noch weiter gemeldet: Es ist »jetzt festgestellt, daß der Mörder, der gestern vormittag in der katholischen Marien- ftfrule in die Masse des Lehrers Müllmann «tretend, in jeder Hand einen Revolver haltend, aus denen etwa 20 Schüsse auf die 65 Schülerinnen abgegeben wurden, ein Geisteskranker ist. Er ist noch gestern abend der Irrenanstalt Ellen zugeführt worden. Das Motiv der Tat wird wahrscheinlich darin erblickt, daß er sich einbildet, einen ausgesprochenen Haß gegen die Jesuiten zu haben. Im ganzen gab der Mann aus 10 in seinem Besitz ge­fundenen geladenen Browning-Pistolen mehr als 30 Schüsse ab. Schon wenige Minuten nach der entsetzlichen Tat waren zahlreiche Aerzte in der Schule und nahmen sich der Verletzten an. Das Befinden der drei schwer verletzten Mädchen war gestern abend nach wie vor ungünstig.

Im ganzen sind 15 bis 20 Kinder von den Kugeln ^ge­troffen worden. Der Unhold drang während der Frühstücks­pause von der Sttaße aus in die Klasse, wo sechs- bis sieben­jährige Mädchen Unterrichtet wurden und schoß blindlings auf die Meinen ein. Der Lehrer Möllmann, welcher die Schüsse Vernommen hatte, stürzte sich auf den Unhold, -klammerte sich an ihn und warf ihn zu Boden. Hierbei wurde.er von zwei Kugeln in den Unterleib getroffen. Trotz seiner schweren Verletzungen fririt'-er beit Täter so lange fest, bis Leute herbeieilten, die ihn überwältigten. Von den verletzten Kindern sind drei gestorben. Der Zu­stand des Lehrers Möllmann ist hoffnungslos. Zwei Kinder wurden schwer verletzt und schweben in Lebensgefahr, zwei davon wurden von 'je zwei Kugeln getroffen, vier Kinder gelten als mittelschwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt, während sechs mit leichteren Weichteil- oder Stteifschüssen davonkamen. Die Aufregung in der Stadt ist natürlich allgemein und groß.

Schmidt ist zur Beobachtung seines Geisteszustandes in der ftranfenabteihing eines Irrenhauses untergebracht worden, wo er sich ärztlicher Behandlung unterziehen muß, denn er ist übel zugerichtet worden. Als er auf die Straße.flüchtete, wurde er von 50 bis 60 Personen umringt, die doll.Wut und Empörung aus ihn einsÄugen. Die Polizisten mußten blank ziehen, um chn aus den Händen der Leute zu befreien. Der Zustand des Lehrers ist hoffnungslos. 1

Im Lause des Nachmittags würden noch fünf weitere Mädchen dem Krankenhause zugeführt, zwölf besinden sich in ihrer elter­lichen Wohnung in ärztlicher Behandlung. In dem Besinden des schwer verletzten Lehrers MöhlMann trat im Lause des Abends eine leichte Besserung ein. Die Aerzte konnten die Kugeln aus feinem Körper entfernen.

Zusammen Mill. Fr

Dazu tarnen für die Jahre 1808/13 noch l

Franks. werden konnte. Der Kohlensäurebetrieb hatte noch unter dem

Mill. Fr. Konkurrenzkampf und seinen Folgen zu leiden. Obschon seit Juli

Unterhaltung der französischen Garnisonen in Preußen . 38,0 - - * - "

bare Kontributionen............. 104,0

an Lieferungen 94,6 Kosten des Durchzugs des franz. Heeres....... 309,4 . _

Zusammen Mill. Fr. 546,0 Betriebsverlust, der das Gesamtergebnis nicht unwesentlich

preußischen 1

fragliche Druck, den damals Napoleon mit seinem Heer aus Preußen und Deutschland übte, rief im deutschen Volke den Gegendruck hervor, den Willen, sich von der Fremd­herrschaft zu befreien, und iben unwiderstehlichen Drang nach einem Kampf auf Leben und Tod mit dem Unterdrücker

Kreis Friedberg.

