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Freischar widmete, trug viel dazu Sie war gleichsam die,Muse dieser
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l(3ör§borf) ba^ Wort. Er rühmte, daß der Bund der Landwirte schaftsrat die Wendung gebraucht, bafc er einen Leichter, der nach nie einen Pakt mit der Sozialdemokratie abgeschlossen habe. n.x§ tauqtC/ herausaeschnussen habe. Die „Breslauer Ztg.- Nenn einzelne Abgeordnete mit den Sozialdemokraten zusammen-- * ?
M«nS<nW fo ist das k-m B-wns °s lammt aud,° A-.stes- [inb in unfetcn 3eitläiiften mobent. Sie
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Der „herausgeschm.ffene" Pächter.
Der Kaiser hat in seiner dieöe im Deutschen Landwirt-
rzliche Mit- hn.Arudn,
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liegen. (Anhaltender Bcisall.) .
Nach Erstattung des Kassenberichts und nach Begründung eines Antrages, der eine Erhöhung der Beiträge vorsieht,, erstattete Dr. Diederich Dahn den Geschäftsbericht. Er itellte fest, daß der Bund, auch bei einer Auflö/sung des Reichstages den kommenden Ausgaben gegenüber gerüstet sei. Befriedigend sei, daß die Schwerindustrie nach einer kurzen Zeit des schwanken.' dem Hansabunde den Lauspaß gegeben habe. Tie Handelskammer Elberfeld hat Herabsetzung der Zölle für Lebensrnittel gefordert
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Erscheint täassch mit Ausnahme des Sonntags.
Die „«iehener FamUiendlötter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchenllich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Eichen" zweimal wöchentlich. Tie ,.Landwirtschaftlichen Seit- ftogtn" erscheinen monatlich zweimal.
Hauptversammlung der Bunöes der £on)ro;rte.
Berlin, 17. Februar.
Unter Beteiligung von über 6000 Landwirten aus allen 'eilen des Reichs trat heute mittag im Steinbau des Zirkus wsch der Bund der Landwirte zu seiner diesjährigen Hauptver immlung zusammen. Die Versammlung war schon lange vor >eginn überfüllt, so daß eine Parallelversammlung in der Snig- kademie veranstaltet iverben mußte. Der Versamiiilung im Zirkus lusch wie in der Singakademie lag folgende Entschließung vor:
„Die 20. Generalversammlung des Bundes der Landwirte ; gibt in Besorgnis um das Vaterland und in Treue zu Kaiser und Reich ihrer Ueberzeugung dahin Ausdruck, daßDeutsch- la n d unbedingt einer Verftär kung seiner ^Rüstung bedarf. Unsere Sicherheit verlangt, unser &cer durch volle Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht derart zu verstärken, daß wir auch dem Kriege gegen zwei Fronten gewachsen sind. Dem Gebote der vollen Sicherheit nach außen i steht das Verlangen der vollen Sicherheit nach innen für eine glückliche Weiterentwicklung unseres Vaterlandes gegenüber. Mit Sorge aber erfüllt uns der Gang der inneren Politik des Reiches. Wir sehen, wie die Demokratisierung auf säst allen Gebieten der Gesetzgebung und des öfsent lichen Lebens Fortscknitte macht, wie der größere Teil des Liberalismus im Kampse gegen rechts, im Haschen nach der Gunst der Massen — oft im Gegensatz? zu seiner eigenen besten Vergangenheit — mehr und mehr demokratische Forderungen aufnimmt, womit er lediglich der Sozialdemokratie Vorspann leistet. Wir sehen, wie unsere Regierungen die Gefahren dieser Entwicklung nicht deutlich zu erkennen scheinen, es nicht gewahr äs werden, daß die Sozialdemokratie zusehends einen Staat im Staate bildet und mit ihrem Terrorismus eine Position nach der andern erobert: im wirtschaftlichen Leben, in Stellungen, Aemtern und Mandaten. Demgegenüber fordern wir die ge-
Hierauf nahm der stellvertretende Vorsitzende Dr. Rösicke
Erlaubnis forderte, nach der er die Mannscistlsten vorzugsweise im Auslande anwerben, selbst einkleiden und remontieren sollte^ Später erhielten noch andere Offiziere ine gleiche Erlaubnis, und zwar der Hauptmann von Reicks zur Errichtung erne^ „ausländischen freiwilligen Jägerkorps" und der Oberstleutnant von Rcuß zur Ausstellung „eines oder mehrerer Bataillone frei-
l'amtc Landwirtschaft, die bürgerlichen Mittelstände und die nationalgesinnte Arbeiterschaft nachdrücklich auf, sich zur Selb st Hilfe gegen di e Sozialdemokratie in der Politik und im bürgerlichen Leben zusammenzu- schließen. Das Ziel solcheii Zusammengehens muß sein: die Weiterführung unserer vaterländischen Wirtschaftspoli ik zum Schutze aller deutschen Arbeit, eine,gerechte Sozialpolitik, welche die Existenzbedingungen des Mittelstandes genau sowie die der Arbeiterschaft schützt und verbessert und eine paritätische Steuer- polittk, die das Großkapital entspreckstmd seinen Privilegien im modernen Staate voll zur Besteuerung heranzieht."
