Ausgabe 
23.8.1913 Erstes Blatt
 
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Wind ersteir, eine Neuheit, bie SinfoniePer aspera ad aatra von Scharrer zur Aufführung. Tas Serf enthält im zweiten und dritten Adagio und Scherzo einiges Schöne. Der erste und vierte Satz Allegro und 'Andante leiden unter zu reichlicher Verwendung de- Blechs. Das Publikum verhielt sich der Scharrcrschen Musik gegen­über sehr kühl, und die Sinfonie hatte nur einen schwachen Erfolg. Als Solisten wirkten mit ein Kurgast, Jürgen Maas, der, mit schöner Stimme begabt, Lieder von Schumann u. a. sang, und Konzertmeister Wilhelmi, der die Romanze in A-mvll für Violine von Bruch spielte. Mit der fünften Ausführung der OperetteDer l i e b c Au gusti n" schloß heute die diesjährige Operetten- spielzeit des Großh. Theaters. Im ganzen fanden mit Einschluß vonPüppchen" 19 Operett^n-Ansführungcn statt Die Spielzeit war für Direktor Steingoetter sehr erfolgreich, da ausverkaufte Häuser an oer Tagesordnung waren.

= Bad-Nauheim, 22. Ang. Bis gum 21. August sind 30 000 Kurgäste angekommen. 378 255 Bäder wurden bis zum 21. August abgegeben.

h. Dlclbach, 22. Aug. Eine wild gewordene Kuh überrannte einen hiesigen Bauern, der zu Fall kam und bnbci ein Bein brach.

Starkenburg und Nheinhessen.

bS. D a r m st a d t, 22. 'Slug. Auf dein Querbahnsteig des Darmstädter Hauptoahnhofes befand sich bisher eine Anzahl großer leerer Wandflächcn. Nur einige davon trugen amtliche Bekanntmachungen und Verord­nungen. Vier dieser kahlen Wände hat man jetzt mit Bilder­schmuck versehen. Das Hauptbild, das zwei Wände für sich in Anspruch nimmt, stammt von dem Darmstädter Hos- theatcnnaler Kurt Kempin und stellt Darmstadt aus der Vogelperspektive dar. Der Künstler hat sich den Beschauer auf dem Hochtzcitsturm stehend gebaclst, von dem aus de- kanntlich der Blick über die Stadt am vorteilhaftesten ist. Links von diesem Doppclbilde hat der Maler Klump einen Plan der Stadt gemalt, der durch seine Größe recht über­sichtlich geworden ist, so daß sich der Fremde leicht orien­tieren kann. Auf der anderen Seite des .Hauptbildes hat der Zkünstler eine Wcgekarte des Oden wa ldes an- gebracht. Die drei Bilder wirken an dieser Stelle durchaus dekorativ und tragen wesentlich zur Verschönerung des an und für sich schon prächtigen Bahnhofes bei.

rm. Darmstadt, 22. Aug. Zum Raubmord Brech- ncr in der Eisenbahn »wischen Frankfurt und Darmstadt hat bte in Offenbach erfolgte Verhaftung des Taglöhners Kunkel in einer Herberge weitere bestimmte Anhaltspunkte für dessen Täterschaft nicht ergeben. Die Vergleichung der Fingerabdrücke des Festgenommenen mit den in dem Eisenbahnabteil gefundenen hat ergeben, daß eine Uebereinstimmung nicht vorhanden ist. Der Umstand, das; die Trödlerin Frau Ambrosius in Frankfurt es für möglich hält, daß Kunkel die Uhr bei ihr verseht hat, und die weitere Tatsache, daß Ztunkel über feinen Aufenthalt am fraglichen Tage eine bestimmte Auskunft nicht geben kann, könn­ten gegen K. sprechen, doch hält man K., der wohl schon andere leidnerc Vergehen hinter sich hat, dieser rohen Tat nicht für fähig. Fran Ambrosius glaubt, daß der Dialekt Kunkels mit dem fraglichen Menschen übereinstimmt. Kunkel wurde vorläufig in Haft behalten; er hat sich wegen eines anderen Diebstahls zu verantworten.

rm. sBabenhausen, W Aug. Für die Rettung zweier Knaben vor dem Tode des Ertrinkens wurde dem Kauf­mann Valentin Will and in Babenhausen gestern durch das Kreisamt im Auftrage des Ministeriums des Innern eine silberne Uhr überreicht.

m. Aus dem Kreise Offenbach a. M., 23. Aug. Eine Jubiläums-Kreis-Obst- und Gartenbau-Ausstellung veranstaltet in den Tagen vom 3. bis 6. Oktober in Offen- dach der Obst- und Gartenbauverband für den K^reis Offen­bach.

ch. Bingen, 22. Aug. Langsam aber stetig geht das Wasser im Rheine zurück. Der Wasserstand ist nun bereits soweit gesunken, daß auch am Mittelrhein die größeren und größten Fahrzeuge ihre Ladungen nach dem Wasser- stände abmesscn müssen. Da gleichzeitig in den letzten Tagen der Güterverkehr etwas lebhafter geworden ist, so macht sich eine größere Nachfrage nach Leerraum bemerkbar.

Kreis Wetzlar.

«= Wetzlar, 22. Aug. Der Kreistag hat in seiner jüng­sten Sitzung dem geschästösührenden Ausschuß der Handelskammer für die Vorbereitung des Bauplanes für eine elektrische StraßenbahnNauborn Wetzlar Niedergirmes Waldgirmes einen einmaligen Beitrag zur Verfügung gestellt.

? Hörnsheim, 22. Aug. Der im Sckmlgarten errichtete Sicubaii für die zweite Schulklasse steht im Rohbau vollendet ba. Somit dürfte bi? zum Frühjahr hier der zweite Lehrer nnziehen; die Schülerzahl ist in den letzten Jahren erheblich jefnegen.

Gictzcncr Strafkammer.

Gießen, 22. Aug Abnahme der Ucberroeifung an die Landes- polizeibehörde

erzielte mit seiner Berufung der Falnikarbeit?r Karl C. von Frankfurt a. M, der wegen Bettelns vom Schönengericht Frieb- berg mit 3 Wochen Haft und Ueberweisutlg an die Landes Polizeibehörde bestraft worden war, aber nur wegen der lieber- Weisung Berufung eingelegt hatte. Die Strafkammer war der Ansicku, daß die Behauptung des Angeklagten, er habe sich um Arbeit bemüht, aber keine gefunden, nicht widerlegt fei.

Pe^rsonenstandsvergehen.

Der frühere Standesbeamte und Bürgermeister G. in llh'a hatte im Mai d. I. als Standesbeamter in Ulfa eine Ebeschlie ßung rorgciwmntcn, obwohl der Mann noch nicht 21 Jahre alt mar und somit nach der Vorschrift des Bürgerlichen Gesetzbuchs eine Ebe noch nicht hätte eingeben dürfen. Strafe: 6 Mark, falls uneinbringlich, 1 Tag Gefängnis.

Berufungsverweifung.

Der Viehhändler Bernhard 93. in Allendorf a d. Lda. war von Grvßb. Sckwffengericht Gießen mit 4 Wochen Gefängnis bc- straft worden, weil er zu Allendorf ein kaum der Schule ent« wechsenes Mädchen an sich gedrückt, geküßt und unzüchtig betastet hakle. Mit seiner Berufung erstrebt er eine Umwandlung Der Frei- Iici stro.se in eine Geldstrafe. Allein die Strafkammer teilte die Auffe.ffung des Schöffengerichts über Art und Höhe der Strafe und rvies Die Berufung als unbegründet zurück.

Rückfälliger D ich

ist der Arbeiter Georg B. von Grünberg, der in Friedberg eine Reihe non Wäschestücken gestohlen batte. 3träte: 4 Monate Ge­fängnis unter Anrechnung von 6 Wochen Unter'uckungshaft.

Unter Ausschluß der Ccffentlitbteit wurde gegen den Taglöhner Heinr. L. in Gießen und dessen Stier- t-it-ter Sch., die unerlaubten Verkehr unter Italien batten, ver­handelt. 2., der außerdem noch der tätlichen Beleidigung eines Vtädchens für schuldig befunden wurde, wurde mit einer Gesamt - Gefängnisstrafe von 1 Jahr und 1 Woche unter Anrechnung von 1 Monat und 1 Woche Untersuchungshaft, die Sch mit einem Monat Gefängnis bestraft.

Der Ausbrecher Stefan Will von Burkhards stand unter großem Andrang des Publikums vor den Schranken des Gerichts, um sich wegen Rückfalldiebstahls mit Sachbeschädigung zu vercuwvorten. WÜl, ein vielfach oor-

f-dlrafter Mensch, der bereit< 16 Jahre hinter Schloß unb Riegel wrbrade pal, batte in Gießen aus an er Waschküche tnuab Ein­drücken der Fensterschäpe zwei Fahrräder gestohlen, war insolge- defsen verhafte: und in daS Provtnzialarresthaus v.tbcaHt nror- brn. Hier brach er aus, indem er mit einem Dietrick die »ebiöfier onnctc und durch Bohrungen an den Doppeltüren bic äußeren Türrtegel entfernte Auf »einer Flucht stahl er dann troch ein drittes Fahrrad, Vas er in Eodlenz nrrtautte Hier wurde er verhafte:, wo er den ihn verhaftenbcn Beamten beleidigte. Strafe: Gesamtzucht da usstrafevondrei Jahren unb einem Monat unter Anrechnung von einem Monat Unteriiutiungdbaft.

Urkunden ' fi 1 i rb n n i

Ter ^Landwirt Wüh. L. IV. in Atzenhain hatte an den Forst­meister Schneider in Grünberg eine Postkarte gerichtet, in der er den Forstwart Sch ist in Atzenh-nn beschuldigte, daß er die 93albarbnter entgegen der Vorfriirifl bi» in die Nacht hinein im Walde arbeiten laste, und bi? Karle mit dem Namen jnxicr Ortseimvolmer unterzeichnet. Ter Angeklagte ist geständig, er will lediglich den Zweck im Auge gehabt haben, ein rechtzeitiges (rintreren der Waldarbeiter zu den Singsnindcn des (Gesang­vereins zu erreichen. Straie: Eine Woche Gefängnis.

Einbruchsdienbstahl.

Der frühere Zfvangszögling Adolf K. von Frankfurt a. M hatte in Frankfurt die Dienstmagd Elise H. kennen gelernt und mit ihr ein Verhältnis unterhalten. Naäidem die (f-rsprrnisse brr H aufgebrauebt und beide in Not geraten waren, beschlossen sie, in dem Elternhaus der H. in Rommelshausen einen Besuch ab zustatten. Sie flamen zur Nachtzeit dort an unb nächtigten in der Scheuer Am nächsten Morgen erbradrn sie in Abroesenheit der Eltern her H ein W anbfcknänkchen, eine Svarbüchtse und einen Kleiderschrank und stahlen daraus c^eld, Kleider unb eine Uhr Strafe gegen K.: 6 Monate, gegen die H : 4 Monate Gefängnis. Je 2 Monate Untersuckrungshaft kamen auf bte Strafen in An-

<Bcrid?ufaaL

Schadenersatz an Arbeitswillige.

Erfurt, 23. Aug. Das Laudesgericht bat 3 dem Mühlenarbeitervcrbande angehörende Arbeiter, die ver­schuldet hatten, daß ein Arbeitswilliger von einer Malz­fabrik entlassen wurde und seitdem nicht wieder Arbeit sand, zu 1 100 Mark Schapenersa tz an den Ar­beitswilligen verurteilt. Das LandesgerichtS- urteil tvird ausdrücklich als Teilurteil bezeichnet. Dem Klä­ger bleibt es überlassen, wieder klagbar gegen bic drei Verurteilten vorzugchen. Das Oberlanbesgericht Naum­burg hatte als höchste Instanz vorher die Ansprüche des Klägers auf Schadenersatz dem Grunde nach als berechtigt anerkannt.

Schützet unsere Anlagen!

Sport.

Internationales Lawn-TenntS-Turnier zu Bad-Nau hei in, Freitag, deu 2 2. August. Ta3 Turnier wurde im Lauf deS Tages soweit gefördert, daß morgen die Vorschlußrunden der meisten Konkurrenzen und im Herren- Dovvel ohne Vorgabe voraussichtlich sogar die Schlußrunde ge­spielt werden kann. Tiefes Match wird sich voraussichtlich zwischen 2 i » b p a i n t n c r ,(£ r it fte unb Albrecht-Karl Kreuzer abspielen, die in dieser Konkurrenz bi-her am erfolgreichsten waren. Ernst* bewies von neuern seine erstaiinliche Meisterschaft und schlug .Paul" im Einzelspiel ohne Vorgabe, ohne ein Spiel zu ver­lieren. Er ist damit bereits in die Vorschlnbrnnde eingerückt, ebenso 2 i n d p a i n t n e r, der in einem interessanten Kampf über Gross siegte ®/T/ In, Damen-Einzelspiel ohne Vor­gabe fiel vielleicht die wichtigste Entscheidung dieser Kouknrrenz am heutigen Nachmittag, indem Frl. Bamberger Frl. Satin schlug e/4/,. In Frl. Bamberger ist jetzt die Anwärterin

auf den ersten Preis in der Damen-Konkurrenz zu sehen, sie hat jetzt zunächst morgen nachmittag gegen Frau Lent zu spielen. Im gemischten Toppelspiel waren Frl. Sa lin-.Ernst", Frl. Bergmann Albrecht lind Frl.Bamderger-2ogte bis­her am erfolgreichsten. Das Turnier war nicht nur von einer großen Menge eleganten Publikums besucht, sondern and) durch den Besuch deS GroßberzogS von Hessen ausgezeichnet, der sich mit seiner Gemahlin, ber Protektorin deS TnrnierS, ber Prin­zessin 2nise von Battenberg, und Geiolae, im Automobil von WoliSgarten kommend, am frühen Nachmittag eingefunden hatte.

Kleine Tageschronik.

In Arnswaldc find drei Kinder von Bienen üb er fallen und tödlich verletzt worden.

Eine junge Engländerin, Miß Lilli Flick, unternahm bei Dover den Versuch, den Aermelkanal zu durch­schwimmen. Als sie 10 Kilometer geschwommen hatte, verließen sic die Kräfte. Sic hatte bereits das Bewußtsein verloren, als sie von dem Begleibdainpser ausgenommen wurde.

Aus Petersburg wird berichtet: In der Nacht auf Frei­tag wurden auf dem Bahnhof der Finnlandbahnen zwei Geld- schränke, in denen sich 70 000 Rubel befanden, erbrochen und beraubt. Tie Täter find bisher twch nicht ermittelt worden.

Aus Malmö wird berichtet: Einer dem hiesigen Lotsen- Tapitän zugegangenen Mitteilung zufolge kollidierten Frei­tag vormittag während der Manöver des schwedischen Zdüsten- geschwaders im Sund ein Panzerschiff unb ein Kanonen- bo o t Das Kanonenboot ist gesunken. Es handelt sich um das PanzerschiffOden" und das KanonenbootUrb". Das Panzer­schiff, von Norden kommend, traf das Kanonenboot, das von Süden kam, an der Steuerbordscite. Die Masten ragen aus dem Wasser hervor. Tie gesamte Besatzung ist gerettet wor­den.

Vörscn-Wochcnftcricht.

Frankfurt a M., 22. August.

Nack den sckxweren Nackem'mlägen, welche die Bön'e burck bic Balkanwirren empfangen Hal, wagt sich bie Unternehmungslust auch angei'ickts der fortschreitenden politischen Klärung nur zaghaft hervor und es kommt nur zu einzelnen lebhafteren Ansätzen, bock zu feiner bemerkenswerten geschäftlichen Tätig­keit. Tie Klagen über den Mangel an neuen M6uferfdr:cbtrn iri^oer- holen sich von Dache zu 'Sode unb der Verlötr bewogt sich un ausgciebt träge in den seit langem gewohnten Gleisen. labet sind die industriellen Sorgen »'ast ganz in b:n Hinter­grund getreten, obrooU die Marktberichte aus dem Eisengewerbe, dem Rückgrat des industriellen Gesamtorganismus, vorerst nick: viel Ermutigendes bitten. Gegenüber pessimistischen An­wandlungen hinsichtlich Der nächsten Zukunft des Wirt­schaftslebens boten die in diesen Tagen bekannt gewordenen oes deutschen Außcnhandccks, sowie die weitere bedeutende Steigerung der deutschen Güterve^k-^rseinnahme im Juli einen guten Rückhalt. Die Spekulation beschäftigle sich in der Haupt­sache mit den m ber ersten Sepiemberhälfte zu enponenben Ab-cklustiiffern des P hönix, nachdem das Eilen- und Ttabl- roerf Höi'ck int Gegensatz zu allen anderen bisher mit ihren Li- langcn bervorgerretencn Stahlwerken zu einer Srböbung der Di­vidende au» Grund der allerdings enorm hohen Ueberschüsse sich entschlossen hat. Mit zunehmender Bestimmtheit macht »ich bte Erwartung geltend, daß der Phönir dem gegebenen Beispiele folgen unb um etwa 2 Pro;, über den vorjährigen Dividenden,'atz von 18r hina-usgehkn werde. Bahnen sind wenig verändert, Banken teilweise abgesckrväcbr. Anck An legewerte ntigren ^nmegenb wieder zur Schwäche, mobä einesteils Gerüchte über neuen starken Kapftalsbedarf des Reiches, andemteils die be­unruhigenden Meldungen ans Mexiko unb scHießlich cwch die Geld-

tirfbäthtfiye milbestimmend mären Die Geldmarktlage findet tm allgemeinen eine ruhige unb ziemlich vertrauensvolle B< uririlung Die Grosbanken gehen den Herbschebürrnissen nvb!' gerüstet enigtfltn und men rechnet für bie nächste Zeu bei ben arnnfleren AnfPruchrn der Industrie unb der Börse cver mit einer Verbilliauna der Leihgeldiätze Für die Monatsabwicklung stehn» jedenfalls Gelder reichlich zur BeHügung und es dürften die Be­dingungen für die Geldnehmer im allgemeinen etwas unter dem Durchschnitt der für Juli gezahlten Satze sich halten. Privat» diskonlv 5 Prozent

Liugcsanvt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Rwaktivn dem Publikum gegenüber keinerlei ßeraniioorhma )

Gießen, 22. Aag

Der außerordentliche Lärm, ben einzelne einfabrenbe Züge auf den beiden Bahnstrecken nach Oberdessen täglich verursachen, ist für die Anwohner nachgerade unertrüg- lick geworden. Man bat immer gehofft, daß dieser störende SRe- trieb vorübergehend fei; wenn nickt, die Polizei oder dortwoh «ende bic Interessen der Oefftmlickkcit vertretende Personen sich einmal dieser unhaltbaren Zu stäube annehmen irnirben. Es ist deshalb höchste Zeit geworben, wenn von Seiten ber Betriebs­verwaltung nickt aldbalb Wanbcl geschaffen wird, die Inter- effentcn zusammengeheu unb mit allen ihnen zu Gebot stehenden Mitteln ihre Rechte ivahrcn.

märfte.

fe. Franksttrt a. M., 22. Aug. Heu- unb 8t rohmarkt. Angefahren waren 9 Wagen Heu. Stroh fehlte. Man notierte: Veu 2,602,9(1 Akk, Stroh (Koriilangstrobl 0.000.00 Mk., Wirr stroh 0,000,00 Mk. Alles ie 50 Kilo. Geschäft schleppend. Tie Zuhihren waren an8 beit Kreisen Friedberg, Dieburg und Ober- taumi5.

WetterauLsichten in Hessen für Sonntag, den 24, Aug. 1913: Wolkig, strichweise Niederschläge, später auweiternd.

Zwischenfall vor Hanfinq zwischen Deutschen und Ausftändiaen.

Daß die Pekinger Regierung dock noch nicht so völlig Herrin der Lage in Mittelchina ist und die Aufftändifcken den Kopf noch hoch oben haben, beweist folgende Meldung über ihr arro­gantes Benehmen gegen die Vertreter des Deutschen Reichs in Nanking. Der Führer der Aufständischen richtete an das deutsche Konsulat ein Schreiben, worjn er behauptete, der vor Nanking liegende deutsche KreuzerEmden" habe die Stellung der Aufständischen auf dem Löwenhügel beschossen und drohte mit Beschießung derEmden" und des Konsulatsgebäu'' deS durch die Aufständischen. Ter jtzonsul richtete im Einver­nehmen mit dem Kommandanten des Kreuzers an den Rebellen- führer ein Schreiben, worin er fcststellte,^daß die Belmuptung einet Beschießung des Löwenhügels durch das SchiffEmden" unwahr sei, und gegen die von den Ausständisckfen angedrohtcn Frindselig- keiten Vern»ahrung einlcgte. Ter Kreuzer .Scharnhorsts mit dem Ehef des Krcuzergefchwaders an Bord ist nach Nanking abgefahren.

Letzte Hnd*ricbtcn.

Einfall der Türken in Altbulgarien.

Sofia, 23. Aug. (Amtlich.) Reguläre türkische Truppen fielen dicht an der Grenze in Alt­bulgarien ein. Tie Bevölkerung flüchtete in das In­nere des Landes. Tie bulgarische Regierung unternahm eine« dringenden P r o t e st s ch ri t t bei den Groß- machten.

Ungewöhnliche Tätigkeit der Türken.

K ö I n , 23. Aug. Einem Sofioter Telegramm derKöln. Ztg." zufolge wurden bei Hermanli Flugzeuge ge­sichtet und bei Mustapha Pascha wird eine unge­wöhnliche Tätigkeit der türkischen Truppen bronerft, so daß es nicht außerhalb der Möglichkeit steht, daß die Türken bei passender Gelegenheit und unter passendem Vorwande die alte bulgarische Grenze über­schrei t c n werden und Bulgarien tatsächlich einen neuen Krieg aufzwingen. Tie cntscheidendeit militärischen Stel­len fcl)cn einem solchen Krieg nicht ohne Zuversicht entgegen. Bulgarien trifft seine Maßnahmen. Im l^eaensatz zu dieser Meldung steht ein Telegramm aus Konstantinopel, das von bulgarisch-türkischen Unterhandlun­gen berichtet. In unterrichteten politischen Kreisen ver­lautet, daß zwischen der Türkei und Bulgarien vertrauliche Besprechungen wegen der Regelung der Adrianopcler Frage stattfinden.

Russische Zollfragen.

Petersburg, 23. Aug. Wie gemeldet wird, wird in der nächsten Sitzung des Ministerrats die Einfüh­rung eines Zolles auf importiertes Getreide in Finnland zur Beratung gelangen. Die Beratung wurde bisher durch das verspätete Eingehen des vom finni­schen Senat cingcholten Gutachtens über das Projekt ver­zögert. Ter Ministerrat stimmte der zollfreien Einfuhr.von ausländischem Naphta bis zum 14. Jan. 1914 zu.

Gerichtliches Verfahren gegen einen deutschenDampf er.

Quebeck, 23. Aug. Gegen den Kapitän des deut­schen DampfersBarcelona" ist von der Einwande­rungsbehörde ein gerichtlichesVerfahren eingelcitet worden, weil er untaugliche Einwanderer in Eanada' ge­landet haben soll.

Verhaftung.

Offenbach, 23. Aug. Ter Fnedbo«Soerwalter S t e i h, gegen den wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten Untersuchung schwebt, ist gestern abend wieder verhaftet worden.

rm. Darmstadt, 23. Aug. Ein internationaler Verbrecher wurde gestern hier festgenommen. Er hat von der Frau eines Arztes in Heppenheim den Betrag von 1500 Franks und 200 Frks für Reisegeld verlangt, für Briefe, welche die Dame kompromittieren sollen unb bie in seinem Besitze seien. Er ver­weigerte anfänglich jebc Auskunft, gab aber später an, daß er Franz von Straeten heiße und aus Iohannisburg in Afrika fei.

Lin Mittel von unschätzbarem werte. Ich unterfchreibe Wort für Wort, was andere von ihm fagen.

Ter Tank einer Tame: Wenn Sie so an Kopfschmerzen, verbunden mit Nervenschmerzen, gelitten hätten wie ich, fo wären Sie gleichfalls ;ür die Mitteilung dankbar gewesen, auf Grund welcher ick geheilt wurde. Ich unterschreibe jedes Wort, was andere über dieie^prächtige Präparat gesagt haben. Wenn eine derartige Mitteilung dem Publikum immer bekanntgegeben toüebc, was für ein Segen wäre dies für alle diejenigen, welche an ckronischen Schmerzen leiden! Tas Mittel ist für weniges Geld in feder Apotheke erhältl:ck und heißt Kephaldol. Sie werden sofortige Erleichterung erzielen, wenn Sie zwei Tabletten ge­nommen haben, und eine weitere in Zwischenräumen von einet Stunde wird bald Ihre Schmerzen kurieren, ob es Nerven­schmerzen ober SchmerLen anderer Art find, EL lvud garantiert, baß es Wft! - - -> _ , hv?1, < t