Friedberg, 20. Juni. Gestern abend brannte zum ersten Male das elektrische Licht von der Zentrale Wölfersheim in einigen Häusern. Ein Kurgast von Bad- Naubeim erlitt in einer hiesigen Gastwirtschaft einen Schlag­anfall unb starb sofort.

L. Bad-Nauheim, 21. Juni. Vor 25 Jahren, am 21. Juni 1888, beschloß der damalige Gemeinderat, eine Wasserleitung zu erbauen.

v. Bad-Nauheim, 20. Juni. In der heute nach­mittag abgehaltenen Stadtverordnetenversamm­lung bewilligte die Versammlung dem Ortsgewerbe­verein aus Anlaß seines 25 jährigen Bestehens 200 Mark. Ferner will die Stadt, um den Verein zu entlasten, die bisher von ihm geleitete Handwerker-Abendschule in städtischen Betrieb übernehmen. Der Waldwirt­schaftsplan für 1914 wurde nach langer Aussprache, in der die meisten Redner für Sparsamkeit eintraten, ge­nehmigt. Für Anlage von Abfahrten zur neuen Kreis­straße FriedbergBad-Nauheim sind etwa 4000 Mk. Kosten aufzubringen. Der Kreis weigert sich, zu den Kosten beizusteuern, da er die Ansicht vertritt, daß es Sache der Stadt sei, für diese Abfahrten zu sorgen. Auch die Felb- bereinigungskommissivn nahm anfänglich den Standpunkt ein, daß die Stadt für sämtliche Kosten aufzukommen hätte, ist aber nunmehr bereit, die Straßen soweit diese in die Felder führen auf ihre Kosten ausführen zu lassen, so daß die Stadt dann nur den Teil zu übernehmen hat, der im Straßengelände liegt. Um allen Weitläufigkeiten aus dem Wege zu gehen, ist die Versammlung damit einverstan­den, die Hälfte der Kosten, ettvas über 2000 Mk., auf die Stadt zu übernehmen. Stadtv. Klinkerfuß beschwerte sich über die schlechte Ausführung der neuen Kreisstraße, soweit sie auf Friedberger Gebiet angelegt werde. An der Einfahrt in Friedberg sei sie so^chmal, daß knapp ein Wagen fahren Vann. I1 Für ein neues Achlauchgestell der Feuerwehr

vermischte».

* Sport unb Herzerweiterung. Nach den Nnker- fuchungen Dr. S. E. Henschens (Nord. Med. Archiv Bd. 45 Host 2) führt ber Sport in vielen Fällen zu einer Vergrößerung bes Herzens, in anderen Fällen zu 'kleiner Veränderung der Herz- größe, in vielen wiederum zu einer Verkleinerung des Heryens. Die Veränbernng der Herzgröße hängt ab von dem Grade der Leistung (Anstrengung ober Ueberanftrengung), von der Kraft itnb ber Konstitution des Sporttreibenden und von dem Zustand bes Herzens. Erweiterung zeigt sich besonders bei schwachen und jungen Herzen, bei normalen, kräftigen Reuten nur bet über­mäßigen Anstrengungen. Die Berlleinerung des Herzens tritt nur bei sehr kräftigen Leuten ein. Nach Mittellungen Dr. I. ,J u n d e 11 s in derselben Zeitschrift kehren Herzen, die einst überanstrengt und vergrößert mären, nach dem Auffrören der ge­steigerten Inanspruchnahme wieder zur früheren normalen Größe unb Beschaffenheit zurück, vorausgesetzt, daß sie nickst durch Al­kohol, Syphilis usw. geschädigt waren. Die herrschende Anschauung baß ein nur durch übermäßige Arbeit vergrößertes Herz schließlich erttanken muß, auch wenn die lleberanftrengung aufgefrört hat, konnte nicht bestätigt werden.

* Vom,S 178". Bei Büsum trieben zwei Leichen an, die als die der beiden Oberheizer K n i e 0 i k unb B 0 b10 de vont Torpedoboot8 178" erkannt wurden. Das Vordertell des bet Helgoland gesunkenen Torpedobootes ist jetzt gehoben und auf dem Wege nach Wilhelmshaven, wo bas Wrack am Samstag ober Sonntag früh ins Trockendock gebracht wird.

* Ein ungetreuer Rechtsanwalt. Der Rechtsanwalt v. Brehmer in Wilmersdorf ist wegen Depotunter - , s ch 1 a g u n g verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis in Angeführt worden. Der Verhaftete hatte die vielbesprochene .tcu- lwnenerbschast des Pfarrers .Liebe zu regeln. Auch dabei |OUi

Gerichtsfaal.

Ein Spionageprozeß vor dem Reichsgericht.

Leipzig, 20. Juni. Vor dem Reichsgericht begann ber Spionageprozeß gegen ben 20 jährigen aus Rußland gebür­tigen Eisenbahnrangierer Löscher. Der Angeklagte, ber beut» cher Staatsangehöriger ist, war zuletzt in Skalmierzhee als Eisen­bahnrangierer tätig. Er stand in Beziehungen zu russischen Offi- rieren, welchen er den Bahnhofsplan von Skalmierzhee aus- (iefern wollte. Bei ber Abfahrt von Kalisch würbe er verhaftet. Die Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen. Der Angeklagte wurde wegen versuchten Verrats militärischer Geheimniffe unter Ein­rechnung einer noch nicht verbüßten Gefängnisstrafe zp zwei Jahren, sechs Monaten und einer Woche Zucht­haus, fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.

Franksnrt a. O., 20. Juni. In dem Prozesse gegen ben ehemaligen Forstreferenbar Knobloch verneinten die Ge- schmorenen die Frage nach Totschlag unb bejahten die nach Körperverletzung mit tödlichem Ausgang. Der «Staatsanwalt be­antragte fünf Jahre Gefängnis. Der Vorsitzende verkündigt, darauf den Beschluß des Gerichts. Nach § 317 der Prozeßordnung mied die Sache zur nochmaligenVerhandlung für die nach st e Periode des Schwurgerichts verwiesen.

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. . . ~ ' ivenben 150 Mk. bewilligt. Das gestern im Kvnzerthaus

erpressen ließ. Nach dem amtlichen Feststellungen ber preu- veranstattete Festkonzert, bei bem 200 Musiker mitwirkten, Aschen Behörden, ferner nach ben Berechnungen Max erfreute sich eines recht guten Besuches, boch stanb biefer Duncker s u. a. erlitt Preußen in der kurzen Zeit von nichtttn Verhältnis zu dem auffgewandten Apparat, nament- Jena bis Tilsit an Verlusten rund 1150 Mill. Franks und ifth mies das erste Parkett große Lücken auf, es war nur zwar durch - - - - - - -

Samstag, die um 12 Uhr beginnen wirb, zu Enbe zu bringen.

Sollte bas gelingen, bann würde für Dienstag die dritte Lesungv'

des Staatsangehörigkritsgesehes, sowie kleinere Vorlagen unb Wahl- Wir haben seine Ausführungen, wie mir bies b" ckbgeordnetm Prüfungen auf bie Tagesordnung der um 3 Uhr nachmittags be- unserer heimischen Wahlkreise zu tun pftegen, ^ussuyrttM^ wre- ginnenden Sitzung gestellt werden. Am Mittwoch soll dann die zweite Lesung des Wehrbritrags, der bis dahin Vom' Bndgetausschnß ledenfalls schon dnrchberaten sein wird, auf die Tagesordnung gelangen, lieber die voraussichtliche Dauer der Tagung wurde int Aeltestenrat einstweilen noch nicht gesprocheii, boch nimmt man in den Kreisen der Rrichstagsabgeordneten an, daß bie ganze Tagung spätestens am Mittwoch ber übernächsten Woche, am 2. Juli, zum Abschluß gebracht werben kann.

nahm brei Stunden in Anspruch. Der Finanzausschuß unb die Bürgermeisterei beantragten in einer Vorlage ben Steuerkoeffi­zienten um 10 Prozent zu erhöben. Dabei wurde hervorgehvb-m, daß bie Stabt Mail» mit ihrem Budget unb ihrer Finanzwirt­schaft viel besser bastehe, als anbere hessische Stäbte und auch die Stabt SBto5lxtocn. Es wurde schließlich einstimmig be­schlossen, an Umlagen zu erhebena) auf 100 Mk. Steuevwert des Vermögens 22,95 Pfg., b) auf 1 Mk. .staatliche Einkommen­steuer 116,4 Pfg. Im cingemeindeten Kostheim sollen erhoben iverben a) aus 100 Mk. Steuerwert des Vermögens 22,35 Pfg., b) auf 1 Mk. staatliche Einkommensteuer 165,48 Mk.

Hessen-Nassau.

Langens ch Wal Vach, 20. Juni. Der Nassauischg Stäbtetag, ber freute unb morgen frier tagt, nahm feite vormittag im königlichen Kathanse seinen Mnsimg. 38 <5fcäbte

größere Verluste verursacht, endlich burch bie besonderen schränkung in ber DivibenbenauSschüttung beschlossen. Nach Kosten der franMschen Einguartieruug mit den un- satzungsgemäßen Abschreibungen in Höhe von Mk. 18791. sinnigen Ansprüchen der Offeicrc. Alles in allem lassen verbleibt inkl. Mk. 6770. Vortrag ein Reingewinn von sich dre bmen Verluste Preußens auf 2 Milliarden 39964 62, fluS dem 4 Proz. (6) Dividende verteilt und Franks b extern, was, ganz abgesehen von dem erther. /«ne 6770 auf neue Reckmrma voroetraaen

stark gefallenen Geldwert, für einen Staat wie Preußen; J V f s8

!nit Ä 4 Millionen ungleich drückender war als 1871 '»erden sollen. Dos ouSscherdende Aufs,chtscotsmitgl.ed Koni- die Kriegsentschädigung von 5 Milliurben Franks für ein merzienrat Dlschlnger, Darmstadt, wurde elnstnnmtg reiches Lund wie Frankreich mit 40 Millionen Bewohnern, wiedergewählt.

Napoleon wollte eben Preußen, den damals wehrhaftesten, d. Mainz, 20. Juni. In der heutigen Sitzung ber militärisch geschultesten Teil 'des Deutschen Reiches, durch Stabtvervrbneten erfolgte eine längere Aussprack-: über Kriogsbeitreibungen und Erpressungen erfti<±ten Preußen die Walbankäufe des Barans v. Walbthousen. Der Rechtsamvalt war erschöpft bis aufs Mut, feine S^atseiunahmen gingen des Bowns ° Woldchausen Londt-gs-bg und Stalnverordnetcr bis auf 50 Mill fVranfä t-urikf hie Kurie h.r3 unh Dr. Schmitt, erklärte, baß nichts geschehen werbe, was die « aL k ft und Mgemrircheit schäbige. Im übrigen macküe er daraus aufmerk-

neurnarkischen Pfandbriefe Ins auf 64 /^ der ost- und tvest- daß man einer so hervorragenden Steuerkraft, wie Herrn P j o4 im Juhre 1812! Allein, der uner- D Waldthäusen, Entgegenkommen zeigen solle. Die Stadtver-

~u ' r':.....* ' ordneten glauben, baß eine alsvalbige Regelung herbeigeführt

wird. Die Feststellung ber Aussckjlagsziffer für bie Umlagen

zur Hälfte besetzt. Den stärksten Eindruck hinterließen bie Pathetische Symphonie von Tschaikowsky unb ber Kaiser­marsch von Rich ar b Wagner.

Starkenburg und Nheitchessen.

Offenbach, 21. Juni. Die SelterZ-Sprubel Auguste Viktoria, G. m. b. H. zu Selters a. d. Lahn, hielt gestern hier ihre Generalversammlung ab. Nach bem Bericht war baS Jahr 1912 infolge ben cmbauernben naß- . 1129,4 kalten Sommerwitterung für ben Minercllwasseroersanb über* 546 Mill, aus ungünstig, so baß ber vorjährige Umsatz nicht erzielt