Der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Freiherr von 3 a u g c n h c i m eröffnete die Versammlung mit einer An- fpradte, in welcher er nach Erwähnung der letzten schlechten Ernte eut die angebliche Fleischnot zu sprechen kam. Er bestritt, daß eine solche bestehe, wenn auch das Vorhandensein einer leischteuernng in den meisten Großstädten zuzugeben sei. Die cmdwirtschast sei an die Stadtvtwwaltungen wegen langfristiger ieferungen herangetreten. Die Sache scheiterte aber an dem langet an Organisation .im Schlächtergewerbe. Schwere Be- ^nfeit haben wir gegenüber den Ausnalmiemaßregeln der ver- verbündeten Regierungen. Was für ein Geschrei wird die deinv- Iratische Presse erheben, wenn die Maßnahmen wieder aufgehoben traben sollen. Ein Lichtstrahl war die Rede des Landwirt! chafts- mirtifterd im Landesökonomie-Kollegiuni. Wir wissen, daß wir diesem voll vertrauen können. Wir haben heute in unserm Volk ein fremdes undeutsches Element, das Judentum, das eine ver HLugnisvoNe Rolle spielt. Möge das deutsche Volk sich auf die Wurzeln seiner Kraft besinnen, ehe es zu spät wird. Ich verstehe nicht, wie es Staatsmänner gibt, die mit' der größten Hochachtung m der Sozialdenwkratte sprechen. 25 Jahre hat der Kaiser den Frieden erhalten. Wenn wir ihm heute nnsern Dank aussprechen, btitn tun wir das am besten, indem wir das Gelöbnis unwandelbarer Treue erneuern. (Stürmischer Beifall.)
ßln den Kaifcr wurde ein Hildnngs- und an die Prinzessin Viktoria Luise ein .Glückwunschtelegramm abge-
r- Uhr att- 01249
^Großer Beifall.) ,, . . _ . -
Kammer Herr v. Oldenburg (Jannschau) wies Darauf hin, daß es die Konservativen seinerzeit waren, die das Vaterland bei der Misere der Finanzreform herausgerissen haben. Das preußische Wahlrecht ist von eminenter Bedeutung nicht nur für Preußen, sondern für das ganze Reich. Liberalismus und Sozialdemokratie wollen Preußen aus dem Unuoege über das Reich ruinieren. Die kleinen deutschen Staaten rabifaUjteren ihr Wahrecht in der Hoffnung, daß Preußen sie doch fchutzen werde, wenn es hart auf bart kommt. Vorläufig glauben sie lieh aber bei den Massen niedlich machen zu können. , Rach Bebel wird sich der Kampf ums Dasein in Preußen abfpie en: wir haben also das eminenteste Interesse daran, datz die Machttulle des Königs von Preußen nicht geschmälert wird, ^etzt wird alles in der sozialdemokratischen Presse ohne Scheu heruntergmissen. Da imponieren mir die (£n glaub er,bic auf dem richtigen Wege sind, sich die Zuhälter vom .Halse zu lchaffen. (Der Redner spielt auf die geplante Einführung her Prügelstrafe in England an.) Wir leben in der Furcht vor der öffentlichen Meinung, und Furcht ist noch Niemals em guter Ratgeber gewesen. Der Redner verlangt Stprkung her Autorität nach innen und bes Ansehens des Reiches nach außen,.das möge unseres Volkes Ruhm und Ehre lern. (Anhalt Beifall.),
(Vs sprachen noch Defbnontierat Weilnböck (Stadtsteinachst Hofbesitzer Ahrens (Klennflöte) und Landwirt Lind (Niederissigheim), worauf die Entschließung einstimmig angenommen und die Versammlung mit einem Hoch ans das deutfche Vaterland ge- schlossen wurde.
politische Tagesschau.
vornehmer. Die heutige Generation, nicht mir die engere g aubt sich nicht deutlich umd nicht verständlich genug auszudrucken, wenn sie nickst starke oder gar derbe Ausdrucke braucht. „Heraus- geschmissen" einen Pächter, „der md)tS taugte! Kann man firf) einen schärferen Ausdruck denken? Es ist ja amunehmen, daß her Kaiser sich dem Milien a n p a 1, e n wollte, in dem er sprach. Vor diesen Landjunkern, die seine Zuhörerschaft bildeten glaubte er in deren Jargon sprechen zu müßen. Seine Rede sollte den Geruch der Scholle haben und dein Tone angepaßt lem, m be m man aur dem Hose und aut dem Felde zu sprechen vsleg t-Abe schön ist diese Redewendung darum noch lange nickst, und iw Munde des Deutschen Kaisers nimmt sie sich fthr eigentümlich aus. Rn im Leben hätte der alte Kaiser Wilhelm solche schwerverletzenden Ausdrücke gegen eine Privatperson oder einen Untcrge^en unb noch dazu in voller Oefsentlichkeit gebraucht. Wie lief krauend und verletzend ist ein solcher Ausspruch nickst nur für den Pachter selbst, aut den er sich bezieht, sondern auch tur de, m Angehörige Lag wirklich ein zwingender Grund vor, die Untuchtigkeit lenes Mannes so vor aller Oefsentlichkeit, ja vor aller Welt.bloßzm stellen? Konnte der Vorgang, von dem der Kaiser sprack), nicht auch anders ausgedrückt werben? Mußte die Tatsache der zwangs weisen Entfernung des Pächters, die ja nut der Sache gar mcksts
utu hatte, notwendigerweise überhaupt erwähnt Werden? Cs
die Lützower vorher das Reiterlich aus hem Wallenstein angestimmt und sich als ,^)olks wilde Jagd" gefühck, so sangen ste nun Körners Lieder und wurden erst zu dem. was sie in her Geschichte des deutschen Geistes bedeuten. „Gewiß, sagt SteffeiiS, „es war seine herrliche, durch seine sittliche Freiheit den gun^mr Krieg veredelnde und stärkende Gesinnung, welche durch die Bildung dieses Korps und seine spätere Taten laut wurde". So wird Lützows wilde verwegene .Jagd: „Em Wallenstcinisches Lager in einer erhöhten Potenz,. Zusanimengesckmeit «ms aller Herren Länder, sind wir, das i|t tvahr , allem Roheck unt» Gemeinheit sind gebändigt durch die heilige Weihe unseres Be- rufes. Wie müssen wir Gott danken, daß er uns eine so große, herrliche Zeit miterlÄen ließ.! Alles geht mit |o freiem, stolzem 9)hitc dem großen Kampfe fürs Vaterland entgegen. Alles drangt sich, zuerst 'für die heilige Sache bluten zu können. Es ist nur ein Wille, nur ein Wunsch in der ganzen Nation, und das ab^ genutzte: Sieg oder Tod, bekommt eine neue, heilige Bedeutung.
kf Eine neue Lesart über das Verschwinden der Gioconda. „Wissen Sie das Neueste schon? L,ie Giocvnda ist nicht gestohleii worden: sie ist verunglückt." So schwirrt es augenblicklich in Paris. Wer diese neue Lesart aufgebracht hat? Ans einem Balle in Nom soll zuerst eine ^ame, die im künstlenschen Paris eine große Rolle spielt, die geheimnisvolle Andeutung gemacht haben. Und als man bann weiter in sie brang, da hat sic folgende Enthüllungen zum Besten gegeben: „Ja/ so erzah.t sie, es ist wahr, bie Gioconda ist nicht geraubt; sie ist eines plötzlichen, unerwarteten Todes gestorben. Sie wollen wissen, >me? Nun, unter dem Siegel der Verschwiegenheit sei es Ihnen anvertruut Ein bekannter Kimftphotograph, der in Paris heimisch ist, erhielt nach langen Bemühungeii bie Erlaubnis, das berühmte Gemälde zu photographieren und Kopien zu verbreiten. Man war sogar so freundlich, ihm zu gestatten, die „schöne Gioconda' mit in sein Atelier zu nehmen. Das war einige Tage, bevor die Nnglucks- botsckjaft von dem aeheimnisvollen Diebstahl des berühmten Gemäldes die ganze Welt in AufreMna versetzte. Im Atelier des Photographen nun gesck)ah das große Mißgeschick, das der Gioconda das Leben kostete. Auf einer hohen Staftelei thronte ne: alles war bereit zur Aufnahme. .Da — nwlch entsetzllchesUngluck! - stösst ein unachtsamer Gehilfe an bie Staffelei, das G^nalde stürzt herunter. Ter wurmstichige Rahmen geht m die Bruche, auch die Farbteile fallen ab, und im Augenblicke ist das Gemälde mchts mehr als eine aewöhnliche Leinwanb. Da. war guter^Rat teuer^ Dar Photograph sckpvebtc ui tausend Aenglten.^ Ter Dircktor des Louvre war in noch größeren ©chroulhtäten_ ^/eß 'ch zog man sich ans der Klemme mit der faulen Ausrede, daß bie „®ioconöa Üestohlen sei." Ob dies der Schlüssel »u dem. gFeimmsvott-n Per schwinden des berühmten Genmldcs ch? (Wir gebaimejc Nachricht wieder, glauben aber-, daß es sich nur UM cm müßiges Gerede handÄt, Tie Red.)
Dienstag, 18. §ebruar 1915
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Sieindruckerei.
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und Dnickerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: al.
$Rebattion:e^H2. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen,
Ten Ausschluß ans der sozialdemokratischen Partei haben sozialdemokratische Blätter dem früheren Nationalsozialen Max Maurenbrecher angedroht, weil er nicht nnbedmqt alle Ausgaben für nn itärische Zivecke ablehnt. Er soll das Schicksal von Hildebrand teilen, dessen Ausschluß der sozialdemokiattsche Parteitacz in Chemnitz beschlossen hat. Maurenbrecher antwortet jetzt auf die Ausschlußdrohungen in der Halbmonatsschrift „Das Freie Worf, indem er den Spieß umdreht: .
Ich stelle die eine Frage: Wo ist der Paragraph de^ Parteiprogramms, gegen den ich verstoßen habe. Man zeige ihn, und ich erkläre mich bereit, freiwillig aus der Partei zu scheiden. Solange man das aber nicht kann, ist es meine Pflicht, persönliche (Gefühle zu unterdrücken, und durchzuhalten so lange es geht. Tenn es ist em elementares Interesse der vier Millionen sozialdemokratischer Wähler, daß nicht von einer Handvoll Redakteure ein guter, klarer, sittlich und politisch richtig gedachter Satz des Parteiprvgramms in sein Gegenteil umgekehrt werde. Im Parteiprogramm steht fern Wort, das bic unbedingte Ablehnung aller Ausgaben sm: mü torische Zwecke dein Parteigenossen zur Pflicht machte: es ist vielmehr diirchaus vorgesehen, daß auch in Zukunst noch Kriege zu fuhren sein werden, und daß sie, wenn sie nicht wehr zu vermeiden sind, auch mit Nachdruck und mit einhelliger Entschlossenheit der gesamten Nation geführt werden mussem Das Parteiprogramm geht noch über die heutige Kriegsstarke der Armee bedeutend hinaus, iiidem es die Wehrhaftigkeit des ganzen Volkes fordert, zur Wehrhaftigkeit gehört aber- nickst nur Kenntnis E Gebrauch her Wa sen und der Organisatton des Marschierens, foltern vor allem auch Opfersinn, Heroismus, Selbstüberwindung. Und davon habe ich gesprochen. Das Parteiprogramm sordert Aenderungen der militärischen Organisatioii unb her Bestimmungen über btc Erklärung von Krieg und Frieden. Bon hem ersteren bestehe ich nicht'sehr viel, das letztere unterschreibe ich. Also: warum
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auch deshalb um so mehr vermieden werden, weil n ^ noch ungleich schärser luirten, eben, weil sie von so hoher Stelle ausgehen.
Bei der von uns nach her „Morgenpo'f >»it- geteilten Darstellung des Tatbestandes, die bisher noch nicht angefochten worden ist, klingen die schroffen Worte des Kaisers allerdings nicht gerade angenehm. Daß der Bericht über den Vortrag an jener Stelle „große Heiterkeit" verzeichnete, ist ebenfalls unerfreulich.
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165. Jahrgang
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderheffen
williger Ausländer". ,, a
Keine dieser Schöpfungen aber hat auch nur int entferntesten jenen Ruhm erreicht, der dem „Königlich preußischen Freikorps", wie es amtlich hieß, den Lutzowern, ime ey das Volk sogleich nannte, von Anfang an zusiel. Der Werbetelle der freiwilligen .Jäger gegenüber, an der Schmledebruck.e m Breslau, hatte Lützow im Gasthof zum Goldenen -sietner ein Hauptguartier aufgeschlagen. Die kriegerischen Gestalten der beiden Offiziere zogen viele Studenten an: auch die schone junge Frau Lützows, eine geborene Gräfin Ahlefeldt, die spatere Freundin Jmmermanns, die' sich voller Begeisterung der vaterlandischcn Sache und der Förderung der Freischar widmete, trug viel dazu bei den Zulauf zu vermehren. Sie war gleichsam die.Muse dieser von einem poetischen Dust umflossenen Schar uni.
Auch die schwarze Kleidung erhöhte die Stimmung man sah darin bic Trauer über bie Knechtschaft, den Geist der todesverackstenden Rache ausgedruckt In Wahrheit aber wurde die schwarze Böontierung aus einem höchst nüchternen Grunde gewählt „weil nur bei dieser Farbe bic Kleidungsstücke, welche sie schon haben, durch Färben gebraucht merben können, tmc c5 n dem Jmmediatbericlst her Rüstungs-Kommission heißt 3nähern Werbegeschäft unterstützte den Major bald der Turnlehrer Diedrich Ludwig Jahn, der eine große Anzahl ihm blind ergebener junger Männer, nach sich zog. Mitten in dieseni krie- gerifeb enthusiastischen Treiben, in einem elenden Dachstübchen des Wirtshauses, wo die Lützower hausten, lag vom Ncrvenficbcr (geschüttelt und „an den Rand des Grabes gebracht ern unbeachteter Mann voll stolzer Hoheit: dex Freiherr vom Stein Er hatte den Entwurs des russisckz-preilßischen Bündnisses nach Breslau gebracht, wurde aber vom Hofe noch als von Napoleon Verbannter ignoriert und nur von den Lutzotvern am- genmnmen So gab seine Anwesenheit der Schar gleichsam d,e höh^ geschichtliche Weihe: aber die. ergentlickse her* Ver- nänmg erhielt sie durch den, Eintritt eines suugeu Sachsen, emes damals schon berühmten Richters: T he od o r K o r ners.
Den Grimdton der ganzen Gesimmng. der Sch.rr sprach er m ben herrlichen Worten aus, in benen er seineni Vater seinen Entschluß mitteilte: „Zum Opfertode für bie Freiheck unb für die Ehre der Nation ist keiner zu gut, 'nohl aber und viele zu schlech harn' Hat mir Gott wirklich etwas mehr als gewöhnlichen Geist ettigcl-aucht, der unter deiner Pflege denken lernte, wo ist der AugeMick, wo ick ihn melu gellend machen kann. Line große n ■! j—jrt nrnfte Herzen, und ich fühl bie Kraft in mir, eine InuMton m tönnen in Cickt «öRcrbtanbung, id>.mu6 bmans Jiupvt _______. . (R—tfi- mfnpamhrüztciL »atten
Aur der eisernen Z^it: Die Lsltzower.
(3um 18. Februar.)
Di- Gl-riol- jugendlicher Kühnheit und feurigen Ungestüms, btc von allen Schöpfungen bes Krieges ja am hellsten bic Frei- litt)?, umleuchtet, hat sich unter allen Truppengattungen der Dcoüen Befreiungszeit im verklärendsten Glanze um hie (Sdyar bec Lützower gesponnen. Auf den Flügeln heldenhafter Dichtung, tot bm hinreißenden Klängen getragen, btc em großer Meister S Dönl- Karl Maria von Weber, ernennen, schwebt uns tapfere 5)äuflein heute vor als ein Shmbol her Jugend, tZ??G«,„ö^rüMina§" der sich selbst dem Vaterland zum ^^d^rbrachtt^^ Stessens hat in einem schönen Wort dies Ällorvs mit der „Lyrik des Krieges" verglichen die mit ihrem Iiellen Gefühlsüberschwang das „großartige Epos , tote ej £anb_ neuen vjc, uj• । ftrcicnten ein wenig verdunkelte. Lützows
Äs ^°lr°n, jSte ©"flau Srchtag sich riUA ■ raube» "Schicksal den Schöpfungen höchster Beg-lst-rnng H-MMZWW KWOMMMM
r.SÄViÄS«»“
Krege gedrungen war, am 9. 0 mpf-rsdorff ange-
Lützow, dem sich der Maior Vl/Ä i! « M H4nSM^U
Omommen. Scharnhorst setzte in ihn wie i s'oaleich die
geister" kein sonderliches Verttaucn: aber er kann e sogleich dtt hohe sittliche Bedeutung dieses Gedankens, durch den es mögt ch
fcru™äu™g«nT&»l^^n9Ä^au» b«bi=“muiiy W ätgeimbriiztat" Satte» L Aufruf Lützows gerichtet, une es die am 18. Fcvruar gtn» - ______________________
«mh imihibii— ■■ —innmi—n |————
nur eines: Kampf bis zum äußersten. Dieser Kampf gegen den Terror und Umsturz ist vielleicht die größte Aufgabe des Bundes. Ich habe das Zutrauen, daß wir in diesem Kampfe siegen werden. Wenn wir aber unterliegen, dann wird unser Vorbild sein d t e brave Mannschaft a u f dem „I l t i s", die auf dem sinken- >en Sckiisf mit dem letzten Atemzuge des Vaterlandes unb des Kaisers gedachte. Wir Landwirte können nicht ost genug betonen, daß wir unsere Aufgaben nur erfüllen können im Festhalte n an Gott. Wir jubeln unserem Kaiser zu, daß er in der alma nmtcr Berlins dem deutschen Volke erneut seinen Wahlspruch eutgegengchalten hat. Der Bund der Landwirte kann mit dem Bewußtsein des unerschütterlichen Fcsthaltcns an Gott auch für sich das Wort in Anspruch nehmen: In diesem Zeichen >mrst du
hnhofstr. 31 rrende Seelen
niaiifitrl in?«J Schauspiel.
edle und leine ne enthüll', jvannend und» litten W* bargeiteflL ’lliJ»! s
Humoreske- '
Lieber sollten die Herren von der verarbeitenden Industrie mit zu utn hatte, notwendlgerwessc 'weryaupl eja u ^llassen uu» Schütter °n Schulter bi. Industrie,alle erkämpfe,.die fie I ist UN» sogar »wrüelha! ob E °.n -tttla^n
nötig haben Wir müssen auf der Hut )cm, denn der Eaprivisiniis worden ist, unb von bem sein hinterher on
erhebt wieder' sein Haupt. Der ganze Zweck des Hansabundes ist n habe ihn '.hmausgeschmmen ' n 9 läßt
nur bic Wieberauflebung her Eaprivischen Politik unter groß- Schutz der Gerichte m Ampruch "nn . bekanntermaßen
M rJSÄÄ'Ä. noch unnleidj
hatte. Vorläufig sehen wir nur freundlittie Worte aber ^aten. die das Gegenteil bedeuten. In der auswärtigen Politik haben uns die Engländer aus Marokko herausgedrängt und uns dafür ein Stück Backofenland gegeben. Auch Rußland ist gegen uns für seine slawischen Brüder aufgetreten. In dielen ichweren Zeiten hilft uns nur bic militärische Kraft. Dachr ftnd wir immer cingetretcn, wir haben immer gegeben bem Kaiser und dem Reiche, was ihrer foar, ohne zu seflschen unb zu hanbeln